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24.03.2024 22:17    |    jennss    |    Kommentare (53)

Ist Porsches harter Schnitt zum E-Antrieb ein guter Weg?

Porsche hat beim Macan einen harten Schnitt gemacht, weg vom Verbrenner, hin zum E-Antrieb. Genauso wird es auch beim Boxster und Cayman kommen. Dabei könnte man noch gut 10 Jahre neue Verbrenner verkaufen (abgesehen von Modellen speziell für eFuels - da geht es auch danach noch). Porsche ist von den prompten Bestellungen des e-Macans überwältigt gewesen, doch kann es sein, dass dies keine typischen Porsche-Käufer gewesen sind, sondern ein neuer Kundenkreis erschlossen wurde. Wie die bisherigen Porsche-Fans den harten Umbruch finden, sagt das noch nicht aus. Als Sportwagenfirma ist der E-Antrieb schon etwas anders als für einen Massenhersteller, denn Jahrzehnte lang war der Sound ein wichtiges Thema bei Sportwagen. Gibt es für Alltagsautos fast nur noch 3 und 4 Zylinder, so sind Sportwagen noch immer oft mit 6 und mehr Zylindern zu bekommen.

 

Wie seht ihr diesen harten Schnitt? Guter Zeitpunkt oder zu früh? Hätte Porsche besser noch parallel neue Modelle von Macan/Boxster/Cayman entwickeln sollen? Oder die alten Modelle auf den neusten Stand der Cybersicherheit bringen sollen? Letzteres war auch ein Grund für die Einstellung der Modelle. Sicher wäre es teuer gewesen, die neuen Anforderungen zu erfüllen, aber bestimmt nicht unmöglich. Porsche hat stattdessen seine ganzen Anstrengungen in den Elektro-Macan gesteckt. Komplett getrennte Plattformen würden zwei Produktionsstandorte erfordern, was wohl auch ein Argument gegen den weiteren Bau von Verbrennern war.

 

Ich denke, der ist schon sehr gut geworden, mit rund 600 km Reichweite nach WLTP bleiben noch genug km in der Realität übrig und dazu lädt er in 21 Minuten auf 80%. Der Macan 4 (387 PS) ist aktuell das günstigste Modell und rund 15000 € über dem günstigsten 4-Zylinder Verbrenner-Macan (265 PS). Allerdings ist der neue Macan 4 auch recht gut ausgestattet.

 

BMW macht es anders. Die haben viele Modelle zusammen mit Verbrenner und Elektro entwickelt. Der BMW i4 M50 ist z.B. das 2023 am besten verkaufte M-Modell gewesen, Verbrenner eingeschlossen. Dennoch kann man sehen, dass reine E-Plattformen in manchen Punkten konsequenter sind. So bietet ein BMW i5 z.B. nur maximal ca. 81 kWh an - nicht viel für ein Auto über 5 m. Eine gemeinsame Plattform wäre beim Boxster sicher möglich, da der Akku genau dorthin könnte, wo aktuell noch der Motor sitzt - hinter den Fahrer. So hat es ja auch Tesla gemacht, als sie aus dem Lotus Elise den Tesla Roadster bauten. Aber als reines E-Auto ist es eben doch einfacher und spart die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren, Getriebe etc..

 

Was beim Macan womöglich jetzt funktioniert, könnte beim kleinen Sportwagen anders aussehen. Der Boxster war zuletzt noch für etwa 65000 € nackt im Konfigurator. Mit Navi und PDK liegt er schon bei 70000 €. Beides ist bei E-Autos allermeist Serie. Ich denke, der kleinste Elektro-Boxster wird nicht unter 70000 € liegen. Und Sound wird es wohl nicht allzuviel geben, auch wenn manche E-Autos durchaus Sound aus Lautsprechern bieten... (Ioniq 5N, Taycan, e-Macan etc.). Für einen Sportwagen ist das ein nichtzuunterschätzendes Handicap.

j.

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24.03.2024 22:47    |    Swissbob

Beim Boxster hätte ich eine gemeinsame Plattform sehr begrüsst, zumal die Mehrheit da zumindest mittelfristig lieber zum Verbrenner greifen würde.

 

Auch wenn die E-Versionen schneller sein dürften.

24.03.2024 22:51    |    cso-cso

Ich finde diesen Schritt konsequent und zur Firmenphilosophie passend. Anstelle von zweifelhaften Konzepten (E-Auto mit Motorsound und Schaltsimulation??). Damit hat Porsche alles Sinnvolle im Portfolio und kann je nach Marktlage und Politik reagieren.

