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13.04.2009 22:14    |    fire-fighter    |    Kommentare (58)

Immer wieder wird diskutiert, wie man sich verhalten soll, wenn ein Fahrzeug mit Blaulicht auftaucht. Viele reagieren falsch. Halten an unübersichtlichen Stellen an, blockieren die Kreuzung, bremsen aprupt, und und und.

 

Da die wenigsten wissen, wie es eigentlich von der "anderen" Seite aussieht, hier mal ein Video einer Alarmfahrt. Man kann auch gut erkennen, wie lange es eigentlich dauert, bis der Einsatzort erreicht wird. "Nur" 5 Minuten vergehen. Eine Ewigkeit. Aber für den Fahrer Stress pur! Darum dürfen in den meisten Feuerwehren auch nur erfahrene Fahrer ans Steuer

 

EDIT: Video wurde geändert! Im neuen Film sind die Situationen besser kommentiert. Der "alte Film" ist hier zu finden und stammt von der gleichen Feuerwehr...


13.04.2009 22:17    |    Achsmanschette15

die autofahrer in dem video verhalten sich im gegensatz zu manch anderen zeitgenossen ja richtig gesittet....... :eek:


14.04.2009 10:21    |    arke

Selbst alles schon mitgemacht...

 

Ist auch toll wenn man aus der Ausfahrt raus will, und jemand nicht anhaelt. Schaut einen aus dem auto genau an, hat das fenster auf (und muss somit das horn hoeren), und faehrt stur weiter.

 

Sehr geil ist es auch wenn man mal im etwas kleineren Fahrzeug unterwegs ist (ein ELW auf MB 208D), auf einer Bundesstrasse (100km/h, kurz vor dem 70km/h schild) schon 110km/h unterwegs ist, und dann wird man von jemand mit ca. 130km/h kurz vor der kreuzung ueberholt, wo man links abbiegen muss ... tolle sache.

 

Problem ist dass die meisten leute nicht wissen was dahinter steckt. Sie selbst sind noch nie mit Blaulicht gefahren, geschweige denn mitgefahren, und wissen nicht wie anstrengend das wirklich ist. Da heissts nur "guck, die Heizer haben einen Freischein um schnell rumzufahren und ihren Spass zu haben". Diese Leute verstehen leider nicht worum es dabei geht, und wissen auch nicht wie anstrengend es fuer den Fahrer in dem Moment ist.


14.04.2009 12:46    |    Mr. Moe

Wirklich beeindruckend (besonders das 2te Video), da bekommt man ja schon vom zusehen einen Schweißausbruch:eek: Respekt vor dem Fahrer.

 

Aber man muss sich auch nicht wundern, warum sich viele Fahrer, sagen wir mal "seltsam" verhalten.

Die wissen auch nicht wohin sie ausweichen sollen, die Straßen grade in Innenstädten sind eben nicht dafür gebaut mal eben noch 3m Platz zu machen zwischen der eigenen Spur und dem Gegenverkehr.

 

Grade heute morgen wieder erlebt:

Zwiespurige Umgehungsstraße, viel befahren, wenig Platz. An der Ampel stehen in Zwei Reihen Autos, 3-4 pro Fahrspur. Da kommt mit Blaulicht und Martinshorn RTW und Notarzt. Wohin also??? Rechts war der Graben, links eine Verkehrsinsel, aus der Querstraße links sind andere Autos durchgebrettert, also mal schnell bei Rot rüber und Platz schaffen ging nicht, da hätte der RTW gleich vor Ort bleiben können...

 

Nachdem per Lautsprecher "dringlich darum gebeten" wurde endlich Platz zu machen, hat der Querverkehr glücklicherweise Rot bekommen, und die anderen konnten links und rechts auf die Kreuzung...

 

Ich hab das ganze übrigens von sicherer Seite aus beobachtet, hätte aber auch nicht gewusst wohin.


14.04.2009 12:48    |    Electican3

Hartes Video..

denk bei vielen Autofahrern ist einfach das Problem, dass sie nicht wissen was zu tun ist und auch probleme damit haben abzuschätzen wohin/wieweit sie fahren müssen, dass das Teil auch noch vorbeipasst...

