Tue Apr 12 13:51:21 CEST 2022
|
jennss
|
Kommentare (244)
Mit welchem Preis rechnet ihr für den Smart #1 bei diesen Daten? (vor Abzug der Umweltprämie)Ihr dürft spekulieren 🙂. Mit welchem Preis für den neuen Smart #1 rechnet ihr? Die Frage ist also nicht, welchen Preis ihr für angemessen haltet (gerne in die Kommentare schreiben), sondern was ja glaubt, was Smart für den #1 verlangen wird, mit folgenden Daten: Zum Vergleich einige Preise der Konkurrenz: PS: Das Foto ist von der Smart Homepage, danke! ![]() |
Mon Apr 25 18:04:05 CEST 2022 |
notting
Dafür gibt's dort div. Rabattcoupons bzw. Bonus-Punktesammelsysteme, wo die Leute z. T. viel Zeit investieren um ein bisschen weniger zu zahlen und sich dabei was ihre Daten angeht (fast) nackig machen.
notting
Mon Apr 25 19:06:16 CEST 2022 |
bermuda.06
Scheint bei Tesla merkwürdigerweise ziemlich gut zu funktionieren 😉 Ich glaube Dacia agiert ähnlich restriktiv mit Rabatten.
Alles eine Sache der Positionierung. Aber wenn man Jahrzehnte irrwitzige Listenpreise mit Rabattschlachten korrigieren muss, bekommt man das auch nicht mehr aus den Köpfen raus.
Mon Apr 25 19:18:28 CEST 2022 |
Gravitar
Da wären wir wieder beim Smart #1, und welcher Preis dafür gerechtfertigt erscheint im Vergleich zu Alternativen und Preisen, die bis vor kurzem am Markt üblich waren. Corona und Putin haben uns ja nicht reicher gemacht sondern dafür gesorgt, dass Inflation, Speiseöl und Grundnahrungsmittel erheblich weniger Geld in der Kasse zum Vorschein bringen. Sollte es also zu solchen Preissteigerungen kommen (i30 für 15kEuro, XC40 für 25kEuro), dass solche marktüblichen Preise deutlich nach oben angepasst werden, so ist wohl mit einem deutlichen Rückgang der Zulassungszahlen zu rechnen, alternativ mit einem Aufstau der nach einer Leasingsubvention zu Spottpreisen auf dem Markt erscheinenden zu teuren jungen Gebrauchten. Ich würde mir keinen gebrauchten SMART #1 für 25-30kEuro kaufen, wenn ich den Neupreis meines VOLVOS, deutlich darunter, noch im Kopf habe. Gibt es keine erschwinglichen Fahrzeuge zu akzeptablen Preisen mehr, würde ich auch nichts mehr kaufen. Zur Not müsste die derzeitige Fuhre halt 20 Jahre durchhalten.
Gibt es nix vernünftiges mehr zu kaufen oder sind die Preise in Relation zu meinem Einkommen zu abgehoben, so wird halt das billigste gekauft, das die Mobilität erhält, neu oder gebraucht. Wer anders denkt, darf gerne die Zeche derzeitiger Hersteller bezahlen, die derzeit mit kleinen Umsätzen Rekordgewinne erzielen ....
Gruß
Gravitar
Mon Apr 25 21:06:02 CEST 2022 |
jennss
Wenn der Verbrenner 400000 km hält, ist das weit über dem Durchschnitt. Oft lohnt sich eine Reparatur über 200000 km kaum noch bzw. das ist etwa der Durchschnitt einer Verbrenner-Lebenszeit. Von den Kilometern her dürfte das ein E-Auto mit mittlerer Akkugröße auch gut hinbekommen, aber 20 Jahre sind halt schon viel. Man geht eher von "mindestens 15 Jahren" aus: https://ecomento.de/.../...roauto-batterien-halten-mindestens-15-jahre
Im Schnitt werden E-Autos aber wahrscheinlich mehr als 200000 km laufen, also eher mehr als Verbrenner.
Zur PS vs. kW: Klar machen kW mehr Sinn (zum Rechnen), aber PS sind immer noch sehr üblich in Autozeitschriften.
j.
