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10.02.2020 19:38    |    jennss    |    Kommentare (162)

E-Auto-SucheE-Auto-Suche

"Ich hätte ja gerne ein E-Auto, aber die Gebrauchten sind noch so irre teuer", hört man manchmal. Tatsächlich sind die Gebrauchten auf Mobile.de erstaunlich wertstabil. Das hat natürlich seinen Grund, denn selbst die alten E-Autos sind ideale Zweitwagen, sofern man zuhause laden kann.

 

Zweitwagen brauchen meistens keine große Reichweite, werden gewöhnlich auf Kurzstrecken gefahren. Daher sind auch gebrauchte E-Autos noch sehr beliebt und hoch im Wiederverkaufswert, selbst die Modelle mit nur 160 km oder 190 km Reichweite nach Nefz-Norm, wie eGolf, e-Up oder i3 der 1. Generation, weil es für sie einen idealen Einsatzbereich gibt. Wir haben selbst einen Smart EQ und null Probleme mit der Reichweite als Zweitwagen.

 

Wer mit einer relativ kurzen Reichweite auskommt, hat ggf. die Wahl zwischen Gebrauchten und Neuwagen mit Umweltprämie. Neue E-Autos mit mäßiger Reichweite sind z.B. Smart, e.Go und eUp der 2. Generation, aber auch noch Honda e, Mini Cooper SE und andere. Die Schwelle zu einem Erstauto bzw. einzigen Auto im Haushalt sehe ich bei etwa 300 km nach WLTP. Solche sind dann für gelegentliche Langstrecken schon ganz brauchbar, ggf. mit Zeitzugabe ggü. Verbrennern, je nach Langstreckenfahrstil, was aber recht unproblematisch ist, solange diese Entfernungen nicht so oft vorkommen.

 

Für City-Betrieb ist ein E-Antrieb noch besser als ein Verbrenner mit normaler Automatik. Komfort und Fahrspaß sind immer wieder ein Genuss. Man kann dank sofortigem Ansprechen im Verkehr sehr schnell reagieren, was auch in gewisser Weise Entspannung bringt. Es verstopft bei Kurzstrecken kein DPF (Dieselpartikelfilter) und die Fahrkosten sind wunderbar niedrig. Selbst alte E-Autos sind noch immer steuerbefreit (10 Jahre). Ein e-Up von 2013 hat eine Akkugarantie von 160000 km/8 Jahre, d.h. man kauft einen Gebrauchtwagen, auf den es beim teuersten Bauteil noch immer Garantie gibt (bis 160000 km). Dabei geht der Akku natürlich auch nicht gleich kaputt, wenn er aus dem Garantiezeitraum heraus ist, da die Hersteller ja auch immer einiges an Reserven eingeplant haben. Nach bisherigen Erkenntnissen sind die Akkus tatsächlich deutlich haltbarer als oft befürchtet. Jedoch sinkt allmählich die Reichweite. Beim Verbrenner hingegen stehen oft teure Reparaturen bevor, wie z.B. Zahnriemenwechsel. Bei alten E-Autos gibt es ja viel weniger Teile, die kaputt gehen können. Insofern erscheint mir ein gebrauchtes E-Auto kalkulierbarer als ein Verbrenner. Wenn jedoch irgendwann einzelne Zellen des Akkus getauscht werden müssen, kann es leicht über 1000 € kommen. In den meisten Fällen dürfte der Akku jedoch ein durchschnittliches Autoleben lang halten. Bei Gebrauchtkauf eines älteren E-Autos ist eine Kapazitätsmessung des Akkus empfehlenswert. So hat der Käufer eine gewisse Sicherheit.

 

Obwohl BMW beim i3 damals nur 100000 km Garantie gab, während VW schon bei 160000 km lag (BMW inzwischen auch), dürften die i3-Akkus technisch besser sein, weil vollklimatisiert. Der eGolf wie auch der eUp haben keine Akkuheizung und -kühlung, können aber auch nur 40 kW laden (BMW 50 kW. Der eGolf anfangs evtl. auch 50 kW). Der i3 hat jedoch recht viel PS (170) für den kleinen Akku (netto ca. 20 kWh), was auch etwas belastend ist. Der ADAC hat beim i3 einen Dauertest laufen. Nach 84000 km und ca. 5 Jahren Alter lag der i3 Rex (1. Generation, kleinster Akku) bei ca. 93% Restkapazität. Der Akku des Rex-Modells wird sicher nicht weniger belastet als der des reinen Stromers. Der Rex lädt intern mit maximal 38 PS bzw. 28 kW. Überhaupt ist es sicher auch nicht schlecht, beim Verkäufer zu fragen, wie er meistens geladen hat. Unter 1C (= Volladen in einer Stunde) dürfte der Akku nicht sonderlich hoch belastet sein, bei 50 kW und 20 kWh Kapazität sieht die Belastung allerdings schon anders aus. Sicherlich deswegen und wegen der hohen Motorleistung hat BMW schon damals den Akku vollklimatisiert, was ihn schont, denn eine hohe Temperatur beim Laden und Fahren ist nicht gut für die Zellen.

 

Als einzigen Vorteil eines nicht-klimatisierten Akkus sehe ich den fehlenden "Vampirstrom" der Heizung/Kühlung des Akkus und damit den geringeren Verbrauch.

 

Einen guten Beitrag zu den Bedenken der Akkulebensdauer hat @zerschmetterling81 geschrieben.

 

In Anbetracht der hohen Umweltprämie demnächst ist der Gebrauchtkauf dennoch gut zu überlegen. Minimum dürfte etwa ein Seat Mii electric sein, der mit maximalem Rabatt (10% Schwerbehindertenrabatt oder geht noch mehr?) auf etwa 12600 € kommt. Das wird sich dann vermutlich auch auf die Gebrauchtpreise auswirken.

 

Alte Teslas sind noch wieder ein anderes Ding. Auch die haben hohe Wiederverkaufswerte und können gut als einziges Auto genutzt werden, da sie schon damals hohe Akkukapazitäten hatten. Die ersten Teslas können auch heute noch kostenlos an Superchargern laden, wenn ich mich nicht irre, und die Laufleistungen sind bei den großen Akkus sehr hoch. 400000 km und mehr sind keine Seltenheit. Es gab jedoch mal Schwächen bei der DU (DriveUnit, nicht nur der Motor) und auch bei Akkus. Dies kann man wohl als Kinderkrankheiten betrachten, denn Motoren halten sonst eine halbe Ewigkeit.

j.

