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17.07.2013 18:32    |    AOLM    |   Stichworte: Änderungen, B6, b6-3c, demontieren, Gespanne, Gewichtsklasse, Identifizierung, Kofferraum, nachrüsten, Nachrüstung, Passat, reparieren/austauschen, Sportline, Teilenummer, Variant, Volkswagen, vw, Wechsel

Diese Aufstellung basiert auf privaten Recherchen und erhebt weder einen Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit

 

Durch das Nachrüsten einer Anhängerkupplung, einer zweiten Batterie, eines Ersatzrades, einer Rücksitzbank mit integrierten Kindersitzen, der elektrischen Heckklappe oder einfach nur die Kindersitze auf der Rücksitzbank geht das Gewicht an der Hinterachse hoch und das Heck runter.

Durch das Addieren der Gewichte und Raussuchen der entsprechenden neuen Gewichtsklasse kann man das Heck wieder anheben.

 

Dazu muss erst die derzeitige Gewichtsklasse festgestellt werden

entweder durch FIN und ETKA

oder durch den farbigen Code auf den Federn und ETKA

 

Achtung:

Es gibt drei verschiedene Fahrwerkstypen: Sportlinefahrwerk, Normalfahrwerk und Schlechtwegefahrwerk.

Die Fahrwerksfedern unterscheiden sich in der Länge/Höhe und können zwar gleiche Gewichtsklassen auf dem Aufkleber im Kofferraum und Bordbuch haben, jedoch verschiedene PR-Codes.

Dementsprechend sind die Teilenummern und Farbcodes an den Federn auch verschieden.

 

Wenn z.B. ein Sportline hinten zu tief hängt, kann man zwar durch eine längere Feder aus einem Standardfahrwerk das Heck anheben. Da die Federrate jedoch eine andere ist, wird das Heck evtl. etwas weicher.

Wird eine Sportlinefeder mit höherer Gewichtsklasse genommen, kommt das Heck hoch und die Feder behält die gleiche Federkonstante.

 

Beispiel:

Vorhandene Feder an der Hinterachse:

3C0 511 115 AE 1x Weiß, 1x Lila, 3x Gelb (Standardfahrwerk)

PR-Code: 1JL+0YE entspr. 485-508 kg

Nächste Gewichtsklasse:

3C0 511 115 AF 1x Weiß, 1x Lila, 1x Orange (Standardfahrwerk)

PR-Code: 1JL+0YF entspr. 509-533 kg

 

Die Differenzen zwischen den Gewichtsklassen betragen ca. 25 kg.

 

Sportlinefahrwerk analog.

 

Achtung

Keinen niedrigeren Gewichtsklassen verbauen, damit würde die zul. Achslast sinken.

D.h. die aktuelle Gewichtsklasse raussuchen (evtl. zur nächst höheren aufrunden) und die neue Gewichtsklasse min. 1, besser 2 oder mehr Gewichtsklassen höher wählen.

 

Beispiel:

Reserverad ca. 25 Kg

Batterie Standheizung ca. 25kg

Anhängerkupplung ca. 25 kg

Elektrische Heckklappe ca. 25 kg

= 100 Kg

D.h. die neuen Ferern sollten 4 Gewichtsklassen höher gewählt werden.

 

Falls die neue Gewichtsklasse zu klein gewählt wurde bzw. durch weitere Nachrüstungen das Heck wieder zu tief ist, besteht die Möglichkeit durch eine neue Gummiauflage von Audi TT das Heck um weitere 5 mm höher zu bekommen.

Teilenummer von der alten schmalen Passat Gummiauflage: 1K0 512 149 B

Teilenummer von der neuen 5 mm höheren Audi TT Gummiauflage: 8J0 512 149 (z.Z. 3,75 €/St.)

Die Passat-Gummiauflage ist 8 mm hoch, die TT-Gummiauflage ist 13 mm hoch.

