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Was mich bewegt

Themen, die mich bewegen - mit Schwerpunkten und auch bunt gemischt

Fri Mar 30 16:51:31 CEST 2018    |    notting    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: CCS, herstellerübergreifend, Laden, Ladeschnittstellenzoo, Standard, Typ2

Nervt es dich, dass man so sehr darauf achten muss, eine passende (v.a.Schnell-)Ladesäule zu finden?

Begrenzung des Ladeschnittstellenzoos fördert E-Mobilität!Begrenzung des Ladeschnittstellenzoos fördert E-Mobilität!

Hallo!

 

Immer wieder wird gemeckert, warum in Deutschland Typ2 und CCS an allen öffentlichen Ladesäulen verpflichtend sind und das sogar als schädlich für die Elektromöbilität bezeichnet wird (z. B. in https://electrek.co/.../ und auch regelmäßig in irgendwelchen Motor-Talk-Threads).

Deswegen möchte ich darlegen, warum das sinnvoll ist.

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Sun Mar 18 22:03:17 CET 2018    |    notting    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: E-Auto, Ladesäule, schnell, schnellladen

Hallo!

 

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, erwähne ich das Thema Schnellladung öfters. Das liegt daran, dass auch aufgrund meines relativ langen Wegs zur Arbeit geschätzt 50kWh Strom am Tag verbraten müsste. Oder anders ausgedrückt: Selbst im Idealfall (also wenn 70-80% Ladezustand am Ende noch nicht erreicht sind) würde es bei 100kW mind. eine halbe Stunde dauern, wenn z. B. Mitnutzer meines mittelfristig geplanten E-Autos vergessen haben es wieder an den Strom anzustecken oder sonstwie was schiefgeht z. B. wegen Stromausfall.

 

Deswegen möchte ich an dieser Stelle eine Sammlung anfangen. Denn nicht immer werden die Einschränkungen beim Schnellladen genannt. Im folgenden gehe ich davon aus, dass bekannt ist, dass

  • bei ca. 70-80% Ladezustand die Ladung viel langsamer wird
  • im Winter oft nur langsamer geladen werden kann
  • spätestens 2C heutige Akkus als regelmäßige Ladeleistung signifikant übelnehmen

 

Daher möchte ich hier Berichte aus dem Internet und Erfahrungen von Motor-Talk-Benutzern sammeln.

 

Ich fange mal an:

 

Tesla limitiert nach einer ungenannten Zahl an Schnellladevorgängen auf 90kW.

http://teslamag.de/.../...-man-zu-viele-schnellladungen-vornimmt-13977

 

Hyundai Kona Elektro: Trotz 100kW CCS sind beide Akkus (39,2 und 64kWh) erst nach 54min auf 80%. Das spricht stark dafür, dass die 100kW bei weitem nicht ausgereizt werden.

https://www.goingelectric.de/.../ bzw. https://www.heise.de/.../Der-neue-Hyundai-Kona-EV-3980156.html

 

Jetzt seid ihr dran :-)

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Sat Mar 10 20:27:07 CET 2018    |    notting    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: blockiert, E-Auto, Ladesäule, Lahmlader

Wie schnell lädt dein E-Auto max. an Ladesäulen mit Typ2 und CCS? (keine Begrenzung durch Säule)

Scheiß LahmladerScheiß Lahmlader

Hallo liebe Leser in einer vielleicht sehr nahen Zukunft!

 

In diesem Streitgespräch geht es um Lahmlader. Denn dank der Förderung von Lademöglichkeiten in verschiedener Hinsicht durch die neue deutsche Regierung (hinsichtl. Förderung verpflichtend mind. 20kW mind. mit Typ2 und CCS, wodurch diese sehr verbreitet wurden) wurde das Netz an öffentl. Ladesäulen viel besser. Dazu kommen günstigere schnellladefähigen E-Autos mit Reichweiten die bisher nur Tesla bot, wie z. B. dem Hyundai Kona electric. Dadurch wurden E-Autos nun auch für Laternenparker interessant. Bzw. aufgrund der Diskussionen um Feinstaub, NOx und Fahrverboten bleibt vielen die in Großstädte müssen nichts anders übrig. Doch in den letzten Monaten trudeln in der Redaktion immer mehr Beschwerden insb. von Laternenparkern ein, dass Ladesäulen inzwischen nicht nur regelmäßig durch vollgeladene E-Autos blockiert werden, sondern auch durch Lahmlader.

Zur Erklärung: Ein Lahmlader ist jemand, der die Leistung der Ladesäule nicht ansatzweise ausreizt und am Tag die Säule länger als 10min nutzt, obwohl währenddessen andere E-Autos darauf warten, die Säule mit viel höherer Leistung nutzen zu können. Besonders an den Gratis-Ladesäulen z. B. von Supermärkten führt das offenbar ständig zu Konflikten.

Deshalb haben wir zu diesem Streitgespräch drei E-Auto-Laternenparker eingeladen:

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Sat Mar 03 12:27:27 CET 2018    |    notting    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: E-Auto, illegal, Ladekosten, Ladesäule, Preisanzeige

Was nervt dich bzgl. des Angebots der Anbieter öffentl. Ladesäulen? (Mehrfachauswahl mögl.)

Hallo!

