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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


21.03.2011 16:35    |    cocker

... hab gelesen, dass ESSO-Tanken den E10-Preis jetzt senken werden, um ihn besser abzusetzen.

Wär für mich trotzdem kein Grund - aus Prinzip schon nicht!

 

In der aktuellem AutoBILD steht ein netter Beitrag über E10 mit dem Titel "Die haben es verzapft".

Ok, AutoBILD ist nicht unbedingt repräsentativ und eher eine VW-lastige Zeitung, aber mit dem E10-Beitrag haben sie recht... sehr aufschlussreich und treffend.

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen...


21.03.2011 16:45    |    werds

Bin ja gespannt, was die mit der E10 Plörre machen, die soll ja max. bis zum April haltbar sein :D

Weiß jemand warum das so ist, zersetzt sich das Zeug, reagiert da was?

Sollen doch den Dreck in Ihre Bundeskarren schütten, die Abgeordneten 8 Zylinder verbrauchen doch ordentlich, da würde es sich doch richtig lohnen :D


21.03.2011 16:47    |    dieseldonner

? 21.03.2011 16:35 | cocker cocker

 

... hab gelesen, dass ESSO-Tanken den E10-Preis jetzt senken werden, um ihn besser abzusetzen.

 

Wär für mich trotzdem kein Grund - aus Prinzip schon nicht!

 

In der aktuellem AutoBILD steht ein netter Beitrag über E10 mit dem Titel "Die haben es verzapft".

 

Ok, AutoBILD ist nicht unbedingt repräsentativ und eher eine VW-lastige Zeitung, aber mit dem E10-Beitrag haben sie recht... sehr aufschlussreich und treffend.

 

Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen...

 

@cocker

 

...habe den Artikel auch gerade gelesen. Recht hast Du. Weg mit dem Zeugs! Nun ja, jeder hat seiner Sponsor (Auto-Bild). Aber selbst bei VW ist man von der Art der Einführung von E10 längst nicht mehr so begeistert wie am Anfang. (Zu viele Anfragen wegen der Garantie) Quelle: Financial Times Deutschland


21.03.2011 16:56    |    nO-FaCe

alle jammern derzeit über die politik, wie toll wir doch verarscht werden.

alle jammern, keiner macht was dagegen.

hier im forum (ja überhaupt in deutschland) sind einige dabei etwas dagegen zu unternehmen, nämlich sich nicht mehr verarschen zu lassen, in dem sie e10 boykottieren und das ist auch wieder nicht recht.

dem michel kann man es einfach nicht recht machen.

 

aber ich finde es interessant, wie viele in deutschland schon vom vater staat "eingelullt" worden sind. so eine richtige "leck mich am arsch" einstellung: "ach mensch, ich kann nichts dagegen machen, also mach ich was mir mutti sagt"...

so wird nichts verändert.

 

aber ehrlich gesagt, habe ich hier schon auf die posts gewartet wie: "also ein freund von meinem kumpel, dessen vater sein arbeitskollege fährt e10 und verbraucht weniger" und sie kommen tatsächlich ^^

 

es ist schon interessant. alle warnungen von kfz meistern, e10 nicht zu tanken aus bestimmten gründen, werden erfolgreich ignoriert (klar, was wissen die schon. die haben doch keine ahnung).

der staat bzw. die autohersteller sagen zwar, du darfst e10 tanken, aber garantie will keiner übernehmen.

und trotzdem gibt es leute die das zeug tanken...

 

find ich cool XD


21.03.2011 17:31    |    Andi B

Volle Zustimmung @ No-Face...

 

Ich versteh diese "den-Arsch-nicht-hoch-krig" Mentalität mittlerweile auch ziemlich zum kotzen...

 

 

Ich hab mal 500 "visitenkarten" in Auftrag gegeben, und werde zusehen dass die hier im Landkreis an die Leute kommen....

