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20.03.2020 12:08    |    notting    |    Kommentare (30)    |   Stichworte: Ionity, Ladeinfrastruktur, Ladekosten

Logo Wieder sinnfreie Aufregung wegen IonityLogo Wieder sinnfreie Aufregung wegen Ionity

Hallo!

 

Seit Ende Januar verlangt Ionity nun 0,79EUR/kWh im ich nenne es mal Gästetarif, siehe auch https://www.motor-talk.de/.../...rekord-preisentwicklung-t6781571.html

Get Charge hat Ionity deswegen recht zügig von der Liste der bevorzugten Ladesäulen-Betreiber gestrichen, was aktuell 0,89EUR/kWh bedeutet. Ab 2.4.2020 kann man nun EnBW-Ladekarten nicht mehr bei Ionity nutzen:

https://www.heise.de/.../...W-Ladesaeulenstreit-eskaliert-4686522.html

https://www.electrive.net/.../

Und schon wieder ist die Aufregung groß. Selbst der Heise-Artikel unterschlägt wichtige Tatsachen. Warum ich das mit dem hohen Ionity-Gästetarif garnicht so schlimm finde, möchte nun erklären.

Nun, 0,79EUR/kWh hören sich heftig an. Aber schauen wir uns mal z. B. Get Charge an, was recht beliebt zu sein scheint. Die verlangen an quasi allen AC(!)-Ladesäulen bei uns im Stadtgebiet 0,89EUR/kWh. D.h. noch mehr als Ionity, die an allen Ladesäulen ein mehrfaches an Ladeleistung haben. Quasi alle Ladesäulen bei uns im Stadtgebiet werden von zwei verschiedenen aber beide bei Get Charge als nicht bevorzugte Anbieter gelistete Firmen betrieben. Diese kWh-Preise sind schon seit der Umstellung von der Telekom-Ladekarte mit Minuten-Tarif so. Hat das irgendjemanden interessiert? Nein! Man muss halt die Alternativen und sein Nutzungsprofil kennen.

So sehe ich das auch bzgl. Ionity.

Es ist im Grunde wie bei den Handy-Tarifen: Es gibt Tarife ohne Grundgebühr aber mit hohe Nutzungsgebühr für Gelegenheitsnutzer. Man kann aber auch gegen höhere Grundgebühr niedrigere Nutzungsgebühren bekommen. Und es gibt Konkurrenz.

Aber zunächst einmal muss man sich vor Augen halten, dass viele E-Autos inkl. div. teurere Modelle die erst dieses oder gar nächstes Jahr auf den Markt kommen bzw. vernünftig verfügbar sind mit "nur" mit <=150kW laden können. Dazu gehören z. B. auch der Polestar 2 (Hersteller nicht bei Ionity dabei) und der Ford Mustang Mach-E (Hersteller bei Ionity dabei).

 

Wenn ich mir auf Goingelectric.de die Autobahn hier in der Nähe anschauen, hat man wenn ich die <=50kW-Ladesäulen weglasse auf 120km relativ gut verteilt immer sehr direkt an der Autobahn:

- Allego mit mehreren 320- und 160kW-Ladesäulen, allerdings mit 920V. D.h. bei BEVs mit ca. 400V wird die Leistung aufgrund der Strombegrenzung weil sonst das Kabel schmilzt nur ca. halb so hoch ausfallen.

- EnBW mit 1x 150kW (vermutlich aufgrund des Stromanschlusses begrenzt bzw. der genannte Wert scheint auch bei 400V ausreizbar zu sein) und 1x 150kW mit aber nur 200A bzw. mit 400V kann nur ca. die halbe Leistung davon verwendet werden.

- Ein Ort mit Ionity mit 4x (pro Fahrtrichtung) 350kW-Säulen (wo 400V-BEVs eben auch nur mit 175kW laden können).

- Kleines Stück von o.g. Ionity-Standort entfernt Fastned mit 3x 175kW (bei ca. 400V).

 

Dazu innerorts (aber ähnl. wie bei Rasthöfen recht nahe an der Autobahn, beide allerdings recht nahe zusammen):

- Virta mit 2x 100kW (400V).

- 1x EnBW mit 150kW (400V).

 

Ich gehe davon aus, dass auch abseits von Ionity noch viele >=100kW-Säulen aufgestellt werden bzw. entspr. aufgerüstet wird.

 

Nun stellen wir uns die Frage: Wie sind denn an diesen Ladesäulen die Tarife?

 

Zunächst Tarife ohne Grundgebühr, vorrangig die Tarife der Ladesäulen-Anbieter selbst:

- Virta: 0,39EUR/kWh ohne Anmeldung z. B. wenn man über deren Webseite mit Kreditkarte zahlt (wobei dann mind. 0,50EUR/kWh berechnet werden, d.h. man sollte mind. 2kWh laden damit man über den Mindestbetrag kommt, was aber kein Problem sein sollte).

- Allego: An 50kW-Allego-Säulen habe ich über Intercharge (also ohne Anmeldung) einen Pauschal-Tarif mit 8,40EUR gefunden. Z. B. Get Charge verlangt bei allen bevorzugten Ladesäulen-Betreibern (wo Allego dazugehört) bei DC 0,39EUR/kWh.

- EnBW: 0,49EUR/kWh.

- Fastned: 0,59EUR/kWh ohne Anmeldung. Über Get Charge 0,39EUR/kWh weil bevorzugter Anbieter.

- Ionity: 0,79EUR/kWh ohne Anmeldung. Ausnahme: So wie ich https://www.youtube.com/watch?v=CRIKZUHd5Vw&t=917s verstehe, können alle ID.3 die mit >100kW laden können (also nicht 100 und 50kW) ohne Grundgebühr für 0,55EUR/kWh bei Ionity laden.

 

Dazu kommt noch z. B. Maingau Energie. Die führen zum 1.4. einen Business-Tarif ein, der ohne Gas-/Stromvertrag bei denen 0,49EUR/kWh statt 0,35EUR/kWh kostet. Der Tarif mit Gas-/Stromvertrag bzw. die Aufschläge im Ausland sind gleich. Aktuell ist Ionity dort auch aufgeführt.