 

Schon in meinem Blogartikel über öffentl. Ladesäulen habe ich kritisiert, dass lt. meinen Recherchen die Tarife die einem beim Laden abgerechnet werden nicht an der Ladesäule angezeigt werden, was insb. dann wichtig ist, wenn man ohne Handy (was ja immerhin einen Empfangskommunikationskanal für solche Infos bieten würde bevor der kostenpfl. Ladevorgang gestartet wird) die Säule freischalten kann, z. B. mit Kundenkarte. Dabei denke ich vor allem an Roaming-Nutzung der Kundenkarten, wo eben nicht einfach die durch den Anbieter der Kundenkarte die man hat definierte Tarife gelten, sondern der fremde Anbieter eigene Tarife hat. Dazu ist ja laden an öffentl. Ladesäulen meist recht teuer. Nun habe ich ein interessantes Urteil gesehen: weiterlesen

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Sun Feb 18 14:04:48 CET 2018    |    notting    |   Stichworte: E-Auto, gratis, Ladesäule, Supermarkt

Nutzt ihr öfters öffentl. Gratis-Ladesäulen z. B. auf der tägl. Pendelstrecke?

Es vergeht fast keine E-Auto-Pro/Contra-Diskussion ohne dass sinngemäß das Argument "Man kann ja vielerorts gratis laden" bzw. "Div. Supermarkt-Ketten sind gerade dabei Gratis-Ladesäulen aufzustellen" kommt – auch wenn's z. B. um Laternenparker-E-Autos geht, die ja keine eigene Lademöglichkeit haben. Ja, z. B. an div. Supermärkten kann man gratis laden und das wird aktuell sogar noch ausgebaut, während viele andere Ladesäulen die mal gratis waren auf kostenpflichtig umgestellt wurden.

Aber schauen wir uns das mal genauer an.

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Sun Jan 07 21:10:56 CET 2018    |    notting    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: E-Auto, Ladekosten, Ladesäule

Wartest du darauf, dass E-Autos zu jetzigen Preisen für Laternenparker & Co. praktikabel werden?

Hallo!

 

Mein letzter Blogeintrag über Elektromobilität ist schon eine Weile her. Inzwischen gibt‘s aber recht konkret absehbar mehr bezahlbarere E-Autos mit höheren Reichweiten. Z. B. Tesla Model 3 (was BTW seit kurzem interessanter wurde weil es das erste Tesla-E-Auto mit Akku-Mindestkapazitätsgarantie ist - was div. EU-E-Auto-Hersteller seit Jahren anbieten...) und der Opel Ampera-e soll bald wirklich zu kaufen sein, nicht nur Leasing in homöopathischen Stückzahlen wie's beim Opel zunächst war.

Sprich auch so langsam kommen absehbar E-Autos mit einer für mich halbwegs brauchbaren Reichweite (mit den gewünschten Reserven), da ich recht weit zur Arbeit fahren muss. Vllt. sorgt die höhere Reichweite auch schon dafür, dass sich mehr Laternenparker für ein „schnellladefähiges“ E-Auto entscheiden? (was auch immer „schnellladefähig“ dann in Mehr-Reichweite/Ladedauer bedeutet)

 

Am Anfang war es auch so, dass recht viele Ladesäulen kostenlos waren. Das hat sich eben auch geändert, war ja sehr absehbar, auch wenn manche Einkaufstempel das immer noch gratis anbieten oder sogar noch Gratis-Ladesäulen aufbauen.

Vor kurzem ist mir spontan in den Sinn gekommen, mich mal über die Kosten für das Laden an öffentlichen Ladesäulen zu informieren (für die ja zum Teil auch öffentliche Parkplätze draufgehen, mal so am Rande bemerkt). Darum geht es in diesem Blogartikel.

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Sat Oct 01 18:58:42 CEST 2016    |    notting    |   Stichworte: Spaß

Bist du über die Abschaltung der TV-Sender Einsplus und zdf.kultur traurig?

0 (0 %) Hab den Begriff "TV" noch nie gehört.
1 (6,7 %) Ist "TV" so lineares Video-Dinges ohne Internet, also wo man die Video-Reihenfolge nicht selbst bestimmen kann, mit dem ich meine Kinder bestrafe, wenn sie zuviel Youtube & Co. geschaut haben?
5 (33,3 %) Die Namen habe ich mal gehört, hab es (defakto) nie geschaut.
0 (0 %) Hab ich nur geschaut wenn mein Internetzugang gerade nicht ging und sonst im TV nix brauchbares kam.
5 (33,3 %) Hab ich gerne gelegentlich oder öfters geschaut.
3 (20 %) Hab ich sehr regelmäßig geschaut und vermisse es.
1 (6,7 %) War das einzige brauchbare im TV, ich werde deswegen jetzt meinen TV entsorgen.

Hallo!

 

Zum Ende des gestrigen Tages bzw. seit heute dem 01.10.16 gibt's die beiden digitalen Zusatzkanäle Einsplus[1] bzw. zdf.kultur nicht mehr. Deswegen würde ich gerne eure Meinung wissen.

 

Soll nur eine Umfrage sein, deswegen keine Kommentarmöglichkeit.

 

Danke!

 

cu

 

notting

 

[1] Nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls ARD-Sender Einsplus, der lange vor der DVB-Zeit analog verbreitet wurde.


Sun Mar 01 15:37:08 CET 2015    |    notting    |   Stichworte: Model S, Tesla

Das Tesla Model S vor dem Event-TreffpunktDas Tesla Model S vor dem Event-Treffpunkt

Hallo!

 

Wie ich in Teil 1 geschrieben hatte, war's nicht ganz einfach, wirklich zu einer Model-S-Probefahrt zu kommen. Dort steht übrigens auch, warum hier keine Kommentare möglich sind.

