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18.09.2018 19:58    |    jennss    |    Kommentare (80)

Es begann vor ca. 20 Jahren: Als Digitalkameras Ende des letzten Jahrtausends aufkamen, hatten sie noch viele Nachteile und die Analogfotografen haben sie nicht weiter beachtet. Man musste Akkus immer wieder aufladen, die Auflösungen waren klein (anfangs ca. 1 MP), der Kontrastumfang mager, die Sensoren winzig, so dass man nicht freistellen konnte. Ich hatte 2001 mit einer 2 MP Digitalkamera angefangen und danach allerlei Kameras gehabt (auch analog schon reichlich wie z.B. Oly OM4 etc.), u.a. auch noch eine sehr kleine Sony U10 mit 1,3 MP, die ich nie verkauft habe, weil ich sie liebe, wie auch meine kleine Pentax Auto 110 aus der Analogzeit.

 

Ein großer Vorteil war aber auch schon damals klar: Die Verwendbarkeit von Dateien ist viel besser als von chemischem Film. Man hatte die Bilder sofort da, konnte sie kontrollieren. Man lernt mit Digitalkameras die Auswirkungen der Einstellungen sofort kennen, ohne erst lange auf die entwickelten Bilder warten zu müssen. Weiterhin kann man digitale Fotos viel besser bearbeiten. Ende 2003 kam dann der Durchbruch mit der ersten digitalen, bezahlbaren DSLR (vorher schon ein paar sehr teure) mit immerhin ca. halber Sensorgröße eines Kleinbildnegativs (APS-C). Die Canon EOS 300D hatte ich kurz nach Erscheinen. Es ging danach steil bergauf mit der Digitalkameratechnik und heute nutzt kaum noch jemand analoge Filme. Ähnlich erging es dem Plattenspieler als der CD-Player kam. Auf der Strecke blieben beim Technikwechsel einige Marken. Leider auch Contax, die es mit der "N Digital" schon 2000 mit einem Vollformatsensor versuchten. Den Zwischenschritt APS-C-Format wollten sie überspringen und das ging schief, denn der Philips-Sensor war miserabel.

 

Vieles erinnert mich heute bei der Elektromobilität an diese Anfangsphase der Digitalkameras. Auch E-Autos sind noch vergleichsweise teuer. Während man damals Papierfotos zugunsten der billigen Dateien sparen konnte, wird man mit E-Autos beim Fahren sparen, denn mit Strom fährt es sich günstiger. Ein Argument gegen Digitalkameras war das glatte Aussehen der Bilder. Es fehlte das Korn. Genauso fehlt heute einigen Petrolheads bei E-Autos der Motorsound. Ein Vorteil wird zum Nachteil erklärt :). Vinylfreaks fehlt an CDs z.B. das schöne Knistern der Platten und irgendwie ein analoger Sound. Ich gebe Recht: Ein gewisser Charakter geht mit der neuen, cleanen Technik durchaus verloren. In Lightroom packe ich dann eben künstliches Korn dazu, so wie ein e-Up-Fahrer den aufpreispflichtigen "e-Sound" einschalten kann. Es fehlt dann nur das "Echte" und so lässt man es meist.

 

Das Jahr 2012 der E-Mobilität ist etwa vergleichbar mit dem Jahr 1998 für die Digitalkameras. Womöglich wird es 20 Jahre später, also 2032, mit den E-Autos so aussehen wie heute mit den Digitalkameras. Analogkameras, selbst die schönen Leicas, sind heute traumhaft günstig zu bekommen. Trotzdem kaufe ich mir keine, weil die Technik in Anbetracht der digitalen Möglichkeiten nicht mehr attraktiv ist. Leider, aber auch gut so. Ich überlasse sie den Oldie-Fans. Was Canon mit der EOS 300D als bezahlbarer DSLR damals geschafft hat, könnte VW mit dem ID Neo erreichen: Einen Meilenstein zu bezahlbarer, universeller Elektromobilität setzen.

 

Manch einer wird sagen, dass die Zeit für ein E-Auto für ihn noch nicht da ist. Das mag richtig sein, denn sowas ist sehr individuell. So war es auch mit Digitalkameras. Die Reichweiten und die Ladeinfrastruktur sind ja noch nicht so toll. Aber einen wesentlichen Teil der Faszination vermitteln auch die aktuellen E-Autos schon. Nicht wenige Leute, die mal einen eGolf oder einen i3 gefahren sind, sind schwer begeistert und empfinden Verbrenner plötzlich als "von gestern". Der Funke springt oft auf einer Probefahrt über.

 

Beim genaueren Betrachten erkennt man die ganzen Vorteile vom elektrischen Fahren: Niedrigere Fahrkosten, schnelleres Ansprechen, kein Turboloch, starkes Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen, leise, keine Schaltrucke, keine Kickdownverzögerung, Leistung auf Gaspedalbefehle ist sehr proportional und verzögerungsfrei, perfektes Anfahren, kein Einkuppeln, keine Verzögerung durch Start-Stop-Systeme, keine lokalen Schadstoffe, kein Ölwechsel, viel weniger Technik insgesamt und neue Möglichkeiten (z.B. Torque Vectoring).

 

Sicher kann man die Techniken nicht 100% vergleichen, aber ich sehe da eine ähnliche Entwicklung, bei der auch die Jahre der Meilensteine ungefähr passen. Spannend wird sein, wie sich die Gebrauchten mit der alten Technik (Verbrenner) verkaufen lassen. Aber der Wandel wird auch nicht soo schnell kommen. Und man fährt Autos im Schnitt gut 10 Jahre. So wird man jetzt kaum einen Fehlkauf machen, der großen Verlust bedeutet.

j.

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24.09.2018 00:32    |    jennss

Zitat:

Wieso? Ist doch legal. Kunde soll halt das Kleingedruckte lesen...

Mal bei Stiftung Warentest nach Ökostrom schauen.

Ok, dann muss man da aufpassen. Diese Anbieter sind hoffentlich nicht in der Mehrzahl. Vielleicht gibt es ja in der Zukunft noch strengere Richtlinien?

j.


24.09.2018 09:43    |    Alubremslicht

Sag mal, mipietsch, was hast du denn für Quellen? Das Problem mit dem Wirkungsgrad hat der Verbrenner. Da wir dann gerne angeführt, dass ein modernen Diesel z.B. 40 % Wirkungsgrad hat - das Problem: Das gilt nur im optimalen Betriebszustand. Nicht in der Kaltlaufphase, nicht bei total schwankenden Drehzahlen im Stadtverkehr, nicht bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn... und das ist genau der Vorteil am elektrischen Fahren, es ist viel einfacher und das System wird automatisch effizient genutzt. Ich habe eben auch viel darüber gelesen, ich denke vom CO2 her ist es bereits mit dem aktuellen Strommix ungefähr gleich auf, eher elektrisch leicht besser. Bei allen anderen Abgasen sieht es für den Verbrenner sowieso ganz schlecht aus.

 

Von deiner Behauptung "aktuell sind e-autos teuer, unpraktisch und umweltsäue" bleibt nicht viel. Anschaffung ist noch teuer, ja, bei Vielfahrern sieht die Gesamtkostenbilanz aber schon gut aus elektrisch, unpraktisch ist für mich das Tanken und die Ölflecken auf der Straße, unangenehmer Geruch, Werkstattbesuch wegen Ölwechsel... das Elektroauto in der Garage einzustöpseln und am nächsten Morgen vollgeladen loszufahren hingegen finde ich praktisch. Bei der Umwelt liegst du sicher falsch, da sind die Verbrenner die Schweine. Der Verbrennungsmotor ist am Ende seiner Entwicklungszeit, da erwarte ich nur noch marginale Verbesserungen (deshalb würde ich auch als Autohersteller keinen großen Entwicklungsaufwand mehr da reinstecken), bei der Akkutechnologie und der Effizienz des Gesamtsystems Elektrofahrzeug stehen wir eher am Anfang der technologischen Entwicklung und es sind noch große Verbesserungen zu erwarten.


24.09.2018 11:37    |    schleich-kaefer

Zitat:

Von deiner Behauptung "aktuell sind e-autos teuer, unpraktisch und umweltsäue" bleibt nicht viel. Anschaffung ist noch teuer, ja, bei Vielfahrern sieht die Gesamtkostenbilanz aber schon gut aus elektrisch, unpraktisch ist für mich das Tanken und die Ölflecken auf der Straße, unangenehmer Geruch, Werkstattbesuch wegen Ölwechsel... das Elektroauto in der Garage einzustöpseln und am nächsten Morgen vollgeladen loszufahren hingegen finde ich praktisch.

Wieder ein unverbesserlicher Optimist ;-) Du blendest offensichtliche Tatsachen aus. Wie viele Autobesitzer haben eine Garage? Millionen von Autos parken an der Straße. Und das wird sich nicht ändern.

Was is mit einem Urlaub in eine Gegend, wo es keine Lademöglichkeit gibt? Soll man das für die nächsten Jahre/Jahrzehnte einfach vergessen? Oder im Anhänger ein paar Tonnen Zusatzakkus mitschleppen? Was ist mit Leuten, die mit einem Campinganhänger in den Urlaub fahren? Wie weit schaffen die? Alle 2 Stunden ein paar Stunden vollladen?

 

Wenn bei dem Elektroauto viele Teile eines Verbrenners nicht drin stecken (kein Getriebe, keine Kupplung, keine Lichtmaschine, kein Anlasser, keine Wasserpumpe, kein Kühler, keine Ölschmierung und vor allem kein komplexer Motor mit allem Pipapo dran), warum rufen die Hersteller dafür teilweise schon astronomische Preise auf? Das bisschen Blech zusammenschweißen haben sie doch seit Jahrzehnten so gut im Griff. Elektromotor müssen sie ja nicht neuentwickeln.

 

Das ganze E-Ding ist so was von unausgegoren, dass ich jedes Mal mit dem Kopf schütteln muss, wenn ich die verblendeten Elektroenthusiasten sehe. Und wenn ich so an die digitale Fotoapparate oder Handys denke, wo alle ein paar Jahre den Leuten was "völlig Neues" eingedreht wird (und sie das mitmachen), da wünsche ich mir um so mehr eine wirklich ausgereifte Lösung beim Thema E-Auto. Leider sind wir davon noch weit entfernt.


24.09.2018 12:11    |    notting

@schleich-kaefer:

Zitat:

Was ist mit Leuten, die mit einem Campinganhänger in den Urlaub fahren? Wie weit schaffen die? Alle 2 Stunden ein paar Stunden vollladen?

Ich zitiere aus https://www.motor-talk.de/.../e-auto-mit-anhaenger-oje-t6427731.html

Zitat:

Es gibt nun aber einen Wohnanhänger, der das Zugfahrzeug in versch. Hinsicht massiv entlasten kann: https://www.electrive.net/.../

Er verfügt über einen >=80kWh-Akku, der einen eigenen Antrieb versorgt, der das Zugfahrzeug während der Fahrt massiv unterstützt. Außerdem wird dafür gesorgt, dass die Anhängelast am Zugfahrzeug auf einen einstellbaren Wert reduziert wird, um die Anhängerkupplung nicht zu überlasten.

Dort habe ich aber auch ein paar kritische Anmerkungen dazu gepostet. Es gibt aber eben schon Firmen, die sich in der Richtung ein paar Gedanken gemacht haben.

 

Mal abgesehen davon kann brauchen vermutl. EQC, e-tron & Co. nicht Stunden um den Akku so zu laden, dass es bis zur nächsten Schnellladesäulen-Pause reicht wenn das versprochene Ionity-Schnellladenetz mal soweit ist -> sprich mit >100kW geladen werden kann bzw. die Akkukapazität evtl. so groß ist, dass man den Akku nicht bis in den "Lahmlademodus" hinein vollmachen muss um genug Saft bis zur nächsten Schnellladesäule-Pause zu haben. Bzw. gibt da wohl auch schon entspr. Bestrebungen anderer Lade-Anbieter.

