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18.10.2010 11:19    |    fire-fighter    |    Kommentare (29)

wohnungsbrandwohnungsbrand

Es ist mal wieder so ein Tag, wie viele andere. Ich sitze zu Hause und döse ein wenig vor mich hin. In 2 Stunden muß ich los zur Spätschicht. Soll ich eher los und in die Kantine, oder esse ich zu Hause?

Ein schrilles Piepsen reißt mich aus meinen Gedanken. "...Feuer mit Menschengefährdung..." verstehe ich aus der Funkdurchsage. Ich schnelle hoch. Wo sind die Schuhe? Verd..., ah da sind die Hausschlappen. Schlüssel vom Board, Tür auf und raus! Um diese Zeit sind viele an der Arbeit, wir werden schlecht besetzt sein. Treppe runter und raus zum Auto. Das steht zum Glück schon auf dem Hof und nicht mehr in der Garage.

Linksrum, entgegen der Einbahnstrasse. Egal! Das muß heute auch mal am Tag klappen, sonst nehme ich die Abkürzung nur in der Nacht. Glück gehabt, alles frei. Über die Kreuzung und Gas! Nur noch die hauptstrasse runter und am Ende liegt die Wache. Rechts vor Links? Nö, keiner da, also wieder Gas. Rauf auf den Hof, Motor aus und raus!

Das Tor ist offen, der Gerätewart sitzt schon im Fahrzeug.

Ein weiterer kamerad kommt in die Wache gerannt: "Zügig, bin eben da vorbeigefahren! Da stehen noch welche im Fenster!"

 

OK, rauf auf das TLF, wir sind zu viert. Kommt noch wer? Nein...

"Leitstelle von 11-10: 11-10 mit 1:3 raus. Nochmals Vollalarm mit Sirene und zusätzlich Alarm für die Kernstadt! Vordringlich Drehleiter! Kommen!" "Hier Leitstelle: Verstanden Ende!"

Preßlufthorn an und ab vom Hof. Hoffentlich kommt noch wer. Wir rüsten uns zu zweit mit Atemschutz aus. Reservetrupp? Fehlanzeige! Die Fahrt ist kurz, sehr kurz. Raus aus der kabine, ein Blick nach oben: Dichte schwarze Rauchschwaden aus dem Fenster, zu sehen ist niemand. Der Gruppenführer erkundet die Rückseite. Mehrfamilienhaus, Flachdach. Drei Stockwerke, im zweiten brennt es. Viele Leute auf der Strasse, darunter viele Schulkinder. Die fünfte Stunde muß kurz vorher rum gewesen sein.

 

Den Verteiler setzten wir selber, der zweite Trupp fehlt. Der Maschinist gibt Wasser auf die Leitung. Wir gehen durch das Treppenhaus hoch. Die Wohnungstür ist heiß. Rauch quillt aus den Ritzen. "Trupp 1 ist vor der Wohnungstür im 2.OG! Wir gehen jetzt rein!" "Verstanden"

Mein Truppkamerad sichert mit dem Strahlrohr, ich liege auf dem Rücken vor der Tür. Füße hoch, ein kurzer Tritt neben den Türknauf und die Tür fliegt auf. Mit der Bandschlinge um den Türknauf verhindere ich, dass sie unkontolliert nach innen schwingt. Zwei drei kurze Wasserimpulse um den Brandrauch zu kühlen und wir gehen vor. Es ist heiß, die Sicht am Boden einigermaßen. Allle paar Meter geben wir kurze Wasserimpulse in den Rauch über uns ab. Rechts, eine Tür! Dahinter liegt etwas. Etwas... Pelziges??

"Trupp 1 von Einsatzleiter: Zwei Personen sind vom Balkon gerettet worden! Es sollen KEINE weiteren Personen in der Wohnung sein! Kommen!" Hier Trupp 1: Verstanden Ende!"

Weiter vor zum Fenster. Ein Griff und das Fenster ist auf. Der Rauch zieht etwas ab. Die Sicht wird besser. Was war das neben der Tür? Eine Katze! Raus mit ihr! Ein zweiter Trupp ist inzwischen in der Wohnung. Wir übergeben ihm die Katze und dringen weiter vor. Links müsste die Küche sein. Heller oranger Feuerschein zwischen dem Qualm. Hier sind wir am Brandherd. Egal, das hat Zeit. Nebenan das Wohnzimmer. Sind wirklich alle raus. Der Schlauch wird schwer. Kontrolle: Wie viel Luft haben wir noch? Halbvoll, das muß reichen! Ich ertaste das Sofa... Niemand! Tisch, Stuhlbeine, Wand, OK, hier ist niemand! Zurück in den Flur, die Sicht ist besch...

 

Schlafzimmer und Bad. Wenn da wirklich noch wer sein sollt, muß es jatzt fix gehen!

Der zweite Trupp ist wieder da. "Ihr das Feuer, wir das Schlafzimmer und dann raus?" "OK"

Rein ins Schlafzimmer. Bett, Decke, Kissen. Ist da wer? Nein, ein Bademantel oder so was ähnliches. Schrank, Stuhl, nichts! Noch 60bar Luft! Wird Zeit zu gehen. Wir nehmen den Schlauch mit zurück. Rückendeckung. Ohne wären wir schneller, aber wenn dann das Rauchgas durchzündet, hast Du nix in der Hand. An der Wohnungstür lassen wir den Schlauch zurück. Jetzt raus!

