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23.06.2009 08:48    |    fire-fighter    |    Kommentare (75)    |   Stichworte: Wissenswertes

Wie versprochen, hier die ersten Bilder von unserem neuen Schmuckstück! Seit 19.06.2009 ist er offiziell im Dienst. Beim Verkauf des alten Fahrzeugs gibt es allerdings Probleme. Technisch einwandfrei, hat er allerdings die Schadstoffklasse EURO 0. Wie es aussieht, ist er damit fast unverkäuflich. Mal sehen, wie es weitergeht...

 

 

Jetzt erst mal ein paar Daten vom HLF:

 

Fahrgestell: MB Atego 1629 AF

Aufbau: Ziegler

Baujahr: 2009

Motorleistung: 210 kW

Zul. Gesamtgewicht: 14,5 t

Feuerlöschkreiselpumpe: FP 20/10

Löschwasserbehälter: 2000 Liter

Lichtmast: 2x 1500 W

Beladung:

  • 4 Atemschutzgeräte
  • Atemschutzüberwachungstafel
  • 4 Leichte Chemikalienschutzanzüge inkl. Gummistiefel/-handschuhe
  • 1 Notfallkoffer
  • 1 Überdrucklüfter
  • 1 Türöffnungsrucksack
  • 1 Sprungpolster
  • 1 Rettungsplattform für LKW inkl. Umbausatz "Schienenrolli"
  • 1 Stromerzeuger 13kVA
  • 1 Hydraulikaggregat inkl. Schere/Spreizer
  • 1 Satz Rettungszylinder
  • 1 Satz Minihebekissen (bis 24 t)
  • 2 Hyd. Winden 10 t
  • 1 elektrische Säbelsäge
  • 1 Mehrzweckseilzug
  • 1 Notfall-Kofferpumpe
  • 1 Notfallwanne
  • 1 Beleuchtungsgerät Powermoon
  • 2 Sätze Erdungsgeschirr für Bahn-Oberleitungen


17.06.2009 15:51    |    fire-fighter    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Wissenswertes

Mit freundlicher Unterstützung durch die FF Wernau (Bilder)

 

Es brennt in der Küche. Überhitztes Fett hat sich entzündet. Die Hausfrau greift zu einem Glas Wasser, um die Flammen schnell zu löschen. Sekunden später hüllt sie ein riesiger Feuerball ein. Die Küche brennt in voller Ausdehnung, die Hausfrau konnte von der Feuerwehr nur mit Mühe gerettet werden. Sie kommt mit schwersten Verbrennungen ins Krankenhaus.

 

So, oder so ähnlich spielt es sich leider immer wieder ab. Was ist geschehen, warum ist der kleine Brand in der Pfanne so schnell eskaliert?

 

Das Problem war hier das Wasser. Überhitztes Fett hat einen Zündpunkt von ungefähr 280°C. Wasser verdampft bei 100°C. Trifft das Wasser auf das 280°C heisse Fett, verdamft es schlagartig. Das Problem hierbei ist die Volumenvergrößerung. Wasserdampf hat das 1700-fache Volumen von Wasser. Durch die schlagartige Ausdehnung wird das brennende Fett mitgerissen und im ganzen Raum verteilt. Ein weiteres seltener auftretendes Phänomen ist die chemische Aufspaltung des Wassers. Aus dem H2O wird Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O). Eine hoch explosive Mischung entsteht, das sogenannte "Knallgas". Zur eigentlichen extremen Brandausweitung kommt eine Explosionswelle hinzu.

 

Sekunde 0Sekunde 0

Das Fett hat sich entzündet.

 

Sekunde 1Sekunde 1

Wasser wird über das brennende Fett geschüttet.

 

Sekunde 2Sekunde 2

Ein Feuerball entsteht

 

Sekunde 3Sekunde 3

Nach nur wenigen Augenblicken hüllt er die gesammte Küche ein...

 

Sekunde 4Sekunde 4

...und breitet sich bis in die angrenzenden Räume aus!

 

 

Was hätte man anders machen können?

 

Mit einem Topfdeckel, einem Backblech, oder einer Löschdecke lassen sich Fettbrände relativ leicht ersticken. Danach den Topf oder die Pfanne abkühlen lassen und erst danach die Abdeckung entfernen. Auch Pulverlöscher eignen sich, richten aber durch die Pulverwolke meist einen sehr großen Schaden in der Wohnung an.