Hier gibt es weitere Bilder davon: Link

 

Falls gleichzeitig von Standardfahrwerk auf Sportlinefahrwerk umgerüstet wird, sollten die Dämpfer mitgetauscht werden, da Standard- und Sportlinedämfer sich unterscheiden.

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Als grobe Orientierungswerte gilt zumindest für Passat 3C:

 

Vorderachse:

1er Punkt ist meistens Orange

2er Punkt:

Grüner Punkt -> Standardfahrwerk

Blauer Punkt -> Sportline

3er Punkt und evtl. 4er haben die selbe Farbe (um so mehr Punkte desto höher die Gewichtsklasse unter dieser Farbe)

Allgemein gilt (von niedriger Gewichtsklasse zu hohe Gewichtsklasse): Gelb -> Orange -> Grün

 

Hinterachse:

1er Punkt:

Weißer Punkt -> Standardfahrwerk

Blauer Punkt -> Sportline

2er Punkt ist meistens Lila

3er Punkt und evtl. 4er und 5er haben die selbe Farbe (um so mehr Punkte desto höher die Gewichtsklasse unter dieser Farbe)

Allgemein gilt (von niedriger Gewichtsklasse zu hohe Gewichtsklasse):

kein dritter Punkt -> Gelb -> Orange -> Grün

 

Wichtig:

Die neuen Federn nicht einfach nach Farbe der Punkte aussuchen (wie bereits geschrieben, sind das grobe Orientierungswerte), sondern nach Gewichtsklassen.

Diese sagt aus welche Farben die Punkte haben müssen.

Erst die nächst höhere Gewichtsklasse wählen und dann ablesen welche Farbe die Punkte haben müssen.

 

Extrembeispiel: Gew.Kl. L10 (1xOr. 1xBl. 2xGe.) nächste Gew.Kl. L11 (1xOr. 1xBl. 1xGr.) das hieße eigentlich 5 Farbkombinationen dazwischen, ist es aber nicht. In diesem Fall beträgt die Differenz nur 1 Gewichtsklasse

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Die PR-Codes und Gewichtsklassen sind meines wissens bei allen Marken und Fahrzeugmodellen aus dem VW-Konzern gleich. D.h. man kann anhand der unten stehenden Daten genauso gut für ein anderes Fahrzeug die nächste gewichtsklasse ermitteln.

 

Hier ein Paar Gewichtsklassen:

 

Gewichtsklasse-Vorderachse Gewichtsbereich: (Auszug)

Standardfedern (Comfortline, Highline):

L01 G09: 496-540kg (1xOr. 1xGr. 2xOr.) z.B. kleinere Benziner und mittlere Benziner Schalter würde in etwa L09 beim Sportline entsprechen

L02 G09: 541-570kg (1xOr. 1xGr. 1xGe.) z.B. 1.9 TDI 5-Gang würde in etwa L10 beim Sportline entsprechen

L03 G09: 571-595kg; G10: 571-595kg (1xOr. 1xGr. 2xGe.) z.B. 2.0 140er TDI 6-Gang würde in etwa L11 beim Sportline entsprechen

L04 G09: 596-620kg; G10: 596-620kg

L05 G09: 621-645kg; G10: 621-645kg

L06 G09: 646-670kg; G10: 646-670kg (1xOr. 1xGr. 1xWe.)

L07 G09: 671-695kg; G10: 671-695kg (entfällt beim Passat B6)

L08 G09: 696-725kg; G10: 696-725kg (entfällt beim Passat B6)

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Sportlinefedern:

L09 G12: 531-560kg (1xOr. 1xBl. 1xGe.) z.B. kleinere Benziner und mittlere Benziner Schalter

L10 G12: (1xOr. 1xBl. 2xGe.) z.B. 1.9 TDI 5-Gang

L11 G12: 591-620kg (1xOr. 1xBl. 1xGr.) z.B. 2.0 140er TDI 6-Gang

L12 G12: 621-650kg (1xOr. 1xBl. 2xGr.) z.B. 2.0 140er DSG oder 2.0 170er 6-Gang

L13 G12: 651-658kg

L14 G12: 686-720kg (1xOr. 1xBl. 2xRo.)

