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Brainwriting..

..by dodo32

29.01.2015 20:22    |    dodo32    |    Kommentare (107)

Nutzt Ihr einen Kaminofen und wenn ja, bitte folgende Fragen beantworten:

:):)Hallo Zusammen :)

 

irgendwann in der Steinzeit entdeckte der Urmensch Homo Erectus das Feuer als Quelle der Wärme für sich. Daran hat sich in über 1,5 Millionen Jahren nicht viel geändert außer vielleicht, dass man das Feuer heute in den meisten Fällen nicht mehr sehen kann. Öl-, Gas-, oder Pelletheizungen haben den alt daher gebrachten Kachelofen oder Kamin in den meisten Fällen als Wärmespender erfolgreich verdrängt. Und da die meisten von ins in Häusern und nicht in Tipis wohnen, sind offene Lagerfeuer im Wohnraum eine eher ungünstige Konstellation, möchte man die wohlige Wärme und ansprechende Atmosphäre brennender Holzscheite genießen. Also was tun? Richtig! Einen Kaminofen anschaffen! Diese gibt es in allen Farben und Formen und das Angebot ist schier unüberschaubar.

 

 

Hark Alero 2Hark Alero 2Durch eine Zufall sind wir zu einem gebrauchten Kaminofen gekommen. Das Modell nennt sich Hark Alero 2 und hat einen Nennleistung von rund 8 Kilowatt. Durchaus beeindruckend, wenn man sich bislang nicht mit der Materie befasst hat. Also Anleitung studieren, Holz auflegen und anzünden. Im Ideallfall, so habe ich gelernt, brennt man das Holz von oben an. Das heißt, 2 Scheite quer in den Ofen gelegt, das Anzündeholz obenauf und als Tüpfelchen auf dem „i“, einen Anzünder ober- und nicht unterhalb des Brennstoff's platziert und Feuer frei! Und siehe da: es funktioniert! Hintergrund dieser Anfeuertechnik ist offensichtlich eine geringere Rauchentwicklung in der Anheizphase. Kann ich bestätigen – kaum Qualm und nach ca. 20 Minuten haben die Scheite ordentlich Feuer gefangen.

 

 

Wir heizen mit Buchenholzscheiten. Ein schönes Flammbild und die saubere Verbrennung sprechen dafür. Die Preise eher dagegen, wenn man das Holz nicht selbst macht.

Aller Anfang ist schwer also hatten wir zu Spitzenzeiten rund 38 Grad im Wohnzimmer :D. Hier bestand also Handlungsbedarf denn das, ist zu heftig. Nach ca. 3 Tagen hatte ich dann gelernt, wie ich mit dem Ofen umgehen muss, so dass der Holzverbrauch und die Temperaturen im Rahmen bleiben. Interessant ist auch, dass die Wände die Wärme enorm speichern und auch der Ofen nach dem ausgehen über einen recht langen Zeitraum noch Wärme abgibt. Die Wohnung hat 120 Quadratmeter und wir hatten 8 Stunden nach der letzten Feuerung noch 19 Grad im Flur – ohne Zuhilfenahme der Zentralheizung und das bei Außentemperaturen um Minus 4 Grad!

 

 

Elektronisches ThermostatElektronisches ThermostatDas Zuheizen mit dem Ofen hat zur Folge, dass es recht lange dauert, bis die Heizkörper wieder anspringen. Ich habe alle mit elektronischen Thermostaten ausgestattet die zum Beispiel im Bad auf 17 Grad von 9 – 6 Uhr eingestellt sind und im Wohnzimmer auf 17 Grad von 22 Uhr bis 17 Uhr. Für die Heizzeiten sind 21 Grad programmiert. Ich nutze diese seit einigen Jahren und wage zu behaupten, dass der Ölverbrauch um mindestens 15% gesunken ist. Die Hersteller versprechen zwar bis zu 30% aber wenn dem im Einzelfall so wäre, dann hätte der Bewohner vorher beim heizen grundsätzlich alles falsch gemacht und wahrscheinlich 6 Monate lang Dauervollgas gegeben.

 

 

Riss linksRiss linksAber wie so vieles im Leben hat alles ein Ende außer der Wurst, denn die hat bekanntlich zwei. Gestern wollte ich den Ofen reinigen und dabei sind mir links und rechts am Korpus Risse aufgefallen. Siehe Bilder. Tja, nun ist guter Rat teuer. Im Netz ist von zu hoher Temperatur zu lesen und auch Hark hat sich bislang dazu noch nicht geäußert. Ich denke mir, dass das ja eigentlich nicht sein darf. Klar ist das Teil 2 oder 3 mal ordentlich warm geworden – keine Frage, aber sonst wäre er ja auch nicht als Ofen, sondern als Kühlschrank auf die Welt gekommen. :rolleyes:

 

 

Riss rechtsRiss rechtsBevor ich also nicht weiß ob ich den Ofen so weiter betreiben kann, bleibt er vorerst außer Betrieb. Natürlich habe ich mich umgehend nach Alternativen schlau gemacht und mindestens genauso umgehend festgestellt, dass das Angebot schier unüberschaubar ist. Hark, Rika, Spartherm, Nibe und viele mehr tummeln sich am Markt. Dann galt es noch die Begrifflichkeiten „Dauerbrandofen“ und „Zeitbrandofen“ zu definieren. Im Netz findet man dazu folgendes, wiedergegeben in gekürzter Ausführung:

 

 

 

Zitat:

Der Dauerbrandofen verfügt über eine Kohlezulassung und ist nur bedingt für den optimalen Holzabbrand geeignet. …...eine von der Technik her, auf den Kohleabbrand optimierte Feuerstätte. Äußerlich ist dies durch die Gussmulde im Brennkammerboden am deutlichsten zu erkennen. Diese trichterartige Vertiefung ist notwendig, da Kohle nur in einem "Nest" optimal abbrennt, in das das Brennmaterial immer automatisch nachrutschen kann Der Begriff Dauerbrand kommt allerdings nicht, wie oft vermutet wird daher, dass der Ofen dauernd brennen darf. Nein! Dieser Begriff kommt aus den Prüfungsvorgaben für Kohleöfen. Denn bei der Verbrennung von Kohle, mit einer vorgegebenen Nennwärmeleistung, muss mindestens 4 Stunden die Glut gehalten werden. Dieser Zeitraum nennt sich Dauerbrand.

 

Zitat:

Zeitbrandöfen sind Öfen mit einer Zulassung für den Holzabbrand. Auch Sie können rund um die Uhr betrieben werden. Unter dem Begriff Zeitbrandofen versteht man den klassischen, mit Scheitholz zu befeuernden Kaminofen. Dieser sollte technisch für den Holzabbrand optimiert sein, kann aber in der Regel zur Gluthaltung auch noch mit Briketts bestückt werden.

Der Begriff Zeitbrand kommt von den Prüfungskriterien für den Holzabbrand, denn der Kaminofen muss bei Nennwärmeleistung mindestens 45 Minuten die Glut halten. Da diese Zeitspanne deutlich geeringer ausfällt, als bei den Kohleöfen (4 Stunden), spricht man beim Kaminofen von Zeitbrandfeuerstätte und beim Kohleofen von Dauerbrandfeuerstätte.

 

Und spätestens ab jetzt wird es, zumindest aus meiner Sicht, kompliziert. Studiert man die unzähligen Anleitung der unterschiedlichsten Hersteller schwirrt einem der Kopf. Das fängt beim entleeren des Aschekastens schon an. Bei unserem Hark muss dazu der Rost entfernt werden, der sich im inneren des Ofens befindet. Das heißt also, dass der Ofen komplett ausgekühlt sein muss. Alleine schon aufgrund dieser Tatsache kann ich mir nicht vorstellen, dass wir das Teil überlastet haben und es deswegen die Risse gegeben hat.