Bedenke auch, dass man mit so einem Wohnanhänger zwar mehr Luftwiderstand hat, aber eben auch nur max. 100km/h fahren darf, was schon ohne Anhänger eine deutl. Verbrauchsreduzierung ergibt.

 

notting


24.09.2018 13:35    |    Alubremslicht

Hallo schleich-kaefer,

 

also das was du da schreibst regt mich jetzt granatenmäßig killersmega auf! Warum schreibt ihr Gegner der Elektromobilität denn immer so generell abwertend? Es gibt doch sicher positive und negative Aspekte, oder?

 

Ich blende Tatsachen aus! schreibst du. Was soll dieses unsägliche Gesülze? Habe ich in meinem post behauptet, ich hätte jetzt über alle Aspekte der Emobilität geschrieben? Kannst du nicht akzeptieren, dass ich halt das schreibe was ich selbst kenne? Wir haben halt nun mal eine Garage - und in unserem Dorf fast alle anderen 5.000 Einwohner auch.

 

Und wo ist das unlösbare Problem derer, die draußen parken? Soll für diesen Problemfall vielleicht sofort die Lösung da sein? Was spricht denn dagegen, dass die Emobilität bei Garagenbesitzern anfängt?

 

"Was is mit einem Urlaub in eine Gegend, wo es keine Lademöglichkeit gibt?" - Wann warst du zuletzt mit deinem Auto in einer Gegend, wo es keinen Strom gibt? Gesülze... !

 

Soll Emobilität denn bei den Urlaubern mit Campinganhängern anfangen? Du suchst ja nach jedem Problem, anstatt mir auch mal zu glauben, dass es viele positive Seiten hat. Es wird nicht mehr lang dauern, und auch Urlaub mit dem Campinganhänger wird gut machbar sein.

 

Tja, du fragst, warum die Hersteller dafür teilweise schon astronomische Preise aufrufen? Klar, wenn sehr viele Menschen solche unbegründeten Vorbehalte wie du haben und auch noch blöd in Foren weiterverbreiten, fehlt es noch lange an echter Massenproduktion. Was meinst du, wie viel ein Verbrennungsmotor kosten würde, wenn er in solch kleinen Stückzahlen wie heute E-Autos haben, produziert und entwickelt werden müsste? Dazu kommt noch der Effekt, dass die renommierten Hersteller eben am Verbrenner sehr viel verdienen. Technologisch richtig vorangebracht hat es Tesla - muss eben keine Rücksicht auf Verbrenner nehmen - und demnächst wird Sion vermutlich Preisbrecher...

 

"verblendeten Elektroenthusiasten" - genau solche Begriffe sind deplatziert und bringen niemanden hier weiter. Wir haben seit einem halben Jahr ein E-Fahrzeug und fast alles klappt wunderbar. Wir fahren viel, viel gerner damit als mit dem Verbrenner. Jetzt darf ich doch wohl meine positiven Erfahrungen hier weitergeben, oder? Und wenn ich dann als verblendeter Elektroenthusiast verunglimpft werde ist das wohl einige Nummern zu heftig. Denk mal darüber bitte nach, danke.


24.09.2018 13:52    |    notting

@Alubremslicht: Auch wenn ich nicht der angesprochene User schleich-kaefer bin:

- Er hat hier soweit ich das sehen kann in den letzten Tagen nur ein Posting abgesetzt, wo er auf ein Posting von dir geantwortet hat, was eine Antwort an einen anderen User war. Habe den Eindruck, dass da da evtl. was übersehen/falsch zugeordnet hast.

- Wer z. B. darauf hinweist, dass es viele Laternenparker gibt (und auf die damit zusammenhängenden Probleme z. B. wie dass man eine hohe Ladeleistung braucht falls man mal nicht anderweitig den Akku gut genug vollkriegt), ist noch lange kein E-Auto-Gegner. Abwertend ist eher solche Leute pauschal als E-Auto-Gegner zu bezeichnen, wo man dann sich dann über entspr. Reaktionen wie "verblendeten Elektroenthusiasten" nicht wundern braucht :-(

Und bezahlbarere E-Autos gibt's aktuell bestenfalls mit 70kW Ladeleistung. Die sind aber auch noch extrem neu -> Kosten/Verfügbarkeit. Dazu eben der unter https://www.heise.de/.../...um-sind-Elektroautos-so-teuer-3979605.html beschriebene Faktor.

- Ich kenne auch div. Orte ohne Stromnetz-Anschlussmöglichkeit, wo Leute bewusst hinfahren bzw. auch die Gegend erkunden wollen, auch mit dem Auto. Das ist ja gerade beim echten Camping für viele der Witz, dass man ohne Stromnetz auskommt.

- Der erste Wohnwagen mit eigenem Hilfsantrieb u.a. aus den von ihm genannten Gründen wurde erst dieses Jahr überhaupt mal vorgestellt. Lies: Kosten/Verfügbarkeit sind noch ein großes Thema.

- Er hat nicht geschrieben, dass das nie was wird.

 

notting


24.09.2018 14:20    |    Alubremslicht

hallo notting,

 

das finde ich gut, dass du vermitteln willst. Aber ich habe sein posting nicht falsch zugeordnet.

 

Wie du schreibst... wenn jemand schreibt, dass es viele Laternenparker gibt (und auf die damit zusammenhängenden Probleme hinweist) - dann ist das völlig in Ordnung und wir können drüber diskutieren. Lese aber bitte seinen Beitrag nochmal durch - und sage mir dann, ob er sachlich auf verschiedene Probleme hingewiesen hat oder ob es so ist wie ich daraus herauslese (und mag sein, dass ich es übertrieben sehe, aber ich habe mich echt angegriffen gefühlt und es hat mich nun mal granatenmäßig killersmega aufgeregt - sorry.) dass es viel zu pauschal nur dagegen geht?

 

Er spricht mich direkt negativ an, nämlich mit "Wieder ein unverbesserlicher Optimist ;-)" Okay, es ist ein Zwinkern dran - aber das macht es meiner Auffassung nach an dieser Stelle auch nicht besser.

 

"Du blendest offensichtliche Tatsachen aus" - wie gesagt, so ein Vorwurf ist doch unsinnig, da ich selbstverständlich nicht alle Probleme beschreiben kann. "das Elektroauto in der Garage einzustöpseln und am nächsten Morgen vollgeladen loszufahren hingegen finde ich praktisch" heißt natürlich nicht, dass das für jeden möglich ist.

 

Dann kommen übertriebene, pauschalisierte Aussagen wie "für die nächsten Jahre/Jahrzehnte einfach vergessen?", "im Anhänger ein paar Tonnen Zusatzakkus mitschleppen?" und "Alle 2 Stunden ein paar Stunden vollladen?" Wenn er kein E-Auto hat und sich nicht damit auskennt, wäre es angebracht, nachzufragen wie lang man wohl laden müsste etc. - anstatt völlig übertrieben Dinge zu schreiben die andere Leser wieder für bare Münze nehmen könnten. Also ich finde das unfair und daraus schloss ich er sei ein entschiedener "E-Auto-Gegner". Wäre er an einer sachlichen Diskussion interessiert, hätte er anders formulieren sollen, so wie er schreibt kann ich ihn nur als "E-Auto-Gegner" einstufen, sorry.

 

Auch im seinem dritten und letzten Abschnitte bringt er mehr Stimmungen und allgemeine Vorbehalte gegen das Neue, aber kein sachliches Argument. "wenn ich die verblendeten Elektroenthusiasten sehe" - habe ich als persönliche Beleidigung gegen mich und viele Andere begeisterte E-Mobilisten gesehen. Ist es das etwa nicht? Ich weiß, er meint dass natürlich welche, die z. B. viel Geld für etwas ausgegeben haben, dazu neigen, Negatives zu diesem Thema zu übersehen. Wenn er z. B. formuliert hätte: "Siehst du das Thema infolge deiner Begeisterung - ja fast schon Enthusiasmus - vielleicht nicht zu sehr durch die rosa Brille?" ... wäre das eine Diskussionsgrundlage. Aber als verblendeten Elektroenthusiast muss ich mich hier wirklich nicht bezeichnen lassen. So sollten wir nicht miteinander umgehen. Siehst du das anders notting?


24.09.2018 14:27    |    schleich-kaefer

Lieber Alubremslicht,

 

Du bist nicht nur ein verblendeter Elektroenthusiast, sondern ein egoistischer verblendeter Elektroenthusiast :)

Schön, dass es bei Dir im Dorf alles prima funktioniert und Du super zufrieden bist. Wie man es eigentlich wissen könnte, spreche ich nicht von Deinem persönlichen Fall, sondern allgemein von dem E-Auto.

Auf dem Dorf haben die meisten wohl eine Garage oder parken auf eigenem Grundstück am Haus. Da ist das Laden kein Problem. Aber auch ein klassischer Stikner auf dem Dorf wäre kein Problem (wenige Autos, wenig Verkehr, wenig Probleme). Problematisch sind Verbrenner in den Städten, vor allen in den Großstädten. Und da ist die Massenhaltung vom E-Auto ein ungelöstes Problem und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie man das lösen will. Und ich bin sicher, Du weißt es auch nicht.

 

Dass die E-Mobilität bei den Garagenbesitzern beginnen soll, damit habe ich kein Problem. Ich habe aber ein Problem, wenn die Politik langsam bei dem Thema durchdreht und alles was einen Auspuff hat, verteufeln will oder absurde Lösungswege geht (siehe Diselbetrug und Fahrverbote für Besitzer, statt die Herrsteller zu 100% zu funktionierenden Lösungen zu zwingen).

 

Zitat:

Wann warst du zuletzt mit deinem Auto in einer Gegend, wo es keinen Strom gibt? Gesülze... !

Löse Dich bitte von Deinen oder meinen Fällen. Denke daran, dass es solche Leute einfach gibt.

 

Zitat:

Tja, du fragst, warum die Hersteller dafür teilweise schon astronomische Preise aufrufen? Klar, wenn sehr viele Menschen solche unbegründeten Vorbehalte wie du haben und auch noch blöd in Foren weiterverbreiten, fehlt es noch lange an echter Massenproduktion. Was meinst du, wie viel ein Verbrennungsmotor kosten würde, wenn er in solch kleinen Stückzahlen wie heute E-Autos haben, produziert und entwickelt werden müsste?

Unbegründete Vorbehalte... und dann wundert es dich, wenn ich "verblendet" schreibe!?

Noch einmal - was gibt es so großartiges und kompliziertes am E-Auto zu entwickeln? Alles was sie brauchen ist schon da. Sehr, sehr lange sogar. Und an dieser Entwicklung (Elektromotor, Akkus) haben sich die Autohersteller nicht beteiligt. Sie bedienen sich nur.

 

 

Positive/negative Aspekte? Ja, gibt es meistens. Aber hier? Ich muss mehr Geld bezahlen (gebrauchte und bezahlbare E-Autos gibt es nicht, und wenn es sie gibt, weiß keiner wie lange der ausgelutschte Akku noch mitmacht) und bekomme IM MOMENT dafür weniger und mehr Stress. Dazu muss ich eine weitere bittere Pille schucken - die Ausbeutung von armen Menschen in Afrika und Südamerika, die für einen Hungerlohn Stoff für die Akkus aus der Erde buddeln und dabei eine Mondlanschaft hinterlassen. Ich will jetzt nicht sagen - "damit Du Deinen Spaß im Dorf mit Deinem E-Auto hast", denn das betrifft ja nicht nur Dich, sondern alle E-Mobilisten.