Auch wenn es vllt "nichts" bringt.... Jeder Mensch, der das Zeug nicht tankt oder gar aktiv dagegen vorgeht, ist einer mehr...

 

 

mfg Andi


21.03.2011 17:42    |    OpiW

ich bin mir da wirklich nicht sicher, ob das alles seitens der Hersteller in Ordnung ist.

 

Es werden Angaben gemacht, welche Fahrzeuge/Motortypen E 10 nicht vertragen !

 

M.E. heißt das aber nicht im Umkehrschluss, dass die anderen es vertragen.

 

Gruß Wolfgang


21.03.2011 17:47    |    Andi B

Zudem finde ich auch generell, dass die Aussage, das Auto "verträgt" E10 bescheiden ist...

 

Das impliziert für mich, dass es damit anspringt und nicht sofort kaputt geht, aber nicht, dass es damit so läuft wie es soll.

 

 

Und wenn man nochmal mehr auf die Freigaben eingeht:

- Audi gibt bis auf wenige Ausnahmen (ein paar FSIs) alle Autos ab 1992 frei.

So, es wurde aber seit ende der 80er jahre bis ende 1992 ein und der selbe Motor in den Modellen verkauft, auch Teile drumrum wie Spritleitungen haben die selben Teilenummern... So, warum kann dann ein Audi mit dem MKB NG von 1989 kein E10 tanken, während einer von 1992 dann freigegeben ist?

Diese Jahresgrenze macht keinen Sinn, ist wohl nur eine seeehr pauschale Aussage.

- So, fragt man per Mail nach, ob man E10 darf, schreiben sie, das geht in Ordnung, aber empfohlen wird es nicht.

- Ruft man nun an, wird einem explizit generell abgeraten....

 

So, und welcher Angabe glaubt man jetzt bitte?

 

Ich tanke es sowieso nicht, aber ich kann mir sicher vorstellen dass solche schwammigen Angaben nicht so Auto Interessierte Menschen durchaus verunsichern.

Andererseits bin ich persönlich froh drum, so gibt es noch ein paar mehr Menschen, die diese flüssige Volksverarsche nicht tanken, aus welchem Grund ist ja im Endeffekt egal, hauptsache die werden nicht genug davon los....

 

mfg Andi


21.03.2011 18:35    |    cocker

@dieseldonner

in dem Artikel wird schön dargestellt, wer davon profitiert - und das ist weder die Umwelt, noch der Autofahrer...

alles nur Geldmacherei, damit sich einige Lobbys die Taschen vollmachen können

 

@NoFace

was willste machen?? Uns gehts immer noch zu gut, sonst würden wir auf die Strasse gehn...


21.03.2011 18:41    |    Andi B

"was willste machen?? Uns gehts immer noch zu gut, sonst würden wir auf die Strasse gehn..."

 

 

Selbst wenn der Sprit 10€ der Liter kostet, geht hier keiner auf die Straßen, das liegt einfach an der Null Bock Mentalität der Leute hier...

 

 

Und es ist völliger Schwachsinn den Scheiß noch teurer zu machen, gibt es noch ein paar Länder, wo der Sprit noch teurer ist? Im Großen und ganzen gehört Deutschland evtl mit Holland und Frankreich zu den aller teuersten.... Und das nur, weil die Regierung einfach übertrieben viel geld dafür abgreift, und jede Maßnahme, die den Preis steigen lässt, begrüßt, da die Steuern ja prozentual zum Spritpreis erhoben werden, steigen dadurch ja auch deren Einnahmen.....


21.03.2011 18:54    |    Claudio007

@Andi B

Genau so ist es,

und damit wir zufrieden sind, erzählen sie uns "jetzt hat sich mal das Kartellamt der Sache angenommen, was wollen die denn bitteschön???? uns bei Laune halten, damit wir denken jetzt passiert hier aber endlich was, der korrupte Laden gehört doch auch zu der Volksplünderer Bande!!!!! Aber wehe Curry Maxe verkauft morgen seine Pommes für 4 Euro, dem machen die gleich den Laden dicht mit einer saftigen Wucherstrafe.


