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16.10.2008 22:45    |    rallediebuerste rallediebuerste    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: blogprojekt, fortsetzungsstory

Worum es geht: Blogevent Fortsetzungsstory (hier gibt's auch Links zu Kapitel I und II)

Hier der drtte Teil des Blogevents, geschrieben von UHU1979:

 

 

 

KAPITEL III

 

 

Als Alexej den Mercedes startete, war Terrell sich bewusst, dass er soeben in eine Sache involviert wurde, aus der er jetzt nicht mehr einfach aussteigen konnte. Die nahe liegende Frage, wohin sie fahren, erschien ihm zu plump. Stattdessen äußerte er: "Was springt für mich dabei heraus? Können sie mich überhaupt bezahlen? "

Meyer lachte. "Ich habe für sie ein Depot mit Aktien und Zertifikaten bei einer Schweizer Bank angelegt. Der aktuelle Wert des Depotinhaltes beträgt ca. $ 10.000.000. Reicht ihnen das?" Natürlich bejahte Pat diese Frage, aber er wunderte sich, wie ein Wissenschaftler auf der Flucht eine solche Summe bereitstellen konnte.

"Dr. Meyer, sie sagten, sie wüssten, wo m-t ist."

"Susi hat ihn" antwortete unaufgefordert und für Pat überraschend Alexej. Aus seinem Tonfall hörte Terrell enttäuschte Liebe heraus.

"Dr. Susanne Schwaan", präzisierte Samuel, "meine Kollegin an der Forschungseinrichtung. Eine ehrgeizige, talentierte junge Deutsche." Pat schlussfolgerte, der Arbeitskollege und der Ex-Freund von Susanne kannten sich durch sie. "Sie verschwand am selben Tag wie das m-t." fuhr Meyer fort. "Ich bin sicher, sie hat sowohl das Notebook als auch den Rest der verschwunden Unterlagen und führt das Projekt allein weiter. Pat, sie können sich vorstellen, dass ich vorschlage, sie verwenden ihre Kenntnisse, um Susanne und den neuen Standort des Labors aufzufinden."

"Was ist mit dem Probanden mit den ferngesteuerten Implantaten?" Auf diese Frage von Pat reagierten Dr. Meyer und Alexej mit plötzlichem Schweigen, als hätten sie seine Frage nicht wahrgenommen. Eisige Kälte breitete sich in der schwarzen Limousine aus und der Grund war nicht die auf 18°C eingestellte serienmäßige Klimaautomatik. Statt einer Antwort penetrierte ein leises Klappern aus der B-Säule Pats Wahrnehmung. Welches Spiel spielen Alexej und Meyer? Pat war misstrauisch. Konnte er seinem alten Freund noch vertrauen?

"Danke!" sprach Meyer, als der Mercedes vor einem öffentlichen Parkhaus anhielt. Es blieb unausgesprochen, aber allen dreien war klar, dass Samuel sicherlich unter Beobachtung seines ehemaligen Auftragsgebers stehen würde. Deshalb trennten sich hier ihre Wege und Alexej fuhr mit Pat zu seinem Domizil weiter. Es erschien Pat instinktiv für unklug, die Suche mit seinem eigenen Rechner sowie von seinem Büro aus durchzuführen.

 

Alexej hatte eine Wohnung in einer ruhigen Wohngegend gemietet und mit allem notwendigen Equipment ausgerüstet. Selbst der Kühlschrank war gefüllt. Gesättigt von einer Pizza Napoli machte sich Pat an seine Arbeit. Terrells Jagdtrieb erwachte. Für ein Talent wie er es war sollte es nur einen geringen Aufwand darstellen, Susannes Spuren im Internet aufzuspüren. Er hackte ihren privaten Rechner, auf dem zu Pats Verwunderung noch Windows Millennium Edition als Betriebssystem installiert war und den noch nicht einmal eine Firewall schützte. Pats Interesse galt zunächst ihrem Bankkonto und Kreditkartenabrechnungen. Nichts Ungewöhnliches ließ sich feststellen. Auch sonst fand sich kein Hinweis auf Susannes aktuellem Aufenthaltsort, zumal ihr Mobiltelefon die ganze Zeit ausgeschaltet blieb.

Als erfolgreicher stellte sich die Suche nach den verschwunden Rechnern mit Hilfe von Meyers Aufzeichnungen heraus. Terrell gelang in den folgenden Tagen die Lokalisierung des neuen Standorts des verlagerten Forschungslabors. Zumindest dieser Teil von Meyers Story stimmte. Allerdings konnte er aber auch hier keine Hinweise auf Aktivitäten von Susanne und auf den Probanden mit den ferngesteuerten Implantaten finden.

