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19.01.2020 23:20    |    jennss    |    Kommentare (166)

ID.3-Modell
ID.3 Modell

Herbert Diess hat am 16.01.20 eine Rede zum VW-Konzern gehalten. Ich finde sie in vielen Punkten sehr gut und interessant. Zu finden ist sie z.B. hier oder hier.

 

Als Hersteller darf man sich nicht ausruhen und muss immer mitdenken, wie die Zukunft aussehen könnte. Es gibt natürlich keine Garantie, dass man richtig liegt und so ist ein gewisses Maß an Mut erforderlich, in Zusammenhang mit Konsequenzen im Handeln.

 

Herbert Diess hat Nokia in der Rede erwähnt:

 

Zitat:

Ich erinnere mich noch gut an eine Situation, in der ich mir von Nokia Mitarbeitern – ich hatte einige Hundert übernommen – erklären ließ, wie sie im Kampf gegen Apple untergegangen sind. Die Logik war: „Wir haben 43 verschiedene Mobiltelefone, für jeden das richtige, kein Mensch will Touch, man muss das iPhone mindestens einmal täglich laden, während unser Akku eine Woche hält.“ Und: Nokia hatte Rekordjahre, war aber praktisch schon tot.

 

Steve Jobs hingegen hatte verstanden, dass sich die Funktion des Device grundlegend änderte. Der Zugang zum Internet wurde wichtiger als das Telefon selbst. Und auch die Ladezeit war für die Kunden nicht mehr so entscheidend. Wenige Jahre später war Nokia Geschichte.

Das ist der Grund, warum VW es jetzt mit der Elektromobilität so konsequent macht. Ich meine, es werden noch einige Autohersteller sterben, wenn sie den Zeitgeist nicht erkennen und auf's falsche Pferd bzw. auf die falsche Technologie setzen. Es hat ein großer Umbruch angefangen und ich bin sicher, viele andere haben nicht den Mut zu diesem radikalen Schritt in die Zukunft. Klar, er birgt auch das Risiko in die falsche Richtung zu investieren, aber ist das Risiko nicht noch größer, bei der bisherigen Technik zu bleiben? Ich sage mir immer: Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Ich denke, Tesla wird ein großer Player sein, ist es eigentlich jetzt schon und wertvoller als Ford und GM zusammen. Kleine Hersteller fallen heraus. So ist das auch in anderen Bereichen, wenn die Technologien zu komplex werden. Herbert Diess hat auch die Digitalisierung mit Software erwähnt. Auch da ist ein Umbruch in Gange.

 

Ich denke da wieder an den Umbruch in der Fotografie zum Ende des 2. Jahrtausends. Von den ehrwürdigen deutschen Herstellern hat es nur Leica geschafft zu überleben. Leica war damals ein großer Vorreiter bei der Kleinbildfotografie und in die Digitaltechnik haben sie es so gerade geschafft, während Rolleiflex, Contax, Kodak, Zeiss-Ikon etc. reihenweise untergingen. Voigtländer baut immerhin noch Objektive ohne AF. Eine große Technologie braucht enorme Investitionen. Bei der Fotografie ging das schon mit dem Autofokus in den 80ern los (Minolta 7000 in 1985), später mit Sensoren, Software u.v.m.. Kleinen Herstellern würde ich unbedingt empfehlen Anschluss zu suchen an große. Sonst sind sie schnell weg, denn auch die Nische mit alter Technik stirbt oftmals irgendwann.

 

Ich würde Autoherstellern raten zu schauen, wie es Leica geschafft hat, mit einem Mix aus Eigenständigkeit, Kooperationen und der Besinnung auf ihre besonderen Fähigkeiten, ohne selbst Innovationen zu vergessen. Die haben so gerade noch die Kurve bekommen und das außergewöhnlich. Sie schwammen teils mit und teils gegen den Strom. Dem Management gebührt großer Respekt, nachdem sie den Wandel schon fast verschlafen hatten. Was die bei Huawei in die Handys bauen, ist top, und die Pflege der Leica M-Reihe ist grandios, finde ich. Der Schritt, das SL-Bajonett jetzt für andere Hersteller zu öffnen, war ebenfalls mutig, aber ohne Mut geht es nicht in die Zukunft.

 

Im Mittelmaß geht man im Teich der großen und finanzstarken Hersteller unter. Das gilt, je komplexer und integrierter die Technologien werden. Ich wünsche mir, dass möglichst viele deutsche Autohersteller überleben werden und nicht nur VW. Das Wichtigste ist wohl zu überlegen: Was können wir, was müssen wir einkaufen und wie positionieren wir uns auf dem Markt? Ideen und (realistische) Visionen sind besonders dann von Bedeutung, wenn man selbst nur begrenzte finanzielle Mittel hat. Die eigene Historie bzw. den gewachsenen Charakter einer Marke kann man durchaus auch in die neue Zeit transferieren. Man muss sich nur überlegen, wie.

j.

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07.02.2020 00:29    |    futuro04

Zitat:

@Gravitar schrieb am 6. Februar 2020 um 14:45:17 Uhr:

Freut mich, dass du so einen niedrigen Energiepreis hast, für die meisten anderen dürfte dieses Argument völlig irrelevant sein, die sind nämlich schon froh, wenn sie ihren Strom nicht noch durch Lademanagement oder -begrenzung völlig überhöht beziehen müssen und zum Marktpreis von 30-31Cent/kwh erhalten. Bei ungünstigen Konstellationen zahlt man also auch schon mal erheblich mehr. Ich bezahle ohne Einrechnen von Wallbox in den Strompreis derzeit 29,7Cent/kwh und rechne mit 22-25kwh/100km. Mit 1,75Fr ist die überwiegende Mehrzahl von Nutzern etwa 20km mobil, man kann das hier wohl nicht als Vorteil nennen. Wenn mein Onkel Scheich ist schreibe ich ja auch nicht hier rein, das der Liter Sprit oft umsonst und meist für 10Cent zu bekommen ist.....

 

Gruß

 

Gravitar

Das ist natürlich richtig. Wir haben hier tatsächlich günstigeren Strom als ihr auf der anderen Seite des Rheins. 11Rp (10 cents) sind dabei der Niedertarif in der Nacht.

Mein i3 braucht allerdings nur 13kWh/100km. Diesen Faktor kann ja jeder selbst steuern. Der Kona verbraucht z.B. auch nur so wenig. Hätte kein gutes Gefühl bei fast doppelt so hohem Verbrauch.

Ach ja, was ihr drüben schon an Windkraft aufgebaut habt, das finde ich echt beeindruckend. Muss auch mal gesagt sein!