Unten angekommen, die Maske vom Kopf. Inzwischen stehen da vier Fahrzeuge. Und die Drehleiter auf der Rückseite. Ein weiterer Trupp mit Atemschutzgeräten steht als Rettungstrupp bereit. Die Katze lebt auch noch! Der Rettungsdienst hat ein Herz. Mangels Verletzter kümmern sie sich um die Katze. Dank Sauerstoff kommt sie wieder zu sich.

 

Eine Stunde später bin ich zu Hause. Ich stinke wie aus der Räucherei. Schnell unter die Dusche und dann los zur Arbeit. Mittagessen? Dafür reicht die Zeit nicht mehr.


18.10.2010 11:33    |    Erwachsener

Ausgezeichneter Bericht.


18.10.2010 11:38    |    rallediebuerste

Danke!

 

Für eure Arbeit und auch für den Bericht!

 

Danke!


18.10.2010 11:40    |    clickme

Schönder Bericht. So habe ich das auch das ein oder andere Mal erlebt - leider nicht immer so glimpflich.

 

Wir setzen nach "Feuer aus" allerdings gerne einen Hochleistungslüfter ein. Das macht die Sicht bei der Suche nach Glutnestern noch viel schneller wieder besser. :)


18.10.2010 12:23    |    Lewellyn

Sehr schön und auch für Nichtfeuerwehrer nachvollziehbar geschrieben.

 

Auch mein besonderer Dank an alle, die das neben Ihrem Beruf noch machen.

 

Was macht Ihr eigentlich, wenn es sich um eine moderne 67mm-Doppelfalz-Wohnungstür mit drei- oder gar fünffach Verriegelung handelt? Gibts da extra Werkzeug für? Mittlerweile gibt es die ja sogar mit automatischer Verriegelung.


18.10.2010 12:32    |    Achsmanschette15

Zitat:

Gibts da extra Werkzeug für?

jain....das hängt davon ab, mit welchen fz die feuerwehr anrückt.....

 

außer ketten- bzw. rettungssäge, dem trennjäger oder schlichtweg der feuerwehraxt bleibt da im einsatzfall nichtmehr viel übrig...

 

außer man rückt mit schere/spreizer an und drückt die tür damit aus den angeln...was allerdings dann den entsprechenden zeitaufwand erfordert...


18.10.2010 12:50    |    i need nos

aus aktuellen Anlass: mal wieder danke an die freiwillige Feuerwehr. Die haben uns u.a. kürzlich kostenlos und trotz des massiven Andranges (408 Anrufe in einer Stunde!!!) zwei Stunden nachdem wir sie gerufen haben eben schnell unseren Keller nach den Unwettern ausgepumpt. Aus Dank und als Anerkennung (weil das anscheinend eher unüblich ist möchte ich ein Zeichen setzen) habe ich letzte Woche bei unserer Leitstelle angefragt, wie ich eine Spende zugunsten der Freiwilligen tätigen kann und auch prompt eine erfreute Antwort bekommen, dass ich doch bitte mal persönlich vorbei kommen solle, was zwar dieses Wochenende terminlich nicht gepasst hat, aber das läuft uns ja nicht weg, wird schnellstmöglich umgesetzt.

 

Was mich aber immer wieder stört ist, dass manche Freiwilligen einen Einsatzruf als Freibrief nutzen, um wie die Irren und ohne Rücksicht auf Verluste durch den Ort zu ballern. Während meiner Ausbildung hatten wir einen dabei, der sich immer damit brüstete, dass er schon mit über 200 km/H über rote Ampelkreuzungen gejagt wäre und dabei Hupe und Warnblinkanlage an hätte was ja wohl reichen müsste. Das halte ich für übertrieben und absolut rücksichts- und verantwortungslos. Was bringt es, wenn er zur Rettung von ein bis zwei eingeschlossenen Personen dafür 10 andere über den Haufen fährt? Und das Ganze auch noch ohne zugelassene Warnsirene. Ich wäre dafür, dass jeder Freiwillige ein solches Martinshorn wie die Zivilstreifen bekommt, also mit Magnetfuß und dass sie mehr dahingehend gedrillt werden, sich auch in Notfällen im Straßenverkehr korrekt zu verhalten. Sicher gelten da andere Gesetze als für den normalen Straßenverkehr, aber mit 200 durch den Ort muss ja wohl nicht sein....fehlendes Martinshorn in Verbindung mit solchen extremen Fahrweisen sorgt auch immer wieder dafür, dass die Freiwilligen als irre Raser missverstanden und deswegen ausgebremst werden, weil andere Verkehrsteilnehmer sich genötigt und bedroht fühlen.


18.10.2010 13:04    |    TuningStylerMen

Sehr sehr gut geschrieben, wirklich toll, Danke vielmals :) !!


18.10.2010 13:15    |    fire-fighter

@i need nos: Da kann ich Dir nur zustimmen! Schnell zur Wache JA, aber SICHER! Man sollte immer auf den Verkehr achten. Wenn man mal die Regeln verletzt (Einbahstrasse, Rote Ