• Online: 4.853

MOTORBASAR.de - Der MOTOR-TALK Fahrzeugmarkt mit über 400.000 Anzeigen

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


13.03.2011 12:10    |    schneebaer19

Mein Fazit nach den ganzen Kommentaren

 

liebe Politiker, groß und klein, schiebt euch den E10 sonst wo rein, denn wir wollen nicht die Dummen sein.


13.03.2011 12:20    |    i20Buster

Ich tanke kein E10,

2 Gründe: die unklare Auswirkungen auf unsere Umwelt. Wenn in der Presse verkündet wird, dass Urwälder von der Abholzung bedroht sind, dann kann E10 keine Alternative zum Erdöl sein. Dann sollte man an die Abhängigkeit vom Öl anders herangehen.

Ein Beispiel: Nach dem Abwracken meinen alten Fahrzeugs (Baujahr 1994), ein Nissan Sunny mit 75 PS, habe ich mir einen Hyundai i20 mit 101 PS und gleichen Hubraum gekauft. Der Wagen ist laut Papier ungefähr 100 KG schwerer. Die 78 PS Variante war z.B. das langsamste Auto, was ich je in der Hand hatte. Aber auch die 101 PS-Variante hat nicht die Fahrleistungen früherer Fahrzeuge aus den 90er Jahren. Und auch der Verbrauch liegt leider höher, wenn man gleiche Fahrleistungen (über höhere Drehzahl) abruft. Ich hatte kürzlich einen Leihwagen, als mein i20 mal wieder mehrer Tage in der Werkstatt war: Ein Seat Ibiza, Baujahr 1999, 60 PS, 1,4 Liter-Maschine. Als Physiker habe ich sofort mal mit Stoppuhr nachgemessen.

 

4./5. Gang: 60-100: 9,7 bzw. 12,8 Sekunden. Mein i20 benötigt: 12,5 bzw. 20 Sekunden. Noch Fragen?

 

Mein i20 erreicht diese Fahrleistungen erst, wenn ich einen Gang runterschalte, also im 3. und 4. Gang.

 

Wenn man glaubt, das beschränkt sich auf einen bestimmten Hersteller, so ist das ein Irrtum. Probefahrten bei Renault, VW und Ford bestätigen meinen Eindruck.

Und auch die Verkäufer bzw. Werkstattmeister meinen, dass das schlechte Durchzugsvermögen bei niedrigen Drehzahlen der Preis ist, den man zahlen muss, wenn immer niedrigerer Abgaswerte eingehalten werden müssen. Da läuft doch was falsch.

Mein Fahrzeug ist gegenüber dem Seat von 0-100 immerhin 3-4 Sekunden schneller, aber nur, wenn ich die Gänge ausdrehe.

Ich müßte immer den Drehzahlbereich von 3500 bis 5000 U. nutzen, um im Vergleich zu meinem alten Fahrzeug mit 75 PS die gleiche Fahrleistung zu haben. Aber das führt wegen höheren Verbrauch und Schadstoffen bestimmt zu einer größeren Umweltbelastung.

Schade, das Politiker so schlecht beraten werden und gesetzliche Grenzwerte bei nicht praxisgerechten Abläufen definiert werden.

 

2. Grund: in der Presse stand, dass bisher max. 5 Prozent Ethanol im Treibstoff drin sein muss. Da Ethanol höhere Kosten bei den Mineralölfirmen verursacht, ist die Beimischung häufig deutlich geringer gewesen in der Vergangenheit, aktuell bei einer Stichprobe unter 1 Prozent.

Der Sprung ist also nicht von 5 auf 10, sondern doch eher von 0 auf 10 Prozent Ethanol. Wer was anderes grundlegend behauptet, kennt wohl nicht nicht alle Tatsachen und reproduziert auch nur dass, was er gelesen hat.

 

Fazit: den gesunden Menschenverstand einschalten und nicht so sehr irgendwelchen Politikern und Fachleuten vertrauen. Viele habe andere Interessen im Kopf.

 

Und bei einem Schaden am Motor bleibt der Kunde zu 100% auf seinen Kosten sitzen, da man als Kunde den Nachweis erbringen muss, was den Schaden verursacht hat und das ist praktisch selbst mit Gutachten kaum möglich. Ich habe da auch schlechte Erfahrung mit Hyundai gemacht.


