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Neues aus dem Premiumsegment

Meine Leben mit BMW. (WIEDER DA!)

12.06.2008 17:06    |    bruno violento    |    Kommentare (20)    |   Stichworte: 7er, BMW, F01, Präsentation, Teaser

Es ist also mal wieder soweit... Mein geliebter Arbeigeber erfreut die Online-Welt mit einen neuen Video, das den Betrachter bezüglich der schön anzusehenden Bilder und dazugehörigen Klänge trotz allen Wohlgefühls darüber im Unklaren lässt, was er eigentlich sieht. weiterlesen


10.06.2008 03:45    |    bruno violento    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: 1er, 3-Türer, Autokauf, BMW, Neuwagen

BMW 120i 3-Türer

Saphirschwarz metallic

Baujahr 2011

2l-Benziner

170ps

0 km

 

(Angaben basieren auf heutigen Werksangaben und können variieren)

 

 

 

Wie versprochen, hier ein Blick in meine automobile Zukunft

 

Nach Abschluss meiner zweiten Ausbildung zum Automobilkaufmann wird mein Verhältnis zu Fahrzeugen aus dem Hause BMW noch stärker gefestigt sein als es ohnehin schon ist.

Nach harten Jahren der Entbehrung werden Heidi, die ein halbes Jahr vor mir ausgelernt haben wird, und ich uns freuen, endlich zur oft beneideten Gruppe in dieser Gesellschaft zu gehören - "double income, no kids".

 

Als junge, dynamische, lifestyleorientierte Kaufleute werden wir genau in die Zielgruppe passen, für die der 1er 3-Türer vorgesehen ist: Da wir keine Kinder haben werden brauchen wir weder eine benutzbare Rückbank, noch eine vierte und fünfte Tür, die den Einstieg und das Beladen selbiger vereinfacht.

Unsere Wohnung kostet nicht die Welt, also ist das unsinnige Ausgeben von Geld für ein kleines Auto ohne großen Nutzwert kein Problem.

 

Warum ein BMW?

Also bitte, für einen wahren BMW-Enthusiasten und Mitarbeiter stellt sich die Frage natürlich garnicht, den ersten Neuwagen bei einer anderen Marke zu suchen...

Davon abgesehen macht mir Heckantrieb enorm viel Spaß, und den bietet in der Kompaktklasse kein Mitbewerber.

 

Warum ein 1er?

Anfangs habe ich den Fehler gemacht, den 1er als Hausfrauenauto zu belächeln. Auch optisch sprach er mich nicht an.

Im Vergleich zu anderen Kompakten überraschte mich aber der Unterschied, den der Standardantrieb in Sachen Wendigkeit, Lenkung und Fahrspaß ausmacht - entgegen meiner Vorurteile entpuppte sich der 1er als vollwertiger BMW.

Nach dem Facelift war er auch plötzlich in Sachen Haptik, Verarbeitung und so weiter spitze, Kriterien, die ich vorher beim 1er stets bemängelt hatte.

An dem schicksalhaften Tag im Frühling 2007, an dem ich zum ersten Mal eine längere Dienstfahrt im 1er 3-Türer machen musste, überzeugte der kleine mich völlig.

Die vor dem Facelift gewöhnungsbedürftigen Hauptscheinwerfer entschärft, den Innenraum verhöherwertigt, tolles Fahrgefühl... So einen wollte ich auch.

 

Warum ein 3-Türer?

Wie oben erklärt, ist bei uns der Bedarf an einer vierten und fünften Tür einfach nicht gegeben, hintere Türen wären demnach schlicht unnötiger Luxus;)

Der Hauptgrund jedoch ist, neben der schöneren Seitenansicht, meine absolute Vorliebe für rahmenlose Türen, wie ich sie schon in meinem E36 Coupe hatte.

Im Sommer an der Tanke mit heruntergefahrenen Fenster ohne Rahmen auszusteigen sieht einfach verdammt viel cooler aus;):p, und fühlt sich auch so an.

 

Warum nichts größeres?

Der 3er ist ein tolles Auto. Aufgrund meiner Vorliebe für rahmenlose Türen käme er jedoch nur als Coupe in Frage, und ein E92 bräuchte für standesgemäßen Vortrieb mindestens einen 3l-Benziner, und ich glaube nicht, dass wir uns so etwas leisten können werden...

Beim 1er dagegen habe ich den 2l-Benziner in fast allen erdenklichen Fahrsituationen als vollkommen ausreichend erlebt, und ich glaube, die Leistungssteigerung um über 200% von 55 auf 170ps wird mich fürs Erste sehr, sehr zufrieden stellen (Mein Kollege Olli toppte diese Steigerung übrigens letztes Jahr deutlich, als er seine 28-ps-Kastenente gegen seinen E34 525i mit 192ps tauschte...).

 

Warum Saphirschwarz metallic?

Nachdem ich Heidi in Bezug auf den Hersteller, das Modell, die Karosserievariante und die Motorisierung vor vollendete Tatsachen gestellt habe, musste ich ihr zähneknirschend die Farbwahl überlassen.

Le-Mans-Blau metallic wäre meine Wunschfarbe gewesen, aber Heidi mag keine blauen Autos...

Naja, um ehrlich zu sein habe ich sie vor die Wahl "Schwarz oder Weiß" gestellt, aber innerhalb dieses Rahmens durfte sie vollkommen frei entscheiden.

 

Ein 1er soll es also sein.

Nichts außergewöhnliches, aber schön.

Keine überdurchschnittliche, aber vollkommen ausreichende Motorisierung.

Genau das richtige für mich.


01.06.2008 00:37    |    bruno violento    |    Kommentare (21)    |   Stichworte: BMW, X6

Aus zwei besonderen Anlässen, nämlich

 

meiner Auszeichnung als Blog der Woche, über die ich mich wahnsinnig gefreut habe und für die ich echt dankbar bin

 

und der Tatsache, dass ich heute die ersten Meter in einem X6 50i zurückgelegt habe

 

gibt es heute mal einen zweiten Blogartikel, aber nur ausnahmsweise!

 

Edith hat mich gerade darauf hingewiesen dass "heute" mittlerweile "morgen" ist und dass ich nicht so angeben soll, weil ich den Wagen die 80 Meter von der Waschanlage in den Showroom pilotiert habe, ohne den doppelt aufgeladenen V8 auch nur ansatzweise ausnutzen zu können... Recht hat sie!


27.05.2008 19:27    |    bruno violento    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: BMW, Coupe, Hase, Traumauto, Zylinderkopfdichtung

BMW 316i Coupe

Madeiraschwarz

Baujahr 1994

1,6l-Benziner

102 ps

124.000km

 

Nachdem ich meinen Compact auf seinem Aussenspiegel geparkt hatte, war klar: Ein BMW muss es sein, ein größerer Motor war finanziell nicht drin (die Versicherung war nach meinen zahlreichen Eskapaden wieder bei 140% angelangt), aber etwas hübscher durfte er ruhig sein.

Da ich schon seit den frühen 90ern (also seit der Grundschule) von einem E36 Coupe träumte und das zeitlose Design mich bis heute jeden Tag fesselt stand also fest wonach ich gesucht habe.

 

Nun gestaltet es sich im Großraum Hamburg trotz zahlreicher Inserate in den einschlägigen Zeitungen und Internetplattformen ausnehmend schwierig, einen standesgemäßen E36 aufzutreiben.

Zwei Monate lang gondelte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Auto zu Auto, von verrotteten Leichen in Uetersen über Re-Importe aus Italien ohne Papiere auf der Veddel bis zu verbastelten Proletenkarren in Wandsbek, die einem beim Anlassen raketenstartartige Geräusche aus schultütengroßen Endrohren in die Gehörgänge husteten.

 

Nach einer endlosen Durststrecke fand ich ihn dann, bis auf die rote Innenraumbeleuchtung (igitt) in absolutem Originalzustand und top gepflegt, der Vorbesitzer ein junger Südländer, Ex-HVV-Busfahrer mit ohne Führerschein.

In Sachen Ausstattung musste ich natürlich ein paar Abstriche machen, Lederausstattung etc. blieb weiterhin ein Traum, aber auf der Probefahrt hat alles gepasst, im Bereich der Kopfdichtung siffte kein Öl (selten beim M43-Motor) und die Gelenke schienen nicht ausgeschlagen.

 

Die HU gab's kostenlos obendrauf, und ich war glücklich.

 

Auf der Rückfahrt dann die erste Schrecksekunde: Es fing an zu schneien und mir brach das Heck aus... Böse Erinnerungen an den letzten Unfall kamen wieder hoch. kein Wunder bei sommerlicher Erstbereifung mit knapp 2mm Profil.

Ist aber gutgegangen.

 

Kurze Zeit später dann die zweite Schrecksekunde: Das Kombi fiel aus.

Wieder das bereits aus dem Compact bekannte Problem, nur dass hier der Schlag aufs Armaturenbrett keine Heilung verhieß.

