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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


09.03.2011 23:17    |    trixi1262

saturn78,lass es gut sein,man redet leider manchmal gegen die Wand !

Du fährst doch normaler weise gas ,oder ???

mfg trixi1262


09.03.2011 23:18    |    trixi1262

es sind sehr viele berichte,kann ja sein ,das ich durcheinander gekommen bin

mfg trixi1262


09.03.2011 23:19    |    Mac-64

Nein ist schon klar trixi1262, mir geht die Politik so langsam auf den Sack, diese Ratten haben sich letztes jahr über180 Euro ne Diät gegönnt für die Schandtaten die so vollbracht haben.

 

Die Schlimmsten verschwender und bei den Hartz 4 oder wie auch immer müssen erst die Gerichte nachrechnen als ob die Gerichte nicht zutun hätten.

 

Für mich sind das Ratten und mit denen kommt die Pest wieder.


09.03.2011 23:22    |    Andi B

Ach und @ Saturn, die meisten benutzen die Verträglichkeitssache wohl einfach, weil es eben durch die einseitige Berichterstattung der Medien und wohl auch durch die Auffassung der Politiker der hauptgrund für das Nicht-Tanken von E10 ist....

Das ist sozusagen eines der Totschlagargumente.

 

Ich habe keine Ahnung, inwiefern da was dran ist, mir ist es auch relativ egal. Ich weiss, dass unsere Autos auch mit E85 laufen, also warum sollte E10 ein Problem sein.

Das ist die Teschnische Seite, aber selbst wenn E10 15 Cent billiger ist, würde ich es nicht tanken. Ich sehe es nicht ein, dass ich mir sowas vom Staat aufzwingen lasse.

 

Also tanke ich es eben nicht. Und wenn das viele machen, bleiben die auf ihrem E10 sitzen, und können sich überlegen, wie die weiter machen. Irgendwas müssen sie dann ändern.

Weitere Preiserhöhungen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass die das wirklich durchziehen würden, dann würde sicher noch einigen mehr Leuten der Kragen platzen...

 

E10 günstiger machen? Wäre ich sogar mit einverstanden. Wenn E10 "nur" noch 1,30€ kosten würde, tank ichs auch.

Aber vorher nicht, denn so wie die Situation jetzt ist, will einem der Staat das einfach nur aufzwingen, und dabei auch noch massig Gewinn machen.

 

Und das ist der Kasus Knacksus, wir wollen uns nicht mehr alles aufzwingen lassen. Der Autofahrer ist schon immer die Melkkuh Nr.1, aber so langsam bringt der Staat ein ganz großes Fass zum überlaufen. Und das zieht nunmal Konsequenzen nach sich.

 

 

mfg Andi


09.03.2011 23:23    |    a-tom007

Sorry, dürfen hier nur positive Meinungen gepostetr werden, ansonst man neu Einloggen muss?


09.03.2011 23:24    |    trixi1262

leider ist es so,danke das du dich noch mal gemeldest hast,mac-64 !

Ich kann es nicht leiden,wenn es irgendwelche meinungsverschiedenheiten gibt und diese nicht aus der welt geräumt sind !

Falls du ins bett gehen solltest,angenehme Nachtruhe,ansonsten weitere Kommunitation ???

mfg trixi1262


09.03.2011 23:24    |    Andi B

@ A-tom007: Wie meinst du das?


09.03.2011 23:26    |    trixi1262

huhu a-tom007!

Guten Abend ,der Herr:-))))


09.03.2011 23:27    |    deville73

Zitat:

09.03.2011 23:22 Andi B

 

E10 günstiger machen? Wäre ich sogar mit einverstanden. Wenn E10 "nur" noch 1,30€ kosten würde, tank ichs auch.

Ja, es ist wirklich traurig dass man Preise von 1,30€ pro Liter Kraftstoff heute schon als günstig bezeichnen muss.

 

Langsam habe ich das ungute Gefühl, dass sich aus dieser Spritsorten/-preis Geschichte eine grundsätzlicher politische Dimension entwicklen könnte.

 

Das wird noch spannend.


09.03.2011 23:28    |    Andi B

Das glaube ich auch ;)


09.03.2011 23:28    |    trixi1262

hey,andi b,bist ja ooch noch da????

mfg trixi,spar mir jetzt die 1262 :-)))))))))))))))


09.03.2011 23:28    |    Mac-64

Ich bin für Boykott bis es weg ist wie die es machen ist mir egal.

