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19.01.2020 23:20    |    jennss    |    Kommentare (166)

ID.3-Modell
ID.3 Modell

Herbert Diess hat am 16.01.20 eine Rede zum VW-Konzern gehalten. Ich finde sie in vielen Punkten sehr gut und interessant. Zu finden ist sie z.B. hier oder hier.

 

Als Hersteller darf man sich nicht ausruhen und muss immer mitdenken, wie die Zukunft aussehen könnte. Es gibt natürlich keine Garantie, dass man richtig liegt und so ist ein gewisses Maß an Mut erforderlich, in Zusammenhang mit Konsequenzen im Handeln.

 

Herbert Diess hat Nokia in der Rede erwähnt:

 

Zitat:

Ich erinnere mich noch gut an eine Situation, in der ich mir von Nokia Mitarbeitern – ich hatte einige Hundert übernommen – erklären ließ, wie sie im Kampf gegen Apple untergegangen sind. Die Logik war: „Wir haben 43 verschiedene Mobiltelefone, für jeden das richtige, kein Mensch will Touch, man muss das iPhone mindestens einmal täglich laden, während unser Akku eine Woche hält.“ Und: Nokia hatte Rekordjahre, war aber praktisch schon tot.

 

Steve Jobs hingegen hatte verstanden, dass sich die Funktion des Device grundlegend änderte. Der Zugang zum Internet wurde wichtiger als das Telefon selbst. Und auch die Ladezeit war für die Kunden nicht mehr so entscheidend. Wenige Jahre später war Nokia Geschichte.

Das ist der Grund, warum VW es jetzt mit der Elektromobilität so konsequent macht. Ich meine, es werden noch einige Autohersteller sterben, wenn sie den Zeitgeist nicht erkennen und auf's falsche Pferd bzw. auf die falsche Technologie setzen. Es hat ein großer Umbruch angefangen und ich bin sicher, viele andere haben nicht den Mut zu diesem radikalen Schritt in die Zukunft. Klar, er birgt auch das Risiko in die falsche Richtung zu investieren, aber ist das Risiko nicht noch größer, bei der bisherigen Technik zu bleiben? Ich sage mir immer: Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Ich denke, Tesla wird ein großer Player sein, ist es eigentlich jetzt schon und wertvoller als Ford und GM zusammen. Kleine Hersteller fallen heraus. So ist das auch in anderen Bereichen, wenn die Technologien zu komplex werden. Herbert Diess hat auch die Digitalisierung mit Software erwähnt. Auch da ist ein Umbruch in Gange.

 

Ich denke da wieder an den Umbruch in der Fotografie zum Ende des 2. Jahrtausends. Von den ehrwürdigen deutschen Herstellern hat es nur Leica geschafft zu überleben. Leica war damals ein großer Vorreiter bei der Kleinbildfotografie und in die Digitaltechnik haben sie es so gerade geschafft, während Rolleiflex, Contax, Kodak, Zeiss-Ikon etc. reihenweise untergingen. Voigtländer baut immerhin noch Objektive ohne AF. Eine große Technologie braucht enorme Investitionen. Bei der Fotografie ging das schon mit dem Autofokus in den 80ern los (Minolta 7000 in 1985), später mit Sensoren, Software u.v.m.. Kleinen Herstellern würde ich unbedingt empfehlen Anschluss zu suchen an große. Sonst sind sie schnell weg, denn auch die Nische mit alter Technik stirbt oftmals irgendwann.

 

Ich würde Autoherstellern raten zu schauen, wie es Leica geschafft hat, mit einem Mix aus Eigenständigkeit, Kooperationen und der Besinnung auf ihre besonderen Fähigkeiten, ohne selbst Innovationen zu vergessen. Die haben so gerade noch die Kurve bekommen und das außergewöhnlich. Sie schwammen teils mit und teils gegen den Strom. Dem Management gebührt großer Respekt, nachdem sie den Wandel schon fast verschlafen hatten. Was die bei Huawei in die Handys bauen, ist top, und die Pflege der Leica M-Reihe ist grandios, finde ich. Der Schritt, das SL-Bajonett jetzt für andere Hersteller zu öffnen, war ebenfalls mutig, aber ohne Mut geht es nicht in die Zukunft.

 

Im Mittelmaß geht man im Teich der großen und finanzstarken Hersteller unter. Das gilt, je komplexer und integrierter die Technologien werden. Ich wünsche mir, dass möglichst viele deutsche Autohersteller überleben werden und nicht nur VW. Das Wichtigste ist wohl zu überlegen: Was können wir, was müssen wir einkaufen und wie positionieren wir uns auf dem Markt? Ideen und (realistische) Visionen sind besonders dann von Bedeutung, wenn man selbst nur begrenzte finanzielle Mittel hat. Die eigene Historie bzw. den gewachsenen Charakter einer Marke kann man durchaus auch in die neue Zeit transferieren. Man muss sich nur überlegen, wie.

j.

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27.01.2020 09:23    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 09:00:10 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. Januar 2020 um 08:19:42 Uhr:

 

 

OK, ich bin mir jetzt nicht sicher was genau gemeint ist..

Meinte Deinen Link zum TempoLimit.

Ahh, OK, ich denke das wird ein Tempolimit nicht ersetzen können.

Also sofern man ein Tempolimit für notwendig hält.

Ich halte es nicht für notwendig.

 

Jedenfalls, auch mit E-Autos kann man sich Rennen über bis zu 50km Autobahn vorstellen.

Wenn man mal von nur 200km Reichweite ausgeht und bei hohen Geschwindigkeiten den 4-fachen Verbrauch annimmt...

 

Es ist schon interessant wie viele Scheinargumente hier von beiden Seiten vorgebracht werden.

 

Wobei ich die Argumente der Tempolimit Befürworter für zu schwach halte um am Status Quo etwas zu ändern.

