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07.03.2011 09:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (5.177)    |   Stichworte: Ausnahmen, Benzin, Biosprit, E10, E10 Kraftstoff, E10 Unverträglichkeit, E10 Verträglichkeit, Ethanol, Freigabe, Hersteller, Information, Kraftstoff, Marken, Modelle, MOTOR-TALK, Problematik, Umfrage, Verträglichkeit

Tankst Du E10?

Seitdem am vergangenen Donnerstag bekannt wurde, dass die Mineralölkonzerne die weitere Auslieferung vom Biokraftstoff E10 an die Tankstellen vorerst stoppen, ist das Chaos perfekt. Die Medien überschlagen sich, Schuldzuweisungen für den E10-Flopp gibt es nach allen Richtungen und keiner weiß so recht, welchen Meldungen man noch Glauben schenken darf und welchen nicht. Am Dienstag, 8. März 2011, soll nun in einem „Benzin-Gipfel“ eine Lösung gefunden werden, wie man aus dem E10 Debakel wieder rauskommt. Dabei soll es um Maßnahmen gehen, wie E10 von den Autofahrern angenommen werden kann. Der Aufschrei nach der kompletten Abschaffung von E10 wird dort allerdings laut aktueller Meldungen kein Thema sein. Wir gehen deswegen das Thema „E10“ hier mal etwas grundsätzlicher an, denn natürlich ist vor allem auf MOTOR-TALK das Interesse daran riesig.

 

E10 tanken oder nicht?E10 tanken oder nicht?Die Verunsicherung ist groß: Eine uneinheitliche und unwillige Informationspolitik seitens der Automobilhersteller und Mineralölkonzerne sorgt dafür, dass die deutschen Autofahrer den neuen Sprit lieber meiden – jedenfalls dort, wo er bislang verfügbar ist. Für Super oder Super Plus zahlen sie im Schnitt acht Cent mehr pro Liter – und der Nachschub der Tankstellen an Super E5 wird mittlerweile knapp. Dies hat dazu geführt, dass die Mineralölkonzerne am vergangenen Donnerstag den vorläufigen Produktionsstopp von E10 ausgerufen haben, um das E10 Versorgungssystem nicht platzen zu lassen, weil keiner den Biokraftstoff tanken will.

 

Auch auf MOTOR-TALK ist die Verunsicherung und das Interesse groß. Erste Nutzer haben schon dazu aufgerufen, E10 komplett zu boykottieren, um „die da oben“ zum Umdenken zu bringen. Was steckt aber wirklich hinter E10, und was ist Eure Meinung dazu? Das wollten wir mal wissen und sind das Thema deshalb etwas grundsätzlicher angegangen. Außerdem haben wir uns angeschaut, wie gut die Hersteller über E10 informiert haben.

 

Rechtlicher Hintergrund

 

Die Richtlinie 2009/30/EG des Europäischen Parlaments verpflichtet alle Mitgliedstaaten, ein System zur Überwachung und Verringerung der Treibhausgasemissionen einzuführen. Dies kann u.a. durch die Einführung eines Ottokraftstoffs mit maximal zehn Volumenprozent Kraftstoffethanol (Bioethanol) unter dem Branchenkürzel E10 (von Ethanol 10 %) erfolgen. Was immer man davon hält, die deutsche Regierung setzt damit letztendlich europäisches Recht um, und das sogar eher spät: In Frankreich z.B. wird E10 schon seit 2009 verkauft. Dadurch soll die Abhängigkeit vom Erdöl vermindert und der CO2-Ausstoß im Verkehr reduziert werden. Die entsprechenden Gutachten gehen von einem CO2-Vorteil von 35 Prozent aus, den Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen gegenüber Erdöl hat.

 

Für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, muss laut EU-Richtlinie mindestens bis 2013 das bisherige Benzin als sogenannte Bestandsschutzsorte weiterhin angeboten werden. In Deutschland verkauftes Ethanol muss zusätzlich eine positive Umweltbilanz gegenüber Erdöl haben.

 

Kritik

 

Kritiker monieren vor allem, dass eine bessere Umweltbilanz von Super E10 gegenüber herkömmlichem Super sich nicht wirklich belegen lässt. Es wird den Regierungen vorgeworfen, Nebeneffekte wie Abholzung, Bodenverödung, -vergiftung etc. einfach auszublenden. Ein positiver Effekt von Ethanol im Sprit auf die Umwelt sei zudem, falls vorhanden, angesichts der Menge der Beimischung allenfalls marginal.

 

Klar ist, durch den niedrigeren Brennwert von Ethanol gegenüber Benzin aus Erdöl (65,5%) sinkt auch der Brennwert des gemischten Sprits. Dadurch sinkt die Leistung und steigt der Verbrauch. Der errechnete Mehrverbrauch ist allerdings marginal, er beträgt 1,7 % (bei bisher 6 l/100 km wären das 0,1 l/100 km mehr).

 

Weiter wird kritisiert, dass E10 manche Pkw schädigen kann. Deshalb sind alle Autohersteller verpflichtet, Auskunft über die E10-Verträglichkeit ihrer Modelle zu geben. Das DAT-Institut hat daher im Auftrag der bundesregierung eine Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10 erstellt.

 

Was steckt wirklich dahinter? E10 und die Risiken

 

Eine sehr vollständige Erklärung zu den Hintergründen und möglichen Risiken von E10 gibt es im Blog von Rotherbach. Wir haben die wesentlichen Infos daraus hier mal zusammengezogen.

 

Oft hört man, dass Ethanol sowohl Dichtungen als auch den Motor selbst schädigen kann. Das ist zwar nicht falsch, relativiert sich aber in den meisten Aspekten durch die verhältnismäßig geringe Beimischung. Seit 1980 befindet sich bereits ein 5%iger Anteil Ethanol im Benzin, der die Klopffestigkeit steigern und Bleiadditive ersetzen sollte. Die jetzige Verdopplung dieser Menge stellt nur in wenigen Ausnahmefällen ein Risiko dar.

