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Brainwriting..

..by dodo32

29.03.2019 16:56    |    dodo32    |    Kommentare (376)    |   Stichworte: 7 (AU/5G), Golf, VW

Tempo 130 auf Bundesautobahnen - ja oder nein?

130? Nein Danke!130? Nein Danke!

Liebe Blogleser,

 

es ist wieder einmal an der Zeit, einen neuen Artikel zu verfassen. Hintergrund ist eine von der evangelischen Kirche eingereichte Petition, welche ein allgemeines Tempolimit von 130 km/h auf Bundesautobahnen fordert. Diese Forderung ist nicht neu und wurde auch hier auf MT schon häufiger diskutiert. Interessant ist die Anzahl an Mitzeichnungen und ich habe den Verdacht, dass dieses mal das Quorum von 50.000 Stimmen erreicht wird. Das heißt zwar im ersten Schritt noch nichts, aber man kann und sollte sich auch dagegen positionieren, wenn man dagegen ist. Und zwar auf folgender Seite: https://www.130-danke-nein.de

 

Der Betreiber ist auch auf Facebook recht aktiv und es gibt ein youtube Video, in welchem er auch persönlich zu Wort kommt. Das Thema wird und wurde schon immer kontrovers diskutiert. Ich selbst bin nach wie vor dagegen. Flexible Verkehrsleitsysteme machen in einer modernen Welt wie der unseren wesentlich mehr Sinn, als altmodische Blechtafeln. Die Fahrzeuge sind sicherer als je zuvor und wir haben das weltweit am besten ausgebaute Fernstraßennetz. Letzteres ist vor allem auch so konzipiert, dass hohe Geschwindigkeiten sicher gefahren werden können.

 

Mir persönlich geht es nicht darum, 300 zu fahren. Wer das will soll das tun, ich nicht. Es ist mir eher wichtig, mein Tempo selbst wählen zu dürfen. Wenn ich weite Strecken fahren muss, ist es für mich schlicht wesentlich angenehmer mit 180 bis 200 km/h zu reisen, als mit konstant 130 dahin zu schleichen. Insbesondere wenn die Bahn frei ist. Wer das nicht möchte, kann auch ohne allgemeine Beschränkung langsam(er) fahren.

 

Ich finde, dass man die gegebene Freiheit nicht kampflos aufgeben darf und daher seine Stimme auf der oben verlinkten Seite vergeben sollte.

 

Grüße

-dodo-

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30.03.2019 15:36    |    notting

Zitat:

@HJFl schrieb am 30. März 2019 um 14:10:18 Uhr:

Es ist mir auch ein Rätsel, warum auf der Autobahn in Baustellen, die Fahrbahnsituation identisch mit einer Landstraße ist und dort 60 oder 80, aber auf der Landstraße 100 gefahren werden darf.

- An der Baustelle laufen eher mal Bauarbeiter rum als auf einer normalen Landstr. Leute rumlaufen

- Es sind öfters LKW da die keinen Beschleunigungsstreifen haben wenn sie aus der Baustelle raus wollen.

- Es ist i.d.R. deutl. mehr Verkehr als an einer Landstr.

- LKW dürfen auf der Landstr. auch nur 60km/h fahren (jaja, Praxis eher 80km/h).

 

notting


30.03.2019 16:30    |    Lewellyn

Wenn man in Frankreich fährt, fällt einem auch der entspannte Umgang der Franzosen mit Baustellensicherung auf.

Wo hier Ersatzleitplanken in die Fahrbahn genietet werden, sitzt in Frankreich auch schon mal der Bauarbeiter hinten auf der Ladefläche und verteilt Hütchen.

 

Ich fahre viel in Frankreich und hab bestimmt schon satt 4stellig Mautgebühren bezahlt. Aber ich kann damit leben, wenn ich im Ergebnis stundenlang mit Tempomat auf 137 (echte 130) zügig mein Ziel erreichen. Und das teilweise noch mit Anhänger hinten dran.

 

Frankreich ist wie Hamdyspiele. Mit Geld spart man Zeit.

 

Ein Tempolimit hätte in D kaum einen Effekt, wenn es nicht so überwacht würde wie in F.


30.03.2019 17:36    |    dodo32

Mit Anhänger im Ausland ist definitiv angenehmer: es hat nicht so viele LKW. Letzteres sehe ich im übrigen als eines der größten Probleme auf Autobahnen an.


30.03.2019 17:58    |    notting

Zitat:

@dodo32 schrieb am 30. März 2019 um 17:36:48 Uhr:

Mit Anhänger im Ausland ist definitiv angenehmer: es hat nicht so viele LKW. Letzteres sehe ich im übrigen als eines der größten Probleme auf Autobahnen an.