Morgen wollte Alexej die Einrichtung observieren.

 

In diesen Tagen verließ Alexej oft seine Wohnung, wobei er nicht mit Pat darüber sprach, was er in der Zeit seiner Abwesenheit tat. Pat störte es nicht, so gab es wenigstens keine Ablenkung. Auch an diesem schicksalhaften Tag war er allein in der Wohnung und zunächst verlief alles ruhig. Am Nachmittag dann fiel Pat bei der routinemäßigen Überwachung von Susannes Rechner sofort eine beunruhigende Neuigkeit auf: Mit ihrer Kreditkarte wurde heute morgen ein Flug hierher gebucht. Was hat das zu bedeuten? Zudem stellte er fest, dass er von Meyer seit Tagen nichts gehört hat.

Die Anspannung der letzten Tage hatte Pat schreckhaft werden lassen, weshalb ein Klingeln an der Tür ausreichte, dass er, überraschend aus seinen Gedanken gerissen, seine Kaffeetasse fallen ließ. Es erwies sich der schnelle Griff zur Küchenrolle als seine letzte Chance, das Eindringen des Kaffees in Pats Notebook über die Tastatur zu verhindern. Alexej hatte einen Schlüssel und Meyer würde nicht hierher kommen. Wer wusste von seiner Anwesenheit hier?

Er öffnete die Tür - "Hallo Pat Terrell." - und musterte sie. Sie war ca. 1,60 Meter groß, hatte blonde Haare, grüne Augen und ein wohlgeformtes Becken. Ein sympathisches Wesen wurde durch ihr Lächeln ausgestrahlt. Nein, ein klassisches Modell stand nicht vor Pat, doch ihre Natürlichkeit adelte sie mit einer unglaublich großen Attraktivität. Pat fragte sich, warum er nicht eine solch bezaubernde Frau als Freundin hatte, aber als rational denkender Nerd kannte er die Antwort. Solche Frauen haben besseres als mich verdient. Für Sekunden vernebelten unkeusche Gedanken seinen Verstand bis ihm klar wurde: Sie hatte ihn gefunden!

 

Plötzlich fiel ein Schuss.

 

 

 

 

Ende Kapitel III

 

 

 

Nächster Autor: bruno violento

Satz: Will man im Leben nicht von Enttäuschung, Sinnlosigkeit und Desillusion zerrieben werden, muss man immer nach allerbesten Kräften sicherstellen, alles allein des Geldes wegen zu tun. 


Kommentare: 8

17.10.2008 03:42    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Neues aus dem Premiumsegment:

 

[Blogevent Fortsetzungsstory] Kapitel IV

 

[...] Darum geht's

Hier fing's an

Hier ging's weiter

Hier ging's noch weiterer

 

Susi erkannte ihr schmerzverzerrtes Gesicht in Pats Hornbrille. Der Schmerz breitete [...]

 

Artikel lesen ...


17.10.2008 07:30    |    Halbgott Halbgott

Super Fortsetzung. :)

Und jetzt lese ich Teil IV


17.10.2008 08:05    |    Emmet Br0wn Emmet Br0wn

Super. Das kann man echt geniessen beim lesen. Die Story wird immer spannender.

 

Gleich mal Teil IV lesen.


17.10.2008 15:49    |    UHU1979 UHU1979

@ rallediebuerste: Danke für das schnelle Publizieren.


17.10.2008 18:28    |    XC70D5 XC70D5

Die Ereinisse überschlagen sich und ich kann es kaum kommentieren, weshalb ich dann auch lieber mal fleißig war ;)

 

 

Gruß

 

Martin 


17.10.2008 23:32    |    troja_falls troja_falls

macht mal langsam.

kaum schaut man einen tag lang seine blogs nicht durch,

hat man schon ein fünftel verpasst :)

 

aber mir gefällt die geschichte immer mehr :)


18.10.2008 00:06    |    meehster meehster

Was soll ich denn sagen? Ich war seit Deinstag vormittag nicht da und zack sind zwei neue Kapitel da... Ich stürze mich jetzt auf die 4 :)


02.12.2008 22:26    |    Trackback Trackback

Kommentiert auf: Halbgott:

 

Mein krasses Erlebnis mit Yvonne

 

[...] Diese Susi

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