 

Ich habe mir also einige Modelle angesehen und folgende Öfen scheinen interessant zu sein:

 

Contura 660 T von Nibe: *klick*

 

...der Rika Fox 2: *klack*

 

...oder der Rika Imposa: *klacker*

 

Bevor ich jedoch einen neuen anschaffe wäre die Frage, ob ich den Hark trotz der Risse weiterverwenden kann? Diese sind nur oberflächlich. Ich denke mir, dass selbst wenn sie komplett bis Innen durchgehen würden, dies doch maximal zur Folge hätte, dass der Ofen Falschluft zieht. Ist aber nicht so. Er lässt sich nach wie vor präzise einregeln. Sollte der Ofen irreparabel defekt sein, dann hab ich halt Pech gehabt. :(

 

Darüber hinaus hätte mich freilich brennend interessiert ob jemand von Euch mit einen der oben verlinkten Öfen Erfahrunge hat? Wenn nicht, welche nutzt Ihr und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

Wie lautet Eure Empfehlung? Mein Anforderungsprofil beinhaltet, dass ich den Ofen an Wochentagen ca. 6 Stunden, und am Wochenende täglich 12 Stunden nutzen möchte. Halten die Dinger das aus oder gibt es da auch Probleme mit Rissen etc.?

 

Nun bin ich mal gespannt auf Eure Antworten...

 

Grüße

(Höhlen-) dodo

 

ImposaImposaFox 2Fox 2

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29.01.2015 20:30    |    Schmargendorf

Puh die Farbe dum rum:D:D


29.01.2015 20:31    |    Schmargendorf

War erster:p


29.01.2015 20:31    |    max.tom

Ich nutze meinen Holzofen iss fast des Gleiche Modell wie auf den Bildern ...

Und des nicht immer schön zu sehen wie die Flammen im Ofen spielen ...

Der Holzofen bringt auch mehr warme


29.01.2015 20:33    |    Schmargendorf

Der Ofen ist mir wurst erst mal:D wer hat die Tapete dahinter Geklebt?


29.01.2015 20:43    |    dodo32

...die Tapete wurde vom Vormieter gestrichen...


29.01.2015 20:46    |    sony8v

Sevus dodo

 

ich kann dir aus fast 20 Jahren Erfahrung sagen das ich die Risse als nicht bedenklich finde ;)

 

ich hab bis vor 5 jahren auch den ganzen winter mit holz geheizt. Hab alles was zur Brennholzbearbeitung benötigt wird von meinen Papa geerbt wie Fichtenmopped, Spaltaxt, Spaltkeile und Tischkreisssäge :D

Bin aber wie gesagt vor 5 Jahren auf Ölofen umgestiegen da ich in der Wohnung keine Zentralheizung habe war es immer so das wenn ich abends von der Arbeit nach haue gekommen bin die Bude kalt war :(

Es wird aber in naher Zukunft der Ölofen durch einen Pelletofen ersetzt ;)

 

Eins noch zu den Rissen meine Eltern hatten einen Dauerbrandofen der auch schon mal oben an der Platte geglüht hatte dem Ofen hat es nicht geschadet das haben wir vom Kaminkehrer überprüfen lassen ;)

 

Über lege dir gut ob du überwiegend mit Holz heizen willst besonders wenn du das Holz Ofenfertig kaufen musst anders sieht es aus wenn du das Brennholz am stück kaufst und es selber Ofenfertig machst. Das macht aber viel Arbeit bis so ein Steer gemacht ist da tun dir die Knochen am Abend weh :eek:

Alleine die Anschaffung der Werkzeuge kostet dich gleich einen Tausender :eek:

 

Gruß sony


29.01.2015 20:48    |    dodo32

Zitat:

ich kann dir aus fast 20 Jahren Erfahrung sagen das ich die Risse als nicht bedenklich finde

Ich ehrlich gesagt auch nicht. Dennoch war es mir wichtig, weitere Meinungen einzuholen :). Mal gucken was Hark dazu sagt


29.01.2015 20:49    |    Schmargendorf

Zitat:

...die Tapete wurde vom Vormieter gestrichen...

kommt auf dem Bild nicht so rüber:rolleyes: und mach doch bitte eine andere Farbe drum rum:)


29.01.2015 20:50    |    sony8v

:eek::eek::eek::eek::eek: jetzt ist es auch in der mitte leucht lila :eek::eek::eek::eek::eek:


29.01.2015 20:52    |    Blackgolf84

Ich hab im September für 5 Ster Buche und Fichte gemischt, ofenfertig 380 € hingelegt. Geliefert bis vor die Haustür


29.01.2015 20:52    |    notting

Nur kleine Anmerkungen:

- Buchenholz hat IIRC auch einen recht guten Brennwert, auch deswegen ist es recht teuer.

