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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


12.03.2011 12:01    |    Andi B

Nein, der Audi hat schon ein paar Km gelaufen, hat aber nix zu sagen, weil er sonst Ausnahmslos ohne zu Murren sofort läuft (Fahre ihn seit 20tkm, da ist das nur dieses eine mal vorgekommen)... Dass er anfangs nur auf 4 Zylinder lief hatte ich nur das eine mal nach dem Volltanken mit E10...

 

Aber ist mir eigentlich auch nicht so wichtig, ich tank das Zeugs eh nicht, vor allem nicht zu solchen Wucher Preisen.

 

 

mfg Andi


12.03.2011 12:06    |    Harlebobby

Schon mal Bio- Diesel getankt??

 

war auch so ne Nullnummer, weniger Leistung, Mehrverbrauch, doppelt so oft zum Kundendienst wegen Verdünnung des Motoröls, verstopfte Filter usw. usw.

ok ok im E 10 sind ja nur 10 Prozent Bio- Brühe drinn- aber

Ich boykottiere E 10, weil es weder was für die Umwelt bringt, (nix mit Nullrechnung- wegen erhöhtem Verbrauch) noch habe ich Lust, mir demnächst einen neuen Motor zu kaufen.

Was mir am meisten aufstößt, ist aber die Preispolitik- nicht nur von den Mineralölkonzernen- sondern auch die Steuerpolitik.

Soviel Scheinheiligkeit schreit zum Himmel !!

 

Je teurer der Sprit umso höher die Steuereinnahmen- klar oder??

 

mfg

Harlebobby


12.03.2011 12:34    |    MauiSven

Zitat:

? 12.03.2011 11:43 | BananaJoe

Das mit 4 Zylindern hatte er nur in Frankreich? Zugegeben, das wäre dann schon ein komischer Zufall, allerdings scheint die Maschine auch nicht mehr ganz taufrisch zu sein oder?

Es ist immer wieder lächerlich, wie die E10-Befürworter regelmäßig versuchen, Aussagen zu praktischen Erfahrungen, die gegen E10 sprechen, totzuschlagen... :rolleyes:

 

Und, btw, selbst dieser nicht mehr taufrische 5-Zylinder-Audi wird noch laufen, wenn es die Marke Fiat schon nicht mehr gibt... :p

 

@Brunolp

Verstehst jetzt, was ich weiter oben meinte???

 

aktueller Spielstand:

1909 (9.9 %)

Ja, denn es ist für mein Auto zugelassen.

 

190 (1.0 %)

Ja, obwohl ich nicht weiß, ob es für mein Auto zugelassen ist.

 

828 (4.3 %)

Nein, weil ich nicht weiß, ob mein Auto es verträgt, mein Hersteller macht unklare Angaben.

 

2936 (15.2 %)

Nein, mein Hersteller hat zwar eine Freigabe gegeben, aber ich traue den Angaben nicht.

 

8795 (45.4 %)

Nein, ich boykottiere E10, obwohl mein Auto es vertragen würde.


12.03.2011 12:47    |    BananaJoe

Zumindest hat mein Fiat keine Leerlaufprobleme mit E10... :p

Der Audi scheint sich ja auch wieder gefangen zu haben... war dann beim nächsten Neustart der Leerlauf wieder i.O.?

 

Wie dem auch sei, ich fahre jetzt Fahrrad. :D


12.03.2011 12:52    |    Andi B

Moin,

beim nächsten Neustart war wieder E5 Super Plus drin, und er lief seitdem wieder einwandfrei.

War auch nur solange er kalt und das E10 im Tank war.

 

mfg Andi - Der nicht täglich 60km durchs Mittelgebirge Fahrrad fahren kann, bin leider kein Extremsportler ;)


12.03.2011 13:00    |    Brunolp12

Zitat:

MauiSven

@Brunolp

Verstehst jetzt, was ich weiter oben meinte???

wie könnte ich? du hast bisher noch mit keinem Satz erklärt, wieso du mich da reinziehst :confused: :rolleyes:

 

Mein Statement ist ja bloß, daß ich viele Argumentationen hier nicht für voll nehmen kann.

Auch glaube ich nicht, daß die öffentliche E10 Debatte die nächsten Tage überlebt (zumal falls sich nun die Öffentlichkeit dem möglichen GAU in Japan zuwendet).