Ich fragte meine Kollegen aus der Elektrik, ob ihnen das Problem bekannt sei... leider war es das nicht. Wie viel Pech kann ein Mensch bitte haben? Ein seltenes Problem, das in meinen BEIDEN E36 aufgetreten ist...

Das Kombi musste neu, war nicht ganz billig, aber was tut man nicht alles für sein geliebtes Fahrzeug...

 

Die 102-ps-Basismotorisierung hat für Reisetempo 200 vollkommen ausgereicht, und ich war glücklich.

Die obligatorische Fahrt nach Essen zur Motor Show, ein paar Urlaube und Tagesausflüge in den Harz und an die See waren die längsten Touren, die ich gemacht habe, und mit der vollkommen ausreichenden 16''-Bereifung auf Alu hat der Wagen auch vor der Eisdiele eine gute Figur gemacht.

 

Ich hatte den Wagen keine zwei Monate, da ist mir so ein verdammter Hase vors Auto gesprungen. Das hat mich den rechten Nebelscheinwerfer gekostet (gut zu sehen auf dem ersten Bild), aber wenigstens hat er es mit dem Leben bezahlt.

 

Das sollte nicht die einzige Reparatur bleiben.

 

Im Hochsommer stand ich auf der Elbchaussee lange im Stau. Das Kombi hatte ja bekanntlich seine Aussetzer, und als es nach mehreren Minuten wieder angesprungen war, leuchtete die OBD-Leuchte und die Kühlmitteltemperaturanzeige. Da machte mich auch schon ein hilfsbereiter Motorradfahrer auf die Kühlmittelpfütze hinter meinem Wagen und den süßlichen Dampf aus dem Motorraum aufmerksam.

An der sofort angefahrenen (und glücklicherweise nur 50 Meter entfernten) Tankstelle habe ich erstmal Wasser nachgekippt, und mir fiel das Leck im Ausgleichsbehälter auf. Da dieser fest mit dem Kühler verbunden war hieß das: Mehrere Flaschen voll Wasser in den Koferraum und auf zu Kiesow. Das ganze Problem ließ sich dann leicht (Kühler ersetzen) und kostengünstig (30Euro) beheben.

 

Ein paar Monate später, im Oktober, fing der Motor wieder an zu kochen, und ich zog wieder eine Kühlmittelspur hinter mir her. Diesmal war der Wasserflansch an dem Schlauch vom Zylinderkopf zum Kühler durchgegammelt. Nur 7,30 beim BMW-Händler (den Umweg zu einer unserer Filialen wollte ich wegen zwei Euro Rabatt nicht riskieren), aber wieder eine menge Ärger.

 

Dann, im Frühling des nächsten Jahres, war ich auf der A7 unterwegs. Da es regnete und die Fahrbahn nass war, fiel mir der vermeintliche Sprühnebel, den ich hinter mir herzog, garnicht auf, doch den süßlichen Geschmack auf meinen Lippen konnte ich nicht zuordnen. Ein Blick aufs Kombi, und ich dachte, das kann doch wohl nicht wahr sein. Schon wieder heiß, die Gurke.

Beim Blick unter die Haube konnte ich nur feststellen, dass irgendwo hinterm Block Wasser floss, und ich hoffte auf einen defekten Schlauch, doch als ich das Auto auf der Bühne hatte wurde es schreckliche Gewissheit: Die Kopfdichtung war geplatzt.

Also neu das gute Stück. Teile mit Mitarbeiterrabatt: 140 Euro (Dichtungen, Schrauben, Wasserflansch auf der Rückseite vom Kopf und Thermostat (beides bei der Montage kaputtgegangen), Drei Bond etc). Arbeit: ca. 6 Stunden.

 

Am nächsten Tag fuhr ich stolz zur Berufsschule und war stolz auf meine Arbeit.

Bis der Motor wieder heiß lief. Die Entlüfterschraube war bei der Arbeit angerissen unt dichtete den Ausgleichbehälter nicht mehr ab.

Beim Herausdrehen riss sie ganz ab, was bedeutete: Wieder ein neuer Kühler.

 

Ganz unfallfrei bin ich natürlich auch mit diesem Wagen nicht davongekommen...

