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16.09.2010 15:29    |    fire-fighter    |    Kommentare (70)

unfall-baum
Unfall baum

Der folgende text stammt aus den Tiefen des Internets. Er wurde schon oft kopiert, teilweise abgewandelt, aber im Grunde trifft er sehr gut den Kern. Er beschreibt sehr trefflich den Ablauf eines Unfalls - ohne Gurt!

 

 

 

 

 

Friedrich und die Sekunde zur Ewigkeit

 

 

 

Unser "Hauptdarsteller" heißt Friedrich, doch genauso gut könnte er anders heißen - vielleicht genauso wie ...?

 

Friederich ist auf dem Weg nach hause, wie immer ist er nicht angeschnallt. "Wozu auch?" denkt er noch, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert.

 

 

 

Sekunde 0

 

Friedrich fährt 90 km/h. Sein Auto wiegt 1.200 kg. Bei diesem Tempo stecken im Auto 38.226 kg Translationsenergie (nach vorne in Fahrtrichtung strebende Wucht).

 

Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Hohe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (Gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Friedrich tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

 

 

 

Sekunde 0,1

 

Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln. Der Wagen hat etwa 5 km/h an Fahrt verloren. Friedrich fühlt sich deutlich nach vorne gedrängt. Neben seinem Gewicht, das mit 70 kg im Polster sitzt, hat er nun auch ein Gewicht nach vorne von 170 kg. Friedrich macht die Beine steif, um dieser Neuigkeit im wörtlichen Sinn entgegenzutreten. Und er drückt gegen das Lenkrad, damit es ihn nicht aus dem Sitz hebt. Mit den Beinen stemmt er rund 156 kg ab, mit den Armen stemmt er auch so 30 bis 35 kg. Er hätte nie geglaubt, dass er so stark ist, aber es gelang ihm, noch sitzen zu bleiben. Da kommt der zweite harte Stoß. Noch ehe er sich besinnen kann, ist sie vorbei, die

 

 

 

Sekunde 0,2

 

Die etwas härteren Teile des Fahrzeuges, Radaufhängung und Kühler, sind soeben am Baum angekommen; die Verbindungen mit dem Wagen reißen ab, denn der übrige Wagen fährt noch sehr schnell, insbesondere hinten mit dem Kofferraum.

 

 

 

Friedrich fühlt jetzt einen mächtigen Schlag auf den Beinen, denn der Teil des Wagens, gegen den er sich mit den Füßen stemmt, wurde soeben auf etwa 60 km/h abgebremst. Mit den Beinen stemmt er 350 bis 420 kg ab. Wollte er jetzt noch sitzen bleiben, musste er mit den Armen 220 kg am Lenkrad ab stemmen, aber das schafft er nicht.

 

 

 

Seine Kniegelenke geben nach, sie brechen einfach knirschend oder springen aus dem Gelenk. Und deutlich spürbare Gewalt zieht ihn mit seinem Gewicht von rund 140 kg auf einer Kreisbahn nach oben in die Ecke der Sonnenblende. Alles in allem verteilt Friedrich zurzeit insgesamt 413 kg Eigengewicht auf seine Gliedmaßen.

 

 

 

Sekunde 0,3

 

Friedrich hat jetzt ein etwas leichteres Schicksal: Er ist mit Fliegen beschäftigt, er ist noch unterwegs zu den Hindernissen. Seine gebrochenen Knie kleben am Armaturenbrett, mit den Händen hält er krampfhaft das Lenkrad fest, das sich unter seinem Griff elastisch biegt, und ihn um weitere 5 km/h abbremst.

 

 

 

Sekunde 0,4

 

Friedrich ist noch immer unterwegs, sein Becken stößt gegen den Lenkradkranz. Friedrich ist in diesem Moment nur etwa 100 kg schwer. Die Lenksäule biegt sich unmerklich nach oben. Da kommt der furchtbare Moment, indem der schwerste und stabilste Teil des Wagens, der Motor, an den Baum kracht.