13.03.2011 12:24    |    Brunolp12

Zitat:

schneebaer19

Mein Fazit nach den ganzen Kommentaren

liebe Politiker, groß und klein, schiebt euch den E10 sonst wo rein, denn wir wollen nicht die Dummen sein.

:D

ich glaube, damit ist eigentlich alles gesagt (vorausgesetzt, daß man sich daran erinnert, daß in "wir" sogar die Umwelt mit eingeschlossen ist)


13.03.2011 12:34    |    Joeckel

Danke i20Buster.

Denn besser kann man es nicht Formulieren.


13.03.2011 12:38    |    moartlnog

also mir ist das vollkommen egal, ob mein motor das verträgt oder nicht, aber ich tanke einfach keine "lebensmittel". es kann nicht sein, dass viele menschen nichts zu essen haben und wir tanken es, damit die eu ein reines gewissen hat...


13.03.2011 13:06    |    chaos123

Gehen wir z.B. mal davon aus, daß das Märchen "vom Umweltschutz" wahr ist. Nicht wirklich - aber tun wir mal so...Zum Umweltschutz gehört nicht nur das Erreichen niedrigerer Abgaswerte, sondern auch der sorgsame Umgang mit Ressourcen.

 

 

Wir stellen uns hier hin und sagen: Der Fahrzeugeigentümer bleibt "auf den Kosten" nach einem Motorschaden sitzen. Das heißt im Regelfall: die Rechnung einer Werkstatt zu bezahlen.

Bei ganz vielen Fahzeugen wird es aber unterm Strich wirtschaftlich nicht sinnvoll sein einen schweren Motorschaden zu beheben. Also Verschrottung und Neuanschaffung.

 

Wer eine Ahnung hat, wieviel Ressourcen bei der Neuproduktion eines Pkw drauf gehen, der ahnt wie "umweltverträglich" E 10 tatsächlich sein wird.

E 10 = Abwrackprämie II


13.03.2011 13:09    |    DonC

Nein, wir werfen es weg....oder exportieren es nach Afrika, damit die Bauern dort ihre Ware nicht gewinnbringend verkaufen können.

 

So viel Ahnungslosigkeit in diesem Land ist echt unfassbar....

 

Reist mal um die Welt und macht die Augen auf! Hinterfragt mal WER will, das ich das glaube?


13.03.2011 14:00    |    soundfan

kurz und knapp

 

E10- nein Tanke


13.03.2011 14:44    |    schneebaer19

bin mal gespannt wie es nach dieser Umfrage weitergeht

 

Hoffentlich entwickelt sich der E10 nicht als Empfindungsresistenzdroge für unsere Politiker, die den Blödsinn vertreten.

Noch eine Märchenstunde (Mineralölgipfel) brauchen wir nicht.

die Hersteller und die Ölkonzere wissen nichts, die Politiker überhaupt nichts. so kommt es einem zumindest vor.

 

irgendwann werden sie es hoffentlich schnallen, dass das deutsche Schaf (Autofahrer) und unsere Umwelt gemerkt haben dass E10 nicht das ist, was vorgegaukelt wurde, nämlich ökologisch sinnvoll.

 

Diese Ignoranz und der Versuch der Volksverdummung unseres Oberhauses ist eigentlich durch nichts zu überbieten, also weiter mit der stillen Revolution gegen E10


13.03.2011 15:02    |    ZockerMax

100% Deutsch!


13.03.2011 15:05    |    Wincester

Ich sag dazu nur das in meine karre kein E10 kommt. Eine Kollege von mir hat das zeug getankt und 2 wochen danach waren die Dichtungen am Benzinfilter hin ! Kann Zufall sein oder auch nicht nachweißbar ist es nicht aber ich glaub das war das E10.


13.03.2011 15:52    |    RavenNRW

E10 NEIN DANKE - wir wehren uns

 

Informieren, formieren, Meinung bilden ... mitmachen


13.03.2011 16:05    |    Reachstacker

Unterstützt den Deutschen Bauern und tankt E10!

Warum gibt es kein E85 in Deutschland?

 

Um so mehr Ethanol Deutsche Bauern produzieren um so weniger sind sie von Almosen aus dem Steuersäckel abhängig und um so weniger Deutsche Butter wird in Drittländern zu Schleuderpreisen (auf Steuerkosten) auf den Markt geschmissen...

