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Meine Leben mit BMW. (WIEDER DA!)

26.05.2020 16:35    |    bruno violento    |    Kommentare (2)    |   Stichworte: Garantie, Kfz-Historie, Montagsauto, Renault, Smart, Smart Forfour

Rot ist jener Farbreiz, der wahrgenommen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, in der Wellenlängen oberhalb 600 nm dominieren.

 

Rot steht für Freude, Leidenschaft, Liebe sowie Erotik, aber auch für Aggression und Zorn.

 

Als eine der auffälligsten Farben dient Rot gerne als Warnfarbe. Wohl deshalb wurde Rot als Farbe für die Öldruck-Kontrollleuchte in unserem MINI ONE gewählt. Jedenfalls kam irgendjemand (wer das war tut nichts zur Sache, sagt sie) eines Abends von ihrem 70 Km-Arbeitsweg zurück und bat mich, bei Gelegenheit mal Öl nachzuschütten, da die rote Ölkanne in der Instrumentenkombination leuchtete. Seit etwa vier Tagen.

 

Nach sechs Jahren musste der MINI also weg und etwas Neues her. Da das Neue gerne möglichst günstig sein durfte und Heidi nicht viel Wert auf Automobile als solche legte, und da ein guter Freund Smart-Verkäufer ist, wollte ich mal einen Smart ausprobieren. Da unser verbliebener MINI das zweisitzige Coupé war, kam nur der Forfour in Frage. Der Auftrag lautete: Gib mir das günstigste Auto mit vier Sitzen, das Du auf dem Hof stehen hast.

 

smartsmart

 

Es wurde dann das zweitgünstigste Auto - ein Smart Forfour Edition 1 in Grau mit Orangener Tridion-Zelle - da das allergünstigste in seiner Farbgebung Schwarz/Weiß Heidi zu sehr an einen Panda erinnerte. Handschaltung, 70 Ps, kein Navi, aber dafür eine Smartphone-Halterung und das Sportpaket, bestehend aus Pedalauflagen, einer Auspuffblende und einem Sportlenkrad. Nun gut, dachte ich mir, ich muss ja nicht damit fahren.

 

Nun war ich aus meiner Anfangszeit als Autofahrer Kummer gewohnt, aber ich war dann doch überrascht, wie wenig sich im Kleinwagen-Bereich in Sachen Fahrdynamik und Wohlfühlambiente seit der Punte getan hat. Nachdem wir kurze Zeit vorher noch ein paar Kilometer weiter aus der Stadt rausgezogen sind und unsere Arbeitswege nun überwiegend aus Autobahnkilometern bestanden, war der kleine urbane Stadtwagen irgendwie nicht das passende Auto.

 

Die Anfangszeit war auch von diversen Problemen gekennzeichnet, mehrmals konnte sich der Smart mit leuchtender Motorkontrolleuchte gerade noch auf den Hof der Daimler-Niederlassung schleppen. Freunde, die begeisterte Fahrer früherer Smart-Generationen waren, konnten sich gar nicht vorstellen wie oft der Kleine in die Werkstatt musste. Leider wurde die aktuelle Smart-Generation in Kooperation mit Renault entwickelt, ich hatte also einen Twingo mit Smart-Badge erworben. Bei Renault ist es ja angeblich ein Bisschen so wie früher mit den Handys: Das Gerät wird einem fast hinterhergeschmissen, verdient wird anschließend mit den Gesprächsgebühren, oder halt mit der Werkstatt.

 

Nachdem nennenswerte Teile des Fahrzeugs auf Kosten der Garantie ausgetauscht worden waren, wurden die Probleme zwar nicht weniger, aber ich beschloss, einfach die ganzen Mängel zu akzeptieren.

 

Es gab eigentlich nur einen Grund, den Smart weiter zu fahren: Der Unterhalt war absolut günstig. Wenn man sich einmal von den Vorstellungen der Hersteller von regelmäßigen Wartungsterminen gelöst hat und dem Auto nur noch das notwendigste gönnt, um irgendwie am Leben erhalten zu werden, kommen nur noch 'n Appel und 'n Ei für Steuern und Versicherung dazu, da fällt auch nicht ins Gewicht, dass der Gute bei halbwegs angemessener Art, ihn zu bewegen, so viel verbraucht wie ein doppelt so starker, eineinhalb mal so schwerer BMW 118i. So kam es, dass der Smart das Auto mit der zweitlängsten Verweildauer in unserer Familie wurde.

 

Bis dann im letzten Winter etwa 70.000 Km auf dem Zähler standen und wenige Tage nacheinander der Ausrücker, die Kupplung und die Nockenwellenverstellung zerbröselten.

 

Die Reparaturkosten hielten sich zum Glück im Rahmen, da ein guter Freund Juniorchef und Werkstattmeister eines kleinen Renault-Autohauses ist, aber mir war klar: Sobald ich wieder gezwungen wäre, normale Werkstatt-Preise zu bezahlen muss der Kleine weg!

 

Anfang des Jahres war es dann so weit - mein Freund verließ das elterliche Autohaus. Panisch suchte ich nach einem fahrbaren Untersatz. Was es geworden ist, erfahrt Ihr in Teil 12.

 

Zwei Wochen später erfuhr ich dann, dass mein Freund wieder im elterlichen Autohaus arbeitet, aber da war der Smart schon ersetzt.

 

Gut so!

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28.05.2020 16:56    |    pico24229

Habe mir mal die alten Artikel durchgelesen, sehr interessant.

Bin gespannt auf den nächsten Artikel.


29.05.2020 22:06    |    Maxfli

Moin und Willkommen zurück :D

Schön dich wieder zu lesen,

ich freu mich schon darauf

 

VG Andy


Deine Antwort auf "Brunos Kfz-Historie - Teil 8"

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Vor 15 Jahren beschloss ich, mein Hobby zum Beruf zu machen und mich in Vollzeit mit Autos zu beschäftigen. Nach den Berufsausbildungen zum KFZ-Mechatroniker und Automobilkaufmann verkaufte ich 5 Jahre lang Zubehör für BMW und MINI Automobile. Seit vier Jahren arbeite ich als BMW Genius und teile meine Begeisterung für die Marke BMW.

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WIEDER DA -Nach fünf Jahren Pause gibt es wieder viel Neues zu berichten! Ich liebe Autos. Zum Glück erlaubt mir mein Beruf, mich den ganzen Tag mit ihnen zu beschäftigen. Hier könnt Ihr mich bei den spannendsten Erlebnissen aus 15 Jahren mit den Marken BMW und MINI begleiten.

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