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09.09.2021 09:27    |    fire-fighter    |    Kommentare (216)    |   Stichworte: BEV, eHLF, eLHF, Rosenbauer RT

Das Thema Elektroantrieb im Einsatzwagen ist inzwischen schon sehr weit vorangekommen. Früher war ich hier auch skeptisch. Mitten im Einsatz ist der Strom alle, ein Horrorszenario für einen Feuerwehrmann.

 

Dann habe ich vom CFT gehört. Dies war ein Konzeptfahrzeug von Rosenbauer, mit dem sie quer durch Europa unterwegs waren um Meinungen von den Feuerwehrleuten zu erhalten. Aus diesem Konzeptmodell sind inzwischen Fahrzeuge entstanden, die in Serie hergestellt werden können. Rosenbauer nennt diese Linie "RT". Die ersten drei Fahrzeuge laufen im realen Einsatzbetrieb in Berlin, Amsterdam und Dubai.

 

Der Rosenbauer RT ist hier jedoch keine Aufbauvariante. Man hat hier ein Feuerwehrfahrzeug von Grund auf neu gedacht und entwickelt. Dabei stand die Antriebsart zu Anfang gar nicht fest. Sehr früh in der Entwicklungsphase kam man jedoch auf die Vorteile eines elektrischen Antriebssystems.

 

Der Antrieb erfolgt direkt an den Achsen. Hier kommt Technik von Volvo zum Einsatz. Somit ist der Motor unter der Kabine entfallen, es gibt eine Topfebene geräumige Kabine. Die Vordersitze lassen sich drehen, die beiden Angriffstrupps sitzen mit Vierpunktgurten seitlich an der Wand, dadurch gibt es bessere Sicht nach vorne und eine bessere Kommunikationsmöglichkeit. Durch die drehbaren Sitze ergibt sich vor Ort ein kleiner Besprechungsraum. Der Melder und der Schlauchtrupp sitzen in Fahrtrichtung vor der Kabinenrückwand. Bei Berufsfeuerwehren kann die Kabinenrückwand als Stauraum genutzt werden.

 

Das Fahrzeug ist pneumatisch gefedert, kann also im Gelände mehr Bodenfreiheit bekommen und am EInsatzort fast bis auf Bodenniveau abgesenkt werden. Somit ergibt sich in den Geräteräumen auch eine niedrige Entnahmehöhe.

Optional ist eine Allradlenkung erhältlich, womit das Fahrzeug extrem wendig wird.

 

Die Pumpe liegt in der Mitte im Aufbau, Bedienmöglichkeit am Heck seitlich in einem Panel, oder vom Maschinistenplatz aus der Fahrerkabine. Somit ergibt sich ein zusätzlicher Geräteraum im Heck.

 

Der Akku reicht für eine Einsatzdauer von 90 Minuten bei Vollast (Licht, CAFS, alles was geht). Dies reicht für etwa 90% der Einsätze locker aus. Wenn es länger dauert, springt der Range-Extender an - ein 200kW Diesel von BMW. Dieser lädt auch noch bei Vollast zusätzlich den Akku.

 

Geladen wird in der Wache entweder direkt as dem Netz. Sollte die Anschlußleistung der Stromversorgung hierfür nicht ausreichend sein, dann gibt es ein Akku-gepuffertes Ladesystem: Der Akku im Ladegerät wird langsam auf Kapazität gebracht, wenn das HLF geladen werden muß, erfolgt das aus dem internen Akku mit hoher Leistung. Danach bleibt wieder Zeit zum Füllen des Akkus.

 

Inzwischen wurde der ursprüngliche CFT umgebaut und tourt durch Amerika. Auch hier stößt er auf reges Interesse. Nach anfänglicher Skepsis kommt die Erkenntnis, dass gerade im dichten Verkehr der großen Stadte ein wendiges Löschfahrzeug durchaus Vorteile gegenüber den langen gebräuchlichen Engines hat. Ob hier ein Umdenken stattfindet, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen dafür nicht schlecht.

 

UPDATE (21.09.2021)

Ich habe aufgrund der vielen Fragen mal ein paar technische Details rausgesucht:

Der RT hat zwei 50kWh Akkus im Fahrzeugboden verbaut. Durch den Zentralrohrrahmen und die tief liegenden Akkus (550kg) ergibt sich ein sehr niedriger Schwerpunkt.

Der Radstand beträgt 3,8m. Hier hat der RT einen Wendekreis von 12,5m. Optional kann der RT auch mit 4,1 oder 4,4m Radstand gefertigt werden.

Die Bodenfreiheit beträgt 250mm. Sie kann auf 175mm abgesenkt werden, oder auf 350mm angehoben werden. Die maximale Bodenfreiheit im Watmodus beträgt 470mm.

 

Motor: 2x Volvo Penta Elektromotoren mit je 180kW; Range Extender: BMW-Diesel 3l Hubraum, 6 Zylinder, 220kW (Diesel-Tank 125l)

Höchstgeschwindigkeit: 110km/h

Länge: 7.600mm

Breite: 2.350mm

Höhe: 2.900mm

Leergewicht: 11.750kg

Zul. Gesamtgewicht: 18.000kg

 

4x PA Halterung seitlich, 1x PA Halterung hinten (Zusatzsitzplatz)

N25-Normaldruckpumpe

1.200l Wasserrtank

100l Schaummitteltank

CAFS-Anlage

 

Beladung wie klassisches Berliner LHF, nur ohne tragbaren Stromerzeuger

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26.09.2021 14:08    |    fire-fighter

Die Werkstattaufenthalte zur Nachbesserung sind in den 75% Verfügbarkeit schon mit drin. Wenn dann herkömmliche LHF nur auf 78% kommen,kann es mit der Zuverlässigkeit ja nicht so weit her sein bei den konventionellen. Die dürften ja wohl nicht mehr zur Nachbesserung zum Hersteller müssen...