Bei der Verwendung von Decken ist auf die Materialbeschaffenheit zu achten! Eine Polyesterdecke wird ebenfalls Feuer fangen, bevor sie die Flammen ersticken kann. In Baumärkten und im Internet gibt es Feuerbeständige Löschdecken zu kaufen. In Griffnähe in der Küche plaziert, sind sie genauso wertvoll wie der Rauchmelder im Schlafzimmer!


01.06.2009 23:33    |    fire-fighter    |    Kommentare (28)    |   Stichworte: Wissenswertes

Immer wieder werde ich angeschrieben, mal zu erklären, was die einzelnen Abkürzungen imFeuerwehralltag bedeuten, und was sich dahinter verbirgt. Daher hier mal eine (sicher nicht vollständige) Aufzählung und Erklärung.

Wenn Ihr noch Begriffe aufschnappt, meldet Sie mir einfach hier oder per PN, dann werde ich die Liste ergänzen.

 

 

 

Ausrüstung

 

PA: Pressluftatmer, oder auch Pressluftatemgerät. Häufig auch als "Schwerer Atemschutz" bezeichnet. Damit ist im Prinzip eine Pressluftflasche auf einem Tragegestell gemeint. In ihr befindet sich komprimierte Atemluft. Mittels Druckminderer werden die max 300bar Flaschendruck auf Normaldruck reduziert. Dem Feuerwehrmann wird damit ermöglicht, in Bereiche vorzudringen, in denen zu wenig Sauerstoff in der Atmosphäre ist. (z.B. verqualmte Räume, aber auch Silos oder Kellerbereich, wo zu viel Kohlenmonoxid, oder Faulgase den Sauerstoff verdrängen)

Die Einsatzzeit liegt in der Regel bei 30 Minuten.

 

CSA: Chemikalienschutzanzug. Dieser Gasdichte und gegen die meisten Substanzen resistente Anzug ermöglicht es, bei Gefahrguteinsätzen sicher zu arbeiten. Unter dem Anzug (also IM Anzug) wird ein PA getragen. Helm und Baumwollkleidung komplettieren die Ausrüstung unter dem CSA. Kontakt zur Außenwelt wird über ein Funkgerät gehalten.

Diese Ausrüstung ist zwar sicher, bedeutet durch ihr Gewicht aber eine enorme Belastung für den Träger. Die Einsatzzeit beträgt hier 20 min. Die restliche Zeitreserve wird für die erforderliche Dekontamination benötigt.

Aufgrund des Anzuges ist die Motorik sehr eingeschränkt. Ein flach auf dem Boden liegender Schraubenschlüssel kann schon mal zur Herausforderung werden.

 

 

 

Fahrzeuge und Pumpen

 

Es gibt verschiedene Arten von Feuerwehrfahrzeugen. Je nach größe des Ortes und nach dem Anforderungsspektrum. In den letzten Jahren wurde Norm geändert. Alte Fahrzeugbezeichnungen existieren jedoch weiter, da ja auch die Fahrzeuge noch existieren. Bei einem durchschnittlichem EInsatzleben von 20 Jahren in einer Freiwilligen Feuerwehr ist das ja auch verständlich. Ich wede mal versuchen, die alten und die neuen Bezeichnungen zusammenzutragen und hier zu erläutern.

 

Fangen wir mal ganz klein bei der Pumpe an:

 

TSTS

TS: Tragkraftspritze, also tragbare Motorpumpe. Es gibt sie in verschiedenen Größen. Am bekanntesten iund verbreitetsten ist die TS8-8. Die Zahlen stehen hier für die Pumpleistung. (Hier: 800l/min bei 8bar Nenndruck) Eine weitere Variante war der große Bruder, die TS 16-8 (also 1600l/min bei 8bar) Beide Bezeichnungen sind aus den Norm. Aktuell ist die TS10-10 (1000l/min bei 10bar)

 