 

Aber ein Vorschlag von mir: solange nicht E10 1 Euro ist nicht Tanken.


09.03.2011 23:29    |    trixi1262

andi,was denkste,wird det wat mit der petition und den radiosendern ???


09.03.2011 23:31    |    trixi1262

mac,natürlich boykott,obs nun richtig jeschrieben,oder nich :-))


09.03.2011 23:31    |    Pingback

Kommentiert auf: E10 Sprit kommt - Seite 10 - Aprilia Forum - Motorrad u. Roller


09.03.2011 23:31    |    deville73

Was ich befürchte ist, dass sich unselige Konglumerat von Wirtschaft und Politik die Spritpreise so lange anheben wird, bis es sich niemand mehr erlauben kann herkömmliches Benzin zu fahren.

 

Sie werden so lange würgen bis die Luft knapp wird.

Das wird für sie nicht besser, aber das denen egal.


09.03.2011 23:36    |    Andi B

"Was ich befürchte ist, dass sich unselige Konglumerat von Wirtschaft und Politik die Spritpreise so lange anheben wird, bis es sich niemand mehr erlauben kann herkömmliches Benzin zu fahren."

 

Das sollen die mal machen. Ich bin mir sicher, dass dann einigen Leute, die aufs Auto angewiesen sind, der Kragen platzt, und dann tanzen nicht mehr alle leute nach deren Pfeife.

 

Bei mir sind die nun an einer Grenze angekommen, und jede Gelegenheit, denen meinem Unmut kundzutun, nutze ich auch!

 

Ich kann die Verarsche nicht mehr ab.

 

 

Also ich denke mal, die werden die Petition, zumindest meine, nicht durchgehen lassen, ich hab da warscheinlich zu klar dargelegt, was E10 für ein Nonsens ist. Aber vielleicht schafft es ja eine andere, schwammiger formulierte, wäre immerhin ein Anfang, wenn die dann mehrere tausend Mitzeichnungen hat.

 

Was mit den Radiosendern wird, weiss ich auch nicht. Ich hoffe, die nehmen sich unsere Mails zu herzen und machen zumindest einmal einen Bericht über den E10 Boykott, damit die Sache wirklich publik wird, und die Politiker nicht mehr behaupten können, es läge nur an mangelnden Informationen seitens der Autofahrer! Das wäre schonmal ein großer Schritt, denke ich.

 

Wenn auch nur ein Sender dabei mitmacht, wäre schon sehr viel gewonnen.


09.03.2011 23:37    |    trixi1262

devill,jetzt wirst de politisch,wat iss den nun konglumerat ???ick bin hausmeester,bei greenpeace

kannte det ooch keener

mfg trixi1262,sorry in pankow jebohren


09.03.2011 23:37    |    saturn78

@Andi:

 

Das hat mit "Bekehren" nix zu tun.

 

Mir geht es nur darum, Panikmache zu vermeiden.

 

Ich bin Fahrzeugtechniker, Kfz-Betriebswirt und leite ein Autohaus (VW/AUDI). Seit 2008 beschäftigen wir uns auch mit alternativen Antrieben (Erdgas, Autogas, E85, Pflanzenöl).

 

Ich war auch schon öfters im Ausland und kenne die Vorgehensweise der dortigen Kollegen bzw. deren Märkte.

 

Daher weis ich, dass es überhaupt keinen (technischen) Grund gibt, statt E10 E5 zu tanken, natürlich nur bei freigegebenen Fahrzeugen.

 

Ist der Preisunterschied zwischen E5 und E10 sehr gering bzw. o würd ich auch E5 tanken. (wenns kein E85 gäbe).

 

Die Umrüstung auf Autogas ist immer eine Alternative, nur ist LPG nicht für alle Direkteinspritzer (und das sind nunmal die neueren Fahrzeuge) verfügbar und ne "Freigabe" gibt es dafür von keinem Hersteller.

 

Ich bin für jeden Kraftstoff offen, habe E85 und LPG-Fahrzeuge, warum auch nicht?

Ich habe aber auch noch die "LPG-Hysterie" von vor ein paar Jahren im Ohr, als mir erzählt wurde, dass da die Ventile verbrennen, die Autos explodieren, die Kats verglühen....

