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01.12.2019 22:26    |    jennss    |    Kommentare (108)

loremo1
Loremo1

Vor ein paar Jahren gab es das Projekt Loremo, ein Auto, das attraktiv designt wurde und konsequent auf Sparsamkeit getrimmt war. Nach langer Entwicklungsphase wurde das Projekt eingestampft. Ich fand den Loremo von der Idee her ganz toll und hatte auch immer gehofft, dass er noch kommt.

 

Nur wenige Jahre später hat sich die Ansicht komplett geändert: Das umweltfreundliche Auto ist nicht mehr ein Diesel wie der Loremo, sondern fährt mit E-Motor. Vielleicht ist es besser, dass es schon damals nichts wurde mit dem Loremo, denn sonst wäre man von der Zeit überrannt worden. Andererseits: Vielleicht hätte man es mit einem guten Start auch finanziell schaffen können, einen guten E-Antrieb einzubauen. Im Hinterkopf hatte man den E-Antrieb ja schon. Der Loremo wäre ein sehr cooles E-Auto geworden, extrem sparsam, mit großer Reichweite aus kleinem Akku.

 

Jetzt sind e.Go und Sono Motors, wieder deutsche Start-Ups, drauf und dran, neue Automarken zu erschaffen. Der e.Go Life hatte zwar schon seine Präsentation, aber ich glaube, es wurde noch kein Auto an Kunden ausgeliefert, oder? Auch der Sono braucht noch Zeit. Jetzt wurde der Start auf Sept. 2021 verschoben. So langsam beschleicht mich da das Gefühl, dass es enden könnte wie beim Loremo, auch wenn ich es nicht hoffe. Die Idee mit dem Solardach ist interessant. Wie weit es Sinn macht, muss sich zeigen.

 

Die Start-Ups hatten immer eine besondere Idee. Der e.Go wollte besonders günstig sein, doch es ist schwer gegen die großen Marken zu bestehen. Ich würde sagen, schon das Update des Seat Mii/VW e-Up/Skoda Citigo-e hat den e.Go überrollt. Die müssen als kleiner Hersteller superscharf kalkulieren und haben nicht so viel Polster wie ein großer Hersteller. VW sagt auch selbst, dass der "Skalierungseffekt" den günstigen Preis des e-Up ermöglicht, denn man hat das Kapital, viele Akkuzellen einzukaufen. Die (vielleicht) gescheiterten Start-Ups wollten es allesamt über den Preis versuchen, doch genau das klappt nicht (Loremo, e.Go, Sono).

 

Alleine Tesla hat es wirklich geschafft. Warum? Was hat Tesla richtig gemacht, was andere verzapft haben? Ich denke, da ist diese klare Vision, Überzeugung und die Technik, die nicht nur ein bisschen anders ist, sondern radikal. Als Tesla anfing, waren E-Autos noch ziemlich unbeachtet. Und Tesla hat gleich im Großen gedacht, die passenden Lösungen gesucht und überlegt, was der Mensch wirklich braucht und will. So hat das Supercharger-Netz das E-Auto als reisetauglich gezeigt. Und noch heute ist Tesla in einigen Punkten voraus, z.B. bei der Zugfähigkeit oder beim Kobalt-Anteil der Akkus. Doch die etablierte Konkurrenz ist aufgewacht und versucht nun mit aller Kraft ihre Position zu verteidigen. VW steigt groß ein und scheint es ebenfalls konsequent zu machen. So baut auch VW an einem Ladenetz. Die Erkenntnis für Start-Ups: Man darf das Ganze nicht zu zaghaft starten, muss im Großen denken und "den Sack zumachen". Oder gibt es in Deutschland zu große Hindernisse dafür?

 

Loremo hat viel zu lange gebraucht, um das Auto fertig zu bekommen. Man hätte viel schneller wachsen müssen. Ein Schlüssel liegt dabei in der Öffentlichkeitsarbeit. Elon Musk hat das Vertrauen von Investoren bekommen, sie überzeugt. Das hat bei Loremo offenbar nicht ausgereicht. Ein Start-Up muss man ganz oder gar nicht anpacken. Es ist sehr schwer, weil die Technik und das ganze Drumherum sehr komplex sind. Es wäre jedoch gut, wenn Start-Ups sich Tesla als Vorbild nehmen.

 

Allerdings klappt sowas auch nicht zu jeder Zeit. Tesla kam zur richtigen Zeit mit der richtigen Technik und hat die Elektromobilität sexy gemacht. Vor allem hat Tesla nicht mit einem Sparmobil angefangen, sondern mit dem großen Model S. Elon Musk ist ein kantiger Typ, der auch mal aneckt, aber sein Mut und seine Genialität übersteigen noch die eines Steve Jobs oder Mark Zuckerberg, finde ich, auch wenn man das schlecht vergleichen kann. Es sind die großen technischen Visionäre, die unser Leben verändern, viel mehr als alle Politiker es können. Viele Start-Ups sind wohl nicht revolutionär genug, um nicht von der etablierten Konkurrenz überrollt zu werden. Die dankt ihnen vielleicht einmal für ihre Inspiration und macht es mit ihrer Erfahrung und den finanziellen Möglichkeiten konsequent. Wie gemein ;).

j.

 

PS: Die Bilder sind aus einem alten Motor-Talk-Artikel.

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05.12.2019 08:10    |    mz4

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 5. Dezember 2019 um 07:57:58 Uhr:

Meine 18 Jahre alten sind Klar wie am ersten Tage, hängt wohl an der Qualität des Produktes. auch hier traue ich SonoMotors die richtige Mischung zu.

Laternenparker? und wieviel KM pro Jahr und Gesamt? ;)

Ich kenne kein einzigen Scheinwerfer egal ob am >100t€ Auto oder an Kleinwägen die nicht blind werden.

(mag vereinzelte Fälle geben die sind aber nicht die Regel)

 

Zitat:

Das sehe ich Ähnlich, wobei die Patente schon noch was wert sind, vielleicht findet sich ja noch ein Investor welcher daraus einen Share-Schwarm bilden möchte, finde immer noch das Produkt gehört in Diese Zeit.

Ich bin gespannt wer sich dann für ein Butterbrot die Firma unter den Nagel reißt.

Da viele verantwortliche von BMW gekommen sind wäre ein rebounce möglich.


05.12.2019 09:30    |    XuQishi

Zitat:

Meine 18 Jahre alten sind Klar wie am ersten Tage

Bei Mercedes und Ford sind die sehr schnell vergilbt.