21.03.2011 19:21    |    PattyOhh

Ab Freitag gibt´s E10 auch bei uns in Mölln und Umgebung...Bin mal gespannt wie viele durchhalten und wirklich boykottieren...>.>...

Patty


21.03.2011 19:52    |    wwke2

wir müssen uns nur jetzt einig werden ob wir die Grünflächen für Ökosprit oder für Photovoltaik Anlagen verwenden. Wenn jetzt die AKWs abgeschaltet werden.


21.03.2011 20:39    |    cocker

der Sprit an sich ist hier in D nicht teurer als sonstwo... was den Sprit hier so teuer macht, sind die Doppel- un Dreifachbesteuerungen vom Benzin. Darauf haben die Mineralölkonzerne keinen Einfluss...aber unsere steuergeilen Politiker, die den Hals nicht vollkriegen. Deshalb tanke ich ja nicht mehr hier, sondern fahr nach Luxemburg. Die kriegen hier von mir nix mehr!!

 

Kartellamt? Yo, Klasse. Die tun und prüfen auch schon seit Jahren wegen Preisabsprachen, aber passieren tun nix. Alles nur pro forma, damit wir denken, es passiert was. Vergesst es. Die halten auch die Hand auf...


21.03.2011 20:41    |    nova2003

Zitat:

"Ab Freitag gibt´s E10 auch bei uns in Mölln und Umgebung...Bin mal gespannt wie viele durchhalten und wirklich boykottieren...>.>...

 

Patty"

 

Die, die jetzt noch die "Einführung" weitertreiben wollen, sollten gesteinigt werden!

Aber wir boykottieren ja alle nicht. Wir sind ja alle nur "nicht richtig informiert"!

Merkels Hubschrauber wäre beinahe abgestürzt. Ist einfach abgesackt während dem Flug!?! Hatte bestimmt E10 getankt :D


21.03.2011 20:45    |    nova2003

Zitat:

"Kartellamt? Yo, Klasse. Die tun und prüfen auch schon seit Jahren wegen Preisabsprachen, aber passieren tun nix. Alles nur pro forma, damit wir denken, es passiert was. Vergesst es. Die halten auch die Hand auf..."

 

... ist überall so, wo "Amt" hintendran steht.


21.03.2011 20:45    |    Andi B

"der Sprit an sich ist hier in D nicht teurer als sonstwo... was den Sprit hier so teuer macht, sind die Doppel- un Dreifachbesteuerungen vom Benzin. Darauf haben die Mineralölkonzerne keinen Einfluss...aber unsere steuergeilen Politiker, die den Hals nicht vollkriegen."

 

Wer hat denn behauptet, die Mineralölkonzerne sind Schuld?

 

Das Gesamtpaket machts! Der Sprit ist effektiv sau teuer. Punkt!

 

Und was sollen wir anderes machen, als das zeug nicht zu tanken? Petitionen werden abgelehnt, und die Medien weigern sich auch regelrecht, den Boykott mehr in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken... Japan verdrängt ja alles andere aus der Berichterstattung (will nicht sagen, dass das nicht schlimm ist, aber es wird nur noch darüber berichtet, alles andere sind nur noch randnotizen... zum kotzen)....

 

Deswegen ja auch meine ständigen Mails an Zeitungen, Radio und Fernsehsender, aber auch an die Ministerien und Minister, um eben die lage etwas öffentlicher zu machen bzw die Sachlage direkt den betreffenden Personen zu schildern...

 

Weiters versuche ich mit nem Aufkleber am Auto und "Mundpropaganda" den Boykott aufrecht zu erhalten...

 

Mehr fällt mir immo leider nicht ein, um dem ein Ende zu bereiten....