24.03.2024 23:20    |    Twinni

Der Taycan ist schon ein geiler Porsche. Der Macan wird - in seiner Klasse - noch geilerer. Der Audi Q6 aber auch. :D

25.03.2024 01:01    |    pentium122

Fast rhetorische Frage bei deutlich rückläufigen Zulassungen von e-Autos. In vielen Teilen der Welt nicht nutzbar.

25.03.2024 01:26    |    cso-cso

Zitat:

@pentium122 schrieb am 25. März 2024 um 01:01:53 Uhr:

Fast rhetorische Frage bei deutlich rückläufigen Zulassungen von e-Autos. In vielen Teilen der Welt nicht nutzbar.

Das haben die Leute damals auch gesagt, als man Benzin nur in der Apotheke kaufen konnte.

25.03.2024 05:04    |    Schwarzwald4motion

Der einzige Motor Sound der es wert ist ab und zu (mit eFuel) genossen zu werden, ist ein Smallblock Gebrabbel, oder beim Flugzeug ein Sternmotor.

 

Im übrigen haben gerade die "oberen 10.000" ein Image Problem, da ist der Wechsel zum E-Antrieb praktisch zwingend; abgesehen davon haben die das nötige Kleingeld :p

 

Und für dem 911er; "Der Sound" erschließt sich mir zwar nicht (schon gar nicht mit Turbo), aber wenn's mit eFuel passiert stört‘s mich nicht.

25.03.2024 05:13    |    Swissbob

Wirklich schön wird der Sound beim Porsche 6 Zylinder Boxermotor erst oben herum, wenn er ab 5000U/min anfängt zu sägen. Die Sauger tönen da natürlich am besten.

 

Das führt dann dazu, das man lieber einen durchzugsschwachen Sauger nimmt.

 

Den muss man drehen lassen damit man ausserorts überhaupt vorwärts kommt.

 

Wohingegen der klassische V8 Motor untenherum bereits ab Standgas schön blubbert und oben dann hämmert.

25.03.2024 08:24    |    Jo144

Ich bin nicht sicher ob E-Autos der Heilsweg sind... allerdings kann Porsche da gegen die Politik auch nicht viel ausrichten. Also ist's wohl konsequent...

Als die E-Autos kamen hat die ganze Branche aufgejault daß man da ja irre Arbeitskräfte verliert, das Fahrzeug viel einfacher und günstiger würde / nixx mehr zu verdienen - adieu Arbeitsplätze / ich frag mich wo die günstigen E-Autos abgeblieben sind ?! statt dessen baut jeder PS Monster die in 3 sekunden 0-100 schaffen. Kompletter Blödsinn.

 

Zum Thema Porsche bin ich versorgt, 964 und der fährt so selten daß die Umwelt auch damit klar kommt.

 

Hier noch ein interessanter Podcast der sich mit Klimawandel und echten Strategien beschäftigt. https://forschergeist.de/podcast/fg066-klimaneutralitaet/ Da tauchen Styrohäuser und E-Autos in D nicht wirklich auf, für dasselbe Geld könnte man anderswo deutlich mehr CO2 einparung realisieren.

25.03.2024 18:48    |    jennss

Zitat:

@Jo144 schrieb am 25. März 2024 um 08:24:08 Uhr:

Ich bin nicht sicher ob E-Autos der Heilsweg sind... allerdings kann Porsche da gegen die Politik auch nicht viel ausrichten. Also ist's wohl konsequent...

Porsche könnte ja noch etwa 10 Jahre länger Boxster, Cayman und Macan als Verbrenner anbieten. Entweder die alten Autos länger bauen lassen oder neu entwickeln oder man hätte auch kombinierte Plattformen entwickeln können für Verbrenner und Elektro zusammen. Porsche hat jetzt die ganze Manpower auf Elektro gesetzt. Ist ein gewisses Risiko. Aber andersrum könnte es auch ein Risiko sein, wenn die E-Modelle dadurch nicht so perfekt werden.

 

Zitat:

Als die E-Autos kamen hat die ganze Branche aufgejault daß man da ja irre Arbeitskräfte verliert, das Fahrzeug viel einfacher und günstiger würde / nixx mehr zu verdienen - adieu Arbeitsplätze / ich frag mich wo die günstigen E-Autos abgeblieben sind ?! statt dessen baut jeder PS Monster die in 3 sekunden 0-100 schaffen. Kompletter Blödsinn.

