Essay zum Thema Atomkraft - Umfrage : mircos-blog
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27.12.2009 20:37    |    Phaetischist    |    Kommentare (58)    |   Stichworte: 2009/2010, Atomkraft, cdu, energie, essay, fdp, kernenergie, Konstruktion, KRITIK, laufzeiten

Wann sollen die letzten Kernkraftwerke abgeschaltet werden?

Moin,

 

beim Thema Atomkraft ist zur Zeit Ruhe eingekehrt. Nicht zuletzt, weil sich die neue Bundesregierung derzeit doch ziemlich bedeckt hält. Nach der Wahl in NRW erwarte ich allerdings konkretere Aussagen seitens der Regierung.

 

Wie seht ihr es mit der Atomkraft? Stimmt ab und nutzt die Kommentare.

 

 

 

 

 

Hier ein - nicht mehr ganz aktueller - Essay zum Kritisieren. (Negativ sowie positiv.)

 

 

Zitat:

Soll Deutschland am geplanten Atomausstieg festhalten?

 

Die damalige rot-grüne Bundesregierung hat sich mit den Energieversorgern auf eine Auf-gabe der zivilen Nutzung von Kernenergie zur Energiegewinnung geeinigt. Der Atomaus-stieg wurde im Jahr 2000 beschlossen. Das Gesetz dazu trat am 22. April 2002 in Kraft. Voraussichtlich wird das letzte deutsche Atomkraftwerk im Jahr 2022 abgeschaltet. Aber in der Großen Koalition wird weiter über den Atomkonsens gestritten. Die CDU/CSU for-dert längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke. Durch die zusätzlichen Gewinne könnten die Energiekonzerne den Strompreis senken. SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Stein-meier fordert jedoch, am Konsens festzuhalten.

 

Die Befürworter der Kernkraft kritisieren den Atomausstieg. Bevor die Kernkraftwerke abgeschaltet werden, sollte die Energieversorgung gesichert sein. Die Abhängigkeit von Energie-Rohstofflieferanten, wie z.B. Russland, nimmt zu. Eine sichere Energieversorgung wäre damit nicht gewährleistet. Des Weiteren seien die Klimaschutzziele der Bundesregie-rung nicht einzuhalten, wenn die Kernkraftwerke durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt werden würden. Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2009 stellt Unionsfraktionschef Vol-ker Kauder dem Verbraucher eine Senkung des Strompreises in Aussicht. So könnten die zusätzlichen Gewinne der Energiekonzerne, durch die längeren Laufzeiten der Kernkraft-werke, in einen Fonds fließen. Von diesem hätte der Endverbraucher Vorteile. Führende deutsche Unternehmen würden von längeren Laufzeiten oder gar vom Bau neuer Kern-kraftwerke profitieren. Die einheimische Spitzentechnologie ist, in Bezug auf Atomenergie, weltweit gefragt und somit ein Arbeitsplatzgarant.

 

Ich teile die Meinung der Atomkraftbefürworter nicht. Deutschland ist gut beraten, sich von der teuren Risikotechnik zu verabschieden und gleichzeitig stark in die erneuerbaren Energien zu investieren, um Unabhängigkeit von Rohstofflieferanten zu gewährleisten. Zusätzlich bietet dieser Umstieg den Vorteil einer neuen Wirtschaftsbranche, die Arbeits-plätze schafft und schon heute rekordverdächtige Exporte verzeichnet. Eine Energieunter-versorgung ist unwahrscheinlich. Der Umstieg auf alternative und erneuerbare Energien ist eingeplant. Die Energieversorger haben also ausreichend Planungssicherheit. Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, wies die Warnung der Energiever-sorger zurück. Es werde keine Stromlücke geben, wenn der Ausstiegsplan eingehalten wird. Deutschland hat im Jahr 2007 sogar Strom exportiert. Wolfram König erklärte weiter, dass sogar auf sechs Reaktoren verzichtet werden könnte. Im Jahr 2007 standen mehrere Reaktoren still, dennoch wurde Strom exportiert. Mit einem guten Energiemix aus er-neuerbaren Energien sowie einheimischer Kohle, langfristigen Verträgen mit verschiedenen Importeuren lässt sich die Importabhängigkeit senken. Auch ist die Atomenergie absolut abhängig von Uranimporten aus dem Ausland.

 

Die Kernkraft wird neuerdings von der CDU/CSU gerne als „Öko-Energie“ propagiert. Eine Studie des Öko-Instituts Freiburg hat die Klimabilanz von Atomkraftwerken unter-sucht. Unter Einbeziehung von Uranbergbau, Brennelement-Herstellung und Bau des Kraftwerks sieht die Bilanz deutlich schlechter aus als die der erneuerbaren Energien. Zu-sätzlich produziert die Atomkraft Unmengen an gefährlichem Atommüll. Im Jahre 2022 werden mehr als 10.000 Tonnen Atommüll vorhanden sein. Die strahlenden Brennelemente verschärfen die Diskussion um eine Endlagerung. Keiner der Befürworter hat den Mut, sich zu einem Standort, der als Endlager geeignet wäre, zu bekennen. Besonders die CDU/CSU treibt den Ausbau der Kernenergie voran. Ein Endlager in Bayern ist für sie aber ausgeschlossen. Diesen Vorwurf macht auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: „Solange die Herren Beckstein und Oettinger zu feige sind, um auch in Bayern und Baden-Württemberg eine Suche nach dem besten Endlagerstandort zuzulassen, solange ist es oh-nehin aberwitzig, über mehr Atomkraft zu reden. Mehr Atomstrom bedeutet mehr Atom-müll, und für den gibt es weltweit noch keine Lösung.“ Und so verkommen die Zwischen-lager in Niedersachen zu den eigentlichen Endlagern. Die Schachtanlage Asse verdeutlicht einmal mehr das ungelöste Endlager-Problem. Der kontaminierte Salzstock wird jetzt zum Problem für Bevölkerung und Staat. Bei der Endlagersuche spielt die Sicherheit eine Rolle, aber auch gerade für den laufenden Betrieb. Atomkraft ist nicht kontrollierbar.