05.12.2019 15:32    |    Meat-Puppets

Nach 6 Jahren getrübt und verkratzt kann ich so nicht bestätigen. Mein Meriva LPG hat jetzt 15 Jahre auf dem Buckel, davon mindestens die letzten 10 Jahre im Freien. Die Scheinwerfer-„Gläser“ sind noch absolut klar. Der Gründer Laurin Hahn sagte in einem Interview, dass man sich bei Sono Motors der Problematik bewusst ist, und daher ein Polycarbonat höchster Qualität verwenden will.


10.12.2019 20:31    |    goholger

Einen eGO Life habe ich vorbestellt und inzwischen bei der Werkseröffnung in Aachen ansehen können (bei der Probefahrt-Verlosung hatte ich leider kein Glück).

 

eGO macht einiges anders:

  • die Grundstruktur ist aus Aluminium (vermutlich teurer als Stahl dafür rostet es nicht)
  • die Aussenhaut ist aus Thermoplast (ist zwar Kunststoff aber vermutlich mit deutlich weniger Energieaufwand herzustellen als Metall, deutlich kratzunempfindlicher und rostet nicht)
  • das Auto ist als Zweitwagen konizipiert (Kurzstrecke) und keine "Eierlegendewollmilchsau" - ob das ankommt, bleibt natürlich abzuwarten, aber so kann ich mir das für uns gut vorstellen - meistens sitzt nur einer im Auto und wir fahren meist nur 20 km pro Tag
  • der gesparte Schnelllader ist für mich kein Problem, bei der kleinen Akku-Größe kann man auch mit 230 V oder mit 400 V (einphasig) schnell genug laden bis zur nächsten Abfahrt (wenn man in der Nähe einer Steckdose zu Hause oder auf der Arbeit parken kann - zumindest alle drei Tage)
  • ein fertigkonfigurierter eGO Life 40 wie ich in bestellen würde kostet nach Abzug der Förderung 18.000 € inkl. Batterie - ich denke das ist ein Preis, der in Ordnung ist. Ein e-UP kostet mehr (ist auch etwas mehr Auto und hat mehr Reichweite, dafür rostende Teile)

 

Der eGO ist immerhin seit den ersten Preisen, die ich mitbekommen habe (2017) nicht teurer, aber leider schwerer geworden. Die Produktion ist angelaufen. Es gibt einen Großkunden (Caritas Aachen), so dass auch Erfahrungswerte gesammelt und Umsatz gemacht werden können.

 

Ich in guter Hoffnung, dass der eGO auch wirtschaftliche erfolgreich wird. Und ein charismatischer Typ ist der Geschäftsführer Prof. Dr. Günther Schuh auf jeden Fall - hört Euch von dem mal einen Vortrag an. Der sagt z.B. auch offen, dass ein E-Auto mit großen Akku keinen Sinn macht - und das als E-Auto-Bauer! Er sagt übrigens auch, das er nach wie vor gerne Porsche Cheyenne fährt :-) Soviel Ehrlichkeit und zugleich Realitätssinn gibt's sonst nirgendwo.

 

 

Telsa ist zwar "ganz nett", aber aus Sicht der endlichen Ressource Lithium ein Wahnsinn. Viel zu leistungsstarke Autos mit riesiger (ich würd sogar sagen unsinniger) Reichweite. Für "Otto-Normal-Verbraucher" auch mittelfristig zu teuer. Und erst mit dem Massenmarkt wird Geld verdient - sagt ja auch Elon Musk.

 

 

Sono Sion wünsche ich, dass sie es bis zur Produktion schaffen. Aber wenn die jetzt um zwei Jahre verschieben, scheint das gleiche wie bei Loremo zu passieren: man wird nicht fertig. Das Fahrzeugkonzept gefällt mir trotz der Solarpanele: die von Euch geschätzten 10 km am Tag würden mir nur alle zwei Tage helfen - der Effekt ist zu gering. Man denke nur an alle Leute im nicht ganz so ländlichen Bereich, die also nicht unbedingt alle bis zur Steckdose fahren können. Denen helfen die 10 km nicht weit genug. Die Aerodynamik ist m.E. "gut genug" und sicher noch besser als bei manch SUV. Der Kofferaum ist familientauglich und die AHK erst recht.

 

 

Loremo habe ich ab etwa 2006 bis zum endgültigen Aus verfolgt. Das Fahrzeugkonzept fand ich gut. Leider konnte ich nicht selbst mal das Mockup auf der IAA 2007 sehen, aber ich hab Bilder davon. Da hatte sich Herr Sommer mal wirklich was neues ausgedacht. Ich hab mich nur gewundert, warum nicht z.B. BMW das übernimmt und einfach mal probiert. So wie mit C1, i3, i8 etc., das Risiko wäre für BMW vertretbar gewesen und es hätte zur Marke gepasst.

 

 

Was bei VW mit ID.3 jetzt passiert, muss man ja auch mal abwarten. Ob das preislich für den "Otto-Normal-Verbraucher" interessant ist?


10.12.2019 22:19    |    ballex

Zitat:

Und ein charismatischer Typ ist der Geschäftsführer Prof. Dr. Günther Schuh auf jeden Fall - hört Euch von dem mal einen Vortrag an. Der sagt z.B. auch offen, dass ein E-Auto mit großen Akku keinen Sinn macht - und das als E-Auto-Bauer! Er sagt übrigens auch, das er nach wie vor gerne Porsche Cheyenne fährt :-) Soviel Ehrlichkeit und zugleich Realitätssinn gibt's sonst nirgendwo.

Ich denke, da bist du auf seinen Marketing-Sprech reingefallen. Natürlich behauptet er, dass Fahrzeuge mit großem Akku und für weite Strecken keinen Sinn machen würden, wenn er selbst welche baut, die aufgrund ihres kleinen Akkus und beschränkten Lademöglichkeiten nur im Stadtbereich eingesetzt werden können. Ich fand die Aussage eher entlarvend und sachlich daneben, weil es einfach nicht stimmt. Jedes E-Auto, dass einen Verbrenner (nach dessen Lebensende - nicht extra gebaut) ersetzt, ist langfristig förderlich für das Klima/die Schadstoffbilanz. Und das bezieht sich auf jedes Fahrzeugsegment bei dem ein Verbrenner durch ein E-Auto ersetzt wird. Es fahren eben nicht nur Kleinstwagen rum...