 

Zum Thema Stufen im Mannschaftsraum: Ich habe mal ein bild angehängt. Ist nicht Maßsstabsgerecht, das Bodenniveau passt auch nicht. Man sieht aber den Höhenunterschied beim konventionellen HLF, wo nahezu senkrecht die Kabine erklommen werden muß und die breiten Stufen beim RT. Wenn der auf Bodenniveau abgesenkt wird, ist die erste Stufe sehr flach.


Bild

26.09.2021 14:12    |    fire-fighter

Bilderupdate: Prototyp für Amsterdam und Dubai. Man beachte die unterschiedlichen Aufbauarten, insbesondere den großen Wassertank im gelben RT für Dubai.


Bilder

26.09.2021 14:36    |    reox

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 26. September 2021 um 12:47:30 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 25. September 2021 um 19:56:12 Uhr:

@cookie_dent

 

Warst du das, der erwähnt hat, dass er mal bei der BF war?

;)

 

pump & roll

Richtig, daher

 

1. kenne ich die ständige Personalmisere einer BF

2. man sieht an dem Video schön dass das auch mit den "alten" Fahrzeugen geht, Dein Beispiel ist also keins

...

Mooooment.

Du hast nach dem Vorteil der Pumpensteuerung vom Fahrerplatz aus gefragt. Von einem Alleinstellungsmerkmal war keine Rede.

 

Die Fahrzeuge, die jetzt schon P&R können, sind m. E. nur in der Lage beim Pumpenantrieb gleichzeitig einen Fahrgang einzulegen. Das hat mit "Pumpensteuerung" nur im entferntesten etwas gemein.


26.09.2021 15:52    |    fire-fighter

Zitat:

@reox schrieb am 26. September 2021 um 14:36:55 Uhr:

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 26. September 2021 um 12:47:30 Uhr:

 

 

Richtig, daher

 

1. kenne ich die ständige Personalmisere einer BF

2. man sieht an dem Video schön dass das auch mit den "alten" Fahrzeugen geht, Dein Beispiel ist also keins

...

Mooooment.

Du hast nach dem Vorteil der Pumpensteuerung vom Fahrerplatz aus gefragt. Von einem Alleinstellungsmerkmal war keine Rede.

 

Die Fahrzeuge, die jetzt schon P&R können, sind m. E. nur in der Lage beim Pumpenantrieb gleichzeitig einen Fahrgang einzulegen. Das hat mit "Pumpensteuerung" nur im entferntesten etwas gemein.

Stimmt! Bei der konventionellen Lösung wird die Pumpe über einen Nebenantrieb betrieben. Pump&Roll ist hier immer schwierig, weil Antrieb des Fahrzeuges und Pumpendrehzahl durchaus verschiedene Motordrehzahlen erfordern.

Klassische Pump&Roll Fahrzeuge sind die Flugfeldlöschfahrzeuge. Hier sind häufig zwei Antriebsmotore verbaut, die bei der Anfahrt beide zum Fahren genutzt werden. Am Einsatzort läuft einer zum Rangieren, der Andere wird auf die Pumpe geschaltet.

Durch eine elektrische Ansteuerung von Antrieb und Pumpe im RT gibt es hier keine Probleme. Antrieb und Pumpe können gleichzeitig laufen. Auch die Fernsteuerung eines optionalen Dachmonitors ist bereits im Fahrbetrieb möglich (Dubai).


26.09.2021 15:57    |    Nonameguzzi

Jain... Kleine Flugfeldlöscher wie auch der Panther 6x6 haben nur einen Motor aber besondere Getriebe verbaut....

 

Besonders hervorzuheben sind die Allison Vollautomatik Getriebe da kann auch ein normales LF hoch schalten während der Nebenantrieb läuft.

 

Bei den Panther waren früher spezielle Allison und inzwischen ZF TwinDisk Getriebe verbaut die können Nebenantrieb und Antriebs Drehzahl zueinander unabhängig regeln.


26.09.2021 18:51    |    Geisslein

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 26. September 2021 um 14:08:43 Uhr:

 

Zum Thema Stufen im Mannschaftsraum: Ich habe mal ein bild angehängt. Ist nicht Maßsstabsgerecht, das Bodenniveau passt auch nicht. Man sieht aber den Höhenunterschied beim konventionellen HLF, wo nahezu senkrecht die Kabine erklommen werden muß und die breiten Stufen beim RT. Wenn der auf Bodenniveau abgesenkt wird, ist die erste Stufe sehr flach.

Der "vorgetäuschte" ebene Einstieg, dessen Hürde dann doch mit einer Stufe im Innern der Mannschaftskabine überwunden werden muß gleicht schon einem schlechten Witz.

 

Da ziehe Ich dann lieber den "senkrechten" Einstieg in eine konventionelle Mannschaftskabine vor und mir ist es auch somit bewusst, daß es diesen steilen Weg nach oben oder unten gibt.

Besser als diese sinnlose Stufe, die nur eine Stolpergefahr für die Mannschaft darstellt.

Stichwort "UVV"

 

Aus meiner Sicht gibt es hier keinen Grund eine solche Stufe zu beschönigen.


26.09.2021 20:56    |    fire-fighter

Drei flache STUFEN, die so tief sind, dass ich sie locker vorwärts gehen kann, auch mit PA vs. vier STUFEN, die so steil sind, dass man nur rückwärts runter kommt, wobei die Stufe vo Trittbrett zum Boden höher ist, als der Rest...


