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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


12.03.2011 21:07    |    Britanicus

Hallo zusammen, bin neu bei Euch, moechte mich nun auch noch aeussern!

Ich gehoere zu den offenbar sehr wenigen, die die ganze Sache eher pragmatisch sehen. Bin vor einigen Tagen aus meiner Neuheimat Oesterreich in die BRD eingereist und habe mir an der ersten Tanke die Aeuglein gerieben - wat Preise, ey!

Also:

1) E10 ist billiger, also interessant. Dass die anderen Preise kuenstlich erhoeht wurden, macht sie mir im Moment nicht sympathischer.

2) Mein Auto ist so alt, da ist noch gar keine Einspritzpumpe drin, kann also auch nicht zerstoert werden. In den schlauen Listen haben sie die Oldies glatt vergessen - danke!

3) Wenn Treibstoff aus Pflanzen gewonnen werden kann, dann ist mir das zunaechst mal sehr sympathisch. Immerhin bezahlt die EU unseren Bauern in Deutschland reichlich Geld fuer Flaechenstillegungen - Irrsinn!

4) Wenn also Sprit von deutschen Bauern kommt, ist mir das allemale lieber, als ihn von den Oelaugen zu beziehen.

5) Ja, das Ethanol muss raffiniert und transportiert werden. Na und? Super Plus sprudelt auch nicht bei uns an der rechten Rheinuferstrasse aus dem Erdboden...

Das alles sprach zunaechst dafuer, die neue Pampe - egal, wie schlecht sie sie mal wieder vermittelt haben - einzufuellen.

Kehrseite:

1) Jetzt hoere ich, die E10 Ploerre wird irgendwo in Suedamerika angebaut - schon schlecht! Rapsoel vom Bauern fuer den Diesel - gut! E10 von der anderen Weltseite hierher - schlecht!

2) Bin mit der getankten Menge inzwischen ca. 300 km gefahren. Mehrverbrauch zeichnet sich ab. Wenn das stimmt, was ich bereits vermute und was hier von anderen bereits "erfahren" wurde, dass naemlich ca. 5% weniger Effizienz bei der Sache rausschauen, dann Gute Nacht! Dann war es das fuer mich, dann koennen sie sich ihr E10 selbst in die Kanne (oder Karre) giessen.


12.03.2011 21:10    |    Britanicus

Hallo zusammen, bin neu bei Euch, moechte mich nun auch noch aeussern!

Ich gehoere zu den offenbar sehr wenigen, die die ganze Sache eher pragmatisch sehen. Bin vor einigen Tagen aus meiner Neuheimat Oesterreich in die BRD eingereist und habe mir an der ersten Tanke die Aeuglein gerieben - wat Preise, ey!

Also:

1) E10 ist billiger, also interessant. Dass die anderen Preise kuenstlich erhoeht wurden, macht sie mir im Moment nicht sympathischer.

2) Mein Auto ist so alt, da ist noch gar keine Einspritzpumpe drin, kann also auch nicht zerstoert werden. In den schlauen Listen haben sie die Oldies glatt vergessen - danke!

3) Wenn Treibstoff aus Pflanzen gewonnen werden kann, dann ist mir das zunaechst mal sehr sympathisch. Immerhin bezahlt die EU unseren Bauern in Deutschland reichlich Geld fuer Flaechenstillegungen - Irrsinn!

4) Wenn also Sprit von deutschen Bauern kommt, ist mir das allemale lieber, als ihn von den Oelaugen zu beziehen.

5) Ja, das Ethanol muss raffiniert und transportiert werden. Na und? Super Plus sprudelt auch nicht bei uns an der rechten Rheinuferstrasse aus dem Erdboden...

Das alles sprach zunaechst dafuer, die neue Pampe - egal, wie schlecht sie sie mal wieder vermittelt haben - einzufuellen.

Kehrseite:

1) Jetzt hoere ich, die E10 Ploerre wird irgendwo in Suedamerika angebaut - schon schlecht! Rapsoel vom Bauern fuer den Diesel - gut! E10 von der anderen Weltseite hierher - schlecht!