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13.02.2020 20:49    |    Grasoman

Zitat:

Ich vergleiche das mal mit (m)einem Pedelec: vor fünf Jahren gekauft und aktuell knapp 9.000 km runter. Der Akku schwächelt seit gut 2.000km und die Reichweite sinkt. D. h. um die gleiche Strecke in der gleichen Zeit zu fahren, muss mehr Muskelkraft her, da der Batteriespeicher nicht mehr genug Energie liefert. Das neue Pedelec steht schon beim Händler, das Alter werde ich in Zahlung geben...ich bin gespannt, was das Pedelec, dass 2015 einen Neupreis von 3.800€ hatte, heute noch wert ist und ob es der Fahrradhändler überhaupt noch verkauft bekommt.

Zelltausch im Pedelec-Akku, schon ist der Akku wieder frisch. Und dafür *gibt* es Dienstleister. Und natürlich kennt auch der Fahrradhändler diese, wenn er das nicht sogar selbst abdeckt. Wer das nicht packt: einfach neuer Pedelec-Akku, der ist ja in aller Regel leicht tauschbar.

 

Bei einem gebrauchten Tesla-Akku außerhalb der Tesla-Garantien hingegen müssen sich diese Akku-Dienstleister, die auf Modul- und Zellebene reparieren oder tauschen erst etablieren. Naja, und so ein BEV-Akku ist auch von der Logistik einfach ne andere Nummer als ein Pedelec-Akku.


13.02.2020 20:55    |    notting

Zitat:

@Grasoman schrieb am 13. Februar 2020 um 20:42:00 Uhr:

Zitat:

Der Grund, warum solche Micro-Vermieter am eigentlichen Problem wenig ändern können (und auch, warum CarSharing in Summe nicht funktioniert): Gerade in deutschen Städten wollen die meisten Menschen zur gleichen Zeit rein und auch zur gleichen Zeit wieder raus.

Genau diese Nutzung - den Rush-Hour-Verkehr zur Arbeit und zurück und damit quasi "Pflichtwege" - deckt doch aber der ÖPNV auf eigenen Gleisen (Straßenbahn, S-Bahn) und damit ohne Staus und mit viel Transportkapazität und hoher Auslastung viel besser ab als Autos, die im Schnitt nur von 1,2 Personen belegt sind und im Rush-Hour-Stau stehen. Selbst Busse auf eigenen Busspuren haben da Vorteile.

Unsinn. Wer mit dem Auto fährt tut das i.d.R. weil der ÖPNV auf der Route Kacke, überteuert und/oder zu ausfallanfällig ist (inkl. Streik, Technikproblem und "Personenschäden" wo dann keine Ausweichrouten gefahren werden). Das Problem ist auch, dass eben in den Randgebieten der ÖPNV mies ist. Oder der ÖPNV ist komplett bescheuert. Beispiel: Großstadt im Ruhrpott. Das Hauptnetz hat die Form eines "U". Ich muss von einem Ende des Us zum anderen. Lt. Fahrplan ca. 45min (wenn nix dazwischen kommt, was oft der Fall ist, zudem sind viele Bhf. unbrauchbar beschildert hinsichtl. Umsteigemöglichkeiten, hatte schon mehrfach Probleme deswegen). Mit dem Auto waren es zur Rushhour(!) ca. 15min!

 

Zitat:

Und wer für diese Fahrten wirklich aufs Auto setzen muss: dann Fahrgemeinschaften, neudeutsch Ridesharing, damit wenigstens mal die 4-5 Sitzplätze im Auto belegt sind. Das ist einfach, braucht null Elektroautos, und spart 3/4 vom Berufsverkehr und seinen Kosten und Emissionen. Allein die Leute sind zu bequem und auch zu einkommensstark. Und sobald sie das Auto nicht mehr bezahlen können, rufen sie lieber nach mehr Lohn anstatt mal über Sachen wie Fahrgemeinschaften nachzudenken - und das effektive Senken ihrer autobezogenen Kosten.

*facepalm* Hast du schon mal was von der Vereinbarkeit und Privatleben und Beruf gehört bzw. dass extrem viele Leute nicht Punkt 5 den Hammer fallen lassen können oder gar unterschiedl. Wochenarbeitszeiten haben bzw. dass viele Arbeiten heute quasi alleine am Rechner gemacht werden, wo dann das Ergebnis an den nächsten Kollegen geht usw.?! Oder schlicht dass die Einzugbereiche der Kollegen immer größer werden und damit auch die Umwege für Mitfahrgelegenheiten = mehr Verkehr?!

 

Zitat:

Micro-Rental deckt IMHO den *Freiheits*aspekt (anstatt der Pflichtfahrten zur Arbeit die Ich-möchte-aber-gern-Fahrten) von Autofahren ab, und das ohne eigenes Rumsteh-Auto. Am Wochenende mal zur Oma aufs Land, abends mal ins entferntere Kino, zum Wandern in die Berge, oder mal an den einsamen Waldsee. In diesen Schwachlastzeiten des ÖPNV wird der ja typisch auch gleich wieder zusammengestrichen und an nicht-typische Individual-Ziele fährt der eh nicht hin. Die individuelle Freiheit und Mobilität bleibt damit erhalten.

Solche Sharing-Dienste sorgen für _mehr_ Verkehr, weil dann plötzl. auch Leute mit externer Energie fahren die z. B. vorher gelaufen wären, von Hol-/Bringverkehr mal ganz abgesehen!

 

notting


13.02.2020 23:42    |    BenutznameSchonVergeben

Herrlich! 85% der Kommentare sind so dermaßen von oben herab aus dem Elfenbein heraus verfasst, der Wahnsinn!

"Individualverkehr abschaffen, der Pöbel soll aufhören die Luft zu verpesten!" "Als 4.-Wagen ein Elektroauto, damit retten wir den Planeten!", "Eigentlich brauchen wir keine Autos, der ÖPNV ist 100% vollwertiger Ersatz, überall", "Wenn wir alle Verbrenner auf den Balkan verschieben ist die Umweltbilanz gerettet!","Keine Menschheit = Keine Probleme! Also außer mir und meinen Hippie-Freunden natürlich!"

B I N G O !


14.02.2020 03:38    |    Alexander67

Zitat:

@BenutznameSchonVergeben schrieb am 13. Februar 2020 um 23:42:24 Uhr:

Herrlich! 85% der Kommentare sind so dermaßen von oben herab aus dem Elfenbein heraus verfasst, der Wahnsinn!

.....

Aus dem Elfenbein heraus?

Was für ein Elefantenhasser!

....

 

Das wirkliche Problem ist wohl eher, dass all diese Einstellungen nicht sooo falsch sind.

Die Frage ist nur was jetzt wirklich die richtige Lösung bzw. die richtigen Lösungen sind.

Zweitwagen: Ja oder nein und was für einer.

Das ist natürlich auch vom Verkehr abhängig.

 

Und wieso will da einer auf Elfenbeinjagt gehen?

OK, ich denke jetzt ist klar wieso das Thema so abgeschweift ist.