Die Unfallzahlen sind in Bereichen mit hohen (100-130) Tempolimits nicht signifikant geringer als in Bereichen ohne.

OK, die Tempolimits haben natürlich einen Grund.

Ob jetzt die 100 bei Nässe oder die 100 wegen dem Seitenwind auf Brücken oder...

Trotzdem finde ich die Unfallzahlen nicht so extrem.

 

Und das Verbrauchsargument finde ich auch nicht so.

Viele fahren bei erlaubten 130 auch nicht langsamer als ohne Beschränkung.

Das dann umgelegt auf die gefahrenen Kilometer auf den Autobahnen.

Ich denke eine verpflichtende Nachschulung für den behalt des Führerscheins die vorrausschauendes Fahren beinhaltet, die bringt vermutlich mehr. Auch für die Verkehrssicherheit.

Das gilt übrigens für Raser und für schleichende Linke und Mittelspur-Blockierer.


27.01.2020 09:31    |    Schwarzwald4motion

Ein TL im Bereich 2-Spurig ~160Km/h oder bei 3-ter Spur 180Km/h wäre überfällig wegen der Differenzgeschwindigkeit.

Gerne kann auch über ein generelles 150Km/h nachgedacht werden ist wohl für die Autonomen Systeme noch beherrschbar.

Gerne auch über ein TL von 120 für Verbrenner :D. Na das gebe einen Schub bei E-Autos, oder doch nicht..:rolleyes:


27.01.2020 09:58    |    Her1bert

Zitat:

@ballex schrieb am 21. Januar 2020 um 16:14:22 Uhr:

Zitat:

@Her1bert schrieb am 21. Januar 2020 um 14:59:32 Uhr:

Ich will autofahren und nicht auf einem Bildschirm herumwischen.

Ich will 1000 Kilometer Reichweite ohne mehrmaliges Nachladen

und ohne 600 kg Batterien.

Wenn VW auf diese Zukunft setzt .. von mir aus. Aber eben ohne mich.

Dann wirst du, denke ich, in ein paar Jahren ein großes Problem haben, wenn ein neues Fahrzeug ansteht, sowohl was Touchbedienung als auch Antrieb betrifft. ;) Zumal das Akkugewicht doch recht uninteressant ist, wenn das Fahrzeug als Ganzes gesehen kaum mehr wiegt als ein vergleichbarer Verbrenner (z.B. Tesla Model 3 LR AWD vs. BMW 3er 340i xDrive).

Da hast du ganz recht: in ein paar Jahren wird es ein Problem geben. In ein paar Jahren werden die Akkus auch deutlich günstiger sein. Also warum sich schon jetzt vom analogen Verbrenner

verabschieden? Die meisten meiner Autos fahre ich ziemlich lange. Den SLK seit 10 Jahren

und den Santa Fe seit 8einhalb.


27.01.2020 11:04    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 09:31:44 Uhr:

Ein TL im Bereich 2-Spurig ~160Km/h oder bei 3-ter Spur 180Km/h wäre überfällig wegen der Differenzgeschwindigkeit.

Gerne kann auch über ein generelles 150Km/h nachgedacht werden ist wohl für die Autonomen Systeme noch beherrschbar.

Ähm ja, das ist für mich auch so ein Scheinargument.

Also das mit den autonomen Systemen.

Wenn die wirklich gut funktionieren, dann können die mehr als zumindest der etwas überdurchschnittliche menschliche Fahrer.

Wenn nicht sogar als jeder menschliche Fahrer.

Also was soll dieses Argument?

 

Zitat:

Gerne auch über ein TL von 120 für Verbrenner :D. Na das gebe einen Schub bei E-Autos, oder doch nicht..:rolleyes:

Ähm ja, diese Idee hat was. Stichwort Verbrauch (wenn ich es für relevant halten würde).

Oder nur autonome Fahrzeuge im autonomen Modus dürfen. Stichwort Sicherheit (wenn ich es für relevant halten würde).


27.01.2020 11:52    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. Januar 2020 um 11:04:41 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 09:31:44 Uhr:

...Gerne kann auch über ein generelles 150Km/h nachgedacht werden ist wohl für die Autonomen Systeme noch beherrschbar.

Ähm ja, das ist für mich auch so ein Scheinargument.

Also das mit den autonomen Systemen.

Wenn die wirklich gut funktionieren, dann können die mehr als zumindest der etwas überdurchschnittliche menschliche Fahrer.

Wenn nicht sogar als jeder menschliche Fahrer.

Also was soll dieses Argument?

Nein eine KI ist auf Wahrscheinliche meist schon mal erfasste Vorkommnisse beschränkt diese muss sogar interpretiert also Berechnet werden das kostet Zeit ob im PC eines Teslas oder im 5G-Netz.

Ob dafür jetzt z.B. 150Km/h ideal wäre Bleibt eher eine Politische Entscheidung.


27.01.2020 13:21    |    poster

VW kann machen was es will, es ist wurscht, was Herr Diess sich an Argumenten zurecht legt, am Ende muss es der Kunde wollen UND bezahlen. Fakt bei der Totalvernetzung und E-Mobilität ist, dass ich als Autokäufer VW mein komplettes Datenleben öffne, was ich mit dem Auto wann und wo mache, dazu saugen sie die Inhalte meines Handy ab und diesen Datenschatz verkaufen sie für gutes Geld an Google, Amazon und Co. Ich glaube ihnen kein Wort, wenn sie sagen, das brauchen sie nur für sich! Dazu ist das Auto mindestens 25% teurer als ein konventionelles und die E-Mobilität ist nur solange für die Umwelt gut, wie der Strom aus regenerativer Energieerzeugung kommt. Was für die nächsten 25 Jahre völlig unrealistisch ist.