Am Ergebnis: "E10 -in der derzeitigen Version- ist eine Mogelpackung" ändert das ja eigentlich nichts. Das wussten wir aber auch vor 36 Seiten schon. Es bleibt immer noch abzuwarten, wie die tatsächliche Abstimmung an den Zapfsäulen verläuft.


12.03.2011 13:02    |    Andi B

"Auch glaube ich nicht, daß die öffentliche E10 Debatte die nächsten Tage überlebt (zumal falls sich nun die Öffentlichkeit dem möglichen GAU in Japan zuwendet). "

 

Und genau deswegen muss man was tun, dass die Debatte um das E10 in der Berichterstattung bleibt, und der Boykott weiter durchgezogen wird!


12.03.2011 13:14    |    Brunolp12

du meinst also, daß zu einem Boykott nur Menschen zu bewegen sind, die permanent daran erinnert werden?

hmmmja... könnte sein. Mag ich nicht beurteilen. Wäre die Ablehnung so eindeutig, wie hier, dann würde sich die Frage wohl eher nicht stellen. Aber das Motor-Talk Klientel ist wohl nicht repräsentativ.

und:

Wenn man die Debatte am Leben erhalten will, dann muss man aber auch ein gewisses Niveau halten. Das erkenne ich hier eben weniger (und habe mir ja erlaubt, darauf gelegentlich hinzuweisen).


12.03.2011 13:51    |    Reachstacker

Zitat:

Noch immer suche ich nach dem E10 Sinn.

Der ist eigentlich um Smog in Grosstädten zu vermindern.

Ersetzt man MTBE im Benzin mit Ethanol (etwa 6.5%) bekommt man wesentlich saubere Abgase. Dann gibt es noch mehrere Nebenwirkungen wie, ökologisch, grün, erneuerbar, usw. Diese sind eigentlich Zweitrangig.

 

Das Hauptporblem mit E10 und Deutschland scheint die Unfähigkeit der Regierung zu sein eine klare Zielsetzung zu kommunizieren. Das logische Resultat ist Unverständniss bei der Bevölkerung.

 

In den USA wurde in 1978 das E10 (oxygenated Gasoline) zur Verminderung der Smogbildung in Ballungsgebieten eingeführt und diese Zielsetzung wurde klar kommuniziert. Jetzt geht es mehr in Richtung Eigenversorgung, Erneuerbar, grün...

 

In Brasilien war in 1978 die Zielsetzung eine andere. Nämlich Eigenversorgung bzw. Devisen sparen bei gleichzeitiger Beschaffung von Arbeitsplätzen. Dazu wurde E20 und E85 eingeführt. Alles aus Einheimischer Zuckerrohr Produktion.

 

Das wurde klar kommuniziert, die Bevölkerung versteht um was es geht, das Programm ist Erfolgreich. Auch hier werden inzwischen Umwelt Vorteile angepriesen aber das ist nur eine, wenn auch nette, Nebenwirkung.

 

Fazit: Ohne klare Zielsetzung und Komminukation kann es keinen Erfolg geben. Die 54% Ablehnung auf MT Umfragen aus politischen Gründen (eher denn technischen) zeigt das sehr klar.

 

Gruss, Pete


12.03.2011 13:53    |    auditt-turbo-

ich tanke aufjedenfall super plus da mir der häufigere ölwechsel, häufigeres tanken und die ungewissheit dass das auto an dem e10 doch in paar jahren wahrschienlich schneller irgendwas kaputtgeht zu riskant ist.

 

da zahle ich lieber paar cent mehr fürs sprit als dann tausende euros für ne reparatur etc !!!


12.03.2011 14:17    |    Roland0815

Der Sinn ist der: Wenn man E100 fährt, braucht man keinen Kat mehr.

 

Die Zwangseinführung von E10 dient (wiedermal) dazu, die "innovativen deutschen Autobauer" zu ihrem Glück zu zwingen. Nämlich: Die Benziner endlich alkoholfest zu machen. Wie schon beim KAT und Rußpartikelfilter gesehen, funktioniert das ja nur unter Zwang...