2) Bin mit der getankten Menge inzwischen ca. 300 km gefahren. Mehrverbrauch zeichnet sich ab. W


12.03.2011 21:13    |    wwke2

Zitat

"Das einzige was ich gemacht habe, sind grössere Ventile und einen Chip der auf Super+ abgestimmt ist."

 

Größere Ventile, das erklär doch mal genauer.:eek: Du baust größere Ventile ein, du weißt aber was ein Ventil ist, oder.?


12.03.2011 21:23    |    nova2003

endlich traut sich mal Einer!

Gefunden bei meinem Stammssender hier in Rheinland-Pfalz, RPR1.

Einfach runterscrollen bis E10, dann anhören und freuen ;-)

 

http://www.rpr1.de/views/programm/am-tag/kunzigramm-der-woche.html


12.03.2011 21:36    |    Andi B

Haha, stimmt, fällt mir jetzt erst auf. Warscheinlich gehts um größere Einspritzdüsen...

 

Das wird aber wohl kaum jemand machen, um E10 zu fahren....

 

mfg Andi


12.03.2011 21:36    |    GOLFTFATF

Hallo olli27721,

 

die EU hat nicht drauf bestanden, dass das E10 eingeführt wird ;) dass ist ja das Problem was sich eben da gerade stellt, denn jeder schiebt gerade die Verantwortung auf den Anderen, aber die EU ist da fein raus ;) weil es war lediglich auch nur eine schlichtweg einfache Empfehlung bis 2013 diese Schadstoffgrenze zu erreichen !

 

Also zwingend notwendig war E10 somit nicht und es war da auch nicht gesagt, auf welchem Wege das Ziel erreicht werden soll ;) weil jedes Nachbarland hat einen anderen Weg genommen um das Ziel da auch somit zu erreichen ;) denn sie zeigen wie es nämlich auch gehen kann auf anderen Wege !

 

Und ich denke schon, dass die SPD und Oppistion dann auch da was Anders machen würden, weil bewiesen haben sie es 2008 auch schon mal, dass sie E10 gestoppt haben ;) Und im Fall eines Wahlsieges wollen sie anscheinend auch das E10 da ab schaffen und zwar nämlich " sofort " und " endgültig " !

 

Ob sie das da tun werden, ist dahin gestellt und würde man sehen, aber wenn es so wäre, wäre es für den Autofahrer auch eine echte Entlastung oder was meinst Du bzw Ihr Alle ?

 

Gruss Thomas


12.03.2011 21:45    |    MauiSven

Zitat:

12.03.2011 21:23 | nova2003

endlich traut sich mal Einer!

Gefunden bei meinem Stammssender hier in Rheinland-Pfalz, RPR1.

Einfach runterscrollen bis E10, dann anhören und freuen ;-)

http://www.rpr1.de/views/programm/am-tag/kunzigramm-der-woche.html

Super (diesmal ist aber nicht der Sprit gemeint :D), wie sieht's mit Download aus, geht da was... ?


12.03.2011 21:45    |    olli27721

Ich würde sowieso versuchen die momentane Regierung abzuwählen.

 

E10 hin oder her.

 

Die Vergangenheit hat bewiesen, das es nicht immer gut ist, wenn jemand zu lange an der "Macht" ist.

 

Leider gibt es die "Vollblutpolitiker" ala Genscher, Schmidt, Strauss, Brandt, Wehner und meinetwegen auch Kohl nicht mehr.

 

Und leider zahlt man ewig für die Deppen, die mal an der Macht waren.

 

Egal wie es hinterher weitergeht - kanns schlimmer werden ???


12.03.2011 21:49    |    Roland0815

@ GOLFTFATF: Doch. Indirekt hat die EU das schon vorgeschrieben: Es müssen soundsoviel Prozent "Bio-Kraftstoff" verfahren werden. Für Benzin und Diesel.