 

Leute, denkt doch mal!!! Anstatt nur immer diesen Mist von vergammelten Benzinleitungen nach zu babbeln... :o

 

Nieder mit Putin und Gaddafi! Energie-Unabhängigkeit fängt hier Zuhause auf dem Acker an!!!

 

 

Gruss, Pete

 

PS: Glaubt ihr nicht? Bitte: Beispiel Brasilien


13.03.2011 16:30    |    Andi B

Ich wäre auch für eine weitere Verbreitung von E85, würde das Zeugs auch gerne fahren! Gibt ja nur leider keine Tankstellen die das führen hier...

Allerdings rüstet man das Auto für E85 um. Lohnt sich ja auch.

 

 

 

Aber für E10 rentiert es sich nicht... Die Folge ist eine Verschlechterung des Wirkungsgrades bei Verwendung vom E10, weshalb ich die erzwungene Einführung von E10 und die Abschaffung der Alternativen für absoluten Schwachsinn und Abzocke halte!

 

 

mfg Andi


13.03.2011 16:32    |    RavenNRW

Das schreibt z.B. ein Automobilclub dazu:

 

.......... erforderlich sind spezielle Rein-Ethanolmotoren (z. B. Brasilien).

 

oder auch mal das lesen

 

Um Ethanol-Gemische als Kraftstoff vernünftig und langfristig ohne Schäden für Kraftfahrzeuge nutzen zu können, werden in Brasilien die Autos mit Flexi-Fuel- oder Tri-FuelTechnologie ausgerüstet und sozusagen trinkfest gemacht. Flex-Fuel-Vehicles (FFV) vertragen ein Kraftstoffgemisch mit bis zu 85 Volumenprozent Ethanol. Mit der Tri-Fuel-Technik von Volkswagen sollen PKW mit Ethanol, Benzin, einem Gemisch von beiden oder auch mit Naturgas fahren können.

 

Kraftstoffanlage, Motor und Öl müssen speziell auf den Betrieb durch Kraftstoffe mit höherem Ethanol-Anteil ausgelegt sein. Denn dieses chemische Lösungsmittel greift Dichtungen an oder zersetzt Motorenöle. Kolbenklemmer und Motorbrand wären die Folge. Da die Verbrennungstemperatur von Ethanol wesentlich höher liegt als die von Benzin, können Kraftstoff und Motormaterial miteinander chemisch reagieren und Salze bilden, wodurch der Motor ebenfalls Schaden nimmt. Zudem muss die Elektronik den neuen Kraftstoff erkennen und automatisch den Zündzeitpunkt anpassen, weil sonst der Motor im Zweifel gar nicht startet.

 

E10 - NEIN DANKE


13.03.2011 16:43    |    ditre

Ich habe heute in einer AGIP –Tankstelle in München Diesel getankt. Die Leute die Benzin wollten konnten kein E 10.tanken. Alle E10 Tanksäulen sind bis auf weiteres Abgeschaltet.

M.f.G.

Dieter


13.03.2011 16:45    |    Andi B

Warum das?


13.03.2011 16:54    |    Brunolp12

Bei Agip Nürnberg auch.

Hängt nur ein Zettel an den Säulen, auf dem steht "sehr geehrte Kunden, bis auf weiteres wird noch das bisherige Produkt "Super" an diesen Zapfsäulen abgegeben. Die Belieferung mit "Super E10" folgt" - naja, ich war nicht traurig :p

 

Zitat:

RavenNRW

Das schreibt z.B. ein Automobilclub dazu:

......... erforderlich sind spezielle Rein-Ethanolmotoren (z. B. Brasilien).

oder auch mal das lesen

Um Ethanol-Gemische als Kraftstoff vernünftig und langfristig ohne Schäden für Kraftfahrzeuge nutzen zu können, werden in Brasilien die Autos mit Flexi-Fuel- oder Tri-FuelTechnologie ausgerüstet und sozusagen trinkfest gemacht. Flex-Fuel-Vehicles (FFV) vertragen ein Kraftstoffgemisch mit bis zu 85 Volumenprozent Ethanol

wobei ich mich frage, was konkret an welchen Teilen dann geändert ist.

Außerdem muss ich daran erinnern, daß E10 "bis zu 10% Ethanol" wohl noch lange kein Rein-Ethanol ist.


13.03.2011 17:18    |    Heinseni

Lebensmittel gehören auf den Tisch und nicht in den Tank.

 

Mein Omi 3.2 V6 braucht mit E 10 ca. 1 Liter mehr , tanke jetzt Super Plus und alles ist beim alten.