Naja, aber https://www.heise.de/.../...eschleunigt-Lkw-Verlaengerung-4353199.html ist da IMHO auch keine Lösung, sondern macht es bzgl. Überholen bzw. Richtung Ausfahrt kommen in jeg. hinsicht eher noch schwieriger, da noch längere Fahrzeuge = weniger Lücken.

 

notting


30.03.2019 19:26    |    Spurverbreiterung142

Kann ich meinem Vorschreiber nur recht geben. Ist ja heute schon manchmal so extrem, dass man vor lauter LKW mit unterschrittenem Mindestabstand nicht auf die rechte Spur kommt, obgleich man es frühzeitig versucht wegen der bevorstehenden Ausfahrt. Ein paar Male mal ging es auch bei mir schon nur mit hupen und reindrängeln. Wer will das...

 

Für mich gehöret sich der Güterverkehr auf die Schiene verlagert. Aus und Basta.

 

In Verbindung mit einer "vernünftigen" Geschwindigkeitsbegrenzung um 150 oder 160 Km/h würde das Vieles entspannen auf deutschen BAB's. Die geplanten 130 Km/h halte ich für übertrieben. Bin sehr oft bei unseren tschechischen Nachbarn unterwegs, deren 130 Km/h Limit ist auf langen Strecken einfach nur monoton und einschläfernd.


30.03.2019 19:34    |    dodo32

Das mit der Schiene hat man tüchtig verpeilt. Früher waren Gleisanschlüsse bei vielen Unternehmen normal.

 

Ich denke seit einiger Zeit ob es nicht sinnig wäre, das TL für LKW auf 90 anzuheben, so dass sie legal 100 fahren könnten. Natürlich müssten die LKW dann durchgängig in einem einwandfreien technischen Zustand sein.

 

Unter dem Strich sind es einfach zu viele geworden. Wurde aber schon vor über 10 Jahren prognostiziert und diese Prognose, also eine Verdoppelung, ist auch eingetreten


30.03.2019 21:00    |    Spurverbreiterung142

Muss ja nicht jedes Unternehmen einen eigenen Gleisanschluss haben, aber wenn man bedenkt, wie viele Güterbahnhöfe und Nebenstrecken nur im Laufe der vergangenen Jahre dicht gemacht wurden, fragt man sich durchaus, wie das auf dauer funktionieren soll. Die Strecken sind heute Radwege quer durch die Prärie, welche eh niemand benutzt. DB-Cargo soll heute schon katastrophale Zustände haben, weil Personal und Gleiskapazität fehlt.

 

Eine Anhebung des Tempolimits für LKW halte ich dagegen für höchst gefährlich - weil ein nicht unbeachtlicher Anteil an Ostblock-LKW (Polen und Tschechen schneiden da in den Statistiken übrigens ganz gut ab) eben teilweise nicht gut gewartet sind. Nicht manipulierbare Abstandsbegrenzer fände ich da sinnvoller und dazu extrem hohe Strafen für die Speditionen. Heute haben eigentlich immer die Fahrer die Arschkarte - das muss umgewälzt werden auf Speditionen und deren Disponenten.


30.03.2019 21:00    |    the_WarLord

@NeoNeo28

 

Wo bist du unterwegs?

 

Im Süden (A8, A96, A7) halten die sich in der Regel an den Mindestabstand, sodass man entspannt auch noch schnellere Fahrzeuge vorbei lassen kann, wenn man mal mit 100 entspannt durch die Gegend gondelt.


30.03.2019 21:04    |    Spurverbreiterung142

Hauptsächlich im Dreieck A93, A3 und A6, also oberpfälzer Raum... Zumindest die A93 und die A6 lassen sich streckenweise und außerhalb des Berufsverkehrs wirklich gut befahren, aber Du hast einfach ein paar Knotenpunkte, wo sich LKW an LKW reiht und oft ist es dann wirklich so, dass Du da nicht einfach mal eben so zwischen zwei LKW reinkommst - wenn der Fahrer nicht zufällig ein Netter ist... Aber auch die gibt es natürlich... ;)


31.03.2019 00:50    |    Racer_1995

Tempolimit für alle! Wir sollten niemanden benachteiligen, das wäre ungerecht.


31.03.2019 04:06    |    dodo32

Zitat:

@Racer_1995 schrieb am 31. März 2019 um 00:50:57 Uhr:

Tempolimit für alle! Wir sollten niemanden benachteiligen, das wäre ungerecht.

