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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


28.02.2012 18:25    |    Finn79

@ franco_01

Ethanol erzeugt beim Verbrennen mehr Volumen und verbrennt effektiver, dieses wurde von mir schon x mal erläutert. Dadurch erhöhst du deinen Wirkungsgrad, somit mehr Leistung im gleichen Punkt, also weniger Verbrauch.

 

Das liegt zum einen an der schnelleren Flammfront, als nächstes am höheren Verbrennungsvolumen, heisst mehr Druck im Brennraum, mehr Druck auf den Kolben.

 

Bisschen Chemie solltest du auf die Reihe bekommen, dann erklärt sich das von selber.

 

Es sind Wirkungsgrade von 50% mit Ethanolmotoren gefahre worden, also Versuchsmotoren. Über 40% sind an herkömmlichen Motoren machbar, Turboaufladung + hohe Verdichtung.


28.02.2012 18:36    |    Hajo

Und wer soll diese Märchen glauben ?

Du redest wohl von 100% Ethanol, oder einer Mischung?

Den Mischungsmüll siehst Du ja am E10 der sich niederschlägt an geringerer Leistung und erheblich höherem Verbrauch. So jedenfalls sieht die Praxis aus.

Und woher bitte soll dann das höhere Volumen kommen beim Einsatz mit dem gleichen Kompressionsverhältnis?


28.02.2012 18:39    |    Drahkke

Solange es die Praktiker glauben, ist doch alles okay.

 

Daß der Energiegehalt eines Kraftstoffes keinen linearen Bezug zum Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors hat, können manche Zeitgenossen eben nicht nachvollziehen.


28.02.2012 18:59    |    Finn79

es gibt genügend wissenschaftliche Arbeiten darüber, die ich schon mehrfach zitiert habe, aber keiner von euch Kritikern macht sich auch nur die Mühe das bei Google einzugeben und mal nach zu lesen.

 

@Hajo 6 Klasse Chemie, stell doch mal die Reaktionsgleichung auf, somit ist der halbe weg zum verbrennungsvolumen geschafft. Dann kannste dich ja mit dem Molaren Volumen beschäftigen, der Rest kommt von selbst.

 

Aber das ist schon für manche zu hoch. Das es mehr Fakten gibt als nur eins.

 

Dazu kommen noch mehrere andere Faktoren.

 

Btw Wirkungsgraderhöhung geht am schnellsten wenn man die Abwärme vermindert und diese Energie dem Kreislauf zufügt. Und ja Wärme ist eine Form von Energie.

 

Ich finde es wahnsinnig witzig, wer hier mit schwätzen will, ohne auch nur den Ansatz vom Verständnis von Naturgesetzen und Co zu haben, sich aber komischerweise immer und immer wieder darauf zu berufen.

 

Ich kann das ganze Thema auch thermodynamisch mal erklären, aber ich denke hier sind evtl 4 oder 5 Leute unterwegs die das verstehen.


28.02.2012 19:05    |    franco_01

Nachvollziehen, dass der Kraftstoffverbrauch bei derzeitigen Motorgenerationen nachgewiesenermaßen mit Ethanol steigt, können viele auch nicht - der Glaube versetzt halt Berge. Der geringere Preis steht jedenfalls in keinem Verhältnis zum höheren Verbrauch, der u.a. aus der geringeren Leistung resultiert. Aber vorgeplappertes nachzuplappern ist ja einfacher für Opportunisten.

 

Wie Finn79 schon schreibt: mit Versuchsmotoren ist der Wirkungsgrad erreicht worden! Und das Ammenmärchen von über 40% Wirkunggrad bei jetzigen Motoren, muss mir erst mal einer beweisen. Meinst Du eigentlich den reinen Wirkungsgrad oder bezogen auf den Antrieb - das wird auch unterschieden. Der reine Wirkungsgrad beim Ottomotor beträgt ca. 30-35%, bezogen auf den Antrieb kommst Du auf ca 25% Wirkungsgrad. Die Steigerung , die durch Ethanol erreicht werden müsste, kannst Du Dir selbst ausrechnen.


28.02.2012 19:30    |    Fu90

Liest man so durch das Forum sind es viele Erfahrungen mit gar keinem Verbrauchsunterschied zwischen E5 und E10.

 

Von wieviel Mehrverbrauch sprecht ihr eigentlich, Hajo und franco


28.02.2012 19:43    |    franco_01

@Fu90

Fakt ist: bei 6 Fahrzeugen (Opel, Renault, Fiat und Benz) habe ich mit E10 einen realen Mehrverbrauch von 5-10% über einen längeren Zeitraum. Deshalb bin ich wieder auf E5 umgestiegen, und der Verbrauch ist eben messbar wieder nach unten. Mit Buchhaltung und Fahrtenbücher lässt sich das wunderbar nachvollziehen.


28.02.2012 20:10    |    trixi1262

@franco_01!

Ich beschäftige mich jetzt über 4 Jahre mit Ethanol in der Praxis,nicht der Theorie !

