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Meehsters gesammelte Erfahrungen

Willkommen in Meehsters Welt! Hier ist Platz für Erfahrungen, Erinnerungen, Theorien, Gedanken und Gedankenexperimente aus dem Hause Meehster - und vor Allem für Verrücktheiten ;)

10.10.2008 03:39    |    meehster    |    Kommentare (22)    |   Stichworte: Kultur, Neoliberalismus, Praxis, Staat, Theorie, Wirtschaft

Teil 3: Telekommunikation

 

Da ja vielfach in den Kommentaren zu den früheren Teilen das deutsche Telekommunikationsnetz angesprochen wurde, wurde es mehr als Zeit, dieses Feld zu streifen.

 

Hier möchte ich mal versuchen, chronologisch vorzugehen.

 

Ich denke, daß sich viele meiner Leser noch daran erinnern, als das deutsche Telekommunikationsnetz zu der Deutschen Bundespost gehörten, das Telefon noch meist von der Post gemietet war und es beim Wählen noch nicht piepte, sondern knackte. Einige Erinnerungen werden sicher noch deutlich weiter zurückgehen.

 

Ab 1987 gab es dann die verschiedenen Schritte zur Privatisierung der Telekom. Zu nennen wären da das „Grünbuch Telekommunikation“ 1987 und die erste Konkurrenzsitouation auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt mit Mannesmann und „D2 PRIVAT“ 1992.

 

Die Telekom selbst wurde 1995 zur Aktiengesellschaft und 1996 wurden Telekom-Aktien vom Bund in den Markt gebracht.

 

In den Kommentaren zu den beiden anderen Artikeln wurde die Privatisierung der Telekom als Grund für die (Weiter-)Entwicklung genannt, insbesondere, was das Internet betrifft. Daran glaube ich so nicht. Ich vermute eher, daß die aufgekommene Konkurrenzsitouation seit 1996 dafür verantwortlich ist. Diese war allerdings auch wieder nur möglich, weil die deutsche Bundesregierung diese zugelassen bzw. den Markt geöffnet hat. Man stelle sich vor, es gäbe noch immer einen für sämtliche Netze zuständigen Postminister, der wie damals der letzte Postminister Dr. Wolfgang Bötsch (CSU, Amtszeit 1993–1997) das Internet für irrelevant hält.

 

Die Frage ist aber dennoch: Hat die Privatisierung funktioniert? Meine Meinung: Ein klares Jein. Das Problem, welches ich sehe, ist, daß das Netz weitgehend einer einzigen Firma angehört, die Kapazitäten an ihre Konkurrenten untervermietet und auch selbst im Geschäft um die Endkunden mitmischt. Aber das Problem scheint hier längst nicht so ausgeprägt zu sein wie in manchen anderen Bereichen.

 

Ein weiteres Mal habe ich extrem gekürzt, um Euch das freie Feld zur Diskussion zu überlassen. Viel Spaß dabei.

 

 

 

 

 

Quellen:

http://www.tariftip.de/rubrik2/17045/0/2/10+Jahre+Deutsche+Telekom.htm

http://www.brekom.de/historie.html

http://t-off.khd-research.net/Hist/TK_Chronik1.html

http://t-off.khd-research.net/Hist/TK_Chronik2.html

http://www.dgpt.org/DE/home.php

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/5153

http://www.brain4.net/projekte.html

 

 

Inhaltsverzeichnis:

Teil 1

Teil 2

Teil 3


10.10.2008 09:20    |    Spannungsprüfer3156

:rolleyes: Meeehster... 3Uhr39 :eek:

 

;) Schläfst Du auch mal?

 

Also zu diesem Blog kann ich nur sagen:

 

Zumindest Preislich hat es uns etwas genutzt, sonst würden wir heute sicher 49ct pro Minute bezahlen :D


10.10.2008 15:23    |    voodoo2150

Vor allem beim Mobilfunk gibt es viel Konkurrenz zur Deutschen Telekom. Was warscheinlich auch daran liegt, dass man hier die Netze sowieso neu aufbauen musste.

 

Ich glaube sogar, dass D2-Mannesmann eine Zeitlang mehr Kunden hatte, als T-Mobile D1.

 

Im Festnetz gibts wohl auch immer mehr Konkurrenz und fallende Preise, vor allem seit alle Anbieter ein Bundle aus Telefon- und Internetflatrate anbieten.