14.02.2020 08:29    |    knolfi

Zitat:

@Grasoman schrieb am 13. Februar 2020 um 20:49:58 Uhr:

 

 

Zelltausch im Pedelec-Akku, schon ist der Akku wieder frisch. Und dafür *gibt* es Dienstleister. Und natürlich kennt auch der Fahrradhändler diese, wenn er das nicht sogar selbst abdeckt. Wer das nicht packt: einfach neuer Pedelec-Akku, der ist ja in aller Regel leicht tauschbar.

Lohnt sich das? Ein Akkutausch kostet beim Pedelec 500€ (sofern man diese "Rucksack-Akkus" noch bekommt).

 

Bei einem 5 Jahre alten Pedelec durchaus fraglich....

 

Egal: das nächste Pedelec wird eh über die Firma geleast und Pedelecs sind ja von der Besteuerung des geldwerten Vorteils seit 2019 ausgenommen. :D

 

Aber BTT.


14.02.2020 10:14    |    Alubremslicht

Zitat:

@chipart schrieb am 13. Februar 2020 um 12:04:48 Uhr:

Wenn ich zu Fuss, mit dem Rad oder ÖPNV komme, dann mache ich das unabhängig davon, ob es Micro-Vermieter gibt. Hier kann ein solcher Micro-Vermieter also keinen Verkehr reduzieren - ganz im Gegenteil, er könnte höchstens Leute motivieren, statt dem Rad doch mal das Auto zu nehmen.

 

Bei denen die nicht jeden Werktag ein Auto brauchen ist der Bedarf sehr häufig auch nicht voneinander unabhängig: Ich kenne Viele, die z.B. Im Sommer normalerweise mit dem Rad fahren ausser, und nur wenn es stärker regnet mit dem Auto kommen. Der Regen betrifft dann aber wieder Alle die es so machen - so dass die Micro-Vermieter für Alle genug Autos vorhalten müssten und sich wieder kein Nutzen durch Mietwagennutzung ergibt

Genau dieses Problem sehe ich auch. Selbst radle ich nämlich meine 15 km großteils - aber eben nicht wenn es morgens schon regnet. Eigentlich auch nicht bei Glatteis. (hatte ich leider am 7. Januar nicht beachtet und mir prompt eine 3 Wochen schmerzende Rippenprellung eingefangen)


15.02.2020 23:44    |    ermüdungsbruch

Die Diskussion liest sich wie üblich ...Befürworter und Gegner bewerfen sich mit allen möglichen Argumenten, zeihen sich gegenseitig der fake news, mangelnden Rechenkünsten usw. usw. usw.

 

Ich hab jetzt den ganzen Faden durchgelesen und finde zu wenig Selbstkritik. Man prüfe sich mal auf seine persönliche "Filterblase" ... und wie es denn aus dem Blickwinkel der anderen aussieht.

 

Als Landei sind mir die vielen Probleme der Ballungsraumbewohner oft sehr amüsant zu lesen. Amüsant, weil ich sie nicht habe. Allerdings hab ich oft auch echtes Mitgefühl, wenn ich mich in die Lage dieser Menschen hinein zu versetzen versuche.

 

Hier bei uns gehört der Zweitwagen zum Pflichtprogramm, weil man ohne diesen in weiten Teilen aufgeschmissen ist. Nur in den "großen Städten" (=maximal bis 40K Einwohner!) gibt es einen nennenswerten Takt im ÖPNV und selbst der taktet gerne auf vielen Strecken nur einmal pro Stunde. Bis so gegen 18 Uhr aber nur, dann ist ganz schnell ganz zappenduster.

 

Das ist für uns Landeier normal, wir sind es gewohnt, dass wir abgehängt sind, die Subventionen diesbezüglich in die Ballungsräume laufen und richten unser Leben danach ein. Aber dann soll man uns auch nicht mit den Verboten traktieren, die die Probleme lösen sollen, die wir vor Ort nicht haben.

 

Viele Lösungsvorschläge kranken daran, dass sie aus Blickwinkel einer dieser "Parteien" gedacht werden und -voll durchgezogen- der jeweils anderen Partei sogar echte Probleme bereiten, weswegen diese dagegen ankämpfen, was nur die anderen sich gar nicht gefallen lassen wollen.

 

Sogar unser kleines Land hat so viel Heterogenität im Leben, dass man darüber mal nachdenken sollte.


16.02.2020 00:43    |    jennss

Die individuelle Situation ist immer ganz unterschiedlich, jedoch entscheidend. Der eine hat die Sichtweise, oft Langstrecken fahren zu müssen, der andere ist Citybewohner oder Pendler. Der eine kann immer zuhause laden, der andere ist auf öffentliche Ladesäulen angewiesen. Vielleicht gehen deswegen manche Diskussionen aneinander vorbei.

j.


16.02.2020 06:39    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 16. Februar 2020 um 00:43:54 Uhr:

Die individuelle Situation ist immer ganz unterschiedlich, jedoch entscheidend.

Auf den Punkt, nicht nur die Peripheriebedingungen sondern auch Das individuelle Fahrprofil ist entscheidend.

Tendenziell kann man aber annehmen das der Landbewohner seinen Zweitwagen eher an der eigenen PV volltanken könnte.


16.02.2020 10:18    |    Rostlöser251

Nur wenn er als Nachtkurier arbeitet!

Bei “normaler” Autonutzung eines “Landbewohners” - also morgens zur Arbeit und Abends zurück zu fahren - ist die Stromerzeugung mit der eigenen PV (am Tag) und der Landebedarf des E-Autos (in der Nacht) weitgehend überschneidungsfrei...


16.02.2020 12:00    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@chipart schrieb am 16. Februar 2020 um 10:18:40 Uhr:

Nur wenn er als Nachtkurier arbeitet!

Dachte hier geht's um Zweitwagen :)


16.02.2020 12:12    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 16. Februar 2020 um 12:00:08 Uhr:

Zitat:

@chipart schrieb am 16. Februar 2020 um 10:18:40 Uhr:

Nur wenn er als Nachtkurier arbeitet!

Dachte hier geht's um Zweitwagen :)

Meiner Erfahrung nach sind "Zweitwagen" meist für irgendjmd. der Erstwagen. 2 Autos zu besitzen von denen quasi nie beide gleichzeitig fahren dürfte recht sinnfrei sein, außer vllt. wenn man bei beiden z. B. die Wartungsintervalle gut ausreizt.

 

notting


16.02.2020 14:15    |    ermüdungsbruch

Zitat:

@chipart schrieb am 16. Februar 2020 um 10:18:40 Uhr:

Nur wenn er als Nachtkurier arbeitet!