 

Und welche engeren Ölwechselintervalle eigentlich? 1x im Jahr und fertig. So viel sollte einem sein Motor schon wert sein...

 

Welcher Benzinerfahrer schafft es schliesslich, die Kilometer für mehr als einen Wechsel pro Jahr abzuspulen?


12.03.2011 14:32    |    Jerry@Audi

Auf keinen Fall kommt mir E10 in den Tank...! Was nützen mir denn schließlich Mehrverbrauch bzw. schnellerer Motorenverschleiß und obendrein noch etwaige (zukünftige) Motordefekte...?!?

 

Aber die ganze Debatte hat sich bald sowieso erledigt, der Verbraucher an der Tanke hat ja quasi schon entschieden: "E10 ist tot, es lebe das alte Super...!"

 

;):p


12.03.2011 14:33    |    Reachstacker

Zitat:

Aber die ganze Debatte hat sich bald sowieso erledigt, der Verbraucher an der Tanke hat ja quasi schon entschieden: "E10 ist tot",

Da kennst Du aber Deine Regierung schlecht. :D


12.03.2011 14:39    |    nova2003

E10? Nicht in meinen Tanks! Hab' nicht weit bis Luxembourg.

 

Davon aber mal abgesehen, spare ich trotzdem lieber Geld und tanke Super+, auch wenn ich in diesem Staat tanken muß.


12.03.2011 14:43    |    Hartgummifelge

Auch beim Verbrennen von Alkohol entstehen in den Motoren Stickoxyde.

Komprimiertes zündfähiges Kraftstoff-Luftgemisch setzt nach zünden NOx frei.. Es ist egal, ob Wasserstoff, Alkohol, Benzin oder Diesel zum Einsatz kommt..

Ein Kat ist in jedem Falle nötig, um die, unter Druck und Hitze, erzeugten Stickoxyde zu zerstören.

Wäre schon krass, wenn das Getreide, das zur Alkoholgwinnung angebaút wird nun im sauren Regen wachsen muss, den wir seit Mitte der 1980er Jahre, Dank der Kattechnik, fast völlig abgeschafft haben..


12.03.2011 14:46    |    MauiSven

Zitat:

? 12.03.2011 13:14 | Brunolp12

Aber das Motor-Talk Klientel ist wohl nicht repräsentativ.

W A R U M

D E N N

N I C H T ???

 

Warum versucht die eine Seite ständig, genau daran immer wieder Zweifel zu wecken???

 

Schau Dir doch die Altersgruppen mal an, falls Du denkst, hier wären nur männliche 18-jährige Tuning-Freaks am Start, hast' Dich mächtig geschnitten, erst informieren, dann argumentieren !!!

 

Ich laß mir hier jedenfalls nicht einreden, ein unbedeutendes kleines Würstchen zu sein, schafft Ihr erstmal die 10%-Hürde!!!


12.03.2011 14:54    |    Andi B

"Welcher Benzinerfahrer schafft es schliesslich, die Kilometer für mehr als einen Wechsel pro Jahr abzuspulen?"

 

Ich zum Bleistift, und ich kenne noch viele andere, die nicht gerade in den Ballungsgebieten wohnen.

30km eine Strecke zur Arbeit sind hier normal.

--> 2 Mal im jahr Ölwechsel.

 

 

Aber auch egal, ich glaube nicht an die Nachteile von Ethanol im technischen Sinne, wenn es mehr E85 Tankstellen gäbe, würde ich E85 fahren, um Geld zu sparen.

 

--> Aber ich bin nicht so naiv um zu glauben, dass mit der Einführung von E10 der Umwelt etwas Gutes getan wird!

 

 

mfg Andi


12.03.2011 14:59    |    Reachstacker

Alles ist Ruhig in Brasilien. (english text). 10 Millionen... :cool:

 

Die USA dagegen hat die ganze Revolution in Deutschland verschlafen. Durchschnitts Ami's wissen nur das irgendwas aus dem Zapfhahn rauskommt das "Irgendwie" das Auto weiter bewegt. :D

 

Achja: Grüne Zapfpistolen sind nur für LKW und VW Fanatiker gedacht. :p

Finger weg davon!!!


12.03.2011 15:01    |    hasi409

Nicht unsere Regierung hat entschieden E10 zu vertreiben, sondern Brüssel (Europaparlament)!

Das sind die Drahtzieher! Die wissen doch nicht was Sie alles vor langer Weile machen sollen!

Haben die Taschen voller Geld und machen nur schei...


12.03.2011 15:03    |    hasi409

Im Grunde war E10 ein tot geborenes Kind!

Infos fehlten an allen Ecken und Kanten, wie auch jetzt!

Wer nicht überzeugen kann, befihlt, so wie auch jetzt geschehen!

 

Gruß hasi409


12.03.2011 15:04    |    Finn79

Ich lese gerade eine Arbeit aus den USA zu ethanol.

 

e10 Kühlt die Ansaugluft um 11 Grad runter , heisst 2-3% mehr Luft im Brennraum= höhere Effektivität = mehr Leistung.


12.03.2011 15:07    |    hasi409

Es ist und bleibt bei E10 eine große Lüge!

Positiv ist an 10E nichts! Umwelt.. etc. wirklich nichts!

Hat doch unsere regierung bewiesen!


12.03.2011 15:09    |    Finn79

Mit ethanol stösst du 85% weniger CO2 aus, also was ist daran eine Lüge?


12.03.2011 15:10    |    hasi409

Brüssel hat beschlossen!

Unsere Regierung soll verkaufen! (Argumente suchen und finden um den Bürger E10 schmackhaft zu machen).

Wie wir alle wissen ist der Schuß nach hinten losgegangen!

Nix mit Bio .... Umwelt ...... stimmt doch alles nicht!


12.03.2011 15:10    |    hasi409

Brüssel hat beschlossen!

Unsere Regierung soll verkaufen! (Argumente suchen und finden um den Bürger E10 schmackhaft zu machen).

Wie wir alle wissen ist der Schuß nach hinten losgegangen!

Nix mit Bio .... Umwelt ...... stimmt doch alles nicht!


12.03.2011 15:13    |    hasi409

Der zusätzliche Anbau und damit verbunden die Verknappung an Getreide!

Alles wird teurer!

Wo soll das zusätzlich angebaut werden!

Weitere Veramung der bereits armen Länder! ist doch Wissenschaftlich bewiesen!


12.03.2011 15:25    |    Brunolp12

Zitat:

MauiSven

W A R U M

D E N N

N I C H T ???

weil hier relativ viele Auto- affine Menschen aktiv sind, die sich über jedes Detail, das mit dem Auto in Zusammenhang steht, Gedanken machen.

Es ist nicht nachweisbar, daß dies typisch ist für "den Deutschen (Autofahrer) an sich". Falls das aber so sein wollte - umso besser:

Dann müsste man sich ja keine Sorgen machen, daß die "Abstimmung an der Zapfsäule" stattfindet. Um diese ging es (einfach oben mal lesen)- nicht um "die" und "wir". (Edit: Hintergrund war die Frage, ob Gefahr besteht, daß der "Boykott" nachlässt, wenn andere Ereignisse in die Schlagzeilen geraten, so wie jetzt das Japan Beben und die AKW Zwischenfälle).

 

Zitat:

MauiSven

Warum versucht die eine Seite ständig, genau daran immer wieder Zweifel zu wecken??? (...) Ich laß mir hier jedenfalls nicht einreden, ein unbedeutendes kleines Würstchen zu sein, schafft Ihr erstmal die 10%-Hürde!!!

wer ist denn bitte "die eine Seite"? Bin ich das? Nein!

Wer ist "ihr" und was für ne 10% Hürde meinst du? Du redest wirr und checkst nicht, worauf ich hinaus will. Die Umfrage hier is mir total ladde (und das nicht nur, weil die möglichen Punkte, für die man stimmen kann, "Kindergarten" sind).

 

Zitat:

MauiSven

Schau Dir doch die Altersgruppen mal an, falls Du denkst, hier wären nur männliche 18-jährige Tuning-Freaks am Start, hast' Dich mächtig geschnitten, erst informieren, dann argumentieren !!!

Es ist aber offensichtlich, daß hier kein repräsentativer Querschnitt postet. Das ist so. Alleine schon per Definition kann es nicht anders sein.