 

 

Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen

 

Infos zu E10Infos zu E10Die Hydrophilie von Ethanol bewirkt, dass geringe Mengen Wasser mit korrosionsgefährdeten Teilen im Motor in Berührung kommen können, jedoch zu wenig, um Schäden zu hinterlassen. Auch eine Verdünnung des Motoröls und damit zusammenhängend eine Verkürzung des Ölwechselintervalls ist auszuschließen, da sich das Wasser absetzen und bei entsprechenden Motortemperaturen verdampfen würde. Riskanter ist die Säure-Base-Reaktivität. Es kann bei Leichtmetallen wie Aluminium zu einem „scheinbaren Auflösen des Bauteils“ kommen – ein schleichender Prozess, der durch Beschädigungen beschleunigt werden kann. Aus diesem Grund gibt es keine Freigabe für Benzindirekteinspritzer mit Hochdruckpumpen. Durch die Steigerung des Druckes erhöht sich die Reaktivität von Ethanol, bei entsprechenden Tests wurden Korrosionsspuren an Aluminiumverschraubungen festgestellt. Alle anderen Benziner bleiben hiervon weitgehend verschont, nur eine drastische Erhöhung des Ethanolanteils wäre gefährlich.

 

Da betroffene Leitungen und Dichtungen für den Kontakt mit Benzin ausgelegt sind, ist die Eigenschaft von Ethanol als Lösungsmittel zu vernachlässigen. Hier besteht das einzige Risiko darin, dass Weichmacher abgetragen werden können, was zu sprödem Material oder Rissen führen kann. Aber dieser Prozess verläuft so langsam, dass in der Regel eher der normale Verschleiß eintritt.

 

Relevant für alle Modelle ist die höhere Betriebstemperatur bei der Verwendung von E10 im Vergleich zu herkömmlichem Super. Ethanol benötigt weniger Sauerstoff bei der Verbrennung, wodurch ohne Anpassung ein mageres Gemisch entsteht. Im normalen Betrieb wird dies aber durch die Lambdaregelung per Änderung der Einspritzmenge korrigiert. Bei älteren Fahrzeugen ohne geregelten Katalysator empfiehlt sich eine Anpassung mit Hilfe eines Abgastesters. Durch den geringen Ethanolanteil sind generell Schäden an Auslassventilen oder Katalysator aber unwahrscheinlich.

 

Die Hersteller: Desinformation aus Angst vor Garantieansprüchen?

 

Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Wie gut informieren die Pkw-Hersteller?Alle Hersteller waren verpflichtet, zum Marktstart von E10 verbindliche Angaben zu machen, welche Modelle sie für den neuen Kraftstoff zulassen. Die Qualität der Angaben ist aber sehr unterschiedlich. Die meisten deutschen Hersteller, wie z.B. VW und Opel, haben fast ihre gesamte Modellpalette für E10 freigegeben. Ausnahmen wurden meist klar benannt. Ebenfalls vorbildlich: Volvo testete alle Pkw bis 1976 rückwärts, Ford macht sogar Ausführungen zu Pkw vor Baujahr 1940. Andere Hersteller machen es sich dagegen eher einfach. So gibt z.B. Nissan pauschal alle Modelle ab Bj. 2000 frei. Ob sich da wirklich alle 2000er Modelle technisch so entscheidend vom 1999er Modell unterscheiden? Ist E10 in einem Modell Baujahr 1999 doch sicher – oder in einem Modell 2001 unsicher? Man weiß es nicht, und ohne entsprechendes technisches Hintergrundwissen ist man zwangsläufig verunsichert.

 

Auch Mazda gibt Freigaben nur für aktuelle Modellreihen (Mazda2-6) ab 2003. Die direkten Vorgänger Premacy oder Demio werden pauschal ausgeschlossen. Am einfachsten macht es sich Lada. Erst ab Modelljahr 2011 (Euro5) werden hier die Autos für den Betrieb mit E10 freigegeben.

 

E10 und die Motorrad-HerstellerE10 und die Motorrad-HerstellerNun ist es natürlich für Autohersteller eher unwirtschaftlich, 10 Jahre alte Autos gründlich auf E10-Verträglichkeit zu untersuchen bzw. zu testen. Der Verdacht steht im Raum, dass etliche Fahrzeugmodelle eigentlich kein Problem mit Ethanol haben – die Hersteller aber ein Problem damit, das für diese älteren Modelle zu bescheinigen. Aus Angst vor möglichen Garantieansprüchen? Die Frage darf erlaubt sein, ob es überhaupt möglich ist, die Restlebensdauer eines 15 Jahre alten Alltagsautos durch Betankung mit E10 noch zu verkürzen.

 

Auch auf Nachfrage bei den Herstellern erhält der Kunde übrigens keine andere oder genauere Aussage als die, die auch in den allgemein zugänglichen Listen steht. Andere Hersteller schicken OPR-Codes ins Rennen; ebenfalls nicht sehr kundenfreundlich.

 

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

 

Die Verunsicherung der Autofahrer durch E10 wurde durch die Tankstellen und Mineralölkonzerne kräftig befördert. Obwohl der Stichtag lange bekannt war dauerte es zunächst mal Wochen, bis es überhaupt irgendwo ein Schild gab, auf dem E10 steht. Bis heute ist das nicht flächendeckend so. Seit nun die meisten Tankstellen E10 führen, zeichnen sich allerdings zwei unschöne Trends ab.