 

Da DE aber (der Rapslobby sei Dank) in Sachen Ethanol für Benziner ein Entwicklungsland ist, klappt es nicht wie in andern Ländern, dass einige Wenige mit E85-Konsum die Quote schon erfüllen.

 

Also muss die Marionettensammlung in Berlin sich etwas einfallen lassen, um die Quote zu erreichen. Und wenn es heißt 10%, dann wird das halt generell in den Sprit gemischt...

 

Bis vor 2 Jahren wussten 99% der deutsche Autofahrer ja nicht einmal, dass ein Benziner eigentlich ohne Umrüstung Ethanol verfahren kann...


12.03.2011 22:06    |    Reachstacker

Zitat:

Zu USA, es dürfte auch einen Unterschied machen ob ich einen 7,4l V8 mit 12001/min und sagenhaften 65mph über die Straße jage :D

Meiner: 2.2 Liter Mazda 626. Mir ist nicht klar wer einen 7.4 Liter V8 fährt. Der bekannte Ford 302 ist 5 Liter. Die Mehrheit der Fahrzeuge laufen mit etwa 2.5 Liter, 4 Topf Zerknallern rum. ;) Ich hämmere mit Sagenhaften 72 mph über die Piste**. :p

 

Das die Merkel nicht rechnen kann ist mir klar, denn hier ist E85 immerhin einen Dollar billiger pro Gallone. Dann kaufens die Leute auch.

 

Es ist schon interessant zu sehen wie Millionen Deutscher Importauto's auf einmal Ethanol vertragen wenn der Preis stimmt oder die Alternative schieben heisst. :D

 

Holstein Polizei: Nein zu E10

Bayern Polizei: Ja zu E10

 

Wie kann das technisch begründet sein? Entweder spinnen die Holsteiner, oder die Bayern haben nicht alle Tassen im Schrank, da ja klar erkennbar ist das nicht Beide Recht haben können....

 

** das nachplappern das in den USA alle Pisten 1000 km grade aus und flach sind wird auch langsam alt. Meine Empfehlung: Besucht mal den Nordosten... Pennsylvania ist besonders Empfehlenswert ;)


12.03.2011 22:09    |    wwke2

Rheinland Pfalz Polizei: Nein zu E10:D


12.03.2011 22:09    |    testmal

Zitat:

Bis vor 2 Jahren wussten 99% der deutsche Autofahrer ja nicht einmal, dass ein Benziner eigentlich ohne Umrüstung Ethanol verfahren kann... 

 

Moin,

..und vermutlich auch keiner, das da schon E 5 drin war.

Das mit dem dem Mehr, lag wohl an meiner Fahrweise.


12.03.2011 22:15    |    Reachstacker

Niedersachsen Polizei: Ja zum E10...

 

Allerdings betonte ein Polizeisprecher das es Strengstens Verboten! sei die E10 Plörre in Diesel Dienstwagen zu kippen. :p

 

Jetzt warte ich nur noch darauf das sich der Verband Deutscher Reeder gegen E10 in MAN Zweitakt Diesel Motoren ausspricht... :o

 

Bei euch ist ja echt was Los. :D

Richtig langweilig hier in meiner Ecke. ;)

 

Obama sagt zu E10: Yes we can!!! :D


12.03.2011 22:22    |    testmal

Zitat:

Niedersachsen Polizei: Ja zum E10...

 

Allerdings betonte ein Polizeisprecher das es Strengstens Verboten! sei die E10 Plörre in Diesel Dienstwagen zu kippen.

Moin,

versteh ich garnicht?

- ergibt doch Winterdiesel, oder


12.03.2011 22:23    |    nova2003

http://www.rpr1.de/views/programm/am-tag/kunzigramm-der-woche.html

 

 

Sorry, aber Download ist da wahrscheinlich nicht möglich? :-(

Werde beim Sender mal anfragen.

 

Vielleicht gibt's 'ne Möglichkeit, es aufzunehmen???


12.03.2011 22:56    |    cocker

... 38 Seiten lang immer dasselbe... hat mal jemand was Neues zu bieten...?

Dass E10 20 Cent billiger wird oder abgeschafft wird? Oder sowas?