07.02.2020 13:34    |    Alexander67

Zitat:

@notting schrieb am 6. Februar 2020 um 19:20:10 Uhr:

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 6. Februar 2020 um 16:05:53 Uhr:

Wasserstoff und Brennstoffzelle werden gerade intensiv von Lobbyisten gehypt. Dahinter stecken die mächtigen Tankstellenkonzerne die ihre Existenzgrundlage bei einer Elektrifizierung des Automobils davon schwimmen sehen. Vermutlich wurde der Beitrag im Moma auch von den Lobbyisten untergebracht.

Übrigens setzt auch Toyota neuerdings auf rein batterieelektrische Fahrzeuge.

IIRC investieren insb. Shell und Total auch in den E-Ladesäulen-Bereich.

 

notting

Bei BEV werden denen trotzdem im Umsätze (prozentual und wohl auch absolut) wegbrechen.

Wer jeden Tag Zuhause auflädt, der muss im Alltag nicht mehr an irgend einen sonstigen Anbieter.

Parkhäuser mit Wallbox sind nicht auf Mineralölkonzerne angewiesen.

Usw.


07.02.2020 14:45    |    jennss

Ich denke, im Moment fehlt bei den E-Mobilisten noch ein großer Teil der Laternenparker. Ohne große Akkus ist das nämlich etwas umständlich mit E-Auto. Sobald mehr Autos im Bereich über 300 oder 400 km WLTP zu mittleren Preisen im Angebot sind, z.B. Opel Corsa-e oder ID.3, steigt auch die Nachfrage nach öffentlichen Ladesäulen. Ich finde das mit Shell und Aral etc. ganz prima. Die findet jeder leicht. Man könnte dann noch überlegen, wie der Ladende die Zeit nutzen kann, Kaffee, Fastfood, einkaufen, Tischkicker, WC, Puff :D, Internetcafé, Spielhölle oder sonstwas, wenn er nicht gerade im Auto sitzen und im Forum surfen oder ein Buch lesen will... Naja, bei einem Taycan reichen ja schon wenige Minuten bis die Karre voll ist. Mehr als ein Kaffee ist da kaum drin.

j.

 

PS: Dieser Blog-Artikel hier war ausschlaggebend für meine zweite Auszeichnung als Blog-Empfehlung :).


07.02.2020 17:06    |    notting

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 7. Februar 2020 um 13:34:15 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 6. Februar 2020 um 19:20:10 Uhr:

 

 

IIRC investieren insb. Shell und Total auch in den E-Ladesäulen-Bereich.

 

notting

Bei BEV werden denen trotzdem im Umsätze (prozentual und wohl auch absolut) wegbrechen.

Wer jeden Tag Zuhause auflädt, der muss im Alltag nicht mehr an irgend einen sonstigen Anbieter.

Parkhäuser mit Wallbox sind nicht auf Mineralölkonzerne angewiesen.

Usw.

Genau deswegen bieten aber solche Anbieter an z. B. die Abrechnung zu machen, z. B. um alle rechtl. Voraussetzungen zu erfüllen Autostrom seinem Arbeitgeber in Rechnung zu stellen (wenn's eine entspr. Vereinbarung gibt, dass der AG zahlt) oder man günstiger an eine Lademöglichkeit kommt, die dann einfacher von mehreren Leuten dort genutzt werden kann.

 

notting


07.02.2020 17:06    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Februar 2020 um 14:45:41 Uhr:

PS: Dieser Blog-Artikel hier war ausschlaggebend für meine zweite Auszeichnung als Blog-Empfehlung :).

Glückwunsch!

 

notting


10.02.2020 00:07    |    futuro04

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Februar 2020 um 14:45:41 Uhr:

Ich denke, im Moment fehlt bei den E-Mobilisten noch ein großer Teil der Laternenparker. Ohne große Akkus ist das nämlich etwas umständlich mit E-Auto. Sobald mehr Autos im Bereich über 300 oder 400 km WLTP zu mittleren Preisen im Angebot sind, z.B. Opel Corsa-e oder ID.3, steigt auch die Nachfrage nach öffentlichen Ladesäulen. Ich finde das mit Shell und Aral etc. ganz prima. Die findet jeder leicht. Man könnte dann noch überlegen, wie der Ladende die Zeit nutzen kann, Kaffee, Fastfood, einkaufen, Tischkicker, WC, Puff :D, Internetcafé, Spielhölle oder sonstwas, wenn er nicht gerade im Auto sitzen und im Forum surfen oder ein Buch lesen will... Naja, bei einem Taycan reichen ja schon wenige Minuten bis die Karre voll ist. Mehr als ein Kaffee ist da kaum drin.

j.

 

PS: Dieser Blog-Artikel hier war ausschlaggebend für meine zweite Auszeichnung als Blog-Empfehlung :).

Die Ladepausen sind in der Tat ein bemerkenswerter Aspekt.

Ich muss vorausschicken, dass ich beruflich nicht mehr allzu sehr eingespannt bin und meine Langstrecken ausschliesslich privater Natur sind. Aber diese Pausen sind für mich echt eine neue Qualität. Du weisst, du hast jetzt zwanzig Minuten Zeit bis der (i3-)Akku bei 90% ist und bist darum sofort völlig entspannt.

Da es überhaupt keine Alternative gibt, macht dir kein diffuses Gefühl Stress, baldmöglichst weiterzufahren.

Ich meine, alle reden von Entschleunigung und neuer Langsamkeit und finden sie doch selber nicht. Voila, hier ist das Mittel dazu. Gemütlich Käffchen, danach kleine Gassirunde, die Hund und Herrchen gleichermassen gut tut, und schon sind die 20 Min. vorbei. Ist da nun irgendwie Zeit "verloren gegangen"? Jeder grössere Stau klaut dir mehr Zeit, denn da ist nix mit Käffchen und Beinevertreten.

Schon lange nicht mehr hat mir ein Effekt vor Augen geführt, wie sehr doch alles von der inneren Einstellung abhängt. Ich finde Ladepausen ganz prima (und meine Jessy auch).


10.02.2020 08:32    |    jennss

Ja, das stimmt, das ist ein interessanter Aspekt. So eine "Zwangspause" ist manchmal durchaus etwas Gutes.

 

Zitat:

@notting schrieb am 7. Februar 2020 um 17:06:48 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 7. Februar 2020 um 14:45:41 Uhr:

PS: Dieser Blog-Artikel hier war ausschlaggebend für meine zweite Auszeichnung als Blog-Empfehlung :).

Glückwunsch!

Danke noch :).

j.


10.02.2020 08:38    |    Alexander67

Also ich benötige keinen Zwang um mal eine längere Pause beim Fahren zu machen.

Aber Mal fahre ich 2- oder 300 km mit nur einem kurzen Stopp zum Becher nachfüllen durch.

 

Mal fülle ich den Becher auch 2 oder 3 mal und muss dann natürlich auch Flüssigabfall entsorgen.

 

Mal mache ich dann auch einen kurzen Spaziergang.

 

Mal mache ich auch bei einem Restaurant hält um etwas zu essen.

 

Aber ich richte mich hier immer nur nach meinen Bedürfnissen, nicht nach denen des Fahrzeugs.