 

1. Trend: Super E5 ist keine Alternative mehr.

 

Zwar müssen Tankstellen zum Bestandsschutz weiterhin Super mit 5% Ethanol führen. Zu welchem Preis und mit wie viel Oktan max., da gibt es keine Vorschrift. Also kann das bisherige Super zum gleichen Preis wie Super Plus angeboten werden, oder es gibt gleich nur noch Super Plus. So soll natürlich der Absatz von E10 gestützt werden, die Einführung einer neuen Sorte ging schon immer nur über den Preis. Hintergrund: 2011 müssen die Tankstellen zu 6,25% Agrokraftstoffe verkaufen – das geht nur, wenn E10 billiger verkauft wird, als es ist. Und das geht nur, wenn herkömmliches Benzin teurer verkauft wird, als es ist.

 

Soweit ist das nachvollziehbar. Immer öfter wird aber der Vorwurf der Abzocke erhoben. Der VCD rechnet es vor: In der Herstellung ist E10 um rund 0,5 ct. je Liter teurer als E5. Nimmt man den Mehrverbrauch hinzu, der theoretisch durch E10 entsteht, dürfte es allenfalls 20 Cent je gefahrene 100 km zu kompensieren geben. Das wäre nicht mal die Hälfte der derzeitigen Preisdifferenz von 8 Cent im Bundesdurchschnitt.

 

2. Trend: Was man wirklich tankt, weiß man nicht.

 

Mit der Einführung von E10 kann man derzeit eigentlich nur bei Super Plus wirklich sicher sein, was man wirklich tankt. Der Grund: In den entsprechenden DIN-Normen zur Kraftstoffqualität gibt es zwar eine Höchstgrenze für Ethanol, aber keine Mindestgrenze. So kann dann 95 Oktan Benzin E5 zwischen einem und fünf Prozent Ethanol enthalten, Super E10 sogar zwischen einem und zehn Prozent. Zusätzlich kann sogar Super Plus als Super E5 verkauft werden – die Mindestoktanzahl ist gegeben.

 

Das alles wäre im Grunde nicht schlimm – würden nicht viele Autofahrer bewusst einen höheren Preis in Kauf nehmen, um E5 zu tanken. Dadurch wird es dann eigentlich zu einem legalen "Betrug". Schließlich hätte man in vielen Fällen den gleichen Sprit auch billiger haben können. Nach Untersuchungen des ADAC hingen in den letzten Wochen auch an mehreren Tankstellen unterschiedlich ausgepreiste Sorten am mutmaßlich gleichen Tank.

 

Und nun?

 

Wer also weder Zeit noch die Fachkenntnis für eine technische Analyse seines Kraftstoffes hat, dem bleibt nur, sich nach den Empfehlungen des Herstellers und den Ausschilderungen an der Tankstelle zu richten. Wer das tut, zahlt derzeit u.U. kräftig drauf.

 

Was können die Autofahrer daher erwarten? Sie können von den Autoherstellern erwarten, dass diese ihre Empfehlungen zum Thema E10 nach technischen Gesichtspunkten und nicht zuerst nach Gesichtspunkten der juristischen Risikoabwehr aussprechen, und dass sie sich damit die Mühe machen, die erforderlich ist. Sie können erwarten, dass offensichtliche Panikmache unterbleibt, und dass sie nicht die Versäumnisse der Konzerne nachträglich an der Zapfsäule finanzieren und dabei noch falsch informiert werden.

 

Was sagt Dein Hersteller zu E10?

 

Abarth, Alfa Romeo, Audi, BMW, Chevrolet, Chrysler, Citroen, Dacia, Daewoo, Daihatsu, Fiat, Ford, Honda, Hyundai, Lancia, Land Rover, Lexus, Mazda, Mercedes-Benz, Mini, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Seat, Skoda, Smart, Subaru, Suzuki, Toyota, Volkswagen, Volvo, DAT-Liste der Herstellerangaben zur Verträglichkeit von E10


09.03.2011 20:44    |    TERWI

... und da kommt wahrscheinlich nicht nur mir eine lustige Mail in's Haus geflattert.

Siehe Anlage



09.03.2011 20:47    |    olli27721

@_STEINMETZ_

 

-

 

Schlipstreten egal.

 

Nur der Anbau von E10 ist leider noch sowas von ungeklärt, dass zumindest ich keine Schonung der Umwelt sehe, sondern eher das Gegenteil.

 

Monokulturen, Rodung v. Wäldern und Nutzung für Treibstoff statt Essen.

 

Dazu leichter Mehrverbrauch und immer noch Restzweifel an einigen Modellen wg Verträglichkeit.

 

Man denkt, die Öffentlichkeit ist nicht aufgeklärt.

 

Stimmt nicht - die wissen Bescheid.

 

Und haben sich entschieden.

 

KEIN E10 !!!


09.03.2011 20:48    |    trabbi601s

Ich tanke kein E 10, obwohl mein Auto es verträgt !!! (Renault Megane 1.6 BJ 1999) und das wird auch erstmal so bleiben, da der Mehrverbrauch den E10 hat zu den 5 bis 8 cent Unterschied zu Super hat nur gegen 0 geht (ohne zu sehen das der Ölwechsel vielleicht noch eher gemacht werden muß). Desweiteren ist kein Ökologischer Sinn darin zu sehen anderen Menschen das Essen zu nehmen, nur damit wir es durch den Auspuff zu jagen. Denn das Bioethanol können wir nicht allein in Deutschland herstellen was wir für die E10 Herstellung benötigen.


09.03.2011 20:48    |    Roland0815

Man kann auch Direkteinspritzer Alkoholfest machen.

Zitat:

mein BMW 330i (Bj. 2007) hat eine Direkteinspritzung, die von einer Hochdruckpumpe gespeist wird. BMW hat alle Motoren für E10 freigegeben. Wie passt das denn jetzt mit der anders lautenden Darstellung im Artikel zusammen?

Das hat etwas damit zu tun, das BMW seine Karren auch in USA verkaufen möchte. Dort muss man wimre seit einigen Jahren als Importeur ein sog. "Zero-Emmission-Car" anbieten können. [...] Wenn ein Modell der Palette also Ethanol pur verträgt, ist die Bedingung erfüllt.