12.03.2011 23:22    |    testmal

... 38 Seiten lang immer dasselbe... hat mal jemand was Neues zu bieten...?

Dass E10 20 Cent billiger wird oder abgeschafft wird? Oder sowas?

 

Gebt Dir Recht.

- Nur Deine Idee wird die anderen Spritpreise um 20 Cent erhöhen, dann stimmst wieder.

Abgeschafft wirds wohl nur, wenn Wir Alle diesen Schwachsinn weiter ablehnen!!!

 

Wir fangen ja erstmal an und sei nicht so ungeduldig.

Testmal


12.03.2011 23:48    |    dieseldonner

@cocker

 

...na dann mal was für Dich (wegen Kreislauf und Rücken...)

 

Ich erlaube mir, einen kurzen Artikel von STERN.de vom 04.03.2011 zu veröffentlichen.

 

Zitat:

 

Angesichts der Probleme bei der Einführung des neuen Biosprits E10 fordern Abgeordnete des Europaparlaments die vollständige Abkehr von dem Projekt. "Dieser klimapolitische Unsinn hilft der Umwelt nicht und bestraft den Bürger", sagte der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europaparlament, Markus Ferber, der "Bild"-Zeitung vom Freitag. "E10 wieder abzuschaffen wäre die effektivste Klimapolitik für Mensch, Fahrzeug und Umwelt." Herbert Reul, Energieexperte der CDU im Europaparlament, sagte der Zeitung, der Einsatz von E10 sei überstürzt und falsch verstandener Klimaschutz auf dem Rücken der Autofahrer gewesen. "Je eher E10 von den Tankstellen verschwindet, desto besser."

 

Zitat Ende.

 

Quelle: stern.de vom 04.03.2011. Ich bitte den Autor nachträglich um seine Erlaubnis der Weiterveröffentlichung. Sollte ein Widerspruch erfolgen, wird dieser Text umgehend wieder gelöscht. Danke.


13.03.2011 00:11    |    Joeckel

E 10 SUPER zu tanken sehe ich keinen Sinn drin.

1. Dann schaffen die Landwirte erst die Kühe ab, denn Milchwirtschaft lohnt sich heute nicht mehr. Dafür der erntet er ausschließlich für die Raffinerie und es lohnt sich wider Landwirt zu sein.

Wir Deutsche zahlen dann wieder drauf.

2. Mehrverbrauch an Kraftstoff

3. Mehrkosten bei der Motorwartung

4. Was Hinten rauskommt hat nichts mit Bio zu tun.


13.03.2011 00:36    |    Reachstacker

@ Joeckel

 

Besser Dein Geld an den Deutschen Bauern schicken als an Russische Ölbarone oder Nordafrikanische Diktatoren... ;)

2 und 3 ist mir noch nicht aufgefallen

4 ist mir eigentlich egal weil ich mich da hinten beim Fahren nicht aufhalte :D


13.03.2011 09:51    |    Roland0815

Wieso? Den deutschen Bauern schicke ich doch schon jeden Monat zwangsweise Geld. Aus meinen Steuern werden deren Subventionen bezahlt. Sollen sie doch stattdessen auf den stillgelegten Flächen Weizen, Mais und Zuckerrüben anbauen. Damit können wird uns locker von den arabischen Ölimporten abkopplen. Und das betrifft nicht nur den Kraftstoff.

 

Wie fähig unsere EU-Politiker sind, sieht man doch jetzt wieder am EURO-Rettungsschirm. Deutschland muss für die Hälfte geradestehen. Wieso die Hälfte? Können deutsche Politiker nicht rechnen? Oder ist das immer noch der 2WK-Schuldkomplex? Langsam reicht es mir, ständig den Zahlemann für die Unfähigkeit anderer zu machen.

Wie viele Mitgliedsstaaten hat die EU nochmal? Wollten die Polen nicht vor zwei Jahren mehr Verantwortung?