10.02.2020 09:19    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 10. Februar 2020 um 08:38:52 Uhr:

...Aber ich richte mich hier immer nur nach meinen Bedürfnissen, nicht nach denen des Fahrzeugs.

So solls ja auch sein, i.d.R. ist ja auch überall eine Ladesäule wo eines dieser Bedürfnisse erfüllt werden kann.

Schwieriger wird's natürlich beim Spaziergang im Wald o.Ä.

Im Kern der Sache ist für BAB-Junkies ein BEV meist nichts, für den großen Rest welcher auch Zuhause laden kann eigentlich schon bald erste Wahl.


10.02.2020 09:53    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 10. Februar 2020 um 09:19:16 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 10. Februar 2020 um 08:38:52 Uhr:

...Aber ich richte mich hier immer nur nach meinen Bedürfnissen, nicht nach denen des Fahrzeugs.

So solls ja auch sein, i.d.R. ist ja auch überall eine Ladesäule wo eines dieser Bedürfnisse erfüllt werden kann.

Schwieriger wird's natürlich beim Spaziergang im Wald o.Ä.

So einen Becher auffüllen ist eine Sache von 1 oder 2 Minuten ohne aussteigen.

Becher aufdrehen, umdrehen zur Kühlbox hinter dem Beifahrersitz, Flasche auswählen öffnen umfüllen schließen zurück in Kühlbox und Kühlbox und Becher wieder zu.

 

Die Flüssigabfallentsorgung geht ja auch recht schnell.

OK, mit aussteigen. Aber dafür hin und wieder sehr eilig.

 

Und der Spaziergang im Wald, nun ja auch keine Lademöglichkeit.

 

Zitat:

Im Kern der Sache ist für BAB-Junkies ein BEV meist nichts, für den großen Rest welcher auch Zuhause laden kann eigentlich schon bald erste Wahl.

Das ist nicht nur eine Frage der BAB.

Ganz allgemein Langstrecke.

Wer einen zweit oder Drittwagen hat, der kann problemlos ein (oder 2 oder...) E-Auto(s) fahren.

Für die Langstrecke sollte man derzeit schon (mindestens) einen mit Verbrenner (auch wenn nur Range-Extender) und ausreichend Tank haben. Ausreichend ist in meinen Augen mindestens 25l.

Bei 5l/100km sind das immerhin 500km Verbrennerreichweite.

Mit 20l Reservekanister sogar noch mal 400 mehr.


10.02.2020 13:20    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 10. Februar 2020 um 09:53:16 Uhr:

 

So einen Becher auffüllen ist eine Sache von 1 oder 2 Minuten ohne aussteigen...

Du schriebst aber

Zitat:

Mal fahre ich 2- oder 300 km mit nur einem kurzen Stopp zum Becher nachfüllen durch

Das inkludiert das Nachfüllen, ~250Km sollte eigentlich schon gehen.

Zitat:

...Für die Langstrecke sollte man derzeit schon (mindestens) einen mit Verbrenner (auch wenn nur Range-Extender) und ausreichend Tank haben.

Wie gesagt wenn Du das regemäßig brauchst ist ein BEV nichts sinnvolles. Ansonst kann ich hier mit der Einschränkung normalerweise gut leben, das Problem ist eher das morgentliche Aufstehen um zu einem definierten Zeitpunkt aufzuschlagen.


10.02.2020 14:20    |    Gravitar

Man muss eigentlich seine ganze Umgebung infizieren und zum Mitmachen überreden. Den meisten sind 30.000Euro für ein kleines Fahrzeug aber viel zuviel. Wenn sie 25.000Euro tatsächlich aufbringen könnten, was für viele schon schwierig genug ist mit Kindern, dann geht es eher in Richtung gebrauchtes Premiumfahrzeug mit Platz als in Richtung neuer Kleinwagen auf Strom.

 

Zu meiner Familie fahre ich etwa 210km, haben die nur 220Volt, reichen die 2-3h Aufenthalt nur mit extremer Zurückhaltung für beide Strecken, ich möchte allerdings nicht auf Schleichfahrt und ohne Gebläse und Heizung eine solche Fahrt des öfteren absolvieren. Noch umständlicher wäre es, die nächste Ladeeinrichtung anzulaufen und die letzten 4km einfach zu Fuß zu bewältigen oder den Vater zum Abholen zu nötigen. Alternativ kann man 1h laden abziehen und die Eltern halt nur noch 1h sehen. Zu meinem Patenkind sind es 294km, dasselbe in grün. Da könnte ich, obwohl ich mir wie ein Schnorrer vorkäme, die 3-4h auf 220Volt zum Laden verwenden, bringt mich aber auch nur 5-10kwh weiter und nicht wieder nach Hause ohne zusätzlichen Stop.

 

Dann der ganze Aufwand mit Kabeltrommel, ganz abgewickelt wegen der Erwärmung die 25m von der Terassensteckdose zum Fahrzeug überwinden. Muss mich ins Halteverbot stellen, damit das Kabel nicht noch quer über die Strasse läuft, auch hier ist die nächste Ladeeinrichtung 6km Fußmarsch, 1h weniger Aufenthalt vor Ort oder zusätzlicher Verwaltungsaufwand meines Bruders entfernt. Dann stelle ich mit noch vor, zum Gebutstag käme die ganze Familie elektrisch und wir müssten uns mit 4 Fahrzeugen um die beiden Ladesäulen balgen, sofern nicht noch jemand anderes Interesse hat. Alternativ könnte mein Bruder versuchen mit seinem Hausanschluß 4 Elektrofahrzeugen mit 220V Strom die Rückfahrt zu ermöglichen. Wären 4x 2,5-3KW, wenn er dann noch Backofen oder Kaffeemaschine anstellt, rauchts vermutlich aus dem Keller....

 

Gruß

 

Gravitar


10.02.2020 14:44    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Gravitar schrieb am 10. Februar 2020 um 14:20:39 Uhr:

….Noch umständlicher wäre es, die nächste Ladeeinrichtung anzulaufen und die letzten 4km einfach zu Fuß zu bewältigen oder den Vater zum Abholen zu nötigen. Alternativ kann man ..

Ja viele Tücken stecken im Detail, wenn Du nicht irgendwo an einem DC-Lader ein Viertelstündchen* reinpumpen möchtest, ist nach aktuellem Stand der Dinge Dein Fahrprofil für BEV ungeeignet.

 

*=+60~120Km


10.02.2020 14:52    |    notting

Zitat:

@Gravitar schrieb am 10. Februar 2020 um 14:20:39 Uhr:

Man muss eigentlich seine ganze Umgebung infizieren und zum Mitmachen überreden. Den meisten sind 30.000Euro für ein kleines Fahrzeug aber viel zuviel. Wenn sie 25.000Euro tatsächlich aufbringen könnten, was für viele schon schwierig genug ist mit Kindern, dann geht es eher in Richtung gebrauchtes Premiumfahrzeug mit Platz als in Richtung neuer Kleinwagen auf Strom.