BTW1:
Fast alle E-Auto-Fahrer würden wieder ein E-Auto kaufen:
https://www.t-online.de/.../...ilitaet-einmal-e-auto-immer-e-auto.html
BTW2:
Zur Akkuhaltbarkeit:
https://teslamag.de/.../...3-lebensdauer-tesla-model-3-naechstes-47963
Tue Apr 26 09:42:22 CEST 2022 |
Gravitar
Am Ende zählt doch nur der zu entrichtende Preis, nicht Liste und nicht Leasingfaktor, sondern der Preis. Er muss erwirtschaftet werden und muss dem Kunden diese Arbeitsleistung in Relation zur Wertschöpfung wert sein. Das geht mit hohen Leasingraten genauso wenig wie mit hohen Finanzierungszinsen, beides wird nach Ende der grotesken Förderung für BEV eine Kaufkraft und einen Kaufwillen ergeben, der seitens der Hersteller angepasst werden muss. Sind vor einigen Jahren noch 3,3Mio Neuzulassungen Usus gewesen, so waren es im letzten Jahr mit etwa 2,6Mio schon knapp 30% weniger. Bei diesem Preisgefüge werden wir uns wohl mit so niedrigen Neuzulassungen arrangieren müssen, die Hersteller finden wohl Gefallen daran, mit wenig Umsatz viel Kohle machen zu können. Der Doofe wird der Kunde sein, der diese Entwicklung monetär nicht mitgehen kann.....
Gruß
Gravitar
Tue Apr 26 10:33:53 CEST 2022 |
Gravitar
Keine schlechte Entwicklung, danke für diese glaubwürdige Information!
Gruß
Gravitar
PS: Bei mir waren 1Mio km immer weit über dem Durchschnitt. 200k-300kkm haben eigentlich alle meine Fahrzeuge mit einer Ausnahme sehr souverän und mit wenig Reparatur/Wartung überdauert. In meinem Patientengut gibt es auch viele mit 500kkm+ von Leuten, die viel Pendeln und Autos gerne Auffahren....
Tue Apr 26 11:08:30 CEST 2022 |
jennss
Wenn der Smart jetzt in der Launch Edition zwischen 45000 und 50000 € kosten sollte, würde ich das nicht negativ überbewerten. Es kommt sicherlich noch eine günstigere Version heraus.
Daher halte ich es auch nicht für passend, den 200 kW-Smart mit einem 129 PS Basis-Benziner zu vergleichen. Für den kommt das Pendant später.
Btw: Es erreichen sicherlich nur sehr wenige Autos die 500000 km (1%?). Theoretisch könnten es mehr schaffen, aber es ist ja immer eine Abwägung, ob das sinnvoll ist, sie so weitgehend zu reparieren.
j.
Tue Apr 26 11:22:09 CEST 2022 |
Goify
In Deutschland erreichen die wenigsten Fahrzeuge über 300.000 km. Aber meist wandern diese ja nicht in die Presse, sondern ins Ausland. Dort kommt nochmal gut was drauf an Kilometern. Sodass ich schon denke, dass 30 % aller Autos die 500.000 km schafft.
BTW: Der Punkt in langen Zahlen erhöht die Lesbarkeit enorm. 300.000 lässt sich leichter erfassen als 300000.
Tue Apr 26 11:34:02 CEST 2022 |
Gravitar
Ich gehöre ja auch nicht unbedingt zu den Geringverdienern, möchte aber die Bodenhaftung nicht verlieren und meine Sichtweise nicht verallgemeinern. In Gesprächen mit Geringverdienern sollte ein Technologiesprung nicht dafür sorgen, das erhebliche Teile der Gesellschaft von individueller Mobilität abgeschnitten werden. Das wäre nämlich ein sozialer Abstieg und nicht wünschenswert. Inflation, Krieg, Corona, dtl. teurere Lebensmittel und Lieferengpässe schränken eine Lebensführung auf dem Niveau der 80er Jahre derzeit sowieso schon erheblich ein. Es muss nicht auch noch eine erheblich sich verteuernde Mobilität dazu kommen. Wenn Firmen mit weniger Umsatz mehr Gewinne erzielen weiß der Betriebswirt, woran das liegt...... eher nicht an den Rahmenbedingungen!