13.03.2011 10:14    |    cocker

@dieseldonner

danke - geht doch :)

Aber dann müssten unsere Oberen zugeben, dass sie Mist gebaut haben und damit haben sie ein Problem... das erschüttert die Glaubwürdigkeit für die Zukunft.

Also wird lieber was durchgedrückt, was nichts nutzt und keiner will, anstatt Eier in der Hose zu haben und zu sagen "Ok, war Mist, Versuch gescheitert, Kommando zurück..."

 

Ich lese hier seit Anfang mit und in den Freds steht irgendwo immer dasselbe...deshalb wirds langsam öde ;)


13.03.2011 10:17    |    wwke2

was erwartest du denn.:confused:

Neue Erkenntnisse.:D


13.03.2011 10:38    |    X_FISH

Vielleicht ja neue Erkenntnisse um wie viel harmloser klassisches Benzin aus Erdöl ist? Ich hätte da drei Punkte:

 

* Die Förderung ist absolut sicher. Es kann nichts passieren. Alles ist schon tausendfach durchgeführt worden. Es kam nie zu irgendwelchen Problemen.

 

* Der Transport ist absolut sicher. Dank modernster Technik ist der Transport auf dem Seeweg über Jahrzehnte hinweg reibungslos verlaufen.

 

* Auch Inland kann das Öl sicher und sauber transportiert werden. Schon im Mittelalter wurden Aquädukte erbaut - und sie stehen teilweise heute noch. Da liegt es nahe zu verstehen warum der Transport im Inland durch Pipelines absolut unbedenklich und natürlich extrem sicher ist.

 

;)

 

Grüße, Martin


13.03.2011 10:44    |    Mac-64

Jedes Land in der EU denkt als erstes ansich wenn dann noch lust ürbrig ist dann an die EU Gemeinschaft.

Wir zerbrechen uns die Köpfe darüber was oder wie es eigentlich sein sollte.

Die EU Politik und schon garnicht die Deutsche werde ich je verstehen!

 

Wettbewerb ist für mich wenn alle EU Länder Landwirtschaft betreiben ohne Subventionen, Deutsche Bauern die Modern und Wirtschaftlich arbeiten könnten liegen brach.

 

Irgentwelche Bauern die nicht einmal annähernd so wie Deutsche Bauern Wirtschaftlich produzieren können werden mit minimumpreisen geschröpft.

 

Wenn ich eine Gemeinschaft Gründen würde was wären mich ausschlaggebend:

Was bringe ich bei und welchen nutzen habe ich davon was erwarte ich von anderen Mitgliedern.

 

Ich Frage mich heute immer noch welchen nutzen hat die EU (Deutschland) von Mitgliedstaaten wie Bulgarien, Romenien, Tschechien, Slovenien, Luxenburg, Polen und natürlich Grichenland nun auch Länder wie Spanien, Portugal sowie Irland? Deutschland ist für die genannten Länder das EU-Sozialamt aber auf Noblem Niveau

 

Und einige dieser Länder werden nie und nimmer irgenteinen nutzen bringen, diese Länder sind Nutznießer die überwiegend von Deutschland finanziert wird.

 

Deutschland ist die Mälkkuh von der EU und die Deutschen Steuerzahler die Mälkkuh von allen!

Wir werden mit dem Klotz am Bein zugrunde gehen wenn nicht langsam etwas bewegt wird.


13.03.2011 10:46    |    Brunolp12

Ich bin mal gespannt, wie die -anscheinend inzwischen 2- "Kernschmelzen" in den japanischen Atomkraftwerken sich auf die Diskussion in Deutschland auswirken.

Es wäre denkbar, daß die Atomlobby damit weiter in Argumentationsnöte kommt und "Erneuerbare" stärker favorisiert werden. Indirekt könnte auch die Ethanol- Debatte davon berührt werden.

 

Zitat:

dieseldonner

...nur mal so am Rande: Mercedes hat beim W210 mal kurzweilig Schrott verbaut. (Türen rosteten) Nach 8 Jahren bekam ich auf Kulanz komplett 4 neue Türen. Nicht, weil Mercedes was zu verschenken hatte, nein, weil hier auch noch zusätzlich das Produkthaftungsgesetz griff und weitere Klagen dem Hause Daimler-Benz wohl auf Dauer zu teuer war.

nur mal so am Rande:

Produkthaftung ist was anderes als Garantie.