 

Warum soll also BMW in der Serie für DE andere Teile verbauen, als in US-Land? Nur weil den Zeitungen das in die Posse passt?

 

Und was das Gejammer um den Mehrverbrauch angeht: Ich tanke seit Monaten E50. Der einzige Mehrverbrauch ist der Fahrweise geschuldet.


09.03.2011 21:03    |    michaela08

ich wohne Gott sei Dank nur 20 km von der Tschechischen Grenze entfernt und tanke dort seid 15 Jahren und dort wird es in nächster Zukunft kein E10 geben.

Aber mal ehrlich Leute die Regierenden zocken uns doch schon ewig ab und keiner ist dagegen vor gegangen......ich hoffe immer noch auf eine Wiederholung von 1989 denn auch in der BRD sind WIR das VOLK...1989 bin ich nicht auf die Straße gegangen hatte Angst wegen meiner Kinder aber heute würde ich es um so mehr tun

MfG


09.03.2011 21:08    |    Brunolp12

es ist geil, wie klug sich hier alle vorkommen, aber vielfach nicht unfallfrei Worte wie "Boykott" oder "Lobbyisten" schreiben können :D :p


09.03.2011 21:09    |    hegs

Auch wenn eine Freigabe durch meinen Hersteller vorliegen sollte werde ich E10 nicht tanken.

Die Beweislast für die Schäden hat immer der Halter des Fahrzeugs! Jeder kann sich gut vorstellen,

wie schwer sowas zu bewerkstelligen sein wird ;-)


09.03.2011 21:12    |    -sepel-

Ja,Ja die Frau Merkel muß man Abwählen so ein scheiß was die macht.Gruß -sepel-:confused:


09.03.2011 21:12    |    trixi1262

brunolp12@

bist du deutschlehrer mit beamtenstatus?

da gibt es ganz andere Leute hier,bei denen man beim lesen Zahnschmerzen bekommt.

sorry ,aber es ist so

mfg trixi1262


09.03.2011 21:13    |    chris230379

Es ist sehr leicht, 70% der Deutschen als saublöd zu bezeichnen,

 

} > vor allem, da man sich ja dann zu den klügeren 30% zählt < {

 

Man muss also im Glauben einiger Ethanol Jünger saublöd sein, wenn man gegen E10 oder Ethanol ist. :rolleyes:

 

Weil die Gründe immer die gleichen sind & von den Pro-Ethanolern keinesfalls so akzeptiert werden können


09.03.2011 21:14    |    Gomer

Ihr tankt also E10 nicht, weil ihr euch nicht abzocken oder verarschen lassen wollt.....

 

Dadurch dass ich aus Frust darüber teuereren Sprit tanken soll leuchtet mit nicht ein.

Somit würde ich nicht nur von der Politik und den Fahrzeugherstellern über den Tisch gezogen, sondern ich werfe auch noch den Ölmultis mein Geld in den Rachen.

 

Klasse Idee, da bin ich net blos der Depp sondern auch noch Pleite. :)

 

Mein Mondi verträgt das Zeug laut Ford. Und wenn eine Gearantie ausgesprochen würde, was würde das ändern? Wenn was kaputt geht (mal ehrlich) werden euch eure Werkstätten schon erklären das es nicht vom E10 kommt und die wenigsten Autofahrer werden technisch so fit sein um das Gegenteil zu beweisen.

 

Meine Entscheidung steht, das Zeug kommt rein.

 

Der Dumme bin ich eh, aber so hab ich wenigstens noch Geld für ein Eis.

Aber die Entscheidung muss jeder selbst treffen, das ist halt meine.

 

Grüßle


09.03.2011 21:14    |    Kruemelmonster_II

Wegen Umweltschutz!?

 

Ich habe 5km Arbeitsweg. Wenn die Ampeln blöd schalten, hab ich 30% Mehrverbrauch + Bremsenverschleiß!!!!

--> DA könnte man Umweltschutz betreiben und Ampeln sinnvoll schalten.

 

Ebenso finde ich einen Kreisverkehr mitten in ner Bundesstraße, auf der man 100 fährt auch nicht umweltfördernd.

 

Soviel zum UMWELTschutz............ *frust*


09.03.2011 21:14    |    Franzl89

Echt schlimm, wie viel Unwissen hier herrscht und dann auch noch verbreitet wird.

 

Ein Landwirt bekommt keine speziellen Zahlungen, wenn er die "Bioscheiße" (ums mal mit euren Worten zu sagen) anbaut. Außerdem ist die Substanz, die bei der Ethanolproduktion übrigbleibt (Ethanol wird hierzulande va. aus Weizen und Zuckerrüben gewonnen), ein wertvolles proteinreiches Tierfutter. Also besteht keinerlei Konkurrenz zwischen Nahrungs/Futtermitteln und Spriterzeugung.

Infos: http://www.cropenergies.com/de/Lebens-Futtermittel/ProtiGrain/

Mithilfe dieses Futtermittels können sogar Sojaimporte von Übersee eingespart werden! Somit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

 

Somit werden die Lebensmittel auch nicht durch die Ethanolherstellung verteuert. Außerdem sind hierzulande Lebensmittel sowieso außerordentlich günstig und hochqualitativ, verglichem mit allen anderen Ländern!

Der Deutsche gibt nur 11% seines Einkommens für Lebensmittel aus, das findet ihr sonst nirgends!

 

Der nächste Unsinn ist, dass das Ethanol großteils aus Brasilien hergekarrt wird. Das ist wiederum kompletter Unsinn, das bisschen Ethanol, das wir hier brauchen, können wir mit Leichtigkeit selber produzieren, womit die Nachhaltigkeit hundertprozentig gegeben ist.