- Wollte für "Feuer mache ich nur draußen zum Grillen usw." abstimmen, nur leider...

 

notting


29.01.2015 20:57    |    max.tom

Fichtenmopped :D:D

Des muss ich mir Merken :D:D

 

ja ist so wie Sony sagt iss auf jeden Fall viel Arbeit die Holzstücke Ofergerrecht zu bearbeiten ..


29.01.2015 20:59    |    max.tom

Ich bin mal sehr gespannt wer in eine Tipi wohnt und eine Offene Feuerstelle hat :cool:


29.01.2015 21:15    |    PIPD black

...und demnächst sollen auch noch Filter rein....

Inzwischen sind die Holzöfen kaum noch sparsamer als Gas oder Ölheizungen, so die hiesigen Erfahrungen. Die Waldmenschen versteigern inzwischen das Holz bzw. es gibt elendig lange Wartelisten, was die Preise in die Höhe treibt.


29.01.2015 21:18    |    dodo32

Filter braucht man nicht, wenn der Ofen die Anforderungen erfüllt nach BlmSchv


29.01.2015 21:40    |    wellental

Also ich heize hier unsere 125m² altbau-wohnung (aber relativ neu renoviert incl. fenstern) mit ziemlich genau 3t Pellets im Jahr. Sackware. (á 15kg) Vollkommen unstressig. Kommt auf ca. 700-800€ im Jahr. Je nach Preis+Anbieter. Wenn die Hütte mal steht, werd ich wohl auch Pellets machen. Aber dann mit Silo. Da kommt man noch mal deutlich günstiger weg. Holzscheite sind nix für bewegungseffiziente Leute wie mich :D

Was den Preis angeht, hat PIPD vollkommen recht: Ich hab hier vor 7 Jahren noch 2€ gezahlt und jetz sinds beinahe 4€ :(:(:(


29.01.2015 21:44    |    notting

@wellental: ... macht im Schnitt ca. 10% Preissteigerung/Jahr. Wie stark sind in den gleichen Jahren nochmal die Ölpreise gestiegen?

 

@PIPD black: Brennholz-/Schlagraumversteigerungen durch die Gemeinden gibt's schon ewig!

 

notting


29.01.2015 22:16    |    wellental

Ja, Notting, rechnen ist nun auch nicht grad meine schlechteste Disziplin :D Mir schon klar, dass ich da noch billiger wegkomm, als mit Öl. Aber wenn man auf der anderen Seite tag-täglich mit Meldungen über die angeblich rückläufige/stagnierende Inflationsrate traktiert wird, drückts doch dem gelassensten Zeitgenossen den Gallensaft ins Gesicht ;) Iss ja nicht so, dass man das nur bei den Pellets beobachten kann. Mag schon sein, dass viele Dinge aus dem "Standardwarenkorb" die letzten Jahre langsamer teuerer oder gar günstiger wurden, nur hilft mir das nix, wenn das Zeug, was ich brauch halt da nicht drin liegt :D Aber das ist nun wieder eine andere Geschichte...


29.01.2015 22:19    |    wellental

btw. @dodo32 : Hat das eigentlich philosophische Gründe, dass "out" und "the" in Deinem Titelbild aus dem Schema fallen?


29.01.2015 22:52    |    dodo32

Welle ;)


29.01.2015 22:54    |    Provaider

Solange kein Rauchgas in den Wohnraum dringt würde ich den Ofen weiter betreiben. Du könntest die Risse anbohren, damit kann man das Risswachstum stoppen weil dann die Spannung raus genommen wird.

 

Die Bullerjan Öfen finde ich lustig.


29.01.2015 22:55    |    cng-lpg

Zitat:

Die Wohnung hat 120 Quadratmeter und wir hatten 8 Stunden nach der letzten Feuerung noch 19 Grad im Flur – ohne Zuhilfenahme der Zentralheizung und das bei Außentemperaturen um Minus 4 Grad!

