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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

11.07.2013 11:34    |    nick_rs    |    Kommentare (72)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet, Reihe: Spritsparen, Spritsparen, Verkehr

Hallo liebe Leser,

 

Beim Verbrauch gibt es immer Optimierungspotential, deswegen teste ich immer wieder ein paar Tricks und werde sie in meiner Reihe "Spritsparen" vorstellen.

 

 

Heute: Super plus

 

Normalerweise tanke ich immer Super. Neulich kam ich auf die Idee, dass Super plus ja besser Verbrennt als Super, wegen des Oktangehaltes. Bessere verbrennung -> mehr Leistung und weniger Verbrauch.

Also habe ich am Montag Super plus getankt. Das kostet bei meiner Tankstelle 5ct mehr als Super.

 

 

 

Rechnung:

 

Eine Tankfüllung: ca. 70L/700km

 

Super: 1,55€

 

Super plus: 1,60€

 

 

Mehrkosten: 70L x 0,05€ = 3,5€/Tank/700km

 

Sparen muss ich: 3,5€ : 1,60€ = ~2,2L/700km

2,2L : 7 = ~0,3L/100km

 

Ich muss also 0,3L/100km sparen mit Super plus. Ich denke das könnte zu schaffen sein.

 

Ich werde versuchen möglichst normal zu fahren, so wie immer. Am Dienstag den 16.07.2013 sollte meinen Berechnungen zu Folge der Tank leer sein. Dann gibt es ein Update dieses Artikels.

 

 

Seid gespannt! Ich bins auch.

 

 

Update: Und der Verbrauch?

 

Habe 66,09L (also mega leer) getankt und bin 726km weit gekommen. Ergibt einen Verbrauch von 9,1L. 0,4 Liter weniger als der Durchschnitt, allerdings Tendiert der Motor auch zum Weniger verbrauchen. Zu sehen auf Spritmonitor . Die Tankfüllung davor habe ich zwar 8.91 Liter verbraucht, ich muss aber auch sagen, dass ich da ausschließlich Landstraße und Autobahn gefahren bin aber mit der Super plus-Füllung zusätzlich noch 1h in der (Groß-)Stadt war und mit Markus die (nicht gerade Spritsparende) Schwarzwald Tour gemacht habe.

 

Fazit

 

So wie es aussieht, habe ich minimal weniger Verbraucht. Ein finanzieller Vorteil ergibt sich daraus wohl nicht. Ich muss jetzt schauen, was das Auto langfristig (auf 5.000-10.000km) Verbraucht, damit sich zeigt, ob die 9,1L ein Ausreißer nach unten waren oder die 9,5L Durchschnittsverbrauch bis jetzt nur an der langen Standzeit lagen.

Später folgt dann wohl nochmal ein Langzeittest mit mehreren Tankfüllungen.

 

Update: Der Verbrauch hat sich bei 9,5L Eingependelt. Ergibt also eine Ersparnis von 0,4L

 

Der Artikel ist auf Größe M ausgelegt


11.07.2013 12:23    |    Wimbowambo

Wenn du Spritsparen möchtest, dann hättest du dir lieber von vornherein einen Kleinwagen holen sollen ;)


11.07.2013 12:28    |    nick_rs

So ne Zigarettenschachtel auf Rädern? Nein Danke :D


11.07.2013 12:30    |    Wimbowambo

Ist aber deutlich billiger ;)


11.07.2013 12:33    |    nick_rs

Es geht hier darum, wie man schön und billig vereinen kann :)


11.07.2013 12:41    |    Tagessuppe

Die Oktanzahl bestimmt die Klopffestigkeit und nicht die Verbrennungseigenschaften.

Meine Freundin hat den als TDI: 5-6L Verbrauch :D


11.07.2013 12:41    |    admiral26

Mit 0.3l hast Du ja noch nichts gewonnen, die Kosten sind dann 1:1.

 

Weißt Du denn, ob Dein Motor, bzw. die Elektronik überhaupt in der Lage ist, die höhere Oktanzahl entsprechend zu verwerten?

Ich kenn mich mit Audi nicht die Bohne aus, aber bei älteren Fahrzeugen ist es nicht gesagt.


11.07.2013 12:43    |    keki

Glaube nicht, dass es so einen riesen Unterschied zwischen Super und Super Plus ausmacht.

 

Mit 0,3 Liter weniger mit Super Plus bist Du ja dann genau auf Null rausgekommen.

 

Also müsstest Du schon ca. 0,5 Liter/ 100 km sparen mit S+ um eine Einsparung zu haben.

 

Hab es auch mal versucht mehrere tankfüllungen mit Super und dann mehrere mit Super Plus. War bei gleicher Fahrweise keine Einsparung messbar.

 

Gruß


11.07.2013 12:53    |    el lucero orgulloso

Das schaffst du nie im Leben... ;)

 

Ich weiß zwar nicht, ob man die Kosten irgendwann raus hat, aber wir verfahren da folgendermaßen:

- alle Filter (Luft, Sprit, Öl) in gutem Zustand erhalten, regelmäßig wechseln

- hochwertige Betriebsstoffe (vor allem Öl!) verwenden

- rollwiderstandsarme Reifen verwenden (wir fahren ausschließlich Michelin Energy Saver und sind höchstzufrieden)

- Reifendruck leicht erhöhen

- elektrische Verbraucher wie Heckscheibenheizung (gut, hast du wohl eh nicht) oder die Klimaanlage sparsam einsetzen

- den Motor so schonend es geht warmfahren

- nicht zu viel unnötigen Kruscht mit sich spazierenfahren

 

...und nicht zuletzt: Bewusst und mit Köpfchen fahren! Das bedeutet wiederum:

- kräftig auf die gewünschte Geschwindigkeit hochbeschleunigen

- früh schalten, spätestens bei 3000 Umdrehungen

- viel die Motorbremse nutzen, bergab runterschalten

- nicht Gas geben, wenn man schon erahnen kann, dass man bald bremsen muss

- auf der Autobahn seine Geschwindigkeit begrenzen

- allgemein auf einen gleichmäßigen, ruhigen Fahrstil achten

 

Damit kannst du schon jede Menge Sprit sparen. :)

 

Achja, noch ein Tipp zum Schluss:

- Super95 tanken ;)


11.07.2013 13:22    |    rpalmer

Da würde ich eher auf E85 umbauen, als unnötig SuperPlus zu tanken.

Vor allem, eine Ersparnis wirst du damit nicht erzielen. Der Brennwert von 98 ist sogar etwas geringer als von 95 oder gar 91.


11.07.2013 13:28    |    nick_rs

Zitat:

Ich weiß zwar nicht, ob man die Kosten irgendwann raus hat, aber wir verfahren da folgendermaßen:

 

- alle Filter (Luft, Sprit, Öl) in gutem Zustand erhalten, regelmäßig wechseln

 

- hochwertige Betriebsstoffe (vor allem Öl!) verwenden

 

- rollwiderstandsarme Reifen verwenden (wir fahren ausschließlich Michelin Energy Saver und sind höchstzufrieden)

 

- Reifendruck leicht erhöhen

 

- elektrische Verbraucher wie Heckscheibenheizung (gut, hast du wohl eh nicht) oder die Klimaanlage sparsam einsetzen

 

- den Motor so schonend es geht warmfahren

 

- nicht zu viel unnötigen Kruscht mit sich spazierenfahren

 

 

 

...und nicht zuletzt: Bewusst und mit Köpfchen fahren! Das bedeutet wiederum:

 

- kräftig auf die gewünschte Geschwindigkeit hochbeschleunigen

 

- früh schalten, spätestens bei 3000 Umdrehungen

 

- viel die Motorbremse nutzen, bergab runterschalten

 

- nicht Gas geben, wenn man schon erahnen kann, dass man bald bremsen muss

 

- auf der Autobahn seine Geschwindigkeit begrenzen

 

- allgemein auf einen gleichmäßigen, ruhigen Fahrstil achten

Genau so mache ich das auch ;) bis auf die Reifen weil ich die alten nicht weg schmeiße. Aber die Neuen werden die Energy Saver plus :p

 

 

Zitat:

Heckscheibenheizung (gut, hast du wohl eh nicht)

Doch, hab ich :)

 

 

@alle Anderen: Ist ja ein expreiment. Mal sehen, was dabei raus kommt :)


11.07.2013 13:35    |    Bayernlover

Was säuft das Auto denn bei welchem Fahrprofil?


