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10.02.2010 13:55    |    fire-fighter    |    Kommentare (45)

Für wie sicher haltet Ihr den bestehenden LKW-Unterfahrschutz am Heck?

crashcrash

Eine der tödlichsten Unfallarten ist der Aufprall mit einem PKW auf ein LKW-Heck. Der vorhandene Unterfahrschutz ist leider meist wirkungslos. Er reißt weg und der PKW schießt ungebremst unter den LKW, bis er von der LKW-Achse gebremst wird. Die Insassen haben meistens keine Chance. Die Folgen sind meist sehr dramatisch. Ich erinnere mich an einen PKW-Unfall auf der B6, bei dem der Fahrer starb. Er prallte nachts gegen einen unbeleuchteten LKW-Anhänger, der auf der rechten Spur stand. Der LKW-Fahrer hatte ihn nach einer Panne abgekoppelt und nicht gesichert. Auch wenn der PKW-Fahrer alkoholisiert war, und dadurch wahrscheinlich zu spät reagierte, so hätte dieser Unfall nicht tödlich enden müssen. So aber bohrte sich der komplette Kleinwagen in das Anhängerheck. Uns blieb bei diesem Einsatz nichts weiter übrig, als die Fahrzeuge zu trennen und das Wrack den Kleinwagens mitsammt der Leiche der Kriminalpolizei zu übergeben. Danach "durften" wir dann noch die Fahrbahn reinigen. Trümmer, Glassplitter und so weiter waren "normal". Die Schädeldecke nicht. Die hat uns allen so ziemlich zu schaffen gemacht...

 

Inzwischen ist in der Fahrzeugsicherheit viel geschehen. ABS, ESP, Airbags... Nur der Aufprallschutz besteht nach wie vor in einer einfachen Stange, die nur senkrecht (!) am LKW-Rahmen befestigt ist. Diagonale Streben nach vorne, die mehr Widerstandskraft bieten würden, sucht man meist vergebens. Jüngst hat der ADAC mal wieder einen Crashtest veröffentlicht und eine weiterentwicklung des Aufprallschutzes vorgestellt. Das Ergebnis ist erschreckend. Der Standard-Unterfahrschutz versagt, die modifizierte Variante fängt den PKW auf, so dass Airbag und Gurtstraffer in gewohnter Weise reagieren können.

 

Hier ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung zum Thema.

 

Hier der Link zur ADAC-Homepage mit Fotoserie und Video.

 

 

Was meint Ihr zu diesem Thema? Ist der Unterfahrschutz sinnvoll?

Der ADAC hat die Unterkante 100mm abgesenkt. Aus Sicht der LKW-Fahrer: Gibt es da ein Problem?

 

Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion


10.02.2010 14:08    |    sennini

Hab mir gerade mal den ADAC Link angeschaut....manchmal fragt man sich was die EU überhaupt macht:confused:

 

Das ist echt der Horror was die vorschreiben.

 

Und wie einfach die Lösung ist zeigt das Modell des ADAC.


10.02.2010 14:37    |    BenutznameSchonVergeben

Die ADAC-Lösung wär viel zu einfach für die EU...


10.02.2010 15:21    |    VentusGL

Naja ich weiß nicht, überall kann einer hineinrasen und verunglücken. Macht es Sinn die LKWs immer weiter umzurüsten?

 

Meistens ist die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen LKW und PKW so hoch, dass da auch kein Airbag mehr hilft und kein zusätzlicher Schutz. Entweder steht der LKW und einer kommt von der Autobahn hineingeschossen oder der LKW fährt 90 auf rechter Spur und der PKW kommt von der linken Überholspur meistens bei nacht und auch noch nebel mit wit über 90 in ihn hineingeschossen.

 

Beide Male geht die Wahrscheinlichkeit zu überleben gegen 0, selbst in einer Oberklasse Limo, das haben die unzähligen Unfälle bewiesen. Abhilfe: Mehr Aufmerksamkeit beim Autofahren, sich und das Fahrzeug nicht überschätzen und LKWs nicht unbedingt bei der Raststättenauffahrt parken!


10.02.2010 15:29    |    fire-fighter

Crashtest PKW gegen Wand mit V=60km/h als EuroNCAP

 

LKW mit V=90km/h und PKW mit 150km/h ergibt eine Aufprallgeschwindigkeit von ca. 60km/h

 

Selbst wenn Du nur minimal bremst, hast Du eine reale Chance, sofern Dir die Konstruktion des LKW diese Chance lässt. Schau Dir das ADAC Video an, dann begreifst Du es... Wenn der Stoßfänger wegknickt, bohrt sich die Ladefläche in Deinen Unterkiefer. Auch bei geringeren Geschwindigkeiten kannst Du diesen Brocken nicht schlucken. Keine Chance!

 

Die Differenz ist nur zu hoch, wenn Du mit Vmax von 220km/h ungebremst in einen LKW knallst. Da ist dann eh alles egal. Aber ein normaler Auffahrunfall muß nicht zwangsläufig tödlich enden...


10.02.2010 15:32    |    Pirat77

Als LKW-Fahrer bin ich mir so manches mal nicht darüber im klaren, was dieser fitzelige Unterfahrschutz wirklich verhindern soll... Bei vielen LKW (Motorwagen mit Unterkuppler-Fangmaul z.B.) ist dieser Unterfahrschutz noch nicht einmal Starr montiert sondern auch noch hochklappbar... Dabei wird er nur noch von einem winzigen Stück Metall an seiner Position gehalten, welches einem unterfahrenden PKW nicht mal in einem Feuchten Traum irgendwelche Paroli bieten könnte...

 

So einen Vorschlag vom ADAC gibt es seit Jahren, aber es interessiert sich in der EU keine Sau dafür - Warum auch immer...

 

Ich bin definitiv für mehr Sicherheit am Unterfahrschutz, denn ich möchte da nicht irgendwann mal einen PKW klemmen habn...