27.09.2021 08:41    |    Geisslein

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 26. September 2021 um 20:56:41 Uhr:

Drei flache STUFEN, die so tief sind, dass ich sie locker vorwärts gehen kann, auch mit PA vs. vier STUFEN, die so steil sind, dass man nur rückwärts runter kommt, wobei die Stufe vo Trittbrett zum Boden höher ist, als der Rest...

Unscheinbare Stufen, die nach wie vor vorhanden sind und schnell in Vergessenheit geraten können.

Die Stolpergefahr bleibt hier nach wie vor wesentlich höher, als ein konventionelles Fahrzeug über die typischen Trittstufen zu verlassen, bzw. einzusteigen.


27.09.2021 12:05    |    cookie_dent

Zitat:

@reox schrieb am 26. September 2021 um 14:36:55 Uhr:

Mooooment.

Du hast nach dem Vorteil der Pumpensteuerung vom Fahrerplatz aus gefragt. Von einem Alleinstellungsmerkmal war keine Rede.

 

Die Fahrzeuge, die jetzt schon P&R können, sind m. E. nur in der Lage beim Pumpenantrieb gleichzeitig einen Fahrgang einzulegen. Das hat mit "Pumpensteuerung" nur im entferntesten etwas gemein.

Das mit P&R war letztendlich Dein Beispiel.

Den einzigen Vorteil der Pumpensteuerung vom Fahrersitz aus sehe ich im Moment nur bei längeren Einsätzen, vornehmlich im Winter.

Während z.B. eine Lagerhalle bei Kälte brennt, alles aufgebaut ist, der Rex auf dem Dach vor sich hin tuckert, sich die Trupps an den Strahlrohren die Ärsche abfrieren, kann sich der Maschinist ins kuschelig warme Fahrzeug setzen und von dort aus schalten und walten.

Aber vielleicht noch jemand eine Idee, die ich nicht sehe, warum das eine bedeutende Innovation sein soll.


27.09.2021 13:06    |    reox

Zitat:

@Geisslein schrieb am 27. September 2021 um 08:41:15 Uhr:

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 26. September 2021 um 20:56:41 Uhr:

Drei flache STUFEN, die so tief sind, dass ich sie locker vorwärts gehen kann, auch mit PA vs. vier STUFEN, die so steil sind, dass man nur rückwärts runter kommt, wobei die Stufe vo Trittbrett zum Boden höher ist, als der Rest...

Unscheinbare Stufen, die nach wie vor vorhanden sind und schnell in Vergessenheit geraten können.

Die Stolpergefahr bleibt hier nach wie vor wesentlich höher, als ein konventionelles Fahrzeug über die typischen Trittstufen zu verlassen, bzw. einzusteigen.

@Geisslein

Auch an dich nochmal die direkte Frage. Bist du in diesen Test-Betrieb des eLHF involviert? Woher hast du die Auswertungen zur wesentlich erhöhten Unfallgefahr?


28.09.2021 12:27    |    gelbfuss

Zitat:

@Goify schrieb am 9. September 2021 um 10:13:34 Uhr:

Ich weiß nicht so recht, wo da der Vorteil sein soll. Ein Feuerwehrauto steht 98 % seiner Zeit in der Garage und macht keine 5.000 km im Jahr. Also vom ökologischen Standpunkt aus gesehen wird man die riesige Batterie niemals durch gesparten Sprit wettmachen können. Damit ist das Thema eigentlich schon durch, bevor es losgeht.

Außerdem werden Feuerwehrfahrzeuge in der Regel mindestens 20 Jahre lang betrieben. Welche Batterie hält so lang? Bis auf Bleibatterien gibt es da noch nichts.

Sehe ich genauso - grundsätzlich sollte alles was mit Katastrophenhilfe in

Zusammenhang steht sofort und ohne Hindernisse ( Stromausfall) einsatzbereit sein.


28.09.2021 12:27    |    Geisslein

Zitat:

@reox schrieb am 27. September 2021 um 13:06:12 Uhr:

 

@Geisslein

Auch an dich nochmal die direkte Frage. Bist du in diesen Test-Betrieb des eLHF involviert? Woher hast du die Auswertungen zur wesentlich erhöhten Unfallgefahr?

Mit dieser Frage solltest Du Dich bitte besser an @fire-fighter oder an @Nonameguzzi wenden.

Die scheinen laut den Aussagen das Fahrzeug bereits in ihrer Feuerwehr zu haben.

 

Nochmals... solche unscheinbaren Stufen sind Stolperfallen. Gerade mit PA auf dem Rücken und Maske, die das Sichtfeld eh schon deutlich einschränkt.


28.09.2021 12:50    |    Goify

Zitat:

@Geisslein schrieb am 28. September 2021 um 12:27:49 Uhr:

Nochmals... solche unscheinbaren Stufen sind Stolperfallen. Gerade mit PA auf dem Rücken und Maske, die das Sichtfeld eh schon deutlich einschränkt.

Das Argument halte ich für nicht richtig. Die ganzen Stadtbusse sind deshalb von der Treppe zum Niederflureinstieg gewechselt, weil man so viel bequemer einsteigen kann, insbesondere mit Gerätschaften wie Rollstühlen und Kinderwagen. Klar, in Flucht- und Rettungswegen sind Treppen unter 3 Stufen nicht erlaubt, weil sie dazu führen, dass man darüber stolpert, während man eine Treppe klar erkennen kann. Aber das ist bei einem Feuerwehrfahrzeug mit nur einer einzigen Stufe nicht der Fall, denn irgendwo muss ja der Übergang zwischen Umwelt und Fahrzeug stattfinden. Da ist eine einzige Stufe besser als gleich eine ganze Treppe, insbesondere mit Sauerstoffflaschen und Maske.