11.07.2013 13:48    |    E_scort

Ich kann mich da nur rpalmer anschließen. Auf 98 Oktan kommst du auch, wenn du zwei Drittel E10 (95-97 ROZ) mit einem Drittel E85 (104 ROZ) mischst. Der Mehrverbrauch dürfte bei der Mischung auch noch kaum messbar sein. Mucken sollte das Steuergerät da auch noch nicht. Kosten pro Liter wären bei: 1/3*1,059+2/3*1,499=1,352. Schonmal ein Anfang, oder? Ist aber echt die Frage, ob dein Wagen ein Kennfeld für 98 Oktan hat.


11.07.2013 13:51    |    nick_rs

Der Verträgt noch nicht mal E10. Dann mach ich E85 erstrecht nicht rein.


11.07.2013 13:53    |    nick_rs

Zitat:

Was säuft das Auto denn bei welchem Fahrprofil?

Klick

 

Fahre eig immer so wie Lucero geschrieben hat. 2-3 Mal pro woche darf er mal in den Begrenzer... :cool:


11.07.2013 13:57    |    Bayernlover

Geht doch, unter 10 Liter im Durchschnitt mit nem recht schweren Sechszylinder-Cabrio.


11.07.2013 14:01    |    el lucero orgulloso

Also bei 9,5 Litern kannst du dich jetzt echt nicht beschweren...


11.07.2013 14:10    |    nick_rs

Warum er und ich nicht :(

 

und ich fahre sogar fast ausschließlich Autobahn. nie mehr als 130...


11.07.2013 14:15    |    el lucero orgulloso

Er beschwert sich doch gar nicht. :p

 

Was heißt "sogar fast ausschließlich Autobahn"?!

Ist doch nur eine Bestätigung dafür, dass er mehr verbraucht, weil man auf der Landstraße die mit Abstand niedrigsten Verbräuche erzielen kann.


11.07.2013 14:18    |    E_scort

Zitat:

 

Der Verträgt noch nicht mal E10. Dann mach ich E85 erstrecht nicht rein.

 

Zitat Ende

 

Ach ja? Sagt wer? Audi schonmal nicht:

 

http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf


11.07.2013 14:30    |    nick_rs

Ich sag das :D kippe nicht so eine Brühe da rein...

 

Diskusion Ende...


11.07.2013 14:34    |    E_scort

Und die Erde ist eine Scheibe. Aber gut, dann bleibt's E85 für mich billiger :) Kannst dich ja melden wenn dir deine Brühe ab 2€ der Liter oder wann auch immer zu teuer wird.


11.07.2013 15:05    |    Hartgummifelge

Zitat:

Mit 0.3l hast Du ja noch nichts gewonnen, die Kosten sind dann 1:1.

Der Titel beinhaltet, Spritsparen, es geht nicht darum Geld zu sparen, das Thema Geldsparen schlägt vielleicht unter der Rubrik Spritsparen die Zweite auf..


11.07.2013 15:49    |    Audianer3

Ich habe mein Cabrio auf Super+ Optimieren lassen, Ergebniss etwas mehr Leistung und einen Verbrauch oft unter 9l !! Fahre auch ab 45 km/h aber schon im 5ten Gang. Das geht jetzt :)

 

Gruß

Au3


11.07.2013 15:55    |    onkel-howdy

warum sollte der ofen KEIN e10 vertragen? mit ethanol gibts mehr leistung bei weniger verbrauch.


11.07.2013 15:55    |    gpzmarc90

Also ich glaub es würde dir am meißten bringen, wenn du nur mit geschlossenem Dach fährst ;)

Bei deinen vielen Autobahnkilometern ist das wahrscheinlich nicht ganz unerheblich (der hohe Luftwiderstand beim offen Fahren).

Und dein V6 kann zwar durch die Klopfregelung das Super plus verarbeiten, wird dann wohl ein paar PS mehr sein, aber ob man dadurch "viel" sparen kann...

Bin mal gespannt was rauskommt.


11.07.2013 16:03    |    Rezinox

@ nick_rs

Welche Klopffestigkeit im Kraftstoff ein Motor braucht hängt in erster Linie vom Verdichtungsgrad ab. Je höher die Verdichtung um so mehr neigt die Verbrennung zu Druckspitzen, was sich als klopfen bemerkbar macht. Als Gegenmittel wird dem Treibstoff Oktan als Antiklopfmittel zugesetzt. Moderne Motoren besitzen einen Klopfsensor. Damit wird der Motorbetrieb so gesteuert, dass er immer kurz vor der Klopfgrenze bleibt. In der Hauptsache betrifft dies den Zündzeitpunkt der, entsprechend dem hinterlegten Kennfeld, verschoben wird. Mehr Oktan bedeutet also nicht mehr Energiegehalt.

Vor ein paar Jahren habe ich den gleichen Versuch gemacht. Die Überlegung dahinter war; Ein ruhiger, klopffreier Motorlauf müsste auch eine bessere Energieausbeute des Kraftstoffs ergeben. Meinen Vectra C hat es nicht interessiert ob er "nur" Super oder Super plus bekommen hat. Falls es einen Unterschied gab, lag der unterhalb der Messschwelle.

Ich könnte mir vorstellen, dass Motoren die für Super plus ausgelegt sind einen Mehrverbrauch haben wenn sie mit weniger Oktan gefahren werden. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht das mit mehr Oktan in anderen Motoren Treibstoff gespart werden kann.

Trotzdem bin ich auf das Ergebnis Deines Versuchs gespannt und werde wieder reinschauen.

Gruß Rezinox


11.07.2013 16:18    |    gromi

Also ich kann auch nur zu einer E85-Beimischung raten...

Mein AAM verträgt das selbst bei <5°C noch locker im Verhältnis 50:50...

Hab auch schon mal knappe 75:25 gefahren...

Mit dem W85 läuft der Motor leiser und der Klang ist weniger brummig/kernig (wenn man das beim AAM so sagen kann; das für mich typische AAM-Geräusch vermindert sich - kanns grad nicht anders beschreiben)...

Ich lass Vollgasorgien auf der BAB eben weg, fahre sowieso nur max 130km/h, hab zudem +0,3bar über mittlerer Beladung in den Reifen, fahre vorausschauend, beschleunige mit gut 3/4 Gas und schalte bei ca. 2500U/min...dadurch bin ich sicher kein Schleicher und Verkehrsbehinderer, aber sehr sparsam unterwegs --> 6,5-7l inkl. Klimaanlage

Hab letztens mal nen Tank SuperPlus + 300ml Zweitaktöl verfahren und meine, dass der Wagen seit dem angenehmer und leiser läuft...auch ist der Verbrauch seit dem auf 6,2l gefallen, war aber auch viel gelichmäßig gefahrene Autobahn dabei, weshalb ich das für mich noch nicht belegt wissen will...ansonsten bildet man sich ja auch einiges ein ;)

 

Ansonsten verweise ich für Interessierte bezüglich Spritspartechniken auf DIESE Seite.


11.07.2013 16:30    |    backbone23

Dass ein älterer V6 ordentlich schluckt wird dir doch bei Kauf bewusst gewesen sein.

 

Viel mehr als Lucero geschrieben hat kann man doch eigentlich nicht tun, außer eben günstigeren Sprit tanken. E10 hat rein gar nichts mit Brühe zu tun ... . ;) Und wenn man freiwillig "teuren" Sprit tankt, sollte man sich eigentlich nicht über die Spritkosten bzw. zu hohen Verbrauch beschweren. ;)


11.07.2013 16:35    |    nick_rs

Danke :) Hatte mal diese Beiden Texte irgendwo kopiert und halte mich eigentlich dran. Werde deine Seite auch mal durchlesen :)

 

 

 

 

Sprit Sparen

 

 

 

 

1. Ein Bremsvorgang verwandelt kinetische Energie in Wärme. Also NICHT bremsen!!! *

 

 

 

 

 

Je größer die Eigenmasse eures Autos ist, desto wichtiger ist dieser Punkt. Zum Bremsen nimmt man den Fahrtwind und den Rollwiderstand. Hat man sich vertan und ist zu schnell, was im Alltag ständig vorkommt, nimmt man den MOTOR zum Bremsen. Entgegen der weitläufigen Meinung ist rollenlassen etwas sparsamer als motorbremsen; oder anders ausgedrückt, mit der Motorbremse "vernichte" ich mehr kinetische Energie, als ich mit dem eingesparten Benzin "erzeugen" kann. Man kann diesen Effekt sehr schön nachvollziehen, wenn man einen Bordcomputer mit Durchschnittsverbrauch hat. Selbst nach einer langen und eintönigen Autobahnfahrt, mit einer in Stein gemeisselten 12 auf dem Computer reicht ein einziges Ausrollen (!) in die Ausfahrt, um den Verbrauch für die gesamte Strecke auf 11,7 zu drücken. Alle anderen Fahrmanöver, vom Ausdrehen des dritten Ganges bis zur Motorbremse mit kurzzeitigem Nullverbrauch, haben keinen messbaren Einfluss mehr auf den Verbrauch

 

Allerdings kommt der Motorbremse wie angedeutet im Alltag eine große Bedeutung zu, so dass man auch hier einige wichtige Punkte beachten sollte. Wie sicher die meisten wissen, habe ich durch die sogenannte Schubabschaltung keinerlei Benzineinspritzung wenn ich völlig vom Gas gehe. Allerdings steht heute bei der Entwicklung der Komfort immer im Vordergrund. Daher setzt die Leerlaufeinspritzung nicht, wie man vermuten könnte, erst bei Leerlaufdrehzahl wieder ein, sondern bereits bei deutlich höheren Drehzahlen. Meist sind es zwischen 1200 und 1500u/min, manchmal sogar > 2000u/min. Nutze ich an dieser Stelle weiter die Motorbremse, dann erfolgt die Einspritzung wie im Leerlauf, jedoch mit entsprechend höherer Frequenz. Höchste Zeit einen Gang herunter zu schalten, oder die Kupplung zu treten und zum Rollen überzugehen. Versucht die Einsatzdrehzahl Eurer Schubabschaltung zu erfühlen, oder zu erfragen.

 

Aber auch mit der Bremse kann man Benzin sparen. Wenn ich anhalten muss, weil der Verkehr ruht, kann ich oftmals etliche Tropfen Sprit retten, indem ich scharf runterbremse und mit Schrittgeschwindigkeit noch 10-20 m rolle. Meist ist dann schon wieder Grün bevor der Wagen steht und ich spare das Anfahren. Dieses sogenannte degressive Bremsen dient gleichzeitig auch noch der Verkehrssicherheit, wie Euch jeder gute Fahrlehrer bestätigen wird. Es gibt also kein Allheilmittel für sparsames Fahren, sondern man muss in jeder Situation überlegen, wie man den Kraftstoff am besten einsetzt.

 

 

 

2. Tempo reduzieren

 

 

 

 

Der physikalische Zusammenhang zwischen Reisetempo und Verbrauch ist nicht immer offensichtlich. Man sollte aber grundsätzlich wissen, dass die niedrigste Geschwindigkeit für den Schnitt wesentlich mehr Auswirkungen hat, als die höchste. Fahren wir zum Beispiel 100km mit 50km/h und 100km mit 100km/h, so ergibt das einen Schnitt von nur 66,67km/h. Fahren wir dagegen die ersten 100km mit 60km/h dann müsste man auf den zweiten 100km nur noch 75km/h fahren, um die gleiche Reisezeit zu erreichen. Beobachtet einfach mal die Ankunftszeit in eurem Navi. Es ist sehr viel leichter 10min früher loszufahren, als 5min herauszufahren. Je größer und ungünstiger eure Karosserie gebaut ist, desto teurer kommt euch Tempo zu stehen.

Um den Zusammenhang zwischen Fahrzeug, Reisetempo und Verbrauch zu verdeutlichen, eignet sich die angefügte Grafik. Sie zeigt den theoretischen Gesamtfahrwiderstand von 5 bekannten Fahrzeugen. Zur besseren Übersicht wurde allen ein Gewicht von 1400kg unterstellt. Vertreten sind der Opel Calibra – der sehr wenig Querschnittsfläche mit gutem Luftwiderstandsbeiwert kombiniert, der VW Tiguan – als Beispiel für ein modernes SUV, sowie Mercedes Vaneo, VW Glof V und Toyota Prius. Der Golf hat den gleichen Luftwiderstandsbeiwert wie der Vaneo und (fast) die gleiche Querschnittsfläche wie der Prius.

 

 

 

Zur Interpretation der Diagramme: Das SUV hat etwa ab 55km/h, der Calibra erst bei 78km/h mehr Luftwiderstand als Rollwiderstand. Beide hätten also, identische Rahmenbedingungen unterstellt, den gleichen Verbrauch in l/h. Da wir aber den Verbrauch sinnvollerweise auf die Wegstrecke bezogen rechnen, hätte der SUV hier bereits 40% Mehrverbrauch/100km. Wenn beide 100km/h fahren, verbraucht das SUV bereits 60% mehr, als das Coupe. Ein Mittelklassewagen mit günstiger Form, wie der Prius, kommt hier lediglich auf 10% Zuschlag.

Im wirklichen Leben sinkt der Verbrauch jedoch nicht so weit, wie es die Fahrwiderstände vermuten lassen. Durch verringerte Last sinkt der Wirkungsgrad (siehe Punkt 4.) und so gibt es eine optimale Geschwindigkeit für jeden Wagen. Diese liegt in den meisten Fällen zwischen 50 und 70km/h im höchsten Gang. Wer also auf der Landstraße 90 fährt, der wird einen Unterschied messen, wer sich in der Stadt auf 40 beschränkt dagegen, wird eher einen Mehrverbrauch verzeichen. Ganz besonders wichtig ist es jedoch, bei kleinen Motoren auf den Einsatz der letzten Reserven zu verzichten. Jede Motorumdrehung ist zusätzlicher Aufwand und ein Kleinwagen mit ausgedrehtem Dreizylinder kann deutlich mehr konsumieren, als ein großer Motor im mittleren Drehzahlbereich, selbst wenn dieser geringfügig mehr Fahrwiderstand zu überwinden hat.

 

 

 

3. Früh hochschalten

 

 

 

 

Ich fahre in der Stadt grundsätzlich im höchsten Gang. Solange die Drehzahl nicht deutlich unter 1500u/min fällt schadet das überhaupt nicht. Beim Anfahren habe ich bereits den 3. oder 4. Gang drin, bevor ich über die Kreuzung bin. Und glaubt nicht, dass einem Beifahrer etwas davon auffällt! Es läuft alles ganz weich und rund und leise.

In den Verbrauchskurven der einzelnen Gänge gibt es keine Schnittpunkte, d.h. es ist immer wirtschaftlicher im hohen Gang zu bleiben wenn die Drehzahl ausreicht. Wenn ihr spürt, dass das Auto nicht mehr ziehen will, keine Sorge, das ist das Zeichen, das es auch nicht saufen kann! Wer einen Bordcomputer mit Momentanverbrauch hat kann das direkt sehen: Man gibt volle Möhre Gas und der Verbrauch steigt fast nicht an solange die Drehzahl niedrig bleibt.

