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Yoshi`s Blog

Der Ultimative Blogsinn

25.06.2015 11:32    |    Yoshi007    |    Kommentare (45)    |   Stichworte: Crash, Videos

WARNUNG! Dieses Video enthält schockierende Bilder. Nicht geeignet für Menschen unter 18, schwangere Frauen und Menschen mit schwachen Nerven!

 

horror-biker-truck-crashhorror-biker-truck-crashFür viele ist Motorradfahren nicht einfach nur ein schnödes Fortbewegungsmittel, sondern vielmehr eine Lebenseinstellung. Mit kaum einen anderen Fahrzeug kann man das Gefühl von Freiheit so intensiv erleben, wie mit einem Motorrad. Man könnte auch sagen, das Motorradfahren Freiheit ist, Freiheit ist Sucht, Sucht ist Gefahr und Gefahren gehören um jeden Preis verhindert. Was aber passieren kann, wenn man einmal etwas zu schnell ist, oder den Kurvenscheitelpunkt um ein paar Millimeter nicht trifft, zeigt dieses Video in seiner ganz schonungslosen Art auf.

 

Der Unfall ereignete sich auf der Glendora Ridge Road in Kalifornien, einer Straße die bei Bikern aufgrund der Abwechslung, der vielen engen Kurven und dem wunderschönen Panorama besonders hoch im Kurs steht. Auch der Biker (Jesse) in diesem Video ist dieser Straße verfallen und wollte an einem sonnigen Tag eine gemütliche Tour unternehmen, doch diese fand sein jehes Ende nachdem dieser Frontal mit einem LKW zusammen stieß. Man kann sich sicher nur sehr schwer vorstellen, was einem für Gedanken durch den Kopf schießen, wenn man ein solches Ungetüm auf sich zukommen sieht und keine andere Möglichkeit mehr hat, diesem ausweichen zu können.

 

Auf YouTube wurde zwar geschrieben, dass der Biker doch hätte nach rechts von seinem Motorrad abspringen sollen, für mich aber bestenfalls eine Form des "Hätte, Wenn und Aber" denn hätte - Konjunktiv - sich die Möglichkeit zum reagieren gegeben hätte - nochmal Konjunktiv - der Biker diese sicher auch genutzt, denn wer möchte schon freiwillig Kontakt mit einem 40 Tonner aufnehmen? Auch wurden sehr schnell Rufe laut, dass der Trucker in diesem Moment falsch gehandelt habe. Statt energisch die Hupe zu benutzen, hätte - Konjunktiv zum x-ten Mal - dieser vielmehr probieren sollen nach rechts auszuweichen, was er sicher auch getan hätte, wenn sich die Möglichkeit dazu geboten hätte.

 

Ich bin mir nicht sicher, wie viele Schutzengel der Biker auf seinem Motorrad mit dabei hatte, aber wie durch ein Wunder überlebte der Amerikaner diesen Horrorcrash. Er zog sich "lediglich" Frakturen am Oberschenkel, Schienbein, Wadenbein, Elle und Humerus zu, aber das kann man sicherlich verschmerzen, wenn man sich diese Bilder ansieht, die von einer GoPro-Helmkamera aufgenommen worden. Übrigens ist dieses Video einmal mehr der Beweis, dass die Actioncams von GoPro ziemlich dick im nehmen sind, aber das nur als kleine Notiz am Rande. :)

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25.06.2015 11:52    |    Droll84

Ich durfte mit der Freiwilligen Feuerwehr ähnliches Szenario miterleben. Motorradfahrer befand sich auf einer Bundesstraße. Ein LKW wollte von dieser Abbiegen und übersah in der lang gezogenen Kurve den Motorradfahrer.

 

Frontalcrash Motorradfahrer tot.

 

Edit: Wenn man sieht wie steil das rechts nach unten geht und die Fahrer die komplette Spur mit einnehmen wundert mich der Unfall nicht wirklich.


25.06.2015 12:19    |    Gorgobert

Schlimme Bilder, ich habe mich erschrocken beim ansehen. Und der Fahrer ist ja gar nicht soo schnell unterwegs gewesen, aber selbst bei 80 ist die Reaktionszeit dann mal zu kurz und es passiert alles ganz schnell.

