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Meine Leben mit BMW. (WIEDER DA!)

17.10.2008 03:42    |    bruno violento    |    Kommentare (6)    |   Stichworte: blogprojekt, fortsetzungsstory

Darum geht's

Hier fing's an

Hier ging's weiter

Hier ging's noch weiterer

 

Susi erkannte ihr schmerzverzerrtes Gesicht in Pats Hornbrille. Der Schmerz breitete sich rasend schnell von ihrem Rücken im gesamten Körper aus. Sie spürte Pats unbeholfene Hände unter ihren Armen, die ihren Sturz auffingen.

Sie wollte es nicht glauben. All ihre Hoffnungen hatte sie daran gesetzt, ihn zu finden, ihn zu warnen.

Pats fragender Blick war das Letzte, das sie sah, dann wurde ihr schwarz vor Augen.

 

Das Wasser im Abfluss vermischte sich mit Susis Blut. Mit der abfallenden Spannung verlor Pat die Fassung. Er hatte nicht das Gefühl, dass seine Hände sauber waren, doch er konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. Mitten in der Küche fiel er zu Boden, seine Schultern zuckten verräterisch.

 

Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, seit die Sanitäter Susis leblosen Körper abtransportiert hatten. In der Wohnung wimmelte es vor Menschen. Ständig stellten sie ihm dieselben Fragen, ob er nicht irgendein Detail gesehen hätte, eine gestalt, die zu den Schritten gehört hatte, die sich nach dem Schuss von der Wohnung entfernt hatten.

Ein Fremder legte ihm die Hand auf die Schulter. Anfang 30, schulterlanges Haar. Er stellte sich vor, aber Pat schaffte es nicht, sich auf das Gesagte zu konzentrieren. Er erkannte ihn als Polizist, weil seine Dienstmarke vor dem T-Shirt herumbaumelte, auf dem Pat in goldenen Lettern „Fuck with me and make my day“ las. Langsam entwickelte er eine Aversion gegen geschmacklose T-Shirt-Sprüche. Er war erleichtert, Alexejs Stimme aus dem Hausflur zu vernehmen: „Nun seh sich mal einer diese Sauerei an.“

 

Alexej erblickte Pat. Wie ein Häuflein Elend lag er in der Küche, umringt von finster dreinblickenden Menschen in Polizeiuniformen. „Nicht mal zwei Stunden kann man dich alleine lassen. Der Teppichboden gehört übrigens nicht mir. Das war’s also mit der Kaution.“

 

Der Regen wurde stärker, und der Regensensor verkürzte das Intervall, in dem die Wischerarme die Gummis über die Frontscheibe zogen.

Obwohl Detective Brown ihnen davon abgeraten hatte, die Stadt zu verlassen, fuhren sie in Richtung Westen. Pat hatte von Meyers Anzahlung einen jungen, gebrauchten BMW 335i erstanden. Ihnen stand eine lange Reise bevor, und der Komfort seines italienischen Kleinwagens wäre ihm dabei als eine weitere Qual erschienen. Mit Geräuschen aus der B-Säule wie bei Meyers Mercedes war jedenfalls nicht mehr zu rechnen.

Er dachte nach. Susis qualgepeinigte Augen, die ihn hilflos ansahen, gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf. Augen, die bis zu diesem Zeitpunkt viel gelächelt zu haben schienen. Ihm erschien es ungerecht, dass diesen wunderschönen Augen so viel Leid zugefügt wurde, so wie es ihm ungerecht erschien, dass die vollen Lippen, die er etwas weiter unten erblickt hatte, von jemand anderen geküsst worden waren. Er hätte dieser Jemand sein sollen. Hätte er Susi doch schon früher getroffen, er hätte sie vor dem unbekannten Schützen bewahren können. Er hätte ihr das Leid, den Schmerz, der sie ereilt hatte, abnehmen können.

Er blickte Alexej an. Sein Profil. Die hohe Stirn. Die Nase. Seine Lippen. Sie hatten Susi geküsst. Etwas machte Pat stutzig. Obwohl Alexej offensichtlich intensive Gefühle für Susi hegte, schien er angesichts des schrecklichen Verbrechens, das wenige Stunden zuvor an ihr begangen wurde, sehr gefasst. Ruhig steuerte er den BMW über den nächtlichen Highway. Nicht das kleinste Anzeichen von Unsicherheit war ihm anzusehen.