Gruß
Gravitar
PS: Ich bin davon weg, Preise und Vergleichbarkeit von einer installierten Leistung abhängig zu machen. Das sind Relikte der Verbrenner-Ära und völlig irrelevant. Ich bin heute bei der Verkehrssituation mit meinen 650PS identisch schnell unterwegs, wie mit meinen 129PS; nicht einmal Überholvorgänge unterscheiden sich signifikant. Habe ich mit 129PS nicht genug Platz, ändern 650PS daran auch nichts. Auf einer Langstrecke bin ich mit 129PS sogar besser gestellt als mit 400+ BEV-PS oder analogen KW. Ich kann damit einfach 160km/h durchfahren, wo möglich und muss mich nicht mit Reichweiten unter 300 oder sogar unter 250km rumärgern, wenn bei BEV und 160km/h dann doch 30kwh+ auf dem Bon stehen.....
Tue Apr 26 12:09:14 CEST 2022 |
jennss
Ja, da fehlt noch einiges im Angebot. Häufig werden zuerst teure Modelle mit neuer Technik herausgebracht, die dann schrittweise an untere Klassen durchgereicht wird. So ist es auch bei E-Autos. Deswegen sehe ich den ID.3 noch immer als Gamechanger 🙂. Auch Renault erreicht beim Megane e-Tech nicht den Preis des ID.3. Leider ist der Pure aufgrund des Chipmangels gerade rausgenommen worden. Der lag mit 150 PS unter 32000 € vor Förderung und eigentlich hätte noch eine 129 PS -Sparvariante unter 30000 € kommen sollen. Überhaupt verteuert der Mangel an Chips die Autos. Selbst der Gebrauchtmarkt ist betroffen.
In der höheren Klasse (ca. 4,5 m SUVs) ist das Angebot schon deutlich größer. Mal sehen, wie es weitergeht.
Bei den Kosten sollte man aber auch nicht vergessen, dass E-Autos im Unterhalt meistens deutlich günstiger sind als Verbrenner. Ein e-Up hat z.B. einen sehr niedrigen Verbrauch, keine Steuer, keinen Ölwechsel:
eUp:
https://www.autokostencheck.de/VW/VW-UP/UP/e-up!-aa_47816.html
Up 1,0 TSI: https://www.autokostencheck.de/VW/VW-UP/UP/up!-1-0-aa_44959.html
j.
Tue Apr 26 12:15:46 CEST 2022 |
Goify
Trotzdem muss man über 100.000 km fahren, um den Vorteil überhaupt erreichen zu können, da der elektrische Up gute 10.000 € mehr kostet. Für den Erstbesitzer, der den Wagen nur vier Jahre fahren will ist das also keine Lösung, es sei denn, der Wiederverkaufswert ist entsprechend hoch.
Tue Apr 26 12:18:31 CEST 2022 |
Gravitar
Den e-Tech finde ich auch sehr gelungen, de Meo hat da ein gutes Händchen. Chips sind ein hausgemachtes Problem, das derzeit vorgeschoben wird um margenträchtig zu verkaufen. Einsteigervarianten nicht zu liefern finde ich eine versnobte Frechheit. Kohle machen auf dem Rücken der Wenigverdiener, die trotz nur geringem Mehrverdienst bei viel mehr Arbeit im Vergleich zu Transferleistungen weiterhin das Arbeitsmodell favorisieren...
Unsere Politik sorgt schon dafür, das bald alle gering qualifizierten ausschließlich Transferleistungen erhalten, subventioniert von den Zugutverdienern.....
Gruß
Gravitar
Tue Apr 26 12:22:46 CEST 2022 |
Goify
Nennt sich bedingungsloses Grundeinkommen, was aber auch ungekannte Vorteile bieten sollte.
Tue Apr 26 12:37:20 CEST 2022 |
jennss
Der Wiederverkauf des eUp ist aktuell sehr hoch. Wer einen für 22000 € abzgl. 9570 € Umweltprämie gekauft hat, kann ihn jetzt nach 1 bis 2 Jahren noch mit Gewinn verkaufen.
Der Up! mit 65 PS Benziner fängt bei UVP 14130 € an.