 

Hatte letzt aber auch eine Begegnung, da war ich mir auch nicht sicher was ich tun soll, kurz vor nem Kreisverkehr.. Anhalten und auf den Bordstein rauf, selbst noch durch den Kreisverkehr durch oder..? hab mich dann für den Boardstein entschieden (mein Glück: ein abgeflachter)..

 

Wie schaut das eigentlich aus, was wiegen denn die Fahrzeuge so? Hier bei dem Kreisverkehrsdingens von mir war das ein Fahrzeug, mittlere Größe hätte ich geschätzt. Nach dem Kreisverkehr gings nen schönen Berg rauf, ich musste zwangsweise hinterherfahren (Heimweg halt) und der ist da mit ca. 60km/h hochgefahren.. geht da nich mehr? Ich mein, wenn der mit Wasser voll is, da kommen schon ein paar Kilo zusammen...

 

Grüße und Dank für das Video

Stefan


14.04.2009 12:50    |    AN_Badboy

Was man stellenweise bei Einsatzfahrten erlebt ist haarsträubend. Die besten sind diese Leute wenn man in der Innenstadt mit dem kompletten Löschzug an die rote Kreuzung kommt und da steht nur ein einziges Auto das aber absolut stur stehen bleibt bis die Ampel auf grün geht. Normalerweise müssen die danach einen Tinitus haben. Das interesante ist sowas kommt häufiger vor.. mal von hecktischen Manövern und Bremsaktionen auf Bundesstraßen abgesehen. DIE LEUTE SCHALTEN DA ALLE IHR KLEIN BISCHEN RESTHIRN AUS...


14.04.2009 13:53    |    fire-fighter

@Electrican3: Was wiegt so ein Feuerwehrfahrzeug...

 

Kommt darauf an. Die kleinen (TSF - Tragkraftspritzenfahrzeuge) im ländlichen Bereich je nach Alter und Typ zwischen 3,5 und 5,5 t (Transit, Fiat Ducato, LT, Sprinter)

 

Etwas größer. LF8; LF 8/6; LF10/6 (Löschgruppenfahrzeug Pumpenleistung 800l/min bei 8bar bzw. 1000l/min bei 10bar nach neuer Norm) - Gruppenkabine, 7,5t LKW-Fahrgestell, bei Allradversion 9t

 

Noch größer: LF16; LF16/12; LF20/12; HLF20/12 (Löschgruppenfahrzeug Pumpenleistung 1600l/min bei 8bar bzw. 2000l/min bei 10bar nach neuer Norm) - Gruppenkabine, 12t LKW-Fahrgestell, bei neueren Typen wie dem HLF (Hilfeleistungslöschfahrzeug) auch 14t Fahrgestelle.

 

Drehleiter: 14t

 

Hubmasten, Teleskopmasten usw. je nach Größe 20t oder mehr

 

LF 24 (inzwischen aus der Norm, 2400l/min Pumpenleistung bei 8bar) bis zu 18t

 

Rüstwagen (12 bis 14t) - kurze Kabine, langer Gerätekoffer

 

 

Im städtischen Bereich findest Du meist LF16 u.ä. und Drehleitern, also Fahrzeuge der 12 bis 14 t Klasse. Je nach Baujahr war die Motorisierung besser oder schlechter. Die neueren haben meist über 230PS, bei älteren Semestern werkeln auch schon mal nur 140PS.

 

Aufgrund der Beladung sind die Fahrzeuge fast immer am zulässigen Gesamtgewicht.

 

Die fahrzeugliste ist sicherlich nicht komplett, kann Dir aber mal als grober Anhaltspunkt dienen.


14.04.2009 14:13    |    Electican3

Danke fire-fighter,

bei den Massen wundert´s mich nich dass der Berg nicht schneller bewältigt wurde. Mal kurz überschlagen mein PKW ~1,5t mit 122PS vs. ~12t bei 230PS, da war wohl eher die Maschine am Leistungsmaximum als das er nich schneller "wollte"

 

Grüße

Stefan


14.04.2009 14:18    |    fire-fighter

OK, das waren jetzt Werte aus aktuellen Fahrzeugen, die ich aus der Umgebung kenne... (Nds. u. SH) Wie es in den bergregionen aussieht, kann ich nicht genau sagen, aber PS-Giganten wirst Du da auch nicht treffen...

