• Online: 1.059

MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

05.08.2018 17:56    |    jennss    |    Kommentare (123)

Sitzhöhe
Sitzhöhe

Seit einigen Jahren, oder wohl genauer gesagt seit es den BMW X5 gibt, werden SUVs immer erfolgreicher. SUVs und auch kleinere Vans wie der VW Touran mauserten sich zum Mainstream :eek:. Für jemanden wie mich aus der Liegeradrennszene war das immer der völlig falsche Trend :mad:, eine überflüssige Energieverschwendung. Rennliegeradler optimieren ja gerne ihre Aerodynamik, also im Gegensatz zu (aufrechten) Rennradfahrern nicht nur bei Helm, Sitzposition und Outfit, sondern auch bei den Anbauteilen wie Heckverkleidung oder gar Vollverschalung (der Stundenweltrekord liegt bei 91,55 km/h). Cw x A (= aerodynamische Formgebung x Stirnfläche) war also immer das große Thema beim Schnellfahren. Beim Auto ist das nicht viel anders. Man wird jedoch nicht nennenswert langsamer bei schlechterer Aerodynamik, sondern verbraucht "nur" mehr Sprit. Auch gerade im neuen "Zeitalter der Elektromobilität" ist Aerodynamik ein Schlüssel zu viel Reichweite.

 

Trotzdem. Jetzt verstehe ich den Trend besser. Denn ich habe gerade einen Bandscheibenvorfall. Bürojobs sind da natürlich nicht ideal, aber das Autofahren muss die Situation ja nicht noch verschlimmern. Als ich noch den Golf 7 hatte, bin ich immer davon ausgegangen, dass es den älteren Leuten bei höheren Autos nur um das Einsteigen oder die erhöhte Sicht über andere Verkehrsteilnehmer geht und dafür wäre ich nie bereit, die Aerodynamik zu opfern. Doch es ist mehr, wie ich beim Umstieg auf unseren jetzigen BMW 2er Active Tourer recht schnell festgestellt habe: Der Sitz ist nicht nur ggü. der Straße höher (was dem Einstieg zugute kommt), sondern auch ggü. dem Innenboden. Erst heute habe ich mich wieder in einen Golf 7 gesetzt und -Schreck- das ist ja echt grausam, wenn der Rücken gerade nicht so fit ist. Man sitzt deutlich gekrümmter, weil die Beine vergleichsweise hoch liegen. So geht es jedenfalls mir. Mit 30 habe ich das nie so bemerkt, aber wenn man viel Auto fährt, ist es auch für jüngere Menschen sicher nicht vorteilhaft, den Rücken schon unnötig zu belasten. Ich bin jetzt 51 und zähle mich noch nicht zum alten Eisen (naja :D), aber schon mit 40 geht es langsam los, dass der Körper etwas nachlässt. Bandscheibenvorfälle sollen viele Menschen haben, früher oder später. Ich bin schon langsam auf dem Weg der Besserung und konnte auch schon wieder die Strecke Hamburg - Köln fahren. Mit dem Golf wäre das jedoch sicher nicht so beschwerdefrei verlaufen.

 

Also Leute, bei aller Faszination zu guter Aerodynamik: Habt Verständnis dafür, wenn die Menschen gerne etwas höher sitzen und sich damit leider die Stirnfläche versauen. Es ist zwar nicht das umwelfreundlichste Fahren (+0,3 l. beim 2er AT?), aber trotzdem gesund :D.

 

Mir war eigentlich immer klar: So dumm kann der Mainstream nicht sein. Wahrer Erfolg muss einen wirklichen Grund haben und kann nicht nur ein Sommerhit sein. Verstehen wollte ich es dennoch lange nicht ;). Ein Active Tourer ist nur ca. 7 cm höher als ein Golf 7 und die scheinen zum großen Teil der gesunden Sitzposition zugute zu kommen. Ich denke jetzt, dass das eine gut angelegte Spriterhöhung ist :).

 

Btw: Auch bei den E-Autos ist die hohe Bauweise doch gar nicht so unpassend, denn so lassen sich viele kWh im Auto-Bodenbereich unterbringen*. Aber wie sieht es eigentlich z.B. bei einem Opel Ampera-e aus? Ist der Bodenbereich innen so erhöht, dass man die bequeme Sitzhaltung wie in einem Active Tourer damit wieder verliert?

j.