 

- Auf unserem Mitarbeiterparkplatz bin ich unserem Serviceberater rückwärts in sein neues Cabrio gefahren

 

- Auf dem Familaparkplatz bin ich einer alten Frau rückwärts in ihren alten Mazda gefahren

 

- Auf dem Schulweg ist mir ein Klassenkamerad ins Heck gefahren

 

- Im Kreisverkehr ist mir ein Passat ins Heck gefahren

 

- Am Tag des Verkaufs ist mir eine junge Frau ins Heck gefahren

 

Trotz des ganzen Ärgers habe ich mein Coupe über alles geliebt, und auch wenn der 316i in der Öffentlichkeit keinen allzu guten Leumund hat wäre ich ihn am liebsten gefahren, bis ich mir einen Neuwagen leisten kann.

 

Dann wollte Heidi eine Ausbildung machen.

 

Da sie vorher vollzeit gearbeitet hat, hieß das für uns: 350 Euro weniger im Monat.

Tagelang rechnete ich hin und her, aber es war unumgänglich: Der BMW musste weg.

Ich ließ mir ein Vierteljahr zeit, den Wagen zu verkaufen, um einen möglichst guten Preis zu erzielen, machte die Bremsen rundum neu (kein Spaß bei den Trommelbremsen hinten) und ließ den Wagen professionell reinigen und polieren (man kennt halt so seine Leute in der Branche...), und trotzdem war es nicht möglich, jemanden zu finden der auch nur ansatzweise den Preis bezahlen wollte, den ich knapp zwei Jahre vorher bezahlt habe.

50% Wertverlust, ich dachte so etwas gibt es nur bei Neuwagen :confused:

Entweder bin ich beim Kauf ganz kräftig über den Tisch gezogen worden oder beim Verkauf.

 

Für mich steht fest: Das E36 Coupe war das schönste Auto, das ich jemals besessen habe.


24.05.2008 03:53    |    bruno violento    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: A7, BMW, E36 Compact, Unfall

BMW 316i Compact

Daytona Rot

Baujahr 1994

1,6l-Benziner

102ps

Baujahr 1994

118.000 Km

 

Nachdem die Versicherung des Fiat-Fahrers, der mir ins Heck des Daewoo gefahren ist, überwiesen hatte, musste mal wieder ein neues Auto her.

Da ich seit kurzer Zeit bei BMW arbeitete, stellte sich die Frage nach der Marke garnicht.

ich zog einen E30 oder E36 in Betracht, aber die Enge im zugegebenrmaßen spaßig zu fahrenden E30 gab den Ausschlag... Wenn schon BMW, dann doch bitte mit einem Mindestmaß an Komfort...

 

Aus Geldmangel viel die Wahl auf die Kombination aus Motorisierung und Karosserievariante, die die geringsten Fixkosten versprach - eben den 316 Compact.

 

Bei einem mehr oder minder seriösen, in Hamburg West nicht unbekannten GA-Händler fand ich dann ein Exemplar, welches meinen Ansprüchen genügen sollte.

 

Die offizielle BMW-Farbbezeichnung laut Plakette ist übrigens wirklich Daytona Rot:confused:, obwohl sich aus naheliegenden Gründen der Name Violett durchgesetzt hat.

 

Auf der ersten Fahrt nach Hause fiel nach ca. einem Kilometer das Kombiinstrument aus.

Eigentlich hätte ich sofort umdrehen sollen und denen den Wagen auf den Hof stellen, aber nach meiner zweimonatigen Odyssee durch den norddeutschen Gebrauchtwagendschungel war mir einfach nicht mehr danach.

Ein beherzter Schlag auf das Armaturenbrett, und das Kombi sprang wieder an.

 

Der Fehler trat immer wieder auf, aber nach kurzer Zeit funktionierte das Kombi meist wieder, und wenn nicht klappte jedesmal der Trick mit dem Draufschlagen.

 

Das defekte Kombi sollte nicht das einzige Problem bleiben, später sprang die Seitenscheibe der Fahrerseite ständig aus den Gleitschienen des Fensterhebers, ein altes E36-Compact-Problem wie ich während meiner Lehre feststellte. Das Problem löste sich dann von selber, aber dazu später mehr.

 

Die längste Tour mit dem Compact war die zur Essen Motor Show 2005 kurz nach dem Kauf. Bei dichtem Schneetreiben pflügte ich gen Süden, genoss das Querfahren auf leeren Autobahnparkplätzen entlang der A7, verfranste mich hoffnungslos im Autobahngewirr um Essen und Bochum und fuhr mich auf dem Parkplatz des Messegeländes fest. Zum Glück hatte ich Heidi und Andy dabei, die den Wagen voller Sachverstand und ausgefeilter Technik aus dem Schneehaufen befreiten, der sich innerhalb von sechs Stunden darum gesammelt hatte...