 

Gruß

Heinseni :) :) :) :) :)


13.03.2011 17:42    |    Reaven145

das mit dem E10 find ich zum K....!:mad:

Die Grundidee weg vom Öl ist OK, aber warum muss ich die Zeche zahlen die andere mitverursacht haben. Motorenentwicklung, Elektroautos etc. einfach verschlafen. Dazu kommt auch noch das E5 Sprit zwar Bestandsschutz hat aber den Preis können die Ölmultis festlegen. Also max. Gewinn für Ölmultis und Staat, Autofahrer pechgehabt. Und was ist mit den ganzen anderen Geräten ? Rasenmäher etc., meine Werkstatt (Rasenmäher) hat die Empfehlung gegeben : Finger weg von E10.

Danke an die Politik für eine so tolle Sache.:mad:


13.03.2011 17:53    |    olli27721

Zitat:

Danke an die Politik für eine so tolle Sache.:mad:

-

 

Bedanke Dich bei der nächsten Wahl !!!

 

-

 

Habs schon mal geschrieben:

 

Die Opposition kanns bestimmt nicht besser, aber die Momentanen müssen erstmal weg.

 

Wie willst Du denen sonst sagen: "Ihr habe Schei . . . e gebaut !!!" ???


13.03.2011 18:38    |    zwanzigeins

@olli27721

 

Du kannst dich darauf verlassen, dass ich bei der nächsten Wahl daran denken werde. das Problem ist nämlich schon immer das schwache Langzeitgedächtnis des Wählers.


13.03.2011 19:20    |    Roland0815

Inzwischen haben doch alle "Sch....e" gebaut. Man kann von den Pfeifen eigentlich gar keinen wählen. Dummerweise sieht das deutsche Wahlrecht vor, dass eine "Enthaltung" als Zustimmung zum Ergebnis zählt. Und eine "ungültige" Wahl gibt es wimre auch nicht, d.h. selbst wenn in DE nur noch einer wählt, ist das Ergebnis "gültig"...

 

Deswegen steht nur das geringste Übel zur Wahl. Und das ist schon mal nicht rot/grün. (Wer interesse hat, kann diese beiden Farben ja mal zusammenrühren, und sehen was rauskommt. Für den Rest: Kackbraun...)

 

Oder man macht die Zetel ungültig: Ein großen Kreuz über den ganzen Zettel. Meines Wissens bringt das aber auch nichts...


13.03.2011 19:23    |    Brunolp12

Zitat:

Roland0815

Deswegen steht nur das geringste Übel zur Wahl. Und das ist schon mal nicht rot/grün. (Wer interesse hat, kann diese beiden Farben ja mal zusammenrühren, und sehen was rauskommt. Für den Rest: Kackbraun...)

Du hast aber bemerkt, daß aktuell weder rot noch grün an der Regierung beteiligt sind?


13.03.2011 19:23    |    Roland0815

Richtig. Schwarz-Gelb muss ja auch erst mal den rot-grünen Mist ausbaden. Und das Gelb dabei schlechter abschneidet liegt einfach daran, dass Schwarz sich nicht von der Minderheitenpartei so auf der Nase rumtanzen lässt, wie Rot....


13.03.2011 19:28    |    wwke2

dabei ist es vollkommen egal wer an der Regierung ist.:(


13.03.2011 19:31    |    Andi B

Richtig, sind eh alle Scheiße... Bin kurz davor, doch mal eine von den ganz kleinen Parteien zu wählen, ich weiss bei den anderen nämlich nicht, welche das kleinere Übel sein sollte....... :(


13.03.2011 19:44    |    olli27721

Rot/Grün hat immerhin den E10 Mist gestoppt.


13.03.2011 19:48    |    Trennschleifer157

Rcihtig, Gabriel war immerhin der, der damals E10 verhindert hat.

Scharz/Geld wählen ist gar kein Thema mehr, wer dass wieder macht ist selber schuld.

Die Grünen mag ich auch nicht mehr, die wollen 2T-Roller verbieten.

Im Grunde genommen ist alles scheiße:D


13.03.2011 19:51    |    Claudio007

Die richtige Wahl wäre Green Peace, leider keine Partei:(, wäre aber in diesem Fall das beste :D


13.03.2011 19:55    |    olli27721

Ich werde jedenfalls nächstes Mal Rot/Grün wählen, da ich die momentane Regierung nicht mehr will.

