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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


05.04.2011 00:33    |    trixi1262

AR147!

Was für Verschwörungstheoretiker ?

Es ist doch Tatsache,das die Konzerne und die Politik nichts davon halten,dem Öl

abzuschwören,was hätten Sie davon.

Steuereinnahmen futsch,profite futsch,denk mal nach ,bevor du so etwas schreibst.

Vorallem,Verallgemeinerst du die Angelegenheit.alle über einen Kamm ???

mfg trixi1262

Und gute Nacht,allerseits !


05.04.2011 02:02    |    cocker

naja - Verschwörung ist nicht ganz das richtige Wort - aber die handeln alle nach dem Motto "Leben und leben lassen" bzw. "Hilfst du mir meine Taschen vollzumachen, helf ich dir deine vollzumachen..."

 

wenn keiner mehr Sprit tankt ist das so, als würden auf einen Schlag alle Menschen mit Rauchen aufhören - Chaos, ein Drama, wirtschaftlich vor allem. Trixi hat das ja so schon dargestellt.

 

Was denkst du, was da hinter den Kulissen abläuft? Da gehen Schmiergelder von hüben nach drüben. Oder glaubst du, in der Volkswirtschaft ist das anders als in der freien Wirtschaft?


05.04.2011 07:32    |    bestaude

Ich weiß nicht, warum ihr euch aufregt! Kauft euch doch als Einstieg ein Hybridauto. Es gibt jetzt auch eine deutsche Firma, die sowas herstellt: Porsche! Dankenswerterweise weist euch motortalk auf diese Möglichkeit hin. Der Porsche 918 Spider soll dem Prius Konkurrenz machen und kostet nur wenig mehr als dieser: schlappe 768.026€.

Wie krank ist das denn?


05.04.2011 07:41    |    trixi1262

Na dann müssen wir mal die Politiker und die Lobby fragen,ob sie die paar Kröten

locken machen würden :D

mfg trixi1262

Und für die paar Wenige,ich tanke immernoch kein E10 ! :)


05.04.2011 09:44    |    nova2003

... schon gehört?

Bundeskasperle Angela hat in einem Interview zum Thema Abschalten der AKW's gesagt, dass jeder Bundesbürger dazu bereit ist, 15,- Euro monatlich, pro Kopf, für "sicheren Strom" zu berappen. Bei einer 4-köpfigen Familie sind das nette 60,- Euro pro Monat für "sicheren Strom"!

Hat die jemanden von Euch gefragt?

Mich jedenfalls nicht!

Unter dem Aspekt relativiert sich dann auch die Frage nach Strom als Alternative zu Mineralöl.

 

Tanke immer noch kein E10.

Weg mit der Plörre.


05.04.2011 09:45    |    r-o-b-e-r-t

...Deshalb importiert Deutschland ja auch Atomstrom von den Nachbarländern....Gerade gestern oder vorgestern im Radio gehört.:D


05.04.2011 09:50    |    bestaude

"Bundeskasperle Angela hat in einem Interview zum Thema Abschalten der AKW's gesagt, dass jeder Bundesbürger dazu bereit ist, 15,- Euro monatlich, pro Kopf, für "sicheren Strom" zu berappen. Bei einer 4-köpfigen Familie sind das nette 60,- Euro pro Monat für "sicheren Strom"!"

 

Wir zahlen doch schon die Endlagerung und die Castortransporte und tragen das Risiko, dass uns die AKWs um die Ohren fliegen. Auf wieviel Gewinn wollen denn die AKW-Betreiber verzichten? Ist doch immer dasselbe: Gewinne einstecken und Kosten sozialisieren!


05.04.2011 09:56    |    trixi1262

Soll doch die Merkel,jeden Arbeitnehmer monatlich 500,00€ Prämie geben,dann könnte es klappen.

Steuern senken,oder wie Schwesterwelle bei der Wahl noch gross,geprahlt hat

" Mehr Netto vom Brutto":confused:

Die schaffen es ja noch nicht einmal, Mindestlöhne einzuführen!