10.02.2010 15:43    |    Mirof

Moin,

 

der Vorschlag des ADAC ist schlicht und einfach absoluter Humbug, weil in der Realität nicht anwendbar! Und zwar weil:

 

1. man mit dem derzeitigen System schon an vielen Ecken, Einfahrten, Rampen, Fähren etc. oftmals Probleme mit Aufsetzen/Hängenbleiben hat um überhaupt irgendwo ran, rein oder rum zu kommen;

2. das 1. System welches in dem Video gezeigt wurde ein Eigenbau des ADAC ist, da an den Trailern der Hersteller die Aufnahme des Unterfahrschutzes an's Chassis geschweißt und nicht geschraubt ist, das mußte ja brechen so wie das gezeigt/angebaut wurde;

3. die Unterfahrschutzsysteme der Hersteller schwenkbar sind/sein müssen, soll heißen das man den Unterfahrschutz bei Bedarf hochklappen kann (als Sicherung auf Fähren etc.);

4. das Material des Unterfahrschutzes aus hochfestem Material besteht, versucht da mal ein Loch reinzubohren, ihr werdet euch wundern;

5. die Ladekante der Trailer/Anhänger müsste tiefer kommen, da dort die reelle Gefahr sitzt, nicht beim Unterfahrschutz, nur wer soll die ganzen Umbaukosten in den Firmen etc. übernehmen?;

5. wenn ein Pkw mit 80 km/h und mehr auf einen stehenden Trailer mit dem unsinnigen System des ADAC knallt, kann dieses auch den Aufprall nicht so wie gewollt absorbieren und gibt nach, Ergebnis für die Insassen wie gehabt. ;)

 

Mal nur als Beispiel:

Mir ist vor ca. 10 Jahren in Belgien, mitten in der Nacht, auf einer 3-spurigen Autobahn auf der nur 2 Lkw's auf der rechten Spur unterwegs waren, ein Pkw mit ca. 120 Klamotten hinten unter den Trailer geknallt. :eek: :confused: Ich bin mit 90 km/h gefahren, also eine Differenz von 30 km/h zwischen Pkw und Lkw. Mein Lkw wurde nachweisbar durch den Aufprall 9 km/h schneller!!!! Hätte ich nie für möglich gehalten. Der noch keine 4 Wochen alte Pkw war Schrott - klar, die Karre war bis zur Oberkante der Frontscheibe unterm Trailer. Der Fahrer hatte ein paar Schnittwunden im Gesicht (Frontscheibensplitter), sonst keinerlei Verletzungen!!! Der Unterfahrschutz meines Trailers war nur an der linken Seite etwas verbogen, also nicht gebrochen wie in dem Video gezeigt. Da frage ich mich doch echt wie der ADAC zu solchen Ergebnissen kommt?????

Ach ja, die Beleuchtung an meinem Lkw/Trailer war bis zum Aufprall voll in Takt, es war klare Sicht also kein Regen oder Nebel. Warum fährt mir der Mensch dann hinten drunter? Er hatte noch 2-Fahrspuren zur Verfügung ... ganz einfache Antwort von ihm " ... ich habe im Radio einen anderen Sender gesucht ...". :eek: :confused: HALLO? Da ist mir echt nichts zu eingefallen.

Ich will damit nur sagen das die Systeme ihren Zweck nur bis zu einem bestimmten Grad des Aufpralls erfüllen können und nicht Ultimo. Das wäre ja so als wenn man von den Pkw Herstellern verlangen würde Autos zu bauen in welchen bei einem beliebigen Crash niemand mehr verletzt wird. HALLO? Wer soll diese Panzer noch fahren oder kaufen?

 

Ich könnte wetten das ich noch was vergessen habe, fällt mir aber gerade nicht ein. ;)

 

LG, Frank


10.02.2010 15:45    |    tino27

Da sollte man echt was machen, fragt sich nur, wie sich das auch auf Osteuropa anwenden lässt.

 

Aber erst mal sehen, wann sie es bei uns durchsetzen.

 

In der Reportage kann man sehen, was bei zu hoher Differenz der Geschwindigkeiten passiert: http://www.youtube.com/watch?gl=DE&hl=de&v=GvZ4fTqXzF4&#t=6m26s


10.02.2010 17:08    |    Achsmanschette15

Zitat:

Dabei wird er nur noch von einem winzigen Stück Metall an seiner Position gehalten, welches einem unterfahrenden PKW nicht mal in einem Feuchten Traum irgendwelche Paroli bieten könnte...

meinst du diese zwei (oder eher gesagt 4) 17'er-schräubchen mit denen das ding festgezogen wird?!

 

das einzigste was da paroli bietet, ist das zugmaul, dummerweise ziemlich genau auf kopfhöhe des pkw-fahrers.....


10.02.2010 17:11    |    GLI

Mit riesigem Aufwand werden die PKW von Generation zu Generation sicher, hier noch 3 Airbags, da noch ein elektronischer Assistent, dort noch ein Drei-Buchstaben-Feature...

 

Aber ein Rammschutz am LKW-Trailer, der mit einfachsten fahrzeugbautechnischen Mitteln und in der Großserie fast kostenneutral umzusetzen wäre, bleibt auf einem Stand von 1950.

 

Eigentlich unfassbar.

 

Lieber denkt man sich absolut sinnlose Feinstaubzonen aus, statt etwas für die Sicherheit auf den Straßen Sinnvolles vorzuschreiben. An den Feinstaubzonen wird halt mehr Geld verdient...


10.02.2010 17:16    |    -Chicago-

ich wunder mich, ich dachte der aufprallschutz wäre wie beim ADAC vorgeschlagenen aufprallbaierre.. demnach ist es aber nicht so.

irgendwie bin ich schockiert dass ein solch dimens schwacher schutzträger wohl mehrfach getestet, wohl mehrfach durchgefallen sein und dennoch als ausreichend befunden wurde!


10.02.2010 17:25    |    -Chicago-

@VentusGL

 

was ist das nur für ein schwachsinniger beitrag, willst du damit sagen dass beim aufprall am LKW IMMER die geschwindigkeit mehr als 56kmh beträgt? menschliches versagen muss eben durch technik ausgeglichen werden, und nicht durch tote oder sonstiges!