Naja, eine neue Technik wird meist von oben nach unten durchgereicht. Günstige E-Autos kommen halt etwas später.

j.

26.03.2024 11:40    |    Bayernlover

Wird der alte Macan nicht vorerst weitergebaut?

26.03.2024 12:46    |    jennss

Der darf nur noch bis Ende Juni neu zugelassen werden.

j.

26.03.2024 13:24    |    TITANMANFRED

Zitat:

@pentium122 schrieb am 25. März 2024 um 01:01:53 Uhr:

Fast rhetorische Frage bei deutlich rückläufigen Zulassungen von e-Autos. In vielen Teilen der Welt nicht nutzbar.

D ist eine INSEL ... überall sonst ist es anders ... BITTE BITTE BITTE nicht jammern, wenn Verbrenner nicht mehr in Innenstädte dürfen, weil Lärm, Gestank und Gift nicht mehr geduldet wird, von den dort wohnenden!

26.03.2024 15:22    |    the_WarLord

Zitat:

@TITANMANFRED schrieb am 26. März 2024 um 13:24:37 Uhr:

Zitat:

@pentium122 schrieb am 25. März 2024 um 01:01:53 Uhr:

Fast rhetorische Frage bei deutlich rückläufigen Zulassungen von e-Autos. In vielen Teilen der Welt nicht nutzbar.

D ist eine INSEL ... überall sonst ist es anders ... BITTE BITTE BITTE nicht jammern, wenn Verbrenner nicht mehr in Innenstädte dürfen, weil Lärm, Gestank und Gift nicht mehr geduldet wird, von den dort wohnenden!

Fahrzeuge werden in einiger Zukunft ohnehin nicht mehr in der Stadt geduldet werden, wenn's so weiter geht, da spielt's keine Rolle ob Verbrenner oder E-Auto.

26.03.2024 16:22    |    jennss

Ist schon noch ein Unterschied, aber ich glaube mit Euro 7 wird der Verbrenner auch sehr sauber. Ich meine, da hat der Diesel dann kein Freibrennen mit viel Ruß mehr und das Thermofenster beim Warmfahren ist dann auch nicht mehr erlaubt. Genau kenne ich mich damit aber nicht aus.

j.

26.03.2024 17:49    |    Schwarzwald4motion

Das „sauber“ ist doch kein Problem mehr, die Fragestellung ist mittlerweile eine ganz andere; und die gilt weltweit.

26.03.2024 21:47    |    jennss

Beides ist wichtig, CO2 (weltweit) und NOx/Schadstoffe (lokal). Ich sehe die Schadstoffe aber auch nicht mehr so kritisch. Schon Euro 6 ist ganz gut, ein riesen Unterschied zu 50 Jahre alten Oldtimern, die richtig stinken.

j.

27.03.2024 10:23    |    tommy_c20let

Da der Macan wie auch der Panamera G2 sowieso keine echten Porsche sind (VW-Plattform + ausschließlich VW Motoren), sollen sie halt machen. An den 911, Boxter und Cayman trauen sie sich nicht ran, da wird es noch längere Zeit Verbrenner geben. Die Kunden wünschen es einfach, gerade auch in den USA.

27.03.2024 10:27    |    jennss

Boxster und Cayman gibt es schon jetzt nicht mehr neu als Verbrenner bzw. nur noch Restbestände, die bis Mitte 2024 verkauft werden dürfen.

j.

27.03.2024 10:31    |    Swissbob

27.03.2024 10:33    |    tommy_c20let

Ich weiß, es brodelt aber intern ganz schön, gibt viele Stimmen die weiterhin für den Verbrenner sind. Bin gespannt was da bei raus kommt. Hersteller wie VW / Audi oder Mercedes haben ja teilweise die Motorenentwicklung eingestellt. Wenn er E-Boom, wie aktuell, massiv einbricht, bekommen die bald große Probleme da eine Vebrenner-Neuentwicklung Jahre dauert und die Konzerne dann weit hinter die Konkurrenz zurück wirft.

 

Einige Leute bei der PAG haben Angst dass es sie auch trifft und die Kunden E-Boxter oder E-Cayman nicht annehmen. Wenn man Facebook-Kommentare bei Porsche-Postings beobachtet, sieht man das auch sehr oft, Porsche-Besitzer schreiben wenn es nur noch E gibt, werden sie halt keinen Porsche mehr kaufen.