Jetzt war's aber soweit. Weil was schiefgelaufen war, kommt der Fahrer sogar zu mir nach Hause :-)

 

Er hat allerdings etwas länger gebraucht, als ich geschätzt hatte. Der Grund war lt. seiner Aussage, dass sein Navi ihm eine nicht so tolle Route genannt hat. Man muss wissen, dass ich ein paar km von der AB entfernt wohne und es quasi zwei Anschlussstellen gibt. Die eine geht über eine Bundesstraße mit zwei Spuren/Fahrtrichtung, wo (von einer kleinen Restbaustelle abgesehen) in Stufen 80km/h bis kein Tempolimit erlaubt ist. Die Strecke ist etwas länger, wenn man aus der Richtung des Fahrers kommt (bzw. in diese Richtung will), aber man kann eben schneller fahren, als wenn man die andere Anschlussstelle nimmt und durch zwei Dörfer fährt, wo aktuell jedes eine längere Baustelle mit nur einer Spur für beide Richtungen hat mit entspr. zusätzl. Zeitverlusten. Genau diese Route hat er genommen, weil das Navi www.baustellen-bw.de wohl nicht kannte, wo diese Information mit Sicherheit immer noch drinsteht - wie halt bei den meisten anderen Navis auch. Egal, waren vllt. 10min, war ja Sa. Nachmittag und keine Rush-Hour.

 

Apropos Navi: Es gibt wohl zwei Navis im Model S: Zum einen ein echtes Offline-Navi, das eben keine Internet-Verbindung braucht (weder für Routenplanung noch für Karten), aber leider nur eine kleine Anzeige im Fahrerdisplay hat. Auf dem großen Display dagegen läuft als Navi Google Maps, mit allen Vor- und Nachteilen (vom Grundsatz her auf Mobilfunkempfang angewiesen etc. und auch Google Maps kannte wohl besagte Baustelle nicht). Hab aber nicht überprüft, ob die sich manchmal widersprechen.

 

Interessanterweise wurden meine Daten vom Fahrer nicht auf einem Android-Tablet, sondern auf einem iPad aufgenommen. Man scheint also gewissermaßen zweigleisig zu fahren. Nicht schlimm, mir ist es nur aufgefallen.

 

Also Führerschein gezeigt, noch eine kleine Einführung und den Hinweis bekommen, dass die SB 2000EUR beträgt (bei meinen Werkstattersatzfahrzeugen ist es die Hälfte - ok, Twingo bis Megane kosten auch nur einen Bruchteil eines Model S). Dann ging's schon los. Da die Reichweite nicht mehr so toll war (wie in Teil 1 gesagt, er hatte am Hotel nur 11kW und wohl auch mehrere Probefahrer an dem Tag) haben wir uns drauf geeinigt, dass ich eine Autobahn-Testfahrt zum nächsten SC mache und er während das Auto lädt mir die Sachen erklärt, während denen das Auto stehen kann bzw. sollte.

 

Schon der Automatik-Wahlhebel war sehr ungewohnt. Er ist so, dass man ihn sehr leicht mit dem Scheibenwischerhebel verwechselt, also nicht wie ich es aus div. Fahrzeugen anderer Hersteller kenne, die quasi zwischen Radio und Vordersitzen einen großen Hebel haben. Irgendwie hatte ich auch keine Anzeige im Fahrerdisplay oder am Hebel entdeckt, die mir anzeigt, was ich aktuell ausgewählt hatte. Der Hebel selbst schnellt nach jeder Betätigung sofort in seine Ausgangsposition zurück. Mir wäre es lieber, wenn ich das direkt sehen könnte. Einen Knopf um das Gaspedal scharf zu schalten gibt's auch nicht bzw. man kann wohl nicht einstellen, dass das Gaspedal nur scharf ist, wenn der Schlüssel in seinem Schlitz im Auto steckt oder so. Sehe da also eine etwas höhere Gefahr, dass das Auto ungewollt losfährt wenn man auf das Gaspedal kommt, insb. wenn sich Kinder auf den Fahrersitz setzen oder Leute, die bisher nur normale Automatik-Fahrzeuge gewohnt waren. Bzw. bisher musste man eben nur den Bereich zwischen den Vordersitzen bis vor zum Radio im Auge haben. Beim Model S muss man also noch auf das von hinten schlecht einsehbare Bremspedal und den kleinen Doch-kein-Scheibenwischer-Hebel achten.

 

Die Fahrt an sich verlief so wie ich es erwartet hatte: Ordentlich Bumms wenn man auf's Gaspedal tritt und bei weitem nicht so laut wie mein eher günstiger gekaufter 1,6l-Benziner-Sauger :-)

War auch positiv überrascht, dass sich mein Fuß so schnell an den Bumms gewöhnt hat. Sonst fahre ich eher mit Fahrzeugen, wo man zum Beschleunigen meist Vollgas geben muss, um eine halbwegs brauchbare Beschleunigung zu haben, sprich bei gewohnter Gaspedalbedienung muss man gerade innerorts verdammt aufpassen oder ständig am Geschwindigkeitsbegrenzer spielen, weil man so schnell wieder aus dem Ort raus ist...

Man sollte nur noch wissen, wie sehr der "Bumms" auf die Reifen geht. Aktuell halten meine im Schnitt IIRC 80-90Mm (hinten länger als vorne, logisch). Es gibt wohl Model-S-Fahrer, die wohl eben wg. der Leistung ihre Reifen ungefähr doppelt so schnell verheizen wie es bei mir aktuell der Fall ist.

Hab leider vergessen zu fragen, welche Variante es genau war. Hinten stand "P85" drauf. Wenn ich mich richtig erinnere, war ein 85kWh-Akku und die meisten Optionen drin, u.a. Schiebedach, aber wohl kein Doppellader und keine Kindersitze für den Kofferraum.