Wer ein Smartphone auf Rädern möchte und bereit ist zu bezahlen - bitte schön, dann soll er's auch von VW bekommen. Wenn die Leute aber erstmal wieder aus diesem Hype zur Besinnung gekommen sind, werden sie feststellen, dass die wenigsten das wirklich brauchen. Die Welt besteht ja nicht nur aus 25-Jährigen und Leuten mit 100 k€ Jahreseinkommen.

Ich hab mir jedenfalls noch rechtzeitig ein "normales" Auto gekauft (keinen VW mehr), bevor es nur noch E- und SW-Mobile gibt.


27.01.2020 13:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@poster schrieb am 27. Januar 2020 um 13:21:06 Uhr:

... und diesen Datenschatz verkaufen sie für gutes Geld an Google, Amazon und Co. ...

Na da ist noch ein Bisschen hin, und Erlauben musst Du es auch, das Problem sind eher die Blackbox-Info's und deren Daten die den Versicherern zur Verfügung gestellt werden, läuft so schon Jahre bei z.B. BMW.

Zitat:

...und die E-Mobilität ist nur solange für die Umwelt gut, wie der Strom aus regenerativer Energieerzeugung kommt. Was für die nächsten 25 Jahre völlig unrealistisch ist.

Na der Aktuelle Strommix ist ja schon bei über 40%, im übrigen wäre der Strom nur aus Kohle im E-Auto trotzdem nicht Schlechter Wirkungsgrad sei dank. Link


27.01.2020 15:02    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 11:52:57 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. Januar 2020 um 11:04:41 Uhr:

 

Ähm ja, das ist für mich auch so ein Scheinargument.

Also das mit den autonomen Systemen.

Wenn die wirklich gut funktionieren, dann können die mehr als zumindest der etwas überdurchschnittliche menschliche Fahrer.

Wenn nicht sogar als jeder menschliche Fahrer.

Also was soll dieses Argument?

Nein eine KI ist auf Wahrscheinliche meist schon mal erfasste Vorkommnisse beschränkt diese muss sogar interpretiert also Berechnet werden das kostet Zeit ob im PC eines Teslas oder im 5G-Netz.

Ob dafür jetzt z.B. 150Km/h ideal wäre Bleibt eher eine Politische Entscheidung.

Ein System das mit 150 überfordert ist, das taugt nichts.

Da stellt sich nur die Frage ob bessere Hardware onboard oder ob bessere Software reicht.

Ein System welches auf ein externes Netzwerk (außerhalb des Fahrzeugs) zugreifen muss, -> taugt nichts.

 

Dann lieber etwas mehr Hardware oder warten auf bessere Hard-/Software.

 

PS. Aus https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mooresches_Gesetz

Zitat:

Das mooresche Gesetz (englisch moore’s law; deutsch „Gesetz“ im Sinne von „Gesetzmäßigkeit“) besagt, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt; je nach Quelle werden 12, 18[1] oder 24 Monate als Zeitraum genannt.[2]

Wenn wir von einem quadratischen Zusammenhang von Geschwindigkeit und benötigter Rechenleistung ausgehen, dann braucht es für doppelte Geschwindigkeit die vierfache Rechenleistung.

Das sind bei gleichen Kosten 2-4 Jahre.

 

Ach ja, quadratischer Zusammenhang weil doppelte Datenmenge doppelt so schnell bearbeiten.

Aber ich denke das wesentliche ist derzeit eh noch die Grundlagenforschung.

 

PS2. OK, ich denke ohne KI wird man es nicht schaffen, aber ob dem wirklich so ist?

Da bin ich mir nicht sicher. Auch was jetzt KI ist und was doch feste Programmierung.

Von der rechtlichen Seite gar nicht zu reden.

Also der Mensch in dem Fahrzeug kann ja nicht mehr haftbar gemacht werden.

Sofern ein Mensch im Auto ist und das Auto nicht die Kinder ganz alleine aus der Schule abholt.


27.01.2020 19:37    |    Schwarzwald4motion

Level 5 Packen die noch lange nicht, scheitern wird sowas an einem Schupo auf der Kreuzung der wild gestikuliert, oder auf der BAB wenn diese wegen einer Vollsperrung alle rückwärts ausfahren sollen.

Vergiss das Mooresche Gesetz, wie gesagt da gibt es noch ganz andere Hürden.

Das 5G zu Level 4-5 allein nicht taugt glaube ich auch, darauf setzt aber unsere Autoindustrie.


27.01.2020 21:28    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 19:37:19 Uhr:

Level 5 Packen die noch lange nicht, scheitern wird sowas an einem Schupo auf der Kreuzung der wild gestikuliert, oder auf der BAB wenn diese wegen einer Vollsperrung alle rückwärts ausfahren sollen.

Vergiss das Mooresche Gesetz, wie gesagt da gibt es noch ganz andere Hürden.

Das 5G zu Level 4-5 allein nicht taugt glaube ich auch, darauf setzt aber unsere Autoindustrie.

Um es zusammenzufassen.

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 27. Januar 2020 um 15:02:54 Uhr:

......

PS.

....

Aber ich denke das wesentliche ist derzeit eh noch die Grundlagenforschung.

 

PS2.

....

Und bis es so weit ist, ist die Hardware auch leistungsfähiger.


28.01.2020 21:39    |    Alexander67

PS3.

Auch so eine Frage die geklärt werden müsste.

https://www.spiegel.de/.../...n-a-f7714fe4-a8c4-440c-989e-e7de9f669d04


29.01.2020 13:04    |    i need nos

das Schizophrene an der ganzen Diskussion um den Mobilitätswandel ist doch letztenendes, dass die E-Mobilität keine Lösung ist, aber notgedrungen die Hersteller schnellstmöglich auf diesen Zug aufspringen müssen und das auch tun werden und sich dann die Katze selber in den Schwanz beißt!