Abgesehen davon musst Du bei einer Alarmfahrt mit allem rechnen, vorallem mit der "Dummheit" anderer. Also jederzeit bremsbereit. Mehr als 80 würde ich mit einem Großfahrzeug sowieso nur auf der BAB fahren. Am Berg braucht es erst mal ein paar Meter um auf Touren zu kommen...


14.04.2009 14:24    |    Electican3

So bergig ham wir´s dann auch noch nich auch wenn die Schwäbische Alb schon sichtbar ist (und ein paar Ausläufer davon hier die Berge bilden, die Situation entstand in Aalen wer´s kennt..) Anlauf ging da nich, da am Fuß der beschriebene Kreisverkehr war und direkt in die Landstraße mit dem Berg führt. Denke auch nicht, dass die Wehren hier speziell gezüchtete PS-Monster fährt...

 

Was sagst du zur Kreiselsituation? davor halten (is doch relativ eng dort) oder durchfahren? In dem Video (glaub dem alten war´s zu sehen) durchfährt der Kollege ja den Kreisverkehr linksrum, für mich als Autofahrer erstmal irritierend, weiß ja nich wo der schlussendlich rausfahren will...


14.04.2009 14:37    |    Hugaar

Unsere liebe Feuerwehr in Rudolstadt ist eben gut drauf!

Die meistern jede Situation, manchmal auch mit viel Humor oder genervten Kommentaren!

Werd heute mal in die Feuerwache fahren und den Kameramann ausfindig machen.

 

Geht den Fahrern von den kleineren Autos mit Sondersignal aber manchmal noch schlechter! Retungswagen, Notarzt und Polizei sind ja meistens noch etwas schneller unterwegs und werden "leichter" übersehen!


14.04.2009 15:04    |    fire-fighter

@Hugaar: Bin ja mal gespannt! Is das bei Dir zu Hause?? Oder in der Nähe?

 

@Electrican3:

Kreisel links rum... Verkehrsinsel links vorbei, Gegenverkehr in der Kreuzung, kannst Du alles machen, hab ich auch schon alles durch. Ist nur wichtig, dass

-langsam

-vorausschauend (ob es alle begreifen)

-frühzeitig blinken, um die gewünschte Zielrichtunf anzuzeigen (besonders bei Kreuzungen hilfreich)

 

und

 

-immer lächeln und winken, lächeln und winken (frei nach "Madargaskar")

 

:D *wink*


14.04.2009 15:09    |    Electican3

in diesem Sinne *wink* :D


14.04.2009 15:34    |    Hugaar

@ fire-fighter:

na aber sicher doch!

Kannst ja mal deine Kumpels in Rudolstadt besuchen, liegt im wunderschönen Thüringen!

Im ersten Video ist das Werbeplakatt für unsere Heidecksburg zu sehen! Gibt noch viel mehr (z.B. Saalfelder Feengroten - geht an der "Rotsteher"-Ampel rechts weg)

 

Am schlimmsten ist aber, dass beide Städte ne schöne Umgehung haben. Bringt aber leider nicht viel: siehe der mit der Musik bzw. die meisten Einsätze führen nunmal in die Städte.

Muss aber sagen wenn sich jemand mit silber-grün vor die Feuerwehr hängen ist der Job für die einfacher. So ein "Vorblocker" ist nicht schlecht!


14.04.2009 21:10    |    Olli the Driver

Musste gerade an eine meiner ersten Begegnungen mit einem Blaulicht (in dem Fall Polizei) hinter mir denken. Ich noch in der Probezeit, stehe an der roten Ampel. Rechts der hohe Bordstein einer Haltestelle, links der Zaun einer Baustelle. Klar, das die Polizei da nicht vorbeikommt. Also überlegt, darf ich über die rote Ampel oder nicht, bin dann vorsichtig in die Kreuzung gefahren, Polizei vorbei und gut, war zum Glück kein Rotlicht-Blitzer dran.