Oder ,wenn ich 6000-8000€ monatlich habe,sehe ich kein Problem darin !

mfg trixi1262


05.04.2011 09:58    |    r-o-b-e-r-t

Mindestlöhne einführen und dafür werden dann 50% der anderen rausgeschmissen....Sind wir genau da, wo wir angefangen haben.


05.04.2011 10:03    |    trixi1262

@ r-o-b-e-r-t

 

Da sind wir noch nie rausgekommen,wird nur anders genannt !

Denkst du ,die Arbeitslosenzahlen sind richtig ?

Nimm mal die 400,00€ und die 1€ Jobber mit rein !

Dann passt das auch wieder!

Schönfärberei nenn ich das.

mfg trixi1262


05.04.2011 10:11    |    r-o-b-e-r-t

Das mit den 1€ Jobs ist nichts neues.

 

Und nun? Wenn niemand eingestellt wird, was soll Frau Merkel da machen? Klar trägt sie ihren Teil zu bei, aber an allem schuld ist sie sicher nicht.


05.04.2011 10:19    |    trixi1262

Sicherlich ist Sie nicht an allem Schuld,aber die Mauschelei,mit Lobby und Industrie macht Sie nicht unbedingt,Sympatischer !

Da ist es egal,wer da an der Rolle ist,ob nun CDU,SPD,oder wie Sie alle heissen.

Mein Dad hatte einen guten Spruch und das ist heute immernoch

zutreffend :

"Geld regiert die Welt und der Knüppel,die Menschen!

mfg trixi1262


05.04.2011 10:20    |    r-o-b-e-r-t

Natürlich ist das Mist, aber so ist das nun mal.

 

Soll sie den Stromerzeugern nun auferlegen, den Atommüll auf eigene Kosten zu lagern usw?

 

Dann schlagen die das auf den Strompreis drauf, alle sind wieder sauer und Merkel ist die dumme.


05.04.2011 10:25    |    AR147

Hallo Trixie, es mag ja sein, dass die Ölkonzerne, Staaten und Regierungen vom Öl, den Steuern darauf und den damit verbundenen Einnahmen profitieren. Die Frage ist aber genügt das schon um ihnen vorzuwerfen, sie würden Patente verschwinden lassen und Erfindungen zurückhalten.

 

Ich denke: nein!

 

Denn vieles was bisher im Internet "präsentiert" wurde, waren ganz klar Fakes, die von Leuten entwickelt wurden, um Investoren über den Tisch zu ziehen.

 

Nicht die Ölfirmen sind das Problem, sondern dass die Menschheit zu wenig Geld für ökologisch wirklich sinnvolle Technologien und Forschung ausgibt. Vor allem die Förderung von Pseudo-Grünen Technologien wie Biosprit und Elektroautos sind hier zu nennen, de zwar das Gewissen beruhigen, dem Planeten aber nichts bringen.

 

Gut, die Ölfirmen haben genug Dreck am Stecken, aber dass sie Patente zurückhalten, die die Grenzen der Physik aushebeln und uns auf wundersame Weiße mit Energie beschenken könnten, das ist nicht der Fall.

 

Alleine mit der Kenntnis des Energieerhaltungssatzes (Physik Mittelstufe) kann man schon 90% dieser tollen Erfindungen, die von den bösen Konzernen zurückgehalten werden, als Schwachsinn erkennen.


05.04.2011 10:26    |    trixi1262

@ r-o-b-e-r-t

 

das kommt so,oder so !

Die Stromriesen werden uns das schon aufs Auge drücken !

Das dauert garnicht sehr lange,denke ich Jedenfalls !

Hatte Ende letzten Jahres von EON ein Angebot mit Festpreisgarantie bis 2012 erhalten !