:confused::D Hä? :D Eben, daher kein Tempolimit und niemand wird benachteiligt. Das ist Punkt :D


31.03.2019 08:39    |    kappa9

Zitat:

@HJFl schrieb am 30. März 2019 um 14:10:18 Uhr:

Es ist mir auch ein Rätsel, warum auf der Autobahn in Baustellen, die Fahrbahnsituation identisch mit einer Landstraße ist und dort 60 oder 80, aber auf der Landstraße 100 gefahren werden darf.

Weil es in Baustellen auf der AB mal unvorhergesehen sehr schmal werden kann z.B. durch unbeabsichtigt verschobene Begrenzung, Gegenstände auf der Fahrbahn usw.

Außerdem arbeiten dort Menschen, die keine Knautschzohne haben...

 

Ich bin gegen ein allgemeines Tempolimit.

Vieles ist bereits begrenzt - größtenteils sogar deutlich unter 130.

 

Zu den Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit werden auch Übertretungen bei Tempo 80 oder 100 gerechnet, ebenso wie Überhöhte Geschwindigkeit bei Regen.

Wenn nun einer bei 120 wegen abgefahrener Reifen mit Aquaplaning in die Planken geht wird das ebenso unter "Unfall wegen überhöhter Geschwindigkeit" in der Statistik verbucht.

All diese Fälle verfälschen aber die angeblich ach so häufigen Unfälle, die durch 250 km/h entstehen.

Da wird der Unfall eines einzelnen Ferrari, oder Porsche zum Anlasse genommen...

 

Für mich sind die wahren Raser die Muttis, die ihre Kids bis vor die Schule fahren und mit 50 durch eine 30er Zohne und mit 30 durch eine Spielstraße rasen.

Auch wer mit 80 durch eine 60er Baustelle auf der AB rast ist meiner Meinung nach viel mehr ein Raser, als wenn ich auf leerer Autobahn nachts mal ein kurzes Stück in den el. Begrenzer fahre...

 

Btw: Auch LKW, die rücksichtslos mit 89 kurz vor einem rausziehen und einen (auch mit 120) zur Vollbremsung zwingen sind ja nicht Schuld und pasiert was steht "überhöhte Geschwindigkeit des PKW Fahrers" in der Statistik...


31.03.2019 11:16    |    notting

Zitat:

@kappa9 schrieb am 31. März 2019 um 08:39:31 Uhr:

Zitat:

@HJFl schrieb am 30. März 2019 um 14:10:18 Uhr:

Es ist mir auch ein Rätsel, warum auf der Autobahn in Baustellen, die Fahrbahnsituation identisch mit einer Landstraße ist und dort 60 oder 80, aber auf der Landstraße 100 gefahren werden darf.

Weil es in Baustellen auf der AB mal unvorhergesehen sehr schmal werden kann z.B. durch unbeabsichtigt verschobene Begrenzung, Gegenstände auf der Fahrbahn usw.

Außerdem arbeiten dort Menschen, die keine Knautschzohne haben...

 

Ich bin gegen ein allgemeines Tempolimit.

Vieles ist bereits begrenzt - größtenteils sogar deutlich unter 130.

 

Zu den Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit werden auch Übertretungen bei Tempo 80 oder 100 gerechnet, ebenso wie Überhöhte Geschwindigkeit bei Regen.

Wenn nun einer bei 120 wegen abgefahrener Reifen mit Aquaplaning in die Planken geht wird das ebenso unter "Unfall wegen überhöhter Geschwindigkeit" in der Statistik verbucht.

All diese Fälle verfälschen aber die angeblich ach so häufigen Unfälle, die durch 250 km/h entstehen.

Da wird der Unfall eines einzelnen Ferrari, oder Porsche zum Anlasse genommen...

Richtig bzw. AFAIK auch ein Glatteis-Unfall mit Schritttempo.

 

Zitat:

Für mich sind die wahren Raser die Muttis, die ihre Kids bis vor die Schule fahren und mit 50 durch eine 30er Zohne und mit 30 durch eine Spielstraße rasen.

Auch wer mit 80 durch eine 60er Baustelle auf der AB rast ist meiner Meinung nach viel mehr ein Raser, als wenn ich auf leerer Autobahn nachts mal ein kurzes Stück in den el. Begrenzer fahre...

 

Btw: Auch LKW, die rücksichtslos mit 89 kurz vor einem rausziehen und einen (auch mit 120) zur Vollbremsung zwingen sind ja nicht Schuld und pasiert was steht "überhöhte Geschwindigkeit des PKW Fahrers" in der Statistik...