Bei E10 muss ich mich raushalten ,da ich seit der Einführung das Zeug auch boykottiert habe, nicht wegen der Verträglichkeit(angefangen mit einem polo86c, bauj.1991)sondern wegen der Zwangseinführung und der Lügerei der Lobby,sowie der Politik !

So makaber es klingen mag,ich hab E5 getankt+Ethanol und hatte ewig einen Aufkleber auf dem Auto (E10 NEIN DANKE)

Der Ehrlichkeitshalber muss ich zugeben, das es nicht sehr viele in Berlin und Umland waren, welche mir es Gleich taten !

Der Polo wollte beim Mix nicht mehr als 30,max40% dann fing er sich an zu schütteln,so das ich die Zündung auf Früh stellen musste.

Völlig anders, verhält sich der Clio !

Er nimmt jetzt ohne Umbau / Anpassung ca.65-70% Ethanol bei einem Mehrverbrauch von Einem Liter, also 7,5L/100km

Der Alten den Messbecher geklaut !:)

Habe ziehmlich lange gebraucht,eh ich mich da vorsichtig rangetastet habe.

Zu den Schäden nach über 15000km muss ich sagen,ausser der Benzinfilter ist nichts kaputt gegangen.

Der LLR muss gewechselt werden, der hat aber wohl eher ein Dreckproblem.

Kostet bei meinem Clio nur 25 Eus,also mach ich kein Theater mit dem Ding.

Schläuche ,Kerzen,alles Bestens und er hat irgendwie mehr Bumms unter der Haube

mfg trixi1262

PS:

Den Polo hab ich dann verkauft,aus Frust wegen dem Zahnriemenriss und dem Unfall


28.02.2012 20:31    |    franco_01

@trixi1262!

Den Boykott aus den von Dir genannten Gründen kann ich absolut nachvollziehen.

Der Mehrverbrauch bei meinen Fahrzeugen lässt sich aber ebenfalls nicht leugnen. Ist aber wohl die gleiche Motoren-Evolution, die jetzt folgen muss, wie bei der Einführung von bleifreiem Sprit - falls hier überhaupt jemand das entsprechende Alter hat und sich noch erinnern kann :D Bei der Einführung war auch der Mehrverbrauch und die geringere Leistung das Thema Nr.1 - jetzt gibt's kein verbleit mehr. Nur noch krebseregendes Benzol statt einfach nur giftiges Blei :p

 

Die jetzigen Motoren sind nicht für Ethanol optimiert - obwohl die sich ohnehin noch für weitere Spritsorten optimieren lassen würden. Die ganzen Verbrennungsmotoren, die derzeit in Gebrauch sind, sind doch die antiquierte Antriebsart schlechthin, und solange es E10 gibt, wird es Dikussionen ohne Aussicht auf ein Ende, wie diese hier, geben. Nächste Folge ist dann die Zwangseinführung von E15...;)


28.02.2012 20:39    |    trixi1262

Naja, was das Alter betrifft, die 62 im Avatar ist mein Baujahr !

E15 betreffend ist mir das bei dem clio wurscht, da ich eh mit knapp 70% Ethanol fahre, ohne Umbau wohlbemerkt.

Warum der jetzt über 15000km damit klar kommt, keine Ahnung wie die Lambda-Sonde+Seuergerät das schaffen. Ich bin ja gut durch die AU gekommen (Prüfer hatte Probs,ist aber nicht mein Problem)

Ich bin jedenfalls zufrieden mit dem Kleinen und der Liter mehr, da lach ich drüber !;)

mfg trixi1262

PS:

Bei mir handelt es sich um einen fast 22 Jahre alten Motor

mit 87700 Originalen km auf der Uhr.

Im Anhang der polo :mad::mad::mad:


Bild

28.02.2012 20:43    |    Finn79

@franco_01

 

5-10% Mehrverbrauch, bei einem Minderenergiegehalt von 1,5%, erklär das mal? Ich würde mal sagen, nimm mal den Fuß vom Gas oder mach die Handbremse los. Schon alleine 1,5% zu messen wäre eine Nachkommastelle die kleiner Wäre wie die Messungenauigkeit.

 

Ich habe einen Mehrverbrauch von 22,5% auf 50tkm gemessen, davon ca 5000km im Anhängerbetrieb, was das Ergebniss nach oben verfälscht. Wobei ich den Messfehler von +-0,5 Liter angenommen habe.

 

Und meinst du das angesehen Unis in ihren Arbeiten lügen?

 

Dann erkläre mal die Mehrleistung unter Ethanol, das geht auch nur über eine Wirkungsgraderhöhung. Weniger Abwärme, mehr Leistung, somit höherer Wirkungsgrad.

 

Zur Mehrleistung, Ethanol hat eine um drei mal höhere Ethalpie, heisst für ungebildete, Energieaufnahme in Form von Wärme beim verdampfen. Somit höherer Liefergrad. Flammfront brennt ~10-15% schneller , somit schnellere Verbrennung in OT, somit mehr Druck. Durch die höhere Wärmeaufnahme, kann ich aber auch eine wesentliche höheren Druck im Brennraum zulassen, ohne das ich an die Klopfgrenze komme, somit ob liegt mir, besser angepasste Zündung (Mehrleistung) oder höhere Ladedrücke zufahren. Ich habe einen Motor gebaut, der 14,5:1 verdichtet ist, ohne Probleme läuft er seit 20tkm, btw er hat keine Klopfregelung.