Ganz unten ,stand Kleingedruckt *

So ähnlich ,gilt nur bei unveränderter Gesetzeslage !

mfg trixi1262


05.04.2011 10:27    |    nova2003

Eben kommt gerade ein Bekannter von mir und regt sich über den Spritpreis auf. Zeigt mir seine Tankquittung und hat doch tatsächlich 63 Cent für Super+, pro Liter bezahlt. Findet er unverschämt teuer!

Als Angehöriger der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte, schiebt er beim Tanken immer sein "Spezialkärtchen" mit zur Kasse rüber.

Jetzt brauche ich Zeit zum Nachdenken :mad:


05.04.2011 10:28    |    AR147

Ja, die Besatzer haben es eben besser als die Besetzten :D


05.04.2011 10:37    |    trixi1262

@AR147 !

Sicherlich,Forschung und Ökologie müssen betrieben werden und zusammenpassen !

Aben nehmen wir mal,die Hybridfahrzeuge,die jetzt von vielen Herstellern angeboten werden !

Die Autolobby hat stehts behauptet,ein Fahrzeug zu entwickeln,dauert, Jahre !

Dann ,vor ein paar Lenze,als das Thema Hybrid in aller Munde kam,haben viele plötzlich ,die Dinger aus dem Hut gezaubert ???

Die steckten wohl schon seit Jahren in den Schubladen,die Nachfrage war aber nicht gegeben,oder ?!

Wenn kein Bedarf/Absatz da ist,wofür Irgendetwas bauen ?

Jetzt ,nach Japan ist das Thema,enorm brisant.

Siehe auch Öko-Strom Wechsler,denken tatsächlich das da auch Öko aus der Dose kommt :)

mfg trixi1262


05.04.2011 10:43    |    trixi1262

hallo nova2003 !

63cent,coole sache !

Ich möcht auch son,Kärtchen :D

Kann mich nicht dran erinnern,das wir nach dem Euro ,mal 63cent bezahlt hätten, oder ????

mfg trixi1262


05.04.2011 10:44    |    AR147

Umso besser, wenn diese bescheuerten Hybridautos gar nicht erst kommen. Millionen von riesigen Lithium-Ionen Akkus, ich will gar nicht dran denken. Noch weniger, was das für die Preise der Laptop-Akkus und Handyakkus bedeutet. Lithium ist durchaus schwer zu gewinnen, den Bedarf kann man kaum decken.

 

Ich denke außerdem nicht, dass man die Autolobby mit der Erdöl-Lobby in einen Hut werfen kann, sie haben grundsätzlich andere Interessen. Die Auto-Lobby will Autos verkaufen, die Öl-Lobby eben Öl. Das hat miteinander kaum etwas zu tun. Gerade die Autofirmen können durch Innovation offensichtlich durchaus profitieren.

 

Wenn man ein "Wasserauto" wie es Daniel Dingel angeblich entwickelt hat wirklich bauen könnte, warum sollte BMW oder Audi das nicht tun? Sie wären doch blöd, wenn sie das zurückhalten würden. Was glaubst du?

 

Warum sollten Autofirmen am Öl festhalten wollen?

 

Was übrigens von Audi als Hybrid oder Teilhybrid vermarktet wurde, war wirklich nur hastig aus dem Hut gezaubert und letztlich bullshit. Primitives Aufladen der Fahrzeugbatterie durch Bremsenergierückgewinnung. Liest sich schön im Prospekt, bringt aber nichts. Genauso wie Start-Stop Elektronik oder anderer Käse. Beruhigt das Gewissen, spart aber nichts ein.


05.04.2011 11:24    |    trixi1262

das mit dem Start-stop dingelsen ,war da nicht mal ein

VW Golf öko ???

Hab da noch was dunkel in Erinnerung Ende der 90er ???

Jedenfalls kommen mir die gesamten Lobbyisten nicht ganz geheuer vor!

Wer weiss,was Die für Süppchen kochen,die der Steuerzahler wieder auslöffeln darf ! :confused:

mfg trixi1262


05.04.2011 11:31    |    hoc777

@nova2003

Zitat:

Eben kommt gerade ein Bekannter von mir und regt sich über den Spritpreis auf. Zeigt mir seine Tankquittung und hat doch tatsächlich 63 Cent für Super+, pro Liter bezahlt. Findet er unverschämt teuer!