Sowas machen leider nicht nur LKW, sondern auch PKW, die nur etwas früher hätten Gas geben müssen bzw. auch die Möglichkeit dazu hatten - z. T. sogar vom Beschleunigungsstreifen direkt ganz nach links... :mad:

 

notting


31.03.2019 11:21    |    schnibbler1

Ein generelles Tempolimit von 130 lehne ich ab, weil eine dauerhaft gefahrene Geschwindigkeit auf langen Strecken ermüdend wirkt. Bei Dunkelheit, sobald mit Licht gefahren werden muss, ist es in Ordnung. Die, die schneller fahren wollen, tun das oftmals nur für wenige Minuten. Man muss nicht alles regulieren. Mal 180 - 200 fahren macht auch mal Spaß ,wenn es die Verkehrslage erlaubt.


31.03.2019 16:26    |    dodo32

Kappa, ja, das ist das Problem an der Statistik. Es wird halt gerne so dargestellt, als würden die Unfälle nur aufgrund eines fehlenden Limits passieren. Tatsache ist allerdings, das hat man auf der A 8 bei Burgau festgestellt, dass die schwere der Unfälle höher ist. Daher hat man beschlossen, auf diesem Abschnitt eine Verkehrsleitanlage zu installieren um das Tempo je nach Verkehrslage, anpassen zu können. Ich halte diese Anlagen für sinnvoll.


31.03.2019 17:01    |    kappa9

Zitat:

@dodo32 schrieb am 31. März 2019 um 16:26:12 Uhr:

Kappa, ja, das ist das Problem an der Statistik. Es wird halt gerne so dargestellt, als würden die Unfälle nur aufgrund eines fehlenden Limits passieren. Tatsache ist allerdings, das hat man auf der A 8 bei Burgau festgestellt, dass die schwere der Unfälle höher ist. Daher hat man beschlossen, auf diesem Abschnitt eine Verkehrsleitanlage zu installieren um das Tempo je nach Verkehrslage, anpassen zu können. Ich halte diese Anlagen für sinnvoll.

Ja, an Unfallschwerpunkten, oder an neuralgischen Stellen zur homogenisierung des Verehrs kann das sinnvoll sein.

Allerdings: Die jenigen, die über diese Regelanlagen meckern sorgen durch ihr eigenes ignorantes Verhalten dafür, dass diese Anlagen nicht funktionieren (nicht ihre Wirkung erzielen) - und genau das wird dann noch als Argument genannt, es tauge nicht. Ofmals sind das aber gar nicht die echten Hochgeschwindigkeitsfahrer, sondern die "versteckten Alltagsraser", die überall 20+x schneller fahren, als erlaubt ist. Auch mit Tempo 30 kann man Raser sein - und mit 250 muss man nicht automatisch Raser sein.

 

Ich bin jede Woche Langstrecke Autobahn unterwegs. Die allermeisten wirklich schweren Unfälle haben fast immer was mit LKW als Verursacher zu tun.

Das letzte mal war vorige Woche auf der A44 vor Werl. Ein LKW Rast mal wieder in ein Stauende und schiebt mehrere LKW, Lieferwagen und einen VW-Bus zusammen. Zwei Rettungshubschrauber, etliche RTW, mehr als ein halbes Dutzend Gerätewagen u.v.m. ...fast drei Stunden Stillstand...

Hochgeschwindigkeitsunfall habe ich seit 1985 noch nicht wieder gesehen. Damit meinte ich nicht bei Regen zu schnell usw. sondern Unfall alleine wegen Geschwindigkeiten jenseits der 200km/h.


31.03.2019 17:38    |    dodo32

Die konstant 120 Fraktion kenne ich als Vielfahrer auch nur zu gut. Ich muss dann häufig an diverse Debatten hier im Forum denken. Dort, wo man aufdrehen darf, wird z.T. links getrödelt und in der Baustelle geht's mit konstantem Tempo weiter. :rolleyes: Das ist irgendwie unlogisch. Die Verkehrsleitsysteme rund um München werden auch von einigen ignoriert aber es ist nicht die Masse. Es gibt auch einige die den Sinn und Zweck dahinter verstanden haben. Die Funktion den Verkehr gezielt bremsen und beschleunigen zu lassen ist Gold wert.


31.03.2019 18:48    |    schipplock

Zitat:

@dodo32 schrieb am 30. März 2019 um 02:21:40 Uhr:

Ich kann den Artikel auch gerne löschen wenn der Löwenanteil der hier anweseden der Meinung ist, dass das nichts bringt.

oh, ich meinte doch gar nicht deinen Artikel, sondern https://www.130-danke-nein.de :).