 

Wenn ich richtig gesehen habe, war in der Kurve ein Unebenheit in der Fahrbahn und das Motorrad hat für einen ganz kurzen Augenblick den Grip verloren. Dann kam der LKW und es war keine Zeit mehr zum Ausweichen. Uaahh, ganz gruselig.

 

Heisst für mich nur wieder, immer nur so schnell, wie man vorausschauen kann. Vor knapp 30 Jahren nahm mein Vater mich mal auf dem Motorrad mit, und als wir durch eine kurvige, unübersichtliche Strecke durch Wald und Felder fuhren, sagte er zu mir, hier müsse man schön langsam fahren, weil man nie wisse, was hinter der nächsten Kurve kommt. Ein paar Sekunden später fuhr ein Mähdrescher vom Feld auf die Straße. Wenn wir schneller gewesen wären, hätte es geknallt.

 

Dieses Video ist dafür da, sich wieder daran zu erinnern, wie schnell etwas im Verkehr passieren kann.

 

Ich wünsche dem Fahrer gute Genesung.


25.06.2015 12:46    |    VincentVEGA_

Gorgobert hat recht, da hat keiner wirklich schuld. Der Motorradfahrer fuhr jetzt weder riskant noch viel zu schnell, und er kann sich auch nicht wirklich permanent darauf konzentrieren, wo denn nun eine Unebenheit in der Fahrbahn sein könnte, obwohl man das theoretisch müsste. Er hat ja noch versucht, irgendwie nach rechts zu kommen, aber er war völlig chancenlos. Und man muss sich mal ansehen, wie schnell das alles ging, selbst wenn der LKW nach rechts abgedreht hätte, der Biker wäre ihm in die Seite gerauscht was auch zu einer Guillotine hätte werden können. Und in der Sekunde noch die Entscheidung zu fassen, abzuspringen: Das hätte kaum einer gekonnt.


25.06.2015 12:53    |    Lewellyn

Das Video ist ein Musterbeispiel für falsches Kurvenfahren. Hätte er eine ordentliche Linie gefahren, wäre nix passiert.

 

Und da waren ja nicht mal richtige Kurven. Der Typ kann leider nicht fahren.


25.06.2015 13:03    |    Käfer1500

-der Biker war mit ca. 50mph = 80 km/h sicher nicht zu schnell, der vor ihm schaffte die Kurve ja auch locker trotz Gegenverkehr

-die Strasse ist breit genug, rechts ist noch Platz en masse, und der Lkw fährt schon am äußersten Rand

-der Biker hätte noch viel mehr Schräglage haben können, war also auch da noch nicht am Limit

-ursächlich war aber wohl, dass man kurz vor dem Crash das Vorderrad hüpfen sieht, also hatte der offensichtlich den Fahrbahnkontakt verloren. Simpler Fahrfehler oder defekter Vorderraddämpfer. Üble Sache, aber als Motorradfahrer ist man eben dafür verantwortlich, die Strasse gut zu "lesen" und entsprechend zu fahren. Also alleinige Schuld des Motorradfahrers, der es glücklicherweise überlebt hat. Als Ex-Motorradfahrer finde ich die Unfälle schlimmer, wo man als Biker unschuldig der "Dumme" ist, habe einige Freunde so verloren, selber aber bisher immer Glück dabei gehabt, wenn ich mal in die Botanik ausweichen musste.


25.06.2015 13:22    |    Oldironsides220

Braucht ja nur mal an der Stelle ein Schotterstein zu liegen welchen man mit dem Vorderrad in der Kurve erwischt... dann noch der Schreck das da was großes entgegenkommt und schon ist es passiert. Sind eben Sachen die genau so passieren können... kann man an dieser Stelle nicht viel machen.