 

 

Du solltest den Mensch nicht ausser acht lassen, schon alleine wie viel Last ich beim beschleunigen gebe, macht mehr wie ein Liter auf 100km im Drittelmix aus. Ich kann meine Verbrauch, um mehr wie 2 Liter nur durch meine Fahrweise beeinflussen. Ich kann mit 9 Liter Ethanol fahren ich kann aber auch mit 14 Liter fahren. Aussagekraft gleich null.

 

desweiteren der Mehrverbrauch bei Katfahrzeugen, ist zu grossen teilen auf die geforderte Abgasnorm zurück zu führen. Die neuesten Abgasnormen fordern eine enorm schnelle Anspringzeit des Kats, somit sind diese extrem Motornah verbaut. Was aber auf der anderen Seite dazu führt, das extrem angefettet werden muss, um unter Last die AGTs nicht durch die Decke gehen zu lassen, sonst würde der Kat einfach verbrennen. Motoren mit Motornahen Kats laufen unter Volllast so fett das sie fast kein Zündfähiges Gemisch mehr haben, sieht man so schön an den Benziner die beim beschleunigen so russen, wie ein Diesel.

 

Du solltest dich mal dringend damit auseinander setzen und nicht nur die Bild lesen. Wissenschaftlich Arbeiten gibt es genug, kann dir auch gerne welche zusenden, sind nur leider alle in Englisch.

 

Auch als Gegner einer Sache muss man sich mit Fakten auseinander setzen, ohne das ist jede Diskussion völlig sinnfrei.


28.02.2012 21:12    |    franco_01

@Finn79

Lesen ist nicht Dein Ding - nur beleidigend werden - oder? Bei sechs Fahrzeugen und verschiedenen Fahrern tritt jeder automatisch mehr aufs Gas, wenn er E10 im Tank hat - so denkst Du Dir das?

Du stellst hier nur Thesen ohne Beweise auf - also tu Dich hier nicht so überheblich hervor. Und was die namhaften Unis betrifft - für jede Aussage gibt es eine dagegen.

 

Der Brennwert von Ethanol ist nunmal um 40% niedriger, als der von Benzin. Bei der Verbrennung von Benzin wird ungefähr 1,5 mal soviel Luft benötigt, wie beim Ethanol. Allein daraus ergibt sich schon ein theoretischer Mehrverbrauch, den Du nicht wegdiskutieren kannst und der in Studien mit den FFV nachgewiesen wurde (in den USA gibt's den Sprit schon länger)! Speziell für Dich: der Mehrverbrauch an Luft ergibt sich durch das stöchiometrische Luftverhältnis (Lambda = 1). Und genau hier liegt motorentechnisch auch das Problem: wie ich oben schon geschrieben habe, sind die Motoren überwiegend nicht für optimierten Verbrennungsverlauf mit Ethanol gebaut - lediglich die FFV weisen ein besseres Verhältnis auf.

 

Da bei heutigen Motoren für Lambda = 1 ein Gemisch von 14,7 : 1 erforderlich ist und die Luftzufuhr nicht reduziert wird, wird im Umkehrschluss mehr Ethanol für Lambda = 1 benötigt. Anders bei FFV: hier ist die Motorsteuerung modifiziert.

 

Mit Chemie allein kannst Du hier nicht weiterkommen - die Motorentechnik darf nicht außer Acht gelassen werden. Deshalb gibt es hier auch soviel unterschiedliche Werte zu Leistungsverhalten und Spritverbrauch. Es können nicht alle Motoren über einen Kamm geschoren werden - die Fahrer sind das kleinere Problem.

 

P.S.:

Gegen E10 bin ich nicht wegen des Mehrverbrauchs o.ä., sondern wegen der Zwangseinführung und des Lobbyismus für diese antiquierte Technologie.


28.02.2012 21:17    |    trixi1262

dann müssen doch die alten motore ,bzw. Steuergeräte damit besser klarkommen,als die neuen Modelle ! Wenn da was mit der Lambda nicht stimmt,kommt sofort die Motorkontroll-Leuchte !

Und wenn man erheblich Pech hat,geht der Wagen noch in den Notlauf

mfg trixi1262


28.02.2012 21:24    |    franco_01

@trixi1262

Genau so isses - lediglich die Dichtungen sind das Problem bei alten Autos, nicht der Sprit selbst. Bei neueren Fahrzeugen liegt alles an der Motorsteuerung.

 

Die FFV haben einen Kraftstoffsensor, der den biogenen Kraftstoffanteil misst und die Motorsteuerung entsprechend anpasst und besitzen verschiedene Optimierungen der Bauteile (Einspritzdüsen, etc.). Wird u.a. in den USA schon seit über 15 Jahren eingesetzt - deshalb antiquiert. Hier wird's als neu hingestellt.