 

Unsinn ist auch, wenn jemand weiß, sein Auto verträgt E10, aber tankt es nicht. Dümmer gehts nimmer Leute! Von mir aus soll normaler Super 3 Euro kosten, da vergeht euch euer schwachsinniger Boykott schon noch.

Sollen wir denn solang mit fossilen Energien rumfahrn, bis es auf einen Schlag nix mehr davon gibt? Ist das besser?

Da ist die Schaffung einer gewissen Unabhängigkeit schon besser.

 

Schade, dass nicht mehr Hersteller Autos anbieten, die mit E85 betrieben werden können. Die Autos, die das heute schon können, haben auch keinen komplett anderen Motor, sondern nur ein etwas anderes Steuergerät, das mit hochvariablen Ethanolgehalten zurechtkommt, ich kann damit mit E85 und auch mit Sprit ganz ohne Ethanol fahren. Außerdem sind da Spritleitungen verbaut, die das Ethanol auch in hohen Konzentrationen vertragen. Aber das trifft heute ohnehin auf die meisten Autos zu.

E10 ist daher für heutige Fahrzeuge kein Problem, deren Steuergeräte kommen mit verschiedenen Spritqualitäten zurecht (z.B. wenn mal im Ausland tankt), dann kommen sie auch mit E10 problemlos zurecht.

Wenn ein Auto mit E10 nicht mehr "zieht" bzw unrund läuft, liegt das an der Reinigungswirklung von Ethanol, das alte Ablagerungen vom Benzin löst und so womöglich den Filter verstopft. Abhilfe schafft hier ein einfacher Filterwechsel. 99% der Beanstandungen, die den Motorlauf betreffen, sind hierauf zurückzuführen!

 

Etwaige Mehrverbräuche sind minimal und fallen nicht ins Gewicht. Es sei denn der Autofahrer probiert E10 mal und fährt damit unterbewusst flotter, damit ja das eigene Vorurteil, mit E10 brauche man viel mehr, bestätigt wird.....

Die, die mit E85 fahren, brauchen auch nur 20 Prozent mehr, dann kanns bei E10 nicht soooo viel sein....


09.03.2011 21:15    |    olli27721

Man muss saublöd sein, wenn man gewisse Dinge nicht hinterfragt und alles mit sich machen lässt.


09.03.2011 21:16    |    Peter eins

Hallo Autofahrer,

 

ich finde die heutige Diskussion über E10

und auch die Erlasse aus Brüssel schon

merkwürdig.

 

Vor ca. 8 - 9 Jahren habe ich Biodiesel

getankt und es war sowohl für die

damaligen Pumpe Düse Technik von

VW als auch für das Portomonaie des

Verbrauchers verträglich. Die Bauern

hatten auch etwas davon.

 

Dann wurde festgestellt, dass die

Herstellung dieses Kraftstoffes in der

Umweltbilanz nicht stimmt und der

Preis wurde auf das normale Diesel-

preisniveau angehoben. Speditionen,

die Ihren Fuhrpark teuer umgerüstet

hatten, waren angeschmiert. Der

Autofahrer stieg wieder auf normalen

Diesel um und heute findet man den

Kraftstoff kaum noch wenn überhaupt.

 

Ein Herr Röttgen stellt sich mit der

Entscheidung für E10 als der

Umweltretter von Deutschland dahin

und verteidigt seine Entscheidung mit

sehr weit hergeholten Argumenten.

 

Meinen denn die Politiker - egal ob

Regierung oder Opposition - der

Verbraucher ist doof?

 

Aber irgendwie müssen die ja ihr

Geld verdienen. Auch wenn den

ganzen Tag nur Blödsinn entschieden

wird.

 

Der Verbraucher ist nicht aufgeklärt.

Die Industrie macht ebenfalls keine

genauen Aussagen und der Preis

für des Kraftstoffes ist ebenfalls

nicht zu akzeptieren.

 

Aber man kann ja erstmal verunsichern

und versuchen sich mit dem Blödsinn

seine Taschen vollzustopfen.

 

Schönen Abend noch!

 

Peter


09.03.2011 21:17    |    trixi1262

franzl89 !

Watt willste machen,das Verwirrspiel geht weiter ! :-((

mfg trixi1262


09.03.2011 21:17    |    chris230379

Somit werden die Lebensmittel auch nicht durch die Ethanolherstellung verteuert.

 

>Also sind alle Vorwürfe haltlos, dass extra für Ethanol mehr Ackerbau betrieben wird


09.03.2011 21:20    |    RJR54

Drei Fahrzeuge und drei mal Freigabe von den Herstellern.

E10 kommt nicht in den Tank.

 

Die dritte Welt bezahlt für Grundnahrungsmittel europäische Preise.

1) das Ackerland wird zum Spritanbau gebraucht

2) die fairtrade Blumen bei den Discountern bringen einigen wenigen eine Menge Geld, und den

Einheimischen leere Mägen und eine kaputte Umwelt

3) Mais und Soja aus der dritten Welt für unsere Tierhaltung- das Fleisch soll ja billig sein

 

Das sollte den Regierungungen zu denken geben - aber das haben Politiker noch nie gekonnt.

Anscheinend sitzt der Kopf nur auf den Schultern damit es nicht in den Hals regnet.

Ich werde wohl auf die Bahn umsteigen- und dann für eine Strecke zur Arbeit 1,5 Stunden brauchen zu jetzt 35 Minuten


09.03.2011 21:24    |    trixi1262

das war die erste frage die mir in der werkstatt gestellt wurde ,was fahren Sie , Ethanol ?

hatte erzählt,problem begann mit stottern und dann aus.

Filterwechsel und das wars beim polo,hat 19 öcken gekostet !

Also zu aller erst,nach Ethanolfahrt,egal wieviel % ,Filter kontrollieren/ tauschen,ist nie verkehrt

mfg trixi1262


09.03.2011 21:24    |    bassfan

Zitat:

Warum so viele den "Grundgedanken" von E10, nämlich den Umweltschutz, boykottieren wundert mich.