10.02.2010 18:05    |    kruemeldriver

Nichts gegen eine Verbesserung vom Unterfahrschutz, dann aber bitte so, das er trotzdem noch nach oben o.ä. klappbar ist.

 

Mit dem ADAC-Ding möcht ich sehen, wer da noch an einen Fertiger* rückwärts ran kommt.

 

* Fertiger, im Volksmund auch Teermaschine genannt. Sieht man gerne auf Straßenbaustellen und sorgen dafür, das der Straßenbelag in gleichmäßiger Schichtdicke eingebaut wird.


10.02.2010 18:32    |    Spenra

Zum Nachdenken...

"off topic"

Ich befuhr mit meinem PKW nachts um 2:00Uhr eine fast leere zweispurige Autobahn mit Tempo 200KM/h- 220KM/h. Ca. 500m weit vor mir, in einer leichten Rechtskurve, sah ich 3 LKW`s in einer Kollone fahren. Ich dachte mir wenn einer davon überholen würde... ging vom Gas und sah wie der mittlere LKW ansetzte zum Überholen. Vollbremsung mit ansprechen des ABS auf allen 4 Rädern. Als ich ca. 10m hinter dem ausgescherten LKW  auf den Tacho schaute hatte ich eine Geschwindigkeit von 80KM/h auf dem Display.

OK, reicht, aber... was war da passiert? Hatte ich gepennt?

Gegenrechnung (wie in der Fahrschule):

Reaktionsweg Geschwindigkeit durch 10 mal 3 = 200/10 x 3 = 60 Meter

Bremsweg Geschwindigkeit durch 10 mal Geschwindigkeit durch 10 = 200/10 X 200/10 =400 Meter bis zum Stillstand.

OK mir fehlten, nach der gleichen Berechnung, noch 80/10 X 80/10 = 64 Meter, die von den 400Metern abgezogen werden, bleiben noch 336 Meter Bremsweg von Tempo 200 auf Tempo 80!!!

 

PS: Man sollte die Geschwindigkeit und damit den Bremsweg nicht unterschätzen. Bei doppelter Geschwindigkeit wird der Bremsweg 4 mal so lang.

Gute fahrt


10.02.2010 18:36    |    Ulfert

Zitat:

Mit riesigem Aufwand werden die PKW von Generation zu Generation sicher, hier noch 3 Airbags, da noch ein elektronischer Assistent, dort noch ein Drei-Buchstaben-Feature...

Genau der richtige Ansatz. Ein System was erkennt "ich fahre gleich in einen LKW" und dann den Bremsassistenten in die Spur schickt.

 

Nee, ohne Scherz, mir ist auch schonmal einer unter Drogen in den abgestellten LKW reingefahren. Leicht schräg, deshalb hatte sein Kopf noch ein paar Zentimeter Platz neben der Ladefläche. Die obere Strebe lag mittig auf der Beifahrerkopfstütze auf, das hätte also auch einzelne Schädelteile produzieren können. Zum Glück saß da keiner.

 

Trotzdem kann man einen LKW, der ja für die verschiedenste Einsatzzwecke völlig unterschiedlich konstruiert sein muss, nicht mit einem Unterfahrschutz von der Stange ausstatten. Beispiele, warum das nicht geht, hatten wir genug. Das Ding vom ADAC kann vielleicht am Rewe-Futtertransporter sinnvoll sein, für etliche andere Fahrzeuge schließt sich das aus.

 

Deshalb kann ich dem ADAC-Vorschlag soweit etwas abgewinnen, wie es freiwillig bleibt. Wenn das für geeignete Fahrzeuge angeboten wird und keine nennenswerte Mehrkosten verursacht, dann ja.


10.02.2010 18:54    |    Qarks

Zitat:

Gegenrechnung (wie in der Fahrschule):

 

Bremsweg Geschwindigkeit durch 10 mal Geschwindigkeit durch 10 = 200/10 X 200/10 =400 Meter bis zum Stillstand.

 

OK mir fehlten, nach der gleichen Berechnung, noch 80/10 X 80/10 = 64 Meter, die von den 400Metern abgezogen werden, bleiben noch 336 Meter Bremsweg von Tempo 200 auf Tempo 80!!!

Das diese Formel schrott ist sollte sich inzwischen rumgesprochen haben


10.02.2010 19:39    |    Zoker

Man kann das Heck so Stabil machen das kein Auto mehr drunter fährt, die überlebens Changse für den Fahrer wird deswegen nicht besser.

 

Ich kenne zwei Unfalle mit jeweils unterschiedlichem Ausgang.

 

Bei dem einen ist ein PKW Fahrer in einen Schwerlastauflieger gefahren. Tiefstehende Sonne, und der LKW wollte gerade abbiegen, der PKW Fahrer hat ihn zu spät gesehen. Das Heck ist masiver Stahl, am Auflieger waren ein Rücklich kaputt und der Lack abgekratzt. Der PKW Fahrer hat es nicht überlebt.

 

Der andere ist auf einem Autobahnparkplatz in das Heck eines Jumbotandemanhänger gefahren, das Auto hat sich bis zur Frontscheibe unter den Anhänger geschoben, der Unterfahrschutz war an der Achse, das war auch nur der Standart EU Unterfahrschutz. Geschwindigkeit war ca. ~50 km/h, der Fahrer hatte nur ein paar Kratzer


10.02.2010 20:12    |    skodnik

Hallo zusammen!

 

Ich hab mir mal die Beiträge durchgelesen und mir meine Meinung gebildet.