 

Gruß,

Andreas


31.03.2019 19:01    |    dodo32

Zitat:

@schipplock schrieb am 31. März 2019 um 18:48:11 Uhr:

Zitat:

@dodo32 schrieb am 30. März 2019 um 02:21:40 Uhr:

Ich kann den Artikel auch gerne löschen wenn der Löwenanteil der hier anweseden der Meinung ist, dass das nichts bringt.

oh, ich meinte doch gar nicht deinen Artikel, sondern https://www.130-danke-nein.de :).

 

Gruß,

Andreas

Achso :D:D.

 

Unter dem Strich muss es auch Vereine geben, welche das Thema auf dem Schirm haben und sich im Zweifel für die Interessen derer einsetzen, die dagegen sind. Früher war das ja afaik nur der ADAC


31.03.2019 20:17    |    schipplock

ja, deine Argumentation ist gut :). Ich revidiere meine Meinung deswegen.

 

Gruß,

Andreas


01.04.2019 00:42    |    Trackback

Kommentiert auf: Verkehr & Sicherheit:

 

Petition Tempolimit 130 - das wird knapp

 

[...] in D zum guten Ton zu gehören scheint, habe ich pflichtbewusst dem o.g. Thema einen Artikel gewidmet: https://www.motor-talk.de/.../gegen-tempo-130-abstimmen-t6586388.html

 

Man kann dort auch abstimmen. Dafür, dagegen. Wie auch immer. Wobei mir persönlich dagegen natürlich [...]

 

Artikel lesen ...


01.04.2019 10:17    |    KTBAUER

Tempo 130? Lächerlich.

Es darf doch jeder so langsam fahren, wie er möchte. Bei unserer Verkehrsdichte haben wir doch nahezu überall in D auf den BAB eine Geschwindigkeit, die meist deutlich unter 130 liegt- besonders an zweispurigen Strecken ohne Überholverbot für LKW.

Was lustig ist: In nahezu allen Statistiken heisst es als Unfallursache: "Nicht angepasste Geschwindigkeit"- was immer das sein mag. Die Medien machen daraus ein "zu schnelles Fahren", und daraus wird sofort der "Raser"- erstaunlicherweise immer nur in der maskulin-Form.

Der immer wieder auftauchende Vergleich mit frz Autobahnen lässt den Schluss zu, dass solche Vergleiche nur von Leuten gezogen werden, die vielleicht einmal im Leben dort gefahren sind, und noch nie Lyon (oder beliebige andere Stadtumfahrungen) im Stossverkehr erlebt haben.

Es wäre schön, wenn bei solchen Abstimmungen zu erfahren wäre, welche Höchstgeschwindigkeit schon mal gefahren wurde, und ausserdem zu erfahren wäre, wieviel km/a und auf welchen Strassen man unterwegs ist.

Es dürfte sich herausstellen, dass die Befürworter des Limits nur sehr selten auf der BAB zu finden sind, und zudem meist mit mit kleineren Autos unterwegs sind. Ausserdem sollte man wissen, wie alt die Leute sind- ich erlebe gerade bei Auffahrten immer wieder eine völlige Hilflosigkeit. Das Ding heisst Beschleunigungsspur, nicht Bremsstrecke!

Ohne Witz: Wenn wir alle die geforderten Mindestabstände auf den BAB (bei allseits 130) einhalten wollten, müssten morgens um acht schon alle Zufahrten gesperrt werden. (es wurden alle Fahrspuren berücksichtigt)

 

Fazit: Tempo 130 wird weder die Unfallzahlen senken, noch das Klima "retten", und schon gar nicht die Schweizer auf der A81 (von Zürich nach Stuttgart) in irgendeiner Weise beeindrucken. Das wird nur gelingen, wenn man deren Autos gleich vor Ort verschrottet, und die Fahrer den Heimweg zu Fuss antreten lässt.


01.04.2019 10:25    |    schipplock

01.04.2019 10:42    |    Spurverbreiterung142

Problem ist halt immer auch die Pauschalisierung... Ich für meinen Teil halte mich penibelst an 30'er Zonen vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen, fahr aber in der Stadt auf gut ausgebauter und übersichtlicher Strecke schon auch mal 60 Km/h, anstelle der erlaubten 50 Km/h. Und auf Landstraßen? Da schaut es nicht anders aus. Viele Geschwindigkeitbeschränkungen auf 80 oder gar 70 Km/h erscheinen einem völlig willkürlich, wahrscheinlich um gute Blitzerergebnisse für die Sommermonate vorzuprogrammieren. Ich selbst gehöre zu der Fraktion, die sich nur allzu oft sagt: "ach komm, bis 15 oder 20 Km/h drüber ist auf einer so gut ausgebauten und übersichtlichen Landstraße doch kein Thema". Gebe ich ehrlich zu.

 

Dafür fahr ich auf BAB-Baustellen grundsätzlich rechts, was bei gut 2,40m Spannweite mit Spiegeln und um die 5,90m Länge auch nicht weiter verwunderlich sein dürfte. An Geschwindigkeitsregelanlagen halte ich mich, weil diese nur so wirklich Sinn machen und dem Verkehrsfluss aller dienen. Meine normale Reisegeschwindigkeit beträgt dabei zwischen 140 und 160 Km/h auf den BAB's, zumindest da wo es geht. Und ob man's glaubt oder nicht, die meiste Zeit spielt sich dabei auf der linken Spur ab, weil rechts, abgesehen von den LKW, viele PKW-Fahrer unterwegs sind, die mit Geschwindigkeiten zwischen 110 und 130 Km/h vor sich hin dümpeln. Dürfen sie ja auch, kein Thema. Will jemand vorbei, auch kein Thema, fahr ich kurz rüber und gut ist...

 

Mit dem aufgemotzten 335'er bin ich auch mal 270 Km/h gefahren, allerdings nur 1 mal, weil man die 100 TKm auf der Uhr dem Fahrwerk bei solcher Geschwindkigkeit dann doch schon etwas angemerkt hat. Ansonsten sind es auch gern mal so um die 200 Km/h, die sich noch relativ gemütlich fahren lassen - je nach Verkehrsdichte und Fahrbahnzustand halt.

 

Raser oder nicht Raser, ich wäre für ein generelles Limit wenn dann im Bereich von 150 bis 160 Km/h - aber eben nur, wenn es denn unbedingt sein müsste. Ansonsten kann ja jeder so langsam fahren, wie es ihm/ihr/es beliebt...


01.04.2019 10:53    |    dodo32

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 1. April 2019 um 10:42:29 Uhr:

Ansonsten sind es auch gern mal so um die 200 Km/h, die sich noch relativ gemütlich fahren lassen - je nach Verkehrsdichte und Fahrbahnzustand halt.

Sehe ich auch so. Insbesondere mit modernen Fahrzeugen. Wobei ich auch mit dem E 30 meiner Freundin mit 180 - 190 locker mitschwimmen kann ohne in Panik zu verfallen. Er ist halt ein wenig lauter.


01.04.2019 12:40    |    signaturv50

Statt Tempo 130 lässt man einfach jeden Tag auf jeder Autobahn zwei echte Helden mit ihren Außendienstlergokarts bei Tempo 200 ineinander verkeilen, dann haben wir erstens zwei Idioten weniger und zweitens ein Durchschnittstempo von 1,3 km/h.


01.04.2019 13:02    |    dodo32

Zitat:

@signaturv50 schrieb am 1. April 2019 um 12:40:34 Uhr:

Statt Tempo 130 lässt man einfach jeden Tag auf jeder Autobahn zwei echte Helden mit ihren Außendienstlergokarts bei Tempo 200 ineinander verkeilen, dann haben wir erstens zwei Idioten weniger und zweitens ein Durchschnittstempo von 1,3 km/h.

Dann bleibt nur noch die Frage, wie man diese Helden bestimmt bzw. aussucht. ;)


01.04.2019 13:30    |    signaturv50

Zitat:

@dodo32 schrieb am 1. April 2019 um 13:02:48 Uhr:

Zitat:

@signaturv50 schrieb am 1. April 2019 um 12:40:34 Uhr:

Statt Tempo 130 lässt man einfach jeden Tag auf jeder Autobahn zwei echte Helden mit ihren Außendienstlergokarts bei Tempo 200 ineinander verkeilen, dann haben wir erstens zwei Idioten weniger und zweitens ein Durchschnittstempo von 1,3 km/h.

Dann bleibt nur noch die Frage, wie man diese Helden bestimmt bzw. aussucht. ;)

Die muss man nicht aktiv aussuchen, die finden sich jeden Tag von alleine. Das ist ja das Schöne daran. Kaum tritt einer aufs Gas, muss der anderen zeigen "Meiner ist länger", und schon geht's los.:D


01.04.2019 13:42    |    dodo32

Also Unfälle von Außendienstlern beobachte ich in den seltensten Fällen bzw. mir ist nicht einmal einer bekannt. Weder im Kollegenkreis noch von anderen Firmen. Und ich kenne einige Leute. ;)


01.04.2019 13:49    |    Spurverbreiterung142

Na ja, ist halt auch wieder so ein typisches Klischee... ;)


01.04.2019 13:58    |    dodo32

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 1. April 2019 um 13:49:20 Uhr:

Na ja, ist halt auch wieder so ein typisches Klischee... ;)

In der Tat, ja. Die meisten von uns müssen sich zwingend und dauerhaft an Beschränkungen halten sonst sind wir die Pappe in der Woche gleich mehrmals los.