Also: Umweltschutz mit E10 gleichzusetzen, finde ich ziemlich blöd - oder glaubt tatsächlich bei der ganzen Geheimniskrämerei um den Biosprit noch jemand, dass Anbau / Ernte / Transport zur Vergärung / Weitertransport / Verarbeitung ... und letztlich (erhöhter) Verbrauch im Verbrennungsmotor schlußendlich in der CO2- Bilanz wenigstens 0,1 oder 1 % besser abschneiden, als herkömmlicher Spirt? Und die begrenzten Anbauflächen, die bei ausgedehnter E10- Produktion ggf. der Nahrungs- oder Futtermittelproduktion entzogen werden müssen, sind kein geringes Gegenargument.

Ach so, und die Kosten des Ganzen? Die trägt natürlich - wie immer - der Verbraucher, sprich der Bürger mit seinem mehr oder weniger großen, jedoch immer begrenzten Einkommen ... während sich die Grünpolitiker oder sogen. Verkehrsexperten gegenseitig stolz auf die Schultern klopfen, wegen ihrer ach so klimafreundlichen Idee ... alles Unsinn!!!, wählt diese Typen nächstens bitte nicht mehr !!!

 

Ich bin zwar seit 4 Jahren Dieselfahrer, würde E10 aber auch boykottieren. Warum? - Wegen der nicht gegebenen Kostenneutralität, geringeren Reichweite durch höheren Verbrauch und der dadurch quasi noch weiter steigenden Steuerlast pro gefahrenem Kilometer und der Eigenverantwortung ggf. teurer Folgeschäden am Motor. Ich weiß, wovon ich rede:

Mein Toyota Corolla Verso D-CAT mit 2,3 l Turbodieselmotor / 177 PS / 400 Nm war in der Garantiezeit 4 x wegen verstopfter Düsen / Abgasrückführung / Luftmengenmesser usw. jeweils 1-2 Tage außerplanmäßig in der Werkstatt, zuletzt (im 1. Jahr nach Garantieablauf, kostenpflichtig, 200 Euro!!) wegen zugesetztem Dieselfilter.

Jemand gab mir den TIP, es mal mit anderem Treibstoff zu versuchen. Und tatsächlich: Seitdem ich immer mind. 1 Drittel bis zur Hälfte der Tankfüllung mit teurem Diesel Ultimate o.ä. - kostet pro L 10- 12 Cent mehr - befüllle, hatte ich nie mehr "Verstopfungen", dafür besseren Durchzug und etwas geringeren Verbrauch, der jetzt eher den Werksangaben entspricht. Ursache ist wohl - ihr ahnt es schon - der Biodiesel- Anteil im normalen Diesel, der bis 7 % betragen darf, während Diesel Ultimate o.ä. reiner, ungepanschter Diesel ist.

Ergo sollte man nach meiner Erfahrung nur max. 3 - 5 % Bio- Spritpansche betreiben, da sonst der Ärger vorprogrammiert ist.

 

Einen schönen Abend noch.


09.03.2011 21:26    |    chris230379

>Wenn wir nur 11% für Lebensmittel ausgeben,

 

dann haben wir umso mehr Kohle für´n Boykott

 

Also: Umweltschutz mit E10 gleichzusetzen, finde ich ziemlich blöd } > volle Zustimmung < { ;)


09.03.2011 21:28    |    Peugeot404

Zitat:

09.03.2011 21:08 | Brunolp12

es ist geil, wie klug sich hier alle vorkommen, aber vielfach nicht unfallfrei Worte wie "Boykott" oder "Lobbyisten" schreiben können

auch wenn einige von uns hier nicht die beste Rechtschreibung pflegen, mich eingeschlossen.

so besitzen wir offenbar doch mehr Verstand, Sachverstand und Weitsicht als diese ....................in Berlin und Brüssel und irgendwann wird immer abgerechnet, irgendwie.

Wer bestechlich ist macht Fehler, wir sollten alle Doktorarbeiten eidesstattlichen Erklärungen etc untersuchen lassen. Wir wären im Handumdrehen führungslos, ganz ohne Gewalt.


09.03.2011 21:29    |    Magellan123

Auch ich boykottiere E10, weil ich mich nicht von Scheinargumenten blenden und "zu meinem Glück zwingen lasse".

 

So ist es bestimmt richtig nach Alternativen zu suchen und die Abhängigkeit vom Erdöl zu verringern.

Bei E10 ist aber Fakt, dass man:

 

a) keine verbindlichen (Hersteller-) Auskünfte zur Unbedenklichkeit (Garantie ?!) erhält,

 

b) den Hunger der Bevölkerung in den Anbauländern billigend in Kauf nimmt und

 

c) die angebliche CO2-Reduzierung längst wiederlegt hat.

 

Also buchstäblich von einer Abhängigkeit in die nächste, den Leuten, die ohnehin nichts haben noch die

sprichwörtliche "Butter vom Brot nehmen" und anstatt weniger, jetzt noch mehr CO2 produzieren.

 

Das hat nichts mit möglichen Alternativen oder seriöser Umweltpolitik zu tun, sondern mit blindem Aktionismus frei nach dem Motto "Augen zu und durch". Es ist doch bezeichnend, wenn so genannte "Volksvertreter" keinen Wert auf die Meinung der Bevölkerung legen, gravierende Preissteigerungen in Kauf nehmen und trotz wiederlegter (Schein-) Argumente weiter machen wie bisher.

 

Egal ob horrende Benzinpreise, Schlaglöcher ohne Ende oder die aktuelle E10-Diskussion. Zahlen ist und bleibt offenbar erste Bürgerpflicht. Mitreden oder gar mitentscheiden jedoch tunlichst nicht. Dafür bezahlen wir ja schließlich unsere politischen Vertreter und deren Fachgremien, die (wie gesehen) ja ganz genau wissen, was gut für uns bzw. die Umwelt ist.