28.02.2012 21:50    |    Kung Fu

Zitat:

Fakt ist: bei 6 Fahrzeugen (Opel, Renault, Fiat und Benz) habe ich mit E10 einen realen Mehrverbrauch von 5-10% über einen längeren Zeitraum. Deshalb bin ich wieder auf E5 umgestiegen, und der Verbrauch ist eben messbar wieder nach unten. Mit Buchhaltung und Fahrtenbücher lässt sich das wunderbar nachvollziehen.

LOL. Mal ehrlich, wer allenernstes behauptet, durch eine 5%- Beimischung eines anderen Brennstoffes sage und schreibe bis zu 10% mehr Verbrauch zu haben - und das auch noch exakt gemessen und berechnet haben will - ohne daß ihm da irgendwas komisch vorkommt? Da ist doch nu wirklich alles zu spät.

Das funktioniert ja noch nicht mal, wenn man statt den 5% Ethanol nur Wasser beimischen würde. Aber manche sehen wirklich nen Mann im Mond - da kann man mit simpler Logik nichts machen.


28.02.2012 21:58    |    trixi1262

ich habe jetzt im schnitt 65-70% Ethanol und rest benzin,je nach sorte

Winter oder Sommerware.

Und der Mehrverbrauch macht fast exakt 1 Liter aus, anstatt 6,5L sind es mit der Mischung 7,5L

wie gesagt, ausser der vollgesiffte Spritfilter,war noch nichts an dem auto

mfg trixi1262

PS: Das Einzig doofe ist,das Gemische um die % zahlen in etwa zu halten.

wenn ich nähmlich mal kein Ethanol habe,war im letztem Sommer ein Engpass in Berlin, dann dauert es eine ganze weile,bis das Steuergerät wieder umlernt ? / schaltet, ach was weiss ich,was da dann passiert?


28.02.2012 22:01    |    Finn79

@franco du vergisst aber das Ethanol gebundenes Sauerstoff enthält. Was sagt den der Brennwert aus? Energie je Kilogram. Aber nichts von reiner frei gesetzter Energie bei der Verbrennung, also versuchst du hier gerade zwei Sachen durch einander zu werfen die nicht zusammen passen.

 

Das der Energiegehalt geringer ist streite ich gar nicht ab. Aber 5-10% Mehrverbrauch, bei 1,5% weniger Energiegehalt ist genauso Schwachsinn. Bitte erkläre doch mal 3,5-8,5% Mehrverbrauch, über den Energiegehalt. Dann müsstest du ja in den Fahrzeugen um die e50 fahren um solche Mehrverbräuche zu erreichen. Das kann man im Grunde nur damit erklären das die Fahrer allesamt nicht Verbrauchsarm fahren. Und noch was dazu, was nimmst du als Referenz? Die Werkangaben? Diese Verbräuche werden auf Prüfständen gefahren, die haben nichts mit der Realität zu tun, da kannst du locker 0,5l draufschlagen, dann kommst du zu deinem Referenzwert, dann sind wir bei deinen 1,5%.

 

Problem ist unser Abgassystem, wir sind auf Lambda eins aus, weil das der Gesetzgeber festlegt. Aber das Ethanol ein völlig anderes Abgasverhalten hat und somit der Kennfelder und auch das Verhältnis des Luft/Kraftstoffgemissches hier völlig anders gelegt werden kann, siehst du nicht. Warum legen wir den Lambda 1 als Massstab an? Weil in dem Punkt die Stickoxide und CO2 optimal aufgearbeitet werden können. Man stelle sich vor durch die geringere Verbrennungstemperatur und die daraus resultierende geringere AGT, werden weniger Stickoxide entstehen, somit kann ich magerer fahren, somit Kraftstoff sparen.

 

Du lässt aber einige Punkte völlig außenvor in der Diskussion, bessere Energieumsetzung bei Ethanol, die ich jetzt schon mehrfach angebracht habe. Nun stelle ich mir die Frage ob es Sinn macht, mit einem so starrsinnigen Menschen weiter zu diskutieren, wenn er nicht mal versucht seinen Gegenüber zu verstehen und die Argumente nicht aufnimmt.

 

Ich glaube du solltest erst mal lesen was ich schreibe, ehe du dich über mich beschwerst und dann auch versuchen zu verstehen, was dein Gegenüber so erklärt.

 

Bitte lies doch erst mal etwas, über Verbrennungskinematik, dann können wir gerne weiter diskutieren, ich sehe aber derzeit keine Sinn darin, weil du auf deinen Theorien beharrst, ohne wirkliches Wissen darüber.


28.02.2012 22:08    |    trixi1262

kann mir mal jemand sagen,was mit den Stickoxiden passiert bei meiner Mischung , wird das mehr oder weniger ?