 

Ggf. können aber Tarife mit Grundgebühr Sinn machen:

 

Hersteller-/fahrzeugspez. Tarife:

- Porsche-Fahrzeuge inkl. Ionity: 179EUR/Jahr um für 0,33EUR/kWh laden zu können (der Rest des Tarifs ist IMHO uninteressant wegen kWh+min-Gebühr).

- Audi-Fahrzeuge inkl. Ionity: 17,95EUR/Monat um für 0,31EUR/kWh laden zu können. An anderen Ladesäulen Pauschal-Tarife pro Ladevorgang.

- VW ID.3 inkl. Ionity: Lt. https://www.youtube.com/watch?v=CRIKZUHd5Vw&t=917s für <10EUR Grundgebühr (pro Monat oder pro Jahr?!) 0,30EUR/kWh.

 

Andere Tarife mit Grundgebühr:

- Plugsurfing Plus inkl. Ionity: Bei diesem recht neuen Tarif wird dafür geworben, dass auch Ionity-Säulen zum angegebenen Tarif nutzbar sind. 19,99EUR/Monat und an allen unterstützten Ladesäulen 0,34EUR/kWh. Nachteil: Selbst über die Plugsurfing-Karte ohne Grundgebühr sind manche Ladesäulen insb. mit weniger Ladeleistung billiger, da <0,34EUR/kWh und sonst nichts dazukommt.

- Fastned: 11,99EUR/Monat plus 0,35EUR/kWh. Von Roaming steht dort nichts. Recht wenige Standorte in D. Nur sehr bedingt interessant, solange man z. B. über Get Charge ohne Grundgebühr für 0,39EUR/kWh dort DC-laden kann.

EDIT

- EnBW: U.a. als Strom-/Gaskunde, ADAC-Mitglied oder auf jeden Fall wenn man 4,99EUR/Monat zahlt (erste 3 Monate gratis) 0,39EUR/kWh.

 

Man sieht z. B., dass der Porsche-Tarif nur Sinn macht, wenn man sonst mind. 390kWh/Jahr über den Ionity-Gästetarif lädt. Und selbst wenn Ionity-Ladesäulen nur noch über den teuren Gästetarif oder einen Tarif mit Grundgebühr der an den Fahrzeug-Hersteller gekoppelt ist nutzen kann, hat man noch viele Alternativen, insb. wenn man ohnehin nur mit max. 150kW laden kann.

Einfach mal informieren, was abseits der Ionity-Welt geboten wird!

 

An sich muss man die Gesamtkosten inkl. Kauf eines BEV das alle Anforderungen die man an es stellt betrachten. Wenn man eben z. B. unbedingt Ionity-Säulen oft nutzen will, kann es sein, dass man aufgrund der Wahl des BEV unterm Strich günstiger fährt. Wobei ich mir noch nicht so ganz sicher bin, ob sich die Preisverhältnisse schon einigermaßen eingeschwungen haben.

Dazu kommt ggf. die Frage, ob es Sinn macht den Haushaltsstrom-/-Gasanbieter zu wechseln (zu einem Anbieter der oft nicht zu den günstigsten gehört) nur weil er einen günstigen Ladesäulen-Tarif hat. Bzw. wenn man wegen dem Ladesäulen-Tarif den Haushaltsstrom-/-Gasanbieter wechselt, sollte man eher kürzere Mindestvertragslaufzeiten bzw. Kündigungsfristen wählen, da eine Preiserhöhung des Ladetarifs i.d.R. kein Sonderkündigungsrecht beim Haushaltsstrom/-gas bedeutet. Kürzere Mindestvertragslaufzeiten bzw. Kündigungsfrist bedeuten aber wiederum höhere Kosten.

 

PS: Habe subjektiv den Eindruck, dass bei sowas genau diejenigen am lautesten schreien, die am meisten damit angegebenen haben, dass sie auf Strom achso billig fahren. Denn ich denke auch, dass unabh. von Ionity div. aktuell noch sehr günstige Anbieter ihre Preise erhöhen müssen. Damit meine ich neben Maingau Energie auch div. Stadtwerke die in ihrem Bereich sehr günstige Ladetarife anbieten.

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20.03.2020 18:06    |    hd311

Wenn ich rechne:

unser Cabrio Benziner mit 11 Ltr./100km = 16,5€ / 100km

unser i3 16kWh/100km = 0,96 € / 100km am Hausanschluss

Nachbar Jaguar iPace 40kWh/100km = 31,6€ /100km an Ionity Säule

 

dann ist es einfach so: wer sehr zügig unterwegs sein will, darf dafür zahlen ...


20.03.2020 18:15    |    Grasoman

Eine durchaus stimmige, sachliche Analyse von notting, finde ich.

 

Und im Gegensatz zu Tesla, das jetzt ja auch auf CCS wechselt (bei Supercharger V2 parallel, bei Supercharger V3 nur noch CCS), aber sich weiter aus der Ladesäulenverordnung rausschummelt, und für sein Brandenburger Werk gute Subventionen kassiert, ist ionity - wenn auch zum Gästetarif - wenigstens für jeden mit CCS am Auto nutzbar. Diese Freiheit gestattet einem das Tesla Supercharger Netz (bisher) nicht.

 

Das Argument, das aber andere bringen, gerade die Model S/X (mit CCS-Adapter) oder Model 3 Fahrer: ionity (und andere DC-Ladeanbieter auch) haben für diese DC-Ladeinfrastruktur eine Menge staatliche Subventionen bekommen. Bis zu 75% auf die Transformatoren und 50% auf die Ladesäulen. Dort haben sie quasi unser Steuergeld eingesetzt. Es wäre schäbig, dann die Preise so zu setzen, dass der Ladestromverkauf schnell Gewinne abwirft, die dann privatisiert werden.


20.03.2020 18:27    |    notting

Zitat:

@hd311 schrieb am 20. März 2020 um 18:06:48 Uhr:

Wenn ich rechne:

unser Cabrio Benziner mit 11 Ltr./100km = 16,5€ / 100km

unser i3 16kWh/100km = 0,96 € / 100km am Hausanschluss

Nachbar Jaguar iPace 40kWh/100km = 31,6€ /100km an Ionity Säule

 

dann ist es einfach so: wer sehr zügig unterwegs sein will, darf dafür zahlen ...