27.03.2024 10:45    |    Swissbob

Mercedes Benz fährt sie wieder hoch, auch beim Diesel. Neuerdings baut man was der Kunde will.

 

Es wird bei allen Verbrennungsmotoren Upgrades geben. Auch der V12 läuft erstaunlicherweise weiter.

 

Ich sehe es bei den Mercedes Benz Autohäusern, der Bestand an Elektroautos wird heruntergefahren.

27.03.2024 10:45    |    Bayernlover

Auf Facebook rennen auch nur noch komische Leute herum. Die meistverkauften Porsche-Modelle sind doch aktuell Taycan und in Kürze dann der Macan, evtl. wird das mit dem E-Boxster und dem E-Cayman ähnlich.

27.03.2024 10:49    |    Swissbob

Zitat:

@tommy_c20let schrieb am 27. März 2024 um 10:33:47 Uhr:

Ich weiß, es brodelt aber intern ganz schön, gibt viele Stimmen die weiterhin für den Verbrenner sind. Bin gespannt was da bei raus kommt. Hersteller wie VW / Audi oder Mercedes haben ja teilweise die Motorenentwicklung eingestellt. Wenn er E-Boom, wie aktuell, massiv einbricht, bekommen die bald große Probleme da eine Vebrenner-Neuentwicklung Jahre dauert und die Konzerne dann weit hinter die Konkurrenz zurück wirft.

 

Einige Leute bei der PAG haben Angst dass es sie auch trifft und die Kunden E-Boxter oder E-Cayman nicht annehmen. Wenn man Facebook-Kommentare bei Porsche-Postings beobachtet, sieht man das auch sehr oft, Porsche-Besitzer schreiben wenn es nur noch E gibt, werden sie halt keinen Porsche mehr kaufen.

Der MG Cyberster wird der Testballon werden.

 

Aber ob ein kompakter Roadster mit 2t Leergewicht und ohne Sound so viel Spass macht wird man sehen.

 

Man sieht hier im Porsche Forum, dass sich viele User noch einen alten 718er bestellt haben, weil der Nachfolger nur noch als 2t schweres Elektroauto auf den Markt kommen wird.

27.03.2024 11:27    |    Steffen_i4

Porsche war doch nur noch was für alte Männer und der Sound so sexy wie deren Botoxbegleitung. Ja, Klischee, ich weiß, aber am Ende will doch niemand mehr einen Oldtimer als Neuwagen für einen 6stelligen Betrag kaufen. Die Leute, für die der klassische Porsche Sportwagen ein Traumwagen war, sterben aus. Die Marke mit einem modernen Antrieb zu modernisieren ist für Porsche sicher ein guter Weg.

27.03.2024 11:33    |    jennss

Der Boxster soll elektrisch bei 1,6 t liegen, also etwa 120 kg über dem Verbrenner mit 6 Zylinder. Allerdings wird der Schwerpunkt tiefer sein.

 

Auf Facebook und in Instagram-Kommentaren gibt es sehr viele Elektrokritiker. "Elektroschrott" wird sehr oft geschrieben. Dass Sound fehlt, ist richtig, aber ich denke, viele kennen nicht die dynamischen Vorzüge des E-Antriebs.

j.

28.03.2024 01:03    |    schaumkrone

Mir ist nicht ganz klar, warum ausgerechnet hier und heute zentralistische Planwirtschaft funktionieren sollte, obwohl sie bis jetzt überall gescheitert ist.

28.03.2024 12:56    |    jennss

Der Katalysator damals hat Mehrkosten und Mehrverbrauch verursacht. Ohne gesetzliche Einführung hätte den niemand gekauft. Trotzdem ist er nützlich. Der einzelne Mensch denkt halt oft egoistisch. Bei Geld hört die Umwelt auf.

 

Das E-Auto könnte es vielleicht auch ohne Förderung schaffen, denn viele sind vom Fahren her überzeugt. Aber die Entwicklung ist komplex und am Anfang noch nicht so reizvoll bzw. umständlicher bei Reichweite und Infrastruktur.

j.

28.03.2024 17:38    |    Schwarzwald4motion

Eines der Hauptprobleme ist sicherlich das Thema Henne und Ei.

 

Bei sowas muss einfach geplant und gefördert werden, sonst würden die ewig aneinander vorbei wurschteln.