 

Aber hey... er lebt :) und f... kann er auch noch :D

 

Aber der verm. Kollege ist echt ein top Typ... HAUPTSACHE MIT DER KAMERA DRAUFHALTEN ... anstatt mal den Weg für die Rettungsfahrzeuge zu säubern oder seinem Kollegen beizustehen... SO EIN A-Loch


25.06.2015 13:37    |    Tomthall

"und der Fahrer ist ja gar nicht soo schnell unterwegs gewesen," + "Der Motorradfahrer fuhr jetzt weder riskant noch viel zu schnell, und er kann sich auch nicht wirklich permanent darauf konzentrieren," + "der Biker war mit ca. 50mph = 80 km/h sicher nicht zu schnell,"

Sagt mal habt ihr sie noch alle? Euch möchte ich wirklich nicht auf der Straße begegnen. Dass er zu schnell für die Strecke in Verbindung mit seinem fahrerischem Können war, zeigt der Unfall. Unebenheit hin oder her, damit muss er rechnen. Euch möchte ich nicht agumentieren hören wenn der LKW-Fahrer nur einen halben Meter, aus welchem Grund auch immer, weiter zur Straßenmitte gefahren wäre/hätte fahren müssen. BTW die andere Nase hätte die Kurfe dann wahrscheinlich auch nicht mehr geschafft. Bin kein (Schwer-)LKW Fahrer und habe selbst jahrelang u.a. XJ 900 gefahren.


25.06.2015 13:53    |    Marodeur

Sieht etwas nach einer "ich kann nunmal nicht durch den Berg gucken" Ecke aus. Dafür ist er relativ wenig vom Gas gegangen. Glaub so 10-15 km/h hat er rausgenommen vor der Kurve. War halt zu wenig.


25.06.2015 14:05    |    Tamino

Wer zu schnell fährt , den bestraft der Tod...


25.06.2015 14:41    |    Lewellyn

Wäre er in der Kurve auf seiner Straßenseite geblieben und nicht Strassenmitte, hätte er sich nicht so erschrecken brauchen. Und Bremsen und aufstellen und weiter auf den LKW zuhalten. Er war nicht zu schnell, er hat nur nie Kurven fahren gelernt. Schon vorher hing er doch bei jeder kleinen Kurve im Gegenverkehr.

 

Die Linie auf so einer Strecke ist mittig der eigenen Spur und nicht mittig der Fahrbahn.


25.06.2015 14:45    |    Texasdriver

Oha, heftig. Ich mache gerade meinen A1 Führerschein und hatte gestern die erste größere Überlandfahrt, hat schon Spaß gemacht mit der KTM Duke, aber wenn man sowas sieht wird einem schon mulmig.:(


25.06.2015 14:49    |    Käfer1500

@Lewellyn: sehe ich auch so! Er hätte eine bessere Linie fahren können, dabei locker auf seiner Spur bleiben können. Die mögliche Schräglage hat er nicht mal zu einem Drittel ausgenutzt. Die Strasse war trocken. Damit wäre also mit guter Fahrtechnik völlig risikolos noch mehr Tempo drin gewesen.

Sein Fehler war nur, dass er bei dem Springen des Vorderrads Panik bekam und verkrampft auf den Lkw zuhielt, statt zu reagieren. Anfängerfehler.


25.06.2015 15:02    |    delvos

@ Texasdriver: Nimm dir das hier als (Negativ-)Beispiel und fahre immer vorausschauend.

Man darf nicht darauf hoffen, dass andere die eigenen Fehler ausbügeln.

 

Damals bin ich mit 18 und einer unbeschränkten Führerscheinklasse Eins (nach ´ner Handvoll Fahrstunden auf einer 50 PS Maschine) auf die Straße losgelassen worden. Mit mehr Glück als Verstand habe ich die ersten Fahrten auf meiner CBR 1000 mit 100 PS unbeschadet überlebt. Erst nach etlichen Km und einigen Fast-Unfällen, an denen ich im wahrsten Sinne des Wortes, haarscharf vorbeigeschrammt bin, waren der Verstand und die Erfahrung halbwegs ausreichend. Gott sei dank war damals die Verkehrsdichte nicht so wie heute.

 

Bei den Amis ist die Ausbildung sicher noch schlechter als meine damals. So wie der Typ gefahren ist fährt man nur wenn man entweder lebensmüde ist oder den Führerschein gewonnen hat.


25.06.2015 15:05    |    UTrulez

Das hatten wir in verschärfter Form am Montag bei Gießen, wie man hier lesen kann.

 

Viele Motorradfahrer meinen einfach, jede Geschwindigkeit bei jedem Wetter fahren zu können.


25.06.2015 15:19    |    Gorgobert

@Tomthall

 

Natürlich haben wir sie noch alle. Deswegen nimmt einen die Geschichte ja so mit.

 

Ich hatte es doch im Prinzip auch geschrieben, dass er für die Situation - unübersichtliche Kurve; schlechte Straße - zu schnell war. Das war ganz klar ein grober Fahrfehler.

 

Mein Gedanke war ja eben, dass es so schnell gehen kann, dass etwas passiert und man sich dessen einfach immer wieder bewußt sein muss.

 

In diesem Sinne, uns allen ein sicheres Heimkommen!


25.06.2015 16:37    |    i need nos

da muss ich doch sofort an den Motorradfahrer denken, der kürzlich hier bei uns auf der "Bergrennstrecke" von Laggenbeck aus hoch zur B65 so weit in Schräglage und mittig auf der Fahrbahn mit einem Affenzahn um die Kurve kam, dass er jetzt Vergangenheit wäre, wenn der T5 vor mir nicht ne Vollbremsung und einen Schlenker auf den Grünstreifen gemacht hätte. Der Motorradfahrer wäre ihm stumpf mit dem Kopf gegen den linken Scheinwerfer gedonnert. Und selbst wenn die beiden sich nur touchiert hätte, dann wäre der Motorradfahrer abgeflogen und aus dieser Kurve gibt es dann nur einen Ausgang: unter der Leitplanke durch oder obendrüber und dann den Abhang runter....


25.06.2015 17:05    |    slv rider

auf risiko ist der im video nicht gefahren. da habe ich schon ganz andere sachen gesehen. manchmal passierts halt. man kann das risiko nie zu 100% ausschalten. weder durch können noch durch technik. deshalb habe ich das biken auch erstmal an den nagel gehängt.


25.06.2015 17:29    |    MartinSHL

Zitat:

und er kann sich auch nicht wirklich permanent darauf konzentrieren, wo denn nun eine Unebenheit in der Fahrbahn sein könnte, obwohl man das theoretisch müsste.

Wie von anderen schon gesagt, den Biker trifft hier die alleinige Schuld.

Klar ist die Straße nicht die allerbreiteste und lädt daher dazu ein, komplett mittig zu fahren - aber genau das wurde ihm nun zum Verhängnis. Wäre er in der Mitte SEINER Spur geblieben, wäre nichts passiert.

Auch das plötzlich hochspringende Vorderrad hat hier nicht mehr viel ausgelöst, er war zuvor schon viel zu weit links.


25.06.2015 17:39    |    slv rider

er war nicht zu weit links.

eine bodenunebenheit hat ihn in der kurve ausgehebelt. eventuell hätte eine gekonnte reaktion noch etwas bewirken können, vielleicht aber auch nicht. die reaktionszeit war zu kurz. für motorräder gelten noch im höchsten maße andere physikalische grundsätze über die man sich als autofahrer keine gedanken machen muss.

eventuell ein leichter highsider?


26.06.2015 01:32    |    MV12

@UTrulez

 

Verdammt ausgerechnet die Ecke?

Bin zwar nicht von dort war aber schon so manches mal da lang gekommen;

da stand doch erst im Frühjahr eine rote Laterne???

 

Was will man dazu sagen :(

 

@i need nos

 

Laggenbeck?

Auch das kenne ich.

 

Legendär, fast wie die Ecke Borgloh oder Engter-Icker;

als Rennradfahrer komme ich gelegentlich dort rum-es passiert hier im Kreis immer noch zu viel. Obwohl es mittlerweile überall Tempolimits gibt-nur wer hält sich daran?

 

Man glaubt nicht wie schnell sowas passiert;

Anfang Mai war ich Ersthelfer bei einem Unfall..... (Gott sei Dank nur Leichtverletzte)

 

Der Typ in dem Video hatte auch mehr Glück als sonstwas... aber wenn man sich so umschaut;.....


