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Meehsters gesammelte Erfahrungen

Willkommen in Meehsters Welt! Hier ist Platz für Erfahrungen, Erinnerungen, Theorien, Gedanken und Gedankenexperimente aus dem Hause Meehster - und vor Allem für Verrücktheiten ;)

09.11.2008 02:45    |    meehster    |    Kommentare (16)    |   Stichworte: Anfang, DDR, Erfahrungen, Kindheit, Mauer, Mauerfall, POLITIK, Staat

... zumindest für mich.

 

Ihr wißt sicher alle, was ich meine. Heute vor 19 Jahren fiel die Berliner Mauer und die Grenzen zwischen DDR und BRD wurden geöffnet. Ich erinnere mich noch gut an die innerdeutsche Grenze. Ich habe sie live mitbekommen, als ich irgendwann in den 80ern mit meinen Großelten in den Harz in den Urlaub gefahren bin.

 

Ich habe damals 1989 den Mauerfall im Fernsehen miterlebt. Auch daran erinnere ich mich noch gut. Ich saß damals bei meinen Großeltern (die selben) im Wohnzimmer und mein Opa hat vor Freude geweint. Er hatte nämlich gute Bekannte "drüben", die ich etwas später auch kennenlernen durfte, als sie meine Großeltern besuchten.

 

Jetzt zu Euch: Erinnert Ihr Euch auch noch an die Ereignisse des 9.11.1989 und/oder die innerdeutsche Grenze? Bitte laßt mich an Euren Erinnerungen und Meinungen teilhaben!


09.11.2008 04:08    |    SerialChilla

Im Jahr des Mauerfalls war ich zwar zarte 5 Jahre alt, wusste aber trotzdem, dass man, wenn man versucht, über diese Mauer zu klettern, erschossen wird.

 

Was genau die ganze Geschichte mit der Wiedervereinigung bedeutet, hab ich natürlich erst später verstanden. Ich kann mich aber trotzdem noch an meine überglücklichen Eltern erinnern.

Ein paar Tage später hatte ich ne Menge Filzstifte... ne tolle Sache :)


09.11.2008 05:54    |    Fensterheber10225

ich kann mich sehr gut daran erinnern und empfand es auch bewegend ( beginnend u.a. mit genschers rede auf dem balkon der prager botschaft '89)

allerdings muss ich zugeben, es hat mich weniger der mauerfall ansich bewegt, sondern das verhalten und die sichtbare freude (auf beiden seiten) nach oeffnung.

es war der erfolg der "montagsdemonstrationen" und auch die einsicht der "glasnost" politik russlands.

auch wenn ich mir ggf. zorn von einigen usern einhandle (andererseits gibts auch viele ostalgisten) haette ICH auch mit mauer ABER ohne kalten krieg leben koennen.

 

der kalte (oder durstige) krieg hat eh in zukunft eine ganz andere bedeutung als die atomare bedrohung damals ; wasser und energie sind die druckmittel der gegenwart und zukunft (welcome mad max) ;)

 

politisch gesehen(präambel des GG) war unter kohl/gorbatschow der mauerfall ein MUSS, aber auch gleichzeitig ein kl. desaster (haette "die linke" es gewollt, meehster?)

 

um nicht ganz falsch verstanden zu werden.... ich habe keinerlei vorbehalte ggueber "ossis" ich lernte auch schon einige sehr nette kennen.


09.11.2008 10:07    |    Reifenfüller31120

Ich habs net mitbekommen :(. War aber auch er 1 1/2 jahre jung. wahrscheinlich hab ich das Ganze verschlafen.


09.11.2008 10:09    |    Spannungsprüfer14115

Ich war damals 4 Jahre alt.Ich habe an dem Moment bestimmt geschlafen.Wäre ich bloß älter..


09.11.2008 10:40    |    XC-Fan

Wir wurden damals in Fulda (direkt an der Grenze, heute Mitten in der BRD) regelrecht überfallen und ausgeplündert. Orangen wurden nicht mehr Säckchenweise gekauft, sondern kistenweise. Trabis waren plötzlich im Stadtbild prägend. Leute haben Aldi und Co. ausgeplündert und Bananen am liebsten gleich mit dem Baum mitgenommen.

 

Wir, damals war ich in der 12 Klasse, haben einen Film in Fulda gedreht und die Menschen interviewt. Ich könnte mich heute noch über die Suggestivfragen ärgern ("Fahren Sie wieder zurück oder bleiben Sie hier?" etc.), aber es war nun mal so. Zum Schluß haben wir aus Spaß offensichtlich Westdeutsche im Supermarkt vor laufender Kamera gefragt, ob sie das Warenabgebot genießen würden - die Reaktionen waren goldig ;-)

 

Gestern war in Fulda natürlich wieder die Hölle los. Ich werde mal versuchen der Front deutscher Äpfel beizutreten ;-)

 

Gute Fahrt!

Torsten - der XC-Fan (Basisdemokrat, Gesellschaftskritiker, Offroad-Symphatisant und Querdenker ;-)


09.11.2008 11:39    |    meehster

Ich war damals noch nicht gerade sehr weit, ich war gerade einmal 11 und konnte die Sitouation damals überhaupt noch nicht überblicken.