 

* Hinweis: Ja, ein flacher Tesla Model S hat auch viele kWh, aber der ist auch sehr lang und breit.

 

PS: Beim Fahren habe ich natürlich Schuhe an. Bin da nur schnell für's Foto zum Auto gegangen.

PPS: Beim Liegerad fährt man durch einen flachen Sitzwinkel übrigens auch wieder bequem.

Hat Dir der Artikel gefallen? 12 von 14 fanden den Artikel lesenswert.

09.08.2018 11:27    |    Goify

Zitat:

(es muss ja nicht gleich ein SUV daraus entstehen). Man betrachte diesbezüglich z.B. den RR Cullinan, der sogesehen auch nur ein aufgebockter Kombi ist.

Was? Der Cullinan ist mit der größte erhältliche PKW und ganz sicher ein SUV.


09.08.2018 12:46    |    jennss

Zitat:

Für solche Fälle gibt es zwar zum einen die Sitzverstellung,

Hm... die geht auch nicht endlos hoch :). Man kann damit natürlich einiges an Bequemlichkeit rausholen, wobei die Sitzschrägung nach hinten-unten noch etwas ausgeprägter bleibt als bei den etwas höheren Autos. Bei den ganz höhen SUVs kann man den gesundheitlichen Faktor wohl schon wieder rauslassen. Irgendwo wird die Höhe gesundheitlich dann auch wieder unnütz. Ich finde es nicht unbedingt so optimal, dass die größeren SUVs dann auch noch deutlich höher werden. Das könnte man sich vielleicht sparen oder hat wieder andere Gründe, siehe Mercedes:

 

GLA 149,4 cm

GLE 179,6 cm

GLS 1850 cm

 

Zitat:

Neben dem Zugewinn an Innenraum bietet sich auch mehr Bau- und Stauraum und die etwas größere Stirnfläche kann man durch relativ gute CW-Werte auch noch kompensieren, insbesondere wenn man durch den höheren Aufbau lange "fließende" Formen verwirklichen kann, ohne den Innenraum damit nennenswert zu kompromittieren.

 

Man stelle sich ein Stufenheck vor, bei dem dank des höheren Aufbaus die fallende Dachlinie deutlich früher beginnen kann (Stichwort Fließheck, Coupé), ohne den Sitzkomfort auf der Rücksitzbank zu beeinträchtigen.

Vielleicht möglich, aber ich denke, der Vorteil liegt eher darin, dass man mit der Höhe mehr Innenraum bekommt und somit an Länge sparen kann. Das bringt ja auch was, also bzgl. Stadttauglichkeit/Parkplatzlänge und Gewicht. Ich muss mir da mal beim Händler Passat und Golf Sportsvan ansehen. Hat der kurze Sportsvan innen schon etwa so viel Platz wie ein gut 40 cm längerer Passat?

j.


09.08.2018 13:11    |    the_WarLord

Nicht, zumindest wenn man von den hinteren Beifahrern und dem Kofferraum ausgeht.


09.08.2018 14:01    |    meehster

IIn dem Daihatsu Cuore meines Mannes sitzt man auch recht hoch (für mich schon wieder zu hoch) und das Ding ist was Raumausnutzung angeht echt top. Auf den Sitzplätzen (auch hinten) mehr Platz als in Golf und Konsorten uund wenn man das Ding so weit verlängert, daß er auf Golf-Niveau ist und diesen Längenzuwachs dem Kofferraum zukommen läßt, paßt ohne Rücksitzeumklappen locker ne Waschmaschine rein ;)

Aufrechte Sitzposition bringt platztechnisch schon ne Menge. Dafür braucht es aber nicht Gesamthöhe, sondern Innenhöhe. Die meisten SUV sind ja im Grunde "normale" Autos der Größe etwas höhergelegt und mit Allradantrieb.


09.08.2018 15:20    |    gueho2k

@Ascender

 

""Ja, da brauchen wir schon ein größeres Auto." Nein! Braucht man eben nicht. Wir sind damals auch im Golf I klargekommen. Da passte alles rein....Alles andere ist Luxus, aber kein muss. "

 

Machen Sie mir bitte vor wie man in einen aktuellen Golf o.ä. 3 Kinder inkl. aktueller und sicherer Sitze und 2 Erwachsene rein bekommt und wir können noch mal über das Thema Luxus reden.