 

Hartnäckig hält sich das Urteil, Deutschlands Atomkraftwerke seien die sichersten auf der Welt. Kann man von dieser Sachlage wirklich ausgehen, wenn Betreiber, wie Vattenfall, Probleme mit Dübeln in ihren Kraftwerken haben? Problemreaktoren wie Brunsbüttel und Krümmel sind in die Schlagzeilen geraten, dabei ist ihre Pannenserie noch viel größer. Sarkastisch sollte man vielleicht anmerken, dass die deutschen Atomkraftwerke weltweit die sichersten sind, nur gelegentlich brennt und knallt es. Die Gefahr eines atomaren Groß-unfalls (Super-GAU) ist also jederzeit gegeben. Die Kernschmelze von Tschernobyl hat genug Menschenleben gekostet. Müssen wir denn erst warten, bis es auch hier zur Kata-strophe kommt? Ein Unfall in einer großstädtischen Region Deutschlands würde Millionen Menschenleben kosten. Unverschämt ist es, dass der Steuerzahler die Kosten für sämtliche Schäden übernehmen muss. Hinzu kommen noch die Probleme der Sicherung bei terroristischen Angriffen. Die meisten Kernkraftwerke sind nicht hinreichend gegen Flug-zeugabstürze oder terroristische Angriffe geschützt.

 

Die angekündigte Senkung des Energiepreises bei längeren Laufzeiten empfinde ich als scheinheilig. An den Verbraucher wird letztendlich durch diesen Vorschlag nur wenig wei-ter gegeben. Die Energiepreise steigen in Deutschland seit Jahren stärker als in anderen Ländern in Europa. Dies geschieht, weil sich die Energiekonzerne den Markt aufgeteilt haben, es an Wettbewerb mangelt und die Strompreise mittlerweile an der Börse gehandelt werden. Verbraucher-Experte Holger Krawinkel merkt an, dass die Einsparungen nach Berechnungen der Verbraucherschützer ungefähr 8,75 Euro pro Haushalt betragen würden. Mit einer einzigen Energiesparlampe lasse sich in etwa die gleiche Einsparung vornehmen. Wirtschaftlich lohnt sich deshalb die Atomkraft nicht. Es sind mehr als 54 Milliarden Euro an Subventionen in die Nuklearindustrie geflossen. Die Kosten für die Sicherheit und End-lagerung der radioaktiven Atomabfälle übernimmt der Staat. Dieses kostet den Steuerzah-ler wohl noch Milliarden. Diese finanziellen Mittel sollte man lieber gezielt einsetzen, um die erneuerbaren Energien zu fördern. Mehr als 235.000 Menschen haben bereits einen Arbeitsplatz im Wirtschaftsbereich der erneuerbaren Energien gefunden. In einem Bericht des Bundesumweltministeriums geht man bis zum Jahr 2030 sogar von 800.000 neuen Arbeitsplätzen aus. Das Energieproblem lässt sich langfristig nur lösen, wenn effizienter mit der zur Verfügung stehenden Energie umgegangen wird. Es muss also eine verstärkte Anstrengung im Bereich Energieeinsparung geben. Der Atomausstieg fungiert also als Motor für erneuerbare Energien. Der benötigte Strom sollte aus einem Energiemix aus Kohle, Gas sowie erneuerbaren Energien kommen. Letztere sollten im Laufe der Zeit im-mer weiter ausgebaut werden.

 

Es gibt also keinen Grund, an dem Beschluss des Ausstiegs aus der Atomenergie zu rütteln. Die Strombranche hat genügend Zeit sich darauf vorzubereiten. Es darf kein hochver-seuchter Atommüll produziert werden, ohne die Endlagerfrage geklärt zu haben. Wir hin-terlassen unseren Kindern schädlichen Müll, der noch für Millionen Jahre strahlt. Waffen-fähiges Plutonium darf nicht in die falschen Hände geraten. Die Zukunft liegt in einem nachhaltigen Umgang mit der Energie, die aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Somit bleibt Deutschland zukunftsfähig, da in eine wirklich saubere und wirtschaftliche Energie investiert wird. Die Bundesrepublik Deutschland wird so unabhängiger von Ener-gieimporten. Atomkraft kann hierauf keine Antwort sein. Deshalb komme ich zur Frage-stellung zurück.

 

„Soll Deutschland am geplanten Atomausstieg festhalten?“ Ja, bitte!


27.12.2009 21:02    |    Drahkke

Warum sollen wir uns als Industrienation mit hohem Forschungspotential von der internationalen Entwicklung abkoppeln?

 

Nur aus ideologischen Gründen?

 

Das wäre Dogmatismus in seiner schlimmsten Ausprägung.

27.12.2009 23:19    |    Achsmanschette51801

Ausstieg aus der Kernkraft sowie aus der Energiegewinnung aus fossilen Energien sofort! Also auch Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke, Ölkraftwerkse usw. sofort abschalten und solche Energien auch nicht importieren! Die Technik ist hoffnungslos veraltet und wenn es politisch gewollt gewesen wäre, dann wäre der Ausstieg aus Nichtregenerativen Energien schon längst abgeschlossen.