 

Inzwischen gibt's wohl sogar einen SC in meiner Nähe, eine Autobahn-Anschlussstelle entfernt - nur für meinen Weg zur Arbeit leider in der falschen Richtung bzw. an einer Raststätte. Das ist eben für Langstrecken-Fahrer gedacht, die eh eine längere Pause machen wollen (bzw. müssen). Aber Pendlern etc. dürfte das dort eher selten was bringen, weil ja i.d.R. daheim geladen wird und man dort nicht ständig Zeit verplempern möchte. Ich würde mir also sehr genau überlegen, ob in-/direkt 2100EUR (aktueller SC-Optionspreis inkl. SC-Stromflat für das kleinste Model S) für diese Funktion ausgeben würde. Wenige 100EUR für die SC-Funktionalität an sich und Strom im pay-per-use-Modell wäre für mich vorstellbar - solange man sich nicht für den Preis einer normalen Wallbox einen privaten garagentauglichen SC in die Garage stellen kann, der vorzugsweise (evtl. dann doch trotz SC-Flat im pay-per-use-Modell) auch normale Typ-2-E-Autos laden kann ;-)

 

Auf jeden Fall begann der Ladevorgang mit dem berühmten Vorführ-Effekt -> er hat am Auto die Klappe zur Dose nicht aufgekriegt. Ein paar Mal Auto auf und zu und am SC-Stecker den Knopf gedrückt - und schon beim 3. Versuch ging's. Keine Ahnung, was da schiefgegangen ist.

 

Beim Blinken bin ich übrigens dauernd an den Tempomat-Hebel gekommen. Dachte das wäre heute übl. das über Knöpfe auf dem Lenkrad zu steuern, so kenne ich es aus div. anderen Fahrzeugen? Hat mich genervt.

 

Was mich erschreckt hat, ist dass ein Oberklasse-Fahrzeug wie das Model S, das es ja auch schon wieder ein paar Jahre gibt und nicht das erste Modell dieser Firma ist, über keine wirkliche dt. Lokalisierung verfügt, die auch diesen Namen verdient. Die allermeisten Menüpunkte sind auf Englisch trotz dt. Spracheinstellungen. Für meine Eltern wäre das ein großes Problem, spätestens wenn sie mal versehentlich ein Menü öffnen und was versehentlich verändern. Möchte auch daran erinnern, dass Deutsch die am weitesten verbreitete Sprache in der EU ist (also Mutter- und Fremdsprachler zusammengezählt).

 

Was mich etwas positiv überrascht hat, war dass die Klima-Einstellungen auf dem Riesen-Touchscreen unten eine quasi feste Leiste haben. Blindbedienung ist zwar trotzdem schwierig, aber evtl. kann man das Problem hat dadurch mildern, dass am Rand unterhalb des Touchscreens Erhebungen eingebaut werden oder gar sowas wie in http://www.heise.de/.../Tasten-am-iPad-nachruesten-2549547.html beschrieben eingebaut wird.

Im Prinzip gibt's auch Knöpfe, mit denen man sich ein Fahrer-Konfigurationsmenü für wichtige Einstellungen konfigurieren kann. Nur die Klima-Einstellungen gehören leider nicht dazu. So hätte man das Problem, dass Touchscreen bisher nativ kein haptisches Feedback haben (und daher eine Blindbedienung praktisch unmöglich) ist, kompensieren können.

 

Was mir sonst noch an der "Multimedia-Zentrale" aufgefallen ist, dass man zwei USB-Sticks anschließen kann (kannte bisher nur solche mit einem USB-Port) und man Musik per BT vom Handy streamen kann (das kannte ich bisher nur für Anlagen zu Hause).

Der Internetzugang ist wohl auch inkl. Hab allerdings nicht gefragt, ob man da leicht temporär z. B. die SIM-Karte entfernen kann. Mein Handy habe ich eigentlich nur im Notfall an oder wenn mein Smartphone mich gerade offline navigiert und ich nicht zwei Geräte dabei haben will. Warum ein dauernder Internet-Zugang an einem Gerät mit GPS-Empfänger noch schlecher ist als wenn man "nur" ein aktives Dumbphone mit SIM-Karte aber ohne Internet und GPS hat, habe ich bereits mehrfach u.a. im Zusammenhang mit dem E-Notruf geschrieben (mit kleinen Veränderungen, die man als Nutzer leider nicht wirklich kontrollieren kann, extrem gute Überwachungsmöglichkeit). Bei anderen Herstellern ist das aktuell meist zum Glück nur eine Option, befürchte aber, dass sich das dort auch noch ändern wird, eben spätestens mit dem E-Notruf.

 

Mir konnten auf Nachfrage auch keine Hoffnungen gemacht werden, dass es in nächster Zeit einen Store/Service-Punkt bei mir in der Nähe gibt, auch nicht in den Großstädten in diesem Bereich. Da kann man nur hoffen, dass mit dem vermutl. eher massentauglichen Modell Model 3 Tesla auch in dieser Hinsicht massentauglicher wird. Jeder Ranger-Einsatz kostet halt mind. 100EUR, was die wie allgmein behauptet wird günstigere Wartung überkompensiert (aktuell zahlt man ja für die ersten vier Wartungen (Intervall 1 Jahr/20Mm) mind. 2200EUR ohne Ranger-Service - mit meinem Verbrenner (bin Vielfahrer) fahre ich schon bei quasi selben Umfang billiger, obwohl ich alles einzeln bezahle – hoffentlich wird's für's Model 3 billiger weil kleineres Auto).

 

Das Model 3 werde ich aber ziemlich sicher auch Probe fahren. Mal schauen wie's dann mit den "Problemzonen" bzw. den Anschaffungskosten aussieht. Bin ja Renault-Fahrer, da gibt's auch schon ein paar E-Auto-Modelle und eine halbwegs brauchbare Reichweite ist angekündigt. Vllt. gibt's auch noch bessere Modelle. Der Zoe wäre mir zu klein und deutlich mehr Leistung wäre nicht schlecht. Der Fluence (mein Auto als Stufenheck) war schon als Verbrenner ein Ladenhüter und bei der Z.E.-Variante mussten wohl massenhaft die Akkus ausgetauscht werden (und die Reichweite war halt wohl ähnlich wie (immernoch) beim Zoe).