 

Zum Glück hat’s Tesla vorgemacht.

28.03.2024 20:26    |    schrotti_999

In die SUV können sie von mir aus einbauen was sie wollen, denn für mich sind das keine Porsches.

Ein Porsche ist für mich ein Sportwagen und das gilt auch für solche mit starken E Motoren. Für den fehlenden Sound (böse Menschen schimpfen das Lärm) mit E entschädigt das geile Drehmoment und das absolut ruhige Gleiten macht ja auch irgendwie Spaß.

28.03.2024 20:36    |    schrotti_999

Zitat:

@jennss schrieb am 28. März 2024 um 12:56:15 Uhr:

Der Katalysator damals hat Mehrkosten und Mehrverbrauch verursacht.

Die Mehrkosten für den Kat konnte man sich aber viel leichter leisten, als die teils drastischen Mehrkosten für die Batteriekisten.

 

Am Absatzproblem der Autoindustrie sind doch schlussendlich auch unsere Geldbeutel schuld. Um sich als Normalverdiener auch nur einen mittelgroßen Neuwagen leisten zu können, muss man auf einiges verzichten. Dort packt man noch zig tausend Euro für den Stromer oben drauf und das ist alles Geld, das man einfach nicht hat.

28.03.2024 23:25    |    Steffen_i4

Zitat:

@schrotti_999 schrieb am 28. März 2024 um 20:36:56 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 28. März 2024 um 12:56:15 Uhr:

Der Katalysator damals hat Mehrkosten und Mehrverbrauch verursacht.

Die Mehrkosten für den Kat konnte man sich aber viel leichter leisten, als die teils drastischen Mehrkosten für die Batteriekisten.

 

Am Absatzproblem der Autoindustrie sind doch schlussendlich auch unsere Geldbeutel schuld. Um sich als Normalverdiener auch nur einen mittelgroßen Neuwagen leisten zu können, muss man auf einiges verzichten. Dort packt man noch zig tausend Euro für den Stromer oben drauf und das ist alles Geld, das man einfach nicht hat.

Der Kat sickerte auch über 10 Jahre von der S-Klasse Richtung Kleinwagen. Bei der Elektromobilität sind wir jetzt in der oberen Mittelklasse angekommen. Der i4 oder der id7 kosten das gleiche wie vergleichbare Verbrenner.

Beim Blick auf die Straßen und unseren Firmenparkplatz sehe ich auch keine Geldprobleme beim Autokauf. Im Gegenteil, 1990 bei meinen ersten Besuchen im Westen war ich bitter enttäuscht von den vielen Möhren am Straßenrand und den wenigen BMW und Mercedes. Das hat sich deutlich verbessert.

29.03.2024 07:39    |    25plus

Genau richtig. Durch den einfacheren Aufbau des Antriebs sollten Getriebe- und Motorschäden der Vergangenheit angehören. Sowas ist auch während der Garantie oder des Leasings ärgerlich.

 

Aber mal abgesehen davon hat der neue Macan für mich zu wenig Wiedererkennungswert. Die Proportionen sind durch die Technik sowieso vorgegeben, aber Hyundai hat es z.B. beim Ioniq 5 trotz geringerer Außenlänge geschafft, die Optik durch 10 cm mehr Radstand deutlich zu schärfen und die Komplexität des Aufbaus deutlich zu reduzieren (Übergang in C-Säule).

 

Aber dafür bin ich jetzt zu wenig Fahrzeugdesigner, um besonders wertige Details herauszuarbeiten. Die Plastikbeplankung unten an den Türen machen aber doch sowieso schon viele Hersteller, um die Technik (Batterie) zu betonen oder den SUV Charakter.

 

War gerade erstaunt über den Bericht mit den Ersatzteilpreisen für Batterien bei Elektroautos. Oft gibt es dafür nichtmal Preise, aber mit 4000-30000 € muss man rechnen (4000 € beim Twizy mit 6 kWh Akku, 30000 € bei den großen Mercedes).