 

 

 

4. Mit Vollgas beschleunigen

 

 

 

 

Damit ich so schnell durch die Gänge komme gebe ich beim Beschleunigen immer 90% Vollgas. Dort, knapp unter der Volllastanreicherung und bei niedriger Drehzahl hat jeder (herkömmliche) Benziner den höchsten Wirkungsgrad. Dabei aber nicht zu wild aufs Gas steigen, damit nicht unnötig angefettet wird. Und natürlich immer an 1., 2. und 3. denken!

Da hier immer wieder verschiedene Meinungen aufeinander prallen, habe ich ein sogenanntes Muscheldiagramm angefügt und zur besseren Übersicht coloriert.

Man sieht oben die rote Vollgaslinie und unten die Drehzahl. Dazwischen werden oft noch die Linien für verschiedene Gasstellungen mit Prozentangaben eingezeichnet. Man kann sich aber auch so gut vorstellen, dass diese in etwa eine abgeflachten Kopie der Vollastlinie, in den verschiedenen Höhen bilden.

Dieser Motor hat bei fast Vollgas und etwa 3100u/min im dunkelgrünen Bereich seinen besten Verbrauch von 233 g/kWh. Der grüne Bereich mit der 260 zeigt etwa den Bereich, den man im Stadtverkehr ständig einhalten kann, wenn beschleunigt werden muss. Bei Halbgas kommt man selten mal über die 280er Linie.

Noch etwas kann man rauslesen. Wird keine Leistung benötigt, also mit wenig Gas nur dahergerollt, dann ist der spezifische Verbrauch über alle Drehzahlen etwa gleich schlecht. Da ich aber im höchsten Gang die wenigste Leistung erzeuge, verbrauche ich also auch absolut weniger als im niedrigen Gang mit höherer Drehzahl, wo mehr Leistung mit dem gleichen spezifischen Verbrauch erzeugt wird. Selbst wenn ich gezwungen wäre mehr Gas zu geben, um das Tempo zu halten, würde dadurch der Unterschied zum niedrigeren Gang eher noch positiv beeinflusst.

 

 

 

Allerdings darf der Wunsch nach großen Drosselklappenöffnungen auch nicht betriebsblind machen. Es gibt durchaus einen gewissen Spielraum zwischen "das Auto wird nicht schneller" und "das Auto wird nicht langsamer". Habe ich meine Reisegeschwindigkeit erreicht, sollte ich versuchen, so wenig Gas wie möglich zu geben.

 

Beim Dieselmotor sieht das Verbrauchsdiagramm in der Regel dem vom Benzinmotor sehr ähnlich. Der beste Wirkungsgrad liegt im Drehzahlbereich des maximalen Drehmoments bei etwa 90% Last. Bei drehmomentbegrenzten Motoren mit abgeschnittener Drehmomentkurve kann man versuchen, den Verlauf zu erahnen. Üblicherweise dürfte aber der günstigste Drehzahlbereich bei 50 bis 60% der Nenndrehzahl liegen. In der Praxis sollte man also auch einen Diesel mit viel Gas und hohen Gängen schnell auf Reisegeschwindigkeit bringen.

Interessant ist auch, dass ein Diesel im optimalen Verbrauchsfenster nicht wesentlich sparsamer als ein Benziner arbeitet. Beide Motoren benötigen etwa 200g/kWh. Der Verbrauchsvorteil wird vor allem im Bereich mit niedriger Last eingefahren, wo der Diesel bei 400 g/kWh, der Benziner jedoch weit über 600 g/kWh liegt. Das ist auch der Grund, warum eine Betriebspunktverlagerung zum Beispiel durch Hybridtechnik durchaus ähnliche Verbrauchswerte erzielt, bei deutlich besserer Umweltbilanz und höherem Komfort.

 

Um ganz sicher zu sein, sollte man das Diagramm des eigenen Motors besorgen und lesen. Dort gibt es durchaus Unterschiede. Leider tun sich die Hersteller sehr schwer mit der Herausgabe solcher Daten.

 

 

 

5. Windschatten nutzen

 

 

 

 

Wenn man etwa den vorgeschriebenen halben Tacho hinterherfährt, hat man auf der BAB durchaus schon gute Beihilfe zum Rasen. Beobachtet von welcher Seite der Wind kommt, weil er den Windschatten seitwärts wegbläst. Etwas versetzt zum Vorderman kann man noch prima naschen und sieht auch besser nach vorn. Bitte fahrt nicht zu dicht auf, zum einen steigt die Unfallgefahr enorm, zum anderen steigt auch der Verbrauch, weil man Punkt 1. nicht mehr einhalten kann. Bremsungen bei hohem Tempo sind tödlich für den Verbrauch.

 

 

 

6. Weich lenken und kurze Wege fahren

 

 

 

 

Das ist jetzt schon fast knausern, aber wer immer schön weit innen fährt kann etliche Meter im Jahr einsparen. Beobachtet das mal auf der Autobahn, eine Spur weiter rechts oder links macht durchaus einen Unterschied. Das zählt zwar nicht beim Verbrauch/100km, wohl aber im Geldbeutel. Selbstverständlich kreuze ich nicht auf der BAB über alle Spuren, aber ich schaue durchaus, ob ich meine Spur ausnutze oder auch einen Überholvorgang anders setze.

 

 

 

7. Bergauf beschleunigen und bergab bremsen vermeiden

 

 

 

 

Jeder hat wohl schon erlebt, eine Talfahrt kann das Bremssystem bis über die Belastungsgrenze erhitzen. Diese Wärmemenge steht natürlich nicht zum Nulltarif zur Verfügung. Zu der üblichen kinetischen Energie kommt am Berg noch die potentielle Energie. So kann an einem steilen vereisten Berg bereits 1km/h Abfahrtsgeschwindigkeit zu schnell sein. Ich kann dann nicht mehr anhalten. Umgekehrt ist es natürlich zunächst mal effektiv, wenn ich im hohen Gang mit viel Gas eine Steigung angehe. Allerdings ist man meist versucht, einen kürzeren Gang zu wählen und diesen weit auszufahren, um möglichst schnell auf sein Reisetempo zu kommen. Wie bei den Bremsen oben ist das tödlich für die Energiebilanz. Am besten versucht man vorher oder hinterher zu beschleunigen oder abzubremsen, um den Berg mit dem passenden Tempo zu bewältigen. In der Praxis hat es sich bewährt, wenn man bergauf etwas Tempo opfert und bergab wieder schneller wird.

 

 

 

8. Leerlauf vermeiden

 

 

 

 

Zunächst was ganz banales: erst anschnallen, dann starten. Wird oft anders gemacht. Meist kann man den Motor auch bereits wieder abstellen, bevor man die endgültige Position erreicht hat. Natürlich gilt das erst recht, wenn man lange hält. Wer immernoch nicht genug hat kann auch noch den Motor abstellen wenn er lange Gefälle befährt. Das ist natürlich verboten, weil im Normalfall die Lenkhilfe und die Bremskraftverstärkung ausfallen, was zu schwersten Unfällen führen kann. Besser man kauft ein Auto, welches diese Funktion schon eingebaut hat und selbstständig den Motor abstellt. Hier sind die nötigen Komponenten elektrisch betrieben und funktionieren wie gewohnt weiter. Noch etwas ganz Wichtiges an dieser Stelle: Vermeidet unbedingt unnötige Kaltstarts. Um ausreichend zündfähiges Gemisch zu erreichen, wird beim Kaltstart das Benzin sozusagen mit Löffeln eingefüllt. Ein Streckenverbrauch von 60l/100km ist für eine Tour zum Bäcker durchaus nich unüblich.