Damit kommen wir zur wichtigsten Änderung in der Norm. Früher wurden alle Fahrzeugbezeichnungen und Pumpleistungen für einen Nenndruck von 8bar angegeben. In Europa ist aber in den meisten Ländern eine Leistungsbezeichnung bei 10bar üblich. Im Zuge der Vereinheitlichung wurde der Nenndruck von 8 bar auf 10 bar angehoben. Eine Pumpe, die 800l/min bei 8bar fördert, leistet bei 10bar 1000l/min. Es ist also nur eine andere Schreibweise aufgrund eines anderen Ausgangsdrucks. Das ist jetzt mal stark vereinfacht ausgedrückt. (Tatsächlich verhält sich das Verhältnis Druck/Förderleistung natürlich nicht linear. Die Leistung einer 10-10er Pumpe entspricht tatsächlich den Daten einer älteren 16-8. Da die Pumpenleistungen aber in den letzten Jahren auch schon über den Normwerden lagen, entspricht eine heutige 10-10 den Leistungsdaten der jüngsten 8-8er Generation.)

Das wird nachher bei den Löschfahrzeugen nochmal klarer.

 

 

TSA älterer BauartTSA älterer Bauart

TSA: Das kleinste "Fahrzeug" ist eigentlich gar keins. Die Minimalausstattung in kleinen Dörfern besteht meist aus einem Tragkraftspritzen-Anhänger. Auf einem kleinen Einachsanhänger wird eine Pumpe nebst Schlauchmaterial und Strahlrohren transportiert. Dieser Anhänger wird dann von einem privaten Trecker zur Einsatzstelle gezogen. Die Feuerwehrleute gehen zu Fuß.

 

TSA neuerer BauartTSA neuerer Bauart

Der Grundgedanke hierbei war, dass die kleinen Dörfer hauptsächlich aus Bauernhöfen bestehen. Der erste Landwirt mit Trecker am Gerätehaus zieht den Anhänger und aufgrund der kleinen Ortsgröße braucht man kein Transportfahrzeug.

 

 

 

 

 

 

 

 

KLF: Durch die immer größer werdenden Fahrzeuge und der Führerscheinproblematik (B/BE nur noch bis 3,5t) hat sich eine neue Fahrzeuggeneration etabliert. Das Kleinlöschfahrzeug hat 400l Wasser an Bord. Neben einer kleineren Pumpe (TS6-6: 600l/min bei 6 bar) wird eine abgespeckte Beladung für den Erstangriff mitgeführt.

 

TSF / TSF-W: Das nächstgrößere ist ein Tragkraftspritzenfahrzeug. TSFTSF

Früher typischerweise auf dem alten Ford-Transit oder auf dem VW-LT als Kastenwagen. Die Beladung ist etwas umfangreicher als beim TSA. Das TSF-W hat zusätzlich noch einen kleinen Wassertank an Bord. Es besitzt aber keine fest eingebaute Pumpe. Die TS ist über flexible Leitungen am Wassertank betriebsfertig angeschlossen, kann aber immer noch getrennt vom TSF eingesetzt werden. Mit dem TSF-W hielt eine neue Bauform des TSF Einzug. Entgegen dem früheren Kastenwagen wird jetzt häufig eine Seriendoppelkabine mit Kofferaufbau und seitlichen Gerätefächern genutzt.

Maximales Gesammtgewicht eines TSF-W: 7,5tTSF-WTSF-W

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LF

 

LF 8-6 mit BeladungLF 8-6 mit Beladung

Als LF werden die Löschgruppenfahrzeuge betitelt. Eine Löschgruppe besteht aus 9 Personen, oder auch 1:8, also 1 Gruppenführer und 8 Feuerwehrleute. Im Einzelnen: Maschinist, Melder, Angriffstrupp (-führer und -mann), Wassertrupp und Schlauchtrupp.

Ein LF befördert also eine komplette Gruppe und zusätzlich das Einsatzgerät. Ursprünglich wurde kein Wasser mitgeführt, da diese Aufgabeden Tanklöschfahrzeugen zukam. In den letzten Jahren hat sich jedoch, wie bei den TSF, ein Wassertank für den Erstangriff etabliert. Bei den Löschgruppenfahrzeugen wiederholt sich die Pumpenleistungsangabe in der Bezeichnung.