28.09.2021 13:06    |    Geisslein

Zitat:

@Goify schrieb am 28. September 2021 um 12:50:21 Uhr:

 

Das Argument halte ich für nicht richtig. Die ganzen Stadtbusse sind deshalb von der Treppe zum Niederflureinstieg gewechselt, weil man so viel bequemer einsteigen kann, insbesondere mit Gerätschaften wie Rollstühlen und Kinderwagen. Klar, in Flucht- und Rettungswegen sind Treppen unter 3 Stufen nicht erlaubt, weil sie dazu führen, dass man darüber stolpert, während man eine Treppe klar erkennen kann. Aber das ist bei einem Feuerwehrfahrzeug mit nur einer einzigen Stufe nicht der Fall, denn irgendwo muss ja der Übergang zwischen Umwelt und Fahrzeug stattfinden. Da ist eine einzige Stufe besser als gleich eine ganze Treppe, insbesondere mit Sauerstoffflaschen und Maske.

Beim Rosenbauer RT sehe Ich mehr als eine Stufe.

Bei den Stadtbussen, die Ich kenne, suche Ich vergeblich nach Stufen.

Der einzige Absatz, den man hat, ist der am Einstieg... ansonsten ist da alles eben.

Warum also sind hier Stufen vorhanden, wenn es doch ein völlig anderes Fahrgestellkonzept ist ?!


28.09.2021 13:27    |    Goify

Ich sehe einen Einstieg und dahinter gibt es einen Tunnel für die Batterie. Man muss allerdings zugeben, statt Batterie hätte man an dieser Stelle auch locker ein Verteilergetriebe und eine Kardanwelle unterbringen können. Das Konzept humpelt also noch gewaltig - hätte man wohl sicherlich besser hinbekommen, indem die Batterie nicht auf dem Fahrzeugboden, sondern zwischen Mannschaftsraum und Geräteraum oder jeweils unter den Sitzbänken angeordnet worden wäre.

 

Mich interessieren die Hintergründe, wieso das Konzept mangelbehaftet ist, wo doch die Ingenieure sicherlich kluge Leute sind. Vielleicht klingelt es ja morgen und Rosenbauer fragt mich um Rat. Bisher konnte ich noch alles lösen, wenn es um technische Dinge ging. ;)


28.09.2021 13:31    |    Nonameguzzi

Zu den Stufen bzw der Stolpergefahr...

Der Rosenbauer AT darf nach DGUV seit Jahren vorwärts verlassen werden Dank den Drehtreppen und hier scheint es keine erhöhte Gefahr zu geben ansonsten wär das nicht erlaubt. Beim RT verhält sich das dann wohl sehr ähnlich nur das die Stufen in der Karosserie intigriert sind anstelle ein Schwenkbares Teil der Tür zu sein.

 

Und nochmal aus dem Nähkästechen... Wie hab ich mir letzten Monat 4 Wochen Lang den gelben Schein veriendt? Richtig! Rückwärts aus einem Konventionellen Feuerwehrauto aussteigen und mit dem Fuß blöd in einer Lockere Wiese treten...


28.09.2021 16:06    |    fire-fighter

Unter der ersten Stufe in der Mitte liegt der Akku, richtig. Die zweite Stufe ist wegen der Achse vorhanden.

 

Komisch, dass bei Euch allen das Konzept mangelhaft ist und humpelt. Bei den Feuerwehrkollegen, die real damit zu tun haben, gibt es hier keine Probleme. Die gute Kommunikation in der Kabine wird gelobt, ebenso die Ergonomie beim Ein- und Aussteigen und bei der flachen Geräteentnahme...


Bild

28.09.2021 16:17    |    Goify

Tja, ein Ingenieur ist eben erst dann zufrieden, wenn er auch für sich die beste Lösung gefunden hat und nicht nur die Nutzer begeistert sind.


28.09.2021 19:59    |    cookie_dent

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 28. September 2021 um 16:06:01 Uhr:

Komisch, dass bei Euch allen das Konzept mangelhaft ist und humpelt.

Nein, nicht mangelhaft. Nur keine wesentliche Verbesserung.

 

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 28. September 2021 um 16:06:01 Uhr:

Bei den Feuerwehrkollegen, die real damit zu tun haben, gibt es hier keine Probleme. Die gute Kommunikation in der Kabine wird gelobt, ebenso die Ergonomie beim Ein- und Aussteigen und bei der flachen Geräteentnahme...

Dann ist´s doch gut und sie sollen das Fahrzeug kaufen wenn die genannten Vorteile tatsächlich so stark überwiegen.


29.09.2021 07:09    |    Nonameguzzi

Okay... Also Basel hat wohl auch den RT bestellt und das sind dann wohl keine Prototypen sondern somit die ersten Serien RT's die es geben wird:

https://www.feuerwehrmagazin.de/.../...roantrieb-von-rosnebauer-110189


29.09.2021 08:01    |    Goify

Dann werden sie sicherlich wertvolle Erkenntnisse sammeln können.


29.09.2021 09:11    |    Geisslein

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 28. September 2021 um 16:06:01 Uhr:

Unter der ersten Stufe in der Mitte liegt der Akku, richtig. Die zweite Stufe ist wegen der Achse vorhanden.

Nochmals, es sind dennoch Stufen vorhanden.

Ein "ebener" Einstieg ist somit nicht gegeben.