Nun, der i-Pace schafft selbst mit Update nur etwas mehr als 100kW Ladeleistung und das auch nur kurz: https://insideevs.com/.../

D.h. selbst die von mir genannte 100kW-Säule hätte den Ladevorgang nicht nennenswert verzögert. Bzw. die Ladeleistung von Ionity kann dieses Fahrzeug einfach nicht ansatzweise ausreizen.

 

notting


20.03.2020 18:28    |    notting

Zitat:

@Grasoman schrieb am 20. März 2020 um 18:15:56 Uhr:

Eine durchaus stimmige, sachliche Analyse von notting, finde ich.

[...]

Danke, auch für den Rest deines Postings.

 

notting


20.03.2020 18:49    |    Grasoman

Was ich übrigens noch erwarte:

Bei ionity können ja auch noch andere Hersteller einsteigen, z.B. die Hyundai Motor Group mit ihren Marken Hyundai und Kia hat das schon getan. Dann zahlen die bisschen was in den Pott ein, und könnten ihren Kunden auch bisschen günstigere Tarife geben. Keine Ahnung, ob sie das beim Kona, ioniq, e-Niro, e-Soul schon so machen.

 

Wenn dann noch Tesla einsteigt für seine Autos, Tata für die Jaguars, PSA für seine Peugeot, Citroen, Opels und Co, Renault für seine Zoe mit CCS, und so weiter und so fort, und alle anteilig am geplanten Bestand/Absatz in DE was einzahlen, dann haben die wieder mächtig Geld in der Kasse und können relativ kurzfristig schon mal alle gebauten ionity-Ladeparks mit 2-3x so vielen Säulen bestücken und ggf. auch die Preise noch bisschen senken.


20.03.2020 18:59    |    Grasoman

"Man sieht z. B., dass der Porsche-Tarif nur Sinn macht, wenn man sonst mind. 390kWh/Jahr über den Ionity-Gästetarif lädt."

 

5x im Jahr einen Taycan mit der 93,4 kW Batterie zu 80% Laden, dann sind diese 390 kWh ja schon zusammen. Also das geht flott mit den großen Akkus, und noch flotter bei 200-270 kW Ladeleistung. :-)

 

Was sich ionity auch überlegen sollte: mehr von den 150 kW Säulen (400V, 400-500A) und doch weniger von den 350 kW (800V, 400-500A) - Säulen, aber das dann immer noch ohne Powersharing realisiert. Dann hat man aus einer 350 kW Säule schon wieder 2x 175 kW gemacht und kann wieder mehr Autos gleichzeitig aufladen.

 

Sie würden die Säulen dann einfach gut kennzeichnen und die 400V-Autos sollen halt eher an die 400V Säulen (von denen es dann aber mehr gibt) und die 800V Autos an die 800V-Säulen.

 

Wenn ionity also wollen würde, dann wäre schon noch viel Potenzial drin, da so einiges weiter zu verbessern und noch mehr auszubauen.


20.03.2020 21:43    |    Gliese581

Ihr habt Probleme, lächerlich...


23.03.2020 17:07    |    vozidlo

Da sieht man wieder einmal dass elektrisch fahren bei weitem nicht so billig bei der Energie ist, wie immer kolportiert.


23.03.2020 17:38    |    Grasoman

Das ist sehr stark vom Land abhängig. Deutschland hat andere Vorausstzungen (Strompreise mit ihren Schwankungen, Kraftstoffpreise mit ihren Schwankungen, Regularien) als Norwegen und das wieder als die Schweiz oder Österreich. In etlichen Fällen kann elektrisches Fahren (auch in Deutschland) auch wirklich saubillig sein, und noch sauber zB. bei Energie aus Photovoltaik, wo die Fahrzeuge selbst dann den Sonnenstrom abnehmen, wenn kein anderer den haben will. Oder auch für "normale" Stromlieferverträge für Industriekunden, die so bei 8 ct/kWh netto rauskommen. Oder sogar nur nach Anschlussleistung berechnet werden.

 

Und dann gibt es eben die Anbietervielfalt (gerade an den Fernstrecken-Schnellladelösungen für Pkw), deren Tarifvielfalt und immer dann wenn die klassische Automobilindustrie (wie bei ionity) Stellschrauben behält, um die Ausbreitung der Batterie-Elektromobilität zu bremsen, dann wird sie die häufig auch nutzen. Man sollte nicht die Frösche fragen, wenn man einen Sumpf trockenlegen will. Sonst hat man bei anderen Infrastruktur-Projekten immer Netzneutralität gefordert, hier hingegen gibt es eine Interessenvermischung von den Fahrzeugherstellern, die in ionity vereint sind und dem Ladenetzbetreiber ionity an sich.

 

Wichtig ist eigentlich: es gibt da keine so einfachen Wahrheiten. Elektrisch fahren kann richtig billig sein, und es kann fallweise auch richtig teuer sein. Früher war es mit mobil telefonieren das gleiche (eine Dienstleistung mit breit streuenden Preisen), bis da die EU Maximalgrenzen gesetzt hat und diese immer weiter abgesenkt hat. Das kann bei Auto-Ladestrom auch noch passieren.


23.03.2020 18:00    |    notting

Zitat:

@Grasoman schrieb am 23. März 2020 um 17:38:48 Uhr:

[...]

Wichtig ist eigentlich: es gibt da keine so einfachen Wahrheiten. Elektrisch fahren kann richtig billig sein, und es kann fallweise auch richtig teuer sein. Früher war es mit mobil telefonieren das gleiche (eine Dienstleistung mit breit streuenden Preisen), bis da die EU Maximalgrenzen gesetzt hat und diese immer weiter abgesenkt hat. Das kann bei Auto-Ladestrom auch noch passieren.