 

 

 

Sekunde 0,5

 

ist soeben vorbei. Motor und Friedrich stehen still. Nur der Kofferraum fährt noch mit 50 oder 60 km/h. Die Seitenwände des Wagens überholen sich selbst. Die Hinterräder bäumen sich zwei drei Meter hoch auf. Aber der Wagen interessiert uns jetzt nicht: Was ist mit Friedrich in dieser Zeit passiert?

 

Friedrich kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein Gewicht wuchs auf 973 kg an. Mit dieser erbarmungslosen Gewalt wurde er auf die Lenksäule geschleudert. Das Lenkrad, an dem er sich noch immer fest hielt, brach unter dieser Stoßkraft wie eine morsche Brezel zusammen. Mit der Kraft von rund 870 bis 920 kg (je nach Starke des Volants) dringt die Lenksäule als stumpfe Lanze in seine Brust. Gleichzeitig rammt der Kopf mit einem betäubenden Schlag die Windschutzscheibe. Hätte sich Friedrich nicht mit so übermenschlicher Kraft am Lenkrad festgehalten, dann würde er vielleicht auch 1.300 kg schwer geworden sein, in diesem Moment. Und dabei wären ihm die festgeschnürten Schuhe von den Füßen geflogen

 

 

 

Noch eine oder zwei Zehntelsekunden, dann ist Friedrich tot.

 

 

 

Nach sieben Zehntelsekunden steht der Wagen still. Das Unglück ist vorbei.

 

Sage einmal "einundzwanzig" das ist eine Sekunde. Und nun sage "zwanzig":

 

Das ist die Zeit in die Ewigkeit für Friedrich gewesen...

 

 

Bitte schnallt Euch an. Immer.


16.09.2010 15:42    |    VentusGL

Sehr beeindruckend, wenn auch erschreckend, wie das so passiert. Ich schnalle mich immer an und alle, dir mit mir in meinem Auto fahren auch, ob sie es wollen oder nicht. Kann nicht verstehen, wie man sich so weigern kann. Den Gurt spürt man doch kaum und stören tut er doch auch nicht. Viele glauben auch, hinten brächte man sich nicht anzuschnallen :confused:

 

Will gar nicht wissen wo dieser Friedrich landen würde, wenn er in einem offenen Cabrio unterwegs gewesen wäre....wahrscheinlich irgendwo in der Baumkrone.


16.09.2010 15:48    |    G0lf-V-GT

und wo war in der geschichte der Airbag??


16.09.2010 15:53    |    Käfer1500

Einem Bekannten erging es vor 30 Jahren so: er wollte unangeschnallt nach links abbiegen, ein von hinten im Überholverbot heranrasendes und überholendes Motorrad übersah das, krachte ihm voll in die Fahrertüre seines B-Kadetts. Er flog daraufhin zum Beifahrerseitenfenster raus. Hat es überlebt, aber richtig laufen wird er nie mehr! Der Motorradfahrer hatte mehr Glück und überstand es ohne bleibende Schäden, da er übers Auto flog.


16.09.2010 16:01    |    fire-fighter

@Golf V GT: Der war überflüssig. Selbst mit Airbag wäre es nicht anders ausgegangen. Was glaubst Du, was passiert, wenn Du ungebremst in den Airbag knallst? Entweder der Airbag verpasst Dir einen Genickbruch, weil er Deinen Oberkörper ruckartig abbremst, während Dein Kopf oberhalb noch in Richtung Scheibe/Sonnenblende beschleunigt, oder er hält einfach der Belastung nicht stand und platzt!

 

Ein Airbag wirkt nur im Zusammenspiel mit den Gurten! Der Gurt nimmt die Hauptenergie auf. Nur der durch den Gurt nicht abgefangene Kopf wird durch das Luftkissen aufgefangen. Dabei ist die eit des "Aufblasens" im Moment des Auftreffens aber schon vorbei. Ohne Gurt bist Du zu früh vor dem Airbag. Die Aufblasexplosion trifft Dich mit voller Wucht. Ausserdem hebt es Dich aus dem Sitz. Du bist "zu hoch" unterwegs, so dass der Airbag Dich nicht schützen kann.