 

 

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 28. September 2021 um 16:06:01 Uhr:

Komisch, dass bei Euch allen das Konzept mangelhaft ist und humpelt. Bei den Feuerwehrkollegen, die real damit zu tun haben, gibt es hier keine Probleme. Die gute Kommunikation in der Kabine wird gelobt, ebenso die Ergonomie beim Ein- und Aussteigen und bei der flachen Geräteentnahme...

Ob das Konzept "mangelhaft" ist oder "humpelt", daß muß jeder selbst für sich herausfinden.

Für mich persönlich gibt es beim RT eben Kritikpunkte.

Klar ist natürlich auch, daß die Feuerwehrkollegen, welche mit diesem Fahrzeug zu tun haben keine Probleme damit haben.

Das war bei unserem Fahrzeug mit elektronischer Pumpensteuerung und Bedienung über Display auch nicht anders.

Bis die Kameraden in Übungsdiensten, Sonderdienste für Maschinisten und in Einsätzen länger damit gearbeitet haben und zu der Erkenntnis gekommen sind, daß eben nicht alles Gold ist was glänzt.

Dann kam noch die Zeit dazu, wo die elektrische Steuerung versagte. Da war das Fahrzeug noch keine 5 Monate in Dienst gestellt.

 

Was den Punkt "Kommunikation in der Kabine" betrifft:

Was wird da so genau gelobt ?

Ich finde die Kommunikation sollte hier doch nicht anders oder sogar noch besser sein, als in einer konventionellen Kabine.

Ich habe es schon mal geschrieben und finde hier sogar die Kabine und die Sitz(an)ordnung mehr schlecht als recht.

Ebenfalls wird man bei keinem Fahrzeug eine flache Geräteentnahme haben. Auch beim RT muß man sich bücken oder mal lang machen.

Denn die Gerätefächer sind auch hier recht hoch angeordnet.


29.09.2021 10:14    |    TH-H

Zitat:

@fire-fighter schrieb am 9. September 2021 um 10:50:18 Uhr:

Zum Thema Feuer IM Fahrzeug: Ja, daran habe ich auch schon gedacht. Wenn der Akku mal Feuer fängt, dann ist das echt blöd gelaufen. Da wird aber auch bei kommerziellen LKW in Zukunft noch so einiges auf uns zukommen. Ich bleibe mal positiv gestimmt und hoffe auf Entwicklungsfortschritte in der Batterietechnik.

Hier wäre es vielleicht gut, wenn man die Akkus quasi "Abwerfen" könnte.

Also vom Fahrzeug trennen könnte.

 

Wenn man die brennenden Akkus seitlich aus dem Fahrzeug ziehen könnte, könnte man diese separat in einen herkömmlichen Löschcontainer geben und das restliche Fahrzug dann Problemlos vollends Löschen.


29.09.2021 11:40    |    Geisslein

Zitat:

@TH-H schrieb am 29. September 2021 um 10:14:27 Uhr:

 

Hier wäre es vielleicht gut, wenn man die Akkus quasi "Abwerfen" könnte.

Also vom Fahrzeug trennen könnte.

 

Wenn man die brennenden Akkus seitlich aus dem Fahrzeug ziehen könnte, könnte man diese separat in einen herkömmlichen Löschcontainer geben und das restliche Fahrzug dann Problemlos vollends Löschen.

Wenn man mal "live" gesehen hat, wie so eine Li-Ion Großbatterie, bzw. Großakku (die Größe eines Kühlschrankes) abgeht, wenn die brennt (Ich glabe Deflagration wäre hier sogar das bessere Wort), wird hier keiner mehr die Batterie aus dem Fahrzeug ziehen und das Fahrzeug selbst brauchst auch nicht mehr großartig löschen.


29.09.2021 12:50    |    reox

Zitat:

@Geisslein schrieb am 28. September 2021 um 12:27:49 Uhr:

Zitat:

@reox schrieb am 27. September 2021 um 13:06:12 Uhr:

 

@Geisslein

Auch an dich nochmal die direkte Frage. Bist du in diesen Test-Betrieb des eLHF involviert? Woher hast du die Auswertungen zur wesentlich erhöhten Unfallgefahr?

Mit dieser Frage solltest Du Dich bitte besser an @fire-fighter oder an @Nonameguzzi wenden.

Die scheinen laut den Aussagen das Fahrzeug bereits in ihrer Feuerwehr zu haben.

...

@Geisslein

Wozu? Die Feststellung "wesentlich höher" kam von dir! Also entweder hast du selbst Erfahrungen/getestet oder du kannst Erfahrungsberichte, die die wesentlich höhere Stolper-/Unfall-Gefahr zum Vorgänger-Fahrzeug bestätigen, verlinken.


29.09.2021 13:03    |    Geisslein

Zitat:

@reox schrieb am 29. September 2021 um 12:50:38 Uhr:

 

@Geisslein

Wozu? Die Feststellung "wesentlich höher" kam von dir! Also entweder hast du selbst Erfahrungen/getestet oder du kannst Erfahrungsberichte, die die wesentlich höhere Stolper-/Unfall-Gefahr zum Vorgänger-Fahrzeug bestätigen, verlinken.

Es sollte doch schon allein vom logischen Aspekt, bzw. Gedankengang her einleuchtend sein, daß eine einzelne Stufe ein deutlich höheres Risiko darstellt zu stolpern oder zumindest daran hängen zu bleiben als eine Treppe.

Das man dazu ständig irgendwelche Links zu Berichten, Statistiken usw. benötigt ist für mich nicht nachvollziehbar.

 

Stehe Ich vor einem Zustieg eines normalen (H)LF ist es mir bewusst, daß man diese Hürde vor sich hat. Da ist man drauf eingestellt 3 Stufen steil vor sich zu haben... sowohl nach unten, als auch nach oben.