Unseren ID.3 Business mit 58 kWh könnte ich jetzt nach 33000 km ohne Verlust weiterverkaufen (siehe Preise bei mobile.de). Mache ich natürlich nicht.
j.
Tue Apr 26 13:10:08 CEST 2022 |
Gravitar
Ich selbst finde eine so kurze Betrachtungszeit unseriös und zusätzlich von der Subvention auf dem Rücken aller zustande gekommen. Aber der e-Up ist eh ein in dieser Hinsicht vernünftiger Kleinwagen. Insgesamt sollte man eine Betrachtung der Werthaltigkeit nach 3,7-8,14 und 18 Jahren im Vergleich zu etablierten Modellen betrachten und sich nicht nur die Rosinen herauspicken...
Gruß
Gravitar
PS: Für 15.000Euro bekommt man auch schon einen Kompaktklasse-Benziner neu mit bis zu 7Jahren Herstellergarantie. Ist in meinen Augen etwas anderes als ein Up. Aber die Preise sind explodiert. Vor 1,5Jahren bekam man noch einen FIAT Tipo für 12.000Euro, Preissteigerung von über 30% in 1,5Jahren! Das nenne ich mal totale Inflation....
Tue Apr 26 13:18:21 CEST 2022 |
jennss
Sehe ich auch so. Natürlich inkl. Unterhaltskosten.
j.
PS:
3 Jahre/30000 km, sowie 60000 und 90000 km
8 Jahre/80000 km, sowie 160000 und 240000 km
14 Jahre/140000 km, sowie 280000 und 420000 km
18 Jahre/180000 km und 360000 km
Wäre ein interessanter Vergleich, z.B. Golf TSI vs. ID.3.
Tue Apr 26 13:41:33 CEST 2022 |
pcAndre
Morgen...!
Leider nicht richtig. Wäre schön, wenn es so gewesen wäre. 😉
Ende 2017, Anfang 2018 hat sich meine Frau nach einem VW Up TSI umgeschaut. Im naheliegenden VW Autohaus haben wir einen zusammengestellt und landeten bei rund 20.000 EUR. Mit ein bissl Nachlass bei über 18.000 EUR. Aus diesem Grund haben wir uns für einen EU-Reimport aus 11/2016 für knapp 11.000 EUR entschieden. Wohlgemerkt in 02/2018. Den E-Up hättest du in 2020/2021 neu mit 5 Jahren Garantie und Vollausstattung für unter 14.000 EUR bekommen können...aktuell eher schwierig. Ja, es waren sehr besondere Zeiten...😉
Was positiv erwähnt werden sollte:
+ Einnahmen in Form der THG Quote, bei mir von rund 355 EUR, für die kommenden Jahre (auf 10 Jahre ist das schon ein bissl was)
+ Steuerbefreit für 10 Jahre
+ Service beim E-Up (24 Monate/30.000 km) nach Garantiezeit nur noch der Innenraumfilter und die Bremsflüssigkeit...also quasi nix 😉
+ kostenlose Lademöglichkeiten
MfG André
P.S.: Beim Rest wird man sehen, wie er sich schlägt. 😉
Tue Apr 26 13:51:34 CEST 2022 |
Goify
Es sind sogar ziemlich exakt 10.000 € zwischen Up! und e-Up!: https://suchen.mobile.de/.../search.html?...
https://suchen.mobile.de/.../details.html?...
Tue Apr 26 13:53:47 CEST 2022 |
Goify
Das ist zwar legal, aber verwerflich. Oder fährt das E-Auto nur bergab und speist dadurch mehr Strom ein, als es verbraucht? Nein? Na also.
Tue Apr 26 14:16:45 CEST 2022 |
pcAndre
Morgen...!
Das ist auch der aktuelle Preis für den VW E-Up Style Plus. In 2020/2021 lag der E-Up in der Basis-Version bei 21.975 EUR beziehungsweise 23.000 EUR in der style-Version [1]...Nur damals gab es noch bis zu 15% Rabatt. Heute werden bzw. wurden den Händlern die Autos aus den Händen gerissen...trotz des hohen Preises...leider sind schon wieder alle vergriffen.
Tchja, die THG-Quote ist nicht meine Erfindung. Aber ich opfere mich gern für die Elektromobilität! 😉
MfG André
[1] https://www.chip.de/.../...hweite-Preis-Ausstattung_177691013.html?...