IMHO könnte man mit E-Motor mit relativ hoher P_peak quasi ohne Mehr-Energieverbrauch normal fahren (anders als beim Verbrenner, wo dickerer Motor = höherer Spritverbrauch auch wenn man die Leistung nicht anfordert) und wenn man Lust auf eine sportl. Fahrweise hat, sich nur dann den Akku entspr. schneller leersaugen. Ich konnte es zwar nicht testen, aber der Fahrer meinte, dass man schon eine halbe Stunde mit 200km/h durch die Wüste müsste, dass er E-Motor wg. drohender Überhitzung drosselt.

 

Muss aber auch den Fahrer sehr positiv erwähnen. Er ist auch ziemlich realistisch eingestellt, was das Fahrzeug angeht. Z. B. tat's ihm leid, dass die dt. Lokalisierung weitgehend nicht vorhanden ist. Sachliche Kritik an dem Fahrzeug war für ihn völlig ok. Würde mir wünschen, wenn auf MT auf sachl. Kritik an E-Autos bzw. speziell dem Model S auch so drauf reagiert werden würde.

 

Also so wie's aussieht, wird's die nächste E-Auto-Probefahrt erst in >=2 Jahren geben - die ist aber schon so gut wie gebucht - je nach dem bei Tesla und/oder Renault :-)

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Sun Mar 01 15:37:02 CET 2015    |    notting    |   Stichworte: Model S, Tesla

Das Tesla Model S vor dem Event-TreffpunktDas Tesla Model S vor dem Event-Treffpunkt

Hallo!

 

Hab in http://www.motor-talk.de/news/tesla-gegen-ams-258-zu-184-km-t5057132.html#post41828785#!page=197 versprochen, mal eine Tesla-Probefahrt zu machen trotz 0 Stores im Bereich 100km bis mehrere 100km (Auto-km - je nach Himmelsrichtung) um meinen Wohnort. Grundsätzlich bin ich ja Autos mit E-Motor als Antrieb sehr positiv gegenüber eingestellt, nur habe ich job-bedingt recht hohe Ansprüche, was die Pendler-Reichweite angeht. Die Tesla-Produktpalette hat zwar aktuell nix für mich (wie alle anderen E-Auto-Hersteller auch) weil zu teuer und/oder zu groß etc., aber es ist ja mit dem Model 3 schon was vielversprechendes angekündigt (falls es bis dahin nicht schon wieder umbenannt wird) - solange wird mein aktuelles Auto noch durchhalten. Deswegen wollte ich mir einfach schon mal von einem Model S einen Eindruck verschaffen.

 

Leider ist der entspr. Thread im MT-Tesla-Forum ausgeartet und wurde deswegen geschlossen. Deswegen werde ich hier leider keine Kommentare zulassen können. Sachliche PMs sind aber willkommen. Muss aber dazusagen, dass ich nicht auf alle antworten werde, also nicht wundern. Und auch nicht wundern, warum euch einiges aus besagtem Thread bekannt vorkommt.

 

Als ich das zu dem Zeitpunkt einzige Tesla-Probefahr-Event entdeckt hatte, das nicht viel zu weit von meinem Wohnort entfernt ist, habe ich das Anmeldeformular ausgefüllt, senden - Kommentar zu lang und meine Telefonnr. wurde nicht akzeptiert. Hatte doch nur ehrlicherweise ähnlich wie oben dazugeschrieben, dass das Model S halt nicht in Frage kommt, sondern eher das Model 3, aber ich halt schon mal was probefahren will und einen für mich viel leichter erreichbaren Treffpunkt knapp außerhalb der Event-Stadt vorgeschlagen. Also Kommentar gekürzt und die Striche aus der Telefonnr. rausgenommen - hat soweit geklappt. Ein paar Tage später habe ich einen Anruf von Tesla bekommen -> leider stand im Internet nicht dabei, dass es bei dem Event wohl keine deutschsprachigen Leute geben wird (um Missverständnisse zu vermeiden: Ich wohne in Deutschland). Allerdings wurde mir auch gesagt, dass in den nächsten Wochen deutschsprachige Tesla-Probefahrt-Event in meiner Nähe auf der Webseite veröffentlich werden. Werde deswegen die Probefahrt entspr. Verschieben, auch wenn ich es sehr schade finde, dass dort nicht wenigstens an bestimmten Tagen bzw. nach Absprache dt.-sprachige Probefahrten möglich sind. Dachte Tesla ist eine recht neue Firma ohne gewisse überflüssge Grenzen im Kopf, aber so ganz hat das wohl nicht geklappt...

Hatte aber auch den Eindruck, dass die nix dagegen haben, wenn man jetzt schon ein Model S probefährt, auch wenn man das nie kaufen wird, sondern eben z. B. mehr auf das Model 3 schielt.

 

Es vergingen Wochen, bis die versprochenen weiteren Termine in meiner Nähe online ware. Währenddessen hat Tesla kurzzeitig einen Ort von Norwegen nach Deutschland verlegt. Was tut man nicht alles für die Absatzzahlen? ;-)

 

Leider waren dann die neuen Termine kein wochenlanges Event wie beim ersten Ort in meiner Nähe, sondern entweder Sa. oder Fr./Sa. Zudem waren sie viel weiter weg von meinem Wohnort, aber immerhin in der Nähe meiner Arbeit (viele hier dürften schon wissen, dass ich relativ weit pendeln muss, deswegen ist auch die Autobahn-Winter-Reichweite mit Klima an mit einem Akku, der gerade noch so etwas zuviel Kapazität für einen Garantiefall hat, extrem wichtig).