Auch wenn ich dir größtenteils zustimme: Die EU hätte genauso gut vor vielen Jahren die Spritpreise begrenzen können, die Möglichkeit schaffen dass man für sein einheimisches Kfz eine ausl. Kfz-Versicherung abschließen darf etc. Da die EU-Parlamentarier aber offenbar davon nix mitbekommen aber von ihrer Roaming-Rechnung im Auslandsurlaub...

 

notting


25.03.2020 10:28    |    OO--II--OO

Zitat:

@hd311 schrieb am 20. März 2020 um 18:06:48 Uhr:

Wenn ich rechne:

unser Cabrio Benziner mit 11 Ltr./100km = 16,5€ / 100km

unser i3 16kWh/100km = 0,96 € / 100km am Hausanschluss

Nachbar Jaguar iPace 40kWh/100km = 31,6€ /100km an Ionity Säule

16 kWh für 96 ct ? :confused:

= 6 ct/kWh ? :confused:

. . . also so'n Stromtarif hätt' ich auch gern ! Was für'nen (gesponsorten ?) Tarif haste da ?

Ich hab eher 30 ct . . . x16 wären's dann 4,80 €/100 km . . . wenn ich denn ein E-Auto hätt' ;-)

 

(bis dahin fahr ich eben noch solang meinen 30 Jahre alten Benziner mit 9,xx €/100 km. Der erfordert wenigstens keine Neuinvestition ;-) )


25.03.2020 12:12    |    Grasoman

Manche Leute schreiben hier aus anderen Staaten (wie Norwegen) und rechnen das um.

Hier mal für Europa, da geht's von 6 ct/kWh (Osteuropa) bis >30ct/kWh (Deutschland).

https://ec.europa.eu/.../...bjahr_2019_%28in_EUR_je_kWh%29_FP19-DE.png

 

Oder sie rechnen mit Industriestromtarifen ab und dann ggf. noch netto. Da kommt man dann schon in die Richtung 6-12 ct/kWh.

 

Oder sie haben als Privatkunden in ihrem Gebiet einen Nachtstromtarif mit Zweitarifzähler. Da geht es hier in Deutschland schon mal von so ~30 ct auf ~20 ct/kWh runter.


26.03.2020 18:49    |    FocusAG

89 Cent pro Kilowattstunde, das sind richtige Booster für die Elektromobilität. Teurer als Benzin oder Diesel.


26.03.2020 18:54    |    notting

Zitat:

@FocusAG schrieb am 26. März 2020 um 18:49:44 Uhr:

89 Cent pro Kilowattstunde, das sind richtige Booster für die Elektromobilität. Teurer als Benzin oder Diesel.

Wie gesagt, z. T. gibt's sogar noch min-Tarife (sowohl mit einer Newmotion- als auch Plugsurfing-Karte wirst du in meiner Stadt mit im wesentl. 2 Ladesäulenbetreibern mit 50%iger Wahrscheinlichkeit sowas erwischen) und bei Porsche wird sogar trotz Grundgebühr abseits von Ionity nach kWh _und_ min gleichzeitig abgerechnet...

Andererseits: Wenn du über den Audi-Tarif nicht bei Ionity lädst, zahlst du mind. ca. 8EUR egal ob 1 oder 100kWh...

 

notting


28.03.2020 16:52    |    Superbernie1966

Zitat:

@hd311 schrieb am 20. März 2020 um 18:06:48 Uhr:

Wenn ich rechne:

unser Cabrio Benziner mit 11 Ltr./100km = 16,5€ / 100km

unser i3 16kWh/100km = 0,96 € / 100km am Hausanschluss

Nachbar Jaguar iPace 40kWh/100km = 31,6€ /100km an Ionity Säule

 

dann ist es einfach so: wer sehr zügig unterwegs sein will, darf dafür zahlen ...

Da ist ein Rechenfehler drin. Der i3 fährt nicht für 1 Euro 100km weit

 

Mein Strom kostet mich zuhause 32 Cent pro kwh

 

16kwh sind etwa 5 Euro

 

bei 22kwh/100km sind wir bei 7 Euro. Das ist mehr als halb so viel wie der Sprit für meinen S4 4,2 V8 quattro tiptronic kostet. 10,5 Liter@1,25Euro


29.03.2020 21:39    |    Sp3kul4tiuS

+ Ladeverluste


30.03.2020 12:03    |    MannyD

Wenn ich mir die interessante Auflistung von notting durchlese, wird mir schlagartig klar, warum sich die E-Mobilität so langsam entwickelt. Sie scheint immer noch für Freaks gemacht, denen das "Laden" als spannendes Abenteuer willkommen ist. Vollkommen vergessen wird der "Normalo", der einfach "Tanken" will, wie er es von Benziner her kennt.

 

Manny


30.03.2020 15:04    |    JürgenS60D5

na-ja.... der "typische" E-Auto-Fahrer hat seine 2-3 Ladekarten und kommt damit zurecht. Das ist nicht komplizierter als die 4 Tankkarten, die ich selber habe....

 

Aber, beim E-Auto diskutieren wir ja immer gerne die Annahme, dass jeder täglich mindestens 1400km fährt und immer mit mindestens 950kw laden muss.

 

Aber, richtig ist auch, ein gemeinsames "Basis-Zahlungsmittel", wie per EC - neben der spezifischen Karte- wäre schon nicht schlecht.


30.03.2020 19:46    |    notting

Zitat:

@MannyD schrieb am 30. März 2020 um 12:03:46 Uhr:

Wenn ich mir die interessante Auflistung von notting durchlese, wird mir schlagartig klar, warum sich die E-Mobilität so langsam entwickelt. Sie scheint immer noch für Freaks gemacht, denen das "Laden" als spannendes Abenteuer willkommen ist. Vollkommen vergessen wird der "Normalo", der einfach "Tanken" will, wie er es von Benziner her kennt.

... wo man an den Preisvergleich-Seiten hängt...

Kenne auch ein kleine Tankstellenkette, wo man abseits der Shop-Seiten nur mit Kundenkarte (nicht girocard/KK) zahlen kann. Und auch die Tankstellen, die 24/7 Automaten-Tankstellen sind und dafür girocard/KK nehmen.