 

Wenn Du Dir das Recht nimmst, deine positiven Erfahrungen zu schildern, dann muss du auch akzeptieren, dass es andere Recht haben, ihre wirklich begründete Bedenken zu äußern.

 

Und nein - ich bin kein E-Auto-Gegner! Ich schlucke einfach nicht kritiklos jeden Scheiß, den die Industrie uns abwirft. Gerne kaufe ich mir so ein Auto, wenn ich dadurch keine Verschlechterung meiner jetzigen Situation habe und natürlich ein paar Vorteile. Denn auch die allerersten und auch so schlechten Digitalkameras hatten unbestritten einen Riesenvorteil gegenüber chemischem Film - das Foto lag digital vor, fürs Internet ideal! Ich sehe im Moment KEINEN EINZIGEN Vorteil für ein Elektroauto.


24.09.2018 15:32    |    sampleman

Der aktuelle Verlauf der Diskussion zeigt ein Problem auf, das sich in vielen Themen zeigt, in meinen Augen bei der Elektromobilität jedoch am deutlichsten: Es bilden sich unversöhnliche Lager, die jeweils im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein scheinen und sich nicht vorstellen können, dass es eben nicht nur ein Entweder-Oder gibt, sondern auch ein Sowohl-als-auch. Und, ehrlich gesagt, finde ich schon, dass die Elektroauto-Fans damit angefangen haben. Als damals Tesla seine ersten Autos baute, verging kaum ein Bericht über dieses zweifellos außergewöhnliche Unternehmen, ohne dass irgendwelche Claqueure sofort den bald nahenden Untergang der blöden deutschen Autoindustrie vorhersagten. Die Diskussion um Elektroautos ist bis heute von irgendwelchen bescheuerten Mantras durchzogen, die die von den Elektro-Fans bis zum Erbrechen wiederholt, aber nie hinterfragt werden, zum Beispiel die Behauptung, dass ein E-Auto nur dann ernstzunehmend ist, wenn es nicht auf einer Verbrenner-Basis aufbaut, oder dass ein E-Autohersteller zwingend auch die Akkus bauen müsse, um Erfolg zu haben. Die Gemeinde hat ihren Gott, der heißt Elon Musk, und was der macht, ist automatisch richtig.

 

Natürlich ist diese einseitige Betrachtungsweise kompletter Bullshit. Sie hat aber auf der anderen Seite Leute auf den Plan gerufen, die gegen E-Autos eine derartige Anti-Haltung einnehmen, dass man den Eindruck hat, sie hätten Angst, dass man ihnen was wegnimmt. Und die Argumente, der E-Auto-Hasser sind oft ebenso dämlich. Natürklich gibt es in Deutschland viele Laternenparker, es gibt aber auch Millionen von Garagenparkern, und wenn die alle elektrisch fahren würden, dann würde sich schon eine Menge ändern.

 

@jennss schreibt

Zitat:

Nicht wenige Leute, die mal einen eGolf oder einen i3 gefahren sind, sind schwer begeistert und empfinden Verbrenner plötzlich als "von gestern".

Und da ist viel dran. Wer Autos so baut, wie Charles Rolls das begonnen hat, für den ist jedes Geräusch Ausdruck eines Konstruktionsmangels. Und das Gefühl, wenn sich ein E-Auto wie von einer unsichtbaren Faust geschoben, lautlos in Bewegung setzt, das ist mit Worten nicht zu beschreiben, das muss man erlebt haben. Ich persönlich freue mich, dass die Autos mit dieser faszinierenden Antriebstechnik langsam in einen Bereich kommen, in dem sie wirtschaftlich konkurrenzfähig werden, das war lange Zeit nicht so. Da gibt es sicherlich schon eine Analogie zur Digitalfotografie: Es hat Jahre gedauert, bis Digitalkameras so gut wurden, dass sie für die meisten Anwendungen mit Filmkameras ebenbürtig wurden, und ich erinnere mich, dass erst das dritte oder vierte Smartphone, das ich hatte, eine Kamera hatte, die gut genug war, dass ich die sonst auf Reisen immer mitgenommene Digitalknipse zuhause lassen konnte.

 

Bei Autos wird das glaube ich nicht so schnell gehen, was auch daran liegt, dass Autos längere Innovationszyklen haben. Das durchschnittliche Alter eines Smartphones in Deutschland dürfte bei unter zwei Jahren liegen, bei Autos liegt es bei über neun Jahren.

 

Den E-Auto-Hassern möchte ich zwei Dinge ans Herz legen: Erstens sollten sie mal eine Runde mit einem aktuellen E-Auto fahren, dann wissen sie, was daran so faszinierend ist. Und zweitens sollten sie sich mal die Leistungsdaten eines E-Autos in ihrer Kragenweite auf einen Zettel schreiben und bei jeder einzelnen Fahrt überlegen, ob sie diese Fahrt so auch mit einem E-Auto hätten machen können. Und dann müssen sie sich überlegen, welche Alternativen sie zur Verfügung gehabt hätten, wenn sie die fahrt nicht mit dem E-Auto machen würden. Ein Beispiel: Bis letztes Jahr war es am einfachsten, von München nach Berlin mit dem Auto zu fahren. Fliegen war teuer und dauerte relativ lange, weil der Flughafen München am Arsch der Welt ist, und Zugfahren dauerte ewig. Mit einem halbwegs gut gehenden Auto und etwas Glück ist man in fünf Stunden da. Mit einem E-Auto nicht, denn da muss man unterwegs mindestens zweimal nachladen. Allerdings: Seit die ICE-Strecke München-Berlin eröffnet ist und der ICE die Strecke in gut vier Stunden bedient, ist jeder selber schuld, der das mit dem Auto fährt. Andererseits: ich hatte mal einen Smart EQ im Auge, der schafft in der Praxis gut 100 km mit einer Ladung. Von Augsburg nach München und zurück sind 120 km, das schafft der Smart nicht ohne nachladen. Ich fahre die Strecke aber relativ häufig, da würde ich mir mit einem E-Smart nicht immer eine Alternative überlegen müssen wollen.


24.09.2018 15:58    |    enrgy

" Ich sehe im Moment KEINEN EINZIGEN Vorteil für ein Elektroauto."

 

nein? ich würde mal schätzen, 80% aller werkstattaufenthalte fallen weg. was als fehlerquelle an der konvetionellen technik bleibt, sind fahrwerk, klima, bremsen, sonstige karosserieproblemchen (klappern/undicht). in wie weit die hersteller probleme in die dann sicher vernetzten autos einspeisen können, wird man sehen (geplante obsoleszenz).

 

aber die ganzen probleme, aus denen die meisten threads hier und in anderen foren bestehen, gibts schlicht und einfach nicht mehr.

alle fehler rund um den motor - vom tank einmal durch (und nochmal dank agr) bis zum auspuff - weg!

öldiskussion? war gestern!

faschen sprit getankt? wie soll man strom falsch tanken?

unrunder motorlauf? never.

schlecht anspringen? entweder fährt ein e-auto oder es fährt nicht.

egal, wie lange es gestanden hat. aufladen und vollgas.

warmfahren/kaltfahren? ROFL.

 

die liste läßt sich endlos fortführen. die ganzen probs, die ältere autos im und um den motor bekommen, wird es da einfach nicht geben. egal, wie alt das e-autos ist, er fährt immer. auch wenn der akku nur noch 1/3 der ursprungskapazität hat, fährt das auto genauso gut wie am ersten tag. nur nicht mehr so weit, klar.

 

also ich finde, das sind mehr als genug vorteile eines e-autos. die derzeitigen vordergründigen nachteile sind natürlich nicht wegzudiskutieren - preis, reichweite, ladezeit (und ladeinfrastruktur). aber da wird sich sicher auch was dran ändern.

 

um beim vergleich zu den kameras zu bleiben: es müssen also erstmal die preise runter. meine erste digicam habe ich 2002 für 500eu gekauft. plus noch ein paar damswl ebenfalls teure cf-speicherkarten.

ein e-auto sollte imho zum preis des vergleichbaren verbrenner-bruders mit mindestens 80% dessen reichweite zu bekommen sein. dann kommt auch die masse auf den geschmack und die lawine kommt ins rollen.

 

wie lange die industrie das zu verhindern weiß, um ihre alte technik mit maximaler marge zu geld zu machen, wird man sehen.


24.09.2018 16:06    |    sampleman

@enrgy

 

Auch so ein typisches Mantra, das Elektro-Fans wiederkäuen, ohne es zu hinterfragen: E-Autos sind ja soo wartungsarm und halten quasi ewig. Blöd nur, dass viele Tesla-Kunden der ersten Jahre heute bereits den dritten Motor drin haben, weil die ersten kaputtgegangen sind. Und wenn ich mir überlege, warum ich meine letzten Autos ausgemustert habe, waren das eigentlich nie Motor- und Getriebeschäden sondern eher durchgesessene Sitze, zerschossene Steuergeräte oder Rost - alles nicht verbrennerspezifisch.

 

Heuteige Verbrenner sind auf einen quasi reparaturfreien Betrieb von rund 160.000 km und eine Gesamt-Lebensdauer von ca. 250.000 km ausgelegt, danach wird es langsam unwirtschaftlich, das Auto weiterzureaprieren. Ich gehe mal davon aus, dass sich daran bei E-Autos nicht dramatisch etwas ändern wird.

 

Allerdings, ein Satz wie "Ich sehe im Moment KEINEN EINZIGEN Vorteil für ein Elektroauto." kann nur von Leuten kommen, die noch nie eins gefahren sind. Und bei solchen Leuten würde ich mich freuen, wenn die diese Bildungslücke mal schließen könnten, bevor sie weiterhin Diskussionen stören.


24.09.2018 16:07    |    schleich-kaefer

OK, nur meine persönliche Geschichte, aber ich zähle mal auf, was ich in 18 Jahren an Problemen mit meinem Corolla E10 hatte:

  • zwei Mal die Autobatterie
  • Kühler (nach ca. 13 Jahren)
  • Hintere Trommelbremsen (nach 12..15 Jahren)

 

Keine Inspektionen bis auf eine noch während der Autogarantie und dann die zwei größten. Bei einer der beiden Zahnriemenwechsel. Ansonsten nur Benzin und einmal pro Jahr Öl plus Filter.

 

Manchmal klemmte was in dem Schloss der Fahrertür. Hat sich dan von alleine repariert. Zeitlang hat er etwas Öl verbruacht und es tropfte unten. Ein paar Monante später ist das Problem von alleine verschwunden. SO EIN AUTO gibt es heutzutage nicht mehr, egal was Du dafür bezahlst. Und der Konstrukteur, der die E-Kiste so robust baut, muss noch geboren werden.

 

Zitat:

nein? ich würde mal schätzen, 80% aller werkstattaufenthalte fallen weg.

Abwarten... Abwarten...


24.09.2018 16:07    |    Alubremslicht

Lieber schleich-kaefer,

 

wie viele begründete Vorbehalte siehst du denn in deinem ersten post? Ich sehe nur das mit den Laternenparkern - alles Andere ist allgemein negativ ohne sachliche Begründung.

 

Bei den Laternenparkern gibt es folgende Ansatzpunkte: Sehr viele Langsamladepunkte (z. B. anzapfbare Laternen, siehe Norwegen), Lademöglichkeit beim Arbeitgeber, bei Supermärkten und sonstigen Stellen wo das Auto länger steht. Durch steigende Reichweiten entspannt sich das zusätzlich.

 

Ansonsten habe ich keine Lust, auf deinen Nachtrag einzugehen - deine Tendez bleibt bei allgemeinem Dagegensein und ganz wenig Argumentation.