Wir haben nach DIN wegen der Dachschrägen ungefähr 125 m² bei einer Bodenfläche von rund 145 m². Im oberen Stockwerk haben wir eine Deckenhöhe von etwa 5 m. Also eigentlich schlechtere Voraussetzungen als Du, um mit einem Ofen im Erdgeschoß das ganze Haus zu heizen. Ich habe das Haus aber bewußt für die Möglichkeit der Kaminheizung entworfen, d. h. wir haben ein offenes Treppenhaus und einen durchgehenden Wohn-, Ess- und Küchenbereich.

 

Kannst Du Dich an den vorletzten Winter mit knackigem Frost erinnern? Wir haben hier in den letzten Jahren nicht nur in einem Winter zweistelligen Frost gehabt, bis zu -22 °C. Selbst da mußten wir den Ofen nicht täglich anmachen und haben ihn an den Tagen, an denen er lief maximal einen halben Tag befeuert. Innerhalb einer Woche hatten wir ihn in den strengen Wintern an 5 oder 6 Tagen an, im Augenblick so an 3 oder 4 Tagen. In der Küche an der am weitesten vom Kamin entfernten Stelle im Erdgeschoß achten wir auf eine Mindesttemperatur von 20 - 22 °C. Wenn der Ofen an ist, sind das meist 24 °C und mehr. Unser Ofen hat übrigens eine Nominalleistung von 9 kW, das Niedrigenergiehaus ist nach DIN mit einem Heizbedarf von 10,4 kW berechnet. Die Bewohner und die Küchennutzung heizen aber mit. Für das Durchschnittshaus einer Durchschnittsfamilie kann man 1 bis 1,5 kW an Wärme durch die Bewohner rechnen.

 

Und noch etwas: Wer sein Holz selbst zerkleinert, dem wird auch so warm...

 

 

Gruß Michael (der ohne zu frieren im T-Shirt in dem abgesehen vom Kaminofen ungeheizten Haus im obersten Stockwerk sitzt)


30.01.2015 08:54    |    HL66

wir haben einen normalen Kaminofen Einsatz und die Abgase gehen doch eine Art nachgeschaltetem Kachelofen

den sie aufheizen und die Wirkung erheblich verstärken ...das ganze wird von einer elektronischen Abbrandsteuerung geregelt...dadurch immer beste Verbrennung, wenn der Abbrand vorüber ist wird die Luft zugemacht so daß der Ofen nicht unnötig auskühlt.... dadurch ist der Kachelofen Teil mit 2-3 Ladungen pro Tag immer schön warm. Außerdem kann durch die Steuerung das ganze auch unbeaufsichtig brennen, z.b. wenn man ins Bett geht


30.01.2015 09:52    |    mareje

Hallo,

 

wir feuern seit 6 Jahren mit dem Königshütte Tucana [HIER KLICKEN] und sind sehr zufrieden damit.

 

Ich heize den Kaminofen von Okt - März/April täglich (wochentags nachmittag/abends, Wochenende nach Bedarf ganztags oder nachmittags/abends). Brauche im Jahr ca 5rm.

 

Ich heize an Holz eigentlich alles was anfällt und unbehandelt ist. Zu 95% ist das aber selbst gefälltes. Da ist von Pappel über Fichte und Kiefer bis zu Buche und Eiche alles dabei. Ich find's immer übertrieben, wenn die Leute so auf Buche fixiert sind. Hab 3 Monate NUR Pappel gefeuert, geht auch.

 

Ich bekomme das Holz entweder für nen Kasten Bier pro rm (stehend, alles selber machen) oder beim Förster für 12 EUR pro rm stehend. Kostet aller 3-4 Jahre ne Woche Urlaub im Winter. Macht aber auch nen heiden Spaß (also mir ...).

 

Einen Riss hab ich im Ofen in der Schamotte hinten schon seit 2 oder 3 Jahren. Solange die Schamotte nicht rausfällt, macht das überhaupt nix! Sagen auch mein Kaminhändler (der sicher gern mal neue Schamotte verkauft!) und auch der schwarze Mann.