 

Später als Sani bei der BW. Fahrer fährt mit Blaullicht zur Kaserne, war ein Notfall gemeldet. An der Wache wird der Wagen davor erst mal ordnungsgemäß kontrolliert, Fahrbefehl etc. vorhanden... erst nachdem die Prozedur vorbei ist wird der KrKW mit Blaulicht ohne weitere Kontrolle durchgewunken, aber der Wagen davor hat sicher eine Minute Zeit gekostet. War letztendlich nur ein vom neuen Arzt ausgelöster Probealarm, der stand mit der Stoppuhr am vermeintlichen Unfallort und wollte sehen wie schnell wir sind :rolleyes:


14.04.2009 22:10    |    Schraubermeister Tom

Hut ab vor dem Fahrer, der ist doch nass und fertig, bevor er Feuer gesehen hat. Hab mir beide Videos angesehen, soviel Dummheit und Hilflosigkeit geht doch auf keine Kuhhaut.

Dabei ist der Gesetzestext ganz einfach: .....freie Bahn schaffen......, direkt vorn nem 12 Tonner auf der Bundesstraße abbremsen, oder vor der roten Ampel zaghaft 15cm nach rechts ziehen und 12 cm wieder zurück nach links, oder der blaue LKW, gut, der kann sich nicht auf einmal auflösen, aber warum sieht der Gegenverkehr das nicht und bleibt so scheiße da stehen, das nicht mal ein PKW da heile durchkommt, und und und . Ich hab schon Kopfschmerzen vom vielen Kopfschütteln.

 

@ electican3

 

Die Straßen in der Stadt werden aber auf einmal ganz klein, wen du da mit einem 12-Tonner und Tempo 60 + durchziehst. Das ist wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer. Und Blaulicht + Martinshorn machen den Wagen ja nicht vom Motor her schneller, er kommt nur im Verkehr besser durch( manchmal jedenfalls)

 

MFG Thomas


16.04.2009 13:15    |    h2-fanatiker

Wieder ein schöner Artikel. Da sieht man mal wieder wie viele Autofahrer unwissend unterwegs sind. Die Polizei sollte Stichprobenartig Fragen aus dem Katalog der Führerscheinprüfung bei ihren allgemeinen Verkehrskontrollen stellen. 5 aus 10 müssen richtig sein, sonst geht's ab zur Nachschulung....


17.04.2009 21:55    |    Dreckschleuder

@h2-fanatiker:

 

Mit reinen Fragen aus der Ferkehrsprüfung wirds auch nicht getan sein. Standardmässig würde ich da auch mal nebenbei nach §1 StVO fragen.

Da ich nebenbei auch recht viel mit dem Fahrrad für die kürzeren Strecken unterwegs bin, sollte man die Autofahrer auch mal fragen was denn so der Mindestabstand zu einspurigen Fahrzeugen beim Überholen ist. 1,5 m wissen wohl die wenigsten. Und ähnlich wird dann auch mit dem Leben von Radfahrern gespielt. Es ist gerade eine Unsitte beim Überholen nicht die gegenüberliegende Fahrbahn zu benutzen.


17.04.2009 22:22    |    UHU1979

Zitat:

Die Polizei sollte Stichprobenartig Fragen aus dem Katalog der Führerscheinprüfung bei ihren allgemeinen Verkehrskontrollen stellen. 5 aus 10 müssen richtig sein, sonst geht's ab zur Nachschulung....

Die Idee finde ich eigentlich nicht schlecht.


21.04.2009 13:03    |    spieleabend.de

von oben siehts dann so aus:

 

http://www.youtube.com/watch?v=7JZqGV8hnPE


22.04.2009 13:36    |    Dirkkoeln

Laut Statistik bekommt es jeder Autofahrer alle zehn Jahre mit einem Sonderrechtsfahrzeug im Einsatz zu tun. Woher sollen sie dann die nötige Erfahrung haben um routinemäßig richtig handeln?

In der Großstadt ist die Trefferquote natürlich wesentlich höher, aber auch hier reagieren viele wie Kühe wenn es donnert.

Ich habe auch fast täglich mit den Situationen aus dem Video zu tun und rege mich oft über die "blödheit" mancher Autofahrer auf.

Aber gerade die Einsatzfahrer sollten sich dabei an die o.g. Statistik erinnern und können durch besonnenes Handeln die Situation oftmals entspannen. Schließlich sind die Fahrer und Maschinisten hier die Profis.

 

LG der Löschknecht


22.04.2009 13:45    |    Schraubermeister Tom

@ Dirkkoeln

 

Dieser Beitrag soll ja auch eine "Homage" an die Fahrer der Einsatzfahrzeuge sein.

 

12 Tonnen Stahl und Gummi mit größtmöglicher Geschwindigkeit durch eine vollgestopfte Innenstadt treiben, dabei den 360 Grad Rundumblick beherrschen und jederzeit mit der Dummheit/Unerfahrenheit der anderen Verkehrsteilnehmer rechnen.

 

DAS KÖNNEN NUR PROFIS, durch deren Adern pures Adrenalin statt Blut läuft.

 

 

MFG Thomas


22.04.2009 15:48    |    Krymeline

sehr interessante sache das "von der anderen seite" !

und hilfreich für einen selbst als normale autofahrerin.


22.04.2009 15:55    |    STS Roadrunner

hej

 

ich habe mir gerade dein neuestes Video angeschaut über die Arlamfahrt und weiss wie sich ein Fahrer dabei fühlen kann.

Manche sind im Film echt noch harmlos schlimmer finde ich die Autofahrer die einen im Alarmfahrt befindeten Wagen noch überholen und etwas später stark abbremsen um Abzubiegen.

 

sage mal Fire wie kann man dich Kontakten

per PN geht net da sagt er fehler bei mir

 

Mfg Simon

(live aus Danemark^^)


22.04.2009 17:20    |    fire-fighter

@Krymeline: Freut mich! Das war eigentlich der ursprüngliche Gedanke, mal jemanden zu ermöglichen, einen Blick "hinter die Kulisse" einer Alarmfahrt zu ermöglichen. Davon gibt es zwar massenhaft Filme im Netz, aber normalerweise sucht man nicht gerade danach...

 

@Schraubermeister Tom: 100% Zustimmung, auch wenn es ursprünglich anders gedacht war (s.o.)

Oberstes Gebot: Ruhe bewahren! Wer das Blaulicht im Auge hat, sollte besser nicht fahren. Sonderrechte gewähren zwar freie Fahrt, aber das heißt du musst für alle mitdenken, also viel vorsichtiger fahren als normal...

 

@STS Roadrunner Probs. mit PN kann ich nix zu sagen, aber schau mal in deine Mailbox (nicht hier, sondern allgemein!)


22.04.2009 17:22    |    Krymeline

hat auf jeden fall seinen zweck erfüllt (zumindest bei mir)

grüße :)


24.04.2009 12:43    |    zxcoupe

Ich finde das Video äußerst irreführend... bei 2:45 min. heißt es "manche bremsen plötzlich" - wie auf dem Video zu sehen ist bremst das einzelne Fahrzeug aber genau passend, so dass der Feuerwehrwagen das Fahrzeug schnell umfahren kann (da eine passende Lücke enstanden ist).

 

Hätte das Fahrzeug normal weiterfahren sollen?? Dann wäre ja für das Feuerwehrfahrzeug keine lücke gegenüber dem Gegenverkehr entstanden und das Einsatzfahrzeug hätte zwangsweise weiterhin hinter dem Seat Toledo(?) herfahren müssen...

 

Ich habe verdammt Respekt vor der Arbeit der Feuerwehr, unerfreulicherweise sind in meiner Feuerwehr im Ort einige Spinner u. Heizer... mir wurde letztens abends 2 mal von einem Feuerwehr-Transporter der _nicht_ im Einsatz war massiv die Vorfahrt genommen, sodass es 2 mal zum Beinahe-Unfall gekommen wäre. Sprich ich bin ganz legitim mit erlaubter! Geschwindigkeit innerorts gefahren und die Feuerwehrtransporter wollten links abbiegen und hätten mich als Gegenverkehr dementsprechend passieren lassen müssen. Sind aber dann knallhart als ich schon fast auf gleicher Höhe war links rein, nur eine Vollbremsung von mir hat den Unfall verhindert. Dummerweise kenn ich die Saftsäcke (sind solche Chaoten aus dem Dorf...) - mir unverständlich wie man sich so Verhalten kann wenn man bei der Feuerwehr ist, gewissermaßen Vorbild sein sollte und schon schlimme Unfälle gesehen hat...