 

Ich schreibe, dass ich "verblendeter Elektroenthusiast" beleidigend finde und du hältst es für eine gute Idee das zu verstärken un einen lachenden Smiley dahinter zu setzen? Dein Beitrag endet mit "Ich sehe im Moment KEINEN EINZIGEN Vorteil für ein Elektroauto".

 

Ich weise hiermit nur andere Mitleser darauf hin, dass man deinen Ausführungen keine Aufmerksamkeit schenken sollte weil du offensichtlich gar nicht bereit bist, beide Seiten zu sehen. Damit disqualifizierst du dich für jegliche Aussage (selbst wenn es eine berechtigte Kritik wäre) zu diesem Thema. Man kann einfach nicht für voll nehmen, was du schreibst, wenn du in der Diskussion mit einem Fahrer eines E-Autos diesem KEINEN EINZIGEN Vorteil zugestehst.

 

Hältst du mich denn für komplett blöde, oder was meinst du warum ich mein E-Auto noch nicht wieder verkauft habe?


24.09.2018 17:35    |    notting

@sampleman:

Zitat:

Es bilden sich unversöhnliche Lager, die jeweils im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein scheinen und sich nicht vorstellen können, dass es eben nicht nur ein Entweder-Oder gibt, sondern auch ein Sowohl-als-auch.

Ja, viele E-Auto-Fahrer können sich nicht vorstellen, dass es auch noch Leute in anderen Situationen gibt bzw. Verbesserungswünsche werden mit "E-Auto-Hasser!" quittiert (etwas später in deinem Text geht eine deiner Aussagen ja auch in eine ähnl. Richtung) :rolleyes:

 

Zitat:

Natürklich gibt es in Deutschland viele Laternenparker, es gibt aber auch Millionen von Garagenparkern, und wenn die alle elektrisch fahren würden, dann würde sich schon eine Menge ändern.

Man kann sich aber auch dank Zeitverträgen & Co. nie sicher sein, dass man nicht bald wg. Job oder schlicht einer Kündigung des Vermieters oder Bedarf einer anderen Wohnung wg. der Lebensumstände eine Wohnung ohne eigenen Stellplatz bzw. gar ausr. Lademöglichkeit hat (bzw. beim Arbeitgeber) und natürl. genügend Reichweite (die Wege zur Arbeit werden immer länger!). So ein Auto sollte ja locker 10-20 Jahre halten. Selbst wenn jeder Stellplatz 3,7kW hätte -> wird in vielen Fällen nicht reichen, spätestens wenn man mal wie ich plötzl. wg. Bauarbeiten wochenlang nicht mehr in die eigene Garage kommt...

Daher finde ich es wichtig, dass ein E-Auto mit mind. 100kW laden kann (auch wg. Langstreckenfahrten) und einen großen Akku hat eben für den Fall, dass ich nenne es mal "(Gratis-)Supermarkt-Laden" nicht reicht. Warum Lademöglichkeit an jedem öffentl. Parkplatz Quatsch ist, habe ich bereits mehrfach ausführl. geschrieben.

Und solche E-Autos sind halt noch extrem teuer oder es sind eben keine 100kW. Auch wg. Fahrverboten finde ich die Interpretation völlig verständl., dass den Leuten günstige wirkl. langstreckentaugl. Autos (ohne größere Wartezeiten unterwegs als bisher) weggenommen werden sollen (zumal man ja mit einem rel. gut tragbaren 20l-Kanister Sprit recht schnell umgefüllt hat und weit kommt und dafür keine spezielle Infrastruktur braucht, wenn das Zeug mal im Kanister ist).

Wer glaubt, dass er mit weniger Ladeleistung/Akkukapazität auskommt bzw. ohnehin viel Zeit beim Einkaufen, unterwegs etc. vertrödelt kann sich meinetwegen sowas kaufen (bzw. arme Schweine die nicht mehr Kohle haben, aber sich wg. Fahrverboten sowas mal kaufen müssen bzw. die vorhandenen Fahrzeuge defakto massiv entwertet werden). Aber er möge mich auch mit Aussagen wie "alltagstaugl." (ohne zumindest grob Einschränkungen zu nenen bzw. dazu zu sagen, dass es um seinen Spezial-Alltag geht) und unsinnigen Forderungen wie Lademöglichkeiten an jedem Parkplatz in Ruhe lassen und halt sein Auto schieben wenn er sich nicht vorher eine bessere praktikablere Lösung überlegt hat.

 

Zitat:

Das durchschnittliche Alter eines Smartphones in Deutschland dürfte bei unter zwei Jahren liegen, bei Autos liegt es bei über neun Jahren.

Ersteres bezweifle ich sehr stark, denn die meisten Smartphone werden weitergegeben. Hast du eine Ahnung wie oft ich in den letzten Monaten Android 4 oder iOS 9 Geräte in der Hand hatte.

Trotzdem finde ich deine Aussage nicht so falsch, aber unterschlägt was wichtiges: Wenn ich mir alle 3-4 Jahre ein Smartphone für 400EUR kaufe und dann für den Restwert weggebe sind das im Schnitt wieviele EUR/Jahr Wertverlust und wenn ich mir alle 5-10 Jahre ein gebrauchtes Auto für 5kEUR kaufe oder alle 10-20 Jahre ein neues Auto für 20-30kEUR (ohne den Hobby- oder Die-Firma-zahlt-Preisaufschlagfaktor)...

Wir reden da also durchaus von der Größenordnung Faktor 10 beim jährl. Wertverlust zwischen Smartphone und Auto...

 

Zitat:

Den E-Auto-Hassern möchte ich zwei Dinge ans Herz legen: Erstens sollten sie mal eine Runde mit einem aktuellen E-Auto fahren, dann wissen sie, was daran so faszinierend ist.

Ich mag E-Autos durchaus und habe das schon gemacht:

https://www.motor-talk.de/.../...-probefahrt-zu-bekommen-t5209413.html

https://www.motor-talk.de/.../...l-2-jetzt-aber-wirklich-t5209416.html

Aber beim Blick in meinen Geldbeutel und Blick darauf, wie sehr es meine Anforderungen (nicht) erfüllt, kriege ich auch bei anderen E-Autos wie dem Kona 64kWh das Kotzen.

 

Bei Tesla im speziellen stört(e) mich u.a.

- die unvollständige Lokalisierung

- die Fahrzeuggröße (wurde erst mit Model 3 besser)

- keine AHK für unseren AH

- Schnellladen ist proprietär bzw. man ist an einen Anbieter gebunden und keine Abrechnung über den Fahrer mögl. -> verkompliziert die Sache in div. Situationen

- noch größerer Datenhunger als andere Hersteller

- mieses Servicenetz

 

Hätte 2014 sogar fast meinen Eltern einen Zoe empfohlen, sie haben fast das perfekte Profil dafür. Woran ist es gescheitert? Akkumiete teuer (gab's damals nicht mit Kaufakku), keine Fahrersitzhöhenverstellung, Einstieg nie so gewünscht, keine AHK für unseren AH. Es wurde ein Captur I (Clio-IV-SUV), der in vielen Punkten dem Zoe durchaus ähnl. ist.

 

Zitat:

Und zweitens sollten sie sich mal die Leistungsdaten eines E-Autos in ihrer Kragenweite auf einen Zettel schreiben und bei jeder einzelnen Fahrt überlegen, ob sie diese Fahrt so auch mit einem E-Auto hätten machen können.

Falsche Denkweise, s.o. Man muss praktikable Lösungen im Petto haben für den Fall, dass sie die Lebensumstände leider zum schlechteren ändern. Also z. B. (temporär) keine Lademöglichkeit daheim mehr (ist mir eben schon passiert, dass ich spontan wochenlang meine Garage nicht nutzen konnte), Job plötzl. viel weiter weg (ist mir passiert -> 40 -> 80km Distanz als mein Auto nur ein paar Monate alt war), etc.

 

Zitat:

Allerdings: Seit die ICE-Strecke München-Berlin eröffnet ist und der ICE die Strecke in gut vier Stunden bedient, ist jeder selber schuld, der das mit dem Auto fährt.

Ich bin in den Ort wo ich gerade arbeite auch schon fast eine Woche am Stück mit dem Zug gependelt (Dienstreise). Damals gab's morgens noch eine interessante Verbindung. Wurde aber abgeschafft = dauert jetzt alles viel länger (bzw. nach Hause z. T. immernoch fast 1h Umsteigezeit selbst wenn ich nur Start-Bhf. zu Ziel-Bhf. betrachte, also nicht Tür-zu-Tür). Bzw. allgemein etwas wo ich schaue dauert's mit der Bahn Tür zu Tür so gut wie immer fahrplanmäßig mind. 50% länger und das eben ohne Wartezeiten wg. dem Takt!

Und da die Bahn leider 6 Feinde hat, die ständig zu Verspätungen führen (Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Streik und um jeden Preis wird am Material gespart - seit Monaten sind mal wieder Fernzüge in weniger als 80% der Fälle pünktl., im Sinne von max. 5min Verspätung am Halt! -> hohe Gefahr den Anschluss zu verpassen -> häufig 1h-Takt!).

Oft genug ist die Bahn auch teurer, spätestens wenn man einigermaßen vergleichbaren Komfort haben will (=1. Klasse Flexpreis ohne BC weil sie sich wg. der einen Fahrt/Jahr nicht lohnt) oder zu mehreren fährt (viele Autos verkraften locker 3-4 Passagiere inkl. Gepäck ohne im Vergleich zur Ersparnis ggü. der Bahn nennenswerten Mehrverbrauch).

Daher wäre ich mit Aussagen wie deiner sehr vorsichtig ("ist jeder selber schuld, der das mit dem Auto fährt").

 

Zitat:

Ich fahre die Strecke aber relativ häufig, da würde ich mir mit einem E-Smart nicht immer eine Alternative überlegen müssen wollen.

Deswegen brauche ich halt rel. viel Reichweite auch im E-Auto, da meine tägl. Strecke sehr lang und mit der Bahn eben mies ist.

 

notting


24.09.2018 18:09    |    Alubremslicht

Hallo notting,

 

ganz genau so ist es. Ich mag mein E-Auto, fahre sehr gerne damit, aber ich will jetzt niemand dazu missionieren. Wenn für dich die Gründe dagegen überwiegen, dann fährst du natürlich eben keins.

 

Das war doch bei der Digicam nicht anders. Angenommen, dein Kumpel hätte schon eine (noch teure) Digitalkamera gehabt und du hättest ihm gesagt, dass du jetzt auch ne Kamera brauchst. Dann hätte er natürlich von seinen positiven Erfahrungen berichtet - aber bestimmt auch auf vorhandene Probleme hingewiesen. Er hätte dich damit bei deiner Kaufentscheidung unterstützt. Wenn du dann noch ne chemische gekauft hättest weil du eben das und jenes daran noch besser befunden hättest - dann wäre das doch für deinen Kumpel okay gewesen. Wenn du aber gleich gesagt hättest "geh mir weg mit deinem digitalen Scheiß da - sowas kauf ich mir doch sowieso nicht!" ...?

 

Deshalb sollten wir fair bleiben, Argumente beider Seiten zulassen und uns gegenseitig respektieren.

 

Im Übrigen sind wir auch noch nicht ganz umgestiegen, wir haben jetzt erst mal den Zweitwagen elektrisch - gebraucht konnten wir uns das sogar leisten. Der Verbrenner steht allerdings seither fast nur noch, weil wenn es irgendwie geht wollen wir elektrisch fahren. Meiner Meinung nach besser für die Umwelt und - dieses Argument überwiegt übrigens den Umweltgedanken - es ist für mich einfach das schönere, harmonischere und direktere Fahren. Das gefällt mir sehr viel besser als mit dem Verbrenner. Es kommt auch meinem Fahrstil sehr entgegen. Deshalb bin ich schon bissle enthusiastisch und erzähle es gerne - wer mir glaubt kann es ja dann selbst ausprobieren. Ob es demjenigen dann genau so geht wie mir ist natürlich nicht sicher. Aber alle die ich bisher damit hab fahren lassen fanden es zwischen cool und genial (oder auch nicht uns sagten es mir nicht). Und ja, auch wenn es jemandem sehr gefällt, es kann immer noch genügend Gründe geben sich gegen das Elektroauto zu entscheiden. Ich hab kein Problem damit (die Umwelt vielleicht schon eher). Ich fände es sogar blöd, wenn der Verbrenner gesetzlich verboten würde, ich denke es gibt noch lang Sonderfälle wo ein Verbrennerfahrzeug Vorteile hat. Ich glaube aber, dass in der Masse sich Elektro sowieso durchsetzen wird. Das ist halt meine persönlich Meinung, ganz auf meinem Gefühl basierend, ich hab da jetzt keine wissenschaftliche Untersuchung angestellt.


24.09.2018 20:15    |    captmcneil

@schleich-kaefer

 

Das hier mal aus der Sicht eines Hubraum-Enthusiasten...:

 

Zitat:

Du bist nicht nur ein verblendeter Elektroenthusiast, sondern ein egoistischer verblendeter Elektroenthusiast :)

 

Schön, dass es bei Dir im Dorf alles prima funktioniert und Du super zufrieden bist. Wie man es eigentlich wissen könnte, spreche ich nicht von Deinem persönlichen Fall, sondern allgemein von dem E-Auto.

Was ist daran egoistisch? Ich finde Deine Haltung nicht minder egoistisch; Du bezeichnest eine relativ neue Technologie als "total unausgegoren", nur weil sie für Dich (noch) nicht besser passt als das, was schon seit 70 Jahren da ist. Das hat schon was von typisch deutschem Genörgel, und "bedient werden wollen". Kenne ich so extrem nur aus dem ehemaligen Osten.

 

Zitat:

Auf dem Dorf haben die meisten wohl eine Garage oder parken auf eigenem Grundstück am Haus. Da ist das Laden kein Problem. Aber auch ein klassischer Stikner auf dem Dorf wäre kein Problem (wenige Autos, wenig Verkehr, wenig Probleme). Problematisch sind Verbrenner in den Städten, vor allen in den Großstädten. Und da ist die Massenhaltung vom E-Auto ein ungelöstes Problem und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie man das lösen will. Und ich bin sicher, Du weißt es auch nicht.

In der Stadt ist das Hauptproblem der Platz, d.h. Elektro oder nicht, der Weg muss hier weg vom Fortbewegungskonzept "1 bis 2 Tonnen pro Person" gehen. Sollten wir uns tatsächlich mal durchringen können, nur 500 Kilo oder weniger zu bewegen, wird Elektro auch sinnvoller. Denn wo ich den Kritikern zustimme, ist, dass dieses Antriebskonzept in einem Luxusauto immer Kompromisse fordern wird, und schlechter skaliert. Alleine die Menge an Akkus ist nicht gut.

 

Das alles erklärt aber nicht, warum Du das als fundamentales Problem hinstellst - für Dich vielleicht ist es unzureichend, für andere aber nicht. Etwas schlecht zu reden, nur weil man selbst nicht unmittelbar davon profitiert, halte ich für - richtig - "egoistisch".

 

Und so wie Du vom "Dorf" sprichst, ist es zudem für mich ziemlich offensichtlich, dass Du nicht weißt, wovon Du sprichst. Ländliche Verhältnisse sind sehr unterschiedlich, es gibt nicht nur Stadt und Dorf. Viele Leute leben in ländlichen Gebieten, die einerseits nicht gut angebunden, aber immernoch so dicht besiedelt sind, dass die Verschmutzung durch Autos belastend ist, und Elektromobilität einen Mehrwert darstellen würde. Der Großraum Stuttgart ist ein hervorragendes Beispiel.

 

Zitat:

Ich habe aber ein Problem, wenn die Politik langsam bei dem Thema durchdreht und alles was einen Auspuff hat, verteufeln will oder absurde Lösungswege geht (siehe Diselbetrug und Fahrverbote für Besitzer, statt die Herrsteller zu 100% zu funktionierenden Lösungen zu zwingen).

Das stimmt halbwegs - ich verstehe nicht, warum man in der Stadt unbedingt einen Diesel braucht. Aus meiner Sicht könnte man einfach mal die Subventionen abstellen. Alles andere wird ja auf absehbare Zeit nicht sonderlich bestraft, oder?

 

Aber das ist nicht die Schuld von Elektroauto-Fans. Es macht auch keinen Sinn, wegen einer unzureichenden Politik die Technik abzulehnen oder es an den Leuten auszulassen, die davon profitieren.

 

Fakt ist, dass es so in den Städten nicht weiter gehen kann.

 

Zitat:

Und nein - ich bin kein E-Auto-Gegner! Ich schlucke einfach nicht kritiklos jeden Scheiß, den die Industrie uns abwirft. Gerne kaufe ich mir so ein Auto, wenn ich dadurch keine Verschlechterung meiner jetzigen Situation habe und natürlich ein paar Vorteile. Denn auch die allerersten und auch so schlechten Digitalkameras hatten unbestritten einen Riesenvorteil gegenüber chemischem Film - das Foto lag digital vor, fürs Internet ideal! Ich sehe im Moment KEINEN EINZIGEN Vorteil für ein Elektroauto.

Ist es jetzt die Politik oder die Industrie? Oder besteht nicht vielleicht doch Interesse?

 

Naja, ein bisschen mit dem Bauch argumentierst Du schon. Schäden an Elektro-Motoren der ersten Teslas, und dann Vergleiche mit einem Corolla vorzubringen passt für mich nicht zusammen. Außerdem sollte man immer dazu sagen, wie viele dieser Schäden wirklich am Kunden hängengeblieben sind.

 

Das Model S ist ein Luxusartikel mit hoher Marge, bei dem Early-Adopter draufzahlen, um neue Technik in Kleinserie zu bekommen, und dafür dem Hersteller die Entwicklungskosten finanzieren. Dein Corolla macht das nicht, er profitiert davon. Daimler hat z.B. die ersten Direkteinspritzer-Benziner auch erst in den dicken V6-Motoren verbaut. So eine Hochdruckpumpe hat dann 4000€ gekostet, und die sind reihenweise verreckt. Das ist immer so mit neuer Technik. Dass es wartungsarme, zuverlässige Verbrenner gibt, und dass die Technik ausgereift ist, stimmt ja, aber wir haben ja noch kein einziges Brot-und-Butter Elektroauto auf dem Markt (wegen Leuten wie Dir!). Das kann man doch wohl noch abwarten.

 

Man darf schon so argumentieren, dass z.B. ein Tesla Model X, auch über Laufleistungen wie 200.000, 300.000 Kilometer, im direkten Klassenvergleich moderate Unterhaltskosten hat, und dass dies direkt mit der Technik zusammen hängt. Das kommt tatsächlich zu einem großen Teil von den nicht notwendigen Ölwechseln und z.B. dem geringeren Bremsenverschleiß. Wenn Du bei Deinen Massenfahrzeugen, die es so im E-Sektor ja noch gar nicht gibt, die vorgeschriebenen Ölwechsel auslässt und DAS dann als Kostenvorteil verkaufst, ist das schon etwas arg schöngerechnet.

 

Im übrigen fällt ein Toyota Corolla (vermutlich Ende 90er?) genauso wie die ersten KIAs in eine spezielle Kategorie. Diese Hersteller wollten damals den Europäischen Markt erobern, und wussten genau, dass dieser keine Fehler bei Newcomern verzeiht (so wie Du heute bei Tesla!). Es hat schon seine wirtschaftlichen Gründe, warum diese Autos so langlebig waren und heute nicht mehr so gebaut werden. Da wurde einfach strategisch Geld in die Hand genommen. Das hat nix mit Elektro vs Verbrenner zu tun.

 

Ansonsten:

Argumente mit Urlaubsfahrten etc. halte ich für Bauch-rationalisiert - immer mehr junge Leute haben heute gar kein Auto mehr, und schaffen es trotzdem, einen Urlaub zu organisieren. Sonst gibt es Mietwagen. Oder z.B. bei VW bekommt man kostenfrei einen Verbrenner für solche Situationen, wenn man einen E-Golf hat und mal längere Strecken zurücklegen möchte. Die Hersteller bieten sowas gerne an, um den Leuten die Angst zu nehmen, weil sich in der Praxis rausstellt, dass es am Ende kaum in Anspruch genommen wird.

 

Gerade in der Stadt ist man doch heute viel weniger aufs Auto angewiesen als auf dem Land. In dieser Hinsicht habe ich schon den Eindruck, dass Du hier überdramatisierst, und die Rolle des Autos unrealistisch stark in den Mittelpunkt stellst, als ob die Welt untergeht, wenn man sich mal umstellen muss.

 

Ich verstehe ehrlich gesagt nichtmal, wovor Du Angst hast.


24.09.2018 21:42    |    schleich-kaefer

Ich habe keine Angst - ich stelle einfach andere Forderungen als Du. Nenne das Genörgel - aber die wollen was verkaufen und wollen mein Geld. Da bin ich so frech, dass ich sage "ich möchte damit zufrieden sein". Mitfinanzieren der Entwicklung (early adopters) ist für mich ein totaler Blödsinn. Sie sollen erstmal ihre Hausaufgaben machen und dann verkaufen, wenn das Produkt fertig und ausgereift ist. Ein Auto, dass 300..400 km fährt und dann an die Steckdose muss, ist für mir, sorry, aber mega lächerlich. Auch wenn es dann "super schnell" nur eine halbe Stunde lädt - mal vorausgesetzt, es gibt keine Schlange und die Ladesäule funktioniert. Das ist im Vergleich zum Sprittanken einfach verdammt lang. Und sei sicher - ich bin da nicht alleine mit dieser Einsicht.

 

Ich sehe, dass Du einfach Deinen Spaß und Freunde an etwas ganz Neuem hast. Du bist fast schon euphorisch. Dein Recht. Aber ich fahre, weil ich es muss, z.B. auf die Arbeit. Und bevor Du mir mit dem Egotripp kommst - es gibt Aberhundertausende, die es genauso wie ich sehen. Sie fahren mit dem Auto von A nach B. Fertig. Keine Emotionen, kein dummes Gelaber über Technik usw. Denen ist es scheißegal, ob das Auto geil und ohne unterbrechung beschleunigt oder ein völlig neues Fahrgefühl erzeugt oder wie harmonisch und direkt fährt. Die Kiste soll robust und sparsam sein.

 

Am meisten kann ich den Kopf schütteln, wenn ich Leute sehe, die sich einen E-Smart kaufen wollen. Ein halbes Auto, dass auf dem Papier 140 km schafft und in der Realität, wie jemand hier schrieb, ca. 100 km für wie viel? 25 k€? 30 k€? Das ist nicht mehr lustig - das ist einfach nur tragisch und traurig.

 

Warum man mit dem Diesel in die Stadt will? Weil nicht jeder sich zwei Autos (oder mehr) leisten kann. Ein Auto für weite Strecken und ein Stadtauto. Da kauft man sich ein Auto was alle Fälle abdeckt. Eigentlich einfach. Aber schon wieder die typische Unfähigkeit von E-Freaks, sich in Lage anderer zu versetzen - "ich fahre mit meinem tollen E-Flitzer in die Stadt, dann können das gefälligst alle anderen auch tun".