27.12.2009 23:36    |    Drahkke

Dieses Endziel läßt sich aber kaum von heute auf morgen verwirklichen. Weder finanziell noch logistisch.

27.12.2009 23:55    |    Spiralschlauch11740

Ich finde, dass wir die Kernkraft weiter ausbauen sollten...

 

In unserer Zeit brauchen wir unmengen an Energie. Diese Unmengen werden weltweit jedoch zu irgendwie 95% aus Kohle gewonnen. Deutschland ist da natürlich mit berücksichtigt... Die restlichen 5% sind Atomkraftwerke und Gaskraftwerke. Von den 5% sind gaaaaanz wenig Umweltfreundlich.

 

Ein AKW is nur schlechtgewartet mit veralteten Systemen ein Risiko... Die Bauarten, wie sie derzeit noch in Deutschland verwendet werden, stammen fast noch aus der Entwicklungszeit des Kernkrafts. Derzeit wird an dem sogenannten "Generation IV Reaktor" gearbeitet, welches die Kernkraft noch weiterhin attraktiv erscheinen lassen wird...

 

Klar, es fällt beim Betrieb eine Menge Radioaktivem Müll an, aber dieses kann wieder aufbereitet werden (10% des Materials ist noch nicht verbraucht wurden und kann dann erneut angereichert werden). Was mit dem Rest passiert... Naja. DAS ist das große Hauptthema und hier hätte man bereits bei Beginn der "Atomisierung" an Lösungen forschen sollen, denn damals wurde das Zeugs einfach irgendwo in den See geschmissen oder sonst "weggestellt". Ich denke, wenn man Forschen einen ausreichenden Budget stellt, dass diese eine brauchbare Lösung finden können.

 

Naja... Es gibt eine Menge was man machen könnte...

 

Man könnte natürlich auch die bestehenden Windkraftanlagen etwas "erweitern" durch verschiedenste "Anbauten". So hatte ich mal überlegt:

 

Windrad mit Solarzellen (wie auch den Stahlturm) bestücken. Zudem noch eine Öleinspeißung einfügen, sodass die Wärme, die auch im Winter erzeugt wird, zu einem zentralen Sammelbehälter, wo die Wärme dann auch gespeichtert werden kann, sodass wenn kein Wind enstegr, diese noch einen Wärmegenerator antreiben kann (es gibt genug Motoren, die nur mit Wärme arbeiten, wie der Sterlingmotor) und auch so noch Strom erzeugen kann. Man würde damit 3 Faktoren in einer Anlagen zusammenfügen:

 

Wind (Bewegung -> Generator)

Licht (Photovoltaik -> direkte Umwandlung in Strom)

Wärme (Wärmeerzeugung -> bei Betrieb mit Sterlingmotor umwandlung in Bewegungsenergie -> Generator)

28.12.2009 00:31    |    Wincester

Also ich bin für eine weitere Nutzung von AKWs. Was mich ja mal intressieren würde ist ob die Leute die dagegen sind überhaupt wissen was ein AKW genau macht und grob wie es Funktioniert .

 

Ach ja und so am Rande es wird ja immer so über das böse " CO2 " geredet

Frankreich bezieht über 80 % seines Stroms aus Kernkraftwerken und hat dadurch etwa nur 1/10 des CO2 ausstoßes was deutsche Kraftwerke haben !

28.12.2009 00:46    |    Drahkke

Energiegewinnung aus Kernspaltung ist die einzige, derzeit verfügbare Alternative zu den fossilen Energieträgern.

 

Biomasse ist schlicht zu wenig verfügbar um unseren Energiebedarf zu decken.

 

Kernkraftwerke kann man sehr sehr sicher bauen, sogar so sicher, daß selbst ein GAU (Super-Gau ist Schwachsinn, größer als "Größter" geht's nicht), ungefährlich wäre, da das Material abgeschirmt wird.

 

Tschernobyl ist ein Drecksreaktor gewesen. In Windeseile zusammengefrickelt, da politischer Druck, Brennstäbe in Graphitblock, welche dummerweise brennen kann (daraus resultierte der Großteil des Fallouts), bauliche Mängel, keine Sicherheitsstandards die diesen Namen verdienen und und und.

 

Der Ausstieg aus der Kernenergie wird dazu führen, daß wir von den Nachbarländern Energie importieren, die diese aus Kernkraftwerken gewinnen. Dadurch haben wir mehr Arbeitslose, weniger Steueraufkommen, weniger wissenschaftliche Forschung/Kompetenz und mehr Abhängigkeit gewonnen. Zudem sind die Kraftwerke im Osten keineswegs sicherer als unsere. Die Strahlung bleibt auch nicht einfach an der Grenze stehen, wenn die da drüben Mist bauen (im wahrsten Sinne des Wortes).

28.12.2009 01:00    |    Achsmanschette51801

Tatsache ist: Deutschland ist in genau einem Bereich weltweit führend und genau dieser wird vernachlässigt, wenn er nicht forciert wird. Regenerative Energien würden nlocker ausreichen, um den hiesigen Energiebedarf zu decken, also Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft und Erdwärme in einem Gesamtverband. Aber nein, die rückständige Politik hält an Kernkraft und fossilen Brennstoffen fest - auch weil die Politiker dumm genug sind, dcen Energiekonzernen in dieser Richtung zu glauben :rolleyes:

28.12.2009 09:27    |    Drahkke

Ein weiteres Kernproblem in Deutschland ist die mangelnde Zusammenarbeit zwischen der reinen Forschung (Universitäten) und der Industrie.

 

Wie man es richtig macht, machen uns die Vereinigten Staaten ständig vor.