Bei C0 steht auf meinem AU-Schein 2 x 00,00

mfg trixi1262


28.02.2012 22:17    |    franco_01

@trixi1262

Dein vollgesiffter Spritfilter hat mit Ethanol nichts zu tun - direkt jedenfalls nicht. Hat vielleicht den vorhandenen Dreck im Tank gelöst, da Ethanol sauberer ist, als fossiler Brennstoff. Mit 15% Mehrverbrauch liegst Du genau im Schnitt - Renault baut für den Markt in Skandinavien und USA schon lange FFVs - deshalb die Verbrauchswerte.

 

@Kung Fu

Den Mann im Mond kannst Du stecken lassen, wenn sonst keine Argumente kommen. Informier Dich erst mal, bevor Du andere als Lügner oder dumm hinstellen willst!

Nochmal für Dich: der Verbrauch kommt auf die Fahrzeuge an und ist im Dauerbetrieb über mehrere Tsd. KM gemessen. Oben hab' ich schon geschrieben: je nach Fahrzeug muss für den Wert Lambda = 1 mehr Sprit zugeführt werden, da bei E5 das Kraftstoff/Luft Gemisch ca. 1 : 14,7 beträgt, bei reinem Ethanol ca. 1 : 9,8. Rein rechnerisch beträgt der Mehrverbrauch ca. 2 % beim E10, ohne Berücksichtigung des geringeren Brennwerts beim E10. Bei manchen Fahrzeugen ist der Mehrverbrauch aufgrund der Motorsteuerung eben auch mehr, bei anderen fällt kein Mehrverbrauch an.

 

@Finn79

Du bestätigst eigentlich nur, was ich schon geschrieben habe: Du liest nicht. Die Problematik mit dem Lambdawert habe ich oben angesprochen. Dass die Werte von vielen Faktoren abhängig sind, ist wohl unstreitig. Du solltest vorsichtig sein mit Unterstellungen und sachlich bleiben - ich habe keine Lust, auf das gleiche unsachliche Niveau abzurutschen.


28.02.2012 22:30    |    trixi1262

Ich werde doch nicht etwa einen Clio erwischt haben,der eigendlich überhaupt nicht für den Deutschen Markt bestimmt war ?

Das wäre ja ein Ding !;):p:rolleyes:

mfg trixi1262


28.02.2012 22:38    |    franco_01

@trixi1262

Bei Renault habe ich keine Ahnung über die vertriebenen Modelle in D. Die Motorsteuerung wird sich vermutlich kaum groß unterscheiden - ich denke, dass hier der Spritsensor nicht verbaut ist. Frag doch mal Deinen Händler. Vielleicht kann der Spritsensor günstig nachgerüstet werden - dann verträgt er sogar E85.


28.02.2012 23:02    |    trixi1262

danke für den tipp!

werde mal nachfragen,ob es so einen sensor für einen fast 22 jahre alten clio überhaupt ? noch gibt ? Lohnt sich das überaupt ?

Die Karosse ist ja ,was den Rost betrifft, absolut Sauber !:)

Ist bei Renault nicht Gang und Gebe .

Ansonsten ist es auch nicht schlimm,da er ja eh schon fast 70% nimmt, ohne irgendwas an-oder umgebaue.

mfg trixi1262


29.02.2012 07:01    |    Finn79

@franco

Du übersiehst aber mit deinem vermeidlichen Wissen viele Zusammenhänge, weil dir schlicht weg das Wissen über Ethanol fehlt, gar nicht siehst Ich glaube du hast meine Post nicht mal ansatzweise verstanden. Du mischt Brennwert und Energieabgabe an den Motor, das sind zwei völlig unterschiedliche Sachen. Du kannst nicht einfach von einem aufs andere schließen.

 

Dann du fährst in weiten teilen kein Lambda 1 das ist ein theoretischer Wert. Zum beschleunigen gehst du bis unter Lambda 0,85 zum Beispiel.

 

Und das stöchiometrische Verhältnis liegt bei 9:1 mit wie angegeben 9.8:1.

 

Jetzt sind es auf einmal nur noch 2% Mehrverbrauch. Und was ist den jetzt mit dem Brenn oder mit dem Heizwert, was soll der jetzt noch zusätzlich zu tun haben.

 

 

Erklär doch bitte mal wie die Motorsteuerung den Verbrauch unnötig hoch schraubt, das müsste permanent anfetten, was wieder rum zum FC führen würde.


29.02.2012 13:59    |    franco_01

@Finn79

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: ich hab' nicht geschrieben 'mein Verbrauch', sondern der theoretische Mehrverbrauch! Mit dem stöchiometrischen Verhältnis hast Du Recht: 9,8 ist bei E85.

 

Außerdem widersprichst Du Dir mittlerweile selbst - auf was willst Du raus? Oben schreibst Du, dass Dein modifizierter Motor mehr verbraucht und hier wehrst Du Dich vehement gegen den Mehrverbrauch von nicht modifizierten Motoren? Der Mehrverbrauch, den Du oben angibst

Zitat:

Ich habe einen Mehrverbrauch von 22,5% auf 50tkm gemessen

liegt im Normbereich. Rein rechnerisch hättest Du bei E85 einen Mehrverbrauch von über 40% - durch das bessere Verbrennungsverhalten liegt der Praxiswert eben weit darunter. FFVs haben teilweise einen Mehrverbrauch von bis zu 30% - um die gleiche Leistung zu erreichen, wird also mehr Treibstoff benötigt, als beim E5. Das liegt letztendlich am geringeren Brennwert. Oder wie erklärst Du den Mehrverbrauch?