Da wird weniger passieren als bei zwei kleinen Stufen mit einem größeren Abstand zwischendrin.

 

Ich kann Dir ein gutes Bsp meines Arbeitgebers nennen.

Die Treppe, die in den Verwaltungsbereich führt begann mit einer einzigen Stufe, die Treppe selbst fing erst 1,5 Meter nach dieser Stufe an.

Die Unfallberichte, bzw. Beinaheunfallberichte beinhalteten die Stolpereien eben dieser einen Stufe.

Seit die Sicherheitsfachkraft diese Stufe seit Anfang 2020 entfernen hat lassen sind die Stolperer Vergangenheit.


01.10.2021 11:41    |    Geisslein

Zitat:

@Nonameguzzi schrieb am 29. September 2021 um 07:09:24 Uhr:

Okay... Also Basel hat wohl auch den RT bestellt und das sind dann wohl keine Prototypen sondern somit die ersten Serien RT's die es geben wird:

https://www.feuerwehrmagazin.de/.../...roantrieb-von-rosnebauer-110189

Auch der RT, welcher von der Berliner Feuerwehr getestet wurde, entspricht bereits der Serie.

 

Bin da echt gespannt, wie die Feuerwehr Basel damit zurecht kommt.

Mal eben schnell nach Luckenwalde fahren bei einem Defekt ist da nicht so einfach.

Vielleicht haben die auch mal vorsorglich gleich 4 Stück beschafft um Reserven zu haben ;)


08.10.2021 17:51    |    Geisslein

08.10.2021 18:33    |    Nonameguzzi

Soll ich jetzt Mal paar Links zu ausgebrannten Feuerwachen zeigen?

 

Was hat ein modernes HLF an Ladegeräten verbaut?

2 oder 3 für den Akku Rettungssatz, 1 für ein Akkulüfter, 5 bis 9 für Taschenlampen (auch Lithium Akkus), dann nochmal 5 bis 7 für Funkgeräte, dann haben die inzwischen meist noch Tablat, Kamera, Wärmebildkamera(s) etc dabei.

 

So ein HLF Fährt doch inzwischen eh schon 20 Lithium Akkus spazieren, klar kleinere aber auch die lassen problemlos eine Wache abfackeln...


08.10.2021 22:14    |    kathrin-kai

Zitat:

@Geisslein schrieb am 8. Oktober 2021 um 17:51:51 Uhr:

Soviel zum Thema....

 

https://www.swr.de/.../...andursache-im-busdepot-in-stuttgart-100.html

?

 

Zitat:

Nach dem Großbrand in einem Busdepot in Stuttgart wurde viel zur Ursache des Feuers spekuliert. Die Polizei bestätigt nun, dass das Feuer womöglich durch einen E-Bus ausgelöst wurde

polizei > technischer sachverstand ?

 

will niemanden bei der polizei zu nahe treten , aber die haben andere fachgebiete

 

Zitat:

könnte nach einer ersten Einschätzung der Polizei beim Laden eines Elektrobusses ausgelöst worden sein

da kannste auch nen vorbeilaufenden fussgänger befragen

 

Zitat:

Weitere Untersuchungen seien aber notwendig, daher laufen die Ermittlungen weiter. Ein Gutachter soll den betreffenden Bus untersuchen.

das wäre dann eine fachlich brauchbare aussage

 

 

bei uns auf dem bushof hat auch schon nen bus nachts gebrannt , zum glück nur die reihe mit den ausgemusterten schrott > da hatte irgend so ein depp lange weile gehabt und hat gezündeld

 

Mfg Kai


10.10.2021 09:23    |    Geisslein

Zitat:

@Nonameguzzi schrieb am 8. Oktober 2021 um 18:33:26 Uhr:

Soll ich jetzt Mal paar Links zu ausgebrannten Feuerwachen zeigen?

 

Was hat ein modernes HLF an Ladegeräten verbaut?

2 oder 3 für den Akku Rettungssatz, 1 für ein Akkulüfter, 5 bis 9 für Taschenlampen (auch Lithium Akkus), dann nochmal 5 bis 7 für Funkgeräte, dann haben die inzwischen meist noch Tablat, Kamera, Wärmebildkamera(s) etc dabei.

 

So ein HLF Fährt doch inzwischen eh schon 20 Lithium Akkus spazieren, klar kleinere aber auch die lassen problemlos eine Wache abfackeln...

Die kleinen Akkus für Taschenlampen, Funkgeräte und Wärmebildkameras sind nach wie vor vorhanden.

Was Akku-Lüfter und Akku-Rettungssatz betrifft, davon halte Ich jetzt persönlich wenig bis gar nichts.

 

Man muß halt immer die gesteigerte Wahrscheinlichkeit der Brände vor Augen haben. Und die ist seit Anbeginn der E-Mobilität um ein vielfaches angestiegen.

Ein(e) Fahrzeug-Akku, bzw. Fahrzeug-Batterie, Ladegerät und den Ladevorgang mit Akkus von Taschenlampen, Funkgeräten, Wärmebildkameras usw. zu vergleichen ist schon weit am Thema vorbei.


10.10.2021 10:00    |    Nonameguzzi

Zitat:

@Geisslein schrieb am 10. Oktober 2021 um 09:23:23 Uhr:

 

Ein(e) Fahrzeug-Akku, bzw. Fahrzeug-Batterie, Ladegerät und den Ladevorgang mit Akkus von Taschenlampen, Funkgeräten, Wärmebildkameras usw. zu vergleichen ist schon weit am Thema vorbei.

Wie weit am Thema vorbei?