 

 

 

9. Auto optimieren

 

 

 

 

Zunächst sollte der Motor optimal gewartet und eingestellt sein. Auch teure Reifen mit geringem Rollwiderstand sind oftmals die preiswertere Lösung. Auch durch die optimale Wahl des Luftfilters kann man den Kraftstoffverbrauch senken. Ein Sportluftfilter hat eine dünnere Filtertasche und damit auch einen höheren Luftdurchsatz als ein normaler Luftfilter. Um die Filterwirkung zu verbessern, wird er leicht mit Öl versetzt. Dabei aber keinesfalls zu viel Öl verwenden, da sonst elektronische oder sogar mechanische Einrichtungen beschädigt werden könnten (z.B. der Luftmassenmesser). Das Motorgeräusch wird etwas sportlicher werden durch die Erhöhung des Luftstromes bzw. durch die Verringerung der Dämpfung. Der Benzinspareffekt ist aber in der Regel kaum bemerkbar. Im Gegenteil, wer oft und gern das neue Geräusch genießen will, wird am Ende wesentlich mehr verbrauchen. Die offenen Filtersysteme, die direkt im Motorraum warme Luft ansaugen, verschlechtern normalerweise den Wirkungsgrad. Eine Treibstoffsparwirkung kann daher nur mit geschlossenen Lüftungssystemen erreicht werden. Und selbst dann bringt ein Filterwechsel höchstens eine geringe Einsparung. Um den Treibstoffverbrauch zu reduzieren und damit auch die Fahreigenschaften zu verbessern, setze ich auf Gewichtsreduzierung. Durch Weglassen von ungenützem Ballast, Werkzeugtaschen, Gepäck und Abfall müssen nicht sinnlos im Auto liegen. Im Grossen und Ganzen hilft alles, was dem Wagen die Bewegung erleichert, aber viele wollen halt nicht auf Flügel und breite Puschen verzichten. Trotzdem eine Liste der Tuningmaßnahmen die zumindest minimal Benzin sparen können:

 

 

 

·Start/Stop Automatik (gab's zum Nachrüsten z.B. von Hella)

 

 

 

·Massetuning (auch Kofferraum aufräumen u. ä.)

 

 

 

·Alufelgen (aber nur mit dezenter Bereifung)

 

 

 

·Sportauspuff (auch Metallkat und Fächerkrümmer)

 

 

 

·Luftfilter und Ansaugoptimierung (polieren, isolieren...)

 

 

 

·Leichtlauföle und Beschichtungen

 

 

 

·cleanen (vor allem an der Front, aber auch Antenne u.ä.)

 

 

 

·Sportspiegel

 

 

 

·Verkleinerung der Kühleröffnung

 

 

 

·kleinere Wischerblätter

 

 

 

·Einarmwischer

 

 

 

·in ganz wenigen Fällen Spoiler (meist ist das Gegenteil der Fall)

 

 

 

·uswusv

 


11.07.2013 16:35    |    nick_rs

Und den hier

 

 

 

 

 

Spritspatipps

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

->Energieverbrauch beim Transport

 

In einer Welt ohne Reibung würde für den Transport eines Objektes von A nach B in der Horizontalen keine Energie benötigt werden, nachdem dieses Objekt durch einen Impuls in Bewegung gesetzt wurde. In der Realität und bei endlichen Transportzeiten treten jedoch Verluste auf, die allesamt in Abwärme umgewandelt werden. So geht Energie durch Bremsvorgänge verloren und es treten Reibungsverlusteauf. Um das Objekt zu beschleunigen und diese Verluste auszugleichen, wird ein Antrieb benötigt. Dieser arbeitet nicht verlustfrei. Alle diese Energieverluste werden durch den Kraftstoffverbrauch gekennzeichnet, der durch geeignete Fahrweise auf ein Minimum gesenkt werden kann. Der Energieverlust setzt sich aus folgenden Verlusten zusammen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

- >Reibungsverluste

 

Hierzu zählen alle Verluste, bei denen gleichförmige Bewegung in Wärme umgesetzt wird und die dadurch die Bewegung behindern. Das sind:

 

 

 

 

- Luftreibung

 

 

Der Luftwiderstand ist eine das Fortkommen des Fahrzeugs hemmende Kraft, die etwa mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zunimmt, . Darin ist v die Geschwindigkeit durch die Luft, also einschließlich der Windgeschwindigkeit. Weitere Einflussgrößen sind die Querschnittsfläche des Fahrzeugs und seine Gestalt, die sich im Koeffizienten niederschlägt.

 

Vor allem bei Fahrten mit erhöhtem Tempo wirkt sich der Luftwiderstand ganz erheblich auf den Energieverbrauch aus.

 

 

 

- Rollreibung

 

 

 

 

Sie entsteht durch den Rollwiderstand der Reifen und erhöht sich proportional mit steigender Fahrzeugmasse unabhängig von der Geschwindigkeit. Sie steigt auch bei falschem Luftdruck oder ineffizienten Reifentypen.

 

wobei für die notwendige Arbeit zur Überwindung des Rollwiderstandes steht, für den zurückgelegten Weg, für die Rollwiderstandskraft, für den Rollwiderstandsbeiwert, für die Fahrzeugmasse und für die Erdbeschleunigung.

 

Der Rollwiderstand ist überwiegend Walkarbeit und abhängig von Reifentyp, Reifendruck und Fahrzeugmasse, zu der auch die Zuladung zählt. Auch die bei unebenen Untergründen in den Reifen und Stoßdämpfern zusätzlich verrichtete Arbeit geht in den Rollwiderstand ein. Die Radlagerreibung kann vernachlässigt werden. Defekte Radlager und insbesondere festsitzende Bremsen können jedoch den Rollwiderstand deutlich erhöhen.

 

 

 

- Innere Reibung des Motors

 

 

Sie ist von der Motordrehzahlabhängig und wird bei kleiner Drehzahl zwar größer, die Verlustleistung sinkt jedoch bei geringen Drehzahlen.

 

 

 

- Reibung im Antriebsstrang des Fahrzeuges

 

 

Die Gesamtverluste im Antriebsstrang steigen mit höherer Drehzahl und Kraft (hohe Last). Die Reibung ist auch abhängig von der Anzahl der im Eingriff befindlichen Zahnradpaarungen des Getriebes. Feste Untersetzungsgetriebe mit wenigen Zahnrädern, wie bei Elektrofahrzeugenüblich, haben somit die geringsten Verluste.

 

 

 

-Beschleunigungs-/Bremsvorgänge

 

 

Die Energie, die dem Fahrzeug bei der Beschleunigung zugeführt wird, wird beim Bremsen durch Reibung im Bremssystem in Wärme umgewandelt. Das ist besonders dominant im dichten Stadtverkehr, wo viele Beschleunigungs- und Bremsvorgänge stattfinden.

 

Prinzipiell lassen sich diese Verluste verringern, indem Bremsvorgänge möglichst vermieden werden und die Energie durch Ausrollen genutzt wird, siehe unten den Abschnitt Verlangsamen. Da die Bewegungsenergie (Kinetische Energie) T eines Körpers (mit der Masse m ) quadratisch mit der Geschwindigkeit v anwächst

 

…steigt der Einfluss bei höheren Geschwindigkeiten überproportional; beispielsweise ist das Abbremsen im Stadtverkehr von 50 km/h auf 0 km/h mit der gleichen Verlustenergie verbunden wie das Abbremsen auf der Autobahn von 130 km/h auf 120 km/h, oder umgekehrt, das Beschleunigen von 120 km/h auf 130 km/h erfordert dieselbe Energiemenge wie das Beschleunigen aus dem Stand auf 50 km/h.

 

 

 

 

-Trägheitsverluste

 

 

 

 

Größere rotierende Massen verursachen ein höheres Trägheitsmoment, was bei Brems- und Beschleunigungsvorgängen zum Tragen kommt. So bewirkt ein 10-Zoll-Reifen eine Halbierung des reifenbedingten Verbrauchs. Die 15"-Alufelgen der Topausstattung des Kia Picantoführen zu 0,2 Liter Mehrverbrauch im Vergleich zu 14- und 13-Zoll-Felgen.