Also:

mehr denken und schön ruhig bleiben! (um mal in deinem Stil zu antworten)

Wie zum Beweis meiner Worte wurde vorhin ein Thread gestartet, wo sich jemand sorgt, daß VW im Werk zur Erstbetankung im Neuwagen E10 einfüllen könnte - oh Gott, bewahre :D ! Sowas findest du in freier Wildbahn garantiert nicht :rolleyes::p


12.03.2011 15:28    |    Finn79

Zur Verknappung von Getreide noch mal was, es werden Millionen Tonne jedes Jahr vernichtet, nur um die Getreidepreis oben zuhalten, wir produzieren mehr wie wir brauchen. Nun Frage ich mich, wieso schickt man das nicht in 3. Weltländer? Naja ganz einfach weil die Zipfel das gleich wieder in Waffen tauschen.


12.03.2011 15:39    |    Reachstacker

Zitat:

hasi409:

Es ist und bleibt bei E10 eine große Lüge!

Positiv ist an 10E nichts! Umwelt.. etc. wirklich nichts!

Deine persönliche Abneigung in allen Ehren, aber hast Du neben Durchhalte Parolen auch Fakten anzubieten?

Smog Verringerung ist ein Fakt.

Der Rest ist debattierbar... ;)

Arbeitsplätze in Brasilien sind Fakt. Bessere Preise für Deutsche Zuckerrübenbauern und damit weniger Steuerzuschüsse sind auch Fakt. :cool:

 

Der Durchschnitts Hausfrau die nicht 16 Stunden jeden Tag auf MT rumlümmelt wirds auch egal sein. :D


12.03.2011 15:42    |    TonyMontana82

Schleswig-Holsteins Polizei darf kein E10 tanken

 

 

http://www.abendblatt.de/.../...eins-Polizei-darf-kein-E10-tanken.html


12.03.2011 16:00    |    Reachstacker

@ TonyMontana82

 

Hör doch mal mit Deiner Propaganda auf!!!

 

In Bayern und Baden-Württemberg ist E10 für Polizisten Pflicht!!!

Scheins fahren die Bayern Goldbeschichtete BMW die sie E10 Fest aus den USA importieren??? :D

 

Und Jetzt???? :p


12.03.2011 16:27    |    Finn79

Einbildung ist auch eine Bildung, manchmal die einzige.....;)


12.03.2011 16:31    |    Foonming

In der FAZ vom 11.3.2011 konnte man beim sorgfältigen Lesen der Leserbriefe entnehmen:

 

...ist es vor allem der letzte Verarbeitungsschritt der Dehydrierung (Entfernung des Wassers aus dem Alkohol) des 96% igen Alkohols bis nahezu 100 % vorzunehmen (sonst findet im Tank keine homogene Vermischung statt), der insgesamt so viel an zusätzlicher Energie erfordert, dass in summa mehr davon verbraucht wird, als bei der Verbrennung im Motor wieder herauskommt, siehe auch www.eike-klima-energie.eu.

Dann ergibt sich noch eine grundsätzlich technische Frage an den Tankstellen:

Jeder Benzintank in der Erde ist mit einem Entlüftungsrohr ausgerüstet. Dieses ist nach oben zur Atmosphäre offen und da Alkohol stark hygroskopisch ist und Wasser anzieht, besteht hier schon ein Schlupfloch für das Wasser, zumindest schon in den Tankstellentank zu gelangen.

Frage: ist Benzin oder Alkohol leichter?

Wenn Alkohol leichter ist, ist die Oberfläche ziemlich groß, dass Wasser in den Alkohol eindringt (Luftfeuchtigkeit). Verkauft jetzt die Tankstelle nicht schnell genug das E10 Benzin und das Benzin lagert zu lange, reichert sich der Tankinhalt auf der Tankstelle mit Wasser an.

Warum sonst wird von der Mineralindustrie der heiße Tip abgegeben, das Motoröl öfter zu wechseln?

Weil doch Wasser ins Motoröl gelangt. Mein Wagen bekommt KEIN E10.

Außerdem wäre es jetzt auch an der Zeit, seinen Wagen endlich für den Einsatz von LPG auszurüsten(:

Gruß Foonming


12.03.2011 16:34    |    Andi B

@Finn79:

 

"Mit ethanol stösst du 85% weniger CO2 aus, also was ist daran eine Lüge?"