 

SW2000Tr Brennt in Fahrzeughalle

 

oder

 

HLF20 brennt in Halle aus

 

oder doch eher so:

 

Nochmal ein HLF das in ner Fahrzeughalle brennt

 

Ja sorry das ich dafür jetzt Beiträge der Feuerwehr-Bild benutzt habe war halt einfach zu finden ;)

Wir haben in all unseren Einsatzfahrzeugen inzwischen Funkrauchmelder in der Mannschaftskabine genau wie in der Fahrzeughalle über jedem Fahrzeug. Die Funkrauchmelder in den Fahrzeugen verbinden sich automatisch mit denen im Gerätehaus und das ganze ist per Weiterschaltung auf ein SMS Alarm gekoppelt der bei ca 15 Leuten unserer Wehr hinterlegt ist die im Ort arbeiten oder nahe dran wohnen.

 

Und das bei den guten alten Diesel Fahrzeugen die ja so überhaupt nicht anfällig für Brände sein sollen^^

 

Ach ja zum Thema E Auto Brände das KFV schreibt dazu:

 

Zitat:

Laut der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.), Fachbereich Feuerwehren

Hilfeleistungen Brandschutz, unterscheidet sich „die Brandbekämpfung bei Fahrzeugbränden mit

Beteiligung von Lithium-Ionen-Akkus nicht wesentlich von Bränden bei konventionell

angetriebenen Fahrzeugen (z. B. Benzin- oder Dieselfahrzeuge)“ (DGUV, 2020). Zudem zeigen

ADAC-Crashtests: „Das Risiko eines Fahrzeugbrands bei E-Autos ist nicht höher als bei

herkömmlichen Fahrzeugen.“ (ADAC, 2019). E-Auto-Brände stellen allerdings eine große

Herausforderung für die Einsatzkräfte dar. Das liegt sowohl an den hohen Temperaturen als auch

an den freigesetzten Rauchgasen. Die Rettungskräfte unterscheiden dennoch oft nicht, ob sich

eine Hochvoltbatterie oder mehrere Liter Kraftstoff an Bord befinden – das Risiko ist prinzipiell

gleich groß (GDV, 2021)

Quelle

 

Der Beitrag bezieht sich jetzt natürlich auf die Brandbekämpfung und Entstehung unter äußerlichen Mechanischen Einflüssen.

 

Deshalb hier nochmal zum Thema Brände im allgemeinen:

 

Zitat:

„Moderne Elektrofahrzeuge sind auch während des Ladevorgangs so sicher wie jedes andere geparkte Fahrzeug. Auch das Parken in einer Tiefgarage stellt kein Problem dar, da die verwendeten Batterien moderner Elektrofahrzeuge nicht ausgasen. […] Auch die Ladetechnik in der Ladeinfrastruktur und den E-Fahrzeugen ist sehr sicher, so dass ein Überladen der Batterien ausgeschlossen ist und eventuelle Probleme der Hardware automatisch erkannt und das Fahrzeug und die Ladeinfrastruktur abgeschaltet werden.“

Quelle zu E-Mobilität NRW da Dekra Verlinkung kaputt

 

Ach ja und das Argument "wie löscht man die Möhre" .... der Hersteller Rosenbauer hat selbst vor Kurzem ein Brandbekämpfungskonzept für E Autos vorgestellt welches das völlige Untertauchen der HV Batterie ersetzten soll

Pressemeldung Rosenbauer. Brandbekämpfung von Traktionsbatterien

 

Also nochmal die Frage? Wie weit bin ich am Thema vorbei?


11.10.2021 15:32    |    fire-fighter

@Nonameguzzi

Ich würde sagen: Zu 100% das Thema getroffen.

 

Bei den Links zu Bränden bei der Feuerwehr hast Du die FF Syke "vergessen". Die sind inzwischen schon zwei Mal komplett abgebrannt... Einmal 1994und dann nocheinmal 2009.

Allerdings muss man hier dazu sagen, dass beide Brände nicht durch einen Defekt erfolgten, sondern durch Brandstiftung. Insofern passen diese verherenden Brände nicht ganz ins Bild. Dramatisch waren sie aber trotzdem...


11.10.2021 16:05    |    Nonameguzzi

Ich will auch nicht Komplett so wirken als ob E Autos nicht brennen könnten.

Ja natürlich KANN ein E Auto beim Laden durchzünden das sollte klar sein.

Aber wenn ich überlege wie viel Entwicklungsaufwand und Qualitätssicherung in den Fahrzeugbatterien steckt wirkt das dem erhöhten Risiko durch hohe Ladeströme entgegen.

 

Also ja ich denke ein Hochvolt Ladegerät mit 100kw oder mehr ist ähnlich gefährlich wie ein einfaches Lithium Ladegerät für eine Werkzeugbatterie hinten im Koffer.

 

Ich hätte demnach keine besonderen Sorgen wegen einem Hybriden Feuerwehr Fahrzeug wie dem RT.

 

Klar es wurden viele Punkte genannt die auch gegen den RT Sprechen und es wurden viele Bedenken geäußert ich glaube aber das man zumindest die Bedenken wegen der Brandwahrscheinlichkeit nicht so wirklich rechtfertigen kann.


11.10.2021 16:28    |    TH-H

Der Brand im Busdepot in Stuttgart, soll auch von einem E-Bus bzw. dessen Ladegerät ausgegangen sein.

Was schade ist, denn da waren zwei besondere Busse abgestellt.

Zwei Prototypen mit Feststoff Batterien, wovon einer Totalschaden ist.

Aber da könnten Forscher auch Untersuchen, wie sich diese Art Akku in Folge eines Brandes verhält.