 

Da muß man sich ernsthaft fragen, wann die Unsrigen endlich mal aus ihrer Lethargie erwachen...:(

28.12.2009 10:35    |    Phaetischist

Zitat:

Der Ausstieg aus der Kernenergie wird dazu führen, daß wir von den Nachbarländern Energie importieren, die diese aus Kernkraftwerken gewinnen.

Die letzten Wochen hat Frankreich unseren Strom importiert. ;)

28.12.2009 10:53    |    murxer666

Kernkraft ist eine vermeindlich "saubere" Energie.

Nur eben dieses "winzige" Problem mit dem Atommüll bleibt.

 

Es wäre schön, wenn Deutschland seinen Energiebedarf komplett regenerativ decken könnte.

Alle "Dreckschleudern" würden abgeschaltet, auch die Atomkraftwerke.

Wenn das Solarkraftwerk in der Sahara so ein Erfolg wird wie versprochen klappts vielleicht.

Auch in den neuen Energien steckt einiges an Forschungsptential und schon jetzt hängen da viele Arbeitsplätze dran.

 

Die Welt wäre sauber und schön und keiner müsste sich über Castortransporte aufregen.

Toll was?

 

Ich bin klar FÜR die neuen Energien, aber KOMPLETT GEGEN einen Atomausstieg.

Völlig abgesehen von der Deckung des Energiebedarsf:

WER KÜMMERT SICH NACH EINEM AUSSTIEG UM DEN BISHER ANGEFALLENEN ATOMMÜLL?

 

Die Energiebetreiber? Glaub ich nicht. Der Staat? Klar, deswegen gibts ja in Deutschland so viele sichere Endlager..... Steigt ruhig sofort aus der Atomenergie aus. Der Müll liegt ja bei den Russen unter freiem Himmel oder wird in Frankreich verklappt. Ist ja nicht unser Problem mehr!

 

Einer muss sich drum kümmern und forschen. Und das geht nur, wenn es für die Energiekonzerne wirtschaftlich bleibt, diese Forschung, Weiterentwicklung und Pflege zu betreiben.

 

Ein sofortiger Atomausstieg ist daher komplett verantwortunglos!

 

Murxer

28.12.2009 19:07    |    Schattenparker35859

Mein Schwager ist Kraftwerksmeister und hat mir berichtet, dass er 3 normale Wasserkraftwerke abgeschaltet hat, weil keine Strombedarf gegeben sei.

Das setzt nun wirklich allem die Krone auf. Da wabern Kerkraftwerke vor sich hin und liefern Strom und andere, umweltfreundliche Kraftwerke werden abgeschaltet. Das kann und darf nicht sein.

Ich meine, dass auf Kernkraft verzichtet werden kann. Es gibt genug alternative Möglichkeiten.

 

Man muss es nur wirklich wollen. Dann geht das auch.

28.12.2009 19:14    |    Spiralschlauch11740

@ Murxer

 

Bei der Müllbeseitigung hat eben die Forschung dieses nicht weiter durchgefüht. Mit Sicherheit ist eine Lösung drin. Dieses hätte jedoch bereits in den 50er-Jahren begonnen werden müssen, als die ersten AKWs auf der Erde den Betrieb aufnahmen. Es gibt zu 100%iger Sicherheit eine Lösung, wobei das giftige und radioaktive Restmüll "umgewandelt" wird...

 

Sonnenenergie kann niemals ausreichend sein um Europa mit ausreichend viel Strom zu versorgen. Island ist weltweit das einzige Land, welches seinen Strom, die Warmwasseraufbereitung und auch Heizung von Häusern zu 100% aus regenerative Quellen (Geothermie) bezieht...

 

Es gibt weltweit nich einen Endlager. Jeder forscht an etwas anderes, nur es kommt kein Resultat...

 

-> http://sciencev1.orf.at/science/news/38385

 

Das ist übrigens sehr lesenswert :)

 

Der Bush Georgie in den USA hatte die Yucca Bergkette in Nevada für ein Endlager vorgesehen und es wurde nun vom Senator/Gouverneur mit seinem Veto versehen...

 

Man sieht, das Problem besteht nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA...

01.01.2010 18:37    |    Fensterheber13665

Im Endeffekt geht es nur um die problematische Endlagerung, deswegen würde ich die "Gurken" zeitlich so bald wie möglich (10 Jahre noch) auslaufen lassen und zwischenzeitlich "CO2-neutral" á la Steinmeier und Trittin(mal) auf erneuerbare Energien (Wasser, Wind, Sonne) sezten und so u. a. 4 Mio. Arbeit Suchende zum "Müntef-Hering" in Lohn und Brot bringen.:D

(Gut, dass es hochwertige Kabarett-Sendungen gibt.)

01.01.2010 19:28    |    Drahkke

Eine Alternative zu einer nationalen Lösung der Endlagerungs-Problematik wäre ja noch eine multinationale Lösung. Hier ließen sich sicherlich enorme Beträge einsparen und außerdem würde die Suche nach einem geeigneten Standort für ein Endlager auf eine breitere Basis gestellt.

01.01.2010 20:13    |    Fensterheber13665

Mit "problematisch" meinte ich eigentlich "unlösbar", denn strahlen wird der "Müll" immer. International ist hier gemäß Louis de Funès eine Vulkangegend (Hawaii) angemessen, um die Brennstäbe schadlos abzufackeln.