 

Als Angehöriger der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte, schiebt er beim Tanken immer sein "Spezialkärtchen" mit zur Kasse rüber.

 

Jetzt brauche ich Zeit zum Nachdenken :mad:

Kannst du da mal näheres zu schreiben ( Spezialkärtchen ) ??? Habe ich noch nie was von gehört, wäre mal interessant zu wissen, was es damit auf sich hat.


05.04.2011 11:55    |    cocker

@AR147

Zitat:

Umso besser, wenn diese bescheuerten Hybridautos gar nicht erst kommen. Millionen von riesigen Lithium-Ionen Akkus, ich will gar nicht dran denken. Noch weniger, was das für die Preise der Laptop-Akkus und Handyakkus bedeutet. Lithium ist durchaus schwer zu gewinnen, den Bedarf kann man kaum decken. (...)

also von Toyota weiss ich, dass die Akkus in den Hybriden verdammt lange halten... mind 8 Jahre! Das kannst du vom Akku deines Laptops sicher nicht behaupten... :D

Ich denke jetzt schon über einen Prius als Zweitwagen nach. Potthässlich die Teile, aber mit 4 L/100km fährst du unschlagbar billig und fast schon luxuriös... und an den Autos geht so gut wie nix kaputt.

Der Meister meiner Toyotawerkstatt weiss von 3 Akkus, die bislang in Köln auf Garantie beim Priusmodell erneuert wurden...

 

E10 SUCKT !!


05.04.2011 12:09    |    trixi1262

hallo hoc777!

Ich geh mal davon aus,das die ca. 89cent Steuern fehlen !

Das werden die US-Streitkräfte in D: nicht zahlen müssen .

Vermute ich jetzt mal ???

mfg trixi1262


05.04.2011 12:09    |    AR147

Für die Stadt haben Hybridfahrzeuge schon eine gewisse Daseinsberechtigung, die Frage ist nur, wäre es da nicht besser, wo anders anzusetzen, zum Beispiel in einer radikalen Vergünstigung des ÖPNV. Hier in München zahle ich ca. 8 Euro um zu meinen Freunden oder in die Disco zu kommen, nur, dass ich dann schon um 1:15 Nachts aufbrechen muss. Fahre ich die Strecke mit dem Auto, sind es ~ 15 km hin und wieder zurück, dafür brauche ich keine 8 Euro Sprit. Wo ist also die Kostenersparnis. Das Auto kostet Steuer und Versicherung so wie so, also nutze ich das Auto auch.

 

Wo ist da die Verschwörungstheorie, warum ist der ÖPNV so teuer? Illuminaten? Hitler? Außerirdische? Alles drei?


05.04.2011 12:25    |    trixi1262

hallo AR147 !

Was kostet jetzt ein Ticket München Flughafen-Ismaning ???

6,00€ ???

Bin Freitag ganz in der Nähe,muss ein DW hinbringen

mfg trixi1262


05.04.2011 13:32    |    Kung Fu

Ist das hier ein Chat?


05.04.2011 13:50    |    trixi1262

Kung Fu,du bist aber empfindlich ! :)

mfg trixi1262


05.04.2011 14:35    |    dinamomax


05.04.2011 15:12    |    AR147

@Trixi: Single-Tageskarte (Außenraum) 5,40 € (ist wahrscheinlich das günstigste)


05.04.2011 15:21    |    trixi1262

Kung Fu,sorry !!!