26.06.2015 08:59    |    MartinSHL

Zitat:

Original geschrieben von slv rider

er war nicht zu weit links.

eine bodenunebenheit hat ihn in der kurve ausgehebelt.

Tut mir leid, aber das ist "schöngerede von Bikern".

Ich habe mir das Video mehrfach in Zeitlupe angeschaut und für dich extra mal die letzten Sekunden vor dem Aufprall rausgeschnitten und in der beigefügten PDF zusammengefügt.

 

Auf Bild 1 ist zu erkennen, dass er bei der Anfahrt zur verhängnisvollen Kurve bereits leicht links der Mitte von der Gesamtfahrbahn ist.

 

Auf Bild 2 nimmt er zum ersten mal den LKW wahr und man erkennt, dass er sofort zur Bremse greift. Das Bike befindet sich zu diesem Zeitpunkt noch immer ziemlich exakt in der Mitte der Gesamtfahrbahn (Die Perspektive der Kamera täuscht, da sich der Biker nach rechts in die Kurve legt, ändert aber nichts daran, dass sich seine Maschine nahezu mittig befindet).

 

Bild 3 ist direkt vor dem Einschlag, die Bremse ist zu diesem Zeitpunkt voll durchgezogen, er befindet sich jetzt sogar wieder minimal weiter links als auf Bild 2.

 

Das volle durchziehen der Bremse führt auch zum aushebeln des Vorderrads. Das ist aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von Bedeutung, denn den Fehler beging er schon aufgrund der mittigen Kurveneinfahrt, das ausbrechen des Vorderrads ist nicht für den Unfall ursächlich, sondern bereits eine Folge-Reaktion auf sein Fehlverhalten.

Er wäre also auch ohne das ausbrechen des Vorderrads gegen den LKW gekracht.



26.06.2015 09:05    |    slv rider

bist du motorradfahrer?


26.06.2015 09:07    |    MartinSHL

Muss ich das sein, um mir die Original Bilder des Unfallhergangs anzuschauen?


26.06.2015 09:12    |    slv rider

nein, aber um daraus schlüsse zu ziehen wäre es hilfreich.


26.06.2015 09:17    |    MartinSHL

Es ging um die Aussage, dass der Biker NICHT zu weit links fuhr und nur das Aushebeln des Vorderrads Schuld am Unfall habe.

Wenn man sich das Video anschaut, ist es egal ob man Biker, Rentner, Skifahrer oder Skater ist, man erkennt, dass sich der Motorradfahrer nahezu permanent auf der Straßenmitte aufhält. So auch direkt vor der letzten Kurve. Damit ist die Aussage,er sei nicht zu weit links gewesen, schlichtweg falsch.

(bitte mich nicht falch verstehen; ich sage nicht, dass ich anders gefahren wäre - die Strecke lädt aufgrund ihrer Beschaffenheit gerade dazu ein, komplett mittig zu fahren. Würde ich vermutlich selbst mit einem PKW so gemacht haben). Aber genau das war nunmal unfallursächlich.


26.06.2015 09:53    |    koolfreeze

Der Motorradfahrer hat durch das Ziehen der Vorderradbremse genau das bewirkt, weshalb man die vordere Bremse nicht in Kurven benutzt - das Aufstellen des Motorrads, dadurch trägt es ihn weiter nach links außen.

In solchen Momenten gibt es nur eine einzige richtige Reaktion - das Motorrad weiter in Schräglage drücken und eventuell mit der Hinterradbremse verzögern. Aber auch hier gilt, nicht voll reinlatschen.

Die Kurvengeschwindigkeit ist "relativ" niedrig, da wäre noch viel mehr Schräglage gegangen.

Das war einfach eine Panikreaktion - "whaa LKW" und zack war die Bremse zu. Blickführung nicht mehr der Kurve nach sondern auf den großen Laster und in Kombination mit den gemachten Fehlern wars auch schon zu spät.