Tue Apr 26 14:22:43 CEST 2022 |
Goify
Früher war alles besser, weiß ich doch. Aber heute kostet ein e-Up eben extrem viel mehr und das fährt man kaum wieder rein.
Wieso bekomme ich eig. kein Geld, wenn ich statt Verbrenner mit dem E-Bike fahre? Ich spare ja noch mehr ein als ein E-Auto-Fahrer. Man müsste mir das E-Bike schenken - jährlich ein neues. Das wäre fair.
Tue Apr 26 14:28:44 CEST 2022 |
stna1981
Wenn du die Quote nicht verkaufst, macht es der Staat für dich. Wo ist da dann der Vorteil bzw. wieso sollte das dann weniger verwerflich sein...?
Tue Apr 26 14:38:11 CEST 2022 |
Goify
Wo profitiert die Umwelt dabei? Denn darum geht es ja mit der Quote.
Tue Apr 26 15:03:20 CEST 2022 |
Gravitar
Die Förderung mittels Umweltbonus ist eine auf dem Rücken aller ausgetragene Subvention für vorzugsweise die Klientel, die zumeist eh keine Probleme hat, ein Fahrzeug zu erwerben oder zu unterhalten. Ein Geringverdiener überlegt momentan, ob er das teure Brot beim Bäcker, die ordentlich angestiegene Variante beim Discounter erwerben oder doch mit schwer und teuer zu erhaltenem Mehl selbst Hand anlegen soll. Es ist in meinen Augen eine Schande, sich als besser Verdienender aller Privilegien zu bedienen und am Ende auch noch elementar vergünstigt oder sogar gratis durch die Gegend zu gondeln, während der Geringverdiener seit 2Monaten nicht mehr an der Tanke war und seine olle Mutter nicht mehr unterstützen kann, weil der Weg dahin zu teuer geworden ist. Man unterstützt die falsche Klientel, die sich im Anschluß auch noch mit der smarten Vergünstigung brüstet.....
Niemand braucht BEV mit 200+PS und bleischwerem SUV-Design, vergünstigt und steuerbefreit. Alle brauchen leichte, ausdauernde, solide Fahrzeuge mit Reichweiten um die 400-500km, 20 Jahren Haltbarkeit und Kosten deutlich unter 20.000Euro, besser unter 15.000Euro. Das nenne ich Innovation und Nachhaltigkeit!
Gruß
Gravitar
Tue Apr 26 15:16:18 CEST 2022 |
Goify
Ich kann ja noch nachvollziehen, wenn mir der Staat viel Geld gibt, wenn ich mein Haus energetisch saniere und eine weniger umweltschädliche Heizung einbaue, aber beim E-Auto ist das für mich irgendwie nicht so ganz der Fall. Insbesondere wenn der Betrieb mehrmals subventioniert wird: Mit der entfallenen KFZ-Steuer (nutzt ja auch keine Straßen ab, so ein Fliegengewicht und Verkehrslärm gibt es auch keinen mehr) und obendrein noch der THG-Quote. Gerade letztere ist für mich völlig unverständlich. Es ist der gleiche Betrug wie der Emissionshandel, der dazu führt, dass ein Kohlekraftwerk CO2-neutral betrieben werden kann - allerdings nur auf dem Papier. Und vor allem kommt noch dazu, was eine Tonne CO2 kostet: nämlich völlig intransparent zwischen 1,50 und 60 $. Wird mit der teuren dann wirklich Wald aufgeforstet? Und was passiert mit der billigen? Bezahlt man damit jemanden, dass er auf seiner Wiese nichts tut? Aktuell kann man Waldbauern Geld dafür geben, dass sie keine Bäume aus dem Wald holen. Damit haben sie den gleichen Ertrag, wie wenn sie so viel rausholen, wie nachwächst. Dafür ist dann Kohlestrom voll öko. Nutzen für die Umwelt: Null.