 

Zu meiner Familie fahre ich etwa 210km, haben die nur 220Volt, reichen die 2-3h Aufenthalt nur mit extremer Zurückhaltung für beide Strecken, [...]

Eine Anmerkung: Z. B. der 1phasige Lader vom Zoe I war IIRC grottig ineffizient. Deswegen sage ich lieber alle Autos hintereinander 3phasig laden als gleichzeitig 1phasig. Ja, ist zusätzl. Aufwand. Spart aber auch evtl. Kabel, wenn eben nur ein dafür bestmögl. nutzbarer Platz zum Ladeplatz definitiert wird.

 

Ändert aber natürl. nichts daran, dass das alles erst so richtig Sinn macht, wenn man entweder deutl. mehr reale Reichweite hat als die Strecke die man fährt (beim entspr. Realverbrauch) oder ausreichend schneller laden kann als der Verbrauch ist. Allerdings geht beides z. T. miteinander einher, d.h. wenn größere Reichweite ist meist auch die Ladeleistung im Verhältnis zum Verbrauch größer.

 

notting


10.02.2020 14:55    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 10. Februar 2020 um 14:44:58 Uhr:

Zitat:

@Gravitar schrieb am 10. Februar 2020 um 14:20:39 Uhr:

….Noch umständlicher wäre es, die nächste Ladeeinrichtung anzulaufen und die letzten 4km einfach zu Fuß zu bewältigen oder den Vater zum Abholen zu nötigen. Alternativ kann man ..

Ja viele Tücken stecken im Detail, wenn Du nicht irgendwo an einem DC-Lader ein Viertelstündchen* reinpumpen möchtest, ist nach aktuellem Stand der Dinge Dein Fahrprofil für BEV ungeeignet.

 

*=+60~120Km

Ich komme bei meinen Berechnungen bzw. den Angaben vom Renault-Reichweiten-Rechner beim Zoe II bei 100km/h Schnitt und -10°C und Heizung eher auf ca. 40km. Mag z. B. bei Hyundai/Kia oder PSA/Opel wo über CCS nicht 50 sondern 70-80kW das Maximum ist eher dem entspr. was du geschrieben hast.

 

notting


22.03.2020 20:06    |    bsa11

Nach meinem Überblick gibt es immer noch kein erstwagentaugliches E-Auto, das (fast alle) Bedürfnisse so gut abdeckt, wie ein Mittelklasse Diesel. Bis dahin kann ich mich für ein E-auto nicht erwärmen egal wie gefördert. Und bei jedem neuen Zeug ist für mich entscheidend: soll ich es nehmen, weil es neu ist, oder weil es besser ist als das Alte. Beim letzteren entsteht Motivation von allein, beim ersteren hilft oft nicht mal schönreden.


22.03.2020 22:55    |    jennss

In der Mittelklasse ist bisher noch sehr wenig los bei den E-Autos. Da gibt es eigentlich nur das Model 3 von Tesla. Das halte ich für erstwagentauglich, auch die kleinste Version (SR Plus). Ob dann LongRange nötig ist, muss jeder für sich entscheiden bzw. hängt vom gewohnten Einsatzbereich ab. Ein BMW 3er Diesel oder sowas ist nicht genau gleich. Beides hat seine Reize. So manch einer stört sich beim Model 3 am Armaturenbrett. Der Antrieb ist beim Longrange aber eigentlich kaum zu toppen: Sehr stark und sehr günstig zu fahren (33 Ct./kWh am Supercharger). Oder reicht etwa die Reichweite ohne Ladestopp noch nicht? Oder muss der Wohnwagen noch größer sein? Ok., dann stimme ich zu, das gibt es elektrisch bisher nicht. Die maximale Langstreckentauglichkeit ist beim Verbrenner noch immer besser, wenn man mal von den Fahrkosten absieht. Probieren kann aber nicht schaden :). Einfach, um zu verstehen zu versuchen, was die E-Auto-Fans denn immer meinen.

Der ID.3 hat zwar fast die gleiche Reichweite in der 77 kWh-Version, aber wenn ich mich nicht irre, wird er wohl nicht so viel ziehen können wie ein Model 3, wenn überhaupt.

 

Das Wort "Erstwagentauglichkeit" ist sehr individuell zu entscheiden.

j.


23.03.2020 16:42    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 22. März 2020 um 22:55:12 Uhr:

In der Mittelklasse ist bisher noch sehr wenig los bei den E-Autos. Da gibt es eigentlich nur das Model 3 von Tesla. Das halte ich für erstwagentauglich, auch die kleinste Version (SR Plus). Ob dann LongRange nötig ist, muss jeder für sich entscheiden bzw. hängt vom gewohnten Einsatzbereich ab. Ein BMW 3er Diesel oder sowas ist nicht genau gleich. Beides hat seine Reize. So manch einer stört sich beim Model 3 am Armaturenbrett. Der Antrieb ist beim Longrange aber eigentlich kaum zu toppen: Sehr stark und sehr günstig zu fahren (33 Ct./kWh am Supercharger).

https://www.motor-talk.de/.../...-aufregung-wegen-ionity-t6823404.html

Bei Ionity kann man mit entspr. Grundgebühr z. T. sogar günstiger fahren (z. B. Audi 0,31EUR/kWh und dazu abseits von Ionity recht günstige Pauschaltarife, wenn der Akku einigermaßen leer ist und ID.3 0,30EUR/kWh + Grundgebühr), von div. anderen Angeboten mal ganz abgesehen.

Man wird sehr oft sowieso nicht gerade in der Nähe eines Ionity-/SC-Ladeparks sein, wenn es sich wirkl. lohnt oder man Hunger/Druck auf der Blase hat. Abseits der beiden gibt's inzw. öfters 150-160kW, dafür tendenziell günstiger als o.g. Preise. Z. B. Polestar 2 und Ford Mustang Mach-E können eh nicht schneller laden.

 

Zitat:

Oder reicht etwa die Reichweite ohne Ladestopp noch nicht? Oder muss der Wohnwagen noch größer sein? Ok., dann stimme ich zu, das gibt es elektrisch bisher nicht. Die maximale Langstreckentauglichkeit ist beim Verbrenner noch immer besser, wenn man mal von den Fahrkosten absieht. Probieren kann aber nicht schaden :). Einfach, um zu verstehen zu versuchen, was die E-Auto-Fans denn immer meinen.

Der ID.3 hat zwar fast die gleiche Reichweite in der 77 kWh-Version, aber wenn ich mich nicht irre, wird er wohl nicht so viel ziehen können wie ein Model 3, wenn überhaupt.

AFAIK wird der ID.3 überhaupt nix ziehen können. Und der Polstar 2 wird viel mehr ziehen können als ein Model 3.