 

Wo kommen die Akkus her, wo gehen sie hin, wer stellt den benötigten Ladestrom CO2-neutral her?!....keine Lösungen in Sicht!

 

Stattdessen werden Lösungen, die zwar den E-Antrieb nicht hinfällig machen soll(t)en, aber in Symbiose das beste Werkzeug zur Zielerreichung darstellen, gar nicht erst beachtet bzw. bekommen viel zu wenig Zuwendung: Wasserstoffantriebe, maximal abgasgereinigte und CO2-reduzierte Verbrennungsmotoren, synthetisch hergestellte Kraftstoffe etc.

 

Speziell der letzte Punkt scheint mir sehr interessant weil zur Herstellung synthetisch erzeugter Kraftstoffe (Diesel sowie Benzin) CO2 benötigt wird, also der Umwelt zunächst mal in großen Mengen entzogen würde und aktuelle Verbrenunungsantriebe keinerlei Umrüstung wie z.B. bei Gasbetrieb bedürften. Stattdessen dümpelt dieses Thema in Forschungsprojekten und E-Mobilität mit ihrer fragwürdigen Erzeugung und Entsorgung und lediglich der Fähigkeit, wenig CO2 bei der Stromerzeugung auszustoßen, aber mit Sicherheit nicht überschüssiges CO2 zu verbrauchen/reduzieren wird mit der Brechstange hochgejagt....Idiocracy 2020 bzw. der Anfang vom Ende.....


29.01.2020 20:54    |    jennss

Zitat:

@i need nos schrieb am 29. Januar 2020 um 13:04:10 Uhr:

Wo kommen die Akkus her, wo gehen sie hin, wer stellt den benötigten Ladestrom CO2-neutral her?!....keine Lösungen in Sicht!

Es kommt nicht von heute auf morgen, aber eine Lösung ist für alles schon jetzt in Sicht.

 

Zitat:

Stattdessen werden Lösungen, die zwar den E-Antrieb nicht hinfällig machen soll(t)en, aber in Symbiose das beste Werkzeug zur Zielerreichung darstellen, gar nicht erst beachtet bzw. bekommen viel zu wenig Zuwendung: Wasserstoffantriebe,

Warum wird immer wieder Wasserstoff als Lösung genannt? Ich denke, es ist doch klar, dass das nach heutigem Wissensstand die schlechtere Lösung ist, vor allem wegen der Kosten. Der Hyundai Nexo müsste, um nicht defizitär verkauft zu werden, wesentlich mehr kosten. Jetzt wird er erstmal nur um 10000 € angehoben.

https://www.faz.net/.../...zaehe-traeume-aus-wasserstoff-16590421.html

j.


30.01.2020 09:12    |    crossen1973

hallo ist dieser Beitrag von der Marketingabteilung von VW?Den Niedergang eines Handy Herstellers zu benutzen um seine Automobile Strategie zu rechtfertigenden Wolfsburg hat wohl angst das man sich verzockt hat ?


30.01.2020 09:30    |    Alexander67

Zitat:

@crossen1973 schrieb am 30. Januar 2020 um 09:12:05 Uhr:

hallo ist dieser Beitrag von der Marketingabteilung von VW?....

Ja, den Verdacht kann man haben.

Oder Marktforschung, würde ich eher vermuten.


30.01.2020 12:50    |    jennss

Nee, da ist nix gesponsert. Man kann anderer Ansicht sein, aber ich fand die Rede inhaltlich wirklich gut und ich denke, manch andere Hersteller haben nicht den Mut zu Konsequenzen in Anbetracht der Markt-Veränderungen. Ich habe so viele Kamerahersteller untergehen sehen. Das ist ein Jammer. Die dachten, sie könnten ewig mit Manualfokus und chemischem Film weitermachen. Eine gewisse Vorsicht ist natürlich absolut berechtigt. Contax hat ca. 2003 mit Vollformat-Sensor angefangen. Dabei war die Technik noch nicht so weit und der katastrophal schlechte Sensor hat zum Untergang beigetragen.

Projekt Tesla war auch eine wackelige, hochriskante Sache, aber Elon Musk hat alles sehr konsequent gemacht und da angesetzt, wo es dem Kunden wirklich was bringt.

j.


30.01.2020 13:00    |    crossen1973

Ja aber die elektro Mobilität ist flächendeckend nicht realisierbar alles was zur Zeit in diese Richtung passiert ist politisch gesteuert.Es braucht andere Alternativen zum Beispiel synthetischen Kraftstoff wie will man das mit den lade Säulen zum Beispiel in großen Wohngebieten realisieren.Warum bieten die meisten deutschen Hersteller ihre e-Fahrzeuge erst 2020 an weil ab diesem Jahr der co2 Flotten Grenzwert gilt die meisten werden Vorführer bleiben


30.01.2020 13:05    |    jennss

Warum soll das nicht realisierbar sein? Schon alleine Tesla hat gezeigt, dass es geht und das im Alleingang.

j.


30.01.2020 13:05    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 30. Januar 2020 um 12:50:25 Uhr:

Nee, da ist nix gesponsert.

Mir ist das egal.

Zitat:

Man kann anderer Ansicht sein, aber ich fand die Rede inhaltlich wirklich gut und ich denke, manch andere Hersteller haben nicht den Mut zu Konsequenzen in Anbetracht der Markt-Veränderungen. Ich habe so viele Kamerahersteller untergehen sehen. Das ist ein Jammer. Die dachten, sie könnten ewig mit Manualfokus und chemischem Film weitermachen. Eine gewisse Vorsicht ist natürlich absolut berechtigt. Contax hat ca. 2003 mit Vollformat-Sensor angefangen. Dabei war die Technik noch nicht so weit und der katastrophal schlechte Sensor hat zum Untergang beigetragen.