 

 

 

 

LF 8 und LF8/6:

lf8-mb406lf8-mb406

Das LF8 war lange Zeit das "Standardfahrzeug" bei den kleineren freiwilligen Feuerwehren. Ausgestattet mit einer Frontpumpe und einer TS war es für die meisten Einsätze gut gerüstet. Aufgebaut auf einem Kleinlasterfahrgestell mit Strassenantrieb hatte es ein Maximalgewicht von 7,5t und war daher auch von Klasse 3 Führerscheininhabern fahrbar. Das LF8/6 folgte den Wünschen der Feuerwehr, für einen Erstangriff eine Mindestmenge Wasser mitzuführen. Es hatte daher einen 600l Wassertank an Bord. Die für das LF8 typische Vorbaupumpe vor der Stoßstange wanderte beim LF8/6 ins Fahrzeugheck. Die TS entfiel aus der Standardbeladung, konnte aber bei entsprechender Gewichtsreserve als Zusatzbeladung bestellt werden.

Es gab auch teilweise LF8 und LF8/6 als Allradversion. Diese Fahrzeuge hatten dann ein zul.GG von 9t und benötigten einen LKW-Führerschein. Daher waren sie bei den kleineren Wehren recht selten anzutreffen.

 

 

LF10/6:

LF10-6LF10-6

Der Nachfolger der LF8 und LF8/6 heisst heute LF10/6. Die Beladung gleicht dem LF8/6, die Pumpe leistet 1000l/min bei 10bar. Aufgrund der Änderung der Führerscheinklassen sind die 7,5t uninteressant geworden. Einige LF10/6 werden inzwischen auch auf 12t Fahrgestellen aufgebaut. Die Ausrüstung zur technischen Hlfeleistung wird auch auf den "kleineren" LF immer umfangreicher. Heute gehören Stromaggregat, Beleuchtungsgerät uvm. schon zur Standardbeladung.

 

 

 

 

 

 

...wird fortgesetzt...


13.05.2009 22:24    |    fire-fighter    |    Kommentare (44)    |   Stichworte: Wissenswertes

gefahrgutgefahrgut Das Spektrum der Einsätze ist sehr vielfältig. Aber sobald Gefahrgut mit ins Spiel kommt, ist auf einmal alles anders. Wir kennen die LKW mit den orangenen Warntafeln alle im täglichen Verkehr. In der Fahrschule haben die meisten auch gelernt, was diese Tafeln bedeuten, und evtl. auch, dass man bei einem Unfall das Vorhandensein dieser Tafeln mit angeben soll. Idealerweise gleich mit evtl. daraufstehenden Nummern.

Doch was dahinter steckt und was dann abläuft, wissen viele nicht. Anhand der orangenen Tafel ist erkennbar, dass so ein Fahrzeug gefährliche Güter transportiert. Es gibt die Tafeln ohne Zahlen (der klassische Stückguttransporter, für uns quasi ein Überraschungspaket) oder mit zwei Zahlen, so wie im Bild. Die obere Zahl ist eine Kennung für die Gefahr, die Gefahrennummer. Hier die 8, also ein ätzender Stoff. Da die Zahl oben mindestens 2-Stellig ist, dient die null als Platzhalter, da hier "nur" eine gefahr besteht. Die untere Zahl ist eine UN-Stoffnummer. Anhand dieser Nummer kann unsere Leitstelle den Stoff identifizieren und uns wichtige Hinweise und Informationen geben. Der Stoff mit der UN-Nummer 2582 ist übrigens eine Eisen(III)Chlorid Lösung. Der Stoff greift die meisten Metalle stark an und zersetzt sich bei Erhitzung durch Umgebungsbrände oder heiße Oberflächen unter Bildung von giftigem und ätzendem Chlorwasserstoffgas.

 

Während der normale Transport für alle Beteiligten relativ sicher ist, ändert sich das bei einer Havarie oder einem Unfall schlagartig. Daher laufen bei der Feuerwehr Einsätze mit Gefahrgutbeteiligung auch komplett anders ab, als "normale" Einsätze.

Das fängt bei der Fahrzeugaufstellung an. Im Normalfall fahren wir relativ dicht an die Unfallstelle heran, damit wir nicht alles Gerät meterweit schleppen müssen. Bei einem Gefahrgutunfall gilt erst mal Sicherheitsabstand! Eigenschutz geht vor Sachschutz. Menschenrettung bildet eine Ausnahme. Nach Möglichkeit geht ein Trupp mit Atemschutz und der "normalen" Schutzausrüstung schnell vor und genausoschnell zurück. Aber nur, wenn es zwingend notwendig ist.