09.08.2018 15:27    |    touranfaq

Einen ähnlichen Kommentar wollte ich auch schreiben, denn der Vergleich hinkt. Die Sicherheitsanforderungen sind heute viel höher. Und wer drei Kinder sicher mit Isofix-Sitzen transportieren will bzw. muss, kommt mit einem Golf nicht hin.


09.08.2018 16:19    |    meehster

Muß ja kein Isofix sein. Wir haben einen gegurteten Sitz, weil der länger reicht als die Isofix-Dinger (Britax Römer MaxWay Plus, bis 25 kg oder Oberteilgröße 134 rückwärtsgerichtet nutzbar).

Zwei Kindersitze bekäme ich im Prius problemlos auf die Rücksitze, im Cuore auch. Aber an drei ist nicht zu denken.

Bei großen Eltern wie uns wird es schon in einem Golf oder auch im T4 der großen Tochter zu eng.

Ich hoffe, wir kriegen das im Porsche 928 so hin, daß wir damit in den Urlaub fahren können. Wenn das nicht paßt, müssen wir den nächsten Urlaub noch ein paar Jahre verschieben.


09.08.2018 16:47    |    FWebe

Zitat:

Zitat:

Was? Der Cullinan ist mit der größte erhältliche PKW und ganz sicher ein SUV.

Er weicht aber nunmal von der Bauform her von anderen Varianten durchaus ab. Man merkt es, wenn man die Proportionen mal etwas genauer betrachtet. Er ist bedeutend weniger pummelig als andere SUV und wirkt dadurch auch weniger wie eins. Andere Fahrzeuge wirken dagegen wie aufgeblasen und formlos, das ist schon ein deutlicher Unterschied.

 

Zitat:

Vielleicht möglich, aber ich denke, der Vorteil liegt eher darin, dass man mit der Höhe mehr Innenraum bekommt und somit an Länge sparen kann [...]

Hinsichtlich der angesprochenen Aerodynamik ist das aber kontraproduktiv. Wenn man schon eine größere Stirnfläche hat, kann man die Länge dazu nutzen, den Luftstrom zu "glätten" und damit den Luftwiderstand insgesamt relativ gering zu halten.

Und beim Bauraum profitiert ja nicht nur der Innenraum dadurch dass er ebener ausfallen kann oder mehr Stauraum bieten kann, sondern es erweitert auch die Anwendungsmöglichkeiten der Grundkonstruktion, wie z.B. den Verbau größerer Akkus, einer Kardanwelle o.a..


09.08.2018 17:12    |    the_WarLord

Drei Kinder auf Isofix Sitzen fahren die wenigsten durch die Gegend, welche unbedingt meinen den Platz zu brauchen. ;)


09.08.2018 19:50    |    thoelz

Kann diesem erhöhten Sitzen nichts abgewinnen.

Meine Frau hat einen Golf 7 und ich sitze in diesem Auto wirklich gut. Als Werkstattersatzwagen hatte ich mal einen BMW Van, pardon "Active Tourer". Ein Fahrgefühl der Beliebigkeit (ok, anderes Thema).

Über irgendwelche Kniewinkel habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

Ich mag es effizient, sportlich (niedriger Schwerpunkt) und clever => flach.


09.08.2018 19:53    |    FWebe

Zitat:

Drei Kinder auf Isofix Sitzen fahren die wenigsten durch die Gegend, welche unbedingt meinen den Platz zu brauchen. ?

Für den Spaß gibt es zum Glück auch passende Coupés, zumindest was die drei Kindersitze auf der Rückbank anbelangt.


09.08.2018 20:30    |    electroman

Ich habe es ja schon öfter geschrieben: Für mich sind die Verkaufszahlen der SUV eine Abstimmung mit den Füßen. Soll heißen, dass man mittlerweile beim klassischen Kombi einfach zu viele Kompromisse eingehen muss, und der Käufer sich anderweitig umsieht. Immer kleinere Laderaumöffnungen, immer tiefere Sitzposition (vor allem hinten sitzt man oft wie ein Klappmesser), außen immer länger (bis zu 5m). Ladeöffnungshöhen von um die 60 cm sind da heute Standard (z. B. Volvo V60: 59,5 cm; Audi A6: 61,5 cm; Mazda 6: 60,5 cm). Bei manchen Kombis kann man hinten nicht mal mehr die Abdeckung schließen, wenn 1,5l-Flaschen aufrecht hinten stehen.