 

Zunächst mal der technische Teil:

 

Dass der Unterfahrschutz hochgeklappt werden muss ist nun klar, aber die EU-Version, die beim ADAC geprüft wurde war keine klappbare Ausführung. Also ist der Vergleich zur ADAC-Version legitim. Es ist meiner Meinung nach ein leichtes eine klappbare ADAC-Version zu konstruieren. Entweder man macht eine Steckverbindung zwischen Strebe und Unterfahrschutz, oder man gestaltet die Streben so, dass das Scharnier zum Klappen unterhalb des Kontaktpunktes liegt. Selbst die zweite Anordnung ist besser als eine geschraubte Stahlplatte. Schrauben dürfen auf keinen Fall auf Scherung belastet werden. Ein Auto mit einer Masse von knapp 1,5 t hat bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h einen so hohen Impuls, dass die Reibung, auf die die 10 t Haltekraft berechnet sind, da machtlos ist. Schrauben müssen immer auf Zug beansprucht werden. Auch eine Schweißnaht macht bei den Impuls-Kräften, die da wirken sofort schlapp. Der einzig richtige Weg ist es den Stoß über die (auf Druck beanspruchten) Streben in den Aufbau einzuleiten. Die Untersuchung des ADAC ist eine Studie, die zeigen soll wie es besser gehen kann. Die Feinheiten der jeweiligen Einsatzgebiete können dann in die Konstruktion mit einbezogen werden.

 

Das Argument, dass die Umrüstung zu teuer sei lass ich mal nicht gelten. Man könnte so etwas wie Bestandsschutz einführen, d. h. dass nur die neu in Betrieb genommenen Anhänger, Auflieger und LKW über den neuen Unterfahrschutz verfügen müssen. Dieses Vorgehen wäre nicht das erste Mal.

 

Nun zum menschlichen Teil:

 

Ich finde es schade, dass es Menschen gibt, die gegen einen zusätzlichen Schutz sind. Vor allem scheint es mir sind es die LKW-Fahrer, die wieder einen Mehraufwand auf sich zukommen sehen. Ich hab in meiner Familie etliche LKW-Fahrer, die alle den Autofahrern die Schuld für Lenkzeitüberschreitungen, Parkplatzmangel, rücksichtsloses Fahren und vielem mehr geben. Sicher sind die Autofahrer oft mitverantwortlich an Horrorunfällen, aber wenn man immer wieder lesen muss, dass ein LKW in ein Stauende gefahren ist, dann frag ich mich (und die Frage ist auch an MIROF gerichtet), was die Fahrer dieser LKW gemacht haben? Radiosender eingestellt?!? Niemand ist unfehlbar! Also warum nicht etwas mehr Stahl zum Schutz von unvorsichtigen Menschen...? Wäre ich ein LKW-Fahrer und wüste über das Problem und mir würde einer in das Heck reinrauschen, dann wäre ich froh über einen ADAC-Schutz.

 

Ich bin dafür!

 

Gruß skodnik


10.02.2010 22:56    |    VentusGL

@ CHICAGO

 

Natürlich finde ich, dass man Fahrzeuge so sicher wie möglich bauen soll, allerdings ist es Schwachsinn zu glauben, dass so ein verbesserter Schutz viel bringen wird. Wenn die Leute wie schon gesagt nicht aufmerksamer und rücksichtsvoller werden, kann man den besten Schutz bauen - es wird nicht helfen zu vermeiden, das PKWs unter LKWs fahren!!

 

Wieso bauen wir nicht gleich Stützräder an Reisebuse damit diese niemals umkippen? Das ist jetzt ein übertriebenes Beispiel aber ich möchte damit sagen, dass wenn der Fahrer versagt, was die häufigste Ursache beim oben erwähnten Szenario ist, auch ein besserer Schutz als jetzt nicht viel nutzen wird!


11.02.2010 00:11    |    Mirof

Moin,

 

@skodnik,

ich habe nicht ausdrücklich gesagt das ich gegen "... etwas mehr Stahl zum Schutz von unvorsichtigen Menschen ..." bin. Ich habe nur darauf hingewiesen das das vom ADAC gezeigte Prinzip nicht so wie gezeigt in die Praxis übernommen werden kann. OK, auf den Gedanken des Bestandschutzes hätte ich selbst kommen können, da hast Du natürlich Recht. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Wie Du schon richtig bemerkt hast, Niemand ist unfehlbar, auch ich nicht. ;)

Ich kann mir dieses ADAC-Modell nur beim besten Willen, aus oben genannten Gründen, nicht in der Praxis vorstellen. Das jetzige System ist schon manchmal nur mit 2 oder 3 Mann zu bewegen, muß ich dann beim neuen System einen Kran o.ä. ordern? Ein großes Problem wird auch sein, viele Trailer werden Zweckgebunden geordert, kann der Trailer dann (aus welchen Gründen auch immer) nicht mehr für seinen vorbestimmten Zweck eingesetzt werden was dann? Soll man dann einen evtl. erst 2 Jahre alten Trailer verschrotten oder mit richtig derbe Verlust verkaufen? Oder gar in einer Ecke des Hofes (sofern vorhanden) vergammeln lassen? So ein Teil kostet je nach Aufbau richtig Geld, dafür bekommt man u.U. schon einen richtig guten Oberklassewagen, nur mal so als Denkanstoß.

 

Was auch viele vergessen, die meisten Lkw/Trailer sind in einem weitaus besseren technischen Zustand wie der großteil der über die Strassen fliegenden Pkw. Wenn ein voll ausgeladener 40 Tonner den Anker wirft, kannst Du sehen wie es dem folgenden Pkw-fahrer die Augen an die Windschutzscheibe haut weil er A) nicht so schnell reagieren kann wegen dem real nicht vorhandenen Sicherheitsabstand (den haben übrigens die wenigsten, egal ob Pkw oder Lkw) und B) seine Bremsen dann nicht die nötige Verzögerungsleistung bringen.