 

Außerdem ist inzwischen wohl jeder Telekom-Konzern in Europa privatisiert, wieso also nicht die Deutsche Telekom ;)


10.10.2008 16:31    |    MvM

Die Privatisierung hat ganz eindeutig NICHT funktioniert.

 

Die Preise gehen immer weiter in den Keller, und wie ist das Möglich... ganz genau, sparen an den Mitarbeitern und am Service. Die Mitarbeiter bekommen ein Mindestgehalt, das sie vom Sozialamt auf Sozialhilfenirveau aufstocken lassen müssen. Der Steuerzahler finanziert somit unbewusst die Telefonanbieter... Dann kommt hinzu, das mehr Arbeit auf weniger Personal trifft. Während früher eine Störung 24Stunden gedauert hat dauert dies bei Arcor heute 4 Wochen. Der unternommene Personalabbau, wo die Kundenzahl sich verdoppelt hat ging aus Kunden sicht nach hinten los. Aus Arbeitgebersicht führte es zu einer Gewinnerhöhung...

Die Verträge waren früher übersichtlich, hat man einen Tarif gebucht bekam man ihn auch, anders bei 1und1 heute. Man unterschreibt einen Vertrag für DSL 16000, mit der begründung umgeschaltet zu werden, sobald es möglich ist. (Man erinnert sich daran, das die Verträge schon aufgenommen wurden, bevor es überhaupt ein 16.000er Netz gab) Als es möglich war pasierte nichts, es folgte keine Umschaltung änlich wie bei dem "entbündeltem DSL" wo Verträge abgeschlossen, aber nicht umgeschaltet werden. Ruft man eine Hotline an, bekommt man die Aussage sich an die Telekom zu wenden, obwohl ich dort gar keinen Vertrag habe.

 

Wo wir gerade bei dem entbündeltem DSL sind merkt man auch schon, wo der Trend hingeht, zurück zur Telekom. Es ist für die Telefonanbieter günstiger dort einen Großkundenanschluss zu beauftragen, als ein eigenes Netz zu halten.

 

Man kann zwar sagen, das man es Boykotiert und ganz zur Telekom zurück geht, aber als einzelber bringt es nichts, da hilft die beste rosarote Brille nix. Die Telekom will doch die Kunden gar nicht mehr haben, wenn man sich die Verträge durchliest. Es ist billiger Großkunden zu halten, wo man nur die Schaltaufträge abarbeiten muss. Rechnungs- Störungs- Verkaufhotlines und Werbung braucht man nicht, und spart sehr viel.

 

Das traurige ist... die zukunft sieht noch viel düster aus, und dafür sparen wir (aus heutoger Sicht) dann erst mal 10euro/Monat... Gehen die ersten Anbieter pleite und werden übernommen gibt es nur noch wenige große Anbieter die den Markt bestimmen. Dann steigen die Preise wieder an, aber der miserable service bleibt. Siehe USA.


10.10.2008 20:06    |    _RGTech

Jau, irgendeiner unsrer Konzernchefs hat mal als Schlagwort "Service, Service, Service!" gebracht. Ich weiß nicht mal mehr welcher... auch egal... jedenfalls wurde das bisher immer mit "Gewinnmaximierung", Konkurrenzkleinhalten und Umstrukturierungen (nach irgendwelchen ahnungslosen Unternehmensberatungen) verwechselt... Resultat, ich mach heute so viel Service, dass ich selber in Arbeit ersticke, und wenn mal irgendwo eine absehbare Zusatzbelastung dazukommt, muss man um Unterstützung geradezu betteln - und die, da einige fähige Mitarbeiter gegangen wurden, auch noch vorher einlernen.

 

Die Produkte und Dienstleistungen sind schon noch OK, aber durch den Aktiendruck wurden derart viele Mitarbeiter zu Ex-Mitarbeitern, dass der Rest heute permanent an der Grenze läuft. Zu staatlicher Zeit war's zwar ein Beamtenladen, aber wenigstens mit genügend Beschäftigten, um nicht die Sozialkassen zusätzlich zu belasten. Seit der Privatisierung wird hier halt gegeneinander gedacht.

 

 

Und ja, D2 HATTE mal den ersten Platz inne, aber das war noch vor dem Verkauf an Vodafone und der Verurteilung einiger Topmanager...


10.10.2008 22:32    |    meehster

Nachtrag zu MvM: Derzeit wird Telekomintern eine Auslagerung der Callcenter nach Ungarn vorbereitet (Info habe ich von einem derzeitigen Mitarbeiter, der bei dem "Umzug" mithelfen muß). Jede Wette, daß das nach hinten losgeht...