 

Zu meinem Corolla - das hast Du etwas falsch verstanden. Ich habe ja ausdrücklich geschrieben "ein Mal pro Jahr Öl und Filter".

 

Zitat:

ganz genau so ist es. Ich mag mein E-Auto, fahre sehr gerne damit, aber ich will jetzt niemand dazu missionieren.

Leider entsteht bei mir ein komplett gegenteiliger Eindruck.


24.09.2018 22:21    |    captmcneil

@schleich-kaefer

 

Zitat:

Ich sehe, dass Du einfach Deinen Spaß und Freunde an etwas ganz Neuem hast. Du bist fast schon euphorisch. Dein Recht. Aber ich fahre, weil ich es muss, z.B. auf die Arbeit. Und bevor Du mir mit dem Egotripp kommst - es gibt Aberhundertausende, die es genauso wie ich sehen. Sie fahren mit dem Auto von A nach B. Fertig. Keine Emotionen, kein dummes Gelaber über Technik usw. Denen ist es scheißegal, ob das Auto geil und ohne unterbrechung beschleunigt oder ein völlig neues Fahrgefühl erzeugt oder wie harmonisch und direkt fährt. Die Kiste soll robust und sparsam sein.

Sorry, aber nein... Du hast's nicht verstanden. ICH habe kein E-Auto, möchte auch keines, und ich fahre auch nur dann eines, wenn ich mit unseren Geschäfts-Autos unterwegs bin.

 

Ich habe die ganze Runde gesehen; Ladestationen aufstellen, Fahrten ins Ausland, Akkus im Winter usw... in unserer Firma teilen sich auch mehrere Leute einen Pool an E-Golfs. Ich kenne daher die Probleme, aber sehe auch, dass es funktioniert. Daher wollte ich Deine teilweise einfach kruden Positionen relativieren. Als jemand, der genauso wie Du nicht davon profitiert, aber sieht, dass es andere tun.

 

Viele Leute in meinem Bekanntenkreis interessieren sich erst seit Elektromobilität überhaupt wieder für Autos. Es spricht also offenbar auch die Leute an, die Du erwähnst. So ein kleiner 1.2l Benziner-Clio in der Stadt braucht einfach 6-9l Sprit, und ein E-Auto wäre da deutlich effizienter. Dass Du jetzt den schon als Verbrenner total überteuerten Smart als Negativbeispiel anbringst, ändert nichts daran. Wer den als Diesel fährt, hat aus meiner Sicht einfach noch nichts besseres gehabt.

 

Der einzige Grund, warum ein Diesel ein Langstreckenfahrzeug ist, ist der subventionierte Diesel. Das ist das System, nicht die Technik. Und der einzige Grund, warum moderne Diesel auch nur halbwegs sauber sind, ist die Technik, die keiner haben will, weil sie teuer ist und kaputt geht oder man bescheißen muss, um sie konkurrenzfähig zu halten.

 

Aber Du bist da so tief in irgend einer Ecke drin... 90% Deiner Positionen begründest Du Durch Deine "ausweglose Situation", dass Du armer von der Politik gegängelter Stadtmensch bist, und ein Benziner keine Option ist. Dass Du mich hier trotz meines Einleitungssatzes als euphorischen E-Fan hinstellst, sagt mir eigentlich nur, dass Du nicht verstehen willst. Aber gut, denk was Du willst. Ich halte Deine Position einfach für engstirnig. Du forderst von anderen, sich in DEINE Position reinzuversetzen und bist absolut unfähig, das gleiche bei anderen zu tun. Alleine diese Formulierung: "es gibt tausende wie mich, HUNDERTTAUSENDE"... meine Güte, als ob Dir jemand was wegnehmen will... Fahr Deinen Verbrenner, ich tu's doch auch. Aber mach's anderen nicht madig.


24.09.2018 23:07    |    BurkhardR

Die hitzige Diskussion hier hat auf beiden Seiten gute Argumente, und schlicht falsche Vorurteile.

 

Z.B. die Behauptung, E-Autos seien Ineffizient: Von der Achse der Windturbine über das Netzt i die Batterie und von dort zum Motor hat eine Gesamteffizienz von 80-90%, das ist extrem effizient. Oder die, da seien noch große Verbesserungen drin, bei 80-90% ist nicht mehr viel zu verbessern.

 

Nun stelle man sich vor, eine Kamera, in der man beliebig knipsen kann, auf den PC runterladen, und dann das perfekte Bild auf hochwertigen Film speichern kann. Wäre doch das Top-Gerät. Eine Hybridkamera.

 

Und genau das gibt es bei den E-Autos. Für diejenigen, die nicht extern laden können, als Vollhybride. Heute bin ich mit einem Ioniq Hybrid von Mainz nach Mönchengladbach und zurück gefahren, 3,7 l/100 km E10 sind eine Messlatte. Für diejenigen, die extern laden können, als Plug-In Hybrid.

 

Und genau in Hybriden sehe ich die Zukunft der Mehrzweckautomobile.


25.09.2018 00:42    |    captmcneil

Zitat:

Ich habe keine Angst - ich stelle einfach andere Forderungen als Du. Nenne das Genörgel - aber die wollen was verkaufen und wollen mein Geld. Da bin ich so frech, dass ich sage "ich möchte damit zufrieden sein". Mitfinanzieren der Entwicklung (early adopters) ist für mich ein totaler Blödsinn. Sie sollen erstmal ihre Hausaufgaben machen und dann verkaufen, wenn das Produkt fertig und ausgereift ist.

Und noch was: diese Position ist natürlich völlig ok.

Man bekommt aber den Eindruck, dass du diese als einen Kategorischen Imperativ hinstellst, bzw. auf diese Leute herabschaust.

Nicht jede Entwicklung muss für Dich bestimmt sein.


25.09.2018 00:57    |    schleich-kaefer

Nö, Quatsch! Nix herabschauen! Es ist nur meine persönliche Sicht.


25.09.2018 00:57    |    captmcneil

Dann stell Dich nicht hin und beleidige andere die das gleiche tun.


25.09.2018 01:32    |    unixcisco

Auch an diesem Beispiel sieht man: Überlegene Technologien setzen sich ohne Verbote und Subventionen durch...

 

Wenn es mit der Elektromobilität so läuft wie bei der Fotographie sieht es gut für die deutsche Autoindustrie aus: Den Pionier und Erfinder der mobilen digitalen Fotographie (Kodak) gibt es nicht mehr und die Nachzügler sind erfolgreich am Markt (-;


25.09.2018 11:33    |    sampleman

schleich-kaefer schrieb:

Zitat:

Am meisten kann ich den Kopf schütteln, wenn ich Leute sehe, die sich einen E-Smart kaufen wollen. Ein halbes Auto, dass auf dem Papier 140 km schafft und in der Realität, wie jemand hier schrieb, ca. 100 km für wie viel? 25 k€? 30 k€? Das ist nicht mehr lustig - das ist einfach nur tragisch und traurig.

Ich finde, du solltest ganz, ganz gewaltig an deiner Wortwahl schrauben, wenn du dich hier nicht komplett zum Brot machen willst. Was ist denn bitteschön daran "tragisch und traurig", dass sich jemand für ein bestimmtes Transportkonzept entscheidet, welches andere Prioritäten setzt als die von dir gewünschten? Tragisch und traurig ist es doch viel mehr, dass man auf Basis deiner Worte daran zweifeln muss, dass du intellektuell dazu in der Lage sein könntest, dir vorzustellen, dass andere Leute andere Leben haben als du.

 

Ich zum Beispiel interessiere mich für den von dir verständnislos beäugten Smart EQ. Das Auto kostet als Zweitürer inklusive Akku 21.900 Euro. Ein Mazda MX5 kostet 1.000 Euro mehr, hat auch nur zwei Sitze und weniger Kofferraumvolumen. 100 Kilometer Smart-Fahren kosten 3,75 Euro, 100 Kilometer MX5-Fahren kosten 13,50 Euro. Der Smart hat einen winzigen Wendekreis, Kürzeste Kurzstrecken machen ihm nichts aus, Automatik ist Serie, er ist sehr leise und dennoch antrittstark.

 

Wieso müssen sich Leute, die sich - vielleicht sogar einfach nur zum Spaß - so ein Gerät holen, von dir schwach anreden lassen? Machst du das auch mit Leuten, die sich einen MX-5 kaufen? Eine Ducati Multistrada 1290? Oder statt eines BMW 318i einen 340i X-Drive kaufen - der ist auch über 20.000 Euro teurer als die Basisversion.

 

Ich interessiere mich für den Smart EQ, weil ich festgestellt habe, dass die allermeisten meiner Autofahrten entweder auf das reine Stadtgebiet beschränkt sind - und da sind die 100 km Reichweite kein Problem - oder gern mal ein paar hundert Kilometer betragen. Dafür würde sich der Smart auch dann nicht besonders gut eignen, wenn er einen Benzinmotor hätte. Dafür bräuchte ich also eine Alternative, entweder ein Zugticket oder einen Leihwagen. Ich würde übrigens das viertürige Modell bevorzugen - und es nicht kaufen, sondern leasen. Dafür ruft Mercedes rund 170 Euro pro Monat auf. Im Moment kostet mich bei meinem Kleinwagen eine Tankfüllung über 50 Euro - da sind 170 Euro für ein ganzes Auto nicht die Welt.


25.09.2018 11:59    |    Alubremslicht

Danke an alle, die mich in Schutz nehmen und verdeutlichen, dass ich meine "Pro-E-Position" hier vertreten darf. Ich will tatsächlich nicht missionieren, sondern nur von meinen Erfahrungen berichten. Und die sind eben sehr positiv. Vom Geld her: Na ja, da hab ich 20.000 für ein 3 1/2 Jahre altes Auto mit 45.000 km bezahlt, ein BMW i3. Mehr Geld als bislang für die Familienkutsche als Jahreswagen jetzt für den Zweitwagen. Haben wir uns jetzt eben geleistet weil uns das Auto einfach begeistert hat. Ich verstehe vollkommen, wenn jemand sagt so viel will oder kann ich nicht ausgeben.

 

@ BurkhardR: Bei den großen Verbesserungen meinte ich nicht so sehr die Effizienz, da gebe ich dir recht. Aber Senkung der Herstellkosten und des Gewichts pro KWh, verbesserte Recyclingverfahren, schnelleres Laden, Verbesserungen bei der Rohstoffbeschaffung (das ist dringend notwendig, vor Allem beim Kobalt aus Kongo. Tesla z. B. hat die Zellchemie auch insofern verbessert, dass viel weniger Kobalt benötigt wird), netzdienliches Laden durch Informationsaustausch und damit Schaffung eines großen virtuellen Stromspeichers, ... Klar ist der Elektromotor und der Akku (Blei Akku) alte Technik - aber in der jetzigen Ausprägung ist die Elektromobilität eben doch noch recht neu und stark verbesserungsfähig.


26.09.2018 15:00    |    Unbut1940

Oder eben Fotografen, die ab und an den analogen Film bevorzugen.


29.09.2018 15:02    |    Sp3kul4tiuS

ich habe meine Olympus Pen 3 seit glaube ich jetzt 7 Jahren oderso. Die benutze ich zum Spaß.

Das Handy eben weil man damit verbundene schnelle Verarbeitung gerade wünscht oder braucht.

Analog wurde als Kind fotografiert ;)

 

Ob sich ein E-Auto bei mir lohnen würde wäre eine harte Rechnung. Müsste ja alles mit einbeziehen. Kauf Installation der Ladeeinrichtung zuhause!? Strompreis?? Zahlt man drauf -> Wieviele Jahre, fahre nicht so viel!?

Werkstatt? Momentan gewisse Arbeiten die ja alle paar Jahre kommen.