21.03.2011 20:52    |    nova2003

Aufkleber habe ich auch am Auto und am WE 250 Stck. Deiner "Visitenkarten" an Windschutzscheiben von parkenden Benzinern, auf dem Supermarktparkplatz, angebracht. Nächstes WE geht's weiter.


21.03.2011 21:08    |    Andi B

Sau gut, gleich beide Daumen nach oben ! :cool:

 

Wenn die Karten bei mir ankommen lege ich auch mit dem verteilen los ;)

 

 

mfg Andi


21.03.2011 21:09    |    Andi B

Achja, in der aktuellen Focus ausgabe ist auf Seite 69/70 mein Leserbrief (allerdings in extrem gekürzter Fassung) abgedruckt worden.

 

Hoffentlich lesen den auch ein paar Menschen und werden darauf aufmerksam...

 

mfg Andi


21.03.2011 21:12    |    nova2003

hab' sie mir auf normalem Papier ausgedruckt und ausgeschnitten. Ist zwar nicht ganz so profi, wie richtig gedruckt, denke aber, dass es seinen Zweck ebenso erfüllt.


21.03.2011 21:17    |    Andi B

Joa na klar, das passt... Hauptsache die Leute gucken einmal kurz drüber, bevor sie die wegschmeißen :D :cool: ;)

 

Ich hab mir 250 drucken lassen, ging mit ergoogeltem Gutschein für 5€, das wars mir gerade mal wert, die Meinung hier weiter publik zu machen ;)

 

mfg Andi


21.03.2011 21:29    |    nova2003

... ich beobachte an vielen Tankstellen immer mehr den Griff zum Super oder Super+. Meiner Meinung nach, wird E10 untergehen. Mitsamt den ganzen unfähigen Ministerchen.

Wäre super, mal paar Leute hier zusammenzubekommen, die die Zettelchen an den Tankstellen verteilen. Gezielte Aktionen am WE. Entweder wollen wir was bewegen, oder eben nicht.

Wenn man die Leute darauf anspricht, die E10 tanken wollen, entstehen meist tolle Gespräche und die Einsicht kommt auch. Habe ich schon paarmal gemacht. Keiner der Leute hat E10 getankt.

Mittlerweile ist mir auch schon passiert, dass die Dieselfahrer sich einmischen und ebenfalls "beisteuern". An einigen Tankstellen war heute das Diesel teurer, als das Super!!! Die Abzocke geht weiter, oder wird immer schlimmer!?!


21.03.2011 21:29    |    PattyOhh

Zitat: Aber wir boykottieren ja alle nicht. Wir sind ja alle nur "nicht richtig informiert"!

Natürlich wird boykottiert!!!

 

mpf. Patty


21.03.2011 21:32    |    Andi B

"Wäre super, mal paar Leute hier zusammenzubekommen, die die Zettelchen an den Tankstellen verteilen. Gezielte Aktionen am WE. "

 

Bin ich voll dabei!

 

 

 

Lass uns dieses Wochenende mindestens je 250 Karten verteilen... An Tankstellen "liegen lassen", an die Fenstergummis parkender benziner stecken, beim Tanken Leute auf das E10 ansprechen, ... ;)

 

 

mfg Andi


21.03.2011 21:38    |    nova2003

... bin dabei.

Aus welcher Gegend kommst Du? Nicht, dass wir uns gegenseitig aufklären :)


21.03.2011 21:46    |    Roland0815

Au ja. Noch mehr Müll, der in der Gegend rumfliegt... (Oder ein weiteres Kärtchen für die LMAA-Scheibe)


21.03.2011 21:52    |    nova2003

0815 halt. War nix anderes zu erwarten ;)


21.03.2011 21:53    |    nova2003

21.03.2011 22:01    |    Andi B

Osthessen.