24.04.2009 13:23    |    fire-fighter

@zxcoupe: So ein Einsatzfahrzeug fährt auf der Landstrasse max 80-85km/h evtl auch bis zu 90. Immerhin ist da ein LKW mit 12 bis 14 t unterwegs! Ein PKW fährt normalerweise schneller. WARUM dann auf freier Strecke anhalten, vorallem wenn Gegenverkehr herrscht, der ja normal gar nicht halten muß, sondern erst, wenn der PKW vor dem Einsatzfahrzeug hält und damit den Gegenverkehr nötigt zu bremsen!

Sicher, er hat passend zu einer Lücke gehalten, aber das Einsatzfahrzeug auch erst mal. Dann wieder vn 0 beschleunigen. Grundlos! Besser: Weiterfahren und bei breiter Stelle rechts frühzeitig blinken und Platz machen, oder wenn frei ist rechts blinken und moderat langsamer werden. Sofort voll den Anker raus tun wenn davor alles frei ist und Gegenverkehr herrscht, ist immer die schlechteste Alternative.

 

Zu deinen spezis im Ort: Leider fahre einige immer sehr gedankenlos durch die Gegend. Im roten Auto ist man immer im Fokus der Öffentlichkeit... Normalerweise sollte man erst mal privat Erfahrungen im Strassenverkehr sammeln bevor man im Einsatzfahrzeug durch die Gegend fährt. Ist leider nicht überall so. Evtl. hilft mal ein klärendes Gespräch mit dem Wehrführer/Ortsbrandmeister (Stehen meistens im Telefonbuch, wenn Du den Namen nicht kennst). Aber nicht nach dem Motto "diese Idioten/Hezdüsen" sondern eher "denk mal wie die Feuerwehr sich im Ortsbild präsentiert, wenn..."

Allgemeine Anerkennung im Ort wird meist sehr hoch angesetzt...


24.04.2009 13:38    |    Hugaar

@ zxcoupe:

fire-fighter hat vollkommen Recht! Der Seat bremst grundlos und aus meinen Augen sinnlos.

Und ne Lücke wäre nur da gewesen hätte der Gegenverkehr auch angehalten und das Löschfahrzeug hätte nicht abbremsen müssen!

 

Und dann kommt noch die Örtlichkeit ins Spiel:

der Seat bremst an einer Stelle wo man aus einer langgezogenen Kurve bei erlaubten 70 km/h am Anfang einer Steigung die Feuerwehr aus. Und dann müssen die x Tonnen erst wieder mühsam beschleunigt werden.

Wenn ich dann noch vermute das es ein Ortskundiger war hätte er wissen müssen das am Ende der Steigung genug Platz rechts neben der Straße zum anhalten ist.

Oder einfach den Berg hoch und dann auf die dort erlaubten 100 beschleunigen!

 

@ fire-fighter:

meine Idee mit unserer Feuerwehr war fast richtig!

Ist leider nicht unsere Freiwillige aus Rudolstadt sondern die Berufswehr aus der Kreisstadt. Und die sind, sagen wir mal, etwas ziggig und hochnäsig. Aber ich bleib drann um den Fahrer zu ermitteln.


28.04.2009 13:03    |    Blager

Zum Thema Rotlicht:

Ich werde NIE wieder bei Rot über die Haltelinie fahren um einem Einsatzfahrzeug platz zu machen, es Blitzte von der Querstrasse und ich bekam die Quittung, 250SFr.--. Da hab ich bei der Polizei angerufen und verlangt dass sie die Busse zurückziehen, telefonisch gienge das nicht, nur via Einschreiben. Gut nochmals 10.-- Investiert und da kahm dann die Antwort das zu dieser Zeit keine Alarmfahrt an diesem Ort statt fand. Ich solle Angaben über das Kennzeichen und das Fahrzeug machen, Tja gross Rot und solche Blauen Blitzdinger. Die Angaben nutzten nichts. Ich beazhlte dann da ich kein Geld für einen Anwalt hatte.

Daher, falls ich je wieder in solche eine Situation komme werde ich auch warten bis Grün ist. Ist wenigstens korrekt nach Gesetz.