 

Moderne Autos haben ja auch keinen einfachen Gurt mehr. Im Moment des Aufpralls wird der Gurt gestrafft. Dann kommt der Gurtkraftbegrenzer zum Tragen. Zieht der Körper ruckartig zu sehr, löst er den Gurt ein wenig. So wird man kontrolliert abgebremst.

 

 

@Käfer 1500: Da hat er Glück gehabt. Sicher könnte man jetzt vortrefflich diskutieren, ob er mit Gurt mehr oder weniger verletzt worden wäre...

 

Ohne jetzt auf diesen Unfall speziell einzugehen: Sicher gibt es immer wieder Unfälle, wo jemand Überlebt hat, weil er keinen Gurt an hatte, aber diese Unfälle sind eine Minderheit, verglichen mit der Anzahl derer die wegen dem Gurt glimpflich davonkamen. Umso besser, dass auch diese Gurtmuffel dann mal Glück hatten :)


16.09.2010 16:09    |    Nelte

Als wenn er den Aufprall mit Gurt überstanden hätte. :rolleyes:


16.09.2010 16:23    |    fire-fighter

@Nelte: Gurtmuffel?

 

Oder was willst Du uns sagen?

 

Klar, 90 gegen den Baum ist übel, aber nicht 100% tödlich. Hab schon ganz andere Unfälle gesehen. Ohne Gurt wären wahrscheinlich schon 50 zu viel gewesen...:rolleyes:


16.09.2010 16:29    |    Nelte

@firefighter: Da ist mir der Tod lieber. Warum macht man die Story dann nicht mit 50 km/h das wäre viel sinnvoller.

 

Was ich nicht verstehe: Wieso hat er einerseits eine Energie von über 2000 kg, schlägt aber mit "nur" knapp 1000 kg auf?


16.09.2010 16:30    |    Chris492

Er hätte wesentlich (!) mehr Chancen mit Gut gehabt.

Ich habe bisher nur einmal vergessen den Gutanzulegen aber schon direkt beim ausparken gemerkt das mit der "halt" fehlt.

Ich weis ehrlich gesagt nicht was so toll daran ist ohne Gurt zu fahren...


16.09.2010 16:36    |    Nelte

@Chris492: Ich auch nicht. Ich fühle mich dann irgendwie nackt. :eek:


16.09.2010 16:40    |    Duky

Ich habe mich mit einem Kollegen ebenfalls überschlagen und um einen Baum gewickelt.

 

Nach dem Unfall waren deutliche Striemen des Gurtes sichtbar , ich konnte aber ohne einen Bruch aus dem Fahrzeug austeigen und hab meinen Freund noch aus dem Auto gezogen....

Da die Fahrerseite am Baum aufgeschlagen ist, hat er sich leider das Schlüsselbein gebrochen und war unter Schock.

 

Dies geschah mit einer Geschwindigkeit von ca 80 km/h


16.09.2010 16:43    |    Nelte

@Duky: "Ich habe mich mit einem Kollegen ebenfalls überschlagen und um einen Baum gewickelt."

 

Ich nehme mal an das ist etwas anderes als ein Frontalaufprall. Ich wage mal zu behaupten dass man den mit 90 Sachen nich überlebt. Und wenn dann möchte ich nicht wissen wie man dann zugerichtet ist.


16.09.2010 16:50    |    audi 80 2.0E

Also ohne gurt fühle ich mich garnicht wohl nur beim einparken lege ich ihn dan ab


16.09.2010 16:56    |    Nelte

Also wer kann meine Frage beantworten?


16.09.2010 17:16    |    fire-fighter

Zitat:

Was ich nicht verstehe: Wieso hat er einerseits eine Energie von über 2000 kg, schlägt aber mit "nur" knapp 1000 kg auf?

1. Er hat etwas Bewegungsenergie am Lenkrad abgefangen

2. Seine Kniee (Doppel e?) haben beim Kontakt mit dem Amaturenbrett den Rest abgebaut. Die übrige Energie wurde dann auf der Lenksäule und an der Scheibe "verbraucht"

 

 

Zitat:

Ich nehme mal an das ist etwas anderes als ein Frontalaufprall. Ich wage mal zu behaupten dass man den mit 90 Sachen nich überlebt. Und wenn dann möchte ich nicht wissen wie man dann zugerichtet ist.