 

"Au ja. Noch mehr Müll, der in der Gegend rumfliegt... (Oder ein weiteres Kärtchen für die LMAA-Scheibe)"

Hast du nen besseren Vorschlag, Roland?

 

mfg Andi


21.03.2011 22:05    |    MauiSven

Zitat:

? 21.03.2011 21:46 | Roland0815

Au ja. Noch mehr Müll, der in der Gegend rumfliegt... (Oder ein weiteres Kärtchen für die LMAA-Scheibe)

Der Name ist Programm: Du bist so ein vielzitierter typischer 0815-Bürger, der hier tut, was er am besten (oder überhaupt nur) kann: die Leute verhöhnen, die was unternehmen wollen, Du Held!

 

PS: Sorry nova für das "doppelte Lottchen", da hast Du wohl schneller geschrieben, als ich denken konnte :D, aber besser so, als gar nicht...


21.03.2011 22:07    |    1.0815

...sagte der "wahre" held :rolleyes:


21.03.2011 22:09    |    MauiSven

Zitat:

? 21.03.2011 22:07 | 1.0815

...sagt der "wahre" held

Hey, da gibbets ja noch mehr davon, ok, dann bezieh's halt auch auf Dich.


21.03.2011 22:21    |    nova2003

Es kommt Bewegung in die Sache:

http://www.fr-online.de/.../index.html


21.03.2011 23:03    |    testmal

Zitat:

nova2003Es kommt Bewegung in die Sache:

http://www.fr-online.de/.../index.html

Moin Nova2003,

" ADAC droht mit Klage"

Das ich nicht lache. Wie oft haben die leisen Zustimmer schon gedroht.

Erst wenn sich eine große Mehrheit gebildet hat, werden sie zum Wendehals!

Und was kommt dabei raus?

- Irgend ein fauler Kompromis(t)

Warten wirs ab :rolleyes:


22.03.2011 08:31    |    PattyOhh

---http://www.fr-online.de/.../index.html---

Das liest sich doch schon mal ganz gut!

Da hat der ADAC ja wohl noch mal die Kurve gemeistert....wenn es denn dabei bleibt...

Auf die nächsten Tage bin ich gespannt !!


22.03.2011 08:50    |    r-o-b-e-r-t

Wenn E10 wieder eingestampft wird, dann geh ich am letzen Verkaufstag zur Tanke und füll mir einen 5L Kanister damit voll.

 

Der ist später bestimmt wertvoll.:):D

 

:D:D


22.03.2011 10:22    |    Nanotech

22.03.2011 12:19    |    PattyOhh

Zitat:

E10 offenbar umweltschädlicher als normales Super

 

http://www.rp-online.de/.../...cher-als-normales-Super_aid_978091.html

Warum können die Deppen das nicht früher testen??? Ich frag mich wirklich manchmal, "was machen die den ganzen Tag"???? Können die, bevor sie etwas neues durchsetzen wollen, nicht darüber nachdenken???? Was is daran so schwer?? 

 

"Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." [Loriot]


22.03.2011 14:27    |    Z4Zampano

@Robert

 

Heb Dir das Zeug ruhig auf. Nach ein paar Jahren hast Du sogar obendrein 'ne wunderbare Brot äh Spritvermehrung durch Wassereintrag. :D

 

... und ich häng' mir davon ein Reagenzgläschen voll als Jagdtrophäe an die Wand. :)

 

Es ist einfach alles zuuuu köstlich und amüsant. Manchmal glaube ich, dass ich hier in diesem unseren Lande im ewigen Karneval oder in der Muppets-Show oder Beides bin. :D


22.03.2011 17:35    |    Roland0815

Was soll an Wasser im Sprit so böse sein? Beim Diesel experimentiert man mit Dispersionsmitteln, um bis zu 30% Wasser im Diesel "lösen" zu können. Angeblich ohne Leistungsverlust und Mehrverbrauch...

 

Warum soll das beim Benzin nicht auch klappen?


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