Um den gleichen Platz für Insassen und Gepäck zu bekommen, muss man mittlerweile beim Kombi eine Größenklasse höher einsteigen als beim SUV: Der Tiguan ersetzt den VW Passat, der CX-5 ersetzt den Mazda 6, der Opel Grandland den Insignia usw. Wenn man einmal die höhere Sitzposition gewohnt ist, das bessere Raumgefühl erlebt hat, dann will man schwer wieder mit einem "normalen" PKW tauschen. Soll aber nicht heißen, dass jeder das so sieht (bzw. sehen muss), aber ich für meinen Teil falle mittlerweile beim Einsteigen in einen "Normal-PKW" geradezu in ein schwarzes Loch und kann mir nicht vorstellen, jemals wieder freiwillig "eine Etage tiefer" ins Auto zu krabbeln.

 

Gruß

electroman


09.08.2018 20:33    |    Mr. Moe

Wenn ich in ein fremdes/neues Auto einsteige, pumpe ich als erstes den Sitz ganz runter, und stell mir danach den Abstand zu den Pedalen und dem Lenkrad ein. So ist es für mich am Bequemsten.

 

Das schlimmste Sitz-Erlebnis bot bisher ein VW Crafter. Sehr aufrecht, kurze Beinauflage. Alle 300km musste ich schmerzgeplagt aussteigen und ein paar Runden um den LKW laufen.


09.08.2018 20:43    |    FWebe

Aufrechtes Sitzen oder gar das Überblicken des Lenkrads (bei manchen fragt man sich, wie die überhaupt was sehen können) sind ja grundsätzlich kein Problem. Die Kombination der gesamten Sitzposition ist da eher ein entscheidender Faktor.

 

Ich fühle mich z.B. extrem unwohl, wenn ich das Fahrzeug nach vorne nicht vernünftig überblicken kann und keine vernünftige Fahrposition habe.


10.08.2018 08:08    |    gla

Also ich war Ende 50 (ja ich bin bereits über 60) als mir das niedrigere Sitzen unangenehm wurde. Zugegebenermaßen trägt dazu auch bei dass icht etwas "fester" geworden bin. Ich habe dann den Sitz bei meinem damaligen PKW so hoch wie möglich gestellt, was auch schon angenehmer war.

Um irgend ein höheres Sitzen über der Fahrbahn ging es mir nie, um etwas aufrechteres Sitzen schon.

Jetzt habe ich einen kleinen SUV, eher etwas PKW-artiger mit nicht viel mehr Bodenfreiheit als ein PKW, aber man sitzt eben etwas aufrechter. Gut die geringfügig höher Bodenfreiheit ist beim Einsteigen etwas praktischer.

Sonst vom niedrigeren Schwerpunkt her ist mir ein PKW lieber, den höheren Schwerpunkt mag ich eigentlich nicht, es ist vom Fahrgefühl her, insbesondere in Kurven, natürlich kein Vorteil. Mir wäre eigentlich ein einfach etwas höher bauender PKW ohne größere Bodenfreiheit am liebsten.

Aber gut, man muss eben Kompromisse schließen.

Dafür ist der Allrad im Winter schon ein Vorteil, selbst wenn man ihn nur recht gelegentlich braucht.


10.08.2018 22:36    |    magiceye04

Ich bin ja auch vor Kurzem vom Focus auf den C-Max umgestiegen. Rückenprobleme waren darauf auch beteiligt.

 

SUVs finde ich trotzdem völligen Blödsinn. Die vereinen die Nachteile von hochgebauten PKW (schlechtere Aerodynamik) mit denen von Kleinwagen (wenig Platz im Innenraum).

Für echte Geländewagen zum Zwecke des Befahrens von Gelände abseits der Straßen habe ich wiederum vollstes Verständnis. Da trauen sich die meisten SUF-Fahrer nur nicht hin. Könnte ja ein Schmutzpartikelchen an die geputzte Felge kommen.


12.08.2018 00:25    |    stromengl

Also etwas verwunderlich finde ich immer wieder die Aussage "Van OK", "SUV Mist".

 

Als sich mein Vater vor 5 Jahren einen "neuen" Gebrauchtwagen ausgesucht hat, hat er sich auch etwas mit dem Nissan QASHQAI auseinandergesetzt, da ein paar Freunde einen fuhren.

Da sein Vorgängerfahrzeug ein Ford war, wurde aber auch bei Ford der C-Max begutachtet.

 

Ich habe mir damals Datenblätter von beiden Fahrzeugen besorgt, wobei die beiden genannten Fahrzeuge sowohl in Länge, Breite und Höhe keine 2 Zentimeter voneinander abwichen.

Der optische Unterschied ist aber gewaltig (vor allem wirkt der Ford optisch viel kleiner).

Also was macht ein Fahrzeug zu einem SUV oder einen Van, bei den oben genannten Fahrzeugen nur das Design und nicht die Abmessungen. Wenn ich also bei einem "Standard SUV" die Frontscheibe etwas nach vor und etwas schräger stelle, ist der VAN schon fertig. Viele Vans haben eine riesige Armaturentafel bis zur Frontscheibe, die weit nach vor gebaute Frontscheibe hat also keinen Nutzwert. Die weit nach vor gesetzten A-Säulen schränken noch dazu die Sicht etwas ein (fuhr selbst rund 200.000 Km mit einem Opel Zafira B als Firmenfahrzeug - super Sitzposition auch bei Langstrecken bis 1000 Km).

Derzeit fahre ich häufig einen Peugeot Partner Lieferwagen, und ich finde die relativ hohe und aufrechte Sitzposition sehr gut (leider haben die Sitze null Seitenhalt und in flott gefahrenen Kurven muss man sich am Lenkrad festhalten).

 

Also selbst ich (als vermutlich der letzte treue klassische 4 türige Limousinen Fan und Fahrer) weiß nicht, ob mein nächstes Fahrzeug nicht etwas höher und dafür etwas SUFF oder VAN artiger ist.


12.08.2018 11:45    |    158PY

In einem Fahrbericht zu einem Rolls Royce las ich mal folgende Aussage: "you have this kind of view only in COMMERCIAL vehicles" in Anspielung auf die erhabene Sitzposition, welche den Blick weit ins Land schweifen lässt. Vielleicht braucht man also gar keine Vans oder Suffwägen, wenn man einen besseren Blick auf den Verkehr werfen möchte... Okay, ich duck mich ja schon wech! ;)


12.08.2018 12:06    |    the_WarLord

Zitat:

Wenn man einmal die höhere Sitzposition gewohnt ist, das bessere Raumgefühl erlebt hat, dann will man schwer wieder mit einem "normalen" PKW tauschen.

Naja, das wäre nach der ersten Kurve wieder verschwunden. Schwamm vs. knackig.

 

Wobei, nen SUV kann man in der Regel ohne Schwierigkeiten 10 cm tiefer schrauben. :D

 

Wenn ich den Passat 3AA mit dem Tiguan vergleichen kommt für den Tiguan keine gute Meinung raus. Das Sitzgefühl in der hinteren Reihe ist im Passat noch immer 1a. Zu wenig Platz hat der Passat gegenüber dem Tiguan auch nicht.

Wer hoch sitzen möchte und das Fahrgeschehen weit überblicken: Ok. Platz kann man da aber nicht gelten lassen.


12.08.2018 12:14    |    saxon5357

Es gibt halt eigene Vorlieben, und jeder hat ja heute genügend Modelle zur Auswahl, um das individuell für sich richtige auszusuchen. Dieses Pro / Contra Gerede ist halt nicht allgemeingültig, es kommt halt immer darauf an, wo und wie man die Prioritäten setzt, und der eigene Geldbeutel spielt dabei auch noch mit rein. "Schwamm vs Knackig" finde ich eine gut Umschreibung, je nach Situation kann ich für Beide Seiten Vorteile / Nachteile finden.


12.08.2018 15:56    |    Lumpi3000

Zitat:

Kann diesem erhöhten Sitzen nichts abgewinnen.

Ich auch nicht. Mir geht das schon in unserem Firmen-SUV Zugpferd auf die Nerven, wenn man da jedes mal gefühlt mit beiden Händen reinziehen muss um sich hinsetzen zu können. Warum manche sich das freiwillig antun? (Behinderungen die das nötig machen sind natürlich ausgeschlossen).

Eine bessere Rundumsicht im Vergleich zu meinem Focus kann ich auch nicht feststellen.