 

Zitat:

Das Wort "Erstwagentauglichkeit" ist sehr individuell zu entscheiden.

... genauso was beim eigenen Nutzungsprofil die günstigste Lösung ist bzgl. Fahrzeugwahl/-Preis bzw. Grundgebühr für HPC-Nutzung bzw. eben Alternativ "nur" mit 150-160kW laden.

 

notting


23.03.2020 21:23    |    bsa11

Zitat:

@jennss schrieb am 22. März 2020 um 22:55:12 Uhr:

In der Mittelklasse ist bisher noch sehr wenig los bei den E-Autos. Da gibt es eigentlich nur das Model 3 von Tesla. Das halte ich für erstwagentauglich, auch die kleinste Version (SR Plus). Ob dann LongRange nötig ist, muss jeder für sich entscheiden bzw. hängt vom gewohnten Einsatzbereich ab. Ein BMW 3er Diesel oder sowas ist nicht genau gleich. Beides hat seine Reize. So manch einer stört sich beim Model 3 am Armaturenbrett. Der Antrieb ist beim Longrange aber eigentlich kaum zu toppen: Sehr stark und sehr günstig zu fahren (33 Ct./kWh am Supercharger). Oder reicht etwa die Reichweite ohne Ladestopp noch nicht? Oder muss der Wohnwagen noch größer sein? Ok., dann stimme ich zu, das gibt es elektrisch bisher nicht. Die maximale Langstreckentauglichkeit ist beim Verbrenner noch immer besser, wenn man mal von den Fahrkosten absieht. Probieren kann aber nicht schaden :). Einfach, um zu verstehen zu versuchen, was die E-Auto-Fans denn immer meinen.

Der ID.3 hat zwar fast die gleiche Reichweite in der 77 kWh-Version, aber wenn ich mich nicht irre, wird er wohl nicht so viel ziehen können wie ein Model 3, wenn überhaupt.

 

Das Wort "Erstwagentauglichkeit" ist sehr individuell zu entscheiden.

j.

Ich präzisiere: Erstwagentauglichkeit meinte ich als Ausdruck dafür, daß ich nicht einen Wagen für Urbane/nahe und eine andere für Fernstrecke brauche. Z.B. mit einem Zoe keine Fernstrecke drinn. Man bräuchte dafür einen zweiten. Ist ja nicht wirklich ein energieschonendes Konzept.

Mit 20tkm/Jahr, dabei ca. 30% stadt/nah, sonst Umland- oder Fernstrecke ist kein E-auto bislang da. Ich ziehe keine Anhänger, aber will weiterhin im Winter nicht ohne Innenheizung, zügig auch ca. 700 km ohne tanken erreichen. Dann in 10 min. tanken und weiterfahren. Außerdem will ich keinen SUV, der anscheinend die E-auto Angebote dominieren wird. Ich fahre wirklich gerne Auto, sauge das Fahrgefühl (Straßenlage, Zusammenspiel der Mechanik) auf. Mit dem Gefühl Smartphone auf Rädern (Tesla) fremdle ich gewaltig. Mal abgesehen davon, daß obgleich dessen Reichweite relativ zu anderen brauchbar betrachtet wird, aber nur solange bis man nicht 150-200km/h fährt.

Also für meine übliche Entscheidungsfrage: nur neu aber kein fahrerischer und zeiteffizienter Fortschritt.

 

Alle bisherigen reellen Tests ergeben das gleiche. Langstrecke mit E-Autos sind eher wie Urlaubsfahrten (nicht schnell, durchplanen wo und wie oft jeweils lange gehalten wird - wie im Urlaub).


23.03.2020 22:22    |    jennss

Nur 10 Minuten Pause nach 700 km Fahrt und dann weiterfahren, finde ich extrem. Manche sagen, sowas sollte verboten werden, aber das muss jeder selbst einschätzen. Bei nur 10 Minuten Pause bekommt ein Taycan 200 km rein, ein Model 3 bestenfalls wohl nur ca. 150 km, aber das hängt dann auch von der Fahrgeschwindigkeit ab. Der Taycan hat zwar allgemein nicht die größte Reichweite, aber bei hoher Geschwindigkeit ist sie noch vergleichsweise gut. Bei häufig 150 km/h (131 km/h Schnitt, mit Heizung, außen 7° C) schafft er noch 314 km, bei häufig 200 km/h waren es hier nur noch 178 km (Durchschnitt 179 km/h), bei oft 120 km/h (110er Schnitt) 376 km. Die Teslas schaffen zwar mehr Kilometer, laden dafür aber langsamer (Porsche 80% in 22 Minuten).

 

Zitat:

Mit dem Gefühl Smartphone auf Rädern (Tesla) fremdle ich gewaltig.

Viele sind vom Fahren des Model 3 begeistert. Bist du es denn schon gefahren?

Die Heizung macht bei Autobahnfahrt kaum etwas aus, bei langsamer Geschwindigkeit mehr.

Mit Zoe (390 km nach WLTP) sind auf jeden Fall Fernstrecken drin. Aber wenn du so hohe Anforderungen stellst, geht es nicht ohne deutlichen zeitlichen Aufschlag. Was sind das denn für Fahrten? Beruflich?

 

Anhand deiner extremen Anforderungen würde ich E-Autos nicht allgemein Langstreckentauglichkeit absprechen. In meinem Fall z.B. wäre ich mit einem ID.3 mit mittlerem Akku nicht langsamer als ich jetzt mit unserem BMW 225xe unterwegs bin, da ich relativ lange Pausen mache. 700 km am Tag fahre ich so gut wie nie. Welches Auto ist das denn, das bei dir 700 km mit 150 bis 200 km/h schafft? Das ist ja selbst für Verbrenner ziemlich viel.

 

Mit der Zeit wird man immer weniger planen müssen. Schon jetzt haben viele Raststätten Ladesäulen. Ionity-Ladesäulen gibt es schon mehr als Supercharger soweit ich weiß. Ein Model 3 kann zwar auch bei Ionity laden, aber nicht so günstig wie am Supercharger bzw. andere Marken bei Ionity.

j.


24.03.2020 13:10    |    bsa11

Zitat:

@jennss schrieb am 23. März 2020 um 22:22:12 Uhr:

Nur 10 Minuten Pause nach 700 km Fahrt und dann weiterfahren, finde ich extrem. Manche sagen, sowas sollte verboten werden, aber das muss jeder selbst einschätzen. Bei nur 10 Minuten Pause bekommt ein Taycan 200 km rein, ein Model 3 bestenfalls wohl nur ca. 150 km, aber das hängt dann auch von der Fahrgeschwindigkeit ab. Der Taycan hat zwar allgemein nicht die größte Reichweite, aber bei hoher Geschwindigkeit ist sie noch vergleichsweise gut. Bei häufig 150 km/h (131 km/h Schnitt, mit Heizung, außen 7° C) schafft er noch 314 km, bei häufig 200 km/h waren es hier nur noch 178 km (Durchschnitt 179 km/h), bei oft 120 km/h (110er Schnitt) 376 km. Die Teslas schaffen zwar mehr Kilometer, laden dafür aber langsamer (Porsche 80% in 22 Minuten).