28.04.2009 13:23    |    fire-fighter

Hoffentlich wartest Du nicht mal vergebens darauf, dass Hilfe zu Dir unterwegs ist :(

 

Gebe zu, ist in Deinem Fall dumm gelaufen, evtl. wollte die Polizei ja auch nicht richtig nachforschen. Eine Alarmfahrt setzt nicht immer zwangsläufig einen Einsatz voraus. Es gibt auch Übungen, die unter realen Bedingungen abgehalten werden, also mit Alarmfahrt. Das muss dann nicht zwangsläufig bei der Leitstelle hinterlegt sein. Ein Anruf bei dem Kommandanten der örtlichen Feuerwehr hätte da sicherlich Klarheit verschafft!

 

Es kann Dich zwar keiner Zwingen, bei Rot über die Haltelinie zu fahren, aber manchmal sind die dabei verlorenen Sekunden für die Feuerwehr entscheidend. Sicherlich nicht beim Containerbrand oder der Ölspur. Aber denk auch mal an einen im brennenden Fahrzeug eingeschlossenen. Willst Du mit der Belastung leben, wenn du am nächsten Tag in der Zeitung liest, dass die Mühe der Feuerwehr vergeblich war, weil sie aufgehalen wurde. Ich nicht!

 

Besser in dieser Situation: Kennzeichen, oder Türbeschriftung merken, oder sofort zur nächsten Polizeiwache fahren und die Sachlage klären. Auch Kennzeichen vom Hintermann kann als Zeuge hilfreich sein...


28.04.2009 14:02    |    Race-Hugo

Zum Thema Rotlicht:

 

Berlin, Fw-RTW fährt, mit Sonderrechte, auf "rote Ampelkreuzung" zu.

PKW an der Haltelinie will Platz machen, schaut nicht richtig und stößt mit PKW von links (grün) zusammen.

Nach Gerichtverhandlung: 2/3 Schuld für PKW, der Platz machen wollte, 1/3 RTW.

 

Warum 1/3 RTW ? Das Einsatzhorn wurde erst kurz vor der Kreuzung eingeschaltet, so dass der Fahrer des PKW aus schreck reagierte. Urteile gibt es ...

 

Fazit: Vorsicht ist auf allen Seiten geboten.

 

PS: Der Fahrer des RTW wurde in Regress genommen.


28.04.2009 14:25    |    fire-fighter

Das ist immer das Problem, wenn aus Rücksicht auf Anwohner das Horn zwischendurch ausgemacht wird. OK, beim RTW ist es vllt. auch für den Patienten. Aber es geht immer zu Lasten der Sicherheit.

Wenn ich fahre, bleibt das Horn an, ausser auf Überlandfahrten, oder nachts wenn alles leer ist. Da kann man dann situationsbedingt loshornen. Tagsüber ohne? NO!


28.04.2009 14:44    |    Schraubermeister Tom

Hallo FireFighter,

 

um mal auf den Beitrag vom Kollegen Blager zurück zu kommern, der ja geblitzt wurde. Ist es hier bei uns in D nicht so, das die Sonderrechte von der Leitstelle angeordnet und genehmigt werden müssen? Dann ist doch jede Alarmfahrt aktenkundig und nachvollziehbar. Was spricht der Fachmann?

 

Ich werde immer bei Rot durchfahren oder mit 100 vor dem Einsatzwagen vorher fahren, egal. Hauptsache, er kommt so schnell durch, wie er muss. Vielleicht muss er mal mein Leben retten. Da können se mich von allen Seiten und von unten Bltzen, das ist es auf jeden Fall Wert.

 

MFG Thomas


28.04.2009 14:54    |    fire-fighter

Theoretisch hast Du recht, aber praktisch kenne ich (leider) einige Wehren, wo das lockerer gehandhabt wird. Aktuell bei uns übrigens nicht. Alarmfahrt == Einsatz. Zu Übungen wird IMMER ohne Alarm gefahren. O-Ton: "Wir wollen ja nicht das Fahren üben"

 

Freigabe für Sonderrechte... Beim Einsatz wird normalerweise nichts gesagt.

 

Werd mich dazu aber noch mal schlau machen...


28.04.2009 16:32    |    Race-Hugo

Leider werden Übungs- und Einsatzfahrten der FF sehr oft eigenmächtig mit Sondersignal gemacht.

 

Erst letzte Woche: "Droht Ast" (nicht mal Fahrbahn), da fahren doch LF +TLF mit "Sonder" hin. :rolleyes:

Wenn da mal was passiert möchte ich nicht der Maschinist bzw. Gruppenführer sein.