13.08.2018 09:32    |    donnersdriver

Wie wäre es mit einem kleinen Kran, der die Leute (ab 50) samt Gipsbett ins Auto hievt?


13.08.2018 14:28    |    Sp3kul4tiuS

finde Sitzpositionen wie zum Beispiel vom VW Bus sehr unbequem. Die Bedienung der Pedale erfolgt dort von oben wo man gefühlt heraufsteigt. Das ist schon zu aufrecht.

Meine Sitzlehnen habe ich sowieso für die meisten eh schon unbequem gerade. Wenn ich die Liegestühle auf den Parkplätzen immer so sehe.


14.08.2018 07:24    |    motzendorfer

Servus,

jetzt geb ich auch noch meinen Senf dazu ;)

 

Ich mag diese "Suff's" im Prinzip eigentlich absolut nicht, besonders wenn ich im PKW auf der Landstraße hinter einem herschleichen muß, und der am End vllt. auch noch schwarze Scheiben hat... :mad:

 

ALLERDINGS - mein Vater hat sich mit 78 jetzt einen SKODA YETI gekauft - mich wundert, daß der bis jetzt noch nicht genannt wurde - und ist absolut zufrieden mit Sitzhöhe, Einstellmöglichkeiten /Position zu Pedalen und Lenkrad (er ist, wie ich, 1,70 groß). Jetzt kann sogar auch meine Mutter wieder mitfahren, was im vorigen PKW - Skoda Superb - kaum mehr möglich war. Der YETI ist auch nicht soo groß, obwohl der Innenraum für so ein kleines Fahrzeug gefühlt riesig ist!

 

Ich fahre selbst momentan einen Mercedes S211 (E-Klasse Kombi), und tu mich definitiv auch schon schwer, in die Kiste reinzukommen - und erst recht wieder raus... Gottseidank habe ich Airmatic, kann ihn also hochpumpen (wie bei alten Citröen :D ). In normaler Fahrstellung wirds schon problematisch. Kaputte Hüften und Bandscheiben, und ich bin erst 55...

 

Wenn das noch schlimmer wird, werd ich mir wohl oder übel auch was Höheres zulegen müssen, zumal ich mit Papa's YETI keinerlei Probleme habe! Nur das bockbeinige, hoppelnde Fahrverhalten pack ich da absolut nicht... Da werden schon 50 Km zur Qual - während ich mit meinem 1000 Km am Stück ohne Probleme oder Schmerzen abspule. Okay, die Luftfederung und Massagesitze helfen da natürlich auch etwas mit ;)

 

Ich denke also - wenn der S211 aus irgendwelchen Gründen mal weg muss - wird der Nachfolger ein 'ML' oder sowas werden müssen... leider

 

LG und euch allzeit gute Fahrt,

Mani


Bild

14.08.2018 11:30    |    clafis

@jennss Gute Besserung weiterhin für den Bandscheibenvorfall!

 

Ich habe die SUV-Fahrer auch immer belächelt, aber jetzt (das halbe Lebensjahrhundert gerät langsam in Sichtweite) fahre ich einen Audi Q2. Der ist noch schön kompakt und kommt somit auch noch mit Stadtverkehr und engen Parkhäusern zurecht, aber man sitzt eben ein Stückchen höher. Ich hätte früher echt nicht gedacht, wie angenehm gerade einmal 10 Zentimeter zusätzliche Sitzhöhe im Vergleich zum Golf oder A3 tatsächlich sind. Das fängt beim Ein- und Aussteigen an und hört nicht zuletzt beim angenehmen Sitzen während der Fahrt auf.

 

Ich kann dein Plädoyer somit voll umfänglich unterschreiben!


14.08.2018 12:13    |    touranfaq

Zitat:

Wie wäre es mit einem kleinen Kran, der die Leute (ab 50) samt Gipsbett ins Auto hievt?

Du kannst Dich da gerne lustig machen, aber Fakt ist nunmal dass die Neuwagenkäufer über 50 über die Hälfte aller Kunden ausmachen.

 

Und genau da sehe ich die Diskrepanz zwischen dem, was angeboten wird und dem, was tatsächlich gebraucht wird. Besonders krass finde ich es bei BMW und Audi, die scheinen ihre Fahrzeuge (zumindest die Limousinen) auf zwergwüchsige Yuppies zuzuschneiden. Ist auch immer schön anzusehen wie sich "normale" Menschen dann im Parkhaus in ihren A5 oder 3er reinquälen, aber anscheinend ist es den Kunden wichtiger, ein "repräsentatives" Auto zu fahren als bequem von A nach B zu kommen, insofern selbst schuld.