Projekt Tesla war auch eine wackelige, hochriskante Sache, aber Elon Musk hat alles sehr konsequent gemacht und da angesetzt, wo es dem Kunden wirklich was bringt.

j.

Probleme hatten natürlich vor allem die Firmen, die viele chemische Filme produziert und/oder entwicke und/oder... hatten.

Fragen wie Autofokus ja/nein sind vom Film unabhängig.

Und eine gute Optik braucht man für alle.

Also je nachdem wo eine Firma ihren Schwerpunkt hatte, war der Untergang quasi sicher.


30.01.2020 13:13    |    jennss

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 30. Januar 2020 um 13:05:19 Uhr:

 

Probleme hatten natürlich vor allem die Firmen, die viele chemische Filme produziert und/oder entwicke und/oder... hatten.

Fuji hat es geschafft. Kodak und Agfa, zwei deutsche Firmen, gingen unter.

AF war die erste Herausforderung, Digitaltechnik 1 bis 2 Jahrzehnte später die zweite.

j.


30.01.2020 13:36    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 30. Januar 2020 um 13:05:19 Uhr:

..Und eine gute Optik braucht man für alle...

Nach dem durch die ganze Computerberechneten Linsen, diese viel kleiner wurden, gab es auch hier eine deutliche "Verschlankung" :D

 

Wenn ich an die 500mm Brennweite meines alten Objektives denke, das war über 2 Kilo. Und heute Optisch wohlgemerkt bekommt man für weniger Gewicht den 6-fachen Zoom und die Kamera gleich dazu:eek:


30.01.2020 14:15    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 30. Januar 2020 um 13:36:14 Uhr:

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 30. Januar 2020 um 13:05:19 Uhr:

..Und eine gute Optik braucht man für alle...

Nach dem durch die ganze Computerberechneten Linsen, diese viel kleiner wurden, gab es auch hier eine deutliche "Verschlankung" :D

 

Wenn ich an die 500mm Brennweite meines alten Objektives denke, das war über 2 Kilo. Und heute Optisch wohlgemerkt bekommt man für weniger Gewicht den 6-fachen Zoom und die Kamera gleich dazu:eek:

Da muss man sich mal die Auswirkungen einen kleinen Kratzers auf einer riesigen Linse vorstellen und dann die Auswirkungen eines gleich großen Kratzers auf einer winzigen Linse.

Auch eine kleine Linse muss mit entsprechender Präzision gefertigt und irgendwie im Gerät gelagert werden.

Ohne Optik geht es nicht.


31.01.2020 21:53    |    Gravitar

Es hat sich bisher äußerst selten als vorteilhaft erwiesen, bei neuen Techniken Kunde der ersten Stunde zu sein. Möglicherweise kann eine Elektromobilität irgendwann 30-50% der Ansprüche der Kunden gerecht werden und dazu noch kostenseitig überzeugen. Das wird aber noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern und Lithium dürfte dann bei der Speicherung von Energie wegen der überschaubaren Ressourcen auch keine tragende Rolle mehr spielen. Ein Kilo Batterie müsste nahe des physikalisch machbaren Maximums von 1kw/h Strom speichern können, das ganze müsste günstiger zu nutzen sein als Verbrenner. Dazu müsste Strom günstig zu beziehen sein, ein Freund aus Kanada zahlt umgerechnet 7Cent/kwh. Will ich meine Fahrgewohnheiten bezüglich Geschwindigkeit und Reichweite beibehalten und vorhandene Komfortfeatures ohne die Möglichkeit des Vorheizens auf Netz ganzjährig nutzen, do rechne ich für mich mit Verbräuchen zwischen 22 und 25kw/h pro 100km oder bei meinem Strompreis mit etwa 7€/100km.

 

Unser Golf7 hat neu knapp unter 15.000€ gekostet und verbraucht so 6l E10/100km also etwa 7,80€/100km. Ich kann überall in Europa fix tanken und mache mir keine Sorgen, ob der Motor 8 oder 15 Jahre hält, sein Vorgänger ist mit 350.000km nach 18 Jahren noch in der Familie und wird von der Tochter gefahren. Fraglich, ob dieses Alter UND diese Laufleistung von Batterien erreicht oder übertroffen wird.

 

Ein Elektroauto mit einer Reichweite von 500km zu einem Preis von etwa 15.000€ wäre wohl auch für mich interessant, wenn es den Praxisnutzen unseres Golf auch hätte (Anhängelast gelegentlich erwünscht). Aber selbst dann wäre mir bei bewiesener Zyklusfestigkeit einiger Akkus, einige Tesla sind ja erstaunlich viel damit gefahren, die Alterung selbiger immer noch ein schlecht kalkulierbares Wagnis, das meinen Gebrauchten nach 8-12 Jahern zu Elektroschrott macht oder mich erneut zwingt, eine große Investition zu tätigen. Unser altgedienter Golf4 hat jedefalls hochgerechnet an Reparaturen und Wartung etwa 2.500€ in 18 Jahren gekostet, macht nicht mal 150€ im Jahr und ist sicher monetär deutlich weniger als ein Ersatzakku für einen ID4 selbst 10 Jahre in die Zukunft antezipiert. Warten wir es ab, das Bessere war schon immer des Guten Feind. Momentan schlägt das Pendel eindeutig für den Verbrenner aus, vielleicht ändert sich das ja bald......

 

Gruß

 

Gravitar


31.01.2020 22:16    |    notting

@Gravitar: Auch wenn ich dir teilw. zustimme:

- In D sollen die Spritpreise deutl. steigen durch die CO2-Steuer, vergiss das nicht.