Tue Apr 26 15:31:20 CEST 2022 |
stna1981
Das Leben besteht aber nicht nur aus Effizienz und Rationalität. Es gibt eben auch Leute, die meinen, ein dickes oder schnelles Auto fahren zu müssen. Und mir ist es immer noch lieber, sie fahren dann ein kW-starkes Elektro-SUV, anstatt ein PS-starkes Verbrenner-SUV zu nehmen. Von daher stimmt ich dir nicht zu, dass es solche Autos nicht braucht.
Tue Apr 26 15:34:05 CEST 2022 |
Gravitar
Jo, richtig! Nicht fördern, keine Steuerbefreieung und keinen Umweltbonus, keine Abschreibungsmöglichkeit bei Firmennutzung...... und einfach Spaß haben!
Gruß
Gravitar
Tue Apr 26 15:53:48 CEST 2022 |
Goify
Absurd wird es ja bei so Fahrzeugen wie Porsche Cayenne Turbo Hybrid. Ein großes, verbrauchsstarkes SUV mit halber Versteuerung des geldwerten Vorteils und zudem kaum KFZ-Steuer.
Tue Apr 26 16:25:15 CEST 2022 |
jennss
Der wurde auch nie mit Umweltprämie gefördert. Außerdem kann man ihn theoretisch sehr viel elektrisch fahren. Ob der Besitzer das tut, ist schwer kontrollierbar.
j.
Tue Apr 26 16:43:10 CEST 2022 |
Goify
Der wurde nicht gefördert, der wird gefördert mit weit mehr als der Umweltprämie. Jeden Monat spart sich sein Besitzer ca. 500 € zu versteuern. Bei dem dazu passenden Steuersatz sind das monatlich eingesparte 250 €.
Tue Apr 26 16:52:00 CEST 2022 |
jennss
Warum gibt es noch immer daran Zweifel, dass das e-Auto umweltfreundlicher ist als ein vergleichbarer Verbrenner? Das sollte doch längst geklärt sein. Sonst würden die Regierungen in der Welt sie sicher nicht mehr fördern. Die Entscheider haben sich bestimmt viel mehr damit auseinander gesetzt als wir mit unseren groben Einschätzungen. Ist es nicht schon etwas anmaßend zu behaupten, man habe in Sachen Umwelt mehr Ahnung und Überblick als Greenpeace und die Regierungen? Gerade für die deutschen Autohersteller wäre es sehr viel einfacher gewesen beim Verbrenner zu bleiben. Da hatte man einen großen Vorsprung. Beim E-Auto gibt es komplett neue Konkurrenz aus China. Die europäischen Regierungen haben sich die Entscheidung zu fördern sicher nicht leicht gemacht.
Auf der einen Seite beschwert man sich, dass das e-Auto zu teuer sei und auf der anderen Seite soll es auch nicht gefördert werden. Ist das nicht ein Widerspruch?
j.
Tue Apr 26 17:03:59 CEST 2022 |
jennss
Verstehe ich nicht. Die Kfz -Steuer kannst du jetzt nicht meinen, oder? Das sind beim Hybrid monatlich 7 € statt 35 €.
j.
Tue Apr 26 17:06:18 CEST 2022 |
Goify
Die Entscheider haben sich mit überhaupt nichts auseinander gesetzt, sondern sich angeschaut, was mehrheitsfähig ist. Und ich kann sehr wohl einschätzen, was richtig und weniger richtig ist. Das ist ja auch mein Job - eben die Umweltauswirkungen zu betrachten und abzuwägen. Das E-Auto ist nicht umweltunfreundlicher als ein Verbrenner (gleiche Größe des Fahrzeugs vorausgesetzt), aber auch nicht soo viel umweltfreundlicher. Es ist etwas besser. Nur rechtfertigt dieses Etwas viele Tausend € an Subventionen?
Und wenn das E-Auto zu teuer ist, muss es eben günstiger werden. Nur wieso sollte der Staat da eingreifen? Dann muss es der Hersteller billiger produzieren oder er lässt es so teuer, garantiert aber eine Nutzung für 20 Jahre in jeder Hinsicht. Dazu zählt für mich nicht nur eine Batterie mit mind. 50 % Restkapazität, sondern auch, dass das Infotainmentsystem entweder durch kostenlose Updates aktuell gehalten werden kann oder es einfach auszutauschende Hardware gibt. Im frühen Tesla Model S ist das ansatzweise so realisiert worden. Sogar die Assistenten kann man nachrüsten (mit hohem Aufwand).