 

Solange es also noch genug Menschen gibt, die sich freiwillig verrenken nur um ein vermeintlich "sportliches" Auto zu fahren, solange werden diese rollenden Sardinenbüchsen auch angeboten...


14.08.2018 12:17    |    the_WarLord

Wenn man eure Ausführungen so liest möchte man nicht alt werden...


14.08.2018 12:20    |    touranfaq

Zitat:

Wenn man eure Ausführungen so liest möchte man nicht alt werden...

Alt werden ist super! Man wird immer erfahrener, dadurch steigen aber auch die Ansprüche. Und man bekommt (in der Regel) das Selbstvertrauen, nicht das zu kaufen, was die Masse kauft oder was gerade "cool" ist, sondern das, was den eigenen Ansprüchen genügt ;)

 

Vor 20 Jahren fand ich es auch noch "cool" einen New Beetle zu fahren (kam gerade bei Frauen super an :D), aber schon 4 Jahre später ging es mir auf den Geist, mir das Auto vom Nachbarn leihen zu müssen nur um mal mehr als 2 Getränkekisten zu kaufen :D

 

Also stieg ich auf die rollenden Brotkästen um. Ja, die sind bieder, langweilig, unsexy... aber endlich so richtig Platz ;)


14.08.2018 12:23    |    the_WarLord

Ich weiß zwar nicht, woher die immer wiederkehrenden Vorurteile der jüngeren Generation gegenüber kommen, aber das könnte ich nicht bestätigen.

 

In meinem Umkreis hat sich immer jeder das gekauft, was ihm gefiel und gerade in den Geldbeutel passte.

 

Btw.: Ansprüche korrelieren mit dem jammern? :D


14.08.2018 12:51    |    touranfaq

Zitat:

Ich weiß zwar nicht, woher die immer wiederkehrenden Vorurteile der jüngeren Generation gegenüber kommen, aber das könnte ich nicht bestätigen.

Ich war selbst mal jung ;) Mit 18-25 sind einem Sachen wie Sitzhöhe oder Nutzwert ziemlich egal.

 

Zitat:

Btw.: Ansprüche korrelieren mit dem jammern?

Wer jammert denn? Ich zumindest nicht, mir ist es egal in was für Sardinenbüchsen sich andere quälen, denn ich habe Platz und Komfort ;)


14.08.2018 13:11    |    jennss

Zitat:

Wenn man eure Ausführungen so liest möchte man nicht alt werden...

Nicht alt zu werden ist aber auch keine schöne Alternative ;).

j.


14.08.2018 13:12    |    the_WarLord

Immer schön in Würde altern. :D


14.08.2018 13:14    |    touranfaq

Zitat:

Nicht alt zu werden ist aber auch keine schöne Alternative

:D :D :D

 

Ganz ehrlich, so mit 35 hatte ich auch Angst, älter zu werden. Mitterweile finde ich es cool :D

 

Ich sinniere oft darüber, wie cool es gewesen wäre, mit 20 bereits die Lebenserfahrung gehabt zu haben, die ich heute habe. Da hätte ich viele blödsinnige Fehler erst gar nicht begangen :D


14.08.2018 13:42    |    FWebe

Zitat:

Ich war selbst mal jung ? Mit 18-25 sind einem Sachen wie Sitzhöhe oder Nutzwert ziemlich egal

Das halte jetzt aber doch für ziemlich stark verallgemeinert.

Womöglich sieht der Nutzwert einfach nur anders aus?


14.08.2018 13:45    |    touranfaq

Zitat:

Das halte jetzt aber doch für ziemlich stark verallgemeinert.

Schau Dich doch mal um was die Altersgruppe für Autos fährt und wie die aussehen ;)

 

Zitat:

Womöglich sieht der Nutzwert einfach nur anders aus?

Wenn "cool aussehen" und "vor der Ampel ordentlich röhren" bei Dir als Nutzwert zählt, dann vielleicht ja :D

 

Ich will natürlich nicht behaupten hier repräsentative Fakten zu repräsentieren, aber bei uns in der Gegend fährt "die Jugend" verbastelte Kisten nach dem Motto "Hauptsache breit, tief und laut" ;)


14.08.2018 14:09    |    FWebe

Zitat:

Schau Dich doch mal um was die Altersgruppe für Autos fährt und wie die aussehen ?