Ein Fronaufprall ist inzwischen besser als ein Seitenaufprall, da die Fahrzeugfront als Knautschzone Energie abbaut. Diese Knautschzone hast Du seitlich nicht. Dafür drfte die Aufprallgeschwindigkeit beim Seitlichen Chrash etwas geringer sein. Was besser ist, ist wohl eher ein Lotteriespiel...


16.09.2010 17:16    |    PW2704

mir wird heute noch ganz anders wenn ich daran zurückdenke dass ich mich als Kind auf dem Rücksitz grundsätzlich nicht angeschnallt habe.

Habe mich sogar immer geärgert wenn ich bei Klassenkameraden mitgefahren bin und der Fahrer drauf bestanden hat dass sich jeder anschnallt.

 

Heute fahre ich keinen Zentimeter los solange nicht jeder Mitfahrer (inklusive Hund) angeschnallt ist. Auch wenn ein Bekannter neulich meinte "was bist Du nur für ein uncooler Spießer geworden"


16.09.2010 17:16    |    jackknife

@Nelte: Das kommt aufs Auto und auf die genauen Umstände an. Ein paar Grad im Aufprallwinkel Abweichung entscheiden da über Leben und Tod, oder in einem anderen Fall über unverletzt oder lebenslanger Pflegefall.

Pauschalisieren kann man da nicht, jeder einzelne Unfall ist anders. Was man aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass bei einem Frontalaufprall der Gurt Deine beste Chance ist nicht draufzugehen oder schwerstverletzt aus dem Auto zu kommen. Erst recht gilt das für ältere Autos OHNE Airbag.

Aber wie Fire-Fighter korrekt sagte, auch bei den neuen Fahrzeugen kann Dich der Airbag nur dann schützen, wenn der Gurt angelegt ist, sonst ist er wirkungslos oder sogar schädlich.

 

Es gibt schlussendlich betrachtet wesentlich mehr Unfallszenarien in denen Dir der Gurt etwas nützt als solche, in denen Du ohne besser dran wärst - mir fällt für letzteres sogar momentan kein einziges ein.

Bedenke z.B. dass Du bei einem Frontalaufprall ohne Gurt selbst bei einer moderaten Geschwindigkeit erstmal direkt nach vorne fliegst. Vielleicht können Deine Beine und Arme Dich sogar kurz stützen, aber dann kommt die Energie in der Karosserie an, und im Fußraum brechen/verbiegen sich scharfkantige Teile die Dir Schaden zufügen.

Mit einem Gurt wären Deine Füße aber die entscheidenden paar Zentimeter weiter hinten, und Du würdest das Ganze mit ein paar Striemen und Quetschungen überstehen.


16.09.2010 17:24    |    Markenfrei

Bei 90km/h gegen einen Baum hilft Dir auch kein Sicherheitsgurt!


16.09.2010 17:32    |    Nelte

@firefighter: Danke!

@jacknife: Dass die Überlebenschancen mit Gurt i.d.R. besser sind ist mir klar. Danke trotzdem für die Ausführungen.


16.09.2010 17:42    |    Fiesta 1.6TDCI

Zitat:

38.226 kg Translationsenergie

Seid wann wird die Energie in kg gemessen?

 

Zitat:

Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Hohe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (Gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Friedrich tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

Was tut die Bombe zur Sache? Pond ist übrigens eine veraltete, nicht SI konforme Einheit.

 

Zitat:

Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln.

Wenn er für die geschätzen 20cm von vorderkante Stoßstange bis Vorderkante Motorhabe 0,1s braucht, so ist der Wagen grade einmal 1,8km/h schnell. Das ist definitiv auch ohne Gurt nicht tödlich.

 

Aber auch wenn Friedrichs letzte Sekunde physikalisch Schwachsinn ist, so hat die Geschichte einen ernsten Hintergrund. Jahr für Jahr sterben Leute im Straßenverkehr, weil sie den Gurt nicht anlegen. Dabei ist er direkt nach dem Hirn des Fahrers die wichtigste Sicherheitskomponente. Schon bei Aufprällen über Schrittgeschwindigkeit ist es nicht mehr möglich, sich verletzungsfrei abzuzustützen und genau hier hilft der Gurt.