 

Zitat:

Telsa ist zwar "ganz nett", aber aus Sicht der endlichen Ressource Lithium ein Wahnsinn. Viel zu leistungsstarke Autos mit riesiger (ich würd sogar sagen unsinniger) Reichweite. Für "Otto-Normal-Verbraucher" auch mittelfristig zu teuer. Und erst mit dem Massenmarkt wird Geld verdient - sagt ja auch Elon Musk.

Der Verbraucher fordert in der Masse aber gerade das: Viel Reichweite und möglichst viel Leistung bei ausreichend Platz - mit einem e.Go verändert man keinen Markt und steigt auch nur schwerlich ein (wie man an den aktuellen Problemen von e.Go sieht - trotz Professor am Steuer).

 

Tesla liefert hingegen das, was Emotionen bringt und sich gut verkaufen lässt - und ist dabei eher günstiger als die sich global wie geschnitten Brot verkaufenden "Premium"-Mittelklasselimousinen bzw. SUV. Da wir mittlerweile gelernt haben, dass das mit der Ökobilanz auch bei größeren Akkus ganz gut aussieht, kann man die Empörung zurückfahren. Und Lithium lässt sich recyceln...Erdöl nicht, zudem ist Tesla führend beim niedrigen Anteil von Kobalt im Akku - Akku ist eben nicht gleich Akku, auch hier sollte man differenzieren.


10.12.2019 22:19    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 20:31:33 Uhr:

.. der endlichen Ressource Lithium ..

Endlich ist nur die momentane Förderleistung und dem Betrag den man dafür bereit ist zu Zahlen.

Wer weis welches Metall die Batterie in ein paar Jahren hat Silizium?


10.12.2019 22:20    |    jennss

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 20:31:33 Uhr:

 

die Aussenhaut ist aus Thermoplast (ist zwar Kunststoff aber vermutlich mit deutlich weniger Energieaufwand herzustellen als Metall, deutlich kratzunempfindlicher und rostet nicht)

Ist der Kunststoff denn umweltfreundlich?

 

Zitat:

der gesparte Schnelllader ist für mich kein Problem, bei der kleinen Akku-Größe kann man auch mit 230 V oder mit 400 V (einphasig) schnell genug laden bis zur nächsten Abfahrt (wenn man in der Nähe einer Steckdose zu Hause oder auf der Arbeit parken kann - zumindest alle drei Tage)

Wenn man jedoch unplanmäßige Situationen hat, ist der Schnelllader deutlich besser.

 

Zitat:

ein fertigkonfigurierter eGO Life 40 wie ich in bestellen würde kostet nach Abzug der Förderung 18.000 € inkl. Batterie - ich denke das ist ein Preis, der in Ordnung ist. Ein e-UP kostet mehr (ist auch etwas mehr Auto und hat mehr Reichweite, dafür rostende Teile)

Der e-Up kostet bei abgezogener Umweltprämie und normalem Rabatt 5% (schwerbehindert 10%) ab ca. 15000 €. Dabei hat er fast die doppelte Akkugröße, kann 7,2 kW AC und gegen 625 € auch 40 kW DC.

 

Zitat:

Der eGO ist immerhin seit den ersten Preisen, die ich mitbekommen habe (2017) nicht teurer, aber leider schwerer geworden.

Viel schwerer, statt 8,6 s. auf 100 dürften es jetzt ca. 12 s. sein. Teurer ist er auch geworden, ganz leise, siehe Homepage. Der Life60 kostet jetzt 21900 €. https://e-go-mobile.com/.../

Der 40er 20600 €.

 

Zitat:

Ich in guter Hoffnung, dass der eGO auch wirtschaftliche erfolgreich wird.

Ich sehe komplett schwarz für e.Go. Warum sollte man den e.Go einem e-Up vorziehen? Höchstens die LED-Scheinwerfer wären ein Grund. Und das Design.

 

Zitat:

Telsa ist zwar "ganz nett", aber aus Sicht der endlichen Ressource Lithium ein Wahnsinn.

Lithium gibt es doch viel. So viel Wasser verbraucht das auch nicht:

https://www.tagesspiegel.de/.../25291904.html

Tesla baut Akkus umweltfreundlich mit sehr wenig Kobalt. Und je größer der Akku, desto länger hält er.

 

Zitat:

Viel zu leistungsstarke Autos mit riesiger (ich würd sogar sagen unsinniger) Reichweite.

Als Zweitwagen reichen die Reichweiten von Smart und e.Go, aber als einziges Auto sind 300+ km schon besser.

 

Zitat:

Sono Sion wünsche ich, dass sie es bis zur Produktion schaffen. Aber wenn die jetzt um zwei Jahre verschieben, scheint das gleiche wie bei Loremo zu passieren: man wird nicht fertig.

Denke ich auch. Das wird auch nichts.

 

Zitat:

Was bei VW mit ID.3 jetzt passiert, muss man ja auch mal abwarten. Ob das preislich für den "Otto-Normal-Verbraucher" interessant ist?

Er ist bei ebenfalls 150 PS/DSG deutlich günstiger als ein Golf 8, da er durch die Umweltprämie günstig wird.

j.


10.12.2019 22:31    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 10. Dezember 2019 um 22:20:08 Uhr:

...Ist der Kunststoff denn umweltfreundlich?...

Na immer noch besser als das Erdöl aus dem Auspuff zu Qualmen, auch das fachgerechte Recycling sollte bei Elektronikgütern geklärt sein die Materialtype ist aufgedruckt und Kunststoff ist Leicht.

Schwierig ist es doch eher bei Material welches in den gelben Sack wandern sollte.


10.12.2019 23:52    |    goholger

Zitat:

Ist der Kunststoff denn umweltfreundlich?

Was heißt schon umweltfreundlich? Wenn der Energieaufwand erheblich geringer ist als bei einem Stahlblech und dazu nicht rostet (also länger hält) würde ich sagen: ja, es ist umweltfreundlich. Über Rezycklingfähigkeit kann ich aber leider nichts sagen.

 

 

Zitat:

Der e-Up kostet bei abgezogener Umweltprämie und normalem Rabatt 5% (schwerbehindert 10%) ab ca. 15000 €. Dabei hat er fast die doppelte Akkugröße, kann 7,2 kW AC und gegen 625 € auch 40 kW DC.