Es ist & bleibt so, daß du, auch beim Kauf eines Neuwagens nicht das Recht auf zeitlich unbegrenzte, tadellose Funktion erwirbst. Das war vor E10 so und das bleibt eben auch jetzt so.

 

Zitat:

dieseldonner

Und dies ist im Prinzip 1:1 übertragbar, wenn der Hersteller bei normalem Gebrauch des Autos nachweisbare Spätschäden zu regulieren hat. Es ist also auch realistisch betrachtet möglich, Spätschäden zu reklamieren, wenn sich herausstellt, dass hier tatsächlich aufgrund Forschungsversäumnissen Schäden entstanden sind. Boahh, jetzt geht´s mir wieder besser

Hier mal ein ganz interessanter Link dazu, wie die Hersteller sich aus der Verantwortung zu winden scheinen (hoffentlich steht das Filmchen lang genug online, damit der Link nicht zu bald ins Leere zeigt): *klick* .

Ich sehe das Verhalten der Hersteller auch als bedenklich (vielleicht sogar mehr als noch gestern, aufgrund des Videos). Bin aber dennoch der Meinung, daß deren Zurückhaltung kein Beweis dafür ist, daß mit E10 Schäden am Fahrzeug vorprogrammiert sind.

Der zweite Bericht (gleiches Video) ist im Prinzip kalter Kaffee, weil das Thema "Ölverdünnung" seit Jahrzehnten bekannt ist und auch nicht bei jeder Nutzungsart gleichermaßen problematisch.


13.03.2011 10:57    |    R208

Wer E10 Tankt subventioniert die Oberklasse PKW!

 

Das EU-Klimapaket verlang bis 2015 schrittweise einen Wert von 120g CO2 je Kilometer als Durchschnitt der Fahrzeugflotte. Wird das nicht eingehalten gibt es Strafzahlungen. Diese wären von den Herstellern auf die Fahrzeuganschaffungspreise proportional nach dem Verbrauch umzulegen und wer mag kann sich diese Fahrzeuge weiter leisten.

 

Damit nun Porsche Cayenne, Aston Martin 12 Zyl. Mercedes S-Klasse und ähnliche Fahrzeuge nicht zu teuer werden, benutzt man einen Trick: Ethanol aus Nachwachsenden Rohstoffen wurde als politische Maßnahme zur Reduzierung der CO2 Ausstoßes durchgesetzt. Man zwingt nun alle Autofahrer sanft mehr Ethanol zu tanken und voraussichtlich wird man den Anteil suksessive erhöhen. Dann kann man weiter verbrauchs- und leistungsstarke Oberklassefahrzeuge ohne wesentliche Verteuerung absetzen.

 

Finanzieren tut Ottonormalverbraucher den subventionierten Anbau, den hohen Literpreis und die Mineralölsteuer an der Tankstelle. Auf den Mehrkosten für Wartung oder Wertverlust älterer Fahrzeuge bleibt der Normalbürger sowieso sitzen.


13.03.2011 10:58    |    Foonming

@ Brunolp12

 

Dieser Beitrag hat doch wohl mit E10 nicht die geringsten Berührungspunkte oder hast Du es versehentlich getrunken?

Hierfür gibt es andere Foren :)

Gruß Foonming


13.03.2011 11:01    |    Finn79

Auch die Bauern sind nicht reich in Deutschland das ist ein Trugschluss, klar bekommen sie was vom Staat, aber das reicht bei weitem nicht zum leben.

 

Bei uns im Dorf hat ein Bauer die Milchwirtschaft aufgegeben, weil die tonne Milch 90€ bringt aber eine tonne ist bringt über Biogas 600€. Er hat geheult wie ein Kind wo er seine Kühe zum Schlachter gegeben hat. Nu kauft er mist und macht Strom draus ...