Gebrauchte Limousinen bis 10.000 als E-Mobil? noch nicht. Zu klein soll ein Auto nicht werden Apropos Zweitwagen. Knautschzonen sind wichtig bei den vielen viel größeren Autos!!!

 

Nach 2020 wenn der Impreza (vom Unterhalt schon mal kein Sparwunder, was aber nur am Spritverbrauch ev Versicherung (abhängig) liegt. Clio ist da auf Jahre hinweg teurer) vielleicht mal ausgelutscht ist, wird es wohl ein gebrauchter Verbrenner werden. Hängt da aber jetzt von ab womit man vergleicht. Brot und Butter oder wieder Sportmodelle? Wenn man nur nach Kosten schaut <----

Mal gucken wie sich die Hysterie bis dahin entwickelt und die beiden Läger im Frieden oder im Krieg leben.


26.03.2019 11:06    |    hd311

Dem Beitrag kann man nur zustimmen.

 

Klar ist, das "Elektro" der Antrieb der Zukunft sein wird.

Das gesellschaftsrelevante Problem mit dem u.a. wegfallenden Wartungsaufwand

und dem einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen lässt sich "hochrechnen", wenn man sich

das "Elend mit den Kohlebergbau" ansieht ... Jederman weiss, das es nicht dümmer geht als Kohle zu verbrennen - aber es wird gemacht ! Die Gewerkschaften argumentieren extrem "dumpf" mit Arbeitsplätzen statt clevere Alternativen zu erarbeiten - Politiker und Gewerkschaftsfunktionäre sind da wohl aus gleichen Holz ...

 

Aber zurück zu den Elektro Optionen:

Wasserstoff könnte da als Extender dienen - sei es mit Brennstoffzelle oder für solche, die

eine Verbrenner brauchen, wird dann eben der Motor mit H² betrieben...

Wer darüber noch "diskutieren" muss - hat nichts verstanden ... oder kann es nicht verstehen.

(ist normal, auch ich verstehe z.B. von BioChemie nichts, aber ich halte da meinen Mund dann eben)

 

Was ich jedoch vermisse, ist die Erkenntniss von Politikern bzw. Entwicklern, dass es nicht die Lösung sein kann, ein Kabel anzustecken und dann zu warten, bis da was geladen ist ... Einen Akku mit über 100 kW zu Laden, IST NICHT GERADE DIE SCHONENDSTE ART !

Eine der Lösungen um schnell und batterieschonend den Elektro Autos neue Reichweite zu verschaffen, ist nur über eine Akku Modul Technik zu erreichen:

 

Die Batterie Modul werden in einem automatisierten Vorgang an der Tankstelle innerhalb weniger Minuten gegen ein geladenes Modul getauscht.

Klar ist das ein gewaltiger Ansatz, aber das gerade vermisse ich bei den Verantwortlichen. Ist es wirklich so, dass echte Fachleute sich nicht in der Politik verheizen lassen wollen ? Sind deshalb unsere Politiker nur gute Redner ohne echtes Fachwissen (hier eben Physik oder Elektrotechnik) ?

Das Thema würde den Tankstellen, die dann eine Fusion von Stromanbietern und Robotertechnik wären, neues Leben einhauchen - und das für die nächsten Jahrhunderte. Und Arbeitsplätze ohne Ende ... ! (In Städten gibt es automatisierte Parkhäuser, sowas ist ja schon die halbe Miete ...)

 

Nebenbei wäre das ein Geschäftsmodell für Europa ohne Beispiel ... Die Akku Forschung könnte zu einer Kernkompetenz der Europäer werden.

 

Ich kann nicht glauben das die Vorstände bei ... genau solche Fehler machen, wie früher die Vorstände der Strommonopolisten vor der Energiewende.... was haben die gelacht, über Photovoltaik - ein paar Jahre dann später - wars vorbei mit dem Lachen und mit deren Karriere.

 

Ein anderes Thema ist die Bereitstellung der gigantischen Energiemengen für das Laden von zig Millionen Akkus ... Aber das will ich nur knapp skizzieren ... (Lösung: dezentrale Energieversorgung auf jedem Hausdach ... und nochmal eine Chance für die Monopolisten )

 

 

Saludos HD


26.03.2019 20:36    |    notting

@hd311:

Zitat:

Das gesellschaftsrelevante Problem mit dem u.a. wegfallenden Wartungsaufwand und dem einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen lässt sich "hochrechnen", wenn man sich das "Elend mit den Kohlebergbau" ansieht ...

Du vergleichst Äpfel mit Birnen:

1. Bei den E-Autos gibt's Akkudegradation mit entspr. Einnahme-Möglichkeiten. Und das Fahrwerk ist im Prinzip genauso wie bisher. Und die Bremsen werden einfach schwäche ausgelegt.

Evtl. passiert auch noch sowas wie die 1000h-Grenze bei Glühbirnen per Kartell, wo sich aber auch nach dessen Zerschlagung auch noch alle dran halten.

2. Sollten wirkl. viele Werkstätten sterben, werden für die Kunden die Wege weiter oder der Service viel teurer. Kohle dagegen kauft heute kaum noch jmd. privat.

 

Zitat:

Einen Akku mit über 100 kW zu Laden, IST NICHT GERADE DIE SCHONENDSTE ART !

Quatsch! Alles eine Frage der Kapazität bzw. ab welchem Akkustand die Leistung gedrosselt wird!

 

Zitat:

Ein anderes Thema ist die Bereitstellung der gigantischen Energiemengen für das Laden von zig Millionen Akkus ... Aber das will ich nur knapp skizzieren ... (Lösung: dezentrale Energieversorgung auf jedem Hausdach ... und nochmal eine Chance für die Monopolisten )

- Nicht ausr. stabiles Dachgebälk in vielen Häusern.

- Die E-Autos dürften i.d.R. wenn's am meisten Sonne gibt nicht zu Hause sein...

 

notting


28.03.2019 18:52    |    BurkhardR

Heute musste ich auch wieder an diesen alten Topic denken, warum dann am Schluss.

 

Zur Diskussion der beiden letzten Posts. Wenn ein Akku 500 km Reichweite bringt, und nach 2000 Schnelladungen nur noch 450 - das war dann nach 1 Mio km...

 

Das allermeiste Laden von E-Autos wird langsam sein, einphasig mit 16A. Das gibt 20 km pro Stunde.

 

Beim Arbeitgeber 200x8 Stunden, mach 32 000 km im Jahr, das reicht für die Allermeisten. Deshalb ist eine Förderung der Ladeinfrastruktur auf den Mitarbeiterparkplätzen sinnvoll - zumal da die Autos dann dort stehen, wenn wir jetzt schon einen Überschuß von Solarstrom haben.

 

Daheim sind es noch mehr Stunden.

Schnelladen wird nur bei wirklichen Langstreckenfahrten und extremen Vielfahrern wesentlich werden, ich schätze 10-20% der Energie für E-Autos wird aus Schnellladen kommen, 80-90 aus Schnarchladen - also wenn der Fahrer bei der Arbeit oder daheim schnarcht.

 

Heute in den Nachrichten jedoch hörte ich eine Analogie, von der ich schon mal schrieb. Smart wird seine gesamte Produktion auf E-Autos umstellen, und diese nur in China produzieren. Das ist der große Proberun für die Pläne der Zetsches und Co: Unter dem Vorwand, man könne in Deutschland nicht konkurrenzfähig Elektroautos bauen, die komplette Industrie hier abzubauen und die Autos aus China zu importieren. Wie bei den Digitalkameras...


28.03.2019 19:13    |    schleich-kaefer

Smart habe ich schon länger auf dem Radar, aber einen Smart aus China werde ich mir nicht kaufen.


28.03.2019 20:09    |    notting

@BurkhardR: Div. grobe Denkfehler in deinem Posting:

 

Zitat:

Zur Diskussion der beiden letzten Posts. Wenn ein Akku 500 km Reichweite bringt, und nach 2000 Schnelladungen nur noch 450 - das war dann nach 1 Mio km...

Das ist aus mehreren Gründen selbst im Optimalfall nicht mögl.:

1. Die Reichweite wird nicht schlagartig runtergegehen. Sie wird rel. langsam sinken. Daher ist das schlicht nicht mögl. weil deine Berechnung davon ausgeht, dass es keine Degradation gibt.

2. Die Akkudegradation hängt auch vom Alter des Akkus ab.

3. Es wird immer wieder Situationen geben, wo man deutl. bevor er ganz leer ist lädt bzw. eigentl. ist das eher der Normalfall -> sprich weniger gefahrene km bevor man wieder lädt.

4. Auch schwankt der Verbrauch extrem mit dem jew. Fahrprofil.

 

Zitat:

Das allermeiste Laden von E-Autos wird langsam sein, einphasig mit 16A. Das gibt 20 km pro Stunde

Je nach Fahrprofil hat man auch mal einen Verbrauch von z. B. 25kWh/100km. Mit den von dir im Zitat implizit erwähnten 3,6kW kriegt man in einer Stunde aber eben nur 3,6kWh rein, also nicht mal 15km. Außerdem haben div. 1phasige Lader viel Blindleistung = lädt effektiv mit viel weniger Leistung, belastet aber die Kabel etc. mit 3,6kW.

Außerdem ist das schlecht für das Stromnetz -> symmetr. Last ist viel besser.

 

Zitat:

Beim Arbeitgeber 200x8 Stunden, mach 32 000 km im Jahr, das reicht für die Allermeisten. Deshalb ist eine Förderung der Ladeinfrastruktur auf den Mitarbeiterparkplätzen sinnvoll - zumal da die Autos dann dort stehen, wenn wir jetzt schon einen Überschuß von Solarstrom haben.

1. Ich komme auf ca. 23Mm, s.o. Da ist aber die Vorklimatisierung noch nicht drin...

2. Der AG wird aber nicht jedem eine Ladesäule hinstellen -> Kosten und vor allem der längerfristigere Wartungsaufwand! Bei weniger Säulen ist immer der Stress mit dem freimachen etc.

Desweiteren haben die allermeisten rel. flexible Arbeitszeiten. D.h. man muss mit dem Worst-case rechnen. Z. B. bei uns ist _jeden_ Freitag (an dem man arbeiten muss versteht sich ;-)) ist die Kernzeit nur 2,5h lang (ohne Unterbrechung). Dazu kommen noch 1-2 weitere Tage im Jahr, wo auch eine derartige Regelung gilt.

 

Zitat:

Daheim sind es noch mehr Stunden.

Wie kommst du darauf? Wenn man z. B. 9h arbeitet (um zusätzl. freie Tage zu bekommen), 1h Pausen gemacht hat (=10h auf Arbeit), dann pro Strecke ca. 1h fährt (kenne einige, die solange fahren), dazu noch einkaufen, Termine bzw. Freizeitaktivitäten wo das Auto dann eben nicht daheim steht etc. ...

Dazu z. B. am WE ggf. noch irgendwelche Besuche, Ausflüge, ...

 

notting


29.03.2019 10:29    |    Alubremslicht

Hallo notting,

 

was haben die 4 von dir genannten Punkte mit der Aussage zu tun, dass 2.000 Schnellladungen bei 500 Km Reichweite eine Million km ergibt? Gut, wenn wir dann durch die Degradation von durchschnittlich 475 Km ausgehen sind es halt 950.000 km - also immer noch nach Lebensdauerende des Fahrzeugs. Und das mit dem sogenannten flachen Laden - das bei Li-Io-Akkus schonender ist als Vollladungen (bei NiCd war es eher umgekehrt) - hast du offensichtlich noch nicht verstanden. Natürlich lädt man immer wenn sich eine vernünftige Möglichkeit bietet und fährt eben Volladezyklen nur mangels Lademöglichkeiten, also sehr selten. Ein Li-Io-Akku, der 500 Volladezyklen hält macht eben mehr als 1000 Halbladezyklen.