Zitat:

Teurer ist er auch geworden, ganz leise, siehe Homepage. Der Life60 kostet jetzt 21900 €. https://e-go-mobile.com/.../

Der 40er 20600 €.

Zitat:

Ich sehe komplett schwarz für e.Go. Warum sollte man den e.Go einem e-Up vorziehen? Höchstens die LED-Scheinwerfer wären ein Grund. Und das Design.

Wenn ich den e-UP konfiguriere komme ich auf rund 23.000 € abzüglich 6.000 € Umweltprämie (wobei im Konfigurator nur von 2.380 € als "Umweltbonus" die Rede ist) käme ich auf 17.000 € - ja ist weniger als ein eGO und mehr Leistung und mehr Reichweite - aber nach wie vor ein rostendes Teil, dieser Vorteil bleibt dem eGO.

 

Der ADAC schreibt übrigens folgendes: "Neben der offiziellen Umweltprämie wird der Händler wohl keine weiteren Rabatte anbieten."

Quelle: https://www.adac.de/.../umweltpraemie

 

Und das kann ich mir auch gut vorstellen, muss der Hersteller doch 3.000 € vom Listenpreis dafür "opfern". Bei 23.000 € macht das also bereits 13% aus!!! Das ist auch der Grund, warum der eGO jetzt einen höheren Listenpreis hat - weil die haben in ihrer Kalkulation nicht vorgesehen, das man vorher was draufschlägt, damit man hinterher Rabatte geben kann.

 

 

 

Zitat:

Lithium gibt es doch viel. So viel Wasser verbraucht das auch nicht:

https://www.tagesspiegel.de/.../25291904.html

Tesla baut Akkus umweltfreundlich mit sehr wenig Kobalt. Und je größer der Akku, desto länger hält er.

Interessante Artikel im Tagesspiegel. Eins kommt mir dabei zu kurz: das Wasser, dass bei der Lithium-Gewinnung verloren geht, verdunstet und das in wüstenähnlichen Gebieten mit ohnehin wenig Grundwasser. Bei Baumwollanbau und Obstanbau wird zwar auch das Grundwasser geplündert, aber nicht in Wüstengebieten - da ist kein Oberflächenwasser für den Anbau. Ich könnte mir vorstellen, dass dies weniger problematisch ist als beim Lithium.

 

Und ja, "einen Tod müssen wir sterben", will heißen, irgendeine Art der Belastung verursacht unser Handeln (bisher) immer. Dann lieber verdunstetes Grundwasser als ölverseuchtes Grundwasser.

 

 

Zitat:

Als Zweitwagen reichen die Reichweiten von Smart und e.Go, aber als einziges Auto sind 300+ km schon besser.

Dem stimme ich zu, aber die Leistungsstärken von 150 PS und (deutlich) mehr sind trotzdem schwachsinnig - wenn ich das so sagen darf.

 

 

Zitat:

Er ist bei ebenfalls 150 PS/DSG deutlich günstiger als ein Golf 8, da er durch die Umweltprämie günstig wird.

Auch hier dürfte der Unterschied wegen nicht oder geringerer Rabatte beim ID.3 im Vergleich zum Golf nicht ganz so drastisch ausfallen. Ich könnte mir vorstellen, das man ungefähr ähnlich bezahlt.

 

 

Danke für alle Mitschreibenden für diese angeregte und sachliche Diskussion!!!


11.12.2019 05:07    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 23:52:55 Uhr:

...aber die Leistungsstärken von 150 PS und (deutlich) mehr sind trotzdem schwachsinnig - wenn ich das so sagen darf...

Ist bei E-Autos mit großem Akku nur ein Nebeneffekt, stimmt auch nicht wenn man die Dauerleistung betrachtet.

Mich persönlich stört es nicht wenn ein Auto wie ein Motorrad beschleunigt, eine Sicherheit beim Überholen.


11.12.2019 05:41    |    Schwarzwald4motion

Komischer weise gibt es bei diesen Blog-Kommentaren keine Suchfunktion..

Bin mir aber ziemlich sicher das das Microlino-Desaster hier noch nicht angesprochen wurde, ob die es noch schaffen?


11.12.2019 07:35    |    mz4

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 20:31:33 Uhr:

Telsa ist zwar "ganz nett", aber aus Sicht der endlichen Ressource Lithium ein Wahnsinn. Viel zu leistungsstarke Autos mit riesiger (ich würd sogar sagen unsinniger) Reichweite. Für "Otto-Normal-Verbraucher" auch mittelfristig zu teuer. Und erst mit dem Massenmarkt wird Geld verdient - sagt ja auch Elon Musk.

echt jetzt. 4kg lithium im 100kwh tesla akku ist viel? wow


11.12.2019 07:36    |    mz4

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 10. Dezember 2019 um 22:19:14 Uhr:

 

Endlich ist nur die momentane Förderleistung und dem Betrag den man dafür bereit ist zu Zahlen.

Wer weis welches Metall die Batterie in ein paar Jahren hat Silizium?

deuterium in transparentem aluminium gefasst...:cool:


11.12.2019 07:39    |    mz4

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 23:52:55 Uhr:

Interessante Artikel im Tagesspiegel. Eins kommt mir dabei zu kurz: das Wasser, dass bei der Lithium-Gewinnung verloren geht, verdunstet und das in wüstenähnlichen Gebieten mit ohnehin wenig Grundwasser. Bei Baumwollanbau und Obstanbau wird zwar auch das Grundwasser geplündert, aber nicht in Wüstengebieten - da ist kein Oberflächenwasser für den Anbau. Ich könnte mir vorstellen, dass dies weniger problematisch ist als beim Lithium.

 

Und ja, "einen Tod müssen wir sterben", will heißen, irgendeine Art der Belastung verursacht unser Handeln (bisher) immer. Dann lieber verdunstetes Grundwasser als ölverseuchtes Grundwasser.

Ganz ehrlich wen interessiert ob wir eine Wüste noch mehr verwüsten und die 1000 Bewohner zum wohl von Millionen umsiedeln?


11.12.2019 07:41    |    mz4

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 11. Dezember 2019 um 05:07:19 Uhr:

Mich persönlich stört es nicht wenn ein Auto wie ein Motorrad beschleunigt, eine Sicherheit beim Überholen.

Ich bin mal gespannt wie sie die überhitzenden Motore in den Griff bekommen beil viel Leistung und vorallem Hängerbetrieb.


11.12.2019 08:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@mz4 schrieb am 11. Dezember 2019 um 07:41:13 Uhr:

..bin mal gespannt wie sie die überhitzenden Motore in den Griff bekommen..