 

Seit über 15 Jahren sind in den USA, Brasilien und Skandinavien (und was weis ich noch wo) FFVs im Einsatz. Deren Werte willst Du einfach unter den Teppich kehren? In Schweden z.b. ist E75 Standard.

 

Zitat:

Du übersiehst aber mit deinem vermeidlichen Wissen viele Zusammenhänge, weil dir schlicht weg das Wissen über Ethanol fehlt

Du drehst Dich im Kreis - stell keine Behauptungen auf, ohne diese zu belegen.

 

Zitat:

Erklär doch bitte mal wie die Motorsteuerung den Verbrauch unnötig hoch schraubt, das müsste permanent anfetten, was wieder rum zum FC führen würde.

Nach Deinem Astra-Umbau solltest Du eigentlich Ahnung von der Motorsteuerung haben: Um den vorgegebenen Wert zu erreichen (vollständige Verbrennung ohne Luftüberschuss/-mangel) muss mehr Gemisch eingespritzt werden, je mehr Ethanol verwendet wird, damit dieser Wert erreicht wird! Es spielt keine Rolle, ob unter Volllast oder Teillast - das Verhältnis für Lambda ist im Steuergerät vorgegeben. Bei FFVs wird das Gemischverhältnis je nach Kraftstoffart angepasst (trotzdem der Mehrverbrauch). Inzwischen gibt es sogar einige Nachrüstsätze für den Markt in D, um E85 tanken zu können - also 'fast FFV'.


29.02.2012 14:58    |    Finn79

Erst leugnest du den besseren Wirkungsgrad unter Ethanol, nun bestätigst du ihn? ALso wer sich hier windet, stellt sich noch raus.

 

Das andere Länder seit Jahrzehnten zum Teil E100 fahren, brauchen wir nicht zu diskutieren.

 

 

Zu meiner Motorsteuerung, ich habe ein Sprungsonde und keine Breitbandmessung somit sind die Regelgrenzen weit aus grösser. Unser Audi dagegen ist sehr sehr empfindlich, dank Breitbandmessung.

 

Deine Argumentation lässt aber eins aussen vor, dein Motor läuft nie Lambda 1, das ist der Knack punkt. Bei mehr wie Teillast, also beim beschleunigen, wird das Lambdasignal ausgeblendet und nur rein nach Luftmasse und Kennfeld gefahren, da wird nichts geregelt da wird nur gesteuert.

Und wir messen auch kein Lambda, weil es ja eine masslose Einheit ist, sondern wie messen den Restsauerstoffgehalt im Kraftstoff. Sie heißt einfach nur Lambadasonde, weil intern durch die Luftmasse das umgerechnet wird, und der O2 Wert als Korrekturwert genommen wird. Deswegen kann man den auch ausblenden.

 

Die Nachrüstsätze sind zum grössten Teil entweder nicht brauchbar oder völlig überteuert und was sie alle nicht können, die limitierung der ESV zu umgehen.

 

Zum Mehrverbrauch, du solltest erst mal lesen was ich geschrieben habe und versuchen zu verstehen. 1,5% sind mit unseren Mitteln, Tankstelle, KM Anzeige nicht messbar, weil der Messfehler, weit aus grösser ist, wie die Schwankung. Also sind deine 5-10% einfach nicht richtig, weil wie oben aufgeführt, der Mensch alleine, schon mehr verursacht. Zumal du als Referenz ja die Werksangaben nimmst und diese wird man nie erreichen, ausser wenn man auf einem Prüfstand diesen Zyklus fährt.


29.02.2012 15:09    |    trixi1262

Also,Ihr zwo Kampfhähne !:confused:

Ich danke Euch beiden für die Infos und nehme von Jedem etwas !

Das dürfte mir persönlich mehr helfen, als Eure endlose

"ICH HAB REcht" diskussion zu verfolgen und im Endeffekt, kein Schwanz mehr als Aussenstehender, überhaupt noch weiss, was er glauben soll ????

Was denkt, Ihr wieviele Autofahrer diesen Thread verfolgen und keine Chemieexperten sind !

Vielen geht es doch mehr um die Tatsache, der Verunsicherung durch Politik und Lobby,

So wir Ihr das momentan handhabt, bringt Ihr keine Ordnung in dieses

Verwirrspiel.

mfg trixi1262


29.02.2012 15:36    |    Finn79

Hauptproblem was ich sehe, das einige nicht mit Messungenauigkeit umgehen können. Bestes Beispiel das Tanken, ich nehmen mal an es fehlen zur kompletten Füllung 2 liter. Das würden auf 800km 3% Mehrverbrauch ausmachen, wenn man nicht jedes mal auf die gleiche Marke tankt. Genauso der Fahrer an sich, ist die grösste Fehlerquelle, das wollen aber einige nicht verstehen, das die proklamierten Mehrverbräuche von allem abhängen aber am wenigsten vom Sprit.