12.10.2021 10:14    |    Geisslein

Zitat:

@Nonameguzzi schrieb am 11. Oktober 2021 um 16:05:48 Uhr:

Ich will auch nicht Komplett so wirken als ob E Autos nicht brennen könnten.

Ja natürlich KANN ein E Auto beim Laden durchzünden das sollte klar sein.

Aber wenn ich überlege wie viel Entwicklungsaufwand und Qualitätssicherung in den Fahrzeugbatterien steckt wirkt das dem erhöhten Risiko durch hohe Ladeströme entgegen.

 

Also ja ich denke ein Hochvolt Ladegerät mit 100kw oder mehr ist ähnlich gefährlich wie ein einfaches Lithium Ladegerät für eine Werkzeugbatterie hinten im Koffer.

 

Ich hätte demnach keine besonderen Sorgen wegen einem Hybriden Feuerwehr Fahrzeug wie dem RT.

 

Klar es wurden viele Punkte genannt die auch gegen den RT Sprechen und es wurden viele Bedenken geäußert ich glaube aber das man zumindest die Bedenken wegen der Brandwahrscheinlichkeit nicht so wirklich rechtfertigen kann.

Es ist aber leider nunmal so, und das kannst auch Du nicht beschönigen, daß es eben seit Anbeginn der E-Mobilität vermehrt zu Bränden gekommen ist.

Wenn man die Fälle einmal genauer betrachtet und in den direkten Vergleich setzt, übersteigen die Anzahl der Elektrobrände bei Fahrzeugen das Ganze um ein Vielfaches.

 

Als die ersten E-Bikes auf den Markt gekommen sind, waren die Medien voll mit Berichten, daß es zu Bränden von Akku und Ladegerät gekommen ist.

Damals kaufte fast Keiner ein E-Bike, weil die Angst gegenwärtig war, daß das Haus abbrennt.


12.10.2021 10:35    |    Nonameguzzi

Meinen umfangreicheren Kommentar drüber eigentlich gelesen?


12.10.2021 11:14    |    reox

Zitat:

@Geisslein schrieb am 12. Oktober 2021 um 10:14:44 Uhr:

....

Es ist aber leider nunmal so, und das kannst auch Du nicht beschönigen, daß es eben seit Anbeginn der E-Mobilität vermehrt zu Bränden gekommen ist.

Wenn man die Fälle einmal genauer betrachtet und in den direkten Vergleich setzt, übersteigen die Anzahl der Elektrobrände bei Fahrzeugen das Ganze um ein Vielfaches.

Das hast du dir ausgedacht.

:o

 

Brennen E-Autos häufiger als Verbrenner? Jüngste Brände bei Elektroautos schüren Ängste. Geht also von elektrifizierten Autos eine besondere Brandgefahr aus? Faktencheck!

 

 

Zitat:

Als die ersten E-Bikes auf den Markt gekommen sind, waren die Medien voll mit Berichten, daß es zu Bränden von Akku und Ladegerät gekommen ist.

Damals kaufte fast Keiner ein E-Bike, weil die Angst gegenwärtig war, daß das Haus abbrennt.

Das entspringt auch deiner Fantasie.

Falls das wirklich so gewesen sein sollte, also kaum E-Bikes verkauft, trotzdem sind die Medien voll mit Bränden, kannst du da sicherlich Belege verlinken. Nach dem Motto, Verkaufseinbruch nach festgestellten erhöhtem Brandrisiko.


12.10.2021 11:26    |    Geisslein

Ja, und jetzt ?

 

Hast Du Dich schon mal ernsthaft mit dem Thema befasst, oder möchte man nur die schützende Hand über solche Fahrzeugtechnologien ausbreiten.

 

Ein Kumpel von mir ist Fahrzeugingenieur bei MB in Sindelfingen. Er schüttelt über das Thema nur den Kopf und winkt ab und frägt mich, wenn Ich mich über Elektrofahrzeuge erkundigen möchte, "Ob Er nun lachen oder heulen soll ?!"

Auch was die Feuerwehreinsätze bei uns betrifft. Fahrzeugbrände kommen vor, kein Thema aber die Zahl der Brände mit E-Fahrzeugen nimmt zu.

Seit Beginn des Jahres sind 4 (vier) Elektrofahrzeuge im Landkreis in Tiefgaragen abgebrannt.

 

Was den Dekra-Bericht zur Brandsicherheit von E-Autos betrifft:

Das kann Ich mit meinen Erfahrungen aus einem Einsatz nicht bestätigen. Ebenso würde das auch nicht auf die Brandentwicklung im Stuttgarter Omnibusdepot zutreffen.


12.10.2021 11:41    |    reox

Zitat:

@Geisslein schrieb am 12. Oktober 2021 um 11:26:47 Uhr:

Ja, und jetzt ?

 

Hast Du Dich schon mal ernsthaft mit dem Thema befasst, oder möchte man nur die schützende Hand über solche Fahrzeugtechnologien ausbreiten.

Nee.

Ich gehöre nur zu der Gruppe, die es problematisch findet, wenn Meinungen als Fakten verkauft werden sollen.

 

Zitat:

Ein Kumpel von mir ist Fahrzeugingenieur bei MB in Sindelfingen. Er schüttelt über das Thema nur den Kopf und winkt ab und frägt mich, wenn Ich mich über Elektrofahrzeuge erkundigen möchte, "Ob Er nun lachen oder heulen soll ?!"

...

Mit welcher Antriebstechnik hat sich denn dein Kumpel bisher vorrangig beschäftigt?

Eventuell trifft hier ja das zu?


Deine Antwort auf "Elektroantrieb bei der Feuerwehr? Ja, das geht!"

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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

Wer mehr wissen will - PN!

Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

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