 

Aber um aufs Thema zu kommen; Da wird im nachhinein keiner zugeben mit "Sonder" gefahren zu sein.


28.04.2009 20:19    |    Olli the Driver

Zitat:

Dann ist doch jede Alarmfahrt aktenkundig und nachvollziehbar. Was spricht der Fachmann?

Wie sieht denn das im zivilen Leben aus? Beim Bund hat der Sani im Zweifelsfall entschieden ob auf dem KrKW mit Blaulicht und Horn gefahren wurde, bin mir nicht sicher ob der Fahrer das hinterher noch irgendwo angeben musste. Allerdings hatten unsere 2to Unimogs einen Fahrtenschreiber, so weit ich weiß trotz ZGG < 7,5t um die Alarmfahrt protokollieren zu können, weil der Wagen so hoch ist dass das Blaulicht ggf. nicht mit auf einem "Foto" wäre.


02.05.2009 10:06    |    Tecci6N

Der Maschinist in dem Video ist entweder dumm, dreist oder hat im Unterricht nicht richtig aufgepasst...was da für Aktionen dabei sind :rolleyes: Alleine die Situationen, in denen er ohne anzuhalten über rote Ampeln fährt...haarsträubend :rolleyes:

 

Zitat:

Original geschrieben von fire-fighter

Sonderrechte gewähren zwar freie Fahrt, aber das heißt du musst für alle mitdenken, also viel vorsichtiger fahren als normal...

Sonderrechte gewähren schon mal überhaupt gar nichts...

 

Nur die Verwendung von Blaulicht UND Einsatzhorn gewährt ein Wegerecht...so rum ist es richtig, sonst nichts...es sei auch noch mal AUSDRÜCKLICH auf den Unterschied von Sonderrecht und Wegerecht hingewiesen...

 

Finde es zwar gut, dass hier einige das Thema interessiert verfolgen, die vielleicht keine Erfahrung mit Einsatzfahrten gemacht haben...aber die Fahrt in dem Video war alles andere als korrekt (was auch nicht durch die eine oder andere Aktion eines Autofahrers entschuldigt wird...)


02.05.2009 13:42    |    Hugaar

@ Tecci6N:

dein erster Kommentar ist etwas zu einfach pauschal!

Ich nehm mal an, dass du die Ampelkreuzung nicht kennst die im Video zu sehen ist!?

Mal kurz zur Erleuterung:

- von links kann nichts kommen - Einbahnstraße von der Kreuzung weg

- rechts ist die Haltelinie etwas nach hinten versetzt und recht gut einsehbar = man sieht rechtzeitig ob von rechts was kommt.

- wenn die Linksabbieger im Gegenverkehr auf die Kreuzung fahren bedeutet das, dass der Verkehr von rechts definitiv rot hat und steht = somit kann der Fahrer auch ohne anhalten einschätzen ob frei ist!

 

Man muss eben nur die Kreuzung kennen und dann muss man nicht zwangsläufig anhalten!

Feuerwehr und Rettungdienst haben bei uns im Landkreis auch die Anweisung: Anhalten an Ampel bei UNKLARER Verkehrslage, ansonsten aufmerksam die Kreuzung passieren!


02.05.2009 14:14    |    Tecci6N

Ich brauche die Kreuzung nicht zu kennen. Wenn der Fahrer Rot hat und ohne anzuhalten das Rotlicht missachtet, auch mit Wegerecht, dann ist das schlicht und einfach nicht korrekt. Er kann sich überhaupt nicht von allen Verkehrsteilnehmern versichert haben, dass diese ihm sein Wegerecht einräumen, weil sie ihn erkannt haben. Darüberhinaus kann auch der Fahrer eines Einsatzfahrzeuges mal eine Fehleinschätzung begehen, wenn deswegen etwas passiert und er hat nicht angehalten, dann ist er reif. Und es war nicht nur eine Kreuzung, an der er so gehandelt hat...

 

Und meine Aussage ist keineswegs zu pauschal und einfach...sie bezieht sich auf das komplette Video, welches insgesamt mehr als zweifelhaft ist...


Deine Antwort auf "Sonderrechte..."

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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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MAN F8 19.291 LF24

Renault

In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

Wer mehr wissen will - PN!

Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

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