 

 

 

 

 

 

- >Effizienz des Motors

 

 

Die Effizienz (oder auch der Wirkungsgrad) des Motors beschreibt, wie viel der im Kraftstoff enthaltenen chemischen Energie in Bewegungsenergie umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom spezifischen Verbrauch, angegeben in g/kWh. Die Effizienz ist von Motorparametern und externen Einflüssen wie z.B. Motorlast, Luftzufuhr, Temperatur, Sauerstoffgehalt, Kompressionsdruck und innere Reibung abhängig. Dieselmotoren arbeiten vor allem im Teillastbereich effizienter als Ottomotoren, bei denen die Öffnung der Lufteinlassklappe von der Stellung des Gaspedals abhängt. Diese verursacht bei Teillast Drosselverlusteim Ansaugtrakt.

 

Bei hoher Last (Gaspedal zu 3/4 betätigt) liegt der effiziente Kraftstoffverbrauch von Ottomotoren bei 2.000/min (Bestwert), bis 4.000/min sinkt die Effizienz moderat, bei noch höheren Drehzahlen stark. Meist wird aber wenig bis sehr wenig Leistung benötigt. Dann kann der optimale Arbeitspunkt (hohe Last, mittlere Drehzahl) nicht erreicht werden. Niedrigere Last (Pedal zu 1/4 betätigt) erhöht den spezifischen Verbrauch stark (Gegenmaßnahme siehe unter Fahrweise).

 

Bei Turbodieselmotorenist der spezifische Verbrauch am unteren Ende des Drehzahlbereichs, in dem der Turbolader noch für einen hohen Ladedruck sorgt, am niedrigsten. Das ist nahe dem höchsten Drehmoment, herstellerabhängig bei rund 1.600/min.

 

 

 

 

 

 

->Zusatzverbraucher

 

 

 

 

Auch die Energiefür im Auto betriebene Verbraucher wird letztendlich durch den Verbrennungsmotorerzeugt und wirkt sich damit auf den Kraftstoffverbrauch aus. Diese werden entweder direkt vom Motor angetrieben (Servolenkung, Bremskraftverstärker, Klimaanlage) oder indirekt über die Lichtmaschine, die Zusatzverbraucher mit elektrischer Energie versorgt (Licht, Heckscheibenheizung, Scheibenwischer, Radio, Sitzheizung, eventuell Scheibenluftheizung).

 

Die größten durch den Fahrer beeinflussbaren Verbraucher sind:

 

 

 

·Klimaanlage(zwischen 0,5 und 2,5 l pro Stunde Mehrverbrauch je nach Hersteller und Kühlbedarf)

 

 

·Licht (etwa 0,1 l Mehrverbrauch)

 

 

·weitere elektrische Verbraucher, die den Verbrauch markant beeinflussen können: Heckscheibenheizung, Musikanlage,Kühlbox

 

 

·elektrische Verbraucher, die eine vernachlässigbar geringe Leistungsaufnahme haben, weil sie nicht oft und nicht ständig aktiviert sind: Scheibenwischer, elektrische Fensterheber, elektrisch verstellbare Sitze

 

 

Der Hauptverursacher eines erhöhten Verbrauches ist somit die Klimaanlage. Sie besteht u.a. aus einem vom Motor direkt angetriebenen Kompressor. Wird sie abgeschaltet oder wird keine Kühlleistung benötigt, trennt eine Kupplung sie vom Motor. Elektrisch angetriebene Kompressoren erfordern eine erhöhte installierte und tatsächliche Lichtmaschinenleistung und arbeiten im Fahrbetrieb infolge der zweimaligen Energiewandlung (Lichtmaschine und Elektromotor) mit höheren Verlusten, können jedoch auch bei stillstehendem Fahrzeugantriebsmotor betrieben werden.

 

Elektrische Verbraucher erhöhen auch dann den Kraftstoffverbrauch, wenn sie bei abgeschaltetem Motor arbeiten, da sie ihre Energie von der Batterie beziehen, welche wiederum von der Lichtmaschine während der nächsten Fahrt aufgeladen werden muss.

 

Auf die Funktion von sicherheitsrelevanten Verbrauchern, wie Servolenkungoder Bremskraftverstärker kann kein Einfluss genommen werden.

 

Bei Hybridfahrzeugen, aber auch bei vielen modernen „konventionellen“ Fahrzeugen wird dazu übergegangen, auch Verbraucher, die derzeit direkt angetrieben werden, elektrisch zu versorgen. Zwar sinkt einerseits durch die erwähnte doppelte Wandlung die Effizienz, doch kann dies durch gutes Management (Betrieb während Schub- und Bremsphasen) mehr als ausgeglichen werden. So kann der Motor öfter abgeschaltet werden.

 

 

 

 

 

 

-> Energiesparendes Fahren

 

 

 

 

- Vor der Fahrt

 

 

Die beste Art, Kraftstoff zu sparen, ist das Auto gar nicht erst zu benutzen. Gerade Kurzstrecken führen zu einem sehr hohen Verbrauch und Verschleiß, weil der Motor dabei nicht warm wird. Die Meidung von Verkehrsspitzen, die Bildung von Fahrgemeinschaften oder das Kombinieren mehrerer Fahrten können weitere Energie sparen.

 

Naturgemäß hat die Auslastung der Verkehrsmittel einen entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch pro Person oder bezogen auf die Nutzlast. Ein Personenkraftwagen benötigt pro Person und Kilometer in den meisten Fällen mehr Energie als Zügeund Busse– eine gleichmäßige Auslastung vorausgesetzt. In vielen Fällen ist sogar der Primärenergieverbraucheines PKW höher als bei elektrisch angetriebenen Zügen, trotz der hohen Verluste bei der Stromerzeugung. Beim Fahrradist dank seines geringen Eigengewichtes und des geringen Rollwiderstandesdie erforderliche Energie in Joule pro Kilogramm Nutzmasse und Kilometer niedriger als bei allen anderen Fortbewegungsmitteln.

 

 

 

- Fahrzeuggewicht/Zuladung

 

Ein verringertes Fahrzeuggewicht mindert den Rollwiderstandund den Verlust beim Bremsen. Je nach Reifendruck und Fahrweise liegt der Mehrverbrauch im Bereich 0,2 bis 0,5 l/100km je 100 kg zusätzlicher Masse an Bord. Ein von ungenutzten Dingen befreiter Kofferraum kann zum Energiesparen beitragen.

 

 

 

- Verringerung des Rollwiderstandes

 

 

Der Rollwiderstandder Reifen wird, neben anderen physikalischen Grundannahmen, durch folgende Faktoren beeinflusst:

 

·Reifeninnendruck

 

·Reifenhöhe

 

·Reifendurchmesser (Radumfang)

 

Der Reifeninnendruck wird von dem Hersteller der Kraftfahrzeuge angegeben und bezeichnet den Druck innerhalb des Reifens. Diese Angaben befinden sich im Allgemeinen im Tankdeckel eines Kraftfahrzeuges, an der Fahrertür sowie im Benutzerhandbuch des Fahrzeuges. Ein steigender Reifeninnendruck führt zu einer Reduzierung des Rollwiderstandes. Allerdings beeinflusst der Reifeninnendruck auch andere Merkmale des Fahrzeugs wie etwa Federungskomfort, Verschleiß des Reifens, Bremsweg, Abrollgeräusche, usw. Daher stellt die Herstellerangabe bezgl. des Reifeninnendrucks einen Kompromiss der Einflussfaktoren dar. Ein Unterschreiten des angegebenen minimalen Reifeninnendrucks kann zu einer Erhöhung der Reifentemperatur und damit verbunden zu Reifenschäden führen. Weiterhin beeinflusst ein zu niedriger Reifeninnendruck die Fahrstabilität (Handling) des Fahrzeuges negativ und erhöht den Verschleiß des Reifens deutlich (Vgl. ADAC). Der erhöhte Verschleiß des Reifens erfolgt durch eine ungleichmäßige Beanspruchung des Reifens infolge einer Krümmung der Lauffläche (außen mehr als innere Lauffläche). Ein ähnlicher Effekt wird durch das Fahren eines Kraftfahrzeuges mit überhöhtem Reifendruck erreicht (innere Lauffläche wird stärker beansprucht als der Rand). Der ADAC bezeichnet eine Erhöhung des Reifeninnendrucks um 0,2 bar für alle Beladungen gegenüber den Herstellerangaben als bedenkenlos.