 

Und die momentane "E10-Hysterie" erinnert mich doch stark daran, zumal wir hier von Fahrzeugen sprechen, die für den Weltmarkt und damit für Märkte mit Ethanolkonzentrationen über 10% konzipiert, entwickelt und produziert wurden...


09.03.2011 23:39    |    trixi1262

jedenfalls damals nicht !

mfg trixi1262


09.03.2011 23:41    |    wwke2

Ich glaube auch wirklich nicht das es hier in erster Linie um Veträglichkeit oder Technik geht. Obwohl mir immer noch keiner sagen kann ob meine FJ das veträgt.:)

Es geht hier doch darum auf welchem Weg uns die Politik wieder eine ökologisch recht fragwürdige Sache verkaufen will.:confused:

 

Das bringt doch die meisten auf die Palme, die Informationspolitik der Hersteller tut ihr übriges dazu.:(

 

Gruß


09.03.2011 23:42    |    deville73

Zitat:

09.03.2011 23:37 trixi1262

 

devill,jetzt wirst de politisch,wat iss den nun konglumerat ???ick bin hausmeester,bei greenpeace

 

kannte det ooch keener

 

mfg trixi1262,sorry in pankow jebohren

Ein "Konglumerat" ist ein Verbund.

Weiter nix.

Ein Laminat könnte man auch sagen.

 

In unserem speziellen Falle auf jeden Fall nix Gutes. ;)


09.03.2011 23:43    |    Andi B

So, nun habe ich auch noch die Redaktion der Tagesschau, und die ZDF Heute Redaktion angeschrieben.

 

@Trixi: Fallen dir neben den bereits angeschriebenen noch weitere Adressen ein, wo man meinen Text mit unserem Anliegen hinschicken könnte?

 

Bisher wurde es an:

Antenne Bayern, FFH, N24, N-TV, ARD Tagesschau, ZDF Heute verschickt....

 

@wwke2:

Danke, genau das wollte ich mit meinen 2 beiträgen vorhin an Saturn zum Ausdruck bringen ;)


09.03.2011 23:43    |    TMM

3 Punkte beim E10 Thema scheinen sich heraus zu kristallisieren :

 

1. Zweifel an der Verträglichkeit

 

2. Kostenaspekte in Relation zu anderen Sorten bzw. die Preisentwicklung im zeitlichem Vergleich.

 

3. Umweltaspekte

 

 

Bisher kaum beandelt wurde allerdings der geostrategische Aspekt. Dies mag angesichts einer Erhöhung von 5 auf 10% Beimischung eher marginal erscheinen, langfristig gesehen jedoch ist es der Versuch von den fossilen Energiequellen, vor allem aber den dementsprechenden Explorationsgebieten unabhängig zu werden.

 

Die weitreichenden Folgen des weltweiten Energieproblems kann man jeden Tag in den Nachrichten verfolgen. Solange wir die Abhängigkeit von den "Unruhegebieten" nicht verringern, hat dies nicht nur Auswirkung auf das Portemonnaei, sondern auch auf den Handlungsspielraum der politischen Klasse, Stichwort Ägypten, Demokratie, Menschenrechte.

 

Bei der Energiebilanz würde ich außerdem mal gerne eine Rechnung sehen, wieviel Prozent des gesamten Budgets in Beschaffung und Unterhaltung von F110, Flugzeugträgern, Ubooten, Begleitfregatten, Beobachtungssatelliten und Personal vor Ort gesteckt werden müssen, um weiterhin den Daumen auf den Vorräten zu haben. Von Finanztransaktionen wie US Treasuries gegen Öl und Förderkonzessionen im Rückwärtskreislauf kombiniert mit Miltärtechnik-Geschäften mal ganz abgesehen.

 

 

Unter all diesen Alpekten finde ich E10 prinzipiell keine so schlechte Sache.

 

 

Ich tanke es aber momentan trotzdem nicht und zwar einzig und allein, weil es die Konzerne verpasst haben, ihre Additive, mit denen es IMO locker möglich wäre den Mehrverbrauch von ca 2% wieder auszugleichen, dem Sprit so zu verpassen, so daß es

 

1. die gleiche effektive Kilometerleistung wie der bisherige Sprit bringt

2. keine negativen Auswirkungen auf den Motor hat.