 

Und die Discounter machen die Lebensmittelpreise kaputt, nicht wir. Wir kaufen es nur.


13.03.2011 11:06    |    Brunolp12

Zitat:

Foonming

Dieser Beitrag hat doch wohl mit E10 nicht die geringsten Berührungspunkte

wo ich die Berührung von "(möglicher) Atomkatastrophe" zu E10 sehe, habe ich oben erörtert. Außerdem wurden ja neue Aspekte in der -sich im Kreis drehenden- Diskussion gewünscht.

 

Zitat:

R208

Wer E10 Tankt subventioniert die Oberklasse PKW!

Das EU-Klimapaket verlang bis 2015 schrittweise einen Wert von 120g CO2 je Kilometer als Durchschnitt der Fahrzeugflotte. Wird das nicht eingehalten gibt es Strafzahlungen. Diese wären von den Herstellern auf die Fahrzeuganschaffungspreise proportional nach dem Verbrauch umzulegen und wer mag kann sich diese Fahrzeuge weiter leisten.

Die Autoindustrie saß damals mit am Tisch und hat sich nicht zu ausreichenden Zugeständnissen bzgl. Flottenverbrauch o.ä. bewegen lassen. Deshalb kam man überhaupt zu der Maßnahme, stärkerer regenerativer Beimischungen im Treibstoff.


13.03.2011 11:22    |    Hartgummifelge

Die Verbrennung ist viel heisser und läuft nicht gleichmässig, wie mit Benzin oder Diesel ab, es kann in heissen Vergasermotoren schon zur Selbstzündung zu kommen.

Woher die Ahhnahme stammen soll, das das Benzin mit Ethanol höhere Klopfefestigkeit haben soll weiss ich nicht. Die Kartoffelschnapsfahrzeuge der 30er mussten mit max 74 Oktan auskommen, 79 Oktan, mit Zusatz von Bleitetraeythyl war ab 1938 dem Militär vorbehalten

Unter google.co.uk sind Fotos zu sehen, was das Ethanol in nicht umgestellten Vergasermotoren anrichten kann.


13.03.2011 11:35    |    Finn79

@Hartgummifelge lies bitte erst mal wissenschaftliche Lektüre dazu bevor du weiter Schwachsinn verbreitest.

 

Nicht gleichmässig ist schon das beste daran, meinste die Flammfront legt einfach mal eine Pause ein? Und heisser ist genauso Blödsinn, Diesel verbrennt bei 2054°C, Benzin bei 1977°C Ethanol bei 1940°C.

Quelle : Handbook of Bioethanol von Gary E. Wyman.

 

Genauso ist die Flammfront schneller wie bei Benzin, was auch durch das rasche Verdunstung des Ethanols zustande kommt. Dadurch entsteht eine Art Sturm in der Flammenfront, was die Flammfront 10-15% schneller macht, auf E85 bezogen.

 

Läuft nicht gleichmässig, der laminare Verbrennungsvorgang verläuft sogar besser, dadurch laufen die Motoren ruhiger.

 

Und wer zum Geier fährt noch Vergasermotoren ausser paar Moppeds und Oldtimern. Und wer e85 fährt ohne Umrüstung ist selber Schuld, dem ist nicht mehr zuhelfen


13.03.2011 11:36    |    Foonming

@ Brunolf

 

... indirekt sindwir mit Japan auch über Luft und Meere mit Japan verbunden, etwas mehr Sachlichkeit bitte!

Gruß Foonming


13.03.2011 11:43    |    schneebaer19

BMW hat den E10 freigegeben, allerdings ohne Gewährleistung, das hilft dem Kunden nicht unbedingt weiter.

 

ich versuche E10 nicht zu tanken.

1. unklare Verhältnisse in Sachen Haftung

2. die Umweltverträglichkeit bzw. Herstellprozess von E10

 

Allerdings ist es fraglich wie lange der Autofahrer, bei der momentanen Preisentwicklung, noch durchhält.

vor allen Dingen, sind beim Benzinpreis nach oben keine Grenzen gesetzt.

die Schere zwischen E10 und Super/Superplus wird wahrscheinlich noch weiter auseinander gehen, um den Kunden letztendlich dazu zu zwingen den E10 endlich zu tanken.