Die Gefahr der Atomenergie ist eben eine lauernde.:D

01.01.2010 21:25    |    Spiralschlauch11740

@ Drahkke

 

Das ist bereits mehrfach angedacht wurden, jedoch ist das Problem:

 

Welchem Land kann man schon die Unmengen an dadioaktivem Sondermüll anvertrauen? Gibt man es nach Asien? Naja, lieber nicht. Nach Vorderasien (Arabien)? Neh, auf jeden Fall nicht. Wer weiß was sonst hier passieren könnte. Nach Afrika? Nö. Dann gibt es einen weiteren Bürgerkrieg oder gar Afrika Krieg. Süd Amerika? Auch nicht. Ist genauso schlimm. In Rußland abgeben? Nö. Würde nicht wirklich bewacht werden und das Geld für die Lagerung wohl woanders ankommen...

 

Heißt, es bleibt auf wenige politisch stabile "Industrienationen" hängen:

 

USA, EU, Australien, Japan

 

Und dann sollte zwischen diesen Ländern (wobei man beachten sollte: EU -> 26 Staaten, USA -> 50 Staaten) eine Einigung finden? Keiner wird es freiwillig aufnehmen. Selbst wenn einer "auserkoren" sein sollte: Transport usw. wird eine riesige Geldvernichtungsmaschine darstellen... :(

07.01.2010 15:33    |    StefanSch123

Ganz klar pro Atomkraft!

 

Wer grundlos ohne Alternativen vorzeitig aussteigt, fördert damit nur den Klimawandel (CO2 Ausstoß) und steigende Strompreise.

 

Hoffentlich setzt Schwarz-Gelb die Vereinbarung um und kippt den Ausstieg völlig. Wir brauchen mehr Pragmatiker und weniger Ideologen in diesem Land.

 

BTW. Das Thema Endlagerung muss geklärt werden, egal ob man 2020 aussteigt oder nicht. Insofern ist die Begründung des Atommülls völliger Nonsens.

 

Und bevor die Atomkraftgegner keifend durch die Gegend rennen, sollten sie erstmal Alternativen aufzeigen. Die Versorgung mit EE liegt in Deutschland bei gerademal 7 %, die Wachstumsraten sind mehr als beschaulich. Woher kommen die restlichen 93 % und woher kommt eigentlich die Grundlast?

 

Also erstmal Hirn einschalten und dann gegen AKWs wettern.

07.01.2010 15:41    |    Phaetischist

Der Anteil liegt momentan bei ganzen 15 Prozent. Mehr als erwartet. Dabei sind die großen Windanlagen noch nichtmal realisiert. Des Weiteren würde der Ausstieg aus dem Ausstieg unter momentanen Bedingungen den Ausstoss von CO2 f;rdern.

 

Siehe hier

 

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,655684,00.html

07.01.2010 16:09    |    Kurvenräuber16991

Die Kernkraft war noch nie ein Segen für uns Menschen, obwohl man zugeben muß, dass sie im ersten Moment vorteile gegenüber der Kohlekraftwerke besitzt. Nur bei dem heutigen Stand der Technik ist ein Kohlekraftwerk, in Anführungszeichen, immer noch Umweltverträglicher als ein Kernkraftwerk. Es wird, wenn man nicht umgehend handelt, mit dem Atommüll, der bei der Kernreaktion entsteht, in Zukunft ein großes Problem geben und das nicht nur wegen seiner Lagerung, sondern auch wegen der ganzen Enwicklung auf dem Sektor der Terroraktivitäten. Bisher waren die Endlager bzw. die Aufbereitungsanlagen noch kein lohnendes Ziel für Terroristen. Man weiß aber nie wie schnell sich das wenden kann und dann leuchten wir eines Tages alle.

07.01.2010 21:47    |    StefanSch123

@Phaetischist: Der Anteil liegt bei 7 Prozent! Ich beziehe mich hier auf den Anteil an der Primärenergie, weil Deutschland ein Importeur von Primärenergie ist.

 

Gucken...

 

http://upload.wikimedia.org/.../...aerenergieverbrauch_Deutschland.png

 

Das der CO2-Verbrauch durch die Weiterführung der Kernkraftwerke steigt, dass muss du mir erstmal plausibel erklären. Dein Verweis auf eine Spiegelkommentar gibt das jedenfalls nicht her, dort wird Bezug auf die Klimazertifikate genommen, deren Regelung politischer Natur ist.

 

Windkraft liefert keine Grundlast und welche großen Windkraftprojekte du realisieren willst, ist mir auch nicht klar. Die EE sollten eigentlich dafür sorgen, die schmutzigen Kohlekraftwerke langsam zu verringern, stattdessen versucht man krampfhaft die AKW zu egalisieren mit bisher äußerst bescheidenem Erfolg.

 

So jedenfalls ist ein Ausstieg nicht zu unterstützen und kommt einer politischen Geisterfahrt gleich. CDU/FDP werden das hoffentlich korrigieren, dafür wurden sie vom Volk gewählt.

08.01.2010 10:40    |    Kurvenräuber16991

Wenn man das alles hier so liest, muss man sagen,...es sind recht gute Vorschläge darunter. Doch muss man sich auch vor Augen halten, dass es schon genug Störfälle bei den AKW's gegeben hat. Ich denke dabei nur an Tschernobyl, was passieren kann wenn so ein Ding wieder in die Luft geht. Die vielen Menschen, die dabei verseucht wurden, sterben heute noch daran. Könnte einer auf die Idee kommen,....in Deuschland kann so etwas bei den verschärften Sicherheitstechniken, die bei uns zum Einsatz kommen, nie und nimmer passieren. Vorsicht! Auch in Schweden glaubte man alles im Griff zu haben und das Teil ging beinahe in die Luft. Nur im Zuge der erneuerbaren Energie, was ein blödes Wort ist, denn wenn Energie verbraucht ist, ist sie weg, dann hat sie einen anderen Zustand angenommen und ist nicht erneuerbar, könnte man in Deutschland an jeden Fluß und davon haben wir viele, eine Turbine bauen und Strom erzeugen, so wie es in vielen Regionen in Schweden auch der Fall ist. Das nenne ich alternative Energiegewinnung. Die Windparks schaffen das nicht und Photovolaik läst nach ein paar Jahren sehr in der Leistung nach, weiß ich, habe ich selbst auf dem Dach. Gruß cathbad