 

notting


30.03.2020 20:19    |    OO--II--OO

Gibt's denn überhaupt Stromtankstellen mit Bargeld-Zahlung ?

(ich als Bargeld-Fan hab nämlich bis heut' noch keine Zahlkarte/Plastik-Geld. Aber ok, hab ja auch noch kein E-Auto...)

 

Und wann erscheinen mal klar erkennbare Strompreise bei "clever-tanken" + Co. ?

(denn sonst ist das doch alles sehr dubios/nebulös/kWh (bzw. Katze) im Sack . . . wenn die einen (in D) mit 30 ct rechnen, und die anderen mit 80 ct (entspräche einer Spanne beim Benzinpreis von 60-160 ct, das wäre ja gewaltig ! Na wo würd ich da wohl tanken ?) . . . oder ist die Verschleierungstaktik für nicht-daheim-Tanker etwa Absicht ?)


30.03.2020 20:33    |    notting

Zitat:

@OO--II--OO schrieb am 30. März 2020 um 20:19:29 Uhr:

Gibt's überhaupt Stromtankstellen mit Bargeld-Zahlung ?

(ich als Bargeld-Fan hab nämlich bis heut' noch keine Zahlkarte. Aber ok, hab ja auch noch kein E-Auto...)

Hm, auch die Gratis-Ladesäulen nehmen kein Bargeld ;-)

Das Problem ist, dass die Beträge eher gering sind wenn man nicht länger steht bzw. der Akku nicht zieml. leer ist. Meine mal von Ladesäulen der VW-Händler gehört zu haben (die nur während deren Öffnungszeiten nutzbar sind), dass die auch Bargeld akzeptieren.

 

Zitat:

Und wann erscheinen mal klar erkennbare Strompreise bei "clever-tanken" + Co. ?

(denn sonst ist das doch alles sehr dubios/nebulös/kWh bzw. Katze im Sack . . . wenn die einen (in D) mit 30 ct rechnen, und die anderen mit 80 ct (entspräche einer Spanne beim Benzinpreis von 60-160 ct, das wäre ja gewaltig !) . . . oder ist die Verschleierungstaktik für nicht-daheim-Tanker etwa Absicht ?)

https://www.chargeprice.app/

Bzw. https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ ist auch eine schöne Übersicht, aber leider meist ohne aktuelle Preise.

 

Für das "Stammrevier" würde ich eh so anfangen:

1. Schauen wo passende Ladesäulen sind und wo du gerne öfters laden würdest (welche Ladesäulenbetreiber). Da ist z. B. die Sache mit Typ2 vs. CCS und auch dass die Ladesäule nicht soviel Leistung liefern kann wie das Auto nehmen könnte oder umgekehrt (schwächstes Glied in der Kette...).

2. Dann schauen welche Ladekarten dort unterstützt werden und was es kostet. Einerseits mal beim lokalen Stromversorgung von dir schauen und auch was dein E-Auto-Hersteller anbietet. Andererseits eben bei der Suche von Goingelectric/Chargeprice schauen welche beliebteren Ladekarten von der Säule unterstützt werden (die beliebteste ist nicht in allen Situationen eher günstig).

3. Div. Rechnerei :-)

 

notting


30.03.2020 22:51    |    OO--II--OO

Sooo, hab da jetzt mal bissl rumprobiert mit paar Routen/Zielen . . . aber nee nee nee, das is echt noch nix für mich . . . da wo du hin willst, kannst nicht laden (oder bist min. 'nen km weg), bzw. da wo du laden könntest, willst nicht hin (bist ja min. 'nen km vom eigentlichen Ziel weg) . . . ok, Klapprad für'n Kofferraum hätt ich zwar . . . oder brauch ich dann so'n E-Roller im Kofferraum für die letzte Meile dann auch noch ? Nur blöd, wenn's dann regnet . . . aber warum umständlich, wenn's (herkömmlich) soo viel einfacher geht ?

 

Dann gibt's Tarife von 20-172 ct :eek: an der gleiche Säule (hab mal spaßhalber in meiner Nähe geguggt, ich selbst könnt ja über Nacht zu Hause laden) . . . boah ey, neee, das ist mir echt noch zu stressig ---> da fällt's mir wirklich sehr leicht, das noch ü 10 Jahre abzuwarten . . . dann gibt's vielleicht auch bezahlbare Gebraucht-E-Autos ;-)

Da ist momentan noch seeeeeeeeehr viel Luft nach oben für etliche Verbesserungen/Erleichterungen/Transparenz !

Solang können das gerne andere für mich ausprobieren bzw. perfektionieren, ich muß da echt nicht das Versuchskarnickel spielen . . . is momentan wohl wirklich nur was für wirkliche "E-Freaks"/Fans (wie oben schon erwähnt).

Aber vielleicht gibt's für einige Leute Konstellationen, bei denen es wirklich gut paßt (täglich die gleiche Strecke z.B.), nur für mich paßt's bis jetzt so üüüüberhaupt nicht.


01.04.2020 16:42    |    CLK_mr1968

Notting, Du kannst es nicht lassen, oder?

Deine sinnfreien E-Auto-Beiträge gehören auf den Datenmüll.

Leute wie MannyD und 00-ii-00 schliessen daraus (unsinniger Weise) dass E-mobilität (noch) nicht geht.

 

1 Millionen Tesla Fahrer weltweit plus die ganzen Leaf/i3/Bolt/eGolf (hab keine Zahlen) sind nicht mehr

nur "Freaks/Fans".

 

Ich fahre seit zwei Jahren problemlos 100% elektrisch, nur Strecken über 600 km können etwas zäh werden,

aber das habe ich nur 1-2 mal im Monat (wie die meisten Autofahrer, wenn überhaupt).

Man muss sich beim "Laden auswärts" etwas vorbereiten, ansonsten ist das überhaupt kein Problem.

Vielfach gibt es sogar noch kostenlose Ladesäulen (Supermärkte, Ikea, usw).

 

Wieviele Porsche (Sportwagen-) Fahrer seht ihr denn eigentlich so auf den Autobahnen (außerhalb ihrer Heimatregion)?