 

Eine Möglichkeit den Rollwiderstand zu reduzieren ist die Verwendung von Reifen mit einem größeren Durchmesser bzw. Umfang, da ein großer Reifendurchmesser die Biege- und Scherbelastungen reduziert (Vgl. Rollwiderstand).Leichtlaufreifensind auf eine Reduzierung des Rollwiderstandes ausgelegt. Der Rollwiderstand aktueller Reifenmodelle ist in aktuellen Reifentest berücksichtigt (z.B. ADAC). Auch der sogenannte Blaue Engel wird für Autoreifen vergeben und kann als Anhaltspunkt für optimierte Reifen herangezogen werden). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wohl der Umstieg auf größere schmale Reifen mit etwas erhöhtem Reifeninnendruck die ideale Möglichkeit ist, den Rollwiderstand zu senken. Steigende Reifenbreite erhöht den Rollwiderstand nur geringfügig, aber den Luftwiderstand des Reifens laut ADAC um etwa 6 % bei 30 mm mehr Breite (untersucht wurden 185 mm bis 225 mm Reifenbreite). Daher führt die Verwendung schmalerer Reifen zu einem niedrigeren Fahrwiderstand.

 

- Verringerung des Luftwiderstandes

 

Hohe Geschwindigkeiten bedeuten wegen des nahezu quadratischen Anstiegs des Luftwiderstands einen hohen Verbrauch.

 

Der Luftwiderstand erhöht sich drastisch beim Einsatz von Dachgepäckträgern (cw-Wert und Querschnittsfläche erhöhen sich). Anhänger dagegen fahren im Windschatten mit. Gleiches gilt für auf dem Dach bzw. am Heck montierte Fahrräder. Leere Träger abzumontieren ist eine einfache Möglichkeit Kraftstoff zu sparen.

 

Auch das Fahren mit geöffneten Fenstern wirkt sich wegen der hierbei entstehenden Turbulenzen ungünstig auf den Luftwiderstand –er steigt um etwa 5 Prozent – und damit auf den Kraftstoffverbrauch aus. Offene Cabrio-Dächer und Schiebedächer sind bei hohen Geschwindigkeiten wegen höherer Turbulenzen ebenfalls ein Grund für erhöhten Verbrauch.

 

Frontschutzbügel, Bug- und auch manche Heckspoiler erhöhen den Luftwiderstand.

 

 

 

- Start

 

Je später der Motor gestartet wird, umso weniger läuft er nutzlos im Leerlauf.

 

Tätigkeiten, die vor dem Starten des Motors ausgeführt werden können, sind

 

·das Anlegen des Sicherheitsgurts;

 

·sofern notwendig, das Einstellen von Sitzposition und Spiegel;

 

·abwarten, bis alle Mitfahrer Platz genommen haben und abfahrbereit sind;

 

·das Abkratzen von Eis von den Fahrzeugscheiben, da sich der Motor im Leerlauf ohnehin nicht schnell erwärmt;

 

·die Einstellung des Navigationssystems.

 

Ein kalter Motor verbraucht mehr als im aufgewärmten Zustand. Daher ist es zweckmäßig, nach Möglichkeit das Fahrzeug nicht für Kurzstrecken zu benutzen und es an einem warmen Ort abzustellen. Den Motor warmlaufen zu lassen, schädigt ihn durch die niedrigere Ölmenge im niedrigen Drehzahlbereich in etwa genauso wie 100 km Autobahnfahrt (Tribologie, Reibungslehre).

 

 

 

 

 

 

-> Fahrweise

 

 

 

 

 

 

 

- Beschleunigen

 

 

 

 

Falls es die Verkehrssituation erlaubt, sollte man zügig auf Reisegeschwindigkeit beschleunigen und die Zeitersparnis eher in eine verminderte Höchstgeschwindigkeit oder großzügigeres Ausrollen investieren. Insbesondere im Stadtverkehr, aber auch auf Autobahnen am Stauende, kann zügiges Beschleunigen der ganzen Kolonne Stauungen vermindern oder gar vermeiden.

 

Für die Wahl des Ganges gilt bei Ottomotoren: Stets fast Vollgas geben (Gaspedal etwa ¾ durchdrücken); wenn das zu viel ist, hochschalten. Insbesondere ergibt sich aus dieser Sparregel, dass man meist im höchsten Gang unterwegs ist, auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. So gibt beispielsweise Opel für einen Corsa 1,2 bei 50 km/h Konstantfahrt in der Ebene folgende Verbrauchswerte an: 2. Gang: 6,1 l/100km, 3. Gang: 4,2 l/100km, 4. Gang: 3,8 l/100km und im 5. Gang nur 3,4 l/100km.

 

Bei Dieselmotorengilt wegen der fehlenden Drosselklappe obige Regel nicht so streng; die mechanischen Reibungsverluste je Motorumdrehung gibt es jedoch auch dort. Zu bedenken ist die Rußproduktion im Volllastbereich.

 

 

 

- Geschwindigkeit

 

 

Im oberen Geschwindigkeitsbereich steigt der Kraftstoffverbrauch mit der Geschwindigkeit. Bei einer Geschwindigkeit von 150 km/h wird im Durchschnitt doppelt so viel Kraftstoff pro Strecke verbraucht wie bei 70 km/h. Im Geschwindigkeitsbereich von 60–80 km/h sind die Schadstoffemissionen bei Kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid deutlich niedriger. Dies liegt unter anderem daran, dass der Luftwiderstand mit der Geschwindigkeit in der zweiten Potenz zunimmt.

 

Abhängig von den Fahrwiderständen, dem Kennfeld des spezifischen Verbrauches, den Achs-und Getriebeübersetzungen und nicht zuletzt der Überdimensionierung des Motors, ergibt sich bei den meisten Pkw bei einer Konstantfahrt von etwa 50 bis 80 km/h im höchsten Gang ein minimaler Kraftstoffverbrauch. Bei noch niedrigeren Geschwindigkeiten sinkt zwar der Luftwiderstand weiter, allerdings nimmt seine Bedeutung gegenüber dem Rollwiderstand ab. Verluste im Motor (Kompressionsverlust, Wärmeleitung zur Wand) steigen bei sehr niedrigen Drehzahlen sogar an, einfach weil mehr Zeit zur Verfügung steht. Das gilt besonders für große Motoren, die deshalb eher im oberen Bereich der oben angegebenen Spanne liegen, während ein Fahrrad mit Modellbaumotor bei 10 bis 20 km/h am sparsamsten fährt.

 

 

 

- Verlangsamen

 

 

 

 

Durch vorausschauendes Fahrenlässt sich Abbremsen aus hoher Geschwindigkeit oft vermeiden, indem rechtzeitig entweder die Schubabschaltung genutzt wird oder das Rollen im Leerlauf. Rechtzeitiges Verlangsamen könnte mit Hilfe von Navigationssystemen optimiert werden, welche die aktuelle Geschwindigkeit des Fahrzeugs, die Entfernung zu einer Geschwindigkeitsbegrenzung und ein etwaiges Gefälle der Strecke berücksichtigen könnten.

 

 

 

- Schubabschaltung

 

 

„Oldtimer“mit Vergaser emittieren im Schubbetrieb unverbrannte Kohlenwasserstoffe. Moderne Kraftfahrzeuge haben dagegen eine so genannte Schubabschaltung: Sofern eine Mindestdrehzahl (nahe der Leerlaufdrehzahl) gegeben ist, geht mit der Gaspedalstellung auch die Kraftstoffeinspritzung bis auf null zurück. Der Schwung des Fahrzeugs treibt dann den Motor an, über die Lichtmaschine auch etwaige Verbraucher. Die Bremswirkung durch die Reibung des Motors und die Kompression hängt vom eingelegten Gang ab. Für eine geringe Bremswirkung bleibt man zunächst im höchsten Gang. Herunterschalten sollte man jeweils, sobald sich die wieder einsetzende Kraftstoffeinspritzung durch einen kurzen Ruck bemerkbar macht.