09.01.2010 13:30    |    Drahkke

Ein ernstzunehmendes Potential für Windkraftanlagen sehe ich auch allenfalls bei Offshore-Windparks. Da kann man dann auch so große Anlage bauen, daß das Kosten-Ertragsverhältnis wirtschaftlich sinnvoll ist.

09.01.2010 16:54    |    Phaetischist

Zitat:

...,daß das Kosten-Ertragsverhältnis wirtschaftlich sinnvoll ist.

Ja, aber selbst wenn dies nicht der Fall ist. Die Politik stört sich bei den AKW's doch auch nicht daran.

09.01.2010 18:03    |    Spiralschlauch11740

Man sollte bei Windanlagen nicht vergessen, dass diese nur begrenzt arbeiten können. Wartung ist teuer, der Wind ist nicht immer da und sie stellen Schandflecke in der Natur da. Ehemals wunderschöne Blicke sind dann plötzlich durch häßliche Windanlagen zerstört. Vögel werden getötet wenn sie in den Bereichen der Rotoren kommen und das Schlimmste: Abends blinken die sowas von blöde... Bei uns blinken diese schon weiß und dann mit gefühlten 1.000.000 Watt! Fast ein Blitzlicht...

 

Natürliche Anlagen (bis auf Geotermische Kraftwerke, die aus dem Wasserdampf aus dem Boden angetrieben werden) brauchen viel Platz um die gleiche bzw. fast die gleiche Leistung zu erbringen, wie ein handelsüblicher Kernkraftwerk.

 

Bzgl. der Rescourcen: Eine Sache ist sicher, Uran ist nicht unendlich verfügbar. Es ist ein sehr seltenes Element, welches immer seltener wird. Irgendwann werden die derzeitigen Minen aufgebraucht sein. ABER wir müssen bedenken, dass es Weltweit tausende und wirklich aber tausende von Atomsprengköpfen gibt, wo angereichertes Uran enthalten ist. Diese Waffen müssen ja auch noch entsorgt werden (Abrüstungsabkommen der Weltmächte!). Bevor hier diese entsorgt werden, sollte man die so schon strahlenden (und das nicht positiv!) Sprengköpfe für die Stromerzeugung ranziehen.

 

Und wie gefährlich diese AKW sind, erkennt man ja auch daran, dass die meisten Kriegsschiffe schon ein Nuklearreaktor haben. Dort tauchen (zumindest öffentlich) kaum irgendwelcghe Schwierigkeiten auf. Mir ist noch kein Fall bekannt geworden, wo ein Soldat/Seemann verstahlt von Bord gegangen ist... Okay, vielleicht umgepolt :D aber das ist was anderes... :D

 

Was vielen Umweltaktivisten und AKW Gegnern nicht bewusst ist, ist dass wenn man ein AKW abschaltet, fast umgehend ein Kohle/Gas/Ölkraftwerk eröffnet. Dabei sollte man dann auch die Reste davon nicht vergessen. Die Asche/Reste von den Braunkohle sowie Steinkohle (noch selten geworden!) muss auch entsorgt werden, und die ist so fein, dass man eher eine Staublunge bekommen kann! Und das finde ich schlimmer, denn das betrifft auch die Menschen, die NICHT in der Nähe des Kraftwerkes wohnen...

09.01.2010 19:26    |    StefanSch123

Man sollte sich mal mit den Relationen anfreunden. Nehmen wir den Block 2 des Kernkraftwerk Isar. Das Ding hat schon mehrere Rekorde bei der Jahresstromproduktion aufgestellt. Mehrmals verfehlte Isar 2 knapp den bisherigen Jahresproduktionsrekord von 12,57 TWh (aufgestellt 1997 vom KKW Grohnde).

 

Bei Windkraftanlagen gilt, dass an einem mittleren Binnenlandstandort etwa 1000 Vollaststunden, an einem guten Küstenstandort 2000-2500 Vollaststunden erreicht werden. (1 Vollaststunde liegt dann vor, wenn eine WKA eine Stunde mit voller Nennleistung läuft. Wenn also eine 1000 kW-Anlage im Jahr 1.800.000 kWh Strom erzeugt, sind das 1800 Vollaststunden. Das Jahr hat 8760 Stunden.)

 

Wenn man also Isar 2 mit Windkrafträdern ersetzen wollte, was ein einziger Block liefert, müsste man ein paar 100 große Windkraftanlagen aufbauen. Man hätte aber auch dann den Nachteil, dass man die Strommenge nicht regulieren kann. Wind weht, wenn er weht.

 

Fragt sich nur, wieviel Potential für Windparks an Deutschlands Küsten liegt? Irgendwann ist sicher Schluss, ganz zu schweigen von der Tatsache das gewaltige Stromleitungen notwendig sind, um den Strom aus dem Norden in den Süden zu transportieren.

 

Ich bin daher dafür die AKW weiter laufen zu lassen und ohne festen Termin langsam durch EE zu ersetzen. Man ersetzt etwas nur dann, wenn man etwas hat, mit dem es adäquat ersetzt werden kann.