3. falls 1. nicht zu erfüllen ist, wenigstens den Presisdementsprechend abzusenken, zumal der Biospritanteil staatlich sicher hochgradig gefördert wird.

 

 

Ein weiterer Punkt geht an die Autohersteller. Zwar verstehe ich den Rummel um den angeblichen Informationsnotstand nicht, denn die Verräglichkeitslisten sind recht enfach für nahezu alle Modelle zu finden. Aber niemand kann mir erzählen, daß die Hesteller sämtliche Modelle und alle Komponenten bis hin zum letzten Dichtring auf E10 Verträglichkeit geprüft haben.

Auf keiner einzigen Liste sieht man auch nachvollziehbare Einschränkungen wie " Bisherige Prüfungen geben keinen Hinweis auf Merhverschleiß, abschließende Untersuchungen der Komponente xyz befinden sich jedoch noch in der Testphase" o ä.

 

Stattdessen Pauschlaaussagen wie : "Alle Modelle freigegeben ab 1994."

 

Das schafft nicht gerade Vertrauen.


09.03.2011 23:43    |    SUPERGOFFY

Ich werde auf keinen Fall die E10-Brühe in meinen Tank kippen, obwohl ich eine Freigabe von der Audi-Hotline bekommen habe. Ich fahre ein 96er Modell mit momentan 160.000 KM und der Motor schnurrt, wie am ersten Tag ohne meßbaren Ölverbrauch. Die Telefonhotline von Audi gab mir bedenkenlose Freigabe für E10, ich könnte aber auch mit Super Plus mischen. Was für eine Auskunft! Wer garantiert mir, dass der Motor, die Dichtungen, die Leitungen etc. die E10-Brühe schadlos verkraftet? Ich zahle lieber ein paar Cent mehr für Super oder Super Plus, bevor mir der Motor um die Ohren fliegt! Mein Fazit: E10 = BULLSHIT!


09.03.2011 23:44    |    trixi1262

saturn,du bist da noch besser dran ,wie ich,man muss alles seiten hören ,nicht nur das politgelaber!

mfg trixi1262


09.03.2011 23:46    |    trixi1262

ICH SAGE NUR;AUKLÄRUNG IST VON NÖTEN,allerhöchste EISENBAHN

mfg trixi1262


09.03.2011 23:49    |    trixi1262

Wenn ich die kohle hätte ,würde ich auswandern,saftladen Deutschland !

es macht keinen Spass mehr hier !

mfg trixi1262,gute Nacht,allerseits !


09.03.2011 23:50    |    deville73

Zitat:

09.03.2011 23:37 saturn78

 

@Andi:

 

 

 

Das hat mit "Bekehren" nix zu tun.

 

 

 

Mir geht es nur darum, Panikmache zu vermeiden.

 

 

 

Ich bin Fahrzeugtechniker, Kfz-Betriebswirt und leite ein Autohaus (VW/AUDI). Seit 2008 beschäftigen wir uns auch mit alternativen Antrieben (Erdgas, Autogas, E85, Pflanzenöl).

Das kommt mir grad recht.

 

Ich hatte einen Multivan TDI aus Deinem Konzern, der von Anfang an für die Verwendung von PME, also Biodiesel, freigegeben war.

Als die Einspritzpumpe aber plötzlich und ohne Vorwarnung undicht wurde, wollte niemand aus dem Laden davon etwas wissen.

 

Kulanz? Fehlanzeige.

Selbst schuld hiess es.

Der Schaden betrug ~2500,-- Euronen

 

So viel zu Deiner Marke.

 

Das war mein letztes Auto aus diesem Konzern, auch wenn er gleich um die Ecke ist.


09.03.2011 23:50    |    Airway

@saturn78,

 

...geh doch mal weg von der technischen Seite und betrachte das E10 von der ökologischen Seite....ist es für Dich dann immer noch in Ordnung und sagst Du Hauptsache Billig und die Umwelt ist mir egal?

 

Wenn ja(also gegen unsere Umwelt),dann hör bitte auf die Leute hier umzustimmen zu wollen...bei Nein(also für die Umwelt)schließ Dich einfach uns an!


09.03.2011 23:52    |    Mac-64

Leute ganz RUHIG, wir haben jetzt den längeren Atem.