 

Für Fragen stehe ich dir gern zur Verfügung.

 

Grüße

Markus


30.01.2015 10:03    |    PartyBlazer

Wir heizen mit einem Storch Vulsini hoch SP. Der hat nen Leistungsbereich von 3-11kw und heizt unsere 150qm (offener Dachausbau, versetzte Wohnebenen) innerhalb einer Stunde von 18 auf 24 Grad!

Ich kann dieses Monster nur empfehlen, hat aber seinen Preis.

Um die Wärme gut zu halten benötigt der Ofen gerademal einen Scheit Buchenholz pro Stunde.

Apropos, wir machen unser Holz selber. Gerade wieder 10Festmeter Buche für 558,- gekauft...Polterholz, müssen wir lediglich sägen, spalten, abtransportieren und aufsetzen. Wenn man das nicht zu groß spaltet und luftig aufsetzt ist es in einem halben Jahr soweit trocken.


Bild

30.01.2015 10:08    |    mareje

@PartyBlazer in 1/2 Jahr trocken??? Wenn du das jetzt aufsetzt, hieße das im Juli. Hast du die Restfeuchte mal gemessen oder nur "gefühlt"? Buche lass ich mind 2 Jahre, Eiche 3 Jahre liegen.


30.01.2015 10:14    |    PartyBlazer

Restfeuchte war im September 16% und weniger. Geschlagen anfang März.


30.01.2015 10:23    |    PartyBlazer

Die Scheitgröße ist hier gut zu sehen. Man muss auch sagen dass wir ,außer im August, einen tollen Sommer hatten. Das Holz sitzt auch bewusst an einem zugigen Platz.


Bild

30.01.2015 10:25    |    HL66

wenn man das Holz im Frühjah relativ klein bis mittel spaltet und dann zum trocknen an guter Stelle aufsetzt kann man es prima im kommenden Winter verbrennen... ein paar Jahre lagern muß man nur wenn man große Scheite, oder ungespalten lager... wir machen das jahrelang so und sind immer weit unter 20% Feuchte ca 15%


30.01.2015 10:47    |    cng-lpg

15 % halte ich für klatschnass! Ich habe diesen Winter das erste Mal Holz gekauft: Buche, angeblich ofentauglich trocken. Hat aber ungefähr 15 %. Davon brauche ich geschätzt locker die doppelte Menge wie vom früher verwendeten Holz! Bisher habe ich immer Holzabfälle verfeuert. Das waren meist Einwegpaletten und andere Verpackungshölzer. Ich habe also Nadelhölzer verfeuert, die aber durchweg nur 5 - 8 % Restfeuchte haben. Ist doch klar: Paletten müssen leicht sein, damit mehr Ladung auf die Lkws passt.

 

Mein Tip: In einem Jahr die doppelte Menge zerkleinern und zukünftig das Holz ein Jahr länger liegen lassen. Das bringt enorm viel! Du wirst viel weniger verbrauchen. Übrigens verbrennt das Holz dann auch besser und der Schornstein bleibt sauber. Bei unserem Edelstahlschornstein ist eigentlich nie etwas zu kehren. Es dauerte mehrere Jahre bzw. Heizperioden, bis das erste Mal etwas Asche aus der Wartungsklappe zu holen war.

 

 

Gruß Michael


30.01.2015 10:53    |    PartyBlazer

Wir haben letztes Jahr erst begonnen mit der Holzmacherei. Irgendwann muss man mal anfangen...wir haben noch etwa 12-15 Ster von letztem Jahr auf Halde sitzen und schneiden das im Spätjahr auf Länge zu. Das Holz was wir dieses Jahr machen brauchen wir daher nicht nutzen und dies hat dann fast zwei Jahre zum Durchtrocknen.

Deshalb kann ich mit den 15% in diesem Jahr gut leben :)


30.01.2015 12:48    |    Käfer1500

Ich habe mal mitabgestimmt, obwohl wir eigentlich einen Kachelofen, keinen Kaminofen haben!