Der Airbag ist ebenfalls auf ihn angewiesen, denn er führt bei nicht angelegtem Gurt zu schweren Verletzungen und nützt absolut gar nichts.

 

Eigentlich sollte der Handgriff zum Gurt bei jedem Fahrer ohne Nachzudenken vor dem Start des Wagens automatisch erfolgen. Für mich ist es so selbstverständlich den Gurt anzulegen, dass ich überhaupt nicht nachvollziehen kann, wie man ihn überhaupt vergessen kann.

Für die ewigen Gurtmuffel schildert die Geschichte sehr schön, was sie von ihrer Besserwisserei haben. Also erspart euch und den Rettungskräften einfach dieses Schicksal.


16.09.2010 18:20    |    Anarchie-99

Zitat:

@Nelte: Gurtmuffel?

Oder was willst Du uns sagen?

Klar, 90 gegen den Baum ist übel, aber nicht 100% tödlich. Hab schon ganz andere Unfälle gesehen. Ohne Gurt wären wahrscheinlich schon 50 zu viel gewesen...

Er will damit wohl sagen dass es nicht viel bringt wenn ein gurt angelegt ist und bei einem baumunfall kommt dich der baum im fahrgastraum besuchen.. Ich habe schon Fahrzeuge geschlachtet da lag der motor auf dem beifahrersitz, da kannst 6 airbags haben und angegurtet sein das überlebt man nicht

 

Bei seitlichen Baumunfällen hat man auch so gut wie keine chance auch bei niedrigen Geschwindigkeiten.. Meist wird das auto in zwei teile gerissen da hilft ebenfalls kein airbag oder gurt..

Wie ein aktueller Golf 6 aussieht der gegen ein baum antritt hat sicher jeder in wolfsburg gesehen.. Die geschwindigkeit wurde im gutachten auf ca 100-110km/h geschätzt, es hat gereicht das auto in zwei teile zu reissen.. Die jugendliche hätten auch mit angelegtem gurt nicht überlebt.. Der Baum schießt wie ein Messer durch das fahrzeug, trennt gliedmaßen/stahl wie butter ab..

Ich glaube nicht dass man so lange am leben bleibt wenn man angeschnallt auf dem sitz liegt, wichtige schlagadern/Gliedmaßen durchtrennt sind und das blut aus dem körper strömt.. Ich gebe so einer person vielleicht weitere 5 minuten max überlebenschance..


16.09.2010 18:27    |    d.h.e

Bin mit 120 front gegen baum,war angeschnallt und lebe noch hatte zwar beide füsse,brustkorp und 1 bein gebrochen sowie div innere verletzungen,alles wieder verheilt denke ohne Gurt sähe es da anders aus


16.09.2010 18:31    |    Micky65

Zitat:

Wie ein aktueller Golf 6 aussieht der gegen ein baum antritt hat sicher jeder in wolfsburg gesehen.. Die geschwindigkeit wurde im gutachten auf ca 100-110km/h geschätzt, es hat gereicht das auto in zwei teile zu reissen.

Um welchen Unfall gehts da? War das auf der Autobahn? (Wegen der Geschwindigkeit)

Und waren die angeschnallt? Ja, sich doch, oder? Geht ja nicht anders wegen Gurtwarner...


16.09.2010 18:32    |    tochan01

es gibt da einige schöne videos als werbung für den gurt. ist recht "detailiert" dargestellt was da passiert. leute mit schwachem magen sollten es nicht gucken.

 

knochenbrecher

 

ich will nicht wissen wie oft das jedes wochenende passieren kann. kennt jemand die akte wolfsburg? hier war noch mal mehr speed im spiel und noch viel mehr dummheit. das nervige "gepiepe" des GTI wurde mit gurtsteckern überbrückt... akte Wolfsburg wobei hier kaum jemand chancen gehabt hat glaube ich.

 

hier was für die kleinen auf dem rücksitz

töchterchen

 

 

 

 

das ist mehr auf witzig gemacht und mehr ne webung für einen BMW M5 und zeigt was schon wärend der "normalen" fahrt so auf dem rücksitz los sein kann ^^.