Ich kann mir gut vorstellen: die warmen tage kommen so langsam, wenn die den Preis über 1,80 treiben dann sage ich euch ich Melde meine Fahrzeuge ab und schlage mich solange durch bis die genau das machen wie wir uns das Vorstellen.

 

Da ich noch eine Ehre und ein Gewissen habe, schwöre ich das hier und jetzt.

 

Mein Arbeitsweg ist ca. 15 Km einfach das nehme ich mit Fahrad in kauf, diese Schwein müssen dafür Bluten.

 

Vergesst die Wahlen nicht:

Denkt an die Schandtaten Gesundheitsreform, Praxisgebühr, Soli-Zuschlag, Ökosteuer, Laufzeitverlängerung, Stuttgart 21, E10, die Schlaglöcher, alle Steuer die zu unseren Lasten gehen und alles andere was ich so vergessen habe.

 

Dank dem Internet konnten sich die Rebellen durchsetzen in Nordafrika, JA das sollten wir besser können ohne Blutvergießen.


09.03.2011 23:53    |    wwke2

Das haben auch viele nicht vergessen. Das Chaos mit dem Bio Diesel. :( Hat das Vertrauen in die Hersteller nicht gerade befördert.


09.03.2011 23:58    |    Mac-64

Mit Fahrzeugabmeldungen in großer Zahl treffen wir diese Ratten mitten ins Herz na die Stelle wo es sein sollte.


09.03.2011 23:59    |    saturn78

Zitat:

Das bringt doch die meisten auf die Palme, die Informationspolitik der Hersteller tut ihr übriges dazu

Die Informationspolitik der Fahrzeughersteller war eigendlich ganz O.K.! Eigendlich alle Hersteller hatten ab 2009 ganz klar auf ihren Seiten die Fahrzeuge verzeichnet, die keine E10 Freigabe haben.

 

Das Problem ist die gezielte Desinformation der Mineralölkonzerne (die keinerlei Interesse an irgendwelchen Beimischungen haben) und die funktioniert in Deutschland halt besonders gut.

Hunderttausende von Bürgern tanken lieber V-Power (für das sie meist keine Freigabe haben) für 1,75€, anstatt dass sie einfach mal ins Netz schauen, oder ihren Händler fragen und E10 tanken.

 

Es funktioniert also ganz gut (weit besser als in Frankreich), es wird E5 getankt, V-Power, SuperPlus, V-Power, Ultimate... und dabei kräftig auf die Politik geschimpft.... und sogar zum "Boykott" aufgerufen... Die Folge eines erfolgreichen "Boykott" (den es in D.sowieso nie geben wird), wäre einfach nur ein höherer E5 Preis (Strafzahlung) und eine Stärkere Abhängigkeit vom Weltölpreis.

 

Auf den sich z.B. Finnland ein Ei pellt, die tanken E10, E50 und E85 und fördern den Rest selber.........


09.03.2011 23:59    |    trixi1262

bis morgen,ihr schlafnasen ! :-)))))

bin jetzt weg und gute nacht,oder bin ich die schlafnase ?????????????

mfg trixi1262


10.03.2011 00:00    |    trixi1262

saturn,ruhig blut


10.03.2011 00:01    |    denooo

Meine Meinung:

 

Nur ein Boykott von E10 der mit einem Boykott der Marken SHELL, ARAL und TOTAL einhergeht kann wirklich was bewirken!!


10.03.2011 00:01    |    trixi1262

oder ruhig,brauner !!!


10.03.2011 00:01    |    wwke2

jepp,

 

schlaft gut, damit wir morgen wieder neue Argumente haben.:);)


10.03.2011 00:04    |    Andi B

Das Lob ich mir Mac64!

Wenn das wirklich viele Leute durchziehen würden....

 

 

Ich kanns leider nicht machen, Ohne Auto versauere ich hier auf dem Land, außerdem kann ich die gut 30km zu meiner Freundin auch nicht jedes mal mit dem Fahrrad fahren...

 

Aber ich vermeide auch jede Fahrt die nicht zwingend notwendig ist, um so wenig wie möglich für Sprit auszugeben...

 

EDIT: Shell und Total meide ich sowieso, sind mir alle zu teuer (trotz ADAC Rabatt), die Bft hier ist eh immer die billigste, und hat nichtmal E10 ;)

 

mfg Andi - Auch weg für heute...


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"