Fast keine, oder? Das wird mit dem Taycan nicht anders sein. Ich wage zu behaupten dass nur eine kleine

Minderheit der Porschefahrer jemals mehr als 500 km am Stück gefahren ist.

Porsche verkauft auch nur grob 40.000 911er im Jahr, das wird beim Taycan nicht anders sein.

-Also was diskutiert ihr hier die Porsche-Ladetarife? Sinnlos.

 

Sowas schreibt doch nur ein Bildzeitungs-Polemiker:

"PS: Habe subjektiv den Eindruck, dass bei sowas genau diejenigen am lautesten schreien,

die am meisten damit angegebenen haben, dass sie auf Strom achso billig fahren."

 

Kein einziger E-Auto Fahrer gibt mit seinen Ladepreisen/Verbrauch an, das ist vollkommen sinnlos.

Man kauft sich noch immer kein E-Auto um damit Geld zu sparen, dafür sind sie (noch) zu teuer.

Fakt ist ich habe mit meinem Tesla etwa 800 Euro weniger "Spritkosten" pro Jahr (25.000 km)

als vorher mit meinem 3.0 Diesel, dabei nutze ich die (für mich) kostenlosen Supercharger nur

1-2x im Monat. Ansonsten verlangt Tesla bei neueren Fahrzeugen auch nur 33 Cent/kWh bis 60 kWh.

- Darüber hinaus hat man weniger Wartungskosten (Öl, Zünkerzen, Bremsen, etc) und keine KfZ Steuer

- .. leben die Autos viel länger (wenig Verschleiß am Motor/Getriebe)

- .. macht es einfach sehr viel Spaß E-Auto zu fahren

 

Nicht die anderen Anbieter werden die Preise erhöhen müssen, man wird auf Dauer Ionity auf die

Finger hauen, denn auch die kaufen den Strom für 6 cent/kWh an der Strombörse.

Wenn Ionity bestimmte Gruppen loswerden will (speziell Model 3 Fahrer munkelt man), müssen sie

das anders machen.

Irgendwann wird es (zwangsläufig) eine Regulierungsbehörde für E-Ladesäulen geben, wenn die

Regierung die E-Mobilität ernst nimmt.

 

Manch einer lädt übrigens sein E-Auto per Photovoltaik oder BHKW auf, dann kann man bei einem

i3 durchaus auf 6 Cent pro kWh kommen. Das bringts aber nur wenn Akku/Verbrauch und Ladestärke

passen, sonst dauert es zu lange.


01.04.2020 17:51    |    notting

Zitat:

@CLK_mr1968 schrieb am 1. April 2020 um 16:42:41 Uhr:

Notting, Du kannst es nicht lassen, oder?

Deine sinnfreien E-Auto-Beiträge gehören auf den Datenmüll.

Leute wie MannyD und 00-ii-00 schliessen daraus (unsinniger Weise) dass E-mobilität (noch) nicht geht.

Offensichtl. hast du meine Antwort darauf noch nicht gelesen. Im übrigen schwanken auch die Spritpreise sehr stark einerseits zwischen auf der Autobahn oder abseits aber auch mit der Tageszeit bzw. Wochentag. Hat da irgendjmd. gesagt, dass Verbrenner fahren (noch) nicht geht?!

 

Zitat:

[...]

Wieviele Porsche (Sportwagen-) Fahrer seht ihr denn eigentlich so auf den Autobahnen (außerhalb ihrer Heimatregion)?

Fast keine, oder? Das wird mit dem Taycan nicht anders sein. Ich wage zu behaupten dass nur eine kleine

Minderheit der Porschefahrer jemals mehr als 500 km am Stück gefahren ist.

Porsche verkauft auch nur grob 40.000 911er im Jahr, das wird beim Taycan nicht anders sein.

-Also was diskutiert ihr hier die Porsche-Ladetarife? Sinnlos.

Du hast also nicht mal den Artikel gelesen, wo ich im Zusammenhang mit dem Porsche-Tarif ausdrückl. gesagt hatte ab wann er sich lohnt und das es günstigere aber etwas langsamere Alternativen gibt.

 

Zitat:

Sowas schreibt doch nur ein Bildzeitungs-Polemiker:

"PS: Habe subjektiv den Eindruck, dass bei sowas genau diejenigen am lautesten schreien,

die am meisten damit angegebenen haben, dass sie auf Strom achso billig fahren."

 

Kein einziger E-Auto Fahrer gibt mit seinen Ladepreisen/Verbrauch an, das ist vollkommen sinnlos.

Dann erkläre mal z. B. folgende Links:

- https://www.motor-talk.de/.../...e-her-nicht-mit-mir-t6313888.html?...

Zitat:

Strom aus der PV-Anlage

Lokal bei EWE/SWB für pauschal 120€/Jahr und egal wie viel ich lade.

Unterwegs nur Supercharger also kostenlos.

- https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?p=1224959#p1224959

Zitat:

ich habe meinen jetzt auch 2 Wochen, derzeit stehen 670km auf der Uhr - bisher komplett kostenlos geladen, danke an IKEA, Lidl & noch 2 weitere gratis-Lademöglichkeiten ;-)

- https://www.heise.de/.../

Zitat:

Strom laden kann man oft kostenlos (z.B. bei Ikea, Aldi, Lidl, McDonalds).

- https://www.heise.de/.../

Zitat:

- kostenloses Laden bei Supermärkten

- https://www.heise.de/.../

Zitat:

Das unterwegs nehme ich eben mit, weil es günstiger ist (kostenlos beim Supermarkt) oder weil das Auto eh da ne Weile steht (Parkhaus) und es auch nicht mehr kostet, als daheim zu laden.

Sehe sowas immer wieder.

 

Zitat:

Man kauft sich noch immer kein E-Auto um damit Geld zu sparen, dafür sind sie (noch) zu teuer.

Gerade deswegen geben wohl einige Leute mit dem kostenlosen Strom an.

 

Zitat:

Nicht die anderen Anbieter werden die Preise erhöhen müssen, man wird auf Dauer Ionity auf die

Finger hauen, denn auch die kaufen den Strom für 6 cent/kWh an der Strombörse.