Ok, Fr. Nachmittag ist grundsätzlich ok, nur schade dass die dort schon deutlich früher Schluss machen als bei dem Event, was ich zuerst angepeilt hatte. Naja, mal schauen, was sie sagen, wenn ich ihnen sage, wann ich frühestens an dem anvisierten Ort in der Nähe meiner Arbeitsstelle sein kann. Sollte IMHO für eine Probefahrt aber reichen. Wie gesagt, interessiere mich mehr für das Model 3, d.h. ich werden nicht alle Nähte, Spaltmaße usw. überprüfen ;-)

 

Zuerst gab's allerdings nur einen Termin auf der Webseite in der Nähe meiner Arbeit, wo ich aber nicht konnte - Weihnachtsfeier...

Erst für den Februar gab's dann wieder für mich brauchbare Termine. Für einen habe ich mich wenige Wochen vorher angemeldet. Als ich zurückgerufen wurde, wurde ich entspr. gefragt bzw. mein erster Eindruck bestätigt: Es ist ok, wenn man sich noch nicht für das Model S im Sinne einer potenziellen Anschaffung interessiert, sondern für Modelle, die Tesla in absehbarer Zukunft bringen wird, also Model X und 3. Die Uhrzeit, die ich mir vorgestellt habe, war tatsächlich auch der spätest mögliche Termin (also wenn ich direkt nach Ende der Kernzeit zum auf der Webseite angegebenen Ort losfahre und mir noch 15min Puffer eingeplant habe).

Hab auch eine Bestätigungs-E-Mail mit dem richtigen Termin erhalten. Alles schien wunderbar...

 

Dann, der Tag der Probefahrt: Hm, fast zweistellige Plusgrade - ziemlich sicher zu warm für einen Akku-im-Winter-Test. Naja, bei Glätte wäre wohl der Autobahn-Test nicht wirklich möglich gewesen. Und das Model 3 wird wohl eh deutlich weniger Reichweite haben (nur 320km NEFZ) - wohl aktuell sogar weniger Reichweite als Renault, Nissan & Co. für ihre Nachfolge-E-Autos angekündigt haben (400km NEFZ) - mal schauen, was die Praxis bringt. Irgendwas ist immer...

 

Trotz Baustellen und obwohl ich noch in der Nähe dieses Hotels war habe ich meinen Zeitpuffer nicht gebraucht, war also 15min zu früh dort. Die Parksituation dort war sehr gut, gab nicht nur hoteleigene (vermutl. Gratis-)Parkplätze, sondern auch direkt daneben viele öffentliche Gratis-Parkplätze. Das Hotel sieht richtig edel aus. Leider rein gar nix von Tesla zu sehen. Das hat mich sehr gewundert, weil kein Supercharger im Umkreis von geschätzt 100km, das Model S ohne SC nur mit 11 bzw. mit der entspr. Option mit nur 22kW laden kann (SC -> 120kW) und man vermuten darf, dass der vorherige Probefahrer auch schon ziemlich den Akku gesaugt hat.

Naja, vllt. wurde das Fahrzeug wg. dem Strom auf einer anderen Ecke des Hotelgeländes geparkt? Ich lasse mich mal überraschen.

Auf jeden Fall bin ich rein und habe an der Rezeption gefragt. Ja, ist das richtige Hotel :-)

Mir wurde auch gleich ein Kaffee auf Kosten von Tesla angeboten. Hab dann auf meinen Wunsch hin ein kleines Mineralwasser bekommen, war kein Problem. Also habe ich in der Hotel-Lobby gewartet, war ja wie gesagt zu früh dran.

 

Irgendwann war die vereinbarte Uhrzeit - nix von Tesla zu sehen. Ok, erfahrungsgemäß zieht sich alles etwas nach hinten, ich war wie gesagt der letzte Termin an dem Tag und 2-3 AB-Ausfahrten weiter (vom Hotel wegführend) gab's in einen 10km-Unfall-Stau - evtl waren die sogar die Verursacher?! Also warte ich noch etwas. Nachdem der Termin schon eine halbe Stunde vorbei war, habe ich an der Rezeption gefragt, ob's eine Handy-Nr. Vom Tesla-Fahrer gibt, die man anrufen könnte. Leider gab's die nicht und ich hatte auch die Tel.-Nr. von dem Tesla-Mitarbeiter nicht dabei, mit dem ich den Termin ausgemacht habe. Kurz darauf bin ich mal raus -> Auto da, an 11kW angeschlossen, aber kein Fahrer. Hm, seltsam. Ich warte noch ein bisschen. Da ich seltest Internet per Mobilfunk brauche, habe ich keine entspr. Tarifoption gebucht. Hab aber netterweise einen Gratis-Code für's Hotel-WLAN bekommen. Auf der entspr. E-Mail-Adresse, die ich angegeben, hatte keine E-Mail von Tesla, auch nix im Spam, keine E-Mail von dem zur angegebenen Tel.-Nr. dazugehörigen Anrufbeantworter, nix. Irgendwann hat's mir aber gereicht, hab an der Rezeption Tschüss gesagt und bin enttäuscht heimgefahren.

Hab dann daheim zuerst zu Abend gegessen und dann eine E-Mail an den Tesla-Mitarbeiter geschrieben. Der dürfte zu dem Zeitpunkt schon Feierabend gehabt haben, wollte es aber wenigstens probiert haben, dem Fahrer irgendwie eine Nachricht zukommen zu lassen.

 

Am Sa. morgen E-Mails gecheckt: Immer noch nichts. Um die Mittagszeit habe ich dann im Hotel angerufen um dem Tesla-Fahrer eine Nachricht zukommen zu lassen, weil ich am Fr. Abend noch dachte, dass ich am Sa. keine Zeit für sowas habe. Allerdings wurde der Termin abgesagt, sodass ich dann doch Zeit für die Probefahrt hatte - nur keine Lust, deswegen soweit zu fahren, weil ich ja an dem Tag eben nicht ohnehin dort in der Nähe war.