 

alla Transporter

 

es gibt "keinen" vernümpftigen grund sich nicht anzuschnallen.

 

gehört zwar nicht zum gurt sondern zum riskanten fahren: link

solche leute erlebe ich eigentlich alle 2-3 tage auf der straße.... bisher zum glück ohne solche "extremen" folgen.


16.09.2010 18:54    |    visioner

http://www.youtube.com/watch?v=2fLg8eQaPyE

 

renault laguna kracht mit 55 mph (88 km/h) gegen nen baum und scheint das doch recht vernünftig zu überstehen.


16.09.2010 19:03    |    Bloodfire

Oh man wenn ich Energie in kg ausdrücke dann brauche ich meine Zahlen gar nicht mehr veröffentlichen....


16.09.2010 19:06    |    Anarchie-99

Zitat:

Um welchen Unfall gehts da? War das auf der Autobahn? (Wegen der Geschwindigkeit

Wolfsburg city

 

http://www.youtube.com/watch?v=S6-9PG6QJis


16.09.2010 19:47    |    AKO-Berlin

Ich möchte mal einen Beitrag bringen, der beschreibt, warum sich einzelne Autofahrer heute nicht anschnallen. Ich kenne einen jetzt 75jährigen, der in den 60er Jahren folgendes Erlebnis hatte: er fuhr mit seinem Käfer hinter einem Lastwagen, der mit großen Kabelrollen beladen war (Gewicht jeweils deutlich über eine Tonne) und hielt an der Ampel. Eine Rolle riss sich los und rollte vom Lastwagen. Da er keinen Gurt angelegt hatte, konnte er rechtzeitig den Wagen verlassen und sehen, wie das Ding das Dach bis auf die Sitzfläche drückte, wo gerade noch sein Kopf war. Seitdem hat er Probleme, sich anzuschnallen. Man muss allerdings auch die damalige Situation sehen: es gab keine Rollgurte im Käfer, nur solche, die man wie heute im Flugzeug festzurren muss. Er wäre sicher nicht mit Gurt rechtzeitig aus dem Wagen gekommen.

 

ABER: das Szenario passiert sicher maximal 1x im Leben und aktuelle Gurte lassen sich sofort lösen. Unser Mercedes mit PreSafe, der beim Aufprall den Gurt strafft, die Kopfstützen vorklappt, Schiebedach schließt usw. macht dies sinnvoll nur bei angelegtem Gurt und würde beim Nichtanschnallen so penetrant nerven, dass es zum Glück jeder tut.

 

Also: niemals ohne!


16.09.2010 20:35    |    mark29

Ich geh davon aus, dass jeder der auf den Gurt verzichtet, dies im vollen Bewußtsein der Folgen tut. Kann er ja auch- er gefährdet keine Anderen- natürliche Auslesen, Hang zum Selbstmord... wie auch immer.

 

Man sollte aber hart gegen die Idioten vorgehen, die Ihre Kinder unzureichend sichern- ohne Gurt, GUrt lose, ohne Kindersitz etc....


16.09.2010 20:50    |    TuningStylerMen

Wenn ich beispielsweise auf Klassenfahrt in einem Reisebus fahre, dann muss ich mich anschnallen. Ich will einfach, ich weiß auch nicht warum. Es ist einfach eine innere Stimme die mir sagt"Schnall Sich an!".

 

Und ich mache was sie mir sagt.


16.09.2010 21:28    |    Hoppels18t

Erst Gurten dann spurten :)


16.09.2010 21:42    |    meehster

@ anarchie-99: Den Bericht auf Vox finde ich deutlicher: http://www.youtube.com/watch?v=i1sia4xj7to&feature=related

 

Wichtig noch zu sagen: Bei meinem ersten Unfall ist mir ein Mercedes G auf meinen Mazda 121 aufgefahren. Ich gehe davon aus, daß der Fahrer noch leben würde, wenn er angegurtet gewesen wäre. Ich habe mir das selbst nicht angeguckt, dieBilder würdeich Sensibelchen wahrscheinlich nicht mehr aus dem Kopf bekommen.