 

Bei einem alten Verbrenner sind die Kosten überschaubar. Selbst bei einem kapitalen Motorschaden wird ein günstiger gebrauchter Motor wieder viele Jahre halten (wird mit den Jahren ja erstmal nicht schlechter). Aber wie macht man das bei einem 25 Jahre alten Elektroauto als Liebhaberobjekt? Oder schließen sich die Begriffe Liebhaberojekt und Elektroauto gegenseitig aus? Für meinen Daihatsu Cuore, der dieses Jahr 20 Jahre alt wird (wahrscheinlich schon ist, kenne den Zeitpunkt der Montage nicht), habe ich letztes Jahr die zweite Batterie kaufen müssen. Kostete knapp 100 €. Die alte war durch dutzende Tiefentladungen über den Winter und während Corona einfach komplett tot. So ist das eben bei Autos, die selten(er) bewegt werden. Oder der alte Lithium-Ionen-Akku im Laptop oder E-Bike, die ein paar Jahre nicht genutzt wurden. Tot. Wohingegen der Akku im Handy oder Tablet auch nach 8 Jahren täglicher Nutzung noch problemlos funktioniert. Wie macht man das bei ausrangierten Elektroautos, die auch mal länger stehen? Für die kleine Runde am Wochenende reichen ja prinzipiell auch dann reduzierte Reichweiten. Aber wenn der Akku dann so weit abgebaut hat, dass auch die Leistung reduziert wird oder gar Warnlampen erscheinen (TÜV)?

 

Aber darum geht es beim Verkauf von Neuwagen ja erstmal nicht. Porsches haben zwar den Ruf, beim TÜV gut abzuschneiden und lange gefahren zu werden, aber vielleicht ändert sich das ja mit dem Elektrozeitalter. Vielleicht wird Recycling in Zukunft Verkaufsgrund Nummer 1? Warum auch nicht. Irgendwie muss man doch rechtfertigen, dass man alle zwei Jahre einen Neuwagen mit dem Preis von 2-3 Nettojahresgehältern eines durschnittlichen Arbeitnehmers vor der Tür stehen hat. Und wenn es nur die aus den Meeren gefischten Plastikflaschen sind, die dann als Sitzbezüge wiederverwertet wurden!

 

PS:

Zitat:

@Steffen_i4 schrieb am 28. März 2024 um 23:25:49 Uhr:

[...]

Beim Blick auf die Straßen und unseren Firmenparkplatz sehe ich auch keine Geldprobleme beim Autokauf. Im Gegenteil, 1990 bei meinen ersten Besuchen im Westen war ich bitter enttäuscht von den vielen Möhren am Straßenrand und den wenigen BMW und Mercedes. Das hat sich deutlich verbessert.

Bei uns in den Straßen stehen auch viele BMWs, Audis und Mercedes. Vom Rost oft gut zusammengehalten. Also in einem Alter, das Elektroautos erst einmal erreichen müssen.

29.03.2024 11:10    |    TomBy1961

Die Diskusion ist für mich völlig Sinnlos da es (nicht nur)meiner Meinung nach in 10 Jahren fast keine Elektroautos mehr zu Kaufen gibt ....Die Verbrenner werden sich Weltweit wieder durchsetzten und über bleibt nur Elektroschrott der Teuer Entsorgt werden muss

29.03.2024 11:35    |    schrotti_999

Zitat:

@Steffen_i4 schrieb am 28. März 2024 um 23:25:49 Uhr:

Beim Blick auf die Straßen und unseren Firmenparkplatz sehe ich auch keine Geldprobleme beim Autokauf.

Der Kauf ist ja auch nicht das Problem, aber hast du dich mal gefragt wem die Karren gehören?

Sehr sehr oft der Bank und bis die Autos bezahlt sind, sind sie oft schon wieder Schrott.

Zitat:

Im Gegenteil, 1990 bei meinen ersten Besuchen im Westen war ich bitter enttäuscht von den vielen Möhren am Straßenrand und den wenigen BMW und Mercedes. Das hat sich deutlich verbessert.

Jaja, das Ostmärchen: Die im goldenen Westen schwimmen nur so im Geld. :o

1991 waren die Gurken dann alle weg, bzw in den Osten gewandert. Die Händler hierzulande hatten es sehr leicht ihre Kisten im Osten an den Mann/Frau zu bringen und in vielen Fällen wäre es klüger gewesen der Ossi hätte seine Rennpappe noch weiter gefahren, anstatt sich mit oft überteuerten Westmöhren herum zu ärgern.

29.03.2024 12:03    |    Schwarzwald4motion

Natürlich war die Breitseite der kapitalistischen Nepper Schlepper Bauernfänger Fraktion ein echter Schock für Ossis, andererseits muss man damit auch umgehen lernen was man im Westen schon viel länger muss.