 

Das mit Blindleistung und Schieflast solltest du auch nochmal nachlesen. Auf einem Firmenparkplatz wo man viele Ladestellen aufbaut, werden die natürlich auf die 3 Phasen verteilt - genauso wie man in einer Großküche viele Elektroherdplatten auf die 3 Phasen verteilt. Dann ist das mit der Schieflast gar kein Problem. Zusätzlich kann man es netzdienlich machen indem man zu Spitzenlastzeiten die Ladung aussetzt. Dann rechnen wir mal pessimistisch mit 230 Volt und 10 Ampere, nur 5 Stunden und 20 kwh/100 Km... dann sind das 57 Km pro Arbeitstag. Das reicht in über 95% der Fälle. Nur wer sehr weit pendelt bräuchte mehr und müsste zu Hause noch laden können. Übrigens fährt der auch nicht am Freitag die große Strecke wegen 2,5 Arbeitsstunden. Deine Konstrukte verstehe ich nicht. Bereits jetzt können sehr viele Fahrprofile rein elektrisch abgedeckt werden. Und die extremen Ausnahmen... mein Gott, warum sollen die in 10 Jahren dann nicht einen Plug-in Hybriden fahren? Klar, sie beschweren sich dann über die hohen Wartungskosten und das zu dünne Tankstellennetz. Aber diese Nachteile müssen sie dann halt tragen bis ein Akku für Reichweite 1000 Km der in wenigen Stunden schonend geladen werden kann zur Verfügung steht. Auch das wird kommen, die Entwicklung bleibt ja nicht stehen...

 

Elektrische Grüße, Claus


29.03.2019 19:31    |    notting

@Alubremslicht:

Zitat:

was haben die 4 von dir genannten Punkte mit der Aussage zu tun, dass 2.000 Schnellladungen bei 500 Km Reichweite eine Million km ergibt? Gut, wenn wir dann durch die Degradation von durchschnittlich 475 Km ausgehen sind es halt 950.000 km - also immer noch nach Lebensdauerende des Fahrzeugs.

Da hast du immernoch die restl. Punkte vergessen.

 

Zitat:

Ein Li-Io-Akku, der 500 Volladezyklen hält macht eben mehr als 1000 Halbladezyklen.

Ändert aber nix an der Altersdegradation.

 

Zitat:

Das mit Blindleistung und Schieflast solltest du auch nochmal nachlesen. Auf einem Firmenparkplatz wo man viele Ladestellen aufbaut, werden die natürlich auf die 3 Phasen verteilt - genauso wie man in einer Großküche viele Elektroherdplatten auf die 3 Phasen verteilt. Dann ist das mit der Schieflast gar kein Problem.

1. Großküche und E-Herd?! Habe ich noch nie gesehen. Die haben alle Gas.

2. Anschaffungs-/Installationskosten für _alle_ Parkplätze (sonst unpraktikabel, mittendrin wegrennen wen geladen), Stolperfalle und vor allem laufende Wartungskosten machen die Sache halt unattraktiv.

D.h. es wird eher nur wenige Ladesäulen geben. Ob es gar 3 werden die dann auch fast ständig gleichzeitig genutzt werden, ist auch sehr fragl.

 

Zitat:

Zusätzlich kann man es netzdienlich machen indem man zu Spitzenlastzeiten die Ladung aussetzt.

... macht das noch unattraktiver weil das eben auch eher der Zeitraum sein wird, wo man auf Arbeit laden will.

 

Zitat:

Dann rechnen wir mal pessimistisch mit 230 Volt und 10 Ampere, nur 5 Stunden und 20 kwh/100 Km... dann sind das 57 Km pro Arbeitstag. Das reicht in über 95% der Fälle.

Ganz offensichtl. Unsinn. https://www.focus.de/.../...d-was-man-dagegen-tun-kann_id_7696935.html

Da steht, dass 2012 nicht mal 90% aller(!) Pendler einen Arbeitsweg von >0 und <98km(!) gefahrene Strecke am Tag haben. D.h. es sind definitiv deutl. weniger AN, denen die 57km/Arbeitstag reichen würden. Dazu kommt:

- Die Wege zur Arbeit werden im Schnitt immer weiter.

- Kürzere Strecken werden eher anders bewältigt als mit dem Auto = Der mit Autos gefahrene Schnitt dürfte höher sein als der Gesamtdurchschnitt, Leute die mit dem Auto nur bis zu einem Bhf. fahren hin oder her.

- Umwege für "unnormale" Stauumfahrung, Einkaufen, Freizeit, etc.

- Zusätzl. Energie für Vorklimatisierung etc.

 

Zitat:

Und die extremen Ausnahmen... mein Gott, warum sollen die in 10 Jahren dann nicht einen Plug-in Hybriden fahren?

Weil das Schwachsinn ist: https://www.heise.de/.../Klartext-Doppelt-oder-nichts-4347696.html

 

notting


01.04.2019 08:00    |    Alubremslicht

Hallo notting,

 

also so ist unsere Diskussion nicht sinnvoll, da du zu allem nur wieder Gegenpunkte suchst und auf vieles was ich schrieb aber gar nicht eingehst. Anscheinend möchtest du einen Verbrenner fahren und mit dem Umstieg auf E warten bis das Mainstream ist. Dann mach es eben so.

 

MfG

Claus


01.04.2019 20:17    |    notting

@Alubremslicht: Überlege du dir erstmal vernünftige Argumente! Und wenn du meine Postings (nicht nur hier, sondern generell auf MT) gelesen hättest, wüsstest du, dass ich E-Autos vom techn. her an sich stark zuneigt bin. Aber da du mit solchen absurden Schwachsinn über mich kommst, willst _du_ offensichtl. nicht vernünftig diskutieren bzw. du gehst ja auch trotz Nachfrage meinerseits nicht auf alle meine Punkte ein, obwohl ich mir große Mühe gegeben habe wo sinnvoll mögl. auf deine Punkte einzugehen :rolleyes:

 

notting


02.04.2019 11:18    |    Alubremslicht

Hallo notting,

 

oups, wir steigern uns grade bissle zu stark rein, denke ich. "absurden Schwachsinn" müssen wir uns ja nicht an den Kopf werfen.

 

Ich wollte doch nur darauf hinweisen, dass das was du bzgl. der Aussagen von BurkhardR als "grobe Denkfehler" bezeichnet hattest eher doch der Realität entsprach. Lese bitte nochmals deine Argumente hierzu. Ich wies dann drauf hin, dass 950.000 Kilometer nicht entscheidend weniger als ne Million ist. Bei den restlichen Punkten - die ich nicht vergessen habe sondern nicht erwähnt, weil mir da der Zusammenhang nicht klar ist. Klar, wenn jemand 20 % mehr verbraucht als der Durchschnitt ergibt die gleiche Anzahl an Ladezyklen auch 20% weniger Lebensdauer des Akkus.

 

Dann versuchte ich zu erklären, dass flache Ladezyklen beim Li-Io Akku besser sind als Volladungen. Und dass die flachen Ladezyklen in der Praxis auch gemacht werden. Warum du dann als Gegenargument die Altersdegradation bringst ist mir schleierhaft.

 

Okay, mein Beispiel Großküche war unglücklich gewählt - trotzdem bleibt ja mein Argument dass viele Ladestellen dann auf die 3 Phasen aufgeteilt werden bestehen. Dein Gegenargument "Gasherd" zeigt mir, dass es dir nicht umd das Thema sondern um das Finden von Gegenargumenten ging.

 

Gut, bei den Pendlerstrecken ging ich von meinem eigenen Umfeld aus - da kommen eben viele aus Orten die so um die 20 Km entfernt sind. "Da steht, dass 2012 nicht mal 90% aller(!) Pendler einen Arbeitsweg von >0 und <98km(!) gefahrene Strecke am Tag haben." - man sieht doch an der Formulierung, dass hier verquer gedacht wird. "Etwas mehr als 10% aller Pendler fahren mehr als 98 Km pro Tag" wäre die gleiche Aussage ohne die Wertung "nicht mal" und ohne die komplett unnötigen in Klammer stehenden Ausrufezeichen. Na ja, und so lang jemand viel Reichweite braucht und ein entsprechend großer Akku höhere Kosten als ein zusätzlicher Verbrennungsmotor erzeugt, da erschließt sich mir jedenfalls nicht, warum ein Plug-in Hybrid dann Schwachsinn sein soll?

 

Ach ja, ich bin doch auf deine Argumente eingegangen. Du schreibst ja, dass eben viele entsprechend große Strecken zurücklegen. Und große Reichweiten realisieren heutzutage eben Verbrenner. Warum also dann jetzt - wo doch die Elektromobilität noch in ihrer Anfangsphase steckt und große Reichweiten eben noch sehr teuer sind - mit so einem Fahrprofil auf Elektro umsteigen?

 

Waren dir die Argumente jetzt vernünftig genug?

 

MfG

Claus


02.04.2019 20:04    |    BurkhardR

Die durchschnittliche einfache Wegstrecke für Pendler, also Menschen, die in einem anderen Ort leben als sie arbeiten, betrug 2017 15,7 km.

Die durchschnittliche Fahrleistung der PKW in Deutschland betrug 2017 14200 km.

 

Selbst wenn wir nur 400 km Reichweite ansetzen, mit nur 500 Schnellladungen, reicht das für normale Autonutzer etwa 14 Jahre. Wahrscheinlich ist das Altern des Akkus da schlimmer als seine Abnutzung, noch dazu wenn ein erheblicher Teil langsam geladen wird.


04.04.2019 18:02    |    notting

@BurkhardR:

1. Da sind sicher auch viele Rad-/ÖPNV-Fahrer dabei die den Pendler-Distanz-Schnitt deutl. drücken. Hier im Thread geht's aber nur um Autos.

2. WE-Pendler können auch den Hauptwohnsitz in die Nähe der Arbeit verlegen und trotzdem am WE heimfahren wollen = regelm. längere Strecke, die aber nicht in deine 15,7km eingeht. Dazu kommt:

3. Bei der durchschn. Fahrleistung dürften viele Spaß-/Rentner-/Ausstellungs-/etc.-Fahrzeuge den Schnitt massiv drücken. Da wäre der Median der Autos die wirkl. in der Hauptsache zum privaten Pendeln genutzt werden (egal ob WE-Pendler oder nicht) viel interessanter.

4. Wer nahe bei der Arbeit wohnt, wohnt recht wahrscheinl. viel öfter zur Miete = hat eher weniger Chancen auf eigene Wallbox als jmd. der weiter von der Arbeit weg wohnt einfach wg. den Kaufpreisen und weil wer am Anfang seines Berufslebens steht eher örtl. flexibel ist bzw. oft wg. Zeitverträgen sein muss bzw. defakto kein (vernünftiges) Wohneigentum erwerben kann. Hier beißt sich also in der Praxis "E-Auto-Reichweite reicht" und "Kann daheim laden", was aber beides erfüllt sein muss, damit ein E-Auto unter heutigen Umständen wirkl. Sinn macht (dazu noch Sachen wie AHK etc.).

 

notting


05.04.2019 09:03    |    BurkhardR

Zu 1) Nein, es sind nur die Autopendler - etwa 1/3 aller Menschen arbeitet im selben Ort in dem sie wohnen.

2. WE-Pendler stimmt, genau da ist ein PHEV in vielen Fällen ideal

3. Die Studie untersuchte nur die Fahrstrecken zur Arbeit.

4. In den Neubaugebieten hier stehen auffällig viele Ioniq Elektro - ideal für die knapp 40 km einfache Strecke nach Frankfurt Innenstadt.


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