Eine Regulierung der Leistung ist doch jetzt schon üblich im Winter, bei geringer Akkuleistung e.t.c..

War eine echte Herausforderung für den Taycan. Aber von zu heißen Motoren hab ich noch nie was gehört da reichen i.d.R. Kühllamellen und ein Ventilator.

Hingegen ist das Temperatur- und Batterie-management eine echt unterschätzte Baustelle für Neuentwicklungen. Hier hatte Tesla das Glück der frühen Geburt und musste Rundzellen nehmen wo Platz für die Temperierungsschläuche ist.

Also solange sich solch ein Produkt hier meist Auto nicht schon in Kleinserie bewährt ist immer Obacht geboten.


11.12.2019 09:00    |    XuQishi

Zitat:

- aber nach wie vor ein rostendes Teil, dieser Vorteil bleibt dem eGO.

Ich glaube nicht, dass das bei den Elektroautos der aktuellen Generation überhaupt eine Rolle spielen wird. Wenn ich jetzt überlege, dass mein letztes Produkt aus dem VW-Konzern mit 18 Jahren und schlechter Pflege die erste Durchrostung hatte, ist das für mich kein Thema mehr. Die Technik veraltet heute so schnell, dass ich nicht damit rechnen würde, da noch Ersatzteile für zu finden, wenn die so alt sind.


11.12.2019 10:41    |    camper0711

Zitat:

@goholger schrieb am 10. Dezember 2019 um 20:31:33 Uhr:

Telsa ist zwar "ganz nett", aber aus Sicht der endlichen Ressource Lithium ein Wahnsinn. Viel zu leistungsstarke Autos mit riesiger (ich würd sogar sagen unsinniger) Reichweite. Für "Otto-Normal-Verbraucher" auch mittelfristig zu teuer. ...

1. Li-Ionen sehe ich als "Überbrückungstechnologie" - solange bis eine bessere/leistungsfähigere Akkutechnologie ausgereift und für Massenanwendungen verfügbar ist!

(es wird ja mind. an einem halben Dutzend Akkutechnologien geforscht, welche WANN den Durchbruch schafft traue ich mich mangels funktionierende Glaskugel nicht zu prognostizieren)

 

2. somit geht es für Tesla wohl eher darum, mit MARGENSTARKEN Fahrzeugen bei überschaubaren Stückzahlen einen ersten positiven cash flow zu generieren und zugleich "Infrastruktur" aufzubauen

(von der Produktion über ein Händlernetz bis hin zu Ladestationen)

 

... um dann, wenn der Durchbruch mit der nächsten Akkugeneration erfolgt, durchstarten zu können!


11.12.2019 11:17    |    mz4

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 11. Dezember 2019 um 08:36:12 Uhr:

Eine Regulierung der Leistung ist doch jetzt schon üblich im Winter, bei geringer Akkuleistung e.t.c..

War eine echte Herausforderung für den Taycan. Aber von zu heißen Motoren hab ich noch nie was gehört da reichen i.d.R. Kühllamellen und ein Ventilator.

Hingegen ist das Temperatur- und Batterie-management eine echt unterschätzte Baustelle für Neuentwicklungen. Hier hatte Tesla das Glück der frühen Geburt und musste Rundzellen nehmen wo Platz für die Temperierungsschläuche ist.

Also solange sich solch ein Produkt hier meist Auto nicht schon in Kleinserie bewährt ist immer Obacht geboten.

Da hab ich vielleicht ein bisschen mehr den Einblick weil ich Verwandschaft habe welche in den meisten e-Konzeptcars die gerade Serie werden mit in der Entwicklung sitzen.

Die Hitze ist leider nicht so einfach abzuführen mit Lamellen und "Luft"...

Aber das ist ein Thema was sich lösen lassen wird in Zukunft. (Tesla verteilt die maximale Anhängelast im Cybertruck nicht umsonst auf 3 Motore)

Wenn jemand sein Model X 100P zur Verfügung stellt und ein =>2T Wohnwagen dazu kann man das sehr sehr schnell erreichen.

 

Die Motoren bekommen Probleme durch das Gewicht des Gespanns und des Windwiederstands weshalb die Temperatur exponential steigt.

Da ist der Beklopptheitsmodus (luci irgendwas) von Tesla ein Witz dagegen..


11.12.2019 11:24    |    mz4

Zitat:

@camper0711 schrieb am 11. Dezember 2019 um 10:41:41 Uhr:

1. Li-Ionen sehe ich als "Überbrückungstechnologie" - solange bis eine bessere/leistungsfähigere Akkutechnologie ausgereift und für Massenanwendungen verfügbar ist!

(es wird ja mind. an einem halben Dutzend Akkutechnologien geforscht, welche WANN den Durchbruch schafft traue ich mich mangels funktionierende Glaskugel nicht zu prognostizieren)

Da kommt die nächten 10 Jahre nix in Serie..

vielleicht in 5 Jahren ein Prototyp von irgendwas was dann in 5-10Jahren Marktreif gemacht werden muss.

Also locker 15Jahre schätze ich da alles was aktuell erforscht wird maximal im Labor und mit winzigen Kapazitäten funktioniert.

 

Zitat:

2. somit geht es für Tesla wohl eher darum, mit MARGENSTARKEN Fahrzeugen bei überschaubaren Stückzahlen einen ersten positiven cash flow zu generieren und zugleich "Infrastruktur" aufzubauen

(von der Produktion über ein Händlernetz bis hin zu Ladestationen)

 

... um dann, wenn der Durchbruch mit der nächsten Akkugeneration erfolgt, durchstarten zu können!

Der Durchbruch kommt vor dem neuen Akku denn die Liion Akkus werden gerade so billig, das ein Reichweitenproblem nur noch in den Köpfen von Nörglern vorhanden ist. (in 2-3 Jahren)

Man kann alles schlecht reden und sich aufregen mit dem neuen E-Smart nicht mit 5Min Tankstopp von München nach Hamburg durchfahren zu können was man mit seinem Smart Diesel geschafft hat usw... usw..

 

Die Luxusklasse wird mit 100-200KWh durch die gegend fahren.. (80000€ Klasse)

Mittelklasse 70-120KWh (40000€ Klasse)

Kleinwägen 40-80KWh (25000€ Klasse)

Kleinstwägen 20-60KWh (15000€ Klasse)

wobei 20KWh schon fast unlukrativ wird auch von der Haltbarkeit des Akkupaketes.

und dann wirds billiger weil mehr Kapazität einfach keiner braucht.