 

Ca. eine halbe Stunde bevor der Fahrer lt. Webseite seine Zelte dort abbricht, hat er mich angerufen. Es tut ihm schrecklich Leid, aber er hat seltsamerweise keinen entspr. Termin bekommen. Der letzter Probefahrer an dem Tag kam auch nach längerer Wartezeit nicht, er würde deswegen jetzt dann gleich losfahren - und hat gefragt, wo ich denn wohne. Weil's kein so riesiger Umweg ist, ist er sogar zu mir nach Hause gefahren um mich abzuholen :-)

Kurz: Hat nur etwas mehr als 3 Monate gedauert, bis es mal wirklich geklappt hat.

Alles weitere findet ihr in Teil 2.

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Fri Oct 11 20:42:01 CEST 2013    |    notting    |    Kommentare (116)    |   Stichworte: Verschiedenes

Traut ihr euch das zu?

Hallo liebe Schraubergemeinde und andere MT-Leser!

 

Es war mal wieder soweit: Nach drei Jahren muss mal wieder was neues her. Der alte wird an meinen Vater vererbt und wird da noch viele Jahre seinen Dienst tun. Da ich aber immer recht spezielle Wünsche habe, bleibt mir nicht anderes übrig, als die Kiste komplett selbst zusammenzuschrauben. Mein letzter Versuch, das "Profis" zu überlassen um zu vermeiden, dass ich wg. Kompatibilitätsproblemen draufzahle, war ein Desaster (2x ging er nicht nach dem Auspacken und der Kühler war verdellt).

 

Zum Glück war vor ein paar Ausgaben in der c't eine Anleitung für einen sehr sparsamen Rechner, in der einfachsten Variante 10W bei Windows-Leerlauf. Es geht hier also nicht um Autos, sondern um filigranere Schraubereien.

Es ist ein Rechner mit einem Intel Core i5 mit Haswell-Mikroarchitektur. Damit ist das eine Premiere: Ich habe noch nie einen Desktop-Rechner mit Intel-CPU als Neuware gekauft. War (und bin eigentlich immernoch) AMD-Fan -> Am386 (gebraucht), K6 und K6-2 (als mein Vater noch die Familienrechner bezahlt hat), Athlon-C (mein erster selbstgekaufter Rechner), Athlon X2 und zuletzt Phenom. Auch hatte ich zuletzt eine AMD-Grafikkarte, aber der neue bekommt auch eine. Aber AMD kann für meine Zwecke bei den CPUs/APUs nicht einmal mehr mit Preis-Leistungsverhältnis punkten. Für Gelegenheits-3D-Spieler sind die APUs auch preislich ok, aber sonst...

Schade, dass es keine ernsthafte Intel-Konkurrenz mehr gibt. Möge AMD sich mit Konsolen-Komponenten (z. B. SteamBox) über Wasser halten und Intel zumindest etwas Druck machen.

 

Warum bin ich nach einer Anleitung in einer Computer-Zeitschrift gegangen, obwohl ich schon soviel an Rechnern geschraubt habe?

Nun, in der Theorie muss man nur drauf achten, dass die Teile das haben was man braucht (z. B. ATX-Gehäuse für ein allerdings deutlich kleineres µATX-Mainboard) und dann passt das. In der Praxis ist es aber nicht ganz so einfach. Im besten Fall muss man nur einen Adapter nachbestellen, was dann wg. der Versandkosten im Endeffekt oft recht teuer wird. Aber manchmal stehen sich schon mal Kühler und Bauteile auf dem Mainboard im Weg oder das Mainboard mag den RAM nicht und es passieren die seltsamsten Sachen. Die Widerrufsgeschichte hilft da nur bedingt (ggf. muss man Wertminderung und zusätzliche Versandkosten bezahlen).

Außerdem sind die Haswell-CPUs teilweise so sparsam, dass bisherige Netzteile damit Probleme habe, sodass man diese tollen neuen Energiesparmodi gar nicht mit "alten" Netzteilen nutzen kann.

 

Leider war der Kram durch den Artikel so beliebt, dass die Händler Lieferschwierigkeiten hatten. Das hat in Kombination mit anderen Problemen mit einem Händler bei mir zu wochenlangen Problemen geführt. Das in der c't vorgeschlagene Mainboard hat nämlich laut Hersteller ab Werk einen nervigen USB-Fehler. Es gibt zwar schon eine verbesserte Version, aber die Händler weisen nicht auf den Umstand hin bzw. können die verschiedenen Versionen nicht auseinanderhalten. Deswegen habe ich schlussendlich doch ein anderes Mainboard gekauft, wo der Hersteller (und damit auch der Händler) ganz klar kommuniziert, ob der fehlerhafte Chipsatz drin ist oder nicht.

 

So, jetzt ist das Zeug endlich alles da. Also wie schraubt man nun einen Rechner zusammen?

 

Wichtig:

- Bei allen elektronischen Komponenten muss man bzgl. ESD (elektrostatische Entladungen) vorsichtig sein, also alles möglichst da anfassen, wo keine Kontakte sind. Es muss nicht einmal so stark sein, dass man am Türgriff was spürt, um was zu beschädigen. Insb. wenn man kein ESD-Armband hat, einfach einen Ort suchen, man man sich erfahrungsgemäß nicht so elektrostatisch auflädt und das in der Nähe einer Steckdose machen, damit man sich am Schutzleiter regelmäßig entladen kann.

- Im Rechner nur im stromlosen Zustand Stecker ziehen/einstecken! Um sicher zu gehen: Den Rechner herunterfahren, den 230V-Stecker ziehen, nochmal den Einschalttaster drücken und warten, bis auf dem Mainboard nichts mehr leuchtet. Teile des Mainboards werden auch im komplett ausgeschalteten Zustand (Betriebsmodus S5 nach ACPI) sofort mit Strom versorgt, wenn das Netzteil Netzspannung hat.