01.04.2019 14:57    |    signaturv50

Zitat:

@NeoNeo28 schrieb am 1. April 2019 um 13:49:20 Uhr:

Na ja, ist halt auch wieder so ein typisches Klischee... ;)

Natürlich ist das ein Klischee. Weil der Außendienstler ja ohnehin nur entspannt auf der recht Spur cruist, Tempomat 110, fährt diese Berusgruppe auch meistens 115PS Golf, 105 PS Astra oder 85 PS Focus. Die 3er/5er, A4/A6 und C-/E-Klassen sowie die X3/5, GLC/E und Q5/7 werden üblicherweise von Pizza-Lieferdiensten, Krankenpflegediensten, den Stadtwerken, Studenten und Schülern gefahren. Das sind sie, die Oberklässler, schlafen bis kurz vor 8 und düsen dann mit Tempo 250 über die Bahn zur Schule.


01.04.2019 15:02    |    kappa9

Jaja das ist alles ganz furchtbar...


01.04.2019 15:13    |    dodo32

Gäbe es einen kausalen Zusammenhang zwischen zügig fahrenden Außendienstlern und Verkehrstoten auf der AB, hätte man sich des Problems sicher schon angenommen. ;)


01.04.2019 16:42    |    the_WarLord

Außendienstler erkennt man auf der Autobahn durchaus -> Pragmatische Vorgehensweise, auf's wesentliche beschränkt (zügig voranzukommen). Macht in der Regel Platz, wenn ein schnellerer angeflogen kommt, hängt aber durchaus auch mal einem im Kofferraum, wenn der partout nicht Platz machen möchte...

 

Viele Vorurteile kommen von den Deppen, welche der Ansicht sind, dass man auf die 20 Sekunden Regel auch im etwas dichteren Verkehr nicht verzichten sollte und nach vorne hin freie Sicht auf die nächsten 500 m hat, Tendenz steigend...


01.04.2019 16:50    |    STFighter

Zitat:

@dodo32 schrieb am 31. März 2019 um 17:38:51 Uhr:

Die konstant 120 Fraktion kenne ich als Vielfahrer auch nur zu gut. Ich muss dann häufig an diverse Debatten hier im Forum denken. Dort, wo man aufdrehen darf, wird z.T. links getrödelt und in der Baustelle geht's mit konstantem Tempo weiter. :rolleyes: Das ist irgendwie unlogisch. Die Verkehrsleitsysteme rund um München werden auch von einigen ignoriert aber es ist nicht die Masse. Es gibt auch einige die den Sinn und Zweck dahinter verstanden haben. Die Funktion den Verkehr gezielt bremsen und beschleunigen zu lassen ist Gold wert.

Dein Wort in Gottes Ohr...wie es so schön heisst.

 

Das Dynamische Tempolimit ist einfach nur das Non-Plus-Ultra, gerade mit den Blitzern untendrunter (die IMHO viel zu selten aktiv sind). Nachts, wenn die A99 völlig Frei ist, bin ich da schon sehr oft mit 200 und aktiver Distronic lang gefahren - einfach aus dem Grund weil es geht. (Und niemand kann mir erzählen, dass er Nachts bei 130 noch Bremsen kann, wenn ein Tier auf die Straße läuft - so gesehen ist sogar selbst das noch zu schnell)

 

Ich bin absoluter Verfechter von dynamischen Tempolimits. Gerade die A99 ist das Paradebeispiel: In den aller meisten Fällen funktioniert das wirklich gut. Hin und wieder gibt's mal ein paar Zipfeklatscher die sich nicht dran halten. Da sieht man dann sogar meistens sehr schön, wie die den Verkehrsfluss durcheinander bringen und sich dann hinter denen plötzlich stockender Verkehr bildet. Man kann die Blitzer ja von mir aus auch an manchen Tagen einfach ohne Film blitzen lassen...jeder fährt danach das, was oben angeschrieben steht. (Selbst schon erlebt, mal kurz nicht auf den Tacho geguckt und bei 140 eine 120er Beschränkung übersehen - FUMP, alles um mich rum, ich auch und hinter mir strich 120)

 

Ein allgemeines Tempolimit bringt nichts, denn die, die wirklich Rasen, lassen sich davon nicht beeindrucken. Mal davon abgesehen, dass die Statistik für "überhöhte Geschwindigkeit" sehr ernüchternd ist, während die für "nicht angepasste Geschwindigkeit" sehr erschreckend ist. Gerade letzteres lässt sich mit den dynamischen Tempolimits "erschlagen". Wie oft an mir - gerade auf der A99/A94 - bei dickstem Nebel oder heftigem Regen schon Leute mit 120/130 km/h vorbei gezogen sind, ist Erschreckend.