Da kommen aber eben noch Steuern/Abgaben drauf, die der Endkunde zahlen muss, weswegen man inkl. umgerechneter Grund-/Messstellengebühr bei Haushaltsstrom ohne dass man schon quasi die Wallbox bezahlt hat eher mal Richtung 0,30EUR/kWh zahlt.

 

Ich behalte mir übrigens vor, deine Postings zu löschen wenn wieder sowas wie "Deine sinnfreien E-Auto-Beiträge gehören auf den Datenmüll." kommt bzw. ich dann noch stark den Eindruck habe, dass du insb. den Blog-Artikel nicht gelesen hast.

 

notting


01.04.2020 17:51    |    Grasoman

Ich finde, dieser Beitrag von notting war differenziert, er hatte Zahlen drin und er hat das Rechnen oder Nachschauen der Fernstrecken-Ladetarife bei einigen Leuten angeregt.

 

Jeder muss sich selbst überlegen, wie häufig er an einen ionity-Lader fahren würde. Und jeder hat selbst die Aufgabe, sich zu überlegen, ob und wie er/sie ggf. an günstigeren Strom kommt.

 

ionity hatte eine Kostenhürde an der Backe: sie haben gleich 150 kW-Lader oder 350 kW-Lader verbaut und das ohne Sharing der AC-DC-Wandler im Hintergrund (wie noch bei Tesla Supercharger V2). Also recht teure und dicke Ladekomponenten. Aber gleich für 800V mit geeignet. Damit sind das schon einigermaßen zukunftsorientierte Lader. Selbst wenn nicht immer gleich die höchste Ausbaustufe (bis 1000V, bis 500A, bis 350 kW pro Ladepunkt) verbaut ist. Oder manchmal erstmal nur 4 Stück statt 6 Stück hingebaut wurden.

 

Und sie mussten gleich alle Autos unterstützen: egal, ob ein Kia, Hyundai, Jaguar, VW, Tesla Model 3 Longrange (war als 500A-Hochstrom-Test sicherlich willkommen), e-Citaro, oder so ein komischer Maxus mit chinesischer CCS-Nachrüstung 20 kW oder ein PHEV mit CCS da ankommt. Immer musste es sicher sein, und idealerweise auch noch funktionieren.

 

Nimmt man diese Aufwände zusammen, dann ist der Vergleich mit dem reinen Einkaufspreis an der Strombörse wegen der großen Investitionen in die Erdarbeiten, Wandlerschränke, Bodenarbeiten, Erschließung, nicht ganz fair. Klar ist aber auch: ionity hat natürlich auch anderen die besten Plätze und Anbindungen weggeschnappt, das war sicherlich mit Teil der Strategie.

 

Tesla hat hingegen alles "nur für sich" und seine paar Modelle aufgebaut und getestet. Und selbst an Tesla-CCS (auf das sie nun auch schwenken in der EU, lange hat's gedauert) sind Software-Locks drin, dass ja kein anderer dort laden können soll. Man hat da eher so einen Tesla-Autokäufer-finanzierten Exklusiv-Ladeclub geschaffen. Nett für Tesla-Kunden, eher abwehrend zum Rest der Welt.

 

Zitat:

Kein einziger E-Auto Fahrer gibt mit seinen Ladepreisen/Verbrauch an, das ist vollkommen sinnlos.

Doch, das eine oder andere Sparbrötchen freut sich schon über Stellen, wo es den Ladestrom noch kostenlos gibt. Schau mal exemplarisch hier rein:

https://youtu.be/0aBg_JyTyU8?t=235

 

335 EUR Ladestrom-Kosten auf 70.000 km => macht 50 Cent auf 100 km im rechnerischen Mittel. :-) Also Kosten für so 2 kWh/100 km. Da sein ioniq aber so um 15 kWh/100 km braucht, hat er irgendwie ne Menge Strom beim Aldi, Lidl, Ikea, Kaufland, Rewe und Co (in der Regel an Typ 2, wo sein ioniq dann auch so 7h steht) kostenlos bekommen.

 

Und der Autor dort kann nicht mal zuhause laden, es sind also wirklich seine kompletten Stromkosten. Er sagt auf der Tonspur, für zuverlässige Lader würde er auch gerne zahlen, aber wie kann er dann auf 50 ct/100 km kommen? Es kann ja nur so sein, dass zumindest in seiner Gegend auch die kostenlosen Typ2-Lader noch hinreichend zuverlässig sein müssen.

 

Diese Typ2-Ladeinfrastruktur mit 3,6kW bis 22 kW ist halt auch *deutlich* günstiger zu realisieren als die DC-Schnelllader an den Fernstrecken.


01.04.2020 17:58    |    OO--II--OO

@ CLK : Keine Panik, ich bin ja eh ein ziemlicher Ausnahmefall ;-)

...und beobachte das Ganze ja auch erstmal nur rein theoretisch aus sicherer Entfernung, (evtl.) teure Experimente überlaß ich gern erstmal anderen ;-)

Aber wenn ich mir wirklich mal ein Auto (el. mein ich) für 'nen mehr als (bisher immer) 3-stelligen Betrag kaufen sollte,

-- dann sollt's den Mehrpreis aber gefälligst auch wieder reinsparen, am besten möglichst auch mit der Einfachheit beim Tanken/Laden.

-- bis ich so einen mal kauf, isser eh ü 10 Jahre alt = nimmer steuerfrei, sondern kost so Richtung 50 € (mein jetziger Benziner 132 €), und Förderung bei Kauf bekomm ich dann auch keine mehr :(

-- viel länger leben als meiner . . . na das muß (so ein)er auch erstmal schaffen, auch ein Tesla wird irgendwann rosten . . . dazu (evtl. teures) Restrisiko Batterie . . . mein Tauschmotor (50 €) steht steht schon seit der Abrackprämie 2009 in der Ecke, und meinen "rostigen Energiespeicher" hab ich damals selber repariert = geschweißt/gelötet (5 € + paar Stunden Arbeit) . . .