Zitat:

@jennss schrieb am 23. März 2020 um 22:22:12 Uhr:

Zitat:

Mit dem Gefühl Smartphone auf Rädern (Tesla) fremdle ich gewaltig.

Viele sind vom Fahren des Model 3 begeistert. Bist du es denn schon gefahren?

Nein, die Teslas haben manches nicht, die für mich "Türöffner" sind zu einer Marke.

 

Die Heizung macht bei Autobahnfahrt kaum etwas aus, bei langsamer Geschwindigkeit mehr.

Mit Zoe (390 km nach WLTP) sind auf jeden Fall Fernstrecken drin.

Fernstreckentauglichkeit is für mich nicht nur Reichweite, sondern auch geringe Ermüdung nach Stunden, durch entsprechend satte Straßenlage, Geräuschdämmung bei hohem Tempo, sehr bequeme Sitze, Matrix Licht..... mit Verlaub, ein Zoe ist da nicht passend.

 

Aber wenn du so hohe Anforderungen stellst, geht es nicht ohne deutlichen zeitlichen Aufschlag. Was sind das denn für Fahrten? Beruflich?

Das sind keine "so hohe Anforderungen", die sind heute durchweg von der Mittelklasse abgebildet.

Es sind Privat- aber nicht Urlaubsreisen, da ich beruflich nach Deutschland versetzt bin. Daher Familie verstreut und 3-4 Besuchszyklen/Jahr müssen zeiteffizient ablaufen. Öffis gehen nicht, da Ziele abseits von Hauptrouten, teurer und mit Fahrplänen Zeitverschwendung ggü. kürzeste Routen mit Auto + Gepäck.

 

Anhand deiner extremen Anforderungen würde ich E-Autos nicht allgemein Langstreckentauglichkeit absprechen. In meinem Fall z.B. wäre ich mit einem ID.3 mit mittlerem Akku nicht langsamer als ich jetzt mit unserem BMW 225xe unterwegs bin, da ich relativ lange Pausen mache. 700 km am Tag fahre ich so gut wie nie.

Das sind wie gesagt, keine extreme Anforderungen, aber natürlich jeder klassifiziert es von seinem Bedürfnis aus betrachtet. Deshalb meinte ich, daß E-auto Fernstrecke für Urlaubsfahrten vielleicht ok ist. Da hat man Zeit...

 

Welches Auto ist das denn, das bei dir 700 km mit 150 bis 200 km/h schafft? Das ist ja selbst für Verbrenner ziemlich viel.

Obere Mittelklasse, Diesel, 70 l Tank, Privatleasing.

 

Mit der Zeit wird man immer weniger planen müssen. Schon jetzt haben viele Raststätten Ladesäulen. Ionity-Ladesäulen gibt es schon mehr als Supercharger soweit ich weiß. Ein Model 3 kann zwar auch bei Ionity laden, aber nicht so günstig wie am Supercharger bzw. andere Marken bei Ionity.

j.

Ich will hier nicht die Leserschaft mit meinem Profil beschäftigen. Die Antworten sollen aufzeigen, daß die E-Autos auf heutigem Stand und offerierten Konzepten kein einschränkungsfreies Ablöseangebot für effiziente Verbrenner darstellen.


24.03.2020 16:01    |    jennss

Im Prinzip ist schon fast alles möglich. Die Frage ist nur, wie, also in welcher Zeit. Verbrenner hatten früher wegen des hohen Verbrauchs auch keine 700 km Reichweite."Einschränkungsfrei" ist ganz relativ. Das hängt von den Anforderungen ab, die sehr unterschiedlich sind. Kein Auto erfüllt alle Anforderungen perfekt. Im Elektrobereich ist die Auswahl noch nicht so groß. In vielen, aber noch längst nicht allen Fällen gibt es Passendes. In jedem Fall muss man mehr oder weniger umdenken und offen für Neues sein.

j.


24.03.2020 16:31    |    bsa11

Zitat:

@jennss schrieb am 24. März 2020 um 16:01:59 Uhr:

Im Prinzip ist schon fast alles möglich. Die Frage ist nur, wie, also in welcher Zeit. Verbrenner hatten früher wegen des hohen Verbrauchs auch keine 700 km Reichweite."Einschränkungsfrei" ist ganz relativ. Das hängt von den Anforderungen ab, die sehr unterschiedlich sind. Kein Auto erfüllt alle Anforderungen perfekt. Im Elektrobereich ist die Auswahl noch nicht so groß. In vielen, aber noch längst nicht allen Fällen gibt es Passendes. In jedem Fall muss man mehr oder weniger umdenken und offen für Neues sein.

j.

Zum Schluß, weil es hier nicht um mich geht: ich beobachte Neues auch. Aber es soll auch besser sein, nicht nur neu. Wenn man so viel Geld bindet dann soll es für lange Zufriedenheit auch meine Eckpunkte / Präferenzen bedienen und nicht nur neu sein.


24.03.2020 16:41    |    jennss

Verstehe ich voll. Eben, weil zunächst oft nur mögliche Nachteile oder Probleme gesehen werden, schrieb ich noch den Artikel über geförderte Aktionstage, denn die Theorie sagt nicht immer alles. Es ist ein bisschen wie mit der unschlagbaren Akkulaufzeit der alten Nokias. :)

j.


26.03.2020 12:12    |    jennss

Was nicht so richtig bekannt ist zu Wasserstoffautos: Man kann sie kaum volltanken.

 

https://www.autobild.de/.../...ltagstest-2020-bilder-16602591.html?...

 

Da steht unter dem Bild:

Zitat:

... innerhalb von 5 Minuten lässt sich der Tank an einer der bis Ende 2020 100 Wasserstofftankstellen wieder auffüllen. Soweit die Theorie. In der Praxis war es uns nicht möglich, den Hyundai vollzutanken. Bei ca. 85% war Schluss (531 km Reichweite). Ärgerlich! Ob das jetzt am Nexo oder an der Zapfsäule lag, ließ sich aber nicht feststellen.

Soweit ich weiß, sind Probleme beim Volltanken normal, weil die Tankstellen Zeit brauchen zum Druckaufbauen. Daher kann das nächste Auto auch nicht sofort danach tanken.

Alternativen zum Nexo wären Mercedes EQC und Audi E-Tron oder ein Model 3 Performance.

 

Der Nexo kostet jetzt übrigens 89000 €. Von einem Taycan ist das nicht mehr weit weg und schon mehr als das Model S mit 100 kWh (610 km nach WLTP).

j.