 

Übrigens habe ich persönlich nie D-Netz gehabt. Ich bin seinerzeit direkt von C zu E gegangen ;)


11.10.2008 18:31    |    Spiralschlauch32365

moin zusammen,

 

wir haben weder unseren Festnetzanschluß noch unsere Mobiltelefone bei der Telekom. Grund: schlechter Service, schlechte Erreichbarkeit, schlecht motivierte Mitarbeiter. Das es auch anders geht, beweist uns ein regionaler Telefonanbieter aus dem Haus eines nordeutschen Energieversorgers. Die Mobiltelefone laufen seit über 10 Jahren im ehemaligen D2-Netz, heute Vodaphone


11.10.2008 19:43    |    meehster

@ der_Unbekannte: Du darfst nordcom auch gern namentlich nennen ;)

Oder habe ich mich geirrt und es ist EWEtel?


11.10.2008 20:01    |    Fensterheber58

ich möchte auch nicht auf die Telekokm und ihre Hardware angewiesen sein (Telefonbuchse) und betreibe Festnetz und Internet einfach über die multimediafähige Fernsehbuchse... in meinen Augen die beste Alternative


11.10.2008 20:09    |    meehster

Ich bin noch nicht sicher, was ich da mache. Fest steht: Ich werde wechseln. Noch nicht fest steht, wohin. Derzeit bin ich noch bei AOL.


11.10.2008 20:49    |    Batterietester10257

Ich bin selbst in der Branche tätig und kann über die Privatisierung und Marktöffnung des Telekommunikationsmarktes nur kotzen. Sorry für meine Wortwahl aber von der Politik diktiert zu bekommen, das eigene Netz anderen Providern, die dann gegenüber den Kunden auftreten als gehören ihnen die Leitungen ist mehr als Sch... Ähnlich der Schwachsinn jeden Hinterhofradiosender zu ermöglichen auf einem immer enger werdendem Frequenzband zu senden, die starken überregionalen Sender zu schwächen, Fazit für den Hörer, der quer durch Deutschland auf eben diese Sender angewiesen ist: z.B. wird der Landesweite Sender mit brauchbarem Verkehrsfunk ständig durch nutzlosen Dorffunk gestört.

 

Zurück zu den Telefonleitungen (bin da etwas abgeschweift)

Wie war es denn mit echter Konkurenz??

Im Mobilfunkmarkt gab es mit Mannesmann ein finanziell potentes Unternehmen, dass in der Lage war ein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen, im Ergebniss nicht wirklich durchschlagend das E-Netz. Es war aber echte Konkurenz.

Im Festnetzmarkt ist aber die Politik das Arschloch, dass den Netzbetreiber dazu verpflichtet hat, sein eigenen Netze zu diktierten Bedingungen an letztendlich jeden x-beliebigen zugänglich zu machen.

Mit welchem Ergebnis??

Die Telekom hat die Infrastruktur am Bein, muss diese Warten und Anschlüsse bis ins letzte Dorf (Versorgungsauftrag) verlegen um dann wenn 100.000€ verbuddelt sind, die selben Leitungen für Centbeträge an einen Provider vermieten (Netzzugangszwang). Toll!

Mal realistisch bleiben!! Die Telekom hat die "Restbestände" Beamte mit im Boot, hat langjährige Mitarbeiter mit entsprechenden Lohnzusagen am Bein, während die Provider mit Minijobs ihr Geschäft betreiben. Und nochmal: sie hat das Netz und den Versorgungszwang.

 

Wie wäre es denn, wenn die Anderen endlich anfangen, ihre eigene Leitungen zu verbuddeln. Erst dann wäre echter Wettbewerb möglich....

 

Achja, ich bin in der Branche. Teilbereich Tarifanalyse.

Für die Leute, die auf die Telekom schimpfen und die Provider in höchsten Tönen loben:

Die durchschnittlich 3,98€, die ein Anschluss bei der Telekom mehr kostet stehen in über 90% der privaten Anschlussinhaber die einen Provider verwenden deutlich mehr Kosten gegenüber. Kostenpflichtige Hotline, teuere Tarife in Mobilfunknetze, teuere Tarife für Auslandsgespräche, längere Ausfallzeiten bei Störung, keine Call by Call Gespräche möglich etc. etc. Das Kleingedruckte lesen!!!