Bei “normaler” Autonutzung eines “Landbewohners” - also morgens zur Arbeit und Abends zurück zu fahren - ist die Stromerzeugung mit der eigenen PV (am Tag) und der Landebedarf des E-Autos (in der Nacht) weitgehend überschneidungsfrei...

In der Summe reicht der auf dem persönlichen Dach erzeugte Strom nicht zwingend für den jederzeitigen Betrieb eines Autos, selbst wenn man einen Speicher haben sollte. Gerade im Winter bei kürzeren Tagen bzw etwas bedecktem Himmel wird es knapp, außer man pendelt nur sehr kurze Strecken. Schon bei 2x 50 km wird es kritisch, wenn das Wetter nicht mitspielt.

 

Man kann versuchen, den Mangel durch einen größeren Speicher zu begrenzen und die Anlage zu vergrößern, aber da kommt man dann schnell an Investitionen ran, die man sich entweder nicht leisten kann (auch die Landeier wohnen längst nicht alle in einem PV-geeigneten Wohneigentum oder haben halt noch andere Verpflichtungen) oder wo heute noch PV verboten ist (Altstadtsatzungen in historischen Städten verbieten dies heute noch oft).


16.02.2020 22:20    |    Alexander67

Zitat:

@notting schrieb am 16. Februar 2020 um 12:12:37 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 16. Februar 2020 um 12:00:08 Uhr:

 

Dachte hier geht's um Zweitwagen :)

Meiner Erfahrung nach sind "Zweitwagen" meist für irgendjmd. der Erstwagen. 2 Autos zu besitzen von denen quasi nie beide gleichzeitig fahren dürfte recht sinnfrei sein, außer vllt. wenn man bei beiden z. B. die Wartungsintervalle gut ausreizt.

 

notting

Einen Erstwagen, ein Cabriolet, einen großen.

Unterschiedliche Fahrzeuge für unterschiedliche Anwendungen.


17.02.2020 10:27    |    Rostlöser251

Zitat:

In der Summe reicht der auf dem persönlichen Dach erzeugte Strom nicht zwingend für den jederzeitigen Betrieb eines Autos, selbst wenn man einen Speicher haben sollte.

Selbsterzeugter Solarstrom ist im Wesentlichen nur für E-Autos sinnvoll, die tagsüber nicht oder nur sehr selten bewegt werden - also für normale Gebrauchsautos eher nicht. Für Autos die zum Arbeitspendeln gebraucht werden gar nicht - aber wer natürlich einen Spass-E-Roadster für's Wochenende hat, bei dem sieht das anders aus.

 

Akkus können dabei nicht wirklich helfen: Abgesehen davon, dass der Ladeverlust durch den zweimaligen Ladevorgang (PV->Speicherakku->Fahrzeugakku) langsam echt groß wird, macht das auch wirtschaftlich keinen Sinn mehr:

Eine Vernünftige Akku-Lösung für die PV-Anlage kostet immer noch über 500EUR pro kWh Kapazität. Bei 2500 Ladezyklen (was für E-Autos schon eher viel ist) wären das unter optimalen Bedingungen (bei jeder Ladung vollausnutzung der Kapazität; keine Verringerung der Kapazität über Zeit, etc,...) wären das dann alleine 20ct/kWh an Speicherkosten für den Strom - ohne die Ladungsverluste einzurechnen.

Wenn man jetzt noch den Preis für die Erzeugung mit einrechnet, dann merkt man schnell, dass man mit Ökostrom aus dem Netz viel billiger (und Stressfreier) kommt...


17.02.2020 12:06    |    Fritzibass

https://www.t-online.de/.../...rt-die-oekobilanz-des-elektroautos.html

 

Ob als Zweit oder Erstfahrzeug.....einfach mal den Artikel lesen.:cool::o


17.02.2020 12:29    |    Alubremslicht

Sorry, du brauchst jetzt den Speicher nicht künstlich schlecht zu rechnen. Der Akku fürs E-Auto hat doch viel, viel, viel, viel, viel, viel höhere Anforderungen als der Heimakku. Da brauchst du viel geringere Lade- und Entladeströme, da hast du ein sehr enges Temperaturfenster, keine Erschütterungen. Also man sollte dies Akkus sehr viel billiger machen können. Und wie kommst du auf 500 Euro pro KWh? Dann würde ja der Akku eines mittleren E-Autos schon alleine 25.000 Euro kosten - das erscheint mir wirklich zu viel.

 

Und das mit den Ladezyklen ist auch so ne Sache. Im Auto mögen 2500 Ladezyklen viel sein, und der Akku fürs Auto gilt als kaputte wenn er bei 75 oder 80 % der erstmaligen Kapazität angekommen ist. Ein Hausakku hat aber auch noch nutzen wenn die Degradation viel weiter fortgeschritten ist. Dein Rechenbeispiel überzeugt mich gar nicht.


17.02.2020 12:37    |    Alubremslicht

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 17. Februar 2020 um 12:06:05 Uhr:

https://www.t-online.de/.../...rt-die-oekobilanz-des-elektroautos.html

 

Ob als Zweit oder Erstfahrzeug.....einfach mal den Artikel lesen.:cool::o

Als ca. sechster Satz steht da: "Allerdings gibt es weltweit nur wenige Lithium-Bestände" - okay, braucht man also nicht weiter zu lesen, der gute Markus Abrahamczyk recherchiert nicht gründlich. Zudem hat er nirgends erwähnt, dass er sich nach seinen Recherchen sofort dazu entschlossen hat, keine Geräte mehr mit Li-Ionen Akku zu kaufen. Er glaubt also offensichtlich selbst nicht an das was er schreibt oder er will den armen Menschen dieser Region offensichtlich schaden.


17.02.2020 12:41    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 17. Februar 2020 um 12:06:05 Uhr:

https://www.t-online.de/.../...rt-die-oekobilanz-des-elektroautos.html

 

Ob als Zweit oder Erstfahrzeug.....einfach mal den Artikel lesen.:cool::o

Das dieser Quatsch einfach nicht ausstirbt, und das in einem aktuellen Clickbait-Artikel verwurschtelt Oh mann. :Facepalm:

Wo ist die Gegenrechnung mit dem Erdöl, den Kriegen und Umweltveschmutzungen...


17.02.2020 13:13    |    Rostlöser251

Zitat:

@Alubremslicht schrieb am 17. Februar 2020 um 12:29:04 Uhr:

Und wie kommst du auf 500 Euro pro KWh?

Tesla rechnet für die Powerwall (13,5kWh) mit einem installierten Preis von 8800 EUR - das wären 651EUR pro kWh. Da hab ich jetzt einfach mal gut 20% "Tesla-Aufschlag" abgezogen und bin damit bei 500EUR/kWh gelandet (wohl wissen, dass die Powerwall im Vergleich zu ähnlichen Systemen gar nicht so teuer ist).