 

Wie oft ich schon wegen der ... ich will es jetzt nicht definieren ... eines Pkw-fahrer's teils Vollbremsungen hingelegt habe um schlimmeres zu verhindern, kann ich schon nicht mehr zählen. Klar sind meine Reflexe im Laufe der Jahrzehnte auf solche Situationen geschult, was man vom normalen Pkw-fahrer auch nicht verlangen kann, der hat Berufsbedingt wieder andere Stärken wo ich dann "alt" aussehe. ;) Aber es sollte schon im Strassenverkehr etwas mehr miteinander statt immer nur gegeneinander gehen. So Brutal wie hier in Deutschland wird in keinem anderen Land wo ich jemals unterwegs war (und das sind nicht wenige Länder) gefahren - von beiden Seiten, Lkw's genauso wie Pkw's. Macht einfach keinen Spaß mehr hier in D zu fahren, deswegen toure ich lieber im Ausland rum. Da geht alles viel entspannter und die Leute leben davon aber nicht schlechter, eher besser weil höhere Lebensqualität. ;)

 

Aber jetzt mal zum Thema Lkw - Stauende - Crash. Stelle er sich folgendes Szenario vor:

Du zuckelst gemütlich mit Tempomat 90 über die Bahn und siehst in der Ferne Bremslichter aufleuchten, dann die Warnblinken angehen. Denke "... och nööö, nich schon wieder Stau ...".  Du schaltest den Tempomaten ab und bremst den Zug sachte mit dem Re-/Intarder 1./2. Stufe ab, sollte bis zum Stauende reichen den Zug ohne starkes Abbremsen sicher zum stehen zu bringen.

Aber weit gefehlt!!! Du siehst aus dem Augenwinkel im linken Spiegel wie da noch eine Horde ganz eiliger Pkw unbedingt an Dir vorbei muß und aufgrund deren Tieffluges und der kürze der freien Strecke zum Stauende, diese urplötzlich vor Dir einscheren und einer nach dem anderen den Anker voll werfen. :eek: Zum denken " ... ach Du Sche**e!!! ..." hast Du da keine Zeit mehr - also Re/Intarder voll durchgerissen, Bremspedal mit dem Bodenblech kaltverschweißt und hoffen und bibbern das der Zug rechtzeitig zum stehen kommt und die Ladung bleibt wo sie ist. Verzwickt wird es aber erst wenn sich diese Tiefflieger, weil zuwenig Platz ist, in die Standspur verpieseln .... wo sollst Du denn dann noch hin???? :confused: :confused: Du hattest doch ursprünglich satt Platz um sicher (ohne jemanden zu gefährden) zum stehen zu kommen .... :eek: :mad:

Selbst schon mehrfach erlebt, da kann ich dankend drauf verzichten, weil in den Medien dann im Schadenfall ich der Buhmann bin. Die aber, die die Sche**e verzapft haben waschen ihre Hände in Unschuld ....

 

Nochwas zum Mehraufwand für den Lkw-fahrer. Ich möchte die Leute sehen die freiwillig jeden Tag 15 h Arbeiten und das 7 Tage in der Woche. Viele meiner Kollegen und ich haben das bis vor knapp 3 Jahren, wo es noch möglich war, gerne gemacht. Kann aber nicht jeder, dazu muß man berufen sein bzw. braucht man sehr viel Begeisterung für diesen Beruf. Seit Einführung der neuen Lenk- und Ruhezeitverordnung 2007 ist es einfach nur noch langweilig, man steht mehr in der Pampa rum wegen sinnloser Zwangspausen als man fährt. Gesetze die von Ahnungslosen gemacht wurden eben, wie immer. :mad:

Wenn ich dagegen sehe wie viele Fabrikarbeiter auf die Straße rennen und die Streikfahnen raushängen wenn sie mal 2,5 h in der Woche mehr arbeiten sollen, wundere ich mich nicht mehr das die deutsche Industrie so am Boden ist. Was noch dazu kommt, jeder will mindestens 5000€ netto haben aber nichts dafür tun. Leute wie soll das gehen? Die Arbeit wird immer teurer, aber der Betrieb nimmt wegen zu wenig produzierten/verkauften Produkten kaum noch was ein ... ergo, Entlassungen und/oder Betriebsschließungen. Meine Meinung dazu: Jungs selbst Schuld, geschieht euch recht.

 

Aber egal jetzt, bin schon wieder OT und habe auch keine Lust mehr. ;)

 

LG, Frank


11.02.2010 09:24    |    skodnik

Hallo Frank!

 

Ich hoffe Du und alle anderen haben meinen Beitrag nicht als Angriff auf LKW-Fahrer aufgenommen. Ich kann verstehen, dass es besonders viele Menschen gibt (überwiegend in schwarzen Mittelklassekombis), die noch schnell einen Staubsauger ausliefern müssen und deshalb 100 m vor der Ausfahrt aus Tempo 180 von der lingen Spur zwischen 2 LKW's hineinbremsen. Da kann ich nur sagen VOLLIDIOTEN!!! Da hab ich schon Verständnis für die Brummifahrer, aber wenn die Ladung falsch gesichert wird, oder die Lenkzeiten drastisch überschritten werden, d.h. für Fehler die von den LKW-Fahrern selbst verursacht werden und vermeidbar sind nicht.


11.02.2010 13:15    |    Mirof

Moin,

 

@skodnik, (kann Dich leider nur so ansprechen)

 

Nein, ich habe das nicht als Angriff verstanden auch wenn es u.U. so rüber kommen mag. Ich wollte nur mal die Sache aus meiner (unserer) Sicht darstellen, da in den Medien sehr viel Müll über die Lkw-Fahrer allgemein verbreitet wird. Sicher, es gibt auch in meiner Berufsgruppe Idioten denen man besser die Pappe wegnehmen sollte. Aber solche Idioten gibt es leider in allen Sparten, die praktisch ihren Beruf voll verfehlt haben. Ich könnte da Dinger von meiner Frau (Krankenschwester) bringen, da stellen sich einem die Nackenhaare hoch.

 

Mal ein typisch deutsches Beispiel zum Wahnwitz der Ladungssicherung. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man drüber lachen, war/ist aber Realität.

Ich musste mal eine Zeit lang (bis ich mich geweigert habe!!!) in Hamburg Batterien laden. Das Zeug ist 1. barbarisch schwer und 2. Gefahrgut (Säure). Im Werk mussten wir nach DEKRA-Vorschrift Gurte legen. D.h. 25 Gurte über die Ladung schmeißen. konnte man beim Einfahren in's Werk keine 25 Gurte vorweisen, ist man gar nicht erst rein gekommen.