 

Ausstieg 2020 um jeden Preis kann doch wohl keine pragmatische Lösung sein, das ist die Lösung von Narren und ideologisch verblendeten Ökospinnern.

09.01.2010 19:33    |    Spiralschlauch11740

Naja, ich wohne in der norddeutschen Tiefebene. Bei uns weht fast immer ein Wind. Zwar mehr ein Laues Lüftchen, aber sonst unregelmäßig mehr als ~10 km/h. Im Winter natürlich mehr, aber dann sind die Windkraftanlagen ja schon mit Eis behaftet und hier sind dann auch weiter Probleme mit der Windschlüpferigkeit der Rotorblätter...

 

Es geht ja noch ewig weiter. Bei uns steht ein Windpark mit an die 30 WKA. Ich sehe aber meistens nur 10-15 davon sich drehen. Und dann zu 95% nur mit geringer Drehzahl. Und so harmlos ist ein Windrad auch nicht

 

-> http://www.youtube.com/watch?v=7nSB1SdVHqQ

 

Die Teile die wegfliegen (mit der Wucht!) können schon Menschen töten. Und die Dinger stehen immer näher an Wohnhäuser...

10.01.2010 09:30    |    Kurvenräuber16991

Nur so eine Anmerkung am Rand.

In der Nähe von Schweinfurt steht auch ein AKW und in dessen Nähe ist die Leukämierate um ein Vielfaches höher als in anderen Regionen der BRD wo kein Kernkraftwerk steht. Wir müssen uns nicht verstahlen lassen nur weil Befürworter der AKW's diesen Aspekt herunter spielen und als harmlos hinstellen. Denkt mal an Eure Kinder.

10.01.2010 17:17    |    Fensterheber13665

Die Wahrheit hört man doch nicht in den täglichen Nachrichten. Da wird lieber von der bedrohlichen Gefahr des winterlichen Wetters berichtet, und wie schlecht ein Traumwinter mit

Schneeverwehungen doch für die schöne, hetzende, schnelllebige, rücksichtsvolle, nächsten-achtende, ich-entsagende, Tempo hassende, verbraucherlose Super-Silikon-Busen-Laptop-Bahnsteig-Zeit ist und wie nachteilig sich doch ein Winter mit Schnee auf den bedrohten Verbraucher auswirken könnte ... (aber in Österreich & Co. darf ruhig Schnee liegen zum Snowboarden und so!)

Anstatt zu informieren über die doch schlummernde Gefahr der Atomkraft ...

Die Glücklichen, die bekommen, wenn sie mal nach Amerika ziehen und das AKW mitnehmen, eine Super-Leukämie-Rente ...

Was soll man noch glauben im Zeitalter von Monsanto & Co. - und wenn was los ist, dann wird es heruntergespielt oder nur in Spezialsendungen "kurz nebenbei und zerfleddernd erwähnt".

Z. B. die Sendung über Monsterwellen auf N-TV hat schon ein paarmal erwähnt, das wöchentlich zwei Schiffe (welcher Größe auch immer) auf unseren Weltmeeren sinken. Wahrscheinlich die Tschunken der Chinesen.

Wie würde Blüm sagen: "Die Atomkraftwerke sind sischer".

10.01.2010 18:04    |    schipplock

http://upload.wikimedia.org/.../800px-Nuclear_event_germany.png

 

 

Das Problem ist, dass bei einem Stoerfall selbst mit dem neuen Reaktortyp die Moeglichkeit besteht, dass die Wirtschaft des Landes in kuerzester Zeit fuer einen langen Zeitraum extrem verhindert wird und das fuer anteilsmaessig wenig "Gegenleistung". Dass dabei auch Menschen sterben, ist dann ganz normal. Das ist es einfach nicht wert. Atomkraftwerke existieren nur, weil sich Konzerne damit fuerchterlich viel Geld in die Taschen stecken.

 

Ich will die Kohlekraftwerke gar nicht schoen reden, aber ein Kohlekraftwerk kann so falsch gar nicht funktionieren, dass so etwas ueberhaupt passiert. Selbst, wenn das ganze Kraftwerk abbrennt, dann ist das immer noch deutlich weniger schlimm als ein "Gau" im AKW.

Und eine klassische Staublunge wie frueher im Ruhrgebiet gibt es heute eigentlich nicht mehr. Ich wohn im Ruhrgebiet und frueher hatte man wirklich Staub auf den Fenstern und auf der Waesche, wenn man sie draussen aufhing...sowas kennt heute aber keiner mehr. Kohlekraftwerke sind deswegen aber nicht gleich sauber.

 

Dass Kohlekraftwerke heute ueberwiegend immer noch dreckig sind, liegt nicht direkt an den Konzernen, sondern eher am Staat. RWE baute mehrere kleine Kohlekraftwerke, die deutlich sauberer waren als alte Kraftwerke und RWE sagt ganz deutlich, dass sie Kraftwerke bauen koennten, die bis zu 70% weniger "Dreck" ausstossen koennten, wenn der Staat das verlangen wuerde, aber es gibt diesbezueglich keine Forderung und deswegen sieht sich niemand dazu gezwungen freiwillig mehr Geld fuer den Bau auszugeben.

 

 

Wie man diese Frage in erster Linie beantwortet? Wenn man ganz egoistisch denkt, dann sagt man "fuer AKW", denn kurzsichtig betrachtet, wird man wohl aktuell anscheinend weniger Geld fuer die kw/h zahlen, wenn man die AKW ausbaut (haltlose Behauptung von mir btw.). Wenn man sich aber vor Augen fuehrt, dass der Strom, der von AKWs produziert wird, auf lange Sicht teurer ist, dann stimmt man gegen AKW. Und das hat nichts mit Idiologie zu tun, sondern mit reinem Egoismus und reiner Wirtschaftlichkeit.