Völlig normale Klein- und Kompaktwagen. Da scheint entsprechend kein großer Bedarf für höhere Einstiege oder größere Kofferräume zu sein.

 

Zitat:

Wenn "cool aussehen" und "vor der Ampel ordentlich röhren" bei Dir als Nutzwert zählt, dann vielleicht ja ?

Ich wüsste nicht, was zum einen ich damit zu tun hab, noch der überwiegende Teil der angesprochenen Altersgruppe, die eben genau dieser Beschreibung nicht entspricht.

 

Zitat:

Ich will natürlich nicht behaupten hier repräsentative Fakten zu repräsentieren, aber bei uns in der Gegend fährt "die Jugend" verbastelte Kisten nach dem Motto "Hauptsache breit, tief und laut" ?

Bei uns in der Gegend fährt "die Jugend" völlig normale "kleine Fahrzeuge". Die verbastelten sind dagegen eine absolute Minderheit.

 

Wie gesagt, für diese Gruppe scheinen "besonders rückenfreundliche Einstiege" genauso wenig Nutzwert zu haben wie größere Laderäume.


14.08.2018 14:19    |    touranfaq

Zitat:

Wie gesagt, für diese Gruppe scheinen "besonders rückenfreundliche Einstiege" genauso wenig Nutzwert zu haben wie größere Laderäume.

...aber genau das sagte ich doch :confused:

 

Mit 18-25 sind einem Sachen wie Sitzhöhe oder Nutzwert ziemlich egal

 

Vorhin widersprichst Du mir, jetzt stimmst Du mir zu :confused:


14.08.2018 15:10    |    thoelz

Zitat: "Wenn man eure Ausführungen so liest möchte man nicht alt werden..."

 

Habe mich auch über einige Beiträge etwas gewundert. Obwohl ich auch keine 20 mehr bin käme ich nicht auf die Idee, ein hohes Auto zu fahren (es sei denn einen Van für die Frau mit sehr guter Raumausnutzung).

 

Jedesmal, wenn ich von einem SUV auf eine Limousine umsteige, freue ich mich über die Vorteile im Kurvenverhalten und/oder Federungskomfort bedingt durch den niedrigeren Schwerpunkt. Ob ich etwas höher oder tiefer einsteige ist mir, vom Einsteigvorgang als solchem, völlig egal.

 

Gut, vielleicht liegt das auch etwas an der individuellen Lebensführung oder am individuellen Maß an Glück oder Pech, ab wann es körperlich nennenswert schlechter wird.


14.08.2018 15:42    |    meehster

Ich möchte anmerken, daß ich schon Mama war, als ich mein erstes Auto hatte.


14.08.2018 16:44    |    FWebe

Zitat:

...aber genau das sagte ich doch :confused:

 

 

 

Mit 18-25 sind einem Sachen wie Sitzhöhe oder Nutzwert ziemlich egal

 

 

 

Vorhin widersprichst Du mir, jetzt stimmst Du mir zu :confused:

Ich spreche nicht davon, dass es ihnen egal ist, sondern davon, dass es einen anderen Nutzwert darstellt. Das ist ein kleiner, aber feiner, Unterschied.

Auch junge Menschen wollen bequem sitzen, sowie ein und aussteigen, jedoch brauchen sie dafür eben nicht zwingend ein höheres Fahrzeug, um dies zu erreichen. Ebenso wollen sie ausreichend Laderaum für ihren Lebensstil haben, brauchen dafür aber nicht zwingend einen Kleinlaster.

 

Sprich es ist ihnen vermutlich alles andere als egal, nur bietet das "mehr" an Auto eben nicht unbedingt ein "mehr" an Nutzwert.

In sofern stimme ich dir auch weiterhin nicht zu, da ich die Verallgemeinerung, es sei jungen Menschen egal, nicht teile.


Deine Antwort auf "Plädoyer für die höhere (unaerodynamische) Bauweise"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

jennss jennss


 

Besucher

  • anonym
  • Schwarzwald4motion
  • invisible_ghost
  • Thomas123er
  • GLI
  • Alexander67
  • miko-edv
  • dodo32
  • PIPD black
  • GT-I2006

Archiv