-- Wartungskosten : bin ALLES-Selberschrauber, fällt also kaum bis üerhaupt nicht in's Gewicht. aber ob ich ALLES an so'nem High-Tech-Auto dann selber machen kann . . . ? Seh ja jetzt schon, was viele Bekannte alles an Problemen an ihren Fahrzeugen haben können, die gar nicht die Antriebsart betreffen . . . die ich aber NIE haben werde . . .

-- mehr Fahrspaß : mag sein, aber auch mehr "Tankspaß" ? ;-)

 

Ist Ionity dann ein Tarif/Anbieter "speziell günstig für Porsche" :confused:

Und ansonsten teuer ? Oder allgemein recht teuer ?

(wie gesagt, bin da noch nicht so der Durchblicker, nur interessierter Beobachter)

 

Verwundert hat mich ja da weiter oben eigentlich auch nur der 6-ct-"schönrechen"-Tarif (da war ich dann doch echt neidisch), und auch kostenlos-Tarife muß man sich ja erstmal durch den Kauf eines Tesla erkaufen. Hat ja nicht jeder 'nen Ikea oder was auch immer vor der Tür.

Aber es würde eben die Umstiegswilligkeit für viele sicher erleichtern, wenn (wie bei herkömmlichen Tankstellen eben auch) GAANZ GROSS der Treibstoffpreis in "ct/kWh" angeschrieben stehen würde (ok, meinetwegen noch plus oder minus x, wenn jemand schneller oder langsamer laden möcht/kann . . . und für alle Fahrzeugtypen ("normale Tankstelle" hat ja schließlich auch mehrere Zapfsäulen/Zapfpistolen pro Tankplatz) und ist für jeden nutzbar, alles andere is doch irgendwie seeeehr dubios, elitär oder eben aufwendig-umständlich . . . und evtl. auch teuer oder gar teurer als Benzin . . . also mich begeistert das bisherige Vorgehen/System noch nicht sonderlich.

Und längerfristig seine Berechnung auf kostenlosem/stark vergünstigten "Sprit" auszulegen . . . na ob das auf Dauer für Otto-Normaltanker funktionieren wird ? Is dann eher was wie früher Rapsöl statt Diesel oder so = also eher die Ausnahme.

 

. . . aaaandererseits rechne ich aber auch erstmal immer meinen (ganz persönlichen) alten "laaanglebig + kostengünstig-Verbrenner" dagegen . . . mit 5-min-Schnell-Lade-Funktion ;-) (und wenn ich 'ne Geldkarte hätt, sogar an JEDER Tankstelle)

Allzu allgemeine Betrachtungen für (fast) Newagenkäufer und Werkstatt-geh-Kunden nützen mir da auch wieder wenig . . . also mich auch nicht unbedingt als den "Normalkunden" betrachten ;-)


20.04.2020 07:05    |    hd311

Zitat:

@OO--II--OO schrieb am 25. März 2020 um 10:28:33 Uhr:

Zitat:

@hd311 schrieb am 20. März 2020 um 18:06:48 Uhr:

Wenn ich rechne:

unser Cabrio Benziner mit 11 Ltr./100km = 16,5€ / 100km

unser i3 16kWh/100km = 0,96 € / 100km am Hausanschluss

Nachbar Jaguar iPace 40kWh/100km = 31,6€ /100km an Ionity Säule

16 kWh für 96 ct ? :confused:

= 6 ct/kWh ? :confused:

. . . also so'n Stromtarif hätt' ich auch gern ! Was für'nen (gesponsorten ?) Tarif haste da ?

Ich hab eher 30 ct . . . x16 wären's dann 4,80 €/100 km . . . wenn ich denn ein E-Auto hätt' ;-)

 

(bis dahin fahr ich eben noch solang meinen 30 Jahre alten Benziner mit 9,xx €/100 km. Der erfordert wenigstens keine Neuinvestition ;-) )

Hallo jetzt habe ich Zeit mal darauf zu antworten

Ja 6,46 Ct kostet uns die KWh. Das ist ein spanischer Nachttarif wie Kenner wissen und damit läd man günstig und clever ... Soll es auch in anderen Ländern geben. Hier zum Beispiel die Rechnung vom Januar 2020.


Bild

20.04.2020 19:51    |    notting

Zitat:

@hd311 schrieb am 20. April 2020 um 07:05:34 Uhr:

Zitat:

@OO--II--OO schrieb am 25. März 2020 um 10:28:33 Uhr:

[...]

Hallo jetzt habe ich Zeit mal darauf zu antworten

Ja 6,46 Ct kostet uns die KWh. Das ist ein spanischer Nachttarif wie Kenner wissen und damit läd man günstig und clever ... Soll es auch in anderen Ländern geben. Hier zum Beispiel die Rechnung vom Januar 2020.

Deutschland gehört aber aktuell zu den europäischen Ländern mit dem teuersten Strom...

 

notting


20.04.2020 20:18    |    Grasoman

@hd311

Habe ich gleich geahnt und daher das schon vermutet.

 

Zitat:

Manche Leute schreiben hier aus anderen Staaten (wie Norwegen) und rechnen das um.

Und 22% Atomenergie im Strommix sind halt auch nachts da und können quasi nicht grosselt werden. :-) Dann gibt's den billig und offenbar hat Spanien niedrige Steuern nud Abgaben auf Strom, die immer anfallen.


21.04.2020 08:44    |    hd311

Ja Spanien ist mit dem Strom günstiger als D. Aber wir auf den Canaren sind nochmal anders aufgestellt.

Kernkraftwerke haben wir Null. Dafür viele alte Dieselmonster ... Wird so langsam vom Wind überholt ...

Aber tagsüber laufen schon PV.

 

Bemerkenswert ist jedoch dass ich an diversen Ladesäulen (auch an einer BP Tankstelle) kostenlos laden kann.

Zwar "nur" mit 11kW aber das genügt unserem i3 vollig. Der ist nach einer Stunde voll bis zu den Ohren.

Ach ja der neue Lidl hat auch PV Ladung tagsüber, da kauft man doch gerne mal ein ...


Deine Antwort auf "Wieder sinnfreie Aufregung wegen Ionity"