 

Das ist dann auch einer der Gründe, warum ich der Meinung bin, dass Fahrsicherheitstrainings alle 2 Jahren gesetzlich vorgeschrieben sein müssen - von mir aus auch gern aus Steuertöpfen bezahlt, damit niemand einen "Nachteil" hat. Ich bin mir sehr sicher, dass man damit nicht nur die Unfallzahlen auf der Autobahn effektiver senkt, sondern ganz besonders auch auf der Landstraße und möglicherweise sogar auch in der Stadt, weil man sich als Fahrer dann einfach bewusst ist, wie wenig Reaktionszeit man in gewissen Situationen hat.

 

Vom Abstand fange ich jetzt erst gar nich mehr an zu Lamentieren - die notorischen Abstandssünder gibt's übrigens überall, vor allem auch in Österreich und vielen anderen Ländern, wo beschränkt ist. Die haben im dichten Verkehr dann die gleichen Probleme. Und man "fängt" die mit einem Tempolimit nicht ein, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

 

Und die CO2 Belastung lässt sich durch Maßnahmen wie oben (dynamische Tempolimits mit Blitzer zur Verkehrssteuerung) erheblich senken. Mein Auto schluckt bei langen und relativ schnell gefahrenen Etappen ca. 8-9 Liter Diesel - im Gegensatz zu ca. 6-7 Liter bei Stur 130 km/h. Klar - bei 250 km/h durchgängig sind es auch eher 10-12 Liter, aber wirklich durchgängig geht das selbst auf der absolut freien A41 nicht.

Da gibt es andere, wirksame und sinnvollere Maßnahmen. Ganz besonders wenn ich mir überlege, dass es im Stau auch mal schnell 8-9 Liter Diesel auf 100 km sind, geschweige denn in der Stadt.

Und wenn man jetzt noch bedenkt, dass die 2 Mio Tonnen CO2, die da laut diversen Berechnungen gespart werden im globalen Vergleich absolut lächerlich sind - dann finde ich gibt es wirklich wichtigere CO2 Verursacher um die man sich kümmern sollte.

 

Mal davon abgesehen, dass mir die Verbots- und Überwachungskultur absolut gegen den Strich geht...


01.04.2019 17:01    |    kappa9

@STFighter Sehr gut!

+1


01.04.2019 17:08    |    schnibbler1

WOW, 10 - 12 Liter bei 250 KM/H. Mit welchem Auto ?


01.04.2019 17:19    |    STFighter

Zitat:

@schnibbler1 schrieb am 1. April 2019 um 17:08:28 Uhr:

WOW, 10 - 12 Liter bei 250 KM/H. Mit welchem Auto ?

Sowohl der 220er CDI (zugegeben, der lief nur Berg runter 250 km/h, eher 220 km/h), als auch mein neuer C300h nehmen nicht mehr. (Resettet man den Bordcomputer während man "Vollgas" fährt, stehen da auch kurz 15 Liter, die sind aber beim ersten Gas weg nehmen gleich wieder eher bei 13 und Pendeln sich im Laufe der Fahrt - wie erwähnt - bei 10-12 Liter ein).

 

Wobei ich auch zugeben muss, dass ich bei beiden Autos noch keine Etappe hatte, wo ich mehrere 100 Kilometer am Stück mit 250 km/h fahren konnte (mal davon abgesehen, dass ich das dem Motor nicht zumuten will, der OM651 hat da leider keine besonders tolle Ölkühlung und hat schnell 125°C...das ist auf Dauer einfach zu viel) - von daher kann ich nicht sagen ob der Verbrauch dann bei den 15 Litern bleibt.


01.04.2019 17:24    |    dodo32

Ein guter Freund von mir fährt seinen RS 6 (600 PS) mit 13 Litern. Im Schnitt. Da sind jedoch auch mal Vollgaspassagen bis über 300 dabei. Der Motor verfügt u.a. über eine Zylinderabschaltung. Es ist bemerkenswert, was sich da getan hat. Vollgas braucht mehr, keine Frage, aber wenn man z.Bsp. mit meinem S-Max mit 200 unterwegs ist, ist das nicht Vollgas. und der Verbrauch dem entsprechend auch angemessen


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