 

Das ist eigentlich meine Hauptaussage.

 

Nebenargumente, mehr Leistung/Drehmoment senken ebenfalls den Verbrauch, gleiches Moment bei weniger Gaspedal = Kraftstoffersparnis. Deswegen spart ja auch ein 1,4 Turbo mit 150PS Sprit gegenüber von einem 2liter Sauger, weil der kleine Turbo mehr Drehmoment hat.


29.02.2012 15:53    |    trixi1262

Ich versuche mal das rüber zu bringen, ohne ein Studium in Chemie zu haben !

Da jeder Tacho unterschiedlich geht, also falsch anzeigt, habe ich mir 2 Routenplaner zur Hilfe genommen. Diese sind bis minimale Abweichungen für Otto-Normalo ausreichend.

Ich fahre mit meinem Clio ziehmlich genau gleich, weder Blitzstart, noch rumkriechen !

Dann nehme man einen Durchsichtigen 5 Liter-Kanister und liter diesen genau aus ,mit dem geklautem Messbecher aus Mutterns Küche und mache sich bei korrekten 5 Litern eine Markierung.

Um den Test vernünftig durchführen zu können, nehme man gleiche Tankstelle und Säule.

Fahrzeug volltanken, bis zum Stutzen.

Dann bsp.w.200km fahren, laut Routenplaner kein Problem,die paar abweichenden Km, kann man per Tageskilometer den Mittelwert nehmen.

Dann genau Nachtanken und ausrechnen.

Bissl Umständlich, aber wer es genau wissen will, die einfachste Lösung !

mfg trixi1262

PS: Viele verlassen sich auf ihren BC, googelt mal vorher, wie genau Dieser bei Eurem Fahrzeug ist, manch einer wird sich wundern!;)

Und noch was, hab ich vergessen !

Mit einem verdrecktem Luftfilter würde ich diesen Test ebenso wenig machen, wie mit 1000järigen Zünd-Kerzen


29.02.2012 16:55    |    franco_01

@Finn79

Zitat:

Erst leugnest du den besseren Wirkungsgrad unter Ethanol, nun bestätigst du ihn?

Stimmt doch gar nicht! Ich sage nur, Ethanol hat einen geringeren Brennwert - über das Verbrennungsverhalten habe ich nirgends was geschrieben.

Zitat:

Zumal du als Referenz ja die Werksangaben nimmst

Wo hab' ich das geschrieben:confused:

Nebenbei bemerkt: Den größten Ausrutscher hat sich mein Megane geleistet: Durchschnittsverbrauch von 6,4 L, mit E10 nicht unter 7,2 L :eek: Nur dem Volvo war's egal. was getankt wurde.

 

Meine Fragen an Dich sind aber immer noch unbeantwortet, bist wohl nicht in der Lage dazu, Deine eigenen Widersprüche zu klären? - Du kannst, wenn Dir die Argumente ausgehen, nur auf Andersdenkenden rumhacken. Die Sache betrachtest du wohl überwiegend von der chemischen Seite und ich von der elektronischen - das ist der Unterschied. Nur: das Eine funktioniert in diesem Fall ohne das Andere nicht!

 

@trixi1262

BC interessiert mich nicht - bei manchen Fahrzeugen ein Witz, was der vorgaukelt.

So, und jetzt hab' ich keine Lust mehr auf unsachliche 'Diskussionen' mehr - hast ja Recht :)

 

Also zurück zum eigentlichen Thema und der Frage, warum Deutschland eines der letzten europäischen Länder überhaupt ist, in dem FFVs nicht serienmäßig zu ordern sind. Womit wir wieder beim Lobbyismus und der Politik wären :mad:


29.02.2012 17:37    |    Finn79

Ich glaube du willst meine Argumentation nicht verstehen. Ich sage nicht das es keinen Mehrverbrauch gibt, ich sage nur, du kannst es so wie du es misst nicht verwerten.

 

Nehmen wir mal an dein Megan verbraucht im Schnitt 6,4l, dann wäre ein theoretischer Mehrverbrauch von 1,5%, den e10 weniger hat, wäre ein Mehrverbrauch von 0,049liter/100km. Wie willst du das den messen? Diese Abweichung ist kleiner wie alle Fehler die dort rein laufen. Alleine der Faktor Mensch beeinflusst um Faktor 10 den Mehrverbrauch wie das bisschen e10. Und man sollte auch bedenken das es ja im schnitt nur e7 ist, also nur 1,05% weniger Energiegehalt, auf deien Megan runter gerechnet ein Mehrverbrauch von 0,032l/100km.

 

Machen ich es wissenschaftlich, liege ich mit diesem in meiner Toleranz die ich angeben muss. Alle Fehler werden aufaddiert, einmal einen Liter mehr oder weniger getankt, mal mehr mal weniger Gas gegeben und nicht zu verachten die klimatischen Bedingungen. Daraus resulitiert einen wesentlich grössere Schwankung des Verbrauch, wie durch e10. Da geht das gerade mit unter.