„Wie kommt es“ fragte Pat in die Stille, „dass du das alles so einfach verdaust?“

Alexej regte sich nicht. Eine Weile verstrich, und Pat konnte nicht erkennen, an wen von beiden sich seine Worte richteten, als er antwortete: „Will man im Leben nicht von Enttäuschung, Sinnlosigkeit und Desillusion zerrieben werden, muss man immer nach allerbesten Kräften sicherstellen, alles allein des Geldes wegen zu tun.

 

Ein dumpfer Schlag fuhr durch dan BMW, und Pat schreckte auf.

„Na, gut geschlafen?“ grinste Alexej ihn an. „So ein BMW ist halt etwas härter abgestimmt, und die Fünflenker-Hinterachse läuft jeder Spurrille nach, dafür ist sie aber das beste, was du in dieser Klasse bekommst, hat der Verkaüfer gesagt.“

Pat sah auf das Sonnenlicht, das sich in der noch nassen Straße spiegelte. Sein Kopf dröhnte und sein Mund fühlte sich an, als bestünde er aus grobkörnigem Schleifpapier. Die Ereignisse des letzten Tages fuhren wie Blitze in sein Gedächtnis.

Doch da war noch etwas anderes, etwas spitzes, das sich in seine Seite bohrte. Etwas hartes, dort in seiner Jackentasche. Verwirrte tastete er mit seiner Hand nach dem Gegenstand, zog ihn heraus und betrachtete ihn. Eine CD-Hülle. Darin eine DVD-R, beschriftet mit einer schwungvollen, femininen Handschrift. Die Erkenntnis durchfuhr ihn, als er erkannte, was auf der DVD stand:

Pat Terrell

 

Bei XC70D5 geht's weiter

 

Satz: "Da rutscht mir doch gleich die Hand aus der Hose!


17.10.2008 07:37    |    Halbgott

Bruno du alter Maven!

Uns hier nen BMW schmackhaft zu machen… :D

 

2 Kapitel an einem Morgen lesen fetzt. :)

Irgendwie habe ich viel mehr Lust nur noch zu lesen und nicht zu schreiben. Ich will wissen wie es weitergeht und mir nicht selbst darüber Gedanken machen… :)

Aber der Gedanke ist bestimmt recht schnell wieder verflogen!


17.10.2008 11:48    |    XC70D5

Ich habe beide neuen Kapitel noch nicht lesen können, frage mich aber nach einer PN eines Beteiligten, wie es möglich ist, das 4. Kapitel so kurz nach dem 3. zu setzen???????????

 

 

Gruß

 

Martin


17.10.2008 13:02    |    bruno violento

bin halt ungeduldig;)


17.10.2008 18:30    |    XC70D5

Die Ereinisse überschlagen sich und ich kann es kaum kommentieren, weshalb ich dann auch lieber mal fleißig war ;)

 

 

 

 

Gruß

 

 

Martin

 


17.10.2008 23:39    |    troja_falls

teile martins meinung bezüglich aktueller geschwindigkeit und der fehlenden möglichkeit das schnell zu kommentieren.

 

ich bin dann mal bei martin am lesen.

für mich waren das ja heut dann drei neue kapitel :)


18.10.2008 10:12    |    XC70D5

Drei neue lesen tun geht ja noch, aber 2 lesen und 1 schreiben... :o ;)

 

 

Gruß

 

Martin


Deine Antwort auf "[Blogevent Fortsetzungsstory] Kapitel IV"

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Vor 15 Jahren beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und mich in Vollzeit mit Autos zu beschäftigen. Nach den Berufsausbildungen zum KFZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann verkaufte ich 5 Jahre lang Zubehör für BMW und MINI Automobile. Seit vier Jahren arbeite ich als BMW Genius und teile meine Begeisterung für die Marke BMW.

Das mach ich hier:

WIEDER DA -Nach fünf Jahren Pause gibt es wieder viel Neues zu berichten! Ich liebe Autos. Zum Glück erlaubt mir mein Beruf, mich den ganzen Tag mit ihnen zu beschäftigen. Hier könnt Ihr mich bei den spannendsten Erlebnissen aus 15 Jahren mit den Marken BMW und MINI begleiten.

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