 

Das ist schwachsinn. Selbst auf der Webseite des Bundesumweltministeriums steht geschrieben, dass bei der Verbrennung von Ethanol, wenn man mal die ganze Logistik und Produktion dahinter mit einbezieht, gerade mal 35% weniger Co2 entsteht.

 

Allerdings ist im E10 nur 5% mehr Ethanol als im alten E5, die Folge:

 

5% von 35% sind satte 1,7%, um die der Co2 Ausstoß sinkt.

 

Und ganz nebenbei steigt der Verbrauch erwiesenermaßen um 2-5%!

 

--> Wo zur Hölle soll das gut für die Umwelt sein?

 

Es fließt mehr Sprit durch den Motor, also krigt der Staat mehr Geld, das ist der einzige Sinn dahinter!

 

 

 

Ach und stell bitte nicht einfach andere Leute als ungebildet dar, du weisst genauso wenig wie ich, wer da hinter dem Rechner sitzt. Und die Diskussion auf die persönliche Ebene ziehen, bringt niemandem etwas!

 

mfg Andi


12.03.2011 16:50    |    Brunolp12

Zitat:

Foonming

In der FAZ vom 11.3.2011 konnte man beim sorgfältigen Lesen der Leserbriefe entnehmen:

...ist es vor allem der letzte Verarbeitungsschritt der Dehydrierung (Entfernung des Wassers aus dem Alkohol) des 96% igen Alkohols bis nahezu 100 % vorzunehmen (sonst findet im Tank keine homogene Vermischung statt), der insgesamt so viel an zusätzlicher Energie erfordert, dass in summa mehr davon verbraucht wird, als bei der Verbrennung im Motor wieder herauskommt, siehe auch www.eike-klima-energie.eu.

was ich mich jedes mal frage, wenn dies gepostet wird:

warum nimmt eigentlich ein Leserbrief in der Faz zum Beweis (für was auch immer) Bezug auf die URL dieses Hochstapler und Hobby- Forscher- Vereins "eike"? :confused: Ist die Quelle dann nicht eigentlich "eike" und nicht "faz"?

 

Zitat:

Foonming

Warum sonst wird von der Mineralindustrie der heiße Tip abgegeben, das Motoröl öfter zu wechseln?

Wo gibt die Mineralölindustrie diesen Tip? Hast du ne Quelle?

 

Zitat:

Foonming

Weil doch Wasser ins Motoröl gelangt.

das ist kein unbekanntes Thema. Bei hohem Kurzstreckenanteil tritt das auch ganz ohne Ethanolsprit auf. Mit E10 wird der Effekt wohl etwas verstärkt. Das ist ja auch das, was letztlich der vielzitierte BMW- Mitarbeiter meinte, der als Gegenargument zu E10 durch alle Foren ging.

Man muss aber auch dazu sagen, daß dieser Effekt auch wieder umkehrbar ist. Eine längere Fahrt mit gut durchgeheiztem Motoröl lässt den Wasseranteil doch wieder entschwinden?

Mit anderen Worten: Intervall kann sich durch E10 verkürzen, muss aber nicht - je nach Fahrprofil ist das mehr oder weniger stark.

Frage mich aber, ob nicht bspw. VW eigentlich die "LongLife" Algorithmen (dynamische Ermittlung des ServiceIntervalls, bis zu 30.000km sind möglich) an E10 anpassen müsste?


12.03.2011 17:00    |    Finn79

@ Andi B

 

Auf was bezieht man es mit dem Co2 ausstoss. Beziehst du beim ÖL, die Suche, Förderung, Lagerung und Transport mit ein, sind wir wieder bei weit über 50% weniger.

 

Klar wenn ich aufrechne Bioethanol mit allen Produktionsemessionen vs Benzin ohne komme ich auf 35%. Genau das steckt der Wurm drin.

Glaube keine Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

 

2-5% Mehrverbrauch, bitte Messprotokolle wo auch mal min 10 Messungen dabei sind, um die Streuung und den Messfehler zu berechnen.

 

Denn 5% sind schon ausserhalb der technisch möglichen, was auch physikalisch schon keinen Sinn macht, ausser die Fehlerquelle Mensch spielt da mit rein.