25.06.2020 09:23    |    jennss

Ich frage mich, ob der ID.3 unter Brandstätter auch entstanden wäre oder ob der eher einen neuen eGolf 8 gebaut hätte.

j.


25.06.2020 09:42    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 09:23:43 Uhr:

..unter Brandstätter auch entstanden wäre oder ob der er einen neuen eGolf 8 gebaut hätte...

Am weltweiten Ausstiegszenario ändert das ja gar nichts, aber er muss halt die Kundschaft bei Laune halten um die Abschreibungszenarien der alten Konstruktion zu schützen. In meinen Augen kein echter Richtungswechsel sondern eine andere Kommunikations-Strategie.

Wenn man den Anteil der E-Autos betrachtet eher eine Richtigstellung der aktuellen Gegebenheiten.

 

Auch Brandstetter kann die Tatsachen nicht leugnen Stichwort Nokia.


25.06.2020 09:48    |    jennss

VW ist der einzige Hersteller, der diesen Weg mit neuer Plattform gegangen ist. Warum sollte man nicht den gleichen Weg gehen wie BMW, Mercedes und Co.?

Ich glaube, wir haben die ID-Reihe vor allem Diess zu verdanken.

j.


25.06.2020 09:52    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 09:48:26 Uhr:

...Ich glaube, wir haben die ID-Reihe vor allem Diess zu verdanken...

Dem habe ich auch nicht widersprochen.


25.06.2020 10:43    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 09:48:26 Uhr:

VW ist der einzige Hersteller, der diesen Weg mit neuer Plattform gegangen ist. Warum sollte man nicht den gleichen Weg gehen wie BMW, Mercedes und Co.?

Ich glaube, wir haben die ID-Reihe vor allem Diess zu verdanken.

j.

Hat nur VW mit seiner Elektroautostrategie clever gehandelt und die andern Hersteller sind die Dummen oder ist es eher umgekehrt? Diess kommt ja von BMW und der ID3 ist im Prinzip ein i3 mit konventioneller Stahlkarosserie. Hatte Diess nicht auch schon den i3 verantwortet? BMW ist ja inzwischen wieder von der reinen Elektroplattform abgekommen.

Bei VW hängt jetzt alles davon ab, ob Diessses Elektrostrategie zündet. Wird die ID-Reihe zum Flopp, haben sie wieder Milliarden in den Sand gesetzt. Wird der ID zum Erfolg, hat VW einen Vorsprung gegenüber den anderen etablierten Herstellern.


25.06.2020 10:52    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 25. Juni 2020 um 10:43:45 Uhr:

Hat nur VW mit seiner Elektroautostrategie clever gehandelt ...

Die andern wollen eher nur das nötigste machen da sie keine Strafzahlungen leisten müssen um ihre Verbrenner weiter gut zu verkaufen, das wäre dann cleverer wenn die E-Autos wenn sie dann notwendig werden auch ausgereift sind.

Ich glaube schon dass sich VW hier einen Vorsprung erarbeitet.


25.06.2020 10:52    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 26. März 2020 um 12:12:50 Uhr:

Was nicht so richtig bekannt ist zu Wasserstoffautos: Man kann sie kaum volltanken.

 

https://www.autobild.de/.../...ltagstest-2020-bilder-16602591.html?...

 

Da steht unter dem Bild:

Zitat:

@jennss schrieb am 26. März 2020 um 12:12:50 Uhr:

Zitat:

... innerhalb von 5 Minuten lässt sich der Tank an einer der bis Ende 2020 100 Wasserstofftankstellen wieder auffüllen. Soweit die Theorie. In der Praxis war es uns nicht möglich, den Hyundai vollzutanken. Bei ca. 85% war Schluss (531 km Reichweite). Ärgerlich! Ob das jetzt am Nexo oder an der Zapfsäule lag, ließ sich aber nicht feststellen.

Soweit ich weiß, sind Probleme beim Volltanken normal, weil die Tankstellen Zeit brauchen zum Druckaufbauen. Daher kann das nächste Auto auch nicht sofort danach tanken.

Alternativen zum Nexo wären Mercedes EQC und Audi E-Tron oder ein Model 3 Performance.

 

...

531km in 5 Minuten zu tanken ist trotzdem wesentlich besser als alle BEV.

Den Druckaufbau betrachte ich auch nicht als Problem.

Zur Not eben so etwas wie eine Revolvertankstelle.

Also 1 Stellplatz und z.B. 6 Tankvorrichtungen.

Ein Auto fährt hin und tankt in 5 Minuten seine 500km.

Dann noch bis zu 5 Minuten für das Zählen und dann kommt der nächste.

Usw. Bei 6Tankvorrichtungen hätte dann eine Vorrichtung bis zu einer Stunde Zeit um sich zu füllen.

Ich denke das reicht.


25.06.2020 10:58    |    jennss

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 25. Juni 2020 um 10:43:45 Uhr:

Hat nur VW mit seiner Elektroautostrategie clever gehandelt und die andern Hersteller sind die Dummen oder ist es eher umgekehrt? Diess kommt ja von BMW und der ID3 ist im Prinzip ein i3 mit konventioneller Stahlkarosserie. Hatte Diess nicht auch schon den i3 verantwortet? BMW ist ja inzwischen wieder von der reinen Elektroplattform abgekommen.

Bei VW hängt jetzt alles davon ab, ob Diessses Elektrostrategie zündet. Wird die ID-Reihe zum Flopp, haben sie wieder Milliarden in den Sand gesetzt. Wird der ID zum Erfolg, hat VW einen Vorsprung gegenüber den anderen etablierten Herstellern.

Ja, es ist ein Risiko. Der i3 war konzeptionell sehr ähnlich, aber er war von vorn herein nicht als universelle Plattform gedacht. Das ist ein entscheidender Unterschied.

 

Ich fand nach meinen letzten Probefahrten den Heckantrieb klar überzeugender als Frontantrieb. In meinen Augen muss man wie beim ID einen klaren Schnitt machen. Aufbau mit gemeinsamer Plattform halte ich auf Dauer für zu kompromissbehaftet. Die anderen Hersteller werden meiner Einschätzung nach auch noch den Weg von VW gehen, nur halt später.

 

BMWs Rückkehr zur gemeinsamen Plattform mit langer Motorhaube finde ich schade. Diess war damals schon weiter als die anderen.

j.


25.06.2020 11:14    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 10:58:19 Uhr:

Der i3 war konzeptionell sehr ähnlich, aber er war von vorn herein nicht als universelle Plattform gedacht.

Soweit ich weis, waren noch weitere Modelle mit Karbonkarosserie geplant. Wie weit die dann mit dem i3 verwandt gewesen wären, weis ich nicht.


25.06.2020 11:20    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 10:58:19 Uhr:

...BMWs Rückkehr zur gemeinsamen Plattform mit langer Motorhaube finde ich schade. Diess war damals schon weiter als die anderen...