Hatte man dann endlich im Werk fertig geladen und gegurtet, hat man seine Lieferpapiere erhalten und konnte vom Hof reiten.

Aber ... und jetzt kommt der Hammer!!!

Vor'm Werkstor standen die Sheriffs/BAG und haben dort Ladungskontrolle gemacht!!!! Also wieder die Seiten auf und 12 der 25 Gurte abgenommen. :confused: Warum das denn werdet ihr euch jetzt berechtigt fragen, es wurde doch nach DEKRA-Vorgaben gegurtet und abgenommen? Ganz einfach, die Sheriffs/BAG haben nach TÜV-Vorgabe kontrolliert und dementsprechend kassiert. Und nach TÜV-Vorgabe (die eigentlich auch logisch ist), dürfen bei einem Trailer der pro Seite nur 13 Zurrösen im Boden hat, auch nur 13 Gurte gespannt werden. Spannt man pro Zurröse 2 oder mehr Gurte werden die zulässigen Zuglasten der Ösen um ein vielfaches überschritten und die Gefahr des wegbrechens der Ösen besteht, was dann zur Folge hat das die Ladung ungesichert ist. ;) :( :mad:

Das Prolem ist, hier ändern sich die Gesetzesvorgaben "stündlich", man denkt man macht alles richtig, kommt in eine Kontrolle und die sagen einem das das was gestern noch richtig war heute grundverkehrt und strafbar ist. Natürlich mit der Konsequenz das man mal wieder abgezockt wird.

Außerdem werden in Sendungen wie -Kontrolle- u.ä. viele Halbwahrheiten bis zu totalem Schwachsinn verbreitet. Der Ottonormalo, der von der Thematik logischerweise keine Ahnung hat, nimmt diese Halbwahrheiten u.a. Aussagen natürlich als gegeben hin. Kann ihm keiner verübeln, oder? Allerdings werden dadurch, also diese gezielten Falschaussagen der Medien, viele Reibereien in der Bevölkerung geschürt ... ich erinnere nur an den Ausdruck " ... Lkw-fahrer sind potentielle Mörder ..." vor ein paar Jahren. Was soll so etwas??? Hier wird ein ganzer Berufsstand diskriminiert und als Verbrecher der übelsten Sorte abgestempelt!!! Allerdings ist diese Vorgehensweise gezielt, denn der deutsche Lkw-fahrer soll sich seiner Bedeutung für die Wirtschaft nicht bewußt werden, was totaler Blödsinn ist, jeder normal denkende Mensch weiß das es für die Deutsche und Europäische Wirtschaft der totale Supergau wäre wenn wir alle mal nur für 1 Woche unsere Kisten stehen lassen würden. Das wäre so wie zurück in die Steinzeit. ;) Aber egal, der Tag wird kommen ...

 

Thema Lenkzeiten:

Diese kann der Fahrer teilweise nicht beeinflussen! Die Möglichkeiten welche alle zum Überziehen beitragen sind beträchtlich, genauso wie die Repressalien gegen den Fahrer seitens der Chefs und Auftraggeber bzgl. Einhaltung der vorgegebenen Liefertermine. Was glaubt ihr welche Maschinerie in Gang kommt wenn abzusehen ist das ein Fahrer seine Terminvorgaben nicht einhalten kann? Gründe wie Vollsperrung oder 15 km Stau wegen einer Baustelle in der Baustelle etc. (ist ja in D schon bald Tagesgeschäft) interessieren da Null! Kommt ein Lkw nicht zur vorgegebenen Zeit am Ziel an, werden richtig harte Konventionalstrafen fällig, die natürlich keiner zahlen will, ist ja klar.

Den Stellenwert eines Deutschen Lkw-fahrers in der Gesellschaft kann man auch an den lächerlichen Löhnen, die für diesen doch Verantwortungs- und anspruchsvollen Job gezahlt werden, ermessen.

 

Ich denke doch das diese Ausführungen manchen Menschen etwas die Augen öffnen.

 

LG, Frank


12.02.2010 14:18    |    skodnik

Hallo zusammen!

 

Ich will jetzt eigentlich nicht vom Thema ablenken, aber hier ist mal ein "netter" Auffahrunfall... Ist leider auf russisch.

 

Was den Fahrer geritten hat????!!

 

@frank

 

Sorry Frank,

 

ich möchte dann lieber doch etwas Anonymität wahren. Man hinterlässt im Netz doch genug Spuren... Nicht persönlich nehmen, bitte!


12.02.2010 15:29    |    -Chicago-

sieht so aus als ob er geschlafen hätte und dann beim ersten aufprall nicht an die pedalen konnte..


12.02.2010 20:56    |    riedochs

Ich denke die ADAC Lösung geht in die richtige Richtung, aber nützt das wenn man wie ich heute erleben durfte es eher mit rücksichtslosen Kamikaze LKWs zu tun hat. Ich bin heute de A61 von Köln bis Worms gefahren und das war nicht mehr schön.

 

Ziemlich am Anfang der Fahrt war die 3. Spur links der Autobahn wegen Schneematsch/Eis gesperrt und die restlichen 2 Spuren auf 60km/h mit LKW Überholverbot. Was überholt mich da mehrfach: LKWs, auch Gefahrgut. Hallo? Beim Einscheren direkt vor mich, was vor allem bei dem ganzen Spritzwasser ganz toll ist. Dann ein Tankzug (Keine Lebensmittel aber doch beladen) ohne Gefahrenschilder? Das ist nur ein kleiner Teil von dem was da heute Abgegangen ist und es war die Mehrheit der Trucker. Ich habe ja viel Verständnis für die Jungs, aber wenn mir in einer Baustelle in der 60km/h ist mir bei 70 ein LKW bis auf die Stoßstange fährt und Lichthupe gibt werde ich dann doch sauer.


12.02.2010 22:29    |    Achsmanschette15

Zitat:

Dann ein Tankzug (Keine Lebensmittel aber doch beladen) ohne Gefahrenschilder?

nur weil das ein tankzug war, muss der noch lange keine gefahrgutschilder angepappt haben!


