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BMW...aber nicht nur

Verschiedenes aus dem Alltag eines Autofans

18.06.2009 23:38    |    BMW-Fan91    |    Kommentare (17)    |   Stichworte: Köln, Städtetour

Nach ein paar Tagen, in denen es in meinem Blog ein bisschen ruhiger geworden ist, melde ich mich hiermit wieder zurück;)

 

Heute hatten wir im Rahmen eines Deutsch-Polnischen Austausches die Möglichkeit, unseren Nachbarn die Stadt im Rheinland mit dem berühmten Kölner Dom einmal genauer zu zeigen.

Da ich schon öfters dort war, war es für mich direkt nicht allzu viel Neues, allerdings war auch ich wieder von der städtebaulichen Vielfalt Kölns begeistert.

Im zweiten Weltkrieg sind zwar leider größe Stadtteile den Bomben zum Opfer gefallen, ein paar Häuser der klassichen Bauart haben jedoch überlebt oder wurden aufwendig sarniert und erstrahlen in altem Glanz, was insgesamt einen sehr abwechslungsreichen Eindruck beim Passieren der vielen kleinen und größeren Straßen und Gässchen ergibt.

 

Mit dem Kennenlernen zahlreicher Essensmöglichkeiten, dem Passieren der beeindruckend großen Shoppingmalls und Fußgängerzonen und dem Verweilen am Rhein mit der wärmenden Sonne im Rücken war unser Tag auch schon ziemlich komplett.

Mit dem Regionalexpress ging es dann wieder zurück nach Hause mit der Erkenntnis, dass die Großen Städte im Ruhrgebiet immer wieder einen Besuch wert sind:)

 

Die Visuellen Eindrücke hab ich dann versucht, mit meiner Handykamera festzuhalten, also bitte seht mir nach, wenn die Fotos nicht alle ganz perfekt sind.

 

 

Viele Grüße

René


18.06.2009 23:55    |    _RGTech

Wie geht's denn dem Stadtarchiv? Hört man gar nix mehr von...

 

 

Aber Köln, mag schon schön sein für' Touri, nur wennde da als Nichteinheimischer ohne Navi fahren musst, da kann man den Rappel kriegen... willste nach links, biegste links ab, landeste auf ner Brücke nach rechts... willste wenden, fährste ne Philippinerin aufm Fahrrad um... willste schlauer sein als die anderen und fährst "so zurück wie's zum Hotel ging", brauchst dann doppelt so lang als die die nach dir gestartet sind... aaach, ich habs hassen gelernt in nur 3 Wochen :D


19.06.2009 00:56    |    martinkarch

Aber an der Domplatte ist Köln nicht besonders interessant :( Einmal Sattsehen, das reicht.

 

Das Nachtleben ist da schon viel interessanter :D


19.06.2009 08:36    |    Antriebswelle12766

Seid wann ist Köln eine Ruhrgebietsstaat ???


19.06.2009 08:39    |    Multimeter47054

Also ich weiß nicht, Köln ist neben Frankfurt die einzige richtige deutsche Großstadt, die mir nicht gefallen will.

 

Gruß

 

Simon


19.06.2009 08:46    |    norske

Köln ist keine "Ruhrgebietsstadt"!!!

Das Ruhrgebiet beginnt erst weit hinter Düsseldorf, liegt an der Ruhr und hat mit Köln lediglich gemein, das es in NRW liegt.

 

Grüsse aus Köln am Rhein

Norske


19.06.2009 08:54    |    Ulvhedin

Ich kann mich nur anschließen.

Die Domstadt liegt im Rheinland und nicht im Ruhrgebiet. (Ruhr / Rhein)

 

*Kopfschüttel*


19.06.2009 09:05    |    Antriebswelle12766

@ Norske, eben !!!:)

 

Grüsse aus Köln zurück !


19.06.2009 11:20    |    BMW-Fan91

Tut mir leid für den kapitalen Fehler.

Liegt halt in der Nahe von den ganzen anderen Städten, die dazu zählen;)

 

Grüße


19.06.2009 11:21    |    Spiralschlauch190

Es heißt zudem ''saniert'' und nicht ''sarniert''. ;)

 

Ihr Kids habt es noch gut, mit eurem Schüleraustausch heute.

 

Damals mussten ich und einige andere aus meiner Klasse, ja damals, einer Gruppe Engländer die Reeperbahn zeigen. :D Das war ein Heidenspass. :D


19.06.2009 11:24    |    BMW-Fan91

Mit Sicherheit aber nicht weniger interessant als unserer Austausch jetzt;)

 

Grüßle


19.06.2009 12:16    |    shutteh

Zu der Frage nach dem Stadtarchive: Die buddeln da fleissig rum, haben ein Hallendach drüber gebaut und als ich am Wochenende vorbei lief sitzen 2 Wachleute an der Strassensperre und lesen Zeitung :D

 

das Köln nicht zum Ruhrgebiet gehört wurde ja nun ausführlich geklärt, dann muss ich es nicht wiederholen ;)


19.06.2009 20:02    |    norske

Ich bin jetzt erst dazu gekommen, mir die Bilder einmal genauer anzuschauen:

Wenn die KVB so weiter macht, dann sieht Köln nach dem Ende der Bauarbeiten zur Nord-Süd-Stadtbahn wie nach Kriegsende aus.

Nach dem Stadtarchiv und der Johann-Baptist-Kirche steht der Dom auch schon ganz schief, wie man auf dem sechsten Bild gut erkennen kann.