Die Klientel von BMW braucht mehr Langstrecke und hat hier ein konservativen sportlichen Ansatz, vor allem aber werden fast alle geleast, also eine auf drei Jahre überschaubare Investition.

Nicht zu vergleichen mit der VW Klientel, wo halt doch viele Barzahler und Kurzstreckenfahrer sind.

 

Ist natürlich nur meine Wahrnehmung und wie groß der Unterschied tatsächlich ist?


25.06.2020 11:53    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 25. Juni 2020 um 10:52:38 Uhr:

531km in 5 Minuten zu tanken ist trotzdem wesentlich besser als alle BEV.

Den Druckaufbau betrachte ich auch nicht als Problem.

Zur Not eben so etwas wie eine Revolvertankstelle.

Also 1 Stellplatz und z.B. 6 Tankvorrichtungen.

Ein Auto fährt hin und tankt in 5 Minuten seine 500km.

Dann noch bis zu 5 Minuten für das Zählen und dann kommt der nächste.

Usw. Bei 6Tankvorrichtungen hätte dann eine Vorrichtung bis zu einer Stunde Zeit um sich zu füllen.

Ich denke das reicht.

Der Stellplatz ist nicht das Problem. Bei 6 "Vorrichtungen" sind es vielleicht auch 6 Mio € (= 6 Tankstellen).

 

Aber klar, 531 km in 5 Minuten sind immer noch mehr als jeder Bev. Allerdings macht man über 531 km gewöhnlich auch so viel Pause, dass genug Zeit zum Laden ist, zumindest bei den sehr schnell ladenden Autos. Im Vergleich zu z.B. Teslas wird der Vorteil des schnelleren Tankens nur noch in sehr wenig Situation von Bedeutung sein. Beim Bev geht es darum 1. im Alltag nachzuladen und 2. auf Tour. Der Alltag ist da von der privaten Situation abhängig. Also im Moment ist ein Bev noch nicht für jeden richtig praktisch. Es gibt noch einiges zu verbessern.

 

Bei Wasserstoff ist die Frage, was es kosten würde, wenn es nicht so stark subventioniert wäre. Also das Kilo H2 kostet normalerweise ja deutlich mehr als derzeit. Weiterhin ist die Frage, ob Bevs in Preisbereiche wie e-Up etc. kommen können, wenn es Skalierungseffekte gibt.

 

Ich würde H2 auch noch nicht grundsätzlich aufgeben, aber im Moment sieht es für mich nicht so aus als könnte H2 eine echte Konkurrenz werden.

j.


25.06.2020 12:02    |    jennss

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Juni 2020 um 11:20:03 Uhr:

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 10:58:19 Uhr:

...BMWs Rückkehr zur gemeinsamen Plattform mit langer Motorhaube finde ich schade. Diess war damals schon weiter als die anderen...

Die Klientel von BMW braucht mehr Langstrecke und hat hier ein konservativen sportlichen Ansatz, vor allem aber werden fast alle geleast, also eine auf drei Jahre überschaubare Investition.

Nicht zu vergleichen mit der VW Klientel, wo halt doch viele Barzahler und Kurzstreckenfahrer sind.

In einer Zeitschrift hatte ich neulich einen Vergleich gelesen vom M8 Competition gegen den Taycan Turbo S. Der Taycan war klar überlegen, im Durchzug hatte er gar die halbe Zeit (glaube war 80-120 km/h in 1,6 s vs. 3,2 beim M8.) Der Taycan braucht auf schneller Strecke zwar mehr (Lade-)Pausen als der M8, belohnt dafür aber mit anderen Vorzügen, die für sportliche Fahrer absolut interessant sind. Für Sportfahrer ist ein E-Auto durchaus klasse.

j.


25.06.2020 12:27    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 12:02:09 Uhr:

..die für sportliche Fahrer absolut interessant sind. Für Sportfahrer ist ein E-Auto durchaus klasse...

Kann man im allgemeinen nur nicht leasen als Geschäftskunde, im übrigen handelt es sich bei BMW meistens um schnell Autobahnfahrer („Sportlich“ ;)) da wäre ein finanzierbares E-Auto schnell mit dem Akku am Ende.

 

Wird sich die nächsten Jahre auch langsam ändern aber wie geschrieben konservative Klientel.


25.06.2020 16:34    |    Dr. Shiwago

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 11:53:41 Uhr:

 

Bei Wasserstoff ist die Frage, was es kosten würde, wenn es nicht so stark subventioniert wäre. Also das Kilo H2 kostet normalerweise ja deutlich mehr als derzeit. Weiterhin ist die Frage, ob Bevs in Preisbereiche wie e-Up etc. kommen können, wenn es Skalierungseffekte gibt.

 

Ich würde H2 auch noch nicht grundsätzlich aufgeben, aber im Moment sieht es für mich nicht so aus als könnte H2 eine echte Konkurrenz werden.

j.

Bis Wasserstoff im Auto konkurrenzfähig wird, ist das BEV schon wieder einige Schritte im voraus. Auch das BEV wird man bald in wenigen Minuten "volltanken" können. Und kostenmäßig wird das BEV immer überlegen bleiben. Das für die Wasserstoffforschung vorgesehene Geld, sollte man besser in die Batterieentwicklung investieren.


25.06.2020 22:06    |    ballex

Vor allem sind die 531km auch nur NEFZ-Angabe, in der Realität ebenfalls weniger und das Problem mit dem Druckaufbau ist ein reales Problem, neben der Vereisung (siehe Kalifornien). Hinzukommt: Die H2-Tanks brauchen sehr viel Platz, deshalb sind die bisherigen wenigen FCEV-Fahrzeuge alles große Limos (Mirai) oder SUV (Nexo) bzw. Nutzfahrzeuge, weil man dort die Tanks einigermaßen unterbringen kann. Und die werden sich auch in Zukunft nicht verkleinern lassen, weil man jetzt ja schon bei irren 700bar angekommen ist (zum Vergleich, CNG liegt bei 200bar). Ich halte das im PKW für viel zu kompliziert mit zu hohem Platzbedarf. Bei LKW, Schiffen etc. sieht es anders aus...

 

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Juni 2020 um 09:48:26 Uhr:

VW ist der einzige Hersteller, der diesen Weg mit neuer Plattform gegangen ist. Warum sollte man nicht den gleichen Weg gehen wie BMW, Mercedes und Co.?

Da liegst du nicht richtig. Neben VW mit dem MEB baut Mercedes aktuell die EVA II Plattform auf, auf der als erstes Modell der EQS, später EQE und diverse SUV-Derivate aufbauen werden. Außerdem kommen noch Audi/Porsche mit der PPE und GM mit einer dezidierten E-Plattform. Auch Hyundai/Kia setzt zukünftig auf eine reine E-Plattform.

 

Es ist also jetzt schon bald eher die Ausnahme statt die Regel, was BMW mit seiner Mix-Strategie macht.


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