 

Magellan123


09.03.2011 21:31    |    trixi1262

und bitte nicht vergessen,lasst euch gewechselte teile geben,oder zeigen ,es gibt unter den Werkstätten auch "schwarze schafe",die alles gleich auf E10 abwälzen wollen und wer ,weiss was, erzählen !

Die allgemeine Unsicherheit,zwecks E10 ,oder Ethanol ist ja vorhanden !!!

Gerade wenn es um einen kapitalen Motorschaden geht.

Natürlich ,nicht jede Werkstatt

mfg trixi1262

 

Wenn Euer Nachbar erzählt im Himmel ist Jahrmarkt,stellt ihr ja auch keine Leiter ran,oder ???


09.03.2011 21:32    |    cocker

ich hab das Avatar von Lizzy HAM jetzt als Ausdruck auf der Heckablage liegen ;)


09.03.2011 21:32    |    Ghia02

Bevor ich E10 tanke haben wir wieder die Diktatur!!!

 

Ich sage es euch Freunde. BOYKOTTIERT die PLÖRRE wir müssen uns durchsetzten wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen. Lange genug wurde auf uns herumgetrampelt. Alles müssen wir uns gefallen lassen. Wenn ich weiterschreibe werde ich warscheinlich wegen rassismus rausgeschmissen!!!

 

 

LASST ES EUCH NICHT GEFALLEN!!!!


09.03.2011 21:32    |    renault5super

Ich denke das der ökonomische und der ökologische Aspekt noch viel gewichtiger sind. Das Getreide wird in Südamerika angebaut, dafür müssen dann unmengen Regenwald weichen und bei dem Transport zu Uns wird mehr Energie verbraucht als jemals an Emissionen eingespart werden könnte.....


09.03.2011 21:34    |    trixi1262

ghia02,dann tank mal E10 :-))


09.03.2011 21:34    |    chris230379

} > Das Getreide wird in Südamerika angebaut, dafür müssen dann unmengen Regenwald weichen < {


09.03.2011 21:36    |    provis

Wir erinnern uns, dass E10 bereits im Frühjahr 2008 (Umweltminister Gabriel, SPD) eingeführt werden sollte, aber damals am Widerstand der Automobilindustrie sowie aufgrund politischer Kontroversen scheiterte. Schon 2005, als Trittin (Grüne) Umweltminister war, wollte er Bioethanol in großem Maßstab einführen - heute sind die Grünen konsequent dagegen. Auch die Autofahrer waren damals verunsichert, weil sie zur Verträglichkeit des neuen Sprits keine definitiven Aussagen der Autohersteller erhielten. Das ist heute allerdings anders. Es gibt sowohl angepasste Normen incl. Nachhaltigkeitsverordnung für diesen Kraftstoff als auch definitive Aussagen zur Verträglichkeit seitens der Hersteller – 93 % der Autos können mit E10 betankt werden (DAT-Liste). Auch ist die Verwendung von Ethanol in Verbrennungsmotoren kein technisches Neuland. Aufgrund der höheren Klopffestigkeit von Ethanol (104 Oktan) gibt es bekanntlich speziell hierauf ausgelegte Motoren – die mit E85 (= 85 % Ethanol, 15 % Benzin) betrieben werden, mit höherer Verdichtung und damit besserem Wirkungsgrad, die so den spezifischen Mehrverbrauch in Verbindung mit der geringeren Besteuerung kompensieren.

 

In vielen Ländern wird mit mehr oder weniger Ethanol im Tank gefahren: z.B. in Brasilien vielfach mit 100%, aber selbst der „normale“ Sprit in Brasilien hat eine Ethanolbeimischung von 20 – 25 %! Aber auch in USA und in skandinavischen Ländern fährt man mit Ethanol. USA ist übrigens mit 85 Mrd Liter/Jahr der größte Produzent. In ganz USA gibt es seit 2007 flächendeckend nur noch E 10 (und demnächst E 15). Haben wir deswegen von großen Protesten der Autofahrernation USA gehört? Ich kann mich nicht erinnern.

 

Ich glaube nicht, dass die als Boykott bezeichnete Ablehnung der deutschen Autofahrer aus der Erkenntnis der kontrovers diskutierten Auswirkungen und Klimabilanzierung der Produktion und Verwendung von Bioethanol resultiert, sondern wie seinerzeit 2008 der mangelnden Aufklärung bzw. besser gesagt dem mangelnden Informationswillen der Autofahrer geschuldet ist. Dies kann ich allerdings nicht so recht nachvollziehen. Bei meiner ersten Betankung mit E10 bekam ich an der Tankstelle vom Tankwart unaufgefordert ein Infoblatt des BMU in die Hand gedrückt (Stand Oktober 2010, erste Auflage 8,5 Mio Exemplare). Dies enthält den Hinweis auf sechs Quellen (DAT, ADAC, BMU, VDIK etc.) um sich weiter zu informieren. Warum tun dies die deutschen Autofahrer nicht, sondern geben die Schuld der Mineralölindustrie bzw. der Politik? Wenn man Auto fährt, sollte man sich einfach mit diesen Dingen beschäftigen, so wie man sich auch bei einer Änderung der STVO selbstverständlich auf den neuesten Stand bringen muss. Wenn ich mich z.B. mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewege, muss ich mich auch erkundigen, wie ich an ein Ticket komme, wie der Fahrplan aussieht und welcher Tarif in meinem Fall der Günstigste ist. Da gibt es offenbar bei deutschen Autofahrern einen nicht unerheblichen Bequemlichkeitsfaktor oder sonstige Befindlichkeiten. Ein Boykott wird doch nur dazu führen, dass die Mineralölkonzerne ihre Strafsteuer auf den Benzinpreis – also auf uns Verbraucher abwälzen werden. Glaubt jemand, dass die Autofahrer jemals Einfluss auf die Treibstoffpreise haben werden? Der Boykott kommt mir eher wie eine kindhafte Trotzreaktion vor: nein, diese Suppe mag ich nicht! Konsequent wäre es für die Boykotteure deshalb nur, wenn man das Auto stehen lässt!