 

Sorry wenn du das nicht begreifen willst oder kannst, wie soll man es noch erklären. Wir können mit unseren Mittel keine Mehrverbrauch messen, das ginge nur mit der Kraftstoffwaage und unter Ausschluss des Menschen.

 

Zumal alternde LMM, Kühlmitteltemperaturgeber und Lambadasonden ebenfalls den verbrauch hoch schrauben, das haben wir noch nicht betrachtet.


29.02.2012 20:07    |    franco_01

@Finn79

Zum endgültigen Abschluss des leidigen Themas:

Der Megane wird immer mit der gleichen Sprit-Marke betankt (Karte) und hatte einen Verbrauch von 6,4 L. Nach Wechsel auf E10 lag der Verbrauch über mehrere Tsd. KM bei 7,2 L. Erneuter Wechsel auf E5: wieder 6,4 L.

 

Find ich in dem Ausmaß zwar auch ungewöhnlich (insbesondere bei Renault, die den Motor auch in FFVs anbieten), nur der Opel (nebenbei auch ein F-Astra) war mit knapp 5% Mehrverbrauch noch extrem hoch. Die Schlüsse daraus kann jeder nach seinem Dünken ziehen.

 

Gruß


01.03.2012 03:08    |    Kung Fu

Doll. Was will uns das sagen? Ich hab mal 7l und mal 9l Verbrauch, je nach Laune. Oder glaubst du, da hat mir immer einer heimlich E10 innen Tank getan, wenn ich mal höheren Verbrauch hatte. Huhuu die Gespenster gehen um. :D


01.03.2012 07:35    |    Finn79

Zumal ja wir Menschen uns selber subjektiv beeinflussen. Mal ganz blöd, unbewusst tritt man selber mehr aufs Gas beim beschleunigen, bums Mehrverbrauch. Es gibt viel zu viele Faktoren, die sowas auslösen können, deswegen bezweifel ich ganz einfach das Ergebnis.

 

Wenn kann man sowas nur auf einem Prüfstand unter Laborbedingungen messen, alles andere fällt eher unter Messungenauigkeit.


01.03.2012 15:04    |    Thommy104

Hy,

 

wie gut dass ich kein Chemiker bin und versuche mein Wissen hier Nieder zu schreiben. Könnte fatal enden. Im Endeffekt ist es doch so, jeder Tankt was er will. Der Verbrauch, egal ob Benzin mit oder ohne Ethanol,liegt Hauptsächlich vom Fahrstil ab. Niemand fährt jeden Tag gleich,dies hängt von der Sresssituation ab, bzw. von der Emotionalen Verfassung des(r) Fahrers/in ab. Und das fast immer ohne es selbst zu Bemerken.

Wollte auch mal nen Senf dazugeben. xD

 

Gruss

Thommy


01.03.2012 15:15    |    trixi1262

Nun gut, es fehlt ein "M" :p

 

http://www.ciao.de/Thomy_Senf_Geschichte_des_Senf__1075131

 

;););)

 

Spass beiseite !

 

Du hast völlig Recht !

Zumal, es den Wenigsten hier etwas nutzt, wenn man alles in Wissenschaftlichen Berechnungen und Formeln zum Ausdruck bringt.

Alles im allem ,macht es aber Sinn sich über Alternativen mal Gedanken zu machen und Erfahrungen auszutauschen !

mfg trixi1262


01.03.2012 16:26    |    franco_01

Erfahrungsaustausch ist gut - manchmal kann es auch in ein Streit-'Gespräch' ausarten. Auch kein Problem, dazu sind die Plattformen ja auch da.

 

Dann kommen aber ganz am Schluss immer wieder Kamele dazu, die glauben mit irgendwelchen 'witzigen' Einwürfen das Gras wieder abfressen zu müssen und nichts Sinnvolles beizutragen haben und alles ins Lächerliche ziehen zu müssen (geht nicht um den beigetragenen Senf). Typische Opportinisten halt :o


01.03.2012 18:27    |    MauiSven

@franco_01

Hallo Franco, Respekt und Anerkennung für Deine glaubwürdigen, fundierten und vor allem sachlichen Beiträge.

Du warst tapfer bis zum Schluß, und nicht der erste, der aufgrund unsäglicher Diffamierungsversuche (trotz Angabe der ach so oft geforderten Praxiserfahrung) auf weitere Beiträge verzichtet. Wir können aber sicher sein, daß die meisten - auch neutralen - Beobachter diese bedauernswerten Pappenheimer belächeln, die durch die Form ihrer Gegenargumentationsversuche schon längst offengelegt haben, daß sie sich selbst nur noch in die Tasche lügen...


01.03.2012 18:42    |    Finn79

@MAui da sagst du, derjenige der nur von Halbwahrheiten redet. Omg.........


01.03.2012 18:56    |    franco_01

@MauiSven

Danke - sehe ich genauso.


01.03.2012 19:01    |    Thommy104

:eek::confused:


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"