- Man kann Glück haben öfters eine Gratis-Ladesäule oder Strom aus der eigenen PV-Anlage ohne größere Umstände nutzen zu können. Ggf. reduziert sich dadurch sogar die nötige Reichweite, was auch die Anschaffungskosten tendenziell reduziert.

- Du musst die Kostenfrage über das Autoleben stellen! Z. B. hinsichtl. Wartung. jennss hatte mal einen Artikel dazu geschrieben. E-Autos sind da tendenziell billiger (ohne Akku-Zellwechsel). Denke auch an teure Zahnriemenwechsel. Und auch div. VAG-Motoren sind nicht wirkl. haltbar... D.h. je nach dem investiert man dann eben die ZR-Wechsel-Kosten in teilw. Erneuerung des Akkus oder einen wiederaufgefrischten Akku.

Je nach dem kann es eben längerfristig sinnvoll sein mehr Geld bei der Anschaffung auszugeben (z. B. für den "E-Auto-Aufschlag").

- Anhängelast ist so ein Thema, das ist richtig, siehe auch z. B. in meinem Blog https://www.motor-talk.de/.../...r-so-langsam-wird-s-was-t6763711.html

- Im Schnitt 150EUR/Jahr Wartungskosten?! Dann hast du aber selber Hand angelegt (oder gute und günstige Bekannte) oder am falschen Ende gespart, aber Glück gehabt.

 

Im übrigen gab's heute auf Heise einen guten Kommentar zu dem Thema: https://www.heise.de/autos/artikel/Was-kostet-ein-E-Auto-4648432.html

 

notting


01.02.2020 01:38    |    Gravitar

Eine PV-Anlage ist nicht umsonst zu erhalten, sie hält nicht ewig. Viele, die ich kenne haben sie als Investitionsgut erworben und eine Einspeisungsvergütung jenseits von Gut und Böse garantiert bekommen, ansonsten hätten sie diese Kosten nicht auf sich genommen. Dann Defekte und Degradation, Verschattung, Verschmutzung, potentialinduzierte Degradation, Hotspots, defekte Bypass-Dioden. Trotz großzügigster Vergütung, die heute nicht mehr zu erhalten ist, ist eine Amortisierung nicht nur ungewiss sondern teilweise wegen Nachfolgeinvestitionen nicht mehr zu bekommen. Für mein Haus wären, zusätzlich zu verändertem Hausanschluß, Wallbox und Installationsarbeiten ca. 25.000€ in die Hand zu nehmen. Mit einem interessanten Elektrofahrzeug mithin 80.000€. Dann hätte ich noch zusätzlich das schöne Haus im klassizistischem Stil verschandelt. So wird das zumindest bei mir nichts......

 

Bei 350.000km mussten wir bisher 3x den Zahnriemen wechseln, immer so zwischen 300-350€ teuer und damit der größte Brocken in der Wartung, natütlich nicht bei VAG. Einiges tue ich selbst, einen besseren Stundenlohn kann ich fast nicht im Beruf bekommen, Inspektion, Materialkosten 25-60€, 300-400€ gespart, macht 150-200€/h Netto die Stunde. Nen Liter Öl nach Norm gibts im Netz für 3,50€, alle Filter nochmal 20-25€, Bremsen vorne komplett tausche ich mit Markenkomponenten für 110€ Scheiben und Beläge, derzeit gehts auch für 70€ mit mittlerer Qualität gut. Das Alter fordert seinen Tribut.

 

Wenn ich nur die Teilepolitik bei Tesla sehe und wie ich als Privatmann daran komme so fürchte ich, nichts wird günstiger aber einiges teurer. Die Autodoktoren haben da mal als freie Werkstatt auf Umwegen versucht etwas zu bekommen und sind mit viel Auffwand zu horrenden Preisen an Ware gekommen. Ein hinterer Stoßfänger kostet dann soviel wie Wartung über 18 Jahre bei mir, das ich selbst etwas am Fahrzeug mache, wird mir aus Sicherheitsgründen untersagt. Vielleicht richtig aber sicher nicht dazu beitragend, Wartungskosten im Vergleich zum Verbrenner gering(er) zu halten....

 

Ich glaube an ein neues Geschäftsmodell, wo, wie so oft, im Namen der Sicherheit Kasse gemacht wird und Eigeninitiative selbst bei gutem mechanischem und elektrischem Wissen im Keim erstickt wird zum Wohle der Firmenkasse....

 

Gruß

 

Gravitar

 

PS: @notting! Danke für die intetessanten Artikel!


01.02.2020 12:14    |    Alexander67

Ich denke ich hatte in diesem Thema kürzlich geschrieben die Hersteller sollen Multimedia nicht so sehr in das Fahrzeug integrierten und vor allem eine saubere Schnittstelle zu Verfügung stellen.

 

Hier ein weiteres Argument.

https://www.heise.de/.../...rn-droht-der-Produktionsstopp-4649880.html

 

Natürlich hilft das nicht wenn der fest verbaute Notruf angegriffen wird. Oder das Antennen-System.

 

Aber Patentstreit zw. Google und Apple und.... oder unter dem Chip-Herstellern oder.... der auf den Schultern der Automobilhersteller angegriffen wird. Egal. Multimedia ist nicht integraler Bestandteil des Fahrzeugs.

Das Fahrzeug kann auch ohne Multimedia zum Autohaus und die bauen ein Autoradio ein welches der Kunde separat kauft.


02.02.2020 08:25    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 19:37:19 Uhr:

Level 5 Packen die noch lange nicht, scheitern wird sowas an einem Schupo auf der Kreuzung der wild gestikuliert, oder auf der BAB wenn diese wegen einer Vollsperrung alle rückwärts ausfahren sollen.

Vergiss das Mooresche Gesetz, wie gesagt da gibt es noch ganz andere Hürden.

Das 5G zu Level 4-5 allein nicht taugt glaube ich auch, darauf setzt aber unsere Autoindustrie.