 

Aus rechtlichen Gründen möchte ich ergänzen, dass meine genannten Äußerungen rein privater Natur sind und nur meine persönliche Meinung widerspiegeln.

 

 

Gruss Jakker


11.10.2008 20:52    |    MvM

Kabelanbieter scheiden aus, mit der richtigen software kann man meine Leitung vom ganzen Stadtteil abhören. Deshalb bleibt der Weg über die Telefondose leider weiterhin die einzige Lösung. Daran gedacht habe ich schon... :(


11.10.2008 21:00    |    meehster

@ Jakker: Ich weiß genau, was Du meinst. Ich habe es im Atikel selbst zwar etwas komisch formuliert, die Formulierung sieht eher nach der anderen Seite aus, gemeint war sie jedoch eigentlich beiderseits.

 

Meine Entscheidung, wohin ich wechsle, steht wie ich schon sagte noch nicht fest, aber ich verrate Euch schon einmal, daß es nur zwei Kandidaten gibt, die sich in den letzten paar Wochen herauskristallisiert haben: Telekom und Kabel Deutschland.


12.10.2008 15:40    |    Gnubbel

Nur die Privatisierung lieferte die Grundlage für den entsprechenden Wettbewerb der Anbieter untereinander.

Dabei wurde nur ein Riesenfehler gemacht: statt der -heutigen- Telekom das zum nicht unerheblichen Teil aus Steuergeldern mitfinanzierte Netz quasi zu schenken hätte dieses in die Hände der -heutigen- Bundesnetzagentur gehört. Damit hätte jeder Netzanbieter die letzte Meile (das ist die Kabellänge von der Vermittlungsstelle bis zum Kunden) von der Netzagentur mieten müssen (auch die Telekom), das wäre Chancengleichheit. Für die letzte Meile zahlen Netzanbieter monatlich an die Telekom einen Betrag von -ich glaube- zwischen 10-12 Euro. Somit geht ein Grossteil der Grundgebühr die der Kunde an alternative Netzanbieter zahlt über diesen Umweg an den rosa Riesen.

Ich selbst bin nach über sechs Jahren zur Telekom zurück da ich bisher dort den kompetenteren Service erlebte (auch dort ist nicht alles Gold was glänzt). Insgesamt halte ich die Privatisierung aber für gelungen und notwendig.

 

Ciao!


12.10.2008 16:49    |    meehster

Gnubbel, so sehe ich das eigentlich auch. Die Infrastruktur gehört in die Hand mindestens entweder des Staates oder in die Hand eines anderen Unternehmens, das am Endkundenmarkt nicht mitmischen darf.


12.10.2008 19:10    |    _RGTech

Nur will sich diese Altlasten halt kein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen mehr auf die Nase binden lassen.


12.10.2008 19:17    |    Gnubbel

@ meehster:So ist es.

@all: Aber derartige Fehler im nachhinein zu korrigieren ist praktisch nicht möglich. So muss der Markt wohl damit leben. Aber über die Kabel-TV Anbieter gibt es ja eine weitere Möglichkeit sich seinen Netzzugang und Telefonanschluss schalten zu lassen, diese sind ja nicht auf die letzte Meile angewiesen.

Traurig finde ich aber eher die Lage auf dem flachen Land, hier einen bezahlbaren schnellen Internetzugang zu bekommen ist oft unmöglich. Hier müssten die Anbieter mehr in die Pflicht genommen werden, und sei es über einen gemeinsamen Fonds in den jeder Anbieter einzahlen muss um die Finanzierung der Infrastruktur zu ermöglichen.

In manchen Ländern ist man uns mit der Erschliessung solcher Landstriche deutlich voraus, besonders in den skandinavischen und teilweise auch in den baltischen Ländern.

 

Ciao!


12.10.2008 20:30    |    Achsmanschette15

Zitat:

die Kapazitäten an ihre Konkurrenten untervermietet und auch selbst im Geschäft um die Endkunden mitmischt.

und genau da liegt das problem....

wieso hab ich bei der telekom ne 6000kbs dsl-leitung und mit allen anderen anbietern nur 3000kbs.....quasi so als würde die telekom den anderen anbietern nen riegl vorschieben....seltsam seltsam.....

 

was man zahlt hängt halt davon ab, was man braucht....

ich bin bei 1&1 mit internet bzw. telefon, die haben zwar ne teure hotline aber dafür nen kostenlosen email-support bei dem man meist innerhalb von 3h ne antwort hat...bei der tcom zahle ich halt mehr und hab ne kostenfreie hotline (aber brauch ich die wirklich???).....

 

ansonsten hat im bereich der kosten fürs telefonieren die privatiersung zugunsten der kunden geklappt....


12.10.2008 21:07    |    Gnubbel

Zitat:

wieso hab ich bei der telekom ne 6000kbs dsl-leitung und mit allen anderen anbietern nur 3000kbs.....quasi so als würde die telekom den anderen anbietern nen riegl vorschieben....seltsam seltsam.....

Die Übergabe der letzten Meile findet auf der Kolokationsfläche in der Vermittlungsstelle statt. In diesem Gebäude steht normalerweise das "Gegenstück" zu Deinem DSL-Modem, der DSLAM (das andere Ende der Leitung) zumindest bei der Telekom. Häufig auch bei anderen Anbietern die sich in die Räume der T-Com einmieten. Häufig aber auch nicht. Manche Anbieter erschliessen die letzte Meile mit einer weiteren Anbindung zum eigenen Standort, daher sind die Kabellängen Telekom / Alternativanbieter nicht immer gleich lang, bei letzterem kann es u.U. durch die vorgenannten Massnahmen zu gröseren Kabellängen und damit Dämpfungen kommen: die mögliche Geschwindigkeit reduziert sich. Betrifft keine resale-Anschlüsse bei denen die Anbieter über DSL-Anschlüsse der Telekom ihren Netzzugang anbieten. Viele Anbieter gehen z.B. über DSL-Anschlüsse der spanischen Telefónica zum Endkunden, hier kann oben beschriebenes Szenario durchaus eintreten da die Telefónica-DSLAMs nicht immer da untergebracht sind wo die Telekom ihr Equipment stehen hat.

Wenn ein Anbieter "eigenes Equipment mitbringt" oder über Zugänge eines anderen dem Kunden ihr Angebot anbietet, dann vermietet die Telekom wirklich nur den blanken Kupferdraht (letzte Meile), mehr nicht. Die letzte Meile ist dann zwar immer noch Eigentum der Telekom (deshalb darf auch nur sie dran rumpfuschen), elektrisch gesehen hat sie mit der Telekom aber überhaupt nichts mehr zu tun da sie am anderen Netz hängt. Beeinflussen tut die Telekom in dem Falle nichts, ob mans glaubt oder nicht...

Normalerweise schaltet die Telekom eher die langsameren Zugänge da sie restriktivere Vorgaben bzgl. Kabeldämpfung, Signal/Rauschabstand etc. hat (man könnte auch sagen sie traut sich weniger). Andere Anbieter schalten da eher das "maximal mögliche" was oft aber etwas instabiler laufen kann.

 

Nach aussen entsteht aber schon der Eindruck das da "gedreht" wird, da gebe ich dir recht.

 

Ciao!


12.10.2008 21:58    |    MvM

Zitat:

ich bin bei 1&1 mit internet bzw. telefon, die haben zwar ne teure hotline aber dafür nen kostenlosen email-support bei dem man meist innerhalb von 3h ne antwort hat...

Die Hotline von 1und1 ist meist unbrauchbar. Sie können vielleicht bei Modemproblemen helfen. Liegt es aber an der Leitung kommen die unmöglichsten Aussagen, und Ergebnisse. Z.B. Schicken sie ohne bescheid zu geben einen Techniker der Telekom raus, der feststellt das es an der Frizbox liegt und wieder abdüst. Dafür bekomme ich dann eine dicke Rechnung... Die Endleitung war OK, denn als ich den Splitter rausgezogen hatte konnte ich telefonieren (nur nicht kostenlos). Und bei der frozbox hatte ich noch Garantie, die ich nur tauschen wollte. Nach einem zweiten anruf wurde sie dann neu geschickt.

Rechnet man die Kosten auf die Grundgebühr um währe ich bei der Telekom für 4 Jahre günstiger gewesen.

 

E-Mail support geht nicht, wenn DSL gestört ist...

 

Der Anbieter war früher einmal richtig gut, aber jetzt geht er immer weiter den Bach runter, und reisende soll man ja nicht aufhalten...

 

Regionale Anbieter, die noch nicht von einer großen Telefongesellschaft übernommen wurden gibts hier nicht (nicht mehr)...


06.04.2011 15:16    |    Pingback

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