Natürlich geht es mit Blei-Akkus deutlich günstiger, aber Bleiakkus in einer Kapazität von der Größe eines eTRON-Akkus verbrauchen unglaublich Platz, sind nur sehr schwierig auf die Stromfestigkeit zu bringen, dass sie mit 11kW laden können und halten ausserdem nur relativ kurz.

 

Zitat:

Und das mit den Ladezyklen ist auch so ne Sache. Im Auto mögen 2500 Ladezyklen viel sein, und der Akku fürs Auto gilt als kaputte wenn er bei 75 oder 80 % der erstmaligen Kapazität angekommen ist. Ein Hausakku hat aber auch noch nutzen wenn die Degradation viel weiter fortgeschritten ist.

2500 Ladezyklen sind etwa 7 Jahre jeden einzelnen Tag komplett voll laden und leeren des Akkus. Das ist in Deutschland in 365 Tagen im Jahr aber komplett unrealistisch! Wenn man nicht eine völlig überdimensionierte Solaranlage hat (selbst wenn man den Platz hat wäre damit der Strom irsinnig teuer), wird man neben dem normalen Hausbedarf (an vielen Tagen nicht mal den) in Deutschland nicht mal an 180 Tagen im Jahr genug Strom produzieren, dass für das eAuto noch signifikant übrig bleibt. Dann sind es schon 14 Jahre lang an jedem einzelnen Tag an dem das möglich ist (also an jedem Tag im Sommerhalbjahr) das eAuto komplett leer fahren und über den Akku wieder laden.

Auch da ist es eher unrealistisch, dass mein Nutzungsprofil des Autos das hergibt.

 

In Summe verstehe ich also Deine Zweifel an meiner Rechnung: Sie war unrealistisch optimistisch! In Wirklichkeit werden die Kosten des Akkus am selbsterzeugten eAuto-Strom eher bei über 30ct/kWh liegen.

 

Das ist leider auch ein Problem der generellen e-Auto-Diskussion: Wenn ein Tesla bereinigt 10.000 EUR teurer ist, als ein eTRON, dann stört das niemanden so sehr. Wenn der Strom für den Tesla aber um 30ct/kWh günstiger ist, dann ist das ein Politikum - obwohl ich mir für die beim Kauf gesparrten 10k EUR dann 33.000kWh Strom kaufen könnten - selbst bei pessimistischer Verbrauchsrechung den Strom für über 100.000km...


17.02.2020 13:33    |    Alubremslicht

Zitat:

@chipart schrieb am 17. Februar 2020 um 13:13:11 Uhr:

Zitat:

@Alubremslicht schrieb am 17. Februar 2020 um 12:29:04 Uhr:

Und wie kommst du auf 500 Euro pro KWh?

Tesla rechnet für die Powerwall (13,5kWh) mit einem installierten Preis von 8800 EUR - das wären 651EUR pro kWh. Da hab ich jetzt einfach mal gut 20% "Tesla-Aufschlag" abgezogen und bin damit bei 500EUR/kWh gelandet (wohl wissen, dass die Powerwall im Vergleich zu ähnlichen Systemen gar nicht so teuer ist).

Natürlich geht es mit Blei-Akkus deutlich günstiger, aber Bleiakkus in einer Kapazität von der Größe eines eTRON-Akkus verbrauchen unglaublich Platz, sind nur sehr schwierig auf die Stromfestigkeit zu bringen, dass sie mit 11kW laden können und halten ausserdem nur relativ kurz.

Zitat:

@chipart schrieb am 17. Februar 2020 um 13:13:11 Uhr:

Zitat:

Und das mit den Ladezyklen ist auch so ne Sache. Im Auto mögen 2500 Ladezyklen viel sein, und der Akku fürs Auto gilt als kaputte wenn er bei 75 oder 80 % der erstmaligen Kapazität angekommen ist. Ein Hausakku hat aber auch noch nutzen wenn die Degradation viel weiter fortgeschritten ist.

2500 Ladezyklen sind etwa 7 Jahre jeden einzelnen Tag komplett voll laden und leeren des Akkus. Das ist in Deutschland in 365 Tagen im Jahr aber komplett unrealistisch! Wenn man nicht eine völlig überdimensionierte Solaranlage hat (selbst wenn man den Platz hat wäre damit der Strom irsinnig teuer), wird man neben dem normalen Hausbedarf (an vielen Tagen nicht mal den) in Deutschland nicht mal an 180 Tagen im Jahr genug Strom produzieren, dass für das eAuto noch signifikant übrig bleibt. Dann sind es schon 14 Jahre lang an jedem einzelnen Tag an dem das möglich ist (also an jedem Tag im Sommerhalbjahr) das eAuto komplett leer fahren und über den Akku wieder laden.

Auch da ist es eher unrealistisch, dass mein Nutzungsprofil des Autos das hergibt.

 

In Summe verstehe ich also Deine Zweifel an meiner Rechnung: Sie war unrealistisch optimistisch! In Wirklichkeit werden die Kosten des Akkus am selbsterzeugten eAuto-Strom eher bei über 30ct/kWh liegen.

 

Das ist leider auch ein Problem der generellen e-Auto-Diskussion: Wenn ein Tesla bereinigt 10.000 EUR teurer ist, als ein eTRON, dann stört das niemanden so sehr. Wenn der Strom für den Tesla aber um 30ct/kWh günstiger ist, dann ist das ein Politikum - obwohl ich mir für die beim Kauf gesparrten 10k EUR dann 33.000kWh Strom kaufen könnten - selbst bei pessimistischer Verbrauchsrechung den Strom für über 100.000km...

Du bist nicht ganz up to date. Kostenloses Supercharging ist ausgelaufen (Bestandsschutz gibt's natürlich noch)

 

Warum geht es dir denn um eine Modellrechnung, wo du dein E-Fahrzeug komplett mit Solarstrom fahren willst. Selbst mit Strom, der im Kohlekraftwerk produziert wird ist der Primärstromverbrauch auf Augenhöhe und die restlichen Emissionen besser.

 

Dann die Frage, ob du 11 KW Ladestrom brauchst? Über Nacht lädst du in aller Regel das nach, was tagsüber verbraucht wurde. Wären das z. B. 80 Km * 20 Kwh/100 km, also 16 kWh. Das wären bei 6 Stunden Standzeit dann auch nur 2,7 Kilowatt - und das war jetzt ein zufällig gewähltes Beispiel mit wesentlich höheren Zahlen als wir es z. B. haben (wir liegen eher bei 40 Km und 14 Kwh/100 km mit unserem BMW i3) Und da würde sogar noch die Schuko-Steckdose ausreichen. (selbst habe ich zu hause auch nichts anderes - und nein, wir hatten noch keinen Schmorbrand in der Garage)

 

Deshalb denke ich ja auch, dass es der falsche Weg ist, hochwertige Akkus, die für den Betrieb im Kfz ausgelegt sind, in der Garage an die Wand zu schrauben. Ich sehe da wie gesagt den second-use der Autobatterie (momentan gibt es da ja aber noch nicht viele, das kommt mit der Zeit) oder eben eine Technologie die viel billiger in der Herstellung ist. Wie gesagt, darf kleinere Ströme können, braucht keine Klimatisierung, muss keine Erschütterungen abkönnen, darf schwerer und voluminöser als im Auto sein. Da muss es doch zwischen Blei und Li-Io etwas vernünftiges geben.