Tesla glaubt wohl Level 5 dieses Jahr zu schaffen.

https://futurezone.at/.../400742658

Zitat:

Noch in diesem Jahr will Tesla eine Version seines Autopiloten vorstellen, die vollständig automatisiertes Fahren (also Level 5) erlaubt. Um dieses Ziel bis Jahresende zu erreichen, benötigt der kalifornische Elektroautohersteller allerdings noch zusätzliche Fachkräfte. Interessenten für einen Platz im Autopilot-Team zeigt Tesla nun auf einer eigenen Webseite, in welchen Bereichen zusätzliche Unterstützung benötigt wird.

Hier noch der Link zu der Tesla Seite.

https://www.tesla.com/de_AT/autopilotAI?redirect=no


02.02.2020 09:45    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Februar 2020 um 08:25:03 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 27. Januar 2020 um 19:37:19 Uhr:

Level 5 Packen die noch lange nicht, scheitern wird sowas an einem Schupo auf der Kreuzung der wild gestikuliert, oder auf der BAB wenn diese wegen einer Vollsperrung alle rückwärts ausfahren sollen.

Vergiss das Mooresche Gesetz, wie gesagt da gibt es noch ganz andere Hürden.

Das 5G zu Level 4-5 allein nicht taugt glaube ich auch, darauf setzt aber unsere Autoindustrie.

Tesla glaubt wohl Level 5 dieses Jahr zu schaffen.

https://futurezone.at/.../400742658

Futurezone ist die Bildzeitung unter den Zukunftsmagazinen.

Zitat:

 

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Februar 2020 um 08:25:03 Uhr:

Zitat:

Noch in diesem Jahr will Tesla eine Version seines Autopiloten vorstellen, die vollständig automatisiertes Fahren (also Level 5) erlaubt. Um dieses Ziel bis Jahresende zu erreichen, benötigt der kalifornische Elektroautohersteller allerdings noch zusätzliche Fachkräfte. Interessenten für einen Platz im Autopilot-Team zeigt Tesla nun auf einer eigenen Webseite, in welchen Bereichen zusätzliche Unterstützung benötigt wird.

Hier noch der Link zu der Tesla Seite.

https://www.tesla.com/de_AT/autopilotAI?redirect=no

Das is höchstens Level 3, bei 5 könntest Du deine Schwiegermutter sonst wohin schicken :D


02.02.2020 10:03    |    Alexander67

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 2. Februar 2020 um 09:45:26 Uhr:

.....

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Februar 2020 um 08:25:03 Uhr:

 

Hier noch der Link zu der Tesla Seite.

https://www.tesla.com/de_AT/autopilotAI?redirect=no

Das is höchstens Level 3, bei 5 könntest Du deine Schwiegermutter sonst wohin schicken :D

Also auf der Tesla Seite lese ich nur immer wieder "full self-driving".

Und das wäre (für mich) wohl Level 5.

Weil mehr als "full" geht ja nicht.

Allerdings habe ich dort nichts vom zeitlichen Rahmen gelesen.

Es kann aber auch sein, dass es da eine Pressemitteilung gab in der darauf eingegangen wurde.


02.02.2020 12:13    |    ballex

"full self driving" ist kein geschützter Begriff für Level 5 - auch Tesla hat nie behauptet Level 5 Autonomie nach SAE (J3016) liefern zu können - das wurde höchstens von Medien wie "futurezone" so behauptet. Mal abgesehen davon, dass das gesetzlich noch nirgends möglich ist. Level 3 ist für die nächsten Jahre realistisch.


02.02.2020 13:32    |    Alexander67

Ich habe den Eindruck, dass Tesla Level 3 eher schon halbwegs erreicht hat.

OK, eine sehr vage Formulierung.

Und Tesla würde das aus Haftungsgründen wohl auch nicht sooo schnell richtig klar sagen.

Aber Fahrer die hinter dem Steuer eines Teslas schlafen und auch der eine oder andere Unfall zeigen wie weit Tesla ist. Noch keine Perfektion, aber doch recht weit.

 

"full self driving" mag kein juristisch geschützter Begriff sein, aber ich finde die Aussage eindeutig.


02.02.2020 14:35    |    ballex

Tesla hat, wie alle anderen bisher zugelassenen Lösungen, Level 2 erreicht (allerdings in der Tat in sehr guter Umsetzung) - Level 3 ist nun der nächste Schritt an dem gearbeitet wird und der dieses Jahr an die Kunden ausgerollt werden soll (entsprechende Hardware im Fahrzeug vorausgesetzt). Um es wieder etwas aufs Thema zurückzubringen: Auch VW ist da dran...aber es ist nicht so einfach wie man es sich evtl. vorgestellt hat. Der Schritt von Level 2 zu 3 ist wohl der entscheidendere als der von 4 zu 5 - auch weil bei Level 3 der Fahrer erstmals zumindest temporär von der Haftung entbunden wird.

 

Schlafen geht übrigens nicht mehr, weil durch diverse UN-Regularien, die auch in der EU gelten, die Limitdauer bis zur nächsten Lenkradbewegung auf 15 Sekunden runtergesetzt wurde. Reagiert man danach nicht kommen zuerst Warntöne, danach wird das Auto langsam bis zum Stillstand abgebremst und die Warnblinker schalten sich ein.


02.02.2020 15:12    |    Alexander67

Zitat:

@ballex schrieb am 2. Februar 2020 um 14:35:26 Uhr:

.....

 

Schlafen geht übrigens nicht mehr, weil durch diverse UN-Regularien, die auch in der EU gelten, die Limitdauer bis zur nächsten Lenkradbewegung auf 15 Sekunden runtergesetzt wurde. Reagiert man danach nicht kommen zuerst Warntöne, danach wird das Auto langsam bis zum Stillstand abgebremst und die Warnblinker schalten sich ein.