04.03.2010 10:54    |    gesperrt

@riedochs

 

Wie oben schon gesagt, es gibt Termine!!!

 

Da heißt es "Fahr oder flieg" es stehen ja noch 50 weitere arbeitslose Fahrer bereit.

 

In so einem Fall heißt es dann für dich "rechte Spur" und laß die Jungs vorbei. Du mußt ja nicht um deinen Arbeitsplatz fürchten wenn Du wieder mal 5 Minuten zu spät auf den Hof/an die Rampe fährst.

 

In der Baustelle auffahren ist nicht so prall, aber hast Du schonmal daran gedacht, daß dein Tacho nicht geeicht ist (der im Lkw hingegen schon).

Da kann es passieren, daß dein Tacho 80 zeigt, Du aber real über Grund nur mit 60 dahinschleichst.

Wenn Dir das öfters passieren sollte, nimmst Du am Besten mal ein CB-Funkgerät mit und sprichst mal mit einem Lkw-Fahrer zwecks Tachoabgleich (d.h. auf freier Bahn fahrt ihr zwei abgesprochen mal diverse Geschindigkeiten). Bei größeren Ablagen solltest Du in die Werkstatt.

 

Das frühe Einscheren ist zwar nicht so schön, aber der Fahrer will schnell Platz machen (in wirklichkeit müßte er bereits 50 m hinter Dir nach links raus weil der Sicherheitsabstand so vorgeschrieben ist. Das mach aber logischerweise keiner um Staus zu verhindern. Nur ist der Fahrer im Fall einer Kontrolle wiedermal der gearsXXte).

 

WInterliche Verhältnisse sind für Lkw´s auch eine andere Klasse.

Da kann es aufgrund der Ladungseigenschaften passieren, daß der Lkw Probleme bekommt wenn er LANGSAMER WIRD!!! D.h. aufgrund der Bremsung wird bspw. die Antriebsachse entlastet und schon knickt der Zug ein und die Bahn ist für die nächste Stunden dicht. Kommt häufig vor wenn so ein Möchtegernoberlehrer plötzlich nach links zieht um auszubremsen (ich bin bei so einem Wetter mit einem Pkw dann auch lieber mit Abstand auf der linken Spur und angepaßter Geschwindigkeit unterwegs).

Am Berg ist es dann auch mal schnell vorbei (die Fahrzeuge sind dann wie Schwungradfahrzeuge, kurz vor dem Talpunkt Vollgas, dann mit Anlauf den Berg hoch um nicht hängenzubleiben. Das ist egal welche WInterreifen montiert sind, paßt zufällig die Ladeverteilung nicht so richtig, so bleibt man hängen).

 

Das Hauptproblem ist, daß Du als reiner Pkw Fahrer da nie einen EInblick in diese Art der Problematik haben wirst. Das sollte in Fahrschulen Pflicht werden, daß wenige Lkw-Stunden auch für Pkw-Fahrer zum Schein nötig sind. Fahrlehrer hingegen müssen vor Ihrer Ausbildung C und A haben auch wenn diese nur B Schulen wollen.

Grüße

K-H


04.03.2010 11:05    |    gesperrt

@riedochs

 

Als im januar die Boot in Düsseldorf stattfand, war ich auch unterwegs, teils mit 10-15 cm Schnee auf der Bahn (locker, kein Eis). Natürlich schlich alles rechts mit 50.

Also links raus und mit ca. 90 und angepaßt im Abstand weiter (die Lkw´s fuhren alle regulär).

Du konntest dann bspw. mich sehen, wie ich vor 5 Lkw´s sauber mit Abstand fuhr. natürlich gab es wieder einzelne Oberlehrer welche ohne zu blinken plötzlich mit 50 nach links rauszogen um uns runterzubremsen.

Wenn Du dann in die Eisen gegangen wärst, wäre das übel ausgegangen. Die Jungs hinter mir und ich haben da jedesmal schön Preßluft durch die Hörner gejagt bzw. die Membran poliert.

Nur in den Bergen um Kassel bzw. auf der A3 hinter Frankfurt mußte man vorsichtig sein (Windeffekte auf den Höhenzügen mit teils heftiger Eisbildung). Dann fuhren auch wir 30 wenn nötig (in diesem Fall hielt ich mich auch rechts sowie auf der Strecke immer wenn möglich).

Solltest Du also im WInter auf der KUppe sein, beobachte die Lkw-Fahrer!!

FUnkeln die Bremslichter häufig auf, bremsen die Jungs nicht mehr mit Retarder (kann bei Glätte zum Unfall führen)!!!!

Dann äußerste Vorsicht (es kann mal ein Zug schlingern oder einknicken) und Abstand halten und keinen zum plötzlichen Bremsen nötigen.

 

Wenn alle ihr Hirn nutzen würden, gäbe es viele Probleme und Unfälle nicht.


08.03.2010 21:24    |    mikefiwi

Zitat:

Nun zum menschlichen Teil:

 

 

 

Ich finde es schade, dass es Menschen gibt, die gegen einen zusätzlichen Schutz sind. Vor allem scheint es mir sind es die LKW-Fahrer, die wieder einen Mehraufwand auf sich zukommen sehen. Ich hab in meiner Familie etliche LKW-Fahrer, die alle den Autofahrern die Schuld für Lenkzeitüberschreitungen, Parkplatzmangel, rücksichtsloses Fahren und vielem mehr geben. Sicher sind die Autofahrer oft mitverantwortlich an Horrorunfällen, aber wenn man immer wieder lesen muss, dass ein LKW in ein Stauende gefahren ist, dann frag ich mich (und die Frage ist auch an MIROF gerichtet), was die Fahrer dieser LKW gemacht haben? Radiosender eingestellt?!? Niemand ist unfehlbar! Also warum nicht etwas mehr Stahl zum Schutz von unvorsichtigen Menschen...? Wäre ich ein LKW-Fahrer und wüste über das Problem und mir würde einer in das Heck reinrauschen, dann wäre ich froh über einen ADAC-Schutz.