 

Zwischen den Feiertagen 2005, ein knappes Vierteljahr, nachdem ich den Wagen erstanden hatte, wollte ich meinen Vater in Maschen besuchen, normalerweise ca. 30 Minuten von Pinneberg entfernt, wenn die A7 frei ist.

An diesem Tag aber setzte plötzlich wieder dichtes Schneetreiben ein, weshalb ich mit 60 -80 Km/h langsam über die Bahn fuhr anstatt wie gewohnt mit 160 - 180.

Mir machte das nichts aus, im Radio lief "Don't let me be misunderstood", ich war bestens gelaunt und schüttelte den Kopf über die, die mich mit unangemessen hoher Geschwindigkeit überholten.

 

Auf Höhe der Raststätte Harburger Berge brach unvermittelt das Heck aus.

Ich versuchte, den Wagen abzufangen und nicht in die Leitplanke zu fahren. Dabei drehte ich mich um 180° und schlitterte nun rückwärts quer über die Fahrbahn. Als ich merkte, dass ich die Fahrbahn verließ und über Gras schlitterte, hatte ich für eine kurze Zeit die Hoffnung, doch noch glimpflich aus der Situation zu entkommen, doch dann merkte ich schon, wie das Auto auf der Beifahrerseite den Bodenkontakt verlor.

Wie in Zeitlupe sah ich, wie die Welt vor der Windschutzscheibe sich auf die Seite legte, und als neben meinem Kopf die Seitenscheibe zersprang (wie gesagt, das Problem mit dem Fensterheber erledigte sich von selber...) und die Frontscheibe zerbarst bereitete ich mich auf einen harten Aufprall vor.

 

Das einzige, was ich noch hörte, war das Radio, und als ich den Zündschlüssel abzog erdrückte mich die Stille fast. Da lag ich nun neben der A7, alles war dunkel und voller Scherben. Der Aufprall war weniger heftig gewesen als erwartet, aber vom Zustand der Unversehrtheit fühlte ich mich meilenweit entfernt.

Ich versuchte, aus dem Wagen zu gelangen, aber das ist leichter gesagt als getan, wenn er auf der Tür liegt, durch die man ihn sonst verlässt.

Ich konnte noch nicht mal effektiv klettern, da ich die überraschend schwere Beifahrertür entgegen ihrer Gewichtskraft nach oben halten musste, aber nach wenigen Augenblicken wimmelte es schon vor hilfsbereiten Menschen, die mich unterstützten.

Eine Familie, die ihr gerade gekauftes Wohnmobil abgeholt hatte, nahm mich darin auf und wartete mit mir auf die Polizei.

Alles in allem hätte es schlimmer laufen können.

 

Der ADAC schleppte meinen Compact auf seinen Hof nahe der Unfallstelle, der gelbe Engel half mir sogar noch bei der Suche nach meinen CDs, die überall verstreut waren.

 

Meinem Auto ist es nicht so gut ergangen wie mir.

Die komplette Karosserie war natürlich absolut verzogen, erkennbar am Schiebedach, das nicht mehr in seine Öffnung passte. Der Motor machte ganz merkwürdige Geräusche und die Achsen waren durch die Rutschpartie auch schwer in Mitleidenschaft gezogen worden...

Dennoch bekam ich für den haufen Altmetall immernoch 650 Euro, was mich echt überrascht hat, denn der Osteuropäer, der das Ding wahrscheinlich wieder irgendwie hingedengelt hat, muss echt ne scheiß Woche gehabt haben.

 

An meinem neuen BMW in für das alter optimalem Zustand (außer Kombi und Fensterheber:rolleyes:) hatte ich also nur knapp zwei Monate Freude.

Schade.

 

Aber es sollte nicht mein letztes Fahrzeug gewesen sein...


Blogempfehlung

Mein Blog hat am 31.05.2008 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Das bin ich!

bruno violento bruno violento

BMW Fanboy.

BMW

Vor 15 Jahren beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und mich in Vollzeit mit Autos zu beschäftigen. Nach den Berufsausbildungen zum KFZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann verkaufte ich 5 Jahre lang Zubehör für BMW und MINI Automobile. Seit vier Jahren arbeite ich als BMW Genius und teile meine Begeisterung für die Marke BMW.

Das mach ich hier:

WIEDER DA -Nach fünf Jahren Pause gibt es wieder viel Neues zu berichten! Ich liebe Autos. Zum Glück erlaubt mir mein Beruf, mich den ganzen Tag mit ihnen zu beschäftigen. Hier könnt Ihr mich bei den spannendsten Erlebnissen aus 15 Jahren mit den Marken BMW und MINI begleiten.

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