 

 

 

- Rollen

 

 

 

 

Gang herausnehmen und die Kupplung wieder loslassen (längeres Betätigen der Kupplung zur Schonung des Ausrücklagers der Kupplung vermeiden). Dabei läuft der Motor jedoch im Leerlauf und verbraucht Kraftstoff, auch wenn das Fahrzeug nicht angetrieben wird. Vom Ausschalten des Motors wird bei Fahrzeugen mit pneumatischem Bremskraftverstärker und Servolenkungdringend abgeraten, da diese bei stehendem Motor bald unwirksam werden. Eine elektrische Servolenkung, ABS und ESP würden aber funktionieren, wenn die Zündung wieder eingeschaltet wird. Darüber hinaus besteht sogar die Gefahr, dass die Lenkradsperrebei der Fahrt einrastet, was einen Unfall nahezu unvermeidlich macht.

 

Die Frage, ob Rollen im Leerlauf oder Schubabschaltung sparsamer ist, lässt sich in manchen Situationen klar beantworten, in anderen sind die Unterschiede unerheblich:

 

·Bei Geschwindigkeiten über 80 km/h ist der Energieverlust durch die Bremswirkung auch im höchsten Gang deutlich größer als der Verbrauch im Leerlauf.

 

·Sobald abzusehen ist, dass man im Leerlauf am Ende doch bremsen muss (oberhalb 30 km/h), sollte man die Schubabschaltung nutzen.

 

 

 

 

- Langsamfahrt

 

 

 

 

Langsames Fahren im Stau (statt „Stop and Go“) ist auch ohne Betätigung des Gaspedals nur mit dem Standgasmöglich, in der Ebene und mit etwas Erfahrung oft auch in höheren Gängen. Es vermeidet überdies Kupplungsverschleiß. Im dichten Stadtverkehr dagegen vermeidet schnelles Heranrollen an die vorne haltenden Fahrzeuge Behinderungen anderer Verkehrsteilnehmer (einmündend oder querend).

 

 

 

- Stehen

 

 

 

 

An Ampeln und bei aus anderen Gründen stehendem Verkehr lohnt sich schon aus Verbrauchsgründen bereits ab 10 Sekunden das Abstellen des Motors. Untersuchungen haben gezeigt, dass selbst ständiges Anlassen und Abstellen des betriebswarmen Motors weniger Kraftstoff verbraucht, als in der gleichen Zeit im Leerlauf verbraucht wird. Durch das Abstellen des Motors wird darüber hinaus zur Verminderung der verkehrsbedingten Lärm-und Schadstoffemissionen beigetragen.

 

Sehr häufigen Abschaltpausen steht insbesondere bei einem noch kalten Motor der Verschleiß des Anlasserritzels, des Zahnkranzesund auch die erhöhte Belastung der Batteriemit dem hohen Anlasserstrom entgegen. Der Anlasser selbst weist dabei jedoch keinen nennenswerten Verschleiß auf, dieser ist auf viele tausende Startvorgänge ausgelegt.

 

 

 

- Am Ende der Fahrt

 

 

 

 

Bei bestimmten Motortypen kann es trotz moderner Motortechnik erforderlich sein, den Motor bewusst „kalt zu fahren“ bzw. nach der Fahrt nachlaufen zu lassen. Dies gilt besonders für heiß gefahrene Turbomotoren und damit auch für viele moderne Dieselmotoren, besonders aber aufgeladene Benzinmotoren, die eine wesentlich höhere Abgastemperatur haben. Sie sollten nach großer thermischer Belastung nicht sofort ausgeschaltet werden, bzw. diese Belastungen sollten nicht kurz vor Ende der Fahrt erfolgen.

 

Die Nachlaufzeiten bewegen sich in der Regel zwischen 30 Sekunden und 2 Minuten. Spezifisches ist den Bedienungsanleitungen dieser Fahrzeuge zu entnehmen. Ein zu eifriger Energiesparwille könnte hier langfristig zu einem höheren Verschleiß bis zum Motorschaden führen. Also solche Motoren nicht einfach abstellen, besser am Ende einfach etwas verhaltener fahren. Näheres dazu findet man in dem Artikel über Turbolader.

 

Um Rostansatz vorzubeugen, können die bei energiesparender Fahrweise kaum genutzten Bremsen bei nassem Wetter am Ende der Fahrt trockengebremst werden, indem sie häufiger oder längere Zeit betätigt werden


11.07.2013 16:56    |    onkel-howdy

naja wie schon erwähnt...v6 und spritsparen is wie kühltruhen am nordpol vertreiben: das wird eben nix.


11.07.2013 18:22    |    Ben_F

also sei mir nich böse.. aber irgendwie find ich das amüsant. v6 kaufen und hinterher übers sparen nachdenken. wenn ich mir nen 6-ender kaufe (ich fahr ja auch einen) dann nehm ich in kauf das der sich was durchzieht. der bimmer braucht immer um die 11 liter, außer ich fahre nur autobahn.

 

kraft kommt nunmal von kraftstoff. mir wär der aufwand mit dem versuch mit super plus viel zu hoch. was er braucht, braucht er. wenn leer, dann an die tankstelle und vollmachen.

ob ich nen liter mehr oder weniger brauche ist mir egal, schlussendlich will ich nicht nur rumrollen sondern auch mal was von der leistung merken. ;)


11.07.2013 18:23    |    Bayernlover

Hey Ben, welchen 5er hast du denn? :)


11.07.2013 18:24    |    tuxic

Interessant. Ich glaube auch nicht, das Super+ da was bringen wird. Ich konnte da keinen Unterschied feststellen (bei einem A4 B5 BJ 99).

 

Ich fahre meinen 1.8T im Schnitt mit 8,5 Litern. Ich habe letztens auch ein bischen experimentiert:

 

1. Von Usedom nach Berlin mit fast Dauerhaft 180/190 gefahren. Das hat den Verbauch auf 10,6 Liter hochgetrieben

 

2. Eine Woche lang auf dem Arbeitsweg immer schön hinter LKWs (ich habe viel BAB als Arbeitsweg) fahren. Das hat den Verbauch um 1 Liter auf 7,5 Litern gesenkt.

 

Ich bin auch noch am weiteren rumexperimentieren. Im übrigen kann hinter LKWs fahren extrem entspannend sein :D


11.07.2013 18:29    |    tuxic

PS: Was Ben_F da anspricht ist auch spannend. Prinzipiell mache ich mir keine Gedanken um den Tank. Ich gucke nicht mal auf den Spritpreis wenn ich an die Tankstelle fahre. Die Experimente mache ich ehr zum Spaß. Ziel ist auch nicht den Verbauch auf das Minimum zu reduzieren, sondern rauszukriegen ob man im Optimum fährt. Ob man dann Konsequenzen drauß zieht, ist einen noch ganz andere Frage ;)


11.07.2013 18:47    |    Ben_F

ich muss eins dazu sagen, was an tuxic anknüpft: ich habe bisher bei jedem fahrzeug welches ich neu gekauft habe, den verbrauch mal durchgerechnet, also nicht nach bordcomputer.

interessiert hat es mich schon immer, was das auto ungefähr braucht und natürlich auch wie weit ich mal runterkommen kann.

im endeffekt interessiert mich das dann aber nicht mehr, einzig interessant wird es, als indikator auf mögliche defekte am motor, wenn der verbrauch extrem ansteigt. aber das lässt sich ja anhand der gefahrenen kilometer bzw. dem bordcomputer auch abschätzen. ;)

 

@bayernlover: einen e39 touring, 523. :)


11.07.2013 18:50    |    Bayernlover

Geil, genau so einen 523er suche ich. Erzähl mal noch bisschen was (positives) zum Fahrzeug ;)


11.07.2013 18:53    |    Ben_F

@bayernlover: ich schreib dir eine private nachricht, das weicht ja doch sehr vom thema ab ;)


11.07.2013 18:55    |    Bayernlover

Okay, alles klar :)


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