Gut, dann warte ich auf die erste Lösung um per Seil und Feder Lenkbewegungen vorzutäuschen.

;-)

 

Und klar, natürlich arbeiten "alle" an Lösungen.


02.02.2020 16:09    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Alexander67 schrieb am 2. Februar 2020 um 15:12:39 Uhr:

..Gut, dann warte ich...

Geht mit ner Wasserflasche, bleibt trotzdem in Deiner Verantwortung.


02.02.2020 23:15    |    jennss

Bei BMW denkt man ähnlich:

https://www.elektroauto-news.net/.../

 

Zitat:

BMW: „Wer die Zukunft aktiv gestaltet, sichert sich entscheidenden Wettbewerbsvorsprung“

BMW will aber auch Wasserstoffantriebe voranbringen.

j.


03.02.2020 21:51    |    Alexander67

Noch etwas von einer nicht ganz neutralen Seite zum Tesla Autopiloten.

 

 

https://teslamag.de/.../...la-computer-video-mitarbeiter-gesucht-26754


06.02.2020 01:43    |    futuro04

Ich halte Hrn. Diess Einschätzungen für absolut zutreffend und seine Strategie deshalb für völlig richtig.

Wer mal ein BEV (Akku E-Auto) über längere Zeit gefahren ist, will nicht mehr zurück in die brummenden Gängeruckelkisten, ausser sie haben wie z.B. der i8 einen E-Motor als (gewaltig wirkende) Schubhilfe.

 

Zudem sollte man sich hinsichtlich Brennstoffzelle (Wasserstoff) und PtL (Liquid Fuels) keine Illusionen machen und glauben, das seien die "Wunderwaffen", auf die man warten sollte. Wissen ist besser als Glauben und darum verlinke ich hier mal die neuste Deutsche Studie, welche die erwähnten Alternativ-Antriebe vergleicht:

 

https://www.agora-verkehrswende.de/.../...trieben_Kraftstoffen_WEB.pdf

 

Kurz gesagt ist das BEV (Akku E-Auto) in Bezug auf Power to Wheel allen anderen Antrieben weit überlegen.

Zudem ist die Herstellung von Wasserstoff enorm energiefressend und bei den Liquids ist es noch schlimmer.

Den Strom direkt in eine Batterie zu speisen ist nicht nur am effizientesten sondern zudem überall und jedem möglich, auch in den abgelegensten Gebieten, wo niemand eine enorm teure Wasserstoff-Tankstelle hinstellen würde.

 

Es ist nun Zeit richtig hinzusehen und die unzähligen Vorteile von Akku E-Autos gegenüber sämtlichen Alternativen nicht länger auszublenden. Alleine der Energie-Preis für 100km, (bei meinem i3 = 1.50 Fr. bzw. 1.75 Euro) sind für mich Grund genug, den Entscheid für den Umstieg nicht im Geringsten zu bereuen. Es ist einer der besten Entscheide den ich je getroffen habe.


06.02.2020 14:45    |    Gravitar

Freut mich, dass du so einen niedrigen Energiepreis hast, für die meisten anderen dürfte dieses Argument völlig irrelevant sein, die sind nämlich schon froh, wenn sie ihren Strom nicht noch durch Lademanagement oder -begrenzung völlig überhöht beziehen müssen und zum Marktpreis von 30-31Cent/kwh erhalten. Bei ungünstigen Konstellationen zahlt man also auch schon mal erheblich mehr. Ich bezahle ohne Einrechnen von Wallbox in den Strompreis derzeit 29,7Cent/kwh und rechne mit 22-25kwh/100km. Mit 1,75Fr ist die überwiegende Mehrzahl von Nutzern etwa 20km mobil, man kann das hier wohl nicht als Vorteil nennen. Wenn mein Onkel Scheich ist schreibe ich ja auch nicht hier rein, das der Liter Sprit oft umsonst und meist für 10Cent zu bekommen ist.....

 

Gruß

 

Gravitar


06.02.2020 16:05    |    Dr. Shiwago

Zitat:

Ich hatte vor kurzem im Morgenmagazin der ARD/ZDF eine Sendung aus Japan gesehen.Da ist der Akku ein alter Hut.Da wird konsequent auf die Brennstoffzelle gesetzt.Da hat z.B. fast jedes Haus eine eigene BSZ und damit wird geheizt und der Stromverbrauch geregelt.Jetzt werden neue Busse mit BSZ für die olympischen Spiele in Tokio gebaut.LKWs werden mit BSZ ausgerüstet und Toyota hat längst Autos mit dieser Technik im Programm.

Wasserstoff und Brennstoffzelle werden gerade intensiv von Lobbyisten gehypt. Dahinter stecken die mächtigen Tankstellenkonzerne die ihre Existenzgrundlage bei einer Elektrifizierung des Automobils davon schwimmen sehen. Vermutlich wurde der Beitrag im Moma auch von den Lobbyisten untergebracht.

Übrigens setzt auch Toyota neuerdings auf rein batterieelektrische Fahrzeuge.


06.02.2020 19:20    |    notting

Zitat:

@Dr. Shiwago schrieb am 6. Februar 2020 um 16:05:53 Uhr:

Wasserstoff und Brennstoffzelle werden gerade intensiv von Lobbyisten gehypt. Dahinter stecken die mächtigen Tankstellenkonzerne die ihre Existenzgrundlage bei einer Elektrifizierung des Automobils davon schwimmen sehen. Vermutlich wurde der Beitrag im Moma auch von den Lobbyisten untergebracht.

Übrigens setzt auch Toyota neuerdings auf rein batterieelektrische Fahrzeuge.

IIRC investieren insb. Shell und Total auch in den E-Ladesäulen-Bereich.

 

notting


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