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Yoshi`s Blog

Der Ultimative Blogsinn

04.12.2014 21:42    |    Yoshi007    |    Kommentare (12)    |   Stichworte: News

Opel-Bochum Foto: Motor-TalkOpel-Bochum Foto: Motor-TalkWeihnachten rückt näher und näher und damit auch die besinnlichste Zeit des Jahres. Es wird in diesem Jahr aber auch Menschen geben, die beim Fest der Liebe, Besinnlichkeit und der Familie sicher nicht zur Ruhe kommen werden. Ich spreche dabei von den rund 3.300 Beschäftigten des Opel-Werks in Bochum. Dort wird morgen die letzte Schicht des Zafira gefahren und danach wird der letzte das Licht ausschalten und zwar für immer! Damit findet eine 52-jährige Erfolgsgeschichte sein tragisches Ende. Alles kämpfen und bangen half nichts, der morgige 5. Dezember 2014 wird definitiv für Opel und die Stadt Bochum als schwarzer Freitag in die Geschichte eingehen.

 

Schluss. Aus. Vorbei. Schicht im Schacht: Wenn am morgigen Freitagmorgen der letzte Zafira vom Band rollen wird, war es das für Fahrzeugbau made in Bochum. Danach werden sich nur noch eine Handvoll Opel-Mitarbeiter bis Ende Juni 2015 darum kümmern alle Aktivitäten herunterzufahren und das Gelände dann an die "Perspektive Bochum 2022" besenrein zu übergeben. In Zukunft sollen hier dann keine Autos mehr gebaut werden, sondern Unternehmen aus Industrie, Wissenschaft, Technologie und innovativer Logistik angesiedelt werden. Doch das ist Zukunftsmusik. Die aktuelle Realität sieht leider alles andere als rosig aus. Fakt ist: Rund 3.000 Opelaner werden über die Weihnachtsfeiertage den bitteren Gang in die Arbeitslosigkeit gehen müssen.

 

Beim Arbeitsamt müssen deswegen aber dennoch zu Beginn des neuen Jahres nur die allerwenigsten vorstellig werden, denn Opel setzt seine Mitarbeiter nicht einfach vor die Tür, sondern wird etwa 300 ins Opel-Ersatzteillager Neovia umlagern und rund 2.700 Opelaner für 18 Monate in eine Transfergesellschaft zu Zwecken der und jetzt kommts: "Qualifizierung" (was für ein unpassender Ausdruck für top ausgebildete Industriearbeiter) stecken. Und danach? Ohne neue Jobs in der Region sieht's für die meisten sehr, sehr finster aus. Traurig aber wahr!

 

Quelle: Ruhr Nachrichten Autoblog

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04.12.2014 22:09    |    viktort

Die Leute tun mir Leid mir ist es gleich gegangen,ich habe mit 50 Jahren keine Arbeit mehr bekommen,überall

war ich zu Alt!!


05.12.2014 09:35    |    SuriViruS

Tja die freie Marktwirtschaft reguliert sich selbst. Ihr wollt es ja nicht anders, sonst würde nicht seit Jahren die Angie oder (hier Namen eines beliebigen europäischen Spitzenpolitiker der großen Parteien einfügen) an der Spitze sein.

 

Ich frage mich, ob eine Wirtschaft die immer weniger produziert, Bestand haben kann.

Wir können doch nicht alle nur noch Dienstleister sein. Oder ?


05.12.2014 10:30    |    roehrich6

Tragisch, wenn traditionelle Werke schließen. Aber es werden halt schön langsam die Modelle ausgelagert, der Karl - der umgelabelte Chevy Spark - kommt ja auch aus Korea...

 

Daß dabei 3000 Leute ihre Arbeit verlieren, kratzt ja die Dienstgeber nicht...


05.12.2014 11:27    |    PIPD black

Ich drücke den Opelanern ganz fest die Daumen, das sie auch nach der "Qualifizierung" irgendwo in der Nähe unterkommen und nicht mit Mindestlohn weitervegetieren müssen.


05.12.2014 14:00    |    calagodXC707

Tut mir leid für die Befroffenen und weh für die Region - ist eh nicht gerade auf Rosen gebettet.

 

Gruß aus EN


05.12.2014 16:42    |    keki

Echt mist für die opelaner. Von den hohen herren von gm wird bestimmt keiner persönlich kommen oder was sagen.

Ich finds sch...


05.12.2014 21:48    |    birscherl

Zitat:

Ich drücke den Opelanern ganz fest die Daumen, das sie auch nach der "Qualifizierung" irgendwo in der Nähe unterkommen und nicht mit Mindestlohn weitervegetieren müssen.

Mindestlohn? Ohne Job gibt es dann Hartz 4, keinen Mindestlohn. Und Jobs gibt es in der Gegend nicht.


06.12.2014 13:45    |    sasisoli

Ich verstehe nicht, daß es billiger sein soll, 2700 Leute in einer Transfergesellschaft fürs "Nixtun" zu bezahlen, anstatt sie 18 Monate weiter Autos bauen zu lassen...


06.12.2014 14:09    |    notting

Tja, als ich das letzte Mal bei einem Opelhändler war (während der AWP-Zeit, Sa. Vormittag, laut Webseite geöffnet) war der Laden extremst verwaist, hätte denen wohl die ca. 10 Gebrauchtwagen anderer Marken vom Hof klauen können (sonst war da nix auf dem Hof). Drinnen vllt. 2-3 neue, aber fast komplett dunkel.

Der Opel den ich bis zum Kauf meines AWP-geförderten Fahrzeugs hatte, hatte einfach einen ab Werk total schrottigen Motor und der Erstbesitzer, der ihn damals noch hatte und guter Kunde des Opel-Vertragshändlers war, wurde nicht über die Gratis-Motor-Reparatur-Aktion informiert. Und dann kam eben die Geschichte bei der AWP dazu. Wer nur Schrott produziert und den dann auch nicht verkaufen will, ist selber schuld. Mein Beileid gilt vor allem denjenigen, die nicht rechtzeitig den berufl. Absprung von dieser unfähigen Firma geschafft haben bzw. in nächster Zeit auch keinen vernünftigen neuen Job finden.

 

notting


06.12.2014 14:31    |    Trennschleifer186

Viele Firmen grasen die Welt nach Subventionen ab, die die lieben Politiker nur allzu gerne verteilen (ist ja nicht ihr Geld, sondern unseres), wenn die Wiese abgefressen ist, ziehen sie weiter zur nächsten Subvention. Wenn da die vielen Millionen fließen, um ein Werk 2-3 jahre länger leben zu lassen, müssen die Damen und Herren Politiker auch das "danach" im Auge behalten, das tut aber keiner, weil ja nicht mal gesichert ist, daß einen das dann noch interessieren wird, da ja zwischendurch mal gewählt wird, und dann ist die Weste wieder weiß, egal, was man zuvor gemacht hat.

Der kleine Mann (und natürlich auch die kleine Frau) darfs dann ausbaden und für die Unfähigkeit dieser Politiker (gepaart mit der Raffinesse der Manager der subventionsschluckenden Branchen) den Kopf hinhalten. Die Politiker haben nicht mal soviel Anstand, eventuell fließende Abfindungen den Leuten zu lassen, da wird erstmal die Steuer und Sozialabgaben darauf erhoben und wenn dann die/der Betroffene hinterher ohne Job dasteht, wird das auch noch schön angerechnet auf die Leistungen, und schwupps ist ein Teil der Subvention wieder zuhause...

Solange die Politik keine Eier in der Hose hat und den Firmen, die so vorgehen, die rote Karte zeigt, wird sich hier nichts ändern. Die Produkte der Firmen zu meiden, setzt vermutlich auch nur weitere Abwärtsspiralen in Gang, die dann weitere Subventionen nach sich ziehen, also läßt man das besser auch bleiben. Helfen würde vermutlich nur eine radikale Änderung der Mentalität, gepaart mit Politikern, die mal vorm Geldrauswerfen einen Taschenrechner in die Hand nähmen und mal vorher ausrechnen, was hinterher bleibt. Ich als Politiker würde Subventionen nur dann rausgeben, wenn im Gegenzug alle Rechte am subventionierten Laden für eine gewisse Mindestzeit auf mich übergehen und gleichzeitig in den Aufsichtsrat Leute einziehen, die darüber wachen, was mit den Subventionen geschieht. Meint dann eine Firma wie damals Nokia, trotz Subvention die Türen schließen zu müssen, würde ich meine Rechte geltend machen oder die Subvention verzinst zurückverlangen. Rechte könnten z.B. sein, daß die Firma mit allem drum und dran an den Staat geht und dieser diese dann z.B. an geeignete Mitbewerber verkauft, die dann ohnehin aufgrund einer stärkeren Marktposition die bessere Wahl wären. Und auf jeden Fall würden die Managergehälter während einer Subventionslaufzeit auf eine maximale Höhe von dem Durchschnittsgehalt der in der Firma Beschäftigten limitiert.

 

Mit der ganzen Verarschung der kleinen Leute muß endlich Schluß sein, die Politiker verteilen großzügig unser Geld und wenn dann das absehbare Ende gekommen ist, müssen die Leute auch noch dafür den Kopf hinhalten.


06.12.2014 21:54    |    Roland0815

Zitat:

...eine Transfergesellschaft zu Zwecken der und jetzt kommts: "Qualifizierung" (was für ein unpassender Ausdruck für top ausgebildete Industriearbeiter) stecken. Und danach? Ohne neue Jobs in der Region sieht's für die meisten sehr, sehr finster aus. Traurig ab

Mag sein, dass die meisten mal ordentlichen Maschinenbau gelernt haben. Aber nach einem Jahr Bandarbeiter ist davon schon nix mehr übrig. Und so viele Kassen kann selbst LIDL nicht besetzen...


06.12.2014 22:04    |    notting

Zitat:

Beim Arbeitsamt müssen deswegen aber dennoch zu Beginn des neuen Jahres nur die allerwenigsten vorstellig werden, denn Opel setzt seine Mitarbeiter nicht einfach vor die Tür, sondern wird etwa 300 ins Opel-Ersatzteillager Neovia umlagern und rund 2.700 Opelaner für 18 Monate in eine Transfergesellschaft zu Zwecken der und jetzt kommts: "Qualifizierung" (was für ein unpassender Ausdruck für top ausgebildete Industriearbeiter) stecken. Und danach? Ohne neue Jobs in der Region sieht's für die meisten sehr, sehr finster aus. Traurig aber wahr!

Welche Firma bzw. welche Sparte wüsstest du spontan, wo in Fließbandarbeit große Metallteile & Co. von Menschen zusammengesetzt werden? Mir fällt nix ein. Entweder ist das eine sehr individuelle Geschichte (also keine Fließbandarbeit) oder es machen Roboter.

Kurz: Ich behaupte, dass diese Fließbandarbeiter zum Großteil auf fließband(artige) Arbeiten in der Produktion völlig anderer Industrie-Sparten umgeschult werden sollen, denen es gerade besser geht, wie IIRC z. B. Pharma - wo halt das Wissen eines Industriemechanikers weniger Wert ist als an einem Kfz-Produktion-Fließband, weil sie im wesentlichen nur irgendwelche Anlagen mit den Teilen bestücken müssen, die von dieser verarbeitet werden.

 

notting


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