 

Grüsse

Norske


Bild

19.06.2009 22:25    |    norske

Zitat:

Original geschrieben von BMW-Fan91

[…]

Im zweiten Weltkrieg sind zwar leider größe Stadtteile den Bomben zum Opfer gefallen, ein paar Häuser der klassichen Bauart haben jedoch überlebt oder wurden aufwendig sarniert und erstrahlen in altem Glanz, was insgesamt einen sehr abwechslungsreichen Eindruck beim Passieren der vielen kleinen und größeren Straßen und Gässchen ergibt.

[…]

Nur rein informativ: Die schönen Altstadthäuser, die Du auf den Fotos 2 und 3 abgebildet hast sind alle erst nach dem Krieg gebaut worden. So ähnlich hatte die Kölner Altstadt zwar auch vor '45 ausgesehen, doch nach den schweren Bombenangriffen 1942 (1000 Bomber über Köln in einer einzigen Nacht!) stand in der Kölner Altstadt kein Haus mehr. Insgesamt wurden in dieser einen Nacht 13.010 Wohnhäuser komplett zerstört, 6.360 schwer und 22.270 leichter beschädigt. Diese Bombenangriffe zogen sich nahezu Nacht für Nacht bis '45 hin, der letzte erfolgte am 2. März 1945 mit "nur" 858 Flugzeugen. Der Dom überstand diese Bombennächte übrigens nahezu unversehrt, lediglich im linken Seitenschiff wurde eine Wand beschädigt, die bis vor wenigen Jahren mit einer Ziegelstein-Plombe verschlossen war. Das der Dom bis auf diese kleine Wunde nicht beschädigt wurde, ist übrigens keinem Wunder zuzuschreiben, sondern reines Kalkül. Das damals höchste Gebäude Kölns erleichterte den britischen Piloten ihren Anflug, war er doch schon aus weiter Entfernung gut zu sehen. So konnten die Bombenschützen ihre tödliche Fracht präzise im Stadtkern abwerfen.

Diese Geschichtsexkursion sollte übrigens nicht belehren, sondern nur die informieren, die es interessiert.

 

Grüsse

Norske


20.06.2009 10:15    |    BMW-Fan91

Danke für die geschichtliche Zusatzinformation. Mir war nicht ganz brewusst, in welchem Ausmaß Köln unter den Bombenangriffen des 2. Weltkrieges zu leiden hatte.

Das Thema wird ja auch im Geschichtsunterricht unverständlicherweise immer nur angeschnitten, anstatt es mal einmal komplett zu besprechen.

 

Grüße


20.06.2009 11:34    |    norske

Hey BMW-Fan91,

 

gern geschehen! Köln war die meist zerstörte Stadt im Westen nach Ende des Krieges. Rund 70% der Wohnhäuser waren unbewohnbar oder sogar vollständig zerstört. Zum Vergleich: In Dortmund, Duisburg, Kassel, Kiel, Ludwigshafen, Hamburg, Bochum, Braunschweig, Bremen und Hannover liegen die Verluste von Wohnraum "nur" bei 50 bis 66%. Man muss sich einmal vorstellen, was die Bevölkerung damals mitgemacht hat. Quasi jede Nacht in die Bunker oder Schutzräume fliehen, wenn dann endlich die Entwarnung kommt, raus in brennende Strassen und gespannt nachschauen, ob man noch etwas mehr besitzt als den Koffer mit den wichtigsten Habseligkeiten, der mit in den Bunker genommen wurde. Und das Nacht für Nacht über fast 3 Jahre!

Berlin und München haben, bedingt durch ihre geographische Lage, vergleichsweise wenig abbekommen. Auf Grund der damals noch recht begrenzten Reichweite der Bomber konnten die Bombardements dieser Städte erst nach der Befreiung Frankreichs stattfinden.

 

Insgesamt ist die Stadtgeschichte Kölns sehr interessant, denn was der Kölner will, dat kritt hä uch!

Sei es den zweiten Dom oder auch die neue Stadtmauer, notfalls wird dann mal "warm abgerissen" (der alte Dom 1248) oder gewartet, bis der Chef aus dem Haus ist (als Philipp I. von Heinsberg um 1180 nach Mainz reist, beginnen die Kölner Bürger den Bau der "neuen" Stadtmauer, den Philipp I. vorher nicht genehmigt hatte). Andererseits kloppt sich der Kölner auch gerne mal mit seiner Herrschaft und sorgt so dafür, das ein bis dahin unbedeutendes Dorf an der Düssel Stadtrechte erhält (die Kölner Bürger unterstützten in der Schlacht bei Worringen 1288 Johann I. von Brabant in einem Erbfolge-Krieg gegen ihren Erzbischof Siegfried von Westerburg, der sein Heerlager in besagtem Dorf an der Düssel aufgeschlagen hatte).

Die rund 2.000 Jahre Geschichte der Colonia Claudia Ara Agrippinensium enthält eine Menge ähnlicher Anekdötchen, aber das würde hier echt den Rahmen sprengen.

 

Grüsse

Norske


21.06.2009 18:16    |    BMW-Fan91

Du scheinst dicht intensiv mit der Stadtgeschichte Kölns befasst zu haben, bzw. es immer noch zu tun.

Wenn man an dieser Stelle einmal fragen darf, ist das Interesse für Geschichte bei dir beruflich bedingt oder ein privates Interesse?

Ich kannte auch mal einen Kollegen, der konnte die die deutsche und europäische Geschichte in allen Details und Epochen wirklich genau erzählen.

Ich find es einfach beeindruckend, wenn man auf dem Gebiet ein solch umfassendes Wissen verfügt.

 

Grüße

René


13.07.2009 02:28    |    Druckluftschrauber10762

Ich liebe Köln !

 

Köln ist wunderschön und vor dem Krieg wahr es eine Perle im westen !!

Was der krieg birngt LEid zerstörung tot :(

 

Und noch immer eines der schönsten Großstädte in Germany ist KÖLN COLONIA COLOGNE !


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