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Schlechtwegefedern:

L15 G11: 506-530kg (entfällt beim Passat B6)

L16 G11: 531-560kg (entfällt beim Passat B6)

L17 G11: 561-590kg (1xOr. 1xWe. 2xRo.)

L18 G11: 591-620kg (1xOr. 1xWe. 1xOr.)

L19 G11: 621-650kg (1xOr. 1xWe. 2xOr.)

L20 G11: 651-685kg (1xOr. 1xWe. 1xLi.)

L21 G11: 686-720kg (1xOr. 1xWe. 2xLi.)

u.s.w.

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L26 G12: 561-590kg

L32 G10: 726-755kg

L33 G11: 721-760kg

L35 G12: 721-760kg

 

Im Normalfall wird außer einer Standheizung vorne kaum was Schweres nachgerüstet (außer vielleicht einem andern Motor oder DSG).

 

Gewichtsklasse-Hinterachse Gewichtsbereich: (Auszug)

0YA 1JL: 405-423kg; 1JB: 403-425kg (entfällt beim Passat B6)

0YB 1JL: 424-442kg; 1JB: 426-451kg, 1JC: 428-455kg (SL: 1xBl. 1xLi.) (CL: 1xWe. 1xOr.)

0YC 1JL: 443-462kg; 1JB: 452-479kg; 1JC: 428-455kg (SL: 1xBl. 1xLi. 1xGe.) (CL: 1xWe. 1xLi. 1xGe.)

0YD 1JL: 463-484kg; 1JB: 480-508kg; 1JC: 485-513kg (SL: 1xBl. 1xLi. 2xGe.) (CL: 1xWe. 1xLi. 2xGe.)

0YE 1JL: 485-508kg (SL: 1xBl. 1xLi. 3xGe.) (CL: 1xWe. 1xLi. 3xGe.)

0YF 1JL: 509-533kg (SL: 1xBl. 1xLi. 1xOr.) (CL: 1xWe. 1xLi. 1xOr.)

0YG (SL: 1xBl. 1xLi. 2xOr.) (CL: 1xWe. 1xLi. 2xOr.)

0YH (SL: 1xBl. 1xLi. 3xOr.) (CL: 1xWe. 1xLi. 3xOr.)

u.s.w.

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Zur Info:

Es gibt noch weitere Unterschiede zwischen einem Standard-, einem Schlechtwege- und einem Sportlinefahrwerk:

Dämfer und Anschlagpuffer sowohl vorne wie hinten unterscheiden sich auch voneinander.

 

Der Abstand zwischen Radnabenmitte und der Unterkante des Radkastens entspricht bei einem normalen Fahrwerk ca. 37,5-38 cm und bei einem Sportlinefahrwerk ca. 36-36,5 cm (15mm Tieferlegung).

 

Bei den DCC-Fahrwerken sind Standardfedern verbaut damit es im Komfortmodus weich genug ist. Allerdings scheint es so, als ob dort etwas kleinere Gewichtsklassen verbaut werden. Vielleicht um die Tieferlegung von 10mm zu erreichen :confused:

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Wem das alles zu viel ist, kann auch nach Weitec Höherlegungskit googeln.

Gibt es für vorne und hinten. Damit kann man das Fahrzeug um ca. 20mm höher legen.

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Wer sein Auto (vielleicht aus Berufsgründen) ständig beladen fährt und die stärksten Originalfedern nicht ausreichen, kann solche Zusatzfedern verbauen und eintragen lassen: Link1, oder sowas Link2

 

Eine weitere Möglichket ist auf Nivomat Dämpfer und Federn umzurüsten. Dabei werden nur hinten die Dämpfer und Federn getauscht.

Die Besonderheit hier ist, dass laut VW, Nivomat an der Hinterachse nur in Verbindung mit Standard-Fahrwerk an der Vorderachse zugelassen ist.