16.09.2010 22:30    |    aLpi82

Was soll der Gurt bei so einem Aufprall helfen? :rolleyes:


16.09.2010 22:37    |    meehster

Bei Tempo 50 oder wie schnell der Benz war, hätte er dem Fahrer ein vermutlich sogar unverletztes Überleben ermöglicht.


16.09.2010 22:55    |    mercedes-C140-fan

@ meehster: Das sich eine Autosendung nicht mit Autos auskennt :rolleyes: Der Unfall ist mit einem GTD passiert und in dem Video sieht man, als die Heranwachsenden den Motor bestaunen, die roten Streifen des GTI..... Ebenso bei dem Endshalldämpfer. Bei 0:20 sieht man kurz das linke Rohr der GTI-Anlage und nicht das Doppelrohr eines GTD.

 

Zum Thema: Ich schnelle mich immer an, außer vielleicht, wenn der Wagen vor der Garage steht und ich ihn hineinfahren will.


16.09.2010 23:04    |    Drahkke

Wenn man die Bußgelder für Gurtmuffel deutlich erhöhen würde, wäre es schon ein Schritt in die richtige Richtung. Warum hier nicht ordentlich abkassiert wird, verstehe ich bis heute nicht.


16.09.2010 23:05    |    Wolga GAS 21

Ich finde es beeindruckend und erschreckend zugleich wie beschrieben ist was in so kurzer Zeit abläuft. Da kann man froh sein das es der menschliche Körper eigentlich gar nicht mitbekommt was passiert.

Anderseits finde ich es schade das man über solche Themen eigentlich noch ein Wort verlieren muss weils Idioten gibt die das kleine schwarze einfach nicht anlegen wollen...machen die in der heutigen Zeit auch Sex ohne Schutz???


16.09.2010 23:13    |    tochan01

@mercedes-C140-fan

 

naja, über die richtigkeit des golfs zu debatieren ist wohl nicht wirklich nötig. es wird leichter gewesen sein einen weißen GTI zu organisieren ( etwas tiefer für die sportlichekeit usw.) wie einen weißen GTD. dann kann man auch noch erwähnen das der unfallwagen GTI felgen hatte und das "nachstellfahrzeug" nicht diesen typ verbaut hatte.

 

also ich fahre auch nur mit gurt weil sich sonst schon erwähntes "nacktgefühl" einstellt und für die die es cooler finden ohne gurt zu fahren: durch den gurt hat man mehr das gefühl ein teil des wagens zu werden, also quasi eine einheit. wenn was passiert, dann fliege ich und auto in eine richtung und es geht nicht in verschiedene richtungen ^^


16.09.2010 23:16    |    Psychobiken

;) Man kann drüber streiten ob ein Gurt leben rettet oder auch nicht! Kommt immer auf den Unfall und die Geschwindigkeit an! Gab bestimmt schon genug Unfälle, wo die jenigen überlebt haben, weil sie nicht angeschnallt waren....oder überlebt hätten wenn die nicht angeschnallt gewesen wären!

Grundsätzlich ist der Gurt aber sicherlich lebensrettend!

 

Ich schnalle mich nur sehr selten nicht an....und dann auch nur in der Stadt...

sonst schnalle ich mich immer an!

 

Finde den Gurt aber teils nervig...oft schneidet oder drückt er am Hals....oder hält einen fest wenn man sich bisschen mehr wegen wollen würde!


16.09.2010 23:33    |    PartyBlazer

Ich hatte mit 19 einen schweren Unfall..mitm Calibra Turbo :rolleyes:

 

Bin mit 160 auf der Landstrasse aus der Kurve geflogen..das Auto hat sich mehrfach überschlagen und ich war nicht angeschnallt.

 

Das Ergebniss waren schwere innere Verletzungen, 3 Rippen gebrochen, Lunge und Milz gequetscht-->Wasser und Blut in der Lunge.

 

Nach einer Woche Intensiv und einer weiteren im Krankenhaus durfte ich wieder nachhause...

 

Seither schnalle ich mich immer an und fahre jetzt 10 Jahre unfallfrei !


Deine Antwort auf "Warum soll ich mich denn anschnallen?? Oder besser doch?"

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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

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Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

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