12.03.2011 17:11    |    dieseldonner

@trixi1262

 

Zitat:

 

...mir fällt der erste Name nicht ein,zwerg gegen goliat,nee so hiess es nicht !

 

ihr wisst jedenfalls,was ich meine!

 

noch nicht einmal den Aufkleber, "E 10,nein Danke" findet man in der Hauptstadt

 

mfg trixi1262

 

 

Ziatat Ende.

 

...hey Trixi, Du irrst. Du kannst mir gerne mal hinterherfahren, fahre täglich 2x quer durch Berlin. Dann wirst Du 2 große postkartengroße Aufkleber auf der Heckscheibe finden...


12.03.2011 17:18    |    Andi B

Moin,

jede Automobilfachzeitschrift die Tests durchgeführt hat, hat das Festgestellt, eigene tests haben dies ebenfalls ergeben, und andere Leute aus diversen Foren berrichteten ebenso davon. Hinzu kommt der schlechtere Motorlauf bei niedrigen Temperaturen.

 

 

"Der ADAC geht von einem um 1,5 bis drei Prozent erhöhten Spritkonsum durch E10 aus – theoretisch"

 

"Auf drei Routen wurde der Verbrauch ermittelt – jeweils einmal mit Super 95 und einmal mit E10 im Tank. Die Testfahrten zeigten, wie der Golf den geringeren Energiegehalt des E10-Kraftstoff kompensiert: durch mehr Durst.

Verbrauchstest mit dem VW Golf 1.4 TSI

 

In der Stadt und auf Landstraßen steigt der Spritdurst beim Einsatz des Bio-Benzins um rund fünf Prozent. Bei Vollgas schluckt der Golf 1.4 TSI im E10-Betrieb mindestens 1,2 Liter mehr als mit konventionellem Super-Benzin (95 Oktan)."

 

Quelle:

http://www.autobild.de/.../...chstest-e10-vw-golf-1.4-tsi-1559216.html

 

 

Was den Verbrauch angeht, geht es ja nicht ausschließlich um den etwas geringeren Energiegehalt, auf den du dich warscheinlich beziehst, wenn du mir erklären willst, dass 5% Mehrverbrauch garnicht möglich wären.

Bedenke aber, dass bei der Gemischanpassung für eine optimale Verbrennung und der Optimale Zündzeitpunkt mit E10 woanders liegt, als mit E5 oder im Idealfall reinem Benzin. Da bekommen gerade Steuergeräte älterer Autos (nicht jeder hier fährt nen Neuwagen!) schonmal an ihre Grenzen, zudem ist es generell nicht einfach, die passende Abstimmung für 2 sich unterschiedlich verhaltende Brennstoffe zu finden, was den Wirkungsgrad bei Motoren, die für E0 konstruiert wurden, nochmals beeinträchtigt!

 

 

Zum Co2 Ausstoß:

"Um die Umweltverträglichkeit von Biokraftstoffen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung eine Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung erlassen. Danach gelten Biokraftstoffe nur dann als nachhaltig hergestellt, wenn sie - unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette - im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 % an Treibhausgasen einsparen."

Quelle: http://www.bmu.de/e10/doc/46718.php

 

 

Und ich gehe mal sehr stark davon aus, dass die diese Angabe auch noch schönreden --> Mehr als 35% Ersparnis ist da garantiert nicht dabei!

Auf die 5% Erhöhung macht das wie gesagt nur noch 1,7% Ersparnis!

 

 

Und selbst wenn damit 0,01% eingespart werden könnten, rechtfertigt das eine generelle Explosion des Spritpreises von im Schnitt 12 Cent?

 

 

 

Meiner Meinung nach nicht.

 

mfg Andi


12.03.2011 17:28    |    Firebird20

Als ich heute tanken gefahren bin, musste ich doch mit Entsetzen feststellen, dass die Super- und Super+Zapfhähne verriegelt waren *kopfschüttel*. Man konnte nur noch diese E10 Sch**** tanken, was ich natürlich nicht gemacht habe :D

Ich bin dann direkt zur nächste Tankstelle gefahren und hab Super+ getankt :D :D :D


12.03.2011 17:37    |    zwanzigeins

@Firebird20

 

Richtig! Solche Tankstellen konsequent meiden!


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"