17.02.2020 15:46    |    Fritzibass

@Schwarzwald4motion @Alubremslicht

 

Ist ja nett wie Ergebnisoffen diskutiert wird. Sobald es Gegenargumente gibt, wird es auf diese Art abgetan. Mag sein, dass es aktuell nicht als politisch korrekt gilt, den Mainstream zum Thema Mobilität in Frage zu stellen. Aber aus meiner Sicht ist dieses verhalten einfach nur entlarvend. Ist es trotzdem ok, jetzt auch noch weitere Ressourcen in diesem Stil auszubeuten und die Lebensgrundlage dermaßen zu zerstören und sich selbst das Prädikat Umweltengel auf die Stirn zu pappen. Dass die Erdölproduktion/Gewinnung die genannten Probleme verursacht hat ist bekannt und bestreitet niemand. Dass die Gewinnung seltener Erden und Rohstoffe für die Batterieerzeugung umweltschädlich ist wird aber gerne unter den Tisch gekehrt. Und ob die Zahlen des Herrn Abrahamczyk sich mit euren Zahlen decken ist dabei nicht der Punkt. Das müsste man aber auch verstehen können.

Wer sagt, dass ihr und eure Argumente/Zahlen /Recherchen der Weisheit letzter Schluss sind....ihr nehmt für euch in Anspruch ein Thema erschöpfend und bis zum absoluten Ende durchdacht zu haben. Anmaßend nenne ich sowas.

Was denkt ihr eigentlich wer ihr seid...Nicola Tesla und Albert Einstein? Deren Genialität würde ich definitiv nicht anzweifeln.....


17.02.2020 16:08    |    Alubremslicht

Zitat:

@Fritzibass schrieb am 17. Februar 2020 um 15:46:10 Uhr:

@Schwarzwald4motion @Alubremslicht

 

Ist ja nett wie Ergebnisoffen diskutiert wird. Sobald es Gegenargumente gibt, wird es auf diese Art abgetan. Mag sein, dass es aktuell nicht als politisch korrekt gilt, den Mainstream zum Thema Mobilität in Frage zu stellen. Aber aus meiner Sicht ist dieses verhalten einfach nur entlarvend. Ist es trotzdem ok, jetzt auch noch weitere Ressourcen in diesem Stil auszubeuten und die Lebensgrundlage dermaßen zu zerstören und sich selbst das Prädikat Umweltengel auf die Stirn zu pappen. Dass die Erdölproduktion/Gewinnung die genannten Probleme verursacht hat ist bekannt und bestreitet niemand. Dass die Gewinnung seltener Erden und Rohstoffe für die Batterieerzeugung umweltschädlich ist wird aber gerne unter den Tisch gekehrt. Und ob die Zahlen des Herrn Abrahamczyk sich mit euren Zahlen decken ist dabei nicht der Punkt. Das müsste man aber auch verstehen können.

Wer sagt, dass ihr und eure Argumente/Zahlen /Recherchen der Weisheit letzter Schluss sind....ihr nehmt für euch in Anspruch ein Thema erschöpfend und bis zum absoluten Ende durchdacht zu haben. Anmaßend nenne ich sowas.

Was denkt ihr eigentlich wer ihr seid...Nicola Tesla und Albert Einstein? Deren Genialität würde ich definitiv nicht anzweifeln.....

@ Fritzibass

halt stop - jetzt wirst du aber persönlich angreifend, und das führt sicher zu nichts Gutem. Weder denke noch schrieb ich, dass ich das Thema erschöpfend und bis zum absoluten Ende durchdacht habe noch ist es angemessen mir Überheblichkeit zu unterstellen.

 

Und was ist denn der "Mainstream zum Thema Mobilität" - jetzt hat doch die Lobby jahrelang gegen Elektromobilität gehetzt, und gerade diese meist falschen Argumente sind in den Köpfen der Menschen (zumindest sehr vieler mit denen ich darüber diskutiere) noch präsent. Ich empfinde es immer noch so, dass es Mainstream ist weiter am Verbrenner festzuhalten.

 

Ich bleibe dabei, dass der Autor der Studie schlecht recherchiert hat, weil er schreibt Lithium sei selten anzutreffen. Das Problem ist doch, dass es in der Atacama Wüste einfach so in der Salzlake steckt und derartig billig herauszuholen ist, dass es sich momentan nicht oder kaum lohnt es anderer Stelle zu suchen und abzubauen. Der Welthunger nach Lithium ist nun mal da und so wie die politische Lage in Südamerika ist wird das da ausgebeutet bis es weg ist. Ob das nun durch die Elektromobilität schneller geht oder nicht.

 

Seriös wäre also eine Studie die - gut recherchiert - die Umweltschäden beider Systeme (Verbrenner / Akku) gegenüberstellt.

 

Vorteil Akku: Das Lithium wird nicht verbraucht, es kann zum größten Teil recycled werden, am Ende ist es nahezu ein Kreislauf.

Vorteil Akku: Es wird weiterhin daran geforscht und es ist möglich und wahrscheinlich, dass eine spätere Generation von Akkus kein Lithium oder sehr wenig davon braucht. (übrigens auch ein Grund, so denke ich, dass Investitionen zum Lithiumabbau an anderer Stelle sehr, sehr vorsichtig getätigt werden)

 

Also, was meinst du... war unser Hinweis darauf, dass man DIESER Studie nicht zu viel Einfluss zugestehen sollte wirklich so überheblich wie du es dargestellt hast?

 

Mit freundlichen Grüßen

Albert Nicola :-)


17.02.2020 16:32    |    Rostlöser251

Man braucht das Thema gar nicht so emotional diskutieren.

 

Fakt ist: Ölgewinnung und -Verbrennung schadet der Umwelt. Abbau von Lithium und seltenen Erden auch.

 

Zwischen verschiedenen Arten der Umweltverschmutzung abwägen zu wollen ist immer Unsinn! Es gibt kein objektives Kriterium nach dem man entscheiden kann, wie viel CO2 einem qm zerstörte Atacama-Wüste oder 0,001% Wahrscheinlichkeit einer Reaktorkatastrophe entspricht.

 

Was aber auch klar ist: Wenn wir den von Vielen proklamierten und sogar von der EU ausgerufenen "Klimanotstand" haben, dann ist die Frage völlig egal!

Ein Notstand zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man eben nicht mehr zwischen verschiedenen Übeln abwägen muss, sondern dass die Gefahr durch diese eine Sache so groß und so gegenwärtig ist, dass Alles andere (ausser vielleicht das unmittelbare Menschenleben) dahinter zurück stehen muss.


18.02.2020 10:00    |    Alubremslicht

Zitat:

@chipart schrieb am 17. Februar 2020 um 16:32:55 Uhr:

Man braucht das Thema gar nicht so emotional diskutieren.

 

Fakt ist: Ölgewinnung und -Verbrennung schadet der Umwelt. Abbau von Lithium und seltenen Erden auch.

 

Zwischen verschiedenen Arten der Umweltverschmutzung abwägen zu wollen ist immer Unsinn! Es gibt kein objektives Kriterium nach dem man entscheiden kann, wie viel CO2 einem qm zerstörte Atacama-Wüste oder 0,001% Wahrscheinlichkeit einer Reaktorkatastrophe entspricht.

 

Was aber auch klar ist: Wenn wir den von Vielen proklamierten und sogar von der EU ausgerufenen "Klimanotstand" haben, dann ist die Frage völlig egal!

Ein Notstand zeichnet sich gerade dadurch aus, dass man eben nicht mehr zwischen verschiedenen Übeln abwägen muss, sondern dass die Gefahr durch diese eine Sache so groß und so gegenwärtig ist, dass Alles andere (ausser vielleicht das unmittelbare Menschenleben) dahinter zurück stehen muss.

Also ich finde diese Abwägung keinen Unsinn. Denn das was du forderst ist eben realitätsfern. Natürlich ist jede eingesparte Autofahrt der Umwelt dienlich. Aber die Realität ist eben so, dass einige Autofahrten eingespart werden, der Großteil aber dann doch weiterhin unternommen wird. Und genau da stellt sich die Frage, ob mit einem Verbrenner oder BEV. Und eben genau diese - deiner Meinung nach unsinnige - Abwägung zwischen verschiedenen Arten der Umweltverschmutzung spielt dann für die Kaufentscheidung eine wichtige Rolle. Also kommen wir nicht drum herum.


18.02.2020 10:08    |    Rostlöser251

Wenn Du das so siehst, dann doch mal Butter bei die Fische:

Wieviel km^2 zerstörte Atacama-Wüste entsprechen für wie viele Tonnen eingespartes CO2?

Wieviele qm Wasserverbrauch in Chile sind für Dich wie viele 0.x% verringertes Risiko einer Exxon-Valdez-Katastrophe wert?

Wieviel % geringeres Risiko eines atomaren GAU ist für Dich eine eingesparte Tonne CO2 wert?


18.02.2020 10:24    |    Alubremslicht

Wie ich schon schrieb ist es meiner Meinung nach so, dass die Lithiumvorkommen in Südamerika so oder so ausgebeutet werden. Dass die E-Mobilität jetzt dazukommt hat sogar den Vorteil, dass "die Welt" genauer hinsieht und die Verfahren verbessert und umweltverträglicher gemacht werden.

 

Die Frage nach Atomkraft hat doch nichts mit unserem Thema hier zu tun, stellt sich in diesem Zusammenhang gar nicht.

 

Apropos: Es geht hier ja um den perfekten Zweitwagen, aus meiner Sicht ist der eben elektrisch. :-)


18.02.2020 10:28    |    Rostlöser251

Zitat:

@Alubremslicht schrieb am 18. Februar 2020 um 10:24:57 Uhr:

Wie ich schon schrieb ist es meiner Meinung nach so, dass die Lithiumvorkommen in Südamerika so oder so ausgebeutet werden.

Sorry, aber das ist eine Quatsch-Ausrede um Dich vor Deinem eigenen Argument zu drücken. Auch Du würdest sicher zustimmen, dass es nicht angemessen wäre, 10.000 Quadratkilometer Wüste zu zerstören, wenn man damit nur 1 kg CO2 einsparen würde...

 

Was Du jetzt sagst ist ja nichts anderes als "E-Autos sind eh egal, weil die Ölvorkommen ohnehin ausgebeutet werden und es daher am Ende egal ist, ob sie für Autos oder was anderes verbrannt werden" - oder warum gilt für Dich bei Öl was anderes, als bei Lithium?


18.02.2020 11:49    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@chipart schrieb am 18. Februar 2020 um 10:28:57 Uhr:

...Wüste zu zerstören...

:eek::p

Vielleicht sollten wir z.B. mal mit den großen Glasflächen aufhören.

 

Die Ultimative Hoffnung liegt in der Recycelbarkeit des Minerals, das toppt jedes Argument für Öl. Schließlich wird es auch in einigen Dekaden noch Menschen geben.

Aber ja ich würde auch lieber die Gewinnung aus Meerwasser-Entsalzungsanlagen o.Ä. sehen, nur wäre dies deutlich Teuer.


18.02.2020 11:58    |    Alubremslicht

Zitat:

@chipart schrieb am 18. Februar 2020 um 10:28:57 Uhr:

Zitat:

@Alubremslicht schrieb am 18. Februar 2020 um 10:24:57 Uhr:

Wie ich schon schrieb ist es meiner Meinung nach so, dass die Lithiumvorkommen in Südamerika so oder so ausgebeutet werden.

Sorry, aber das ist eine Quatsch-Ausrede um Dich vor Deinem eigenen Argument zu drücken. Auch Du würdest sicher zustimmen, dass es nicht angemessen wäre, 10.000 Quadratkilometer Wüste zu zerstören, wenn man damit nur 1 kg CO2 einsparen würde...

 

Was Du jetzt sagst ist ja nichts anderes als "E-Autos sind eh egal, weil die Ölvorkommen ohnehin ausgebeutet werden und es daher am Ende egal ist, ob sie für Autos oder was anderes verbrannt werden" - oder warum gilt für Dich bei Öl was anderes, als bei Lithium?

Eben, Öl ist doch viel zu schade um es zu verbrennen. Und bitte fahre deinen persönlich angreifenden Stil wieder zurück. Meine Meinung ist keine Quatsch-Ausrede. Und mir etwas saublödes in den Mund zu legen beleidigt mich - lass es also. Und 10.000 Quadratkilometer Wüste für 1 kg CO2 - da sind wir dann tatsächlich im Nonsens angekommen.


18.02.2020 12:10    |    kr1zl

Meiner Meinung nach, ich betone dies: Sind E-Autos kein Allheilmittel, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Brennstoffzelle wäre natürlich viel besser, aber gibt genug, die das verhinder werden.