Der Mauerfall und die engültige Öffnung der Grenzen ist für mich auch ein Sieg des Volkes über das DDR-Terrorregime, das das Volk nur (auch durch psychischen Druck) eingesperrt hat.

 

Versteht mich nicht falsch: Das System hatte nicht nur Nachteile, aber die Nachteile überwogen eindeutig.

 

@ Harry: Die Linke ist die einzige Partei, deren Wurzel auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze hat. Sie ist bekanntlich ein Zusammenschluß aus der ehemals ostdeutschen PDS und der aus dem Westen stammenden WASG. Warum sollte gerade die einzige wirklich gesamtdeutsche Partei die Grenze in sich selbst haben wollen?

 

Zur Wiedervereinigung: Ich finde, daß diese viel zu sehr übers Knie gebrochen wurde, wodurch sich sehr viele auch eklatante Fehler eingeschlichen haben. Es ging dann einfach zu schnell.


09.11.2008 12:04    |    Trennschleifer4123

Für Braune und Ewiggestrige ist ist der 09.11 tatsächlich ein Feiertag !

 

Viele Grüße

 

g-j:) der allen Opfern der Reichspogromnacht 1938 gedenkt !

 

BTT :

 

Zu dieser Zeit war ich mit einer Frau aus Börlin West zusammen, ab diesem Tag, ging es bergauf, was die wochenendlichen Reisen in den Westsektor betraf !


09.11.2008 13:12    |    emil2267

wenn schlechtwetter war,war ich brav daheim :)

 

ansonsten schliess ich mich den baron an,obwohl ich da auch schon fast 11war :D


09.11.2008 16:36    |    Dr Seltsam

Ich habs verpennt, war damals erst etwa 3 Jahre alt. Weiß aber aus den Erzählungen meiner Eltern, dass, obwohl wir nur 70 - 80 KM Luftlinie von der Berliner Grenze entfernt wohnten, bei uns im Dorf kaum was los war.

Keine Autokorsos, keine Leute die schreind auf der Straße rumrannten, nix dergleichen, man hätte es fast verpennt :D

 

Ich für meinen Teil will aber wieder zurück nach Dresden, meine Heimatstadt gefällt mir besser, alles wesentlich gemütlicher und schöner als in Köln und die Leute sind auch irgendwie viel unproblematischer als hier.


09.11.2008 16:54    |    där kapitän

Für mich ein bewegender Moment, da ich meine Frau ohne dieses Ereignis wohl nie kennengelernt hätte :)

Ich war allerdings auch erst 8, als es passierte.

Habe hier drüben aber häufig den Eindruck, manche möchten die Mauer zurück.

 

Kohl hat meiner Meinung nach einen großen Fehler gemacht, als er von "blühenden Landschaften" sprach.

Hätte er gesagt "ihr habt es in der Hand, macht was draus", wäre das anders bei den Leuten angekommen.

Von nichts kommt halt nichts, altes Ding. Und viele Ossis dachten, da kommt einer und hat nen Plan, und schwupps geht alles von alleine.

 

Und ja, ich habe hier drüben viele gute Freunde, die sich wie ich nur noch als Deutsche fühlen und nicht als Zoni oder Besserwessi. :)

 

cheerio


09.11.2008 17:33    |    redstar18

Hallo!

 

Wollte mal meine Meinung dazu äußern. Ich war damals dreieinhalb und lebte zu der Zeit noch in einem west-sibirischem Dorf und bekam das Ereignis nicht mit, aber ich finde es heutzutage noch bemerkenswert.

Bemerkenswert deswegen, weil diese Euphorie der Deutschen auf beiden(!!!) Seiten etwas wunderbares an sich hatte.

 

Es erinnert mich ein wenig an die Nachkriegszeit, also Ende 40er und anfang 50er. Damals gab es eine ähnliche Stimmung in der Bevölkerung. Der Aufbauwille war da! Und wie die Deutschen ihr Land - auch wenn mit Hilfe des Marshallplans - aufgebaut haben ist etwas außergewöhnlich- und vorbildhaftes.

 

Ich vermisse diese Einstellung heute bei den Leuten. Das Jammern und Wehklagen dagegen wird zum "Volkssport".

 

Ich bin aber auch der Meinung, dass der Mauerfall das Ereignis von 1938 keineswegs überschatten soll. Das Verbechen von damals ruft bis heute bei den Opfern furchtbare Bilder und Qualen in Erinnerung, die heute noch eine Wiedergutmachung von deutscher Seite erfordern.


09.11.2008 19:52    |    Druckluftschrauber2011

Mit 5 1/2 Jahren war ich zu jung, um mich an irgendwas zu erinnern.

Ich habe/hatte keine Davor/Danach Erfahrungen gesammelt und mir ist es eigentlich absolut Banane wo jemand geboren wurde. Sei es nun in Freiburg, Rostock, Sofia oder in Cochabamba. Das sagt nämlich nix aus, wie die Person ist.

Aber das Weltoffene liberale gequatsche ist ja eigentlich nicht das Thema.

 

Also kurz gesagt: Keine Erfahrungen


09.11.2008 19:57    |    Turboschlumpf32852

Guten Abend

 

Damals war ich noch nicht mal ganz 1 Jahr alt und soweit ich weiß, haben es die Leute vor den Toren Helsinkis auch nicht sofort mitbekommen, das die Mauer runter ist :-D

 

Mein Vater hat es z.B. erst ganze 3 Tage nachher erfahren, als ich gerade kurz nachfragte. Das haben anscheinend aber die meisten Leute in Finnland damals. Unglaublich. :-)

 

MFG, ein Sindar


10.11.2008 15:48    |    MT-Christoph

Ich hatte 1 Monat nach der Maueröffnung meinen ersten Ghettoblaster und "Fear of the Black Planet" von Public Enemy und "Aces of Spades" von Motorhead auf Vinyl. :) Sauber! :) Außerdem dämmerte mir dann irgendwann das ich wenn ich später meinen Führerschein mache danach doch ein cooles Auto fahren kann. Und so ist es ja dann auch gekommen. ;)


23.11.2008 02:19    |    Gnubbel

Ich war damals 30 Jahre alt und konnte gar nicht fassen was passierte, es war einfach nur geil. Programmunterbrechungen, Liveberichterstattungen direkt von der Mauer und Grenzübergängen auf allen Kanälen: ich kam gar nicht von der Glotze weg und war fassungslos: sollte es wirklich vorbei sein?? Das bisher einzige mal in meinem Leben das ich vor Freude geheult habe. Eine vergleichbare Situation in der Berichterstattung habe ich bisher nur noch am 11. September 2001 nach den Terroranschlägen auf das World-Trade-Center und Pentagon erlebt: schlagartig verändert sich die Welt.

Ich arbeitete 1989 im technischen Einzelhandel (in Hamburg) und danach war bei uns natürlich die Hölle los. Wenn ich heute die Bilder des Mauerfalls sehe wühlt es mich immer noch auf, mein Vater hatte eine Zwillingsschwester in Görlitz und Besuche waren naturgemäss bis dahin sehr selten und schwierig. Den kalten Krieg habe ich zur genüge in den Nachrichten mitbekommen, in meiner Wehrpflicht (Okt. 1978-Dez.1979, plus vier Reserveübungen in den 80er) in gewisser Weise auch, Schleswig-Holstein war voll von Kasernen und Militär, ab Hannover Richtung Süden traf man immer mehr Briten an und noch weiter südlich Amerikanische und teilweise französische Streitkräfte. Meines Wissens hatte allein die Bundeswehr damals fast 500.000 Mann unter Waffen, heute glücklicherweise deutlich unter 200.000. Der Osten war natürlich auch voll mit Militär. Anfang der 90er Jahre durfte ich dann meine Soldatenklamotten endgültig aus dem Keller holen und abgeben: ich wurde endgültig aus der Alarmreserve ausgemustert. Erst danach war das Thema Bundeswehr für mich gegessen. Wohlgemerkt als ehemals Wehrpflichtiger, kein Zeitsoldat. Vielleicht hatte ich auch nur den "Hauptgewinn" gezogen.

Die Wiedervereinigung ging zwar sehr schnell, für mein Empfinden wäre es aber nachteiliger gewesen wenn man damit gewartet hätte. Die Gelegenheit war zu nutzen.

Ich bin der Meinung das dies der einzig richtige Weg war, auch wenn die Politik damals (in der Euphorie?) den Mund etwas zu voll genommen hat, aber das tut sie eigentlich heute auch noch...

 

Ciao!


07.01.2009 02:56    |    Fensterheber32025

Moin Moin

 

Ja,das war sehr spannend für mich,im Nachhinein.!

 

Ich bin wie immer,spät abends nach Hause gekommen.

 

Mit dem Gedanken an die sich Stündlich neu ergebenen Ereignisse

habe ich den Fernseher eingeschaltet.

 

Das was ich dann zu sehen bekam,ist die Überraschung meines Lebens

gewesen.

 

Vom Gefühl her,habe ich vorher schon gedacht ,das geht nicht gut.

 

Dieses Ereignis ist dann aus meinem Empfinden in diesem Moment,

die Erlösung gewesen,in dem Moment allerdings schwer zu glauben.

 

Das Wochenende war der Hammer alle waren Glücklich !!!

 

Und nun began von jetzt auf gleich ,eine neue schwierige Zeit

im Bezug auf das Zusammenleben.

 

Zunächst gab es Mitleid,dann Überheblichkeit,auf der anderen Seite

wurden die Menschen ins kalte Wasser geworfen.

 

Ich gebe zu,auch ich habe sehr viele Fahrzeuge in den Osten verkauft.

 

Übrigens Polen .....,Dacia ist günstiger als der Schrott aus Germany!

 

Jetzt haben wir alle Märkte gesätigt,-und NUN ???

 

Karneval kommt bestimmt.:D

 

 

MfG.alrock01


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