Hersteller und Mineralölkonzerne halten sich raus, und unsere "tollen" Politiker, die sogenannten Volkvertreter drücken dem Bürger einen "Scheiß aufs Auge" ohne die techn. Hintergründe erkannt zu haben.

(Brüssel befiehlt, wir haben zu gehorchen)

oder was sollte der Mineralölgipfel sonst bewirken.

 

da ich 2 BMW´s fahre (Diesel und Benziner) bin ich jetzt für die Arbeitswege auf den Diesel umgestiegen, der Benziner wird nur noch moderat genutzt.


13.03.2011 11:45    |    Brunolp12

Zitat:

Foonming

... indirekt sindwir mit Japan auch über Luft und Meere mit Japan verbunden, etwas mehr Sachlichkeit bitte!

wo war ich unsachlich?

Die Atomdebatte könnte nun wieder von vorn beginnen, man wird E10 (und andere Regenerative) leichter als realistische und bedeutsame Alternative hinstellen können und die öffentliche Meinung dazu könnte das beeinflussen, absolut.

Die E10 Debatte wäre dann in spätestens 2 Wochen durch - wetten?


13.03.2011 11:46    |    Mac-64

E10 bringt 1000 Nachteile und keinen einzigen Vorteil!

 

Das nur eine Alibifunktion um die Preis zu Verdoppeln, aus Lybien kommende Öl soll nur 2% in Deutschland sein habe ich in einem Bericht gehört und wenn 2% so ne Auswirkung hat möchte ich nicht wissen was uns erwartet wenn alle Ölproduzierenden Länder in Aufruhr sind und das sieht so danach aus.

 

Wenn E10 Pflicht sein soll warum haben einige Tankstellen nicht einmal E10 im Angebot, welcher Geschäftsmann oder Frau hortet einen Ladenhüter?

 

Und das noch an die Leute hier die immer noch mit Argumenten kommen Boykot bringt nichts und treibt nur die Preise hoch usw.....

 

Es ist einfach Verwerflich Ackerfelder und somit die Notleidenden für diesen Zweck auszunutzen.

 

Boykottiert das Zeug wie die 84% und der Dreck ist vom Teller!


13.03.2011 11:48    |    Finn79

Evtl können ja die Bauern wieder ohne subventionen der EU und Deutschland leben wenn sie für Ethanol was anbauen, mal daran gedacht?


13.03.2011 11:50    |    DonC

Volle Zustimmung nach längerer Zeit E85+LPG-Nutzung :)

 

E85 ist bisland der beste Kraftstoff - leider nicht ganz so günstig wie LPG.

 

Extrem ruhiger Motorlauf, deutlich mehr Drehmoment und bei Anpassung der Spritmenge obenrum mehr Leistung.

 

AU gibt allerdings regelmässig Probleme, da die Messwerte so gut sind, dass das ja gar nicht sein kann...

 

Mein Rasenmäher und meine Motorsäge vertragen das auch schon lange - ohne grossen Umbau - bisschen die Düsennadel verjüngen und gut.


13.03.2011 11:52    |    R208

Der Anbau nachwachsender Rohstoffe ist hoch subventioniert!!!!! Auch mit deinem Geld Finn79, falls Du steuern zahlst.


13.03.2011 11:59    |    Mac-64

Früher gab es Barone,Fürsten, Landherren usw.... heute heißen die Politiker der einzige unterschied zu früher ist das die heute mehr oder weniger vom Volk gewählt werden aber der eingentliche Nachteil für uns ist geblieben.

 

Damals wie heute werden wir nach Strich und Faden beschiessen und es gibt immer noch Schafe die den Baronen immer noch hinterher laufen!

 

Boykottiert E10 weiterhin und die bekommen die Rechnung die Ihnen zusteht.


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"