26.06.2015 10:03    |    Oldironsides220

... der Lenker schlägt wie blöde, aber unfallursächlich ist er zu weit links... SCHON KLAR...

 

Erkläre mir bitte wie Du versuchst das Vorderad wieder zum spuren zu bringen ... mit noch mehr Schräglage oder wie :confused::confused::confused:

 

Wäre das mit dem Lenkerflattern nicht passiert, hätter er gaaanz locker weiter reinziehen können... aber in diesem Fall musste er das Bike erst mal wieder unter Kontrolle bringen...

Was allerdings das Schlagen verursacht hat ist leider nicht ersichtlich (Schotterstein überfahren, Ölfleck, falsch gebremmst)

 

Ist halt einfach dumm gelaufen... oder aber prima, denn mit nem High-sider unter die Räder vom Truck zu fliegen ist mal weitaus ungesünder.

 

PS: er hat dem PDF nach zu urteilen wohl einfach vorne überbremmst, weil unerfahren oder Angst... änder aber nicht daran, das er das Bike erst wieder unter Kontrolle bringen musste.

Auch kommen eben einige mit kurzem Nachlauf in kritischen Situationen nicht klar...


26.06.2015 10:19    |    MartinSHL

Zitat:

.. der Lenker schlägt wie blöde, aber unfallursächlich ist er zu weit links... SCHON KLAR...

Natürlich ist das der ausschlaggebende Grund gewesen!

Wäre er nicht zu weit links gewesen, hätte er sich nicht so erschreckt und hätte keine Gefahrenbremsung gemacht. Hätte er keine Gefahrenbremsung gemacht, wäre das Vorderrad nicht ausgebrochen.

 

Wie man es dreht und wendet, das ausbrechen war nur noch das letzte Glied in einer längeren Reihe unglücklicher Verkettungen, aber eben nicht unfallursächlich! Dafür war als Initialzündung das zu weite links fahren verantwortlich.


26.06.2015 10:44    |    slv rider

woran erkennt man auf bild zwei das zu weite linksfahren?


26.06.2015 11:12    |    Oldironsides220

Das erkennt nur der wer es unbedingt so sehen will ;)


26.06.2015 11:16    |    MartinSHL

Ist die Frage ernst gemeint? :eek: :confused:

 

Die Straße ist so schmal, dass zwei sich gegenseitig passierende Fahrzeuge nur aneinander vorbeikommen, wenn beide äußerst rechts ihrer eigenen Spur fahren.

Der Biker befindet sich innerhalb seiner eigenen Hälfte jedoch extrem weit links, nahezu mittig zur Gesamtfahrbahn, jedoch nicht Mittig zu seiner eigenen Hälfte. Würde er sich weiter rechts befinden, wäre er ja problemlos am LKW vorbeigekommen.


26.06.2015 11:19    |    Lewellyn

Bild 2 täuscht. Du musst das im Video sehen. Er hat die Kurve einfach falsch angefahren, wie schon alle Kurven vorher. Auf Bild 2 sieht es so aus, als sei er richtig. Aber durch das falsche Anfahren trägt es ihn, wie im Video zu sehen, Richtung Gegenfahrspur. Bei 2.39/40 zu sehen. Er lenkt zu früh ein, kommt dabei am Anfang der Kurve nach innen und am Ende nach außen. In den Gegenverkehr. Er hätte später einlenken müssen. Dann wäre er am Anfang der Kurve außen gewesen und am Ende innen.

 

Dazu kommt noch, dass, wenn er die Kurve außen angefahren hätte, er den LKW auch eher gesehen hätte, weil er weiter in die Kurve einsehen hätte können.

 

Aber so fahren halt Leute, die das Kurvenfahren nie gelernt haben. Sieht man auch in D ganz viele von.


26.06.2015 11:55    |    MartinSHL

Zitat:

Er hat die Kurve einfach falsch angefahren,

Genau das ist seit meinem ersten Beitrag mein Reden hier. Wollen aber einige nicht wahr haben.