09.03.2011 21:38    |    trixi1262

kommt doch mal langsam von der Abholzung des regenwaldes runter.

guckt doch unter google,erst mal wo her wir ethanol in D: bekommen !

Was andere länder,woher beziehen,dafür kann doch der Autofahrer hier nicht!

vorallem woraus wird das hier gemacht ?

mfg trixi1262

hab gelesen,gehört und bla,bla,bla


09.03.2011 21:49    |    emil2267

Zitat:

Die Tankstellen: An der Grenze zum Betrug?

an der tankstelle,schon vorher in den grossen konzerntürmen,selbst den prachtbau in berlin :mad:

 

für mich als badener is grad der "benzingipfel" nen grund bei der landtagswahl mein kreuzchen einfach nur gegen die derzeit regierende partei zu setzen

 

vielleicht wähl ich sogar grün,selbst tempo 130 kommt mir noch sinnvoller vor,als das was man sonst von den anderen so alles in letzter zeit hört & sparen & der umwelt was gutes tun,kann man so auch

 

nur blöd,dass es paar jahre zu spät is & grad unser allseits geliebter,nach brüssel abgeschobener ,äh beförderter günni unsre derzeitige regierung noch darin unterstütz,das ganze spiel voran zu treiben :rolleyes:

 

 

ps.: ich tanke immer noch 5% super 95,mittlerweile immer mehr an dorftankstellen,da grössere tanken dies auch immer mehr net mehr anbieten & ich denen auch net den gefallen tun werd,mir das "gute" super plus anzudrehen


09.03.2011 21:49    |    Black TDI 2.0

Malzeit,

 

ich fahre zwar seit einem halben jahr ein Diesel, aber ich würde jedem abraten E10 zu fahren.

Unsere Autos die für Benzin entwickelt und gebaut wurden sind nur mit "sauberen Benzin" getestet

wurden, auch in jedem Langzeittest.

Das selbe Teater war schon mit dem Biodiesel und ich selber habe Dieselmotoren Überhold die von Biodiesel beschädigt waren. Keiner der es damals hatte, fährt heute noch damit.

Plastik schläuche lösen sich auf oder werden brüchig, weil der Weichmacher entzogen wurde und Dichtungen Quwellen auf und werden dadurch undicht. Ablagerunden im Kraftstoffsysteam lösen sich und verstopfen die Filter.

Das selbe und noch schlimmer wird mit E10 werden, dort werden sich noch die Aluminiumteile die mit dem Kraftstoff in berührung kommen zersetzen (oxidieren) und die abgelösten Teilchen werden mit in den Brennraum gesogen und zwichen Zylinder und Kolben eine schleifwirkung haben.

Die folgen kann sich ja jeder denken...!

Das dauert zwar alles 2-3 Jahre aber dann wird es richtig teuer und keine Werkstatt wird das

schriftlich bezeugen das die Ursache vom Kraftstoff kommt und man zahlt selbst denn Schaden, auser

man beauftragt einen Gutachter der richtig Geld kostet.

Denn man selber muss nachweisen das der Schaden durch den Kraftstoff kamm...!

Warum bieten die nicht einfach an jeder Tankstelle reines Etanol an???

Viele Autohersteller haben eine eigene Motorenpalette die nur für Etanol entwickelt für Länder wo der Kraftstoff genig ist.

Die Leute kaufen dan schon Autos die das fahren können, weil ja Etanol deutlich günstiger ist als Benzin oder Diesel und damit wird der Staat auch sein mit Subwensionsgeldern geförderten Bioetanol los.


09.03.2011 21:52    |    trixi1262

Und noch etwas !

Solange die USA und Deutschland ca.40-50% ihrer überproduzierten Lebensmittel auf den Müll werfen,auch google benutzen,solange benötigen wir hier keine grösseren Anbauflächen für Lebensmittel.

Alles nur künstlich,preislich hochgehalten.

Und das die EU den Bauern noch Kohle gibt,das Felder brach liegen bleiben, ist doch auch ein Witz !

Bevor der Eine oder Andere hier was schreibt,sollte er sich wenigstens informieren und nicht alles nachplappern

mfg trixi1262


09.03.2011 21:57    |    trixi1262

lieber,subventionierte Ethanolherstellung,als brach liegende Felder,was ist besser ???

Und der Bayrische Wald wird auch nicht abgeholzt

Wir müssen früher oder später an Alternativen denken und wenn wir es nicht erleben,aber die Kinder,oder Kindeskinder

Öl ist nun mal nicht unerschöpflich

mfg trixi1262


09.03.2011 22:00    |    sebi1975

sucht bei euch im umkreis die günstigste super e5 oder superplus tanke

 

 

http://www.clever-tanken.de/detailsuche.asp


09.03.2011 22:00    |    wwke2

ich weiß ja nicht wo bei dir die ganzen Felder brach liegen, bei uns jedenfalls nicht.


09.03.2011 22:05    |    Andi B

@sebi:

Die clever-tanken Seite ist voll fürs Gesäß, laut der Seite gibts in meiner PLZ im 10km Umkreis keine Tanke die Super Plus verkauft... Ich kenne aber mindestens 7...

Ist wohl nur für Städte gedacht...

 

@wwke2:

Also ich kenne hier so einige Felder die brach liegen, und ich weiss auch, dass da Leute Geld für krigen.


Deine Antwort auf "Nicht super: Das große E10-Verwirrspiel"