- Alle Kabel so legen, dass sie die Lüfter nicht blockieren können. Ggf. Kabelbinder verwenden.

 

Fangen wir also an:

 

Große Kühler haben den Vorteil, dass die ebenso großen Lüfter bei insb. gleicher Kühlleistung langsamer = leiser betrieben werden können. Wenn man aber einen sehr großen Kühler montieren will, kann der sich nicht an irgendwelchen Plastiknäschen am CPU-Sockel festhalten, wie es früher der Fall war, sondern man muss gemäß der Ikea-mäßigen Anleitung des Kühler auf der Rückseite des Mainboards eine Stahlplatte mit der Stahlkonstruktion um die CPU herum verschrauben, an die dann der Kühler angeschraubt sind. Wenn man zu spät merkt, dass diese Stahlkonstruktion dann den Hebel blockiert, den man benutzen muss, um die CPU einsetzen zu können, schraubt man halt 2x... :-)

 

In meinem Fall sitzt der Kühler soweit in der linken oberen Ecke (links unten = da wo dann die Öffnungen des Gehäuses für die Steckkarten sein müssen), dass man mit dem Schraubendreher fast nicht mehr hinkommt. Einen magnetischen hatte ich gerade nicht. Hab dann etwas Packpapier zwischen Schraubendreher und Schlitz eingeklemmt, hat prima funktionert.

 

Zwischen CPU und Kühler ist immer teilweise minimal Luft. Luft ist ein schlechter Wärmeleiter. Das wird mit der mitgelieferten Wärmeleitpaste kompensiert, die man aber nur extrem dünn auftragen darf und gut verteilen muss, weil Wärmeleitpaste wenn sie zu dick aufgetragen wurde auch eher eine wärmedämmende Wirkung hat. Es sind wirklich nur minimale Spalte, die gefüllt werden müssen.

 

Achja, der ATX-Standard sagt, dass der Luftstrom von hinten nach vorne geht. Daran halten sich auch die meisten Netzteil- und Gehäuse-Hersteller. D.h. der CPU-Lüfter muss am Kühler so montiert werden, dass er einerseits nicht am Kühler saugt sondern hineinbläst (bessere Kühlwirkung) und eben aber auch in die gleiche Richtung bläst.

Auch war bei meinem Gehäuse das so vergesehen, dass das Netzteil nicht hinten am Stromstecker die Luft ansaugt, sondern durch eine Luftfilter-Gitter im Boden. Man kann das Netzteil aber auch um 180° verdreht einbauen, was die genormten Schraubenpositionen eigentlich verhindern sollen, aber das Gehäuse hat für beide Varianten Löcher...

 

Aufpassen! Die Abstandsbolzen im Gehäuse sind nicht immer standardmäßig da, wo das Mainboard sie braucht -> Kurzschluss-/Beschädigungsgefahr, auch wenn der Rechner nicht am Stromnetz angeschlossen ist, weil heute normalerweise eine BIOS-Batterie standardmäßig drin ist. Also aufpassen und die Abstandsbolzen an die passenden Stellen schrauben.

 

Bzgl. USB3.0-, Audio-Buchsen, Netzteil usw. liest man einfach die Mainboard-Installationsanleitung. War in meinem Fall ziemlich einfach. Früher habe da zum Teil mit Adaptern arbeiten und Steckkontakte im Stecker umstecken müssen, war diesmal nicht so.

 

Bei diesem Gehäuse werden die Laufwerke nur eingehakt, also muss hier der Schrauber nicht schrauben :-)

Es gibt interne 2,5"-Schächte (insb. für SSDs), interne 3,5"-Schächte (für HDs) und externe 5,25"-Schächte (für optische Laufwerke).

Jedes Laufwerk braucht einen entspr. Stecker am Netzteil-Kabelbaum und eine SATA-Datenverbindung zum Mainboard. Das Boot-Laufwerk sollte den SATA-Port mit der niedrigsten Nr. bekommen, wenn das Mainboard-Handbuch nix gegenteiliges sagt.

 

Aber das ist inzwischen zum Glück ganz einfach. Früher gab's für Floppy-Stromstecker und Stromstecker für alle anderen Laufwerke. Dazu gab's einen Floppy-Anschluss (34pol. Flachbandkabel) und 1 oder 2 IDE-Anschlüsse (40pol., später 80pol. mit 40pol.-Stecker), wo sich zwei Laufwerke am selben Kabel gegenseitig ausgebremst haben, wenn es nicht das teure und dementspr. seltene SCSI mit seinen versch. Geschwindigkeits- und Steckervarianten war. Dazu hatten 2,5"-IDE-Festplatten kleinere Stecker als ihre 3,5"-Geschwister, aber einen 44pol.-Stecker, weil die Stromversorgung in diesem Stecker integriert war.

Zudem musste man oft jumpern, also über Kurzschlussbrücken die Adressen am Datenbus setzten und ggf. den Terminator (Datenbus-Abschlusswiderstand) aktivieren.

 

Zurück zum Rechner:

Sogar für die Steckkarten gibt's bei diesem Gehäuse Rändelschrauben. Wenn man zocken will, braucht man eine Grafikkarte. Da muss man unbedingt darauf achten, die zusätzlichen Stromstecker einzustecken. Die dickeren Varianten meiner Grafikarte verlangen sogar zwei PCIe-Stromstecker, die von zwei getrennten 12V-Stromschienen im Netzteil kommen müssen, weil sonst die Leistung nicht reicht.

 

Jetzt nur noch etwas BIOS-Finetuning (für Profis) und Betriebssystem installieren, fertig.

 

Sollte doch für keinen Schrauber auf MT ein Problem sein, oder? ;-) -> Bitte an der Umfrage teilnehmen!

 

Frohes schaffen!

 

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