 

Ich könnte mir auch einen Fullsize Truck kaufen den mit 4 200L Gastanks auf der Ladefläche "zuklabustern" und damit irrwitzige Reichweiten schaffen..

Aber der wo genau das brauch ist 1 also Einer! von 500'000-1'000'000.. also in der Statistik nicht erwähnenswert..


11.12.2019 11:35    |    XuQishi

Zitat:

Der Durchbruch kommt vor dem neuen Akku denn die Liion Akkus werden gerade so billig, das ein Reichweitenproblem nur noch in den Köpfen von Nörglern vorhanden ist. (in 2-3 Jahren)

Das hört man auch schon eine Weile. Wartet mal ab, wenn die alle probieren, tatsächlich Elektroautos zu verkaufen.

Davon abgesehen heißt "nächstes Jahr wird alles besser" eigentlich nur, dass man bloß kein aktuelles kaufen sollte, das nimmt einem später keiner mehr ab. Ich frage mich, ob man damit nicht einen Osborne-Effekt auslöst.


11.12.2019 11:38    |    mz4

Zitat:

@XuQishi schrieb am 11. Dezember 2019 um 11:35:23 Uhr:

Zitat:

Der Durchbruch kommt vor dem neuen Akku denn die Liion Akkus werden gerade so billig, das ein Reichweitenproblem nur noch in den Köpfen von Nörglern vorhanden ist. (in 2-3 Jahren)

Das hört man auch schon eine Weile. Wartet mal ab, wenn die alle probieren, tatsächlich Elektroautos zu verkaufen.

Davon abgesehen heißt "nächstes Jahr wird alles besser" eigentlich nur, dass man bloß kein aktuelles kaufen sollte, das nimmt einem später keiner mehr ab. Ich frage mich, ob man damit nicht einen Osborne-Effekt auslöst.

Das sagt doch gar keiner.

Die Technik ist doch schon ausgereift. (es geht nur um mehr Kapazität nicht es wird besser man kommt nur weiter)

Die Kapazitäten sind auch jetzt schon hoch in den passenden Klassen.

 

Nur weil es jetzt noch Leute gibt die gern im Polo Diesel 1000KM am Tag schrubben wollen muss das ja nicht auf alle übertragbar sein.


11.12.2019 11:54    |    mz4

Vielleicht sollte man etwas über den Tellerrand schauen und akzeptieren dass heute "jeder" mehr oder weniger Autos bauen kann.

Klar sind die nicht so perfekt komfortabel, die Spatmaße nicht perfekt aber egal einfach mal so stehen lassen!

 

Vergleicht doch Technik mit Technik.

SSD's für Computer.. wie hat dieses kleine Ding alles verbessert und vorallem wie haben sich die Kapazitäten und die Preise entwickelt seit der Massenmarkttauglichkeit vor ~10 Jahren. (heute ist 1TB billiger als vor 10 Jahren 120Gigabyte und mit dem feinen Unterschied heute 20x so schnell!)

Also übers Knie 10x mehr und 20x schneller.

Jetzt ist "mehr" = KWh und "schneller" = Ladegeschwindigkeit

Wird sich natürlich wegen den Ressourcen gerade bei der Ladegeschwindigkeit nicht so rasant entwickeln einfach auch weil es kein Mensch braucht ein 200KWh Akku in 2Min vollladen zu können. (vom Stromnetz mal abgesehen)

Es ist einfach Weltfremd.

 

Die Zeiten von VW, Mercedes, BMW, PSA, Fiat (Konzerndenken) sind eindeutig vorbei wo man Autos klassifizieren kann und Preise künstlich hoch halten kann.

Das funktioniert vielleicht nach wenige Jahre und dann ist es ein harter Kampf gegen USA, China, Korea die im Kopf ein bisschen weiter sind wie wir *grübel* inselaffen kann ich ja nicht schreiben ist ja schon durch die UK belegt *rofl* ich denke aber man versteht wo ich hin will.

 

Dazu passt das Video der Autodoktoren auf Youtube ganz toll wo die (ich finde die arbeit gut was die Teils machen) sich drüber aufregen das bei Tesla eine Heckstoßstange incl. aller anbauteile 1500€ kostet und dann auch noch Vorkasse bezahlt werden muss mit Kreditkarte.. (anscheinend haben die schon lange keine Heckstoßstange an einem BMW mit M Paket getauscht da wär man froh über 1500€)


11.12.2019 12:39    |    camper0711

Zitat:

@mz4 schrieb am 11. Dezember 2019 um 11:24:52 Uhr:

Der Durchbruch kommt vor dem neuen Akku denn die Liion Akkus werden gerade so billig, das ein Reichweitenproblem nur noch in den Köpfen von Nörglern vorhanden ist. (in 2-3 Jahren)

ich sehe nicht primär ein Reichweitenproblem, sondern ein PRODUKTIONS(KOSTEN)problem:

 

eine kleine motorisierte Blechdose - egal ob diese als Dacia/Spacestar/Panda/Twingo für 8.000 Euro verkauft wird oder als up!/Polo GTI für 20.000 Euro - dürfte in der Produktion (inkl. aller bei Zulieferern zugekauften Teile) nicht mehr als 4.000 bis 5.000 Euro/Stück kosten

 

und ein Mittelklassewagen vielleicht irgendwas zwischen 6.000 und 8.000 Euro ... *

 

--> damit der Akku (den Hersteller!) nicht mehr kostet als das restliche Auto darf dieser also im Großhandel kaum mehr als 50 Euro/kWh kosten ;)

 

und ich denke nicht, dass das mit Li-Ionen-Technologie soooo schnell erreichbar ist!