 

Die Linken sind keine Option.

 

Was bleibt also.

 

Was die dann machen ist mir erstmal egal - dann gehts nähstes Mal wieder andersrum.

 

Immer mehr Schulden machen können die Anderen auch.


13.03.2011 20:02    |    Trennschleifer157

Richtig so.

Wäre zwar mal wünschenswert wenns irgendeine andere Partei mal werden würde, aber es gibt nicht wirkliche Alternativen.

Angie und Co hab ich noch nie gemocht:o


13.03.2011 20:05    |    wwke2

deshalb geh ich nicht mehr. Weil es völlig egal ist wer dran ist.:)


13.03.2011 20:05    |    Roland0815

Green-Peace ist, als wenn man Grün gleich 4x wählt. Und wenn man sieht, dass Greenpeace nicht mal richtig rechnen und zuhören können, dann gute Nacht...

 

Und das SchwarzGelb jetzt E10 durchboxt ist doch korrekt. Oder wie lange soll es noch dauern, bis die dt. Hersteller ihre Karren Flex-Fuel fähig machen? Das geht bei den dt. Zementköpfen halt nur per Zwang.

 

Und wenn der FSI kein E10 verträgt, stellt man VAG die Karre wieder hin, und kauft demnächst eine zukunfstsichere Marke. Man nennt dieses auch "Markt".


13.03.2011 20:16    |    golfrakete

Hallo Leute!

 

In Frankreich wurde der Benzinpreis E 10 bei der Einführung vom Staat gestüzt, war also NOCH GÜNSTIGER als Normal Benzin!!!

Kein Wunder das man sich damit besser anfreunden konnte....

aber unsere geldgierigen Mineralölkonzerne können den Hals ja nicht voll bekommen, was den Politikern ja auch recht ist!

 

Leute, wählt bloß nicht bei der nächsten Wahl schwule Aussenminister und Wirtschaftsminister die einer Partei angehören wo der Gewinn der Unternehmen an oberster Stelle steht, der kleine Mann aber ruhig mal auf Lohn verzichten könnte damit die Wirtschaft wieder floriert...


13.03.2011 20:19    |    GTITyp

E10 hat auch tageweise mal Vorteile, bei uns die freie Tanke hat E10 raus genommen und unser altes Super kostet da 1,439, dafür bei der Esso gegenüber die E10 hat, kostet das Super 1,539 und bei der Shell kostet unser normales Super 1,449, wie in alten Zeiten ;-)


13.03.2011 20:27    |    tudichum

Hi,

ich sehe das auch so wie Ihr. Wie sagten schon die alten Römer : " Die Herrscher wechseln nie - es wechseln immer nur ihre Namen ".  So und nun schreibt doch mal wie sich der Deutsche Autofahrer hier wehren kann.

Gruß


Bild

13.03.2011 20:27    |    Roland0815

@golfrakete: Was ist denn so schlecht an Politik, die dafür sorgt, das es dem Mittelstand (wieder) gut geht? Um so besser es meinem Chef geht, desto besser bezahlt er mich. Ganz einfach.

Achja richtig: Es wird wieder Leistung von *jedem* gefordert, der etwas will. Schon klar...

 

Rot ist keine Option: Das haben wir die letzten 40+6 Jahre erlebt. Braun hat die 12 Jahre davor verbockt. Grün geht auch nicht, die begrenzen zwar die Laufzeiten der AKWs, kriegen aber nicht genug Sachverstand zusammen, um die eigentlichen Probleme zu lösen. Ausser stricken im Bundestag können die nix.

 

Also bleiben nur die Zentrumsparteien...

 

Wehren? Ganz Einfach:

- Generalstreik (wird nicht passieren, dafür ist der Deutsche viel zu Obrigkeitstreu)

- Auto stehen lassen, Rad fahren


13.03.2011 20:47    |    RavenNRW

Wehren?

Es müssen sich nur genug finden und einig werden .....

Es muss ja nicht gleich die Großdemo werden, aber Petitionen und Unterschriftenlisten könne schon mal der Anfang sein.

Nur man muss es auch machen und sich aktiv beteiligen.

 

Klick hier, mach dich schlau und mach mit !


13.03.2011 20:56    |    olli27721

Zitat:

Nur man muss es auch machen und sich aktiv beteiligen.

-

 

Eben.

 

- E10 nicht tanken.

 

- Und wählen gehen.


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"