Tue Apr 26 17:07:47 CEST 2022 |
Goify
Ich spreche vom geldwerten Vorteil. Bei normalen Autos muss monatlich 1 % des BLP versteuert werden. Bei geförderten Plug-Ins nur 0,5 %. Das ist bei über 1000.000 € BLP eine ganze Menge.
Tue Apr 26 17:10:25 CEST 2022 |
Gravitar
Evolution! Das bessere setzt sich durch, weil es besser ist! Niemand muss es protegieren, niemand muss es schmackhaft machen! Braucht es Zeit, kein Problem, ist es teuer, lass es die zahlen, die es fasziniert! Wenn es in Summe besser ist, will sowieso niemand mehr etwas anderes haben und ist bereit, den Preis zu zahlen. Bis dahin regelt Angebot und Nachfrage den Wechsel. Ganz normale Wirtschaft halt. Wie sang schon Markus in den 80ern? "Und kost Benzin auch zweimarkzehn, scheißegal, es wird schon gehn, ich will Spaß, ich geb Gas, ich geb Gas!" Irgendwann ist der fossile Treibstoff nicht mehr konkurrenzfähig, eine andere Energiequelle setzt sich durch, ganz von alleine übrigens....
Gruß
Gravitar
Tue Apr 26 17:23:03 CEST 2022 |
jennss
Ist nicht viel eher der Verbrenner mehrheitsfähig? Die Entscheidung pro E-Auto ist eine sehr unbequeme für das Volk, weil mit viel Veränderung verbunden.
Da ist wohl ein "nicht" zu viel drin.
Ja, was rechtfertigt in deinen Augen eine Subvention? 50% weniger CO2 innerhalb der Auto-Lebenszeit? Oder müssen es vielleicht 80% weniger sein?
Sehr einfach gedacht. Billiger wird es ja vor allem durch Stückzahlen bzw. Skaleneffekte. Und dafür braucht es am Anfang die Förderung. Im übrigen verdient der Staat noch immer an e-Autos, ausgenommen die allerbilligsten, wo die Umweltprämie die MwSt. übersteigt.
Die üblichen Garantien beim E-Auto übersteigen die Garantien von Verbrennern bei weitem. (8 Jahre vs. 2 Jahre)
Das gilt dann auch für den Verbrenner.
j.
Tue Apr 26 17:30:18 CEST 2022 |
jennss
Das betrifft Firmenwagen? Da kenne ich mich nicht so genau aus. Der Cayenne Turbo wird aber ja nicht gefördert. (Keine Umweltprämie) Oder was meinst du mit geförderten Plug-Ins?
j.
Tue Apr 26 17:47:58 CEST 2022 |
Goify
Der Cayenne Turbo Hybrid ist ein Plug-In und muss daher nur zur Hälfte monatlich versteuert werden. So wie auch ein Skoda Octavia iV oder Golf GTE.
EDIT: Hier ein Foto dieses Sparmodells mit 500 kW: https://mediacloud.carbuyer.co.uk/.../...yenne_turbo_s_carrara_001.jpg
Tue Apr 26 17:56:37 CEST 2022 |
jennss
Das halte ich für naiv, an der Realität vorbei. Ein paar Freaks werden kaum schaffen, eine so hohe Nachfrage zu erzeugen, dass in absehbarer Zeit die Skaleneffekte große Wirkung haben und die Infrastruktur aufgebaut wird. Mag sein, dass es sehr langfristig funktionieren würde, aber die Zeit (das Klima) drängt. Diese Mobilitätswende ist nicht vergleichbar mit anderen Konsumgütern. Das ist ein riesen Ding. Viel hängt davon ab, ob Hersteller es wagen groß einzusteigen. Da hilft die Umweltprämie enorm.
j.
Tue Apr 26 22:17:00 CEST 2022 |
jennss
Der Händler nutzt es aus, dass der eUp so begehrt ist. Da gehen allerdings noch 6000 € von runter. Und die Ausstattung ist ziemlich gut. Beim Up ist der Link nicht klar, welchen du meinst.
j.
Deine Antwort auf "Mit welchem Preis für den Smart #1 rechnet ihr?"