Eine freie Wirtschaft bringt unterm Strich trotzdem deutlich mehr Vorteile.

 

Und genau deshalb wird: Unter der Voraussetzung dass die CO2 Emissionen gedrückt werden müssen das E-Auto auf breitester Front gewinnen.

 

Das musste schon der Porsche Chef Christian Lindner beibringen, das eFuel nur für betuchte 911er-Kunden Sinn macht.

 

Dass sich das ganze etwas rauszögert haben wir der nicht zuletzt von Putin angezettelt Wirtschaftskrise zu verdanken.

Aber unterm Strich gewinnt immer die Logik, und die diktiert nun mal wenn auch oft mit Verzögerung und verspäteten Handeln keine Alternativen.

02.04.2024 15:52    |    Danielson16V

Zitat:

@jennss schrieb am 28. März 2024 um 12:56:15 Uhr:

Der Katalysator damals hat Mehrkosten und Mehrverbrauch verursacht. Ohne gesetzliche Einführung hätte den niemand gekauft. Trotzdem ist er nützlich. Der einzelne Mensch denkt halt oft egoistisch. Bei Geld hört die Umwelt auf.

Schönes Beispiel.

 

Ich möchte noch was themenfremdes aber ähnliches ergänzen:

 

- LTE braucht niemand, keine Masten bauen!

Jetzt sind alle froh, dass mit 5G mehr Breite für alle kommt da mittlerweile selbst die Generatoion BJ 60er und früher mit Smartphone unterwegs ist.

 

- ISDN reicht für alle aus

In Zeiten von Youtube, Netflix und Co sowie Homeoffice wollen jetzt alle Glasfaser... den Ausbau seinerzeit aber kaum jemand, weil klappte ja aktuell alles.

 

- Heute haben Handys mehr RAM als Server damals...

 

... Zeiten ändern sich und so auch die Bedürfnisse. Beim Auto und dessen Antrieb nicht anders.

04.04.2024 06:27    |    Sir Firekahn

Eine riskante Strategie. Ich persönlich habe gar nichts gegen E Autos und denke auch, dass fossile Brennstoffe für die Masse der Kfz rein logisch betrachtet irgendwann keinen Sinn mehr machen wird.

 

Aber ob dieser Punkt bereits erreicht ist, ist fraglich. Momentan stehen die Zeichen weltweit auf einer Konterrevolution und kaum ein Markt entwickelt sich für BEV positiv. Eine Marke wie Porsche, die vor allem zwei Dinge als USP aufruft: Status und Emotion, muss sehr sehr genau aufpassen, dass sie niemals in einem Atemzug mit Marken wie Kia oder Tesla genannt wird. Denn dann wird die Kernmarke entzaubert und das Verkaufen von "Premium" zu hohem Preisen eben nicht mehr selbstverständlich.

 

Und ein Boxster der sich auf zwei Tonnen zu bewegt? Wir werden sehen, wie dieses Fahrzeug angenommen wird.

 

Wie gesagt, kann klappen, kann aber auch eine Katastrophe werden.

04.04.2024 06:33    |    Schwarzwald4motion

Ich denke die Beschleunigungswerte lassen Porsche keinerlei Wahl, Die werden schon dafür sorgen dass sie sich absetzen können, sie werden die leichtesten und energiereichsten Akkupaks einsetzen.

 

Eine Konterrevolution sehe ich bei weitem nicht, das ist nur der gefühlte Schweinezyklus.

Vielleicht ein abflachen und Regionen die damit noch nichts anfangen können. Letztlich eine Frage des Erdölpreises in den jeweiligen Staaten.

04.04.2024 11:20    |    the_WarLord

Puh, man schaue sich nur die Historie von Porsche an. Stand kurz vor dem Abgrund und legte dann gegen die Hardcore Fans ein Modell für weniger betuchte auf (Boxster), welche obendrein auch noch wassergekühlt war. Schlug ein wie eine Bombe und brachte Porsche neben einigen Sparmaßnahme wieder auf Kurs. Ein Unternehmen muss sich immer wieder erfinden und weiterentwickeln, um am Markt dementsprechend performen zu können.

 

Ja, der Luftboxer mag für manche das Ding von Porsche sein, in Punkto Performance kann der abstinken. Elektro ist die logische Weiterentwicklung und die Elektroahrzeuge werden besser performen als Verbrenner...

Wie Sportwagen eben performen sollten...

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