 

 

 

Ich bin dafür!

 

 

 

Gruß skodnik

Der beste Schutz ist m.M. die Angleichung der Geschwindigkeiten. Daraus resultieren ja viel zu viele Unfälle. Und Überholverbote.... Und.... Und....

 

Auch wenns dem deutschen Michel schwer fällt, sich dergleichen vorzustellen, es wird kein Weg daran vorbeiführen....


08.03.2010 21:27    |    Achsmanschette15

Zitat:

Der beste Schutz ist m.M. die Angleichung der Geschwindigkeiten.

was bringt die angleichung der geschwindigkeit, wenn derjenige der ins stauende (alternativ das lkw heck) knallt, gepannt hat und mit der "angeglichenen geschwindigkeit" auffn stehendes hindernis fährt?!


08.03.2010 21:29    |    mikefiwi

Nix.


14.03.2010 13:41    |    patti106

Die Kritik vom ADAC ist ja nicht neu. Auch damals hatte ich mir diese Artikel schon angesehen.

Nur leider gibt es scheinbar keinen vernünftigen Direkt-Link, wie denn nun so ein verbesserter Unterfahrschutz auszusehen hat.

Ich kann mir da Bilder ansehe, auf denen der PKW ist, der unter den Anhänger rutscht.

Das wichtigste Teil haben die aber nicht mit drauf. Wie bescheuert kann man denn bitte sein?

http://www1.adac.de/.../default.asp?...

Bei allen anderen Links ist nur viel Text, man kann aber nicht sehen, wie denn nun der verbesserte Unterfahrschutz aussehen soll.

 

 

Hat denn mal jemand ein Bild des ADAC-Unterfahrschutzes?


21.03.2010 10:24    |    Kipptransporteur

wenn nen pkw in ein Stauende mit 100-150km/h knallt hilft der ADAC Unterfahrschutz auch nichts!


22.03.2010 10:32    |    fire-fighter

...aber wenn er noch auf 50 runterbremsen kann, dann schon! :rolleyes:

 

Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass diese 1,50€ Variante, die zur Zeit Standard ist, den letzten Stand der Technik darstellt. Diese Stoßstangen gab es schon zu meiner Kindheit in genau der selben Form. Das ist quasi ein technologisches Museumsstück!


23.03.2010 21:56    |    tino27

Den Bericht find ich ziemlich krass.

 

http://www.videonews24.de/.../...er-wie-durch-ein-wunder-kaum-verletzt

 

Beim LKW bisschen die Blinker verbogen, der Opel totaler Schrott.


03.04.2010 09:36    |    Polo6NFDTCiV

Bereits in den 60er Jahren hat man das Problem erkannt, nicht nur Kieslaster von Büssing, Magirus, Hanomag bekamen von einigen Ausrüstern ein niedriges Stahlrohr als Stossstange ins Heck montiert, obwohl sie deren Bewegungsfreiheit im Gelände, in den Kiesgruben erheblich einschränkten. Irgendwie ist man in den letzten Jahrzehnten aus Gewichtsgründen davon weg, sodass man nahezu ungehindert die Hinterachsen von LKWs, Aufliegern und oder Anhängern rammen kann, wenn man mal eben nicht aufmerksam unterwegs ist.


08.04.2010 08:53    |    agemo sutol

das allerwichtigste dabei ist wohl, dass der fehler hinter dem pkw-lenkrad sitzt.

 

anders herum hat Polo6NFDTCiV auch recht, es regiert geld die welt und da kommt jedes kilo mehr gewicht am lkw schon in frage. selbst die ersatzräder werden eingespart und die tanks auf minimum "gedownsized" eben um mehr profit raus zuholen. wer hat´s erfunden? der mensch...


08.04.2010 12:17    |    Achsmanschette15

Zitat:

selbst die ersatzräder werden eingespart

naja, soen lkw-ersatzrad wiegt einige kilo.....und bei der heutigen anzahl an notdiensten und reifenhändlern für den nutzfahrzeugbereich kann man den "sinn" eines ersatzardes auffm lkw durchaus in frage stellen!


17.04.2010 13:43    |    peach82

Warum steht dort Höhe 90cm??

 

Bei uns in der Schweiz muss der Ufs spätestens nach 50cm ab Boden anfangen. Höher ist nicht erlaubt,  tiefer schon.

Wenn ich mein Ufs anschaue sehe ich durchaus sehr gute Chancen für einen PKW.

 

Ich habe den hier, allerdings massiv mehr verschraubt bzw. massiv mehr Schrauben. Am Chassis sind zwei Reihen Schrauben und am Schutz selber auch noch mehr Schrauben: http://www.mobas.ch/file/1/ct_801_ctDownload1.pdf


17.04.2010 14:44    |    agemo sutol

@MagirusDeutzUlm

 

ja schon, aber "früher" haben die wohl nichts gewogen? die wurden damals auch mal alleine oder zu zweit gewechselt. egal ob vollnaben- oder sternfelge. da kannst du dich sicherlich dran erinnern, wenn 2-3 kraftfahrer hüpfübungen auf der radmuttterschlüsselverlängerung vollführten. der sinn eines ersatzrades ist heut zutage, wie du schon geschrieben hattest, weg, ganz klar. trotzdem ist diese kacke mit dem unterfahrschutz auch eine art, um gewicht zu sparen(kleinvieh macht auch mist) und selbst die seitenauffahrteile sind ein witz!

kieskutscher sind auch teilweise harte veteranen. z bsp. nach dem verlassen des asphaltverdichters wird einfach der unterfahrschutz nicht wieder herunter geklappt. bei manchen ist es gott sei dank, hydraulisch, so dass es bei herablassen der mulde automatisch mit abgesenkt wird.

 

am ende ist immer noch der mensch schuld, der hinterm(unterm) lkw oder der darin...

 

 

gruß und schönes WE


Deine Antwort auf "Todesfalle LKW-Heck?"

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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

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Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

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