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Meehsters gesammelte Erfahrungen

Willkommen in Meehsters Welt! Hier ist Platz für Erfahrungen, Erinnerungen, Theorien, Gedanken und Gedankenexperimente aus dem Hause Meehster - und vor Allem für Verrücktheiten ;)

02.07.2009 03:44    |    meehster    |    Kommentare (15)    |   Stichworte: Alltag, Ämter, Neubeginn, Panda, Praxis, Umzug, Wohnung

Hallo, liebe Zielgruppe!

Ciao, DelmenhorstCiao, DelmenhorstInzwischen vorgestern war der 30.6. und damit der letzte Tag, den ich die Wohnung in Delmenhorst hatte. In diesem Artikel möchte ich erzählen, wie dieser Tag ablief.

Frühmorgens um 6 klingelte mein Wecker. Jemand aus meinem Freundeskreis sollte die Wohnung bekommen und da dieser Jemand derzeit von ALG II leben muß, da der Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente noch nicht durch ist, hatte ich mich auf Ämterhopping eingestellt. Die Sache ist noch komplizierter als es jetzt klingt, da er in einem betreuten Wohnheim lebt (da aber raus soll) und vorher im Gefängnis war. Dazu kommt, daß er recht viele Schulden (mindestens sechsstellig) hat. Also eigentlich so gut wie unmöglich, eine Wohnung zu finden. Die Ämter in Bremen stellten sich dann auch noch quer, weil es keinen Grund gebe, nach Delmenhorst zu ziehen.

Kommen wir nun zu dem Tag. Um 6 klingelte der Wecker, kurz vor 7 war ich mit dem Panda (da klebt ne grüne Plakette drauf und ich mußte in die Umweltzone) schon unterwegs und hatte den von meinem Exvermieter unterschriebenen Mietvertrag dabei. An der Tankstelle noch eben für 25 € getankt und eine Schachtel Zigaretten gekauft und dann so schnell wie erlaubt oder der Panda zuließ Richtung Bremen. Kurz vor 8 war ich dann im Zentrum von Bremen.

Mein Bekannter war nicht direkt zu erreichen, dazu mußte ich an dem Betreuer vorbei. Dieser fiel allerdings aus allen Wolken, als ich ihm sagte, weswegen ich zu Herrn ****** wollte. Die Leute wußten offenbar von nichts.

Zunächst gingen wir (OK, ich stolperte eher ;)) zu dem Zimmer meines Bekannten und dann zu dritt wieder zurück ins Büro. Der Betreuer und ich waren relativ fassungslos, weil mein Bekannter niemanden dort informiert hatte. Mein Bekannter erzählte dann auch von den Problemen mit der BAGIS (heißt außerhalb von Bremen "ARGE") und der Betreuer und ich konnten nur mit dem Kopf schütteln. Der Betreuer griff dann zum Telefon und nach einer guten halben Stunde hatten wir sämtliche notwendigen Zusagen. Wir mußten dann noch zu dem gerichtlich bestellten Vormund meines Bekannten und dann war alles geritzt.

 

Dann sind wir ab nach Delmenhorst zu meiner alten Behausung, Wohnungsübergabe machen. Daß ich frühmorgens normalerweise nicht zu gebrauchen bin, war daran zu sehen, daß ich meine alten Kellerschlüssel (inklusive Garage) zu Hause vergessen hatte. In die Wohnung kamen wir aber rein, die Schlüssel hatte ich noch an meinem Schlüsselbund.

 

In der Wohnung zeigte ich ihm erstmal alles. Was wie funktioniert und warum, wie man mit der Heizung umgeht, wie mit der Dusche und daß heißes Wasser relativ langsam aus der Leitung kommt. Wir machten ein Übergabeprotokoll, es kam genau ein Mangel heraus, den wir aber noch beheben werden. Um die Zählerstände von Strom und Gas abzulesen, mußten wir allerdings in den Keller hinein. Was machten wir? Wir klingelten bei einem Nachbarn, der auch Schlüssel hat und liehen uns den eben kurz.

 

Bett/SofaBett/SofaNun setzten wir uns auf das ehemalige Bett meiner Kleinen, das drin bleiben wird. Dieses Bett ist der einzige derzeit verfügbare Sitzplatz. Dort sprachen wir noch einmal detailliert über die Dinge, die wir für ihn in der Wohnung lassen werden.

 

 

 

Unser BettUnser BettSo bleibt unser altes Bett auch drin. Das ist ein klares win-win-Geschäft: Er kann es gut gebrauchen und wir hätten niemals heil aus der Wohnung bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

PflanzePflanzeDieses Regal ist z.B. fest eingebaut. Die Pflanze verdient absolut einen Ehrenplatz, denn sie hat fast 5 Jahre lang meinen schwarzen Daumen überlebt ;)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BadBadDas Badezimmer bleibt komplett so, wie wir es hatten. Spiegelschrank, das Regal gegenüber dem Klo, selbst der Duschvorhang bleibt da. Der Spülkasten, der einzige Mangel auf dem Übergabeprotokoll, wird noch durch mein Schatzilein repariert.

 

 

 

 

 

KommodeKommodeIm Wohnzimmer bleiben diese Kommode und der Glas-Couchtisch da. Glastische haben den entscheidenden Nachteil, daß sie sehr schnell, eigentlich immer dreckig aussehen.

 

Ich sprach mit ihm noch über die Steckdosenarmut. Mit Strecksdosen ist man wirklich sehr sparsam umgegangen und man mußte mit Mehrfachsteckdosenarbeiten. Ich weiß, eigentlich soll man das nicht, aber an der Stecksdose, die Ihr hier links sehen könnt, hingen nicht weniger als 5 Sechsfach- und mehrere Dreifachsteckdosen.

 

In der Wohnung war nun alles erledigt, es war schon Nachmittag und wir bekamen Hunger. Die Entscheidung, wohin wir gingen, war recht einfach. es sollte für kleines Geld lecker sattmachen und da Bei Elias in der Düsternortstraße nicht mehr da und Akropolis in der Bahnhofstraße noch nicht wiedereröffnet ist, blieb uns nur das Bistro Paris am Hasporter Damm.

 

Nach dem sehr leckere Essen (noch leckerer als sonst) fuhren wir noch zu den Stadtwerken und zu EWE, um mich ab- und ihn anzumelden, danach ging es dann wieder nach Bremen zurück, um das Übergabeprotokoll zu den Akten hinzuzufügen. Es war auch sehr schön, wie am Morgen mit dem Betreuern dort zu diskutieren. Eventuell wäre das auch ein Job für mich, ich studiere ja mit Pädagogik das genau richtige Fach dafür :)

 

Gegen 17:00 ging es dann wieder nach Delmenhorst, weil wir uns noch mit einem gemeinsamen Freund treffen wollten. Zu dritt gingen wir im Laufe des Abends noch mal essen und gegen 11 machte ich mich dann auf den Weg nach Hause und gegen Mitternacht fiel ich halbtot auf mein Sofa. Ich mußte dann von meinem Schatzilein quasi ins Bett getragen werden, wo ich dann zufrieden einschlief. Es hat doch alles besser geklappt als ich vorher befürchtete und mit der alten Behausung haben wir jetzt im Grunde nichts mehr zu tun :)

 

Ach ja, eins noch: Es steht zwar etwas von Teil 1 im Titel, aber bevor jemand etwas falsches denkt: Es wird nur noch einen weiteren Teil geben und die beiden haben außer daß es um den selben Ort geht nichts miteinander zu tun.


02.07.2009 10:20    |    Mirco-S-H

Die Pflanze sieht aber nicht so fit aus... ;) :D


02.07.2009 10:56    |    Patriots

Schwarzer Daumen. :D:D

Der war gut.


02.07.2009 11:34    |    martinkarch

Eine Bekannte von mir stammt aus Delmenhorst.

 

Ihren Berichten zufolge dürfte das Verlassen des Ortes nicht soo schwer fallen, der Fluglärm soll gräßlich sein !


02.07.2009 11:39    |    meehster

@ Mirco: Die Pflanze mag vielleicht nicht mehr so fit aussehen, aber sie sieht für fast 5 Jahre in meiner Obhut und etwas über 4 Jahre bei meinem Schatzilein sehr gut aus. Die meisten Pflanzen - auch angeblich unkaputtbare - hielten wenn sie Glück hatten etwas über einen Monat bei uns durch.

 

@ Partiots. Ich finde, dieser Begriff trifft es sehr gut.

 

@ martinkarch: In Sachen Fluglärm kommt es sehr drauf an, wo in Delmenhorst man wohnt. An manchen Ecken bekommt man so gut wie gar nichts mit, an anderen ist es auf Dauer bestimmt wirklich unerträglich. Dort, wo ich wohnte, war zwar das eine oder andere Flugzeug hörbar, aber nicht mehr störend.


02.07.2009 13:08    |    aufallenvieren

Zitat:

Dieses Regal ist z.B. fest eingebaut. Die Pflanze verdient absolut einen Ehrenplatz, denn sie hat fast 5 Jahre lang meinen schwarzen Daumen überlebt ;)

..aber nur gaaaanz knapp! :D


02.07.2009 14:32    |    meehster

Immerhin :)


02.07.2009 16:37    |    Sp3kul4tiuS

Mein Auto hab ich auch Delmenhorst ;) ... von Piwellek


02.07.2009 20:03    |    meehster

Piwellek, Steller Straße, kenne ich. Mein ehemaliges Auto war auch mal bei denen.


02.07.2009 21:06    |    Sp3kul4tiuS

joa bin schon 300km hingefahren. Ist aber schon im März 2006 gewesen


06.07.2009 00:53    |    checkyChan

Zitat:

Frühmorgens um 6 klingelte mein Wecker. Jemand aus meinem Freundeskreis sollte die Wohnung bekommen und da dieser Jemand derzeit von ALG II leben muß, da der Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente noch nicht durch ist, hatte ich mich auf Ämterhopping eingestellt. Die Sache ist noch komplizierter als es jetzt klingt, da er in einem betreuten Wohnheim lebt (da aber raus soll) und vorher im Gefängnis war. Dazu kommt, daß er recht viele Schulden (mindestens sechsstellig) hat. Also eigentlich so gut wie unmöglich, eine Wohnung zu finden. Die Ämter in Bremen stellten sich dann auch noch quer, weil es keinen Grund gebe, nach Delmenhorst zu ziehen.

Niemand braucht einen Wohlfahrtsstaat und seine kalten Systemfürsorge :mad: So sieht Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit aus :) Private Wohlfahrt funktioniert besser und ist unmittelbar :)


06.07.2009 01:16    |    andyrx

die Blume könnte mal gegossen werden:D:D

 

mfg Andy


06.07.2009 05:02    |    meehster

Das haben wir bei der Übergabe gemacht und nun ists sein Job.


06.07.2009 12:29    |    Trackback

Kommentiert auf: andyrx:

 

Baustellen Chaos auf den Autobahnen-->welche nervt euch am meisten??

 

[...] Die Sache auf der A28 ist inzwischen fertig.

Am 30.6., also am Tag der Übergabe meiner alten Wohnung, wares soweit, daß ich wieder legal mit Tempo 150 (Panda) da entlangfahren konnte :) Auf dem Hinweg [...]

 

Artikel lesen ...


06.07.2009 13:49    |    fruchtzwerg

Du hast ja komische Bekannte ;)


06.07.2009 14:05    |    meehster

Tja ;)

Ich kenne den kleinen Kerl schon 13 Jahre. Damals war mein Töchterlein gerade unterwegs.


Deine Antwort auf "Ciao Delmenhorst Teil I - Der Abschiedstag"

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