 

Dankeschön,AR147 ! :)

mfg trixi1262


05.04.2011 17:49    |    escalator

Hallo,

 

was ist damit gemeint:

 

Ja, obwohl es für nicht zugelassen ist (Auswirkungen auf mein Auto sind mir egal)

 

(Punkt 3 in der Abstimmung)


05.04.2011 20:42    |    cocker

@escalator

was soll schon damit gemeint sein - du haust dir auf Teufel komm raus die E10-Plörre in den Tank, obwohl dein Auto es offiziell nicht verträgt - weil du vielleicht ein Grüner bist oder so... solche Leute gibts ja auch :D

 

Hab grade im Radio gehört, dass der ADAC diverse Mineralölfirmen verklagen will, weil die kein Super 95 E5 anbieten, sondern nur das teure Super Plus... es geht in die nächste Runde - ich bin gespannt ;)


05.04.2011 20:44    |    r-o-b-e-r-t

Ja und dann führen sie E5 Super wieder ein, 1ct günstiger als Super+ aber trotzdem noch 9ct teurer als E10.

 

So stell ich mir das vor.


06.04.2011 09:12    |    Alex Quint

E10 muss billiger sei als es das SUPER oder NORMAL war.

Erst dann will ich es tanken, schließlich bezahle ich für BRENNWERT.

Und dieser ist etwas "geringer".

Ich finde es einfach eine SCHWEINEREI, dass kaum Normal oder Superbenzin mehr zu finden ist.

Ich fahre zwar hauptsächlich Autogas, brauche aber immer mal wieder etwas Benzin. Kia gibt zwar generell eine E10 freigabe, was ich gut finde, aber schon bisher musste ich Super tanken, obwohl mein Auto sogar Normal vertragen würde.

Das Ganze ist doch nur Abzocke : Jetzt wird Ethanol beigemischt und besteuert, als wäre es "Minaralöl", genauso haben unsere "OBEREN" den Biodiesel und ganze Industirezweige quasi über Nacht kaputt gemacht.

Der arme Autofahrer kann ja mit "BIO"-Sprit gar kein Geld mehr sparen.

Wäre es so, würden viele ja freiwillig BIO tanken.

Nein, der Autofahrer sollt BIO tanken und mehr bezahlen, so ist der Plan, also muss man Ihn wohl zwingen, indem man Ihn die Alternativen wegnimmt.


06.04.2011 09:13    |    wdhartan

Was ist denn das für ein Schwachsinn: AKWs abschalten und dann mit Elektro-Autos fahren! Mit Strom aus der Steckdose oder aus Tschechiens AKWs?


06.04.2011 09:18    |    bestaude

Schaut euch mal unsere Straßen an: total kaputt nach dem Winter. Wollen wir wetten, dass das kommt, was Seehofer schon angekündigt hat, nämlich eine Autobahnmaut, um die Reparaturen zu zahlen! Kommt allerdings erst nach der Wahlrunde dieses Jahr.

Dann wird das Auto für viele immer unerschwinglicher!


06.04.2011 10:47    |    nova2003

Zitat: "Nein, der Autofahrer sollt BIO tanken und mehr bezahlen, so ist der Plan, also muss man Ihn wohl zwingen, indem man Ihn die Alternativen wegnimmt."

 

Mit der Einführung von E10 erhoffte sich unser Finanzkasper steuerliche Mehreinnahmen in Höhe von 1,7 Millionen Euro täglich!

Deshalb sollen alle "Bio" tanken. Andere Gründe dafür gibt es nicht!

 

http://auto-clever.de/17574-95-prozent-lehnen-okosprit-e10-ab


06.04.2011 11:40    |    Kung Fu

Die Gründe sind eigentlich längst bekannt. Ein Deal mit der deutschen Autoindustrie.


06.04.2011 20:00    |    Rufus24

In diesem Forum sind ja anscheinend nur superschlaue Verschwörungstheoretiker, Kraftstoffspezialisten

und Motorenspezialisten unterwegs.

 

99 % der Beiträge beruhen auf Nichtwissen, Vermutungen, Spekulationen und sonstigen Nonsens.

 

Ich werde mir jetzt selbst mal 2-3 Tankfüllen mit E10 fahren und dann mal den

Verbrauch bzw. Leistungsverhalten mit Super Plus vergleichen.

 

Andy


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"