 

 

Ich behaupte, da viele Kraftwerksbloecke eh schon abgeschaltet sind und viele Bloecke ihren produzierten Strom gar nicht "abgeben" koennen, da teilweise kein Bedarf herrscht, wir irgendwann auch ohne Atomkraftwerke klarkommen werden :).

10.01.2010 19:44    |    Kurvenräuber16991

Wenn hier jemand schreibt, dass der AKW-Strom billiger ist als jede andere Form der Stromgewinnung, so hat er nicht ganz recht. Rohöl ist in der letzten Zeit auch wieder billiger geworden, doch an der Tankstelle erlebt man alle Tage einen neue Schock. Wenn nämlich jemand am s.g. Drücker sitzt, dann macht er die Preise egal ob das Kartellamt einschreitet oder nicht. Man hat es doch vor kuzem an dem Kaffeeskandal gesehen, das der Verbraucher zu unrecht abgezockt wurde. Und genau so verhält sich das mit dem Srom. Die wären durchaus in der Lage die Preies zu senken und das spürbar...sie wollen aber nicht, weil es ein sehr gewinnbringendes Geschäft ist und damit richtig Geld verdient wird. Und wer richtig Kohle verdient, der will immer noch mehr haben, das ist ein altes Gesetz. Und solange die ganzen Stromkonzerne nicht zerschlagen sind, solange zahle wir für die KW/H mehr als der Strom wert ist. Und wer in diesem schönen Land denkt, durch sparen von Strom den Konzernen eine auswischen zu können, dann möchte er sich vor Augen halten, dass die ganz schnell den Spieß umdrehen und kurzer Hand mal wieder die Preise erhöhen. Sie finden schon ein Märchen, was sie dem Verbraucher glauben machen und das mit Nachdruck.

10.01.2010 19:49    |    StefanSch123

@schipplock: Was hat Kernkraft aus Kernspaltung mit Egoismus zu tun? AKWs liefern notwendige Elektrizität, die Grundlage für die gesamte Zivilisation. Wenn du den perfekten Energielieferanten gefunden hast, der sofort alle Kern- und Kohlekraftwerke ersetzen kann, sag Bescheid!

10.01.2010 19:59    |    Spiralschlauch11740

Die Kernkraft ist der erste Schritt zur Kernfusion. Der Kernfusion (kalte Fusion) würde ich zutrauen, unsere Probleme in der Welt zu "lösen". Also, umweltfreundlicher Strom und dabei nur mit Rohstoffen arbeitend, die man sowieso heute in Übermaß hat...

 

Wasserstoff kann man, wenn es erzeugt wurde, gut fusionieren mit brauchbare Energiewerte... Beachtet man, dass bei einer Fusion dann KEINE Kettenreaaktion passiert sondern nur Elektronen (unser Strom) dabei entsteht, finde ich das schon sehr umweltfreundlich... Als Ergebnis bei "Fusion" zweier Wasserstoffatome entsteht ein Heliumatom. Ein ungefährliches Atom, welches man nicht anzünden kann. Es hat keine Treibhauswirkung usw.

10.01.2010 20:34    |    schipplock

die Kernfusion waere in der Tat ideal :).

01.04.2010 00:29    |    Wincester

Kernfusion wäre echt eine super sache aber es wird daran schon seit über 30 jahren geforscht und in noch keinem versuchsreaktor wurde durch kernfusion mehr energie erzeugt als zum starten Kernfusion gebraucht wurde. Also sind wir noch weit von einer Praktischen Anwendung in Kraftwerken entfernt. Leider .

01.04.2010 01:14    |    tino27

Bei dem Thema bin ich wieder mal zwiegespalten.

 

Problematisch ist natürlich die Strahlung und das alte Zeugs.

 

Aber am Ende steigen wir in D aus und in FR geht so ein Ding hoch und bläst zu uns ne Wolke. Auch nichts gekonnt.

 

Ob Solar und Wind komplett einsprigen können, wage ich zu bezweifeln. Immer noch läuft hinter jedem Windpark ein Kraftwerk auf Sparflamme, welches einspringt, wenn der Wind aus ist.

 

Wasserkraft ist in D fast komplett ausgebaut und teilweise wird damit auch beschissen.

01.04.2010 01:45    |    Achsmanschette51801

Natürlich reichen Solarstrom und Windstrom allein nicht aus. Deswegen sagte ich ja: Wir brauchen den Verband aus Solar-, Wind- und Wasserenergie, zusammen mit der Erdwärme, bei der die Energiegewinnung je nach Bedarf und aktueller Leistungsfähigkeit jederzeit hoch- und runtergefahren werden kann.

01.04.2010 09:36    |    StefanSch123

Weder Solarenergie, noch Wasserkraft sind in Deutschland signifikant ausbaubar!

01.04.2010 12:56    |    Phaetischist

Klar! Die Entwicklung der Solarenergie muss weiter forciert werden. Es ist doch jetzt schon so, dass ein Modul soviel Strom erzeugt, wie mehrere "alte" Module.

 

Wer ein Zeichen gegen Atomkraft setzen will, ist am 24.04 in HH gerne eingeladen. Infos gibt es hier:

 

http://ausgestrahlt.de/

01.04.2010 13:04    |    StefanSch123

Was für eine Entwicklung? Deutschland liegt nicht am Äquator, auch wenn du das vielleicht glaubst!

Deine Antwort auf "Essay zum Thema Atomkraft - Umfrage"

Die habens verbrochen

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