Die Ausrüstung für einen Feuerwehrmann mit Chemikalienschutzanzug sieht folgendermaßen aus:

 

csa-ausruestungcsa-ausruestungcsacsa

 

Der Anzug ist gasdicht und gegen die meisten Chemischen Stoffe resistent. Darunter wird ein Atemschutzgerät getragen. Abzüglich der Dekontaminationszeit bleiben damit 20min Arbeitszeit. Durch die warme Ausatemluft steigt die Temperatur im CSA innerhalb kürzester Zeit auf über 30°C an. Das Gewicht des Anzugs und die dicken Handschuhe erschweren die Arbeit zusätzlich.

Bevor jemand unter CSA (ChemikalienSchutzAnzug) eingesetzt wird, müssen aber noch einige Dinge geschehen. Es muss eine Dekontaminationsstelle eingerichtet werden, damit man den Anzug auch wieder gefahrlos ausziehen kann. Ein vorsorglicher Löschangriff wird aufgebaut und ein weiterer Trupp mit CSA steht in Bereitschaft als Rettungstrupp.

Alles in allem sehr Personal und Zeitintensiv. Damit drei Leute für 20 min arbeiten können, sind im rückwärtigen Bereich locker 20 Mann beschäftigt...

Daher stehen dan auch ruck zuck jede Menge Feuerwehrfahrzeuge an der Einsatzstelle, denn mit 3 Mann und zwanzig Minuten ist es ja nicht vorbei...

 

Eigentlich wollt ich hier noch einen Einsatzbericht von einem Gefahrguteinsatz dranhängen, aber das sprengt den Rahmen. Also folgt er im nächsten Artikel. Versprochen!


04.04.2009 18:22    |    fire-fighter    |    Kommentare (14)    |   Stichworte: Wissenswertes

Seit dem 1. Oktober 2004 wird die Feuerwehr Reinfeld auch zu medizinischen Notfällen alarmiert. Dies geschieht immer dann, wenn der bei uns im Ort stationierte Rettungswagen des Rettungdienst-Verbundes Stormarn (RVS) in einem anderen Einsatz gebunden ist - somit also nicht am Ort verfügbar ist. Die Feuerwehr führt dann eine Erstversorgung von erkrankten oder verletzten Personen durch, bis ein Rettungswagen aus einem anderen Standort eintrifft.

Das Spektrum der Einsätze reicht von chirurgischen Verletzungen im Haushalt über internistische Notfälle mit nicht ansprechbaren Personen bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei Verkehrsunfällen mit mehreren schwerverletzten Personen.

 

Die Idee, Feuerwehreinheiten als „Ersthelfer“ (First Responder) zu medizinischen Notfällen zu entsenden, stammt aus den USA. Auch in Deutschland finden sich immer mehr Ersthelfer-Systeme, wie zum Beispiel flächendeckend im Bundesland Bayern oder in Großstädten wie Berlin oder Hamburg.

 

Grunsätzlich sollen und könnern die First Responder den Rettungsdienst nicht ersetzen. Aber als zusätzliches Glied in der Rettungskette können wertvolle Minuten überbrückt werden. Gerade in Bereichen, in denen die Rettungswagen nicht so dicht gestaffelt vorhanden sind, kann ein funktionierendes First Responder Team sinnvolle Unterstützung leisten.

 

Ausgestattet mit Notfallrucksack, AED, Sauerstoff und einem Verbandsrucksack wird mit dem MZF 1 die Einsatzstelle angefahren. Im Regelfall mit 3 Mann, wobei dann einer am Fahrzeug verbleibt, die Verbindung zur Leitstelle aufrecht erhält und den Rettungsdienst einweisen kann.

 

Dank eines zum Notarzt ausgebildeten Arztes und mehreren Rettungsassistenten, die im normalen Berufsalltag bei der BF in Hamburg oder Lübeck arbeiten, liegt der Standard der Ausbildung sehr hoch.

Inzwischen hat sich das First Responder System fest etabliert und wird vom Rettungsdienst durchweg positiv aufgenommen.


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor

fire-fighter fire-fighter

MAN F8 19.291 LF24

Renault

In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

Wer mehr wissen will - PN!

Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

gerade hier...

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