 

 

Fußnote:

* klar ist, dass in der Gesamtkalkulation die Produktionskosten ZUZÜGLICH F&E-Kosten, Investitionen/Bau bzw. Abschreibung der Fabrik incl. der modellspezifischen Presswerkzeuge, Vertrieb und Gewährleistung, ggfs. Strafzahlungen in den USA, bei VW Rio-Reisen und Nutten für den Betriebsrat, usw. erwirtschaftet werden müssen


11.12.2019 12:51    |    mz4

Zitat:

@camper0711 schrieb am 11. Dezember 2019 um 12:39:53 Uhr:

 

ich sehe nicht primär ein Reichweitenproblem, sondern ein PRODUKTIONS(KOSTEN)problem:

 

eine kleine motorisierte Blechdose - egal ob diese als Dacia/Spacestar/Panda/Twingo für 8.000 Euro verkauft wird oder als up!/Polo GTI für 20.000 Euro - dürfte in der Produktion (inkl. aller bei Zulieferern zugekauften Teile) nicht mehr als 4.000 bis 5.000 Euro/Stück kosten

 

und ein Mittelklassewagen vielleicht irgendwas zwischen 6.000 und 8.000 Euro ... *

 

--> damit der Akku (den Hersteller!) nicht mehr kostet als das restliche Auto darf dieser also im Großhandel kaum mehr als 50 Euro/kWh kosten ;)

 

und ich denke nicht, dass das mit Li-Ionen-Technologie soooo schnell erreichbar ist!

 

 

Fußnote:

* klar ist, dass in der Gesamtkalkulation die Produktionskosten ZUZÜGLICH F&E-Kosten, Investitionen/Bau bzw. Abschreibung der Fabrik incl. der modellspezifischen Presswerkzeuge, Vertrieb und Gewährleistung, ggfs. Strafzahlungen in den USA, bei VW Rio-Reisen und Nutten für den Betriebsrat, usw. erwirtschaftet werden müssen

Ich denke da sind wir in weniger als 5 Jahren.

Bei tesla vermutlich schon 2022/2023


11.12.2019 12:56    |    XuQishi

Zitat:

Nur weil es jetzt noch Leute gibt die gern im Polo Diesel 1000KM am Tag schrubben wollen muss das ja nicht auf alle übertragbar sein.

Das sagt ja auch keiner. Aber aktuell kann ich ein solches Auto kaufen, weil mir ein Kleinwagen völlig ausreicht. Ich hatte große Autos, die gehen mir mittlerweile auf den Senkel wegen der Parkplatzsuche. Ich geb auch nicht so gerne viel Geld für unnötig große Autos aus, deshalb hab ich mir nach meinem Ami nen Kleinstwagen gekauft.

 

Ich will aber kein teures und potthässliches Model 3 kaufen müssen, nur um Sonntags mal die Familie besuchen zu können, weil ich mir sonst mit dem Kleinwagen an der Ladesäule die Beine in den Bauch stehe weil die 250km Normreichweite nicht mal für die Hinfahrt langt.

 

Da müsste ich im Winter teilweise auf der halben Hinfahrt schon nen Schnellader suchen. Mit dem Abarth fahr ich da trotz 35-Liter-Tank in einem Rutsch durch, tanke daheim und fahr abends wieder heim.


11.12.2019 13:23    |    camper0711

Zitat:

@mz4 schrieb am 11. Dezember 2019 um 12:51:04 Uhr:

Zitat:

@camper0711 schrieb am 11. Dezember 2019 um 12:39:53 Uhr:

...

 

--> damit der Akku (den Hersteller!) nicht mehr kostet als das restliche Auto darf dieser also im Großhandel kaum mehr als 50 Euro/kWh kosten

Ich denke da sind wir in weniger als 5 Jahren.

Bei tesla vermutlich schon 2022/2023

ich finde hierzu eine Zitierung aus dem

jährlichen Electric Vehicle Outlook des Informationsdienstleisters Bloomberg New Energy Finance (BNEF), ... Ende 2018 lagen die Kosten pro Kilowattstunde laut BNEF im Schnitt noch bei 176 Dollar, bis 2025 sollen es nur noch 87 Dollar sein.

 

denkst Du jetzt einfach, dass die Verschuldeten Staaten von Amerika soooo pleite sind, dass der USD bis ´22/´23 unter 50 Eurocent fällt ;)

 

oder was begründet Deine These?


11.12.2019 13:28    |    XuQishi

Ich glaube an diese extrem fallenden Preise eh nicht, wenn demnächst deutlich mehr Autos damit produziert werden sollen und die Hersteller aktuell schon Akkus suchen gehen...


11.12.2019 14:47    |    mz4

Zitat:

@XuQishi schrieb am 11. Dezember 2019 um 12:56:22 Uhr:

Das sagt ja auch keiner. Aber aktuell kann ich ein solches Auto kaufen, weil mir ein Kleinwagen völlig ausreicht. Ich hatte große Autos, die gehen mir mittlerweile auf den Senkel wegen der Parkplatzsuche. Ich geb auch nicht so gerne viel Geld für unnötig große Autos aus, deshalb hab ich mir nach meinem Ami nen Kleinstwagen gekauft.

Was soll ich dazu jetzt schreiben?

Mir reicht auch ein RAM 1500 crewcab long bed mit 200L Gastank und fahre damit durch halb deutschland..

Zeiten ändern sich.

 

Zitat:

Ich will aber kein teures und potthässliches Model 3 kaufen müssen, nur um Sonntags mal die Familie besuchen zu können, weil ich mir sonst mit dem Kleinwagen an der Ladesäule die Beine in den Bauch stehe weil die 250km Normreichweite nicht mal für die Hinfahrt langt.

Na ich finde am Model 3 weit weniger Dinge hässlich als an nem mico Abarth..

 

Zitat:

Da müsste ich im Winter teilweise auf der halben Hinfahrt schon nen Schnellader suchen. Mit dem Abarth fahr ich da trotz 35-Liter-Tank in einem Rutsch durch, tanke daheim und fahr abends wieder heim.

Deshalb schrieb ich ja JETZT ist es noch nicht für jeden eine Lösung.

in 10 Jahren ist für jeden eine Lösung da.


11.12.2019 14:52    |    mz4

Zitat:

@camper0711 schrieb am 11. Dezember 2019 um 13:23:13 Uhr:

ich finde hierzu eine Zitierung aus dem

jährlichen Electric Vehicle Outlook des Informationsdienstleisters Bloomberg New Energy Finance (BNEF), ... Ende 2018 lagen die Kosten pro Kilowattstunde laut BNEF im Schnitt noch bei 176 Dollar, bis 2025 sollen es nur noch 87 Dollar sein.

 

denkst Du jetzt einfach, dass die Verschuldeten Staaten von Amerika soooo pleite sind, dass der USD bis ´22/´23 unter 50 Eurocent fällt ;)

 

oder was begründet Deine These?

Mich interessieren ja nicht die Preise was LG und Samsung gerne hätten sondern das was z.B. Tesla für sich in den GF produziert.