26.06.2015 12:14    |    slv rider

die gefahrene linie seit anfang des videos ist in der tat nicht optimal, allerdings sind die kurven so weit das es mehr oder weniger egal ist. speziell die unfallkurve fährt er aber von der fahrbahnmitte aus an. meine ich zu sehen (ja, jetzt kommt wieder der spruch das ich nur sehe was ich sehen möchte...).

edit: er lenkt zu früh ein und schneidet die kurve und gelangt dadurch nach aussen.

was ist das dann eigentlich für ein nicken bei 2:42? kann man auch ein verbremsen erkennen?


26.06.2015 12:54    |    Oldironsides220

der 'Spruch' war ja nicht an Dich gerichtet ...

... Platz war aber da, er hätte auch reinziehen können bei diesem Tempo, aber ist halt zu unerfahren ... ganz einfach ... ich wette das er noch nie mit richtig Zug auf der Kette durch die Kurve gefahren ist ...

...einfach zu passiv.. wie viele welche sich ein Bike nur holen weil sie es cool finden, aber absolut kein Gefühl dafür haben.


26.06.2015 12:55    |    Lewellyn

Ich habs mir jetzt erstmals in gross und hd angeguckt. Er blockiert durch die Schreckbremsung das Vorderrad. Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob das ABS (falls vorhanden) so grob regelt oder ob er die Bremse wieder löst, weil er das Blockieren merkt, aber das scheint mir der Auslöser für das Lenkerschlagen zu sein. Die Fahrbahn ist jedenfalls nicht die Ursache.

 

Ist aber im Ergebnis auch egal.


26.06.2015 12:58    |    slv rider

habe ich auch so verstanden das er nicht an mich gerichtet war. ;)

ich glaube das "zu unerfahren" kann man als schlussatz stehen lassen.

damit bin ich raus hier. :D


26.06.2015 14:14    |    Bihumi

In dem Film, den ich hier gesehen habe, passiert zunächst zuerst eine Spurversetzung des Vorderrades und danach wird eine Bremsung eingeleitet. Insofern kann man MatinSHL's Ausführungen getrost auf den Müll werfen.

Und es ist völlig wurscht, ob ich in Schräglage die vordere oder die hintere Bremse ziehe. Selbst vom Gas gehen erzeugt heftige Aufstellmomente. Diese hängen aber nicht die Bohne damit zsuammen, ob vorn oder hinten gebremst wird.

Falsche Linie? Darüber kann man sicher streiten. Aus meiner Sicht ist die Linie davor eher gefährlich, aber auch richtig. Er bleibt so lang wie möglich draussen und zieht einen einigermassen sauberen Strich. Er fährt aussen an und zieht im Scheitel nach innen. So habe ich das auch mal gelernt. Dass er teilweise auf der Gegenfahrbahn unterwegs ist, ist saugefährlich. Ein paar Ecken zurück fährt er eine Linkskurve vollständig im Gegenverkehr, ohne etwas zu sehen. Insgesamt macht er auf mich den Eindruck eines bemühten, aber unerfahrenen Bikers.

Meiner Meinung nach war es weder die Geschwindigkeit, noch sein Bremsen oder gar die Falsche Linie. Aus meiner Sicht hat ihn die Bodenwelle (oder was auch immer da war) in diesen Unfall gezwungen.


26.06.2015 14:39    |    MartinSHL

Aha....getrost auf den Müll werfen? Sehr interessant, zumal du selber das bestätigst, was ich schreibe: Er fährt auf der falschen Linie! Dass diese Linie fahrtechnisch sicherlich die bessere ist, weil schön gerade, habe ich nie bestritten, aber sie ist eben situationsbedingt bei Gegenverkehr falsch und in Folge dessen unfallverantwortlich!

 

Eine Bodenwolle ist weit und breit nicht zu sehen, wohl aber ein komplettes Durchziehen der Vorderradbremse, welches exakt zeitgleich mit dem ausbrechenden Vorderrad geschieht. Na wenn da mal kein Zusammenhang besteht!

Aber egal wodurch das Rad ausbricht - es hat keinerlei Einfluß darauf, dass er schon zu weit links war. Es hat es maximal noch verschlimmert.


Deine Antwort auf "Horror: Biker stößt frontal mit LKW zusammen"

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