 

Meiner Erfahrung nach ist das Holz auch erst nach mind. 1,5 Jahren gut durchgetrocknet, vorher russt es einfach noch zu stark und hat noch nicht genügend Heizwert, auch wenn der Feuchtemesser dabei unter 20% anzeigt.

Wobei wir eh das meiste zukaufen, 81€/rm für 33cm kammergetrocknete Buchenscheite, und mein Händler misst den rm (=1,3srm) meist reichlich ab (eine Radladerschaufel direkt in meinen Anhänger gekippt).


30.01.2015 14:16    |    dodo32

Hallo Leute! Wow und danke dass Ihr Eure Erfahrungen teilt. Wenn ich das so lese stelle ich fest, dass ich gar nicht so weit weg bin mit meinen Überlegungen.

Der Tucana Olsberg macht einen feinen Eindruck!


30.01.2015 15:14    |    Golf II Gti 16V

Höhlen Feuer hab ich auch ,heize das ganzes Haus damit ,mit der warmen Luft

um 10 uhr mal einheizen und um 17 uhr absperen den KASCHÜTZ- Kaminofen

brauch ca 3 Paleten Holzbriketts und etwas holz von meinen Wald hinterm Haus ;)

ich hab auch Ofensetzer gelernt ;);) das nent man Hafner in Ö

Ofenbauer als Berufsbezeichnung



30.01.2015 15:58    |    Dynamix

Der Kamin heißt nicht wirklich Alero, oder? :D

 

Ansonsten find ich so einen Kamin nicht verkehrt, ist halt nur mit einer gewissen Arbeit verbunden ;)


30.01.2015 17:08    |    dodo32

Zitat:

Der Kamin heißt nicht wirklich Alero, oder? :D

doch :D

 

Zitat:

Ansonsten find ich so einen Kamin nicht verkehrt, ist halt nur mit einer gewissen Arbeit verbunden ;)

Und mit Schmutz. Man muss täglich saugen...


30.01.2015 22:53    |    fehlzündung

Wir heizen mit einem alten Ofen der Firma Hase. Das heißt, wir haben geheizt, aber seit Anfang des jahres ist er leider kaputt. Anscheinend irgendwas mit der Sekundärluftzuführung, jedenfalls schwelt das Feuer nur noch und gibt keine Wärme, dafür aber ne Menge Ruß ab. Da der Ofen 15 Jahre alt ist, haben wir uns jetzt für einen neuen entschieden. Der soll Ende Februar geliefert werden. Ist wieder ein Hase, Modell Luno (natürlich das aktuelle Modell).

 

Ich kann die Firma empfehlen, da sie wirklich hochwertige Öfen bauen (das tun viele andere natürlich auch), komplett in Deutschland fertigen (viele lassen in Osteuropa bauen) und einen erstklassigen Service bieten.

 

Für mich ist das Heizen mit dem Ofen eher Hobby oder Spaß. Da wir das Holz ofenfertig kaufen (außer ein bisschen Beiwerk, was mal so anfällt und von mir selber aufbereitet wird), kommen wir nach meiner Rechnung plus-minus Null raus. Für das Geld, was ich für Holz ausgebe, könnte ich auch Gas kaufen und hätte den selben Effekt.

 

Der Ofen wird angemacht, wenn wir von der Arbeit kommen, bzw. am Wochenende bei Bedarf den ganzen Tag. Dann heizt er aber auch im Normalfall das ganze Haus. Die Zentralheizung dient mehr der Unterstützung (nicht ganz auskühlen lassen, wenn wir auf Arbeit sind oder das Badezimmer aufheizen).

 

Von Hark halte ich nicht allzuviel. Da gibt es auch viele Probleme, wenn man mal entsprechend googled, hat man viel zu lesen. Die bewerben ganz großartig ihre Filtertechnik, wohl verschweigend, dass ein vernünftig konstruierter Ofen die gesetzl. Bestimmungen auch ohne Filter einhält.

 

Wenn du einen neuen Ofen suchst, kann ich dir Hase, Olsberg, Morsö empfehlen. Skantherm ist auch ok, m.E. aber nicht so gut verarbeitet, wie die vorher genannten.


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