Sowas wird wohl oder übel auch mal von VW, Mercedes, BMW kommen. (Aber das aufzuholen wird schwer)

bei ~16-18% Vergünstigung pro Jahr (was es sehr stabil die gesamte Zeit gemacht hat) dürfte das 2023 soweit sein.

Nicht mehr und nicht weniger.

Also nicht was du für ein 100KWh Akku zahlen müsstest sondern was es die Teilezusammenschrauber aka Autohersteller kostet.

Nein ich glaube nicht an ein Dollar zu EUR Verhältnis von 1:2


11.12.2019 14:53    |    mz4

Zitat:

@XuQishi schrieb am 11. Dezember 2019 um 13:28:21 Uhr:

Ich glaube an diese extrem fallenden Preise eh nicht, wenn demnächst deutlich mehr Autos damit produziert werden sollen und die Hersteller aktuell schon Akkus suchen gehen...

Schau doch mal etwas genauer hin WAS für Akkus gesucht werden.

Man muss die Dinger nicht suchen sondern produzieren.

Solangsam wird ein Schuh draus ;)


11.12.2019 18:57    |    XuQishi

Zitat:

Na ich finde am Model 3 weit weniger Dinge hässlich als an nem mico Abarth..

Das ist okay. Für mich sieht das M3 einfach nach nix aus. Das wirkte mit den Chromspängchen und den komischen Proportionen schon 2014 bei der Vorstellung wie aus der Zeit gefallen und eher wie ein europäisches Auto von 2005. Dass es jetzt erst wirklich auf dem Markt ist, macht es nicht besser. Die Designer hätte ich gefeuert.

Der Abarth kann wenigstens anführen, dass er ein Retro-Design ist und seit 12 Jahren gebaut wird. Die Ausrede hat das M3 nicht. Die Tesla wirken designtechnisch alle nicht besonders frisch, aber beim 3 ist es am auffälligsten.

 

Zitat:

Man muss die Dinger nicht suchen sondern produzieren.

Ja eben. Um die Rohstoffe prügelt sich aber jetzt noch keiner. Da werden die Chinesen noch ordentlich Kasse mit machen, wenn plötzlich Akkus für Autos in richtigen Mengen anstatt homöopathischen Dosen produziert werden sollen.


12.12.2019 09:00    |    mz4

Absolut. Deshalb wird es bald Vielfalt geben und für jeden was dabei sein was zum eigenen Design geht.

Tesla geht halt weg vom "Verbrennerdesign" hin zu perfekter Stromlinienförmigkeit.

Da werden die anderen auch nach und nach mitziehen wenn es auf dem Papier um die gunst der Käufer geht.

Model 3 550KM vs. Audi A4/A5/A6 450KM mit selber Akkugröße o.Ä.

 

Fürs Retrodesign fahr ich Oldtimer ;)

 

Die Rohstoffe sind wohl kaum das Problem die Fabriken welche die Rohstoffe in nutzbare Zellen verwandeln können wenn es sich zu schnell entwickelt nicht schnell genug gebaut werden.

Aber noch sind ja ein paar Jahre Zeit.

 

Immerhin reden wir hier noch um ungelegte Eier :)


12.12.2019 10:49    |    XuQishi

Zitat:

hin zu perfekter Stromlinienförmigkeit.

Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht, einfach weil Tropfenwagen unattraktiv sind und am Ende alle gleich aussehen müssten. Es wird immer Leute geben, die was anderes wollen :).


12.12.2019 14:22    |    camper0711

Zitat:

@XuQishi schrieb am 12. Dezember 2019 um 10:49:21 Uhr:

Zitat:

hin zu perfekter Stromlinienförmigkeit.

Daran glaube ich ehrlich gesagt nicht, einfach weil Tropfenwagen unattraktiv sind ...

kommt drauf an:

 

wenn Verkehrsraum/Parkplätze/usw. kein Thema sind, DANN sind "Tropfenwagen" eine sinnvolle Lösung

 

wenn ich aber gerne vorn 2 bis 3 Sitze und hinten drin 3.000 l nutzbaren Platz (variabel nutzbar für bis zu 5 weitere Sitze oder Gepäck/Ladung oder zum Camping) haben will UND Fahrzeugabmessungen eines Kompaktwagens = 4,30 m bis 4,40 m Länge bei 1,70 m bis 1,80 m Breite ...

 

... dann ist ein etwas kantigeres Design gefragt!


12.12.2019 15:02    |    XuQishi

Ich meinte eher vom Design her unattraktiv. Sowas wie einen Prius oder Insight kann man einfach nicht retten :D.


12.12.2019 15:40    |    camper0711

Zitat:

@XuQishi schrieb am 12. Dezember 2019 um 15:02:19 Uhr:

Ich meinte eher vom Design her unattraktiv. ...

das ist Geschmackssache ...

 

ich finde z.B. das erste Audi 100 Coupe vom Design her durchaus attraktiv (und mit großer Heckklappe statt kleinem Kofferraumdeckel wäre es auch ein praktisches Fahrzeug gewesen) ... und beim BMW 3er GT hält mich auch nur das Preisschild und nicht die Optik vom Kauf ab ...

(sind ja auch "Tropfenformen")


12.12.2019 15:44    |    XuQishi

Die sind ja auch beide nicht mit nem Prius vergleichbar, sondern fahren eher klassische GT-Linie. So besonders strömungsgünstig sind GTs aber auch nicht (sollen sie ja auch nicht. Bei einem schnellen Auto, was die Linie suggeriert, braucht man ja auch Anpressdruck).


12.12.2019 15:52    |    camper0711

Zitat:

@XuQishi schrieb am 12. Dezember 2019 um 15:44:09 Uhr:

Die ... fahren eher klassische GT-Linie. So besonders strömungsgünstig sind GTs aber auch nicht ...

naja, ich finde BMW ... seinen aufgepumpten 3er ... als Gran Turismo ... cw-Wert von 0,28

 

bei cW-Werten von unter 0,3 würde ich durchaus von "windschnittig" bzw. "strömungsgünstig" reden ;)


12.12.2019 16:01    |    Dynamix

Der CW-Wert alleine sagt leider wenig aus da bei sowas die Stirnfläche gerne vergessen wird. Deshalb können SUVs einen tollen CW Wert haben, aber trotzdem wie ne Schrankwand im Wind stehen. Die paar cm mehr in der Höhe machen da leider eben doch einen Unterschied ;)


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