 

Allgemein lässt sich sagen, das steht auch auf Seite 1. "Individualverkehr" ich fahre beruflich und privat viel Bahn und ich muss sagen, es ist die Hölle, die Bahn ist einfach nur ein Witz, was Pünktlichkeit, Flexibilität, Komfort und Preis/Leistung angeht.

Ich fahre gerne Auto, damit bin ich unabhängig und meist günstiger als mit der Bahn (ohne Verschleiß etc.)

 

ABER um das Problem allgemein zu lösen muss der Nahverkehr ausgebaut werden und der Individualverkehr reduziert werden !!

Ich wohne hier etwas ländlich, hier fährt 1x am Tag ein Bus. Ohne Auto geht hier nichts, das kann nicht sein. Taxi in den nächsten größeren Ort kostet mind. 40 €.

Ladesäule... 60km entfernt, aber 2 Tankstellen mit Mondpreisen.

 

Nahverkehr fördern, Verkehr reduzieren, Umweltbelastung reduzieren, nur das kann eine nachhaltige und langfristige Lösung sein und nicht noch mehr Autos auf die Straße bringen, egal ob Verbrenner oder Diesel oder....


18.02.2020 13:25    |    Rostlöser251

Zitat:

@kr1zl schrieb am 18. Februar 2020 um 12:10:43 Uhr:

die Bahn ist einfach nur ein Witz, was Pünktlichkeit, ... angeht.

Der Vergleich Bahn mit Auto in Bezug auf Pünktlichkeit ist meist etwas verzerrt, da man beim Auto andere Erwartungen an Pünktlichkeit hat.

 

Wenn man - wie bei der Bahn - am Tag vorher mit Google Maps raussucht, wie lange man mit dem Auto wohl unterwegs ist und dann - auch wie bei der Bahn - am nächsten Tag die Strecke fährt und sich "zu spät" fühlt, wenn man mehr als 5 Minuten länger braucht, der wird mit dem Auto oft zu spät kommen.


18.02.2020 15:40    |    kr1zl

Zitat:

@chipart schrieb am 18. Februar 2020 um 13:25:39 Uhr:

Zitat:

@kr1zl schrieb am 18. Februar 2020 um 12:10:43 Uhr:

die Bahn ist einfach nur ein Witz, was Pünktlichkeit, ... angeht.

Der Vergleich Bahn mit Auto in Bezug auf Pünktlichkeit ist meist etwas verzerrt, da man beim Auto andere Erwartungen an Pünktlichkeit hat.

Glaub mir bei 5-15 Minuten würde ich bei der Bahn nicht von Verspätung reden.

 

20-35 min ist leider üblich, meist schon am Abfahrtsbahnhof.

 

Fahre regelmäßig Köln - Bremen, ICE - Kein Umsteigen... 40min -2 Stunden Verspätung ist da keine Seltenheit, das ist Fakt und einfach nur traurig.


18.02.2020 15:45    |    jennss

Zitat:

@kr1zl schrieb am 18. Februar 2020 um 12:10:43 Uhr:

Meiner Meinung nach, ich betone dies: Sind E-Autos kein Allheilmittel, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Brennstoffzelle wäre natürlich viel besser, aber gibt genug, die das verhinder werden.

Wer sollte das denn aus welchem Grund verhindern? Brennstoffzellenautos werden doch mehr subventioniert als Akkuautos, oder nicht?

Ich denke, die Brennstoffzelle ist ein Traum der Verbrennerfahrer, weil sie sich mit dem normalen Tanken vertraut fühlen. In der Summe ihrer Eigenschaften liegt die Brennstoffzelle beim PKW aber bisher aussichtslos hinter der Akkutechnik. Das größte Problem sind wohl die Kosten und die Effizienz. Würde man einen Kleinwagen mit Brennstoffzelle bauen, wäre die Reichweite sicher auch mager, weil für die Tanks nicht viel Platz wäre.

j.


19.02.2020 10:45    |    kr1zl

@jennss

da gebe ich Recht, die Brenstoffzelle ist leider noch viel zu teuer und für einen Kleinwagen evtl. nicht wirklich sinnvoll, aber das kann alles noch werden. Was das E-Auto nach vorne bringen wird / sollte sind die Vereinheitlichung von Ladestandards und die damit verbundene Ladegeschwindigkeit. Pflicht zur aktiven Kühlung der Akkus, bei passiver Kühlung stehe ich nach 200 km 5 Stunden an der Ladesäule weil der Akku zu heiß ist. Ladeinfrastruktur und Abrechnung nach dem Beispiel von Tesla ( ich bin im USA Urlaub 3 Wochen Tesla gefahren, einfach, super, mega, cool....und Betonung liegt auf einfach, an den Charger, 30 min warten, Karre knacke voll, wieder 300 km fahren) Das bringt keinen um und durch die "Zwangspause" denke ich, werden die Fahrer auch wieder frischer und die Unfälle vermindern sich.


20.02.2020 17:22    |    Rostlöser251

Zitat:

@kr1zl schrieb am 19. Februar 2020 um 10:45:14 Uhr:

Was das E-Auto nach vorne bringen wird / sollte sind die Vereinheitlichung von Ladestandards und die damit verbundene Ladegeschwindigkeit.

Ladestandards sind in Europa schon einheitlich - nur Tesla braut noch sein Extrasüppchen, was aber historisch verständlich ist. Was sollte man da noch weiter vereinheitlichen?

 

Ladegeschwindigkeiten zu standardisieren mach keinen Sinn: Für ein schnelles Überlandauto braucht man 150kW+ Lader. So was in jeden Stadt-Kleinwagen einzubauen ist unnötig und viel zu teuer...


20.02.2020 17:26    |    ballex

Zitat:

Ladestandards sind in Europa schon einheitlich - nur Tesla braut noch sein Extrasüppchen, was aber historisch verständlich ist.

Stimmt, Tesla hat seine Schnelllader eingeführt, bevor es CCS als Standard in Europa gab - deshalb verständlich, dass es da anfangs Abweichungen gab. Allerdings muss ich dich korrigieren: Tesla braut kein Extrasüppchen mehr. Du kannst jeden aktuellen Tesla per CCS an jeder Schnellladestation laden, Model 3 nativ, Model S/X mit kleinem, handlichen Adapter.


20.02.2020 17:26    |    Alexander67

Ganz nebenbei gibt es aktuell (früher noch mehr,) üblicherweise Super und Diesel auch jeweils in einer Plus Version.

 

Also aktuell 4 unterschiedliche, mindestens.

Gas nicht mitgerechnet.


20.02.2020 17:50    |    Rostlöser251

Ich warte ja drauf, dass der erste Anbieter bei Ladestationen 2 Kabel montiert: Ein grünes für Ökostrom und ein schwarzes für normalen ;-)


20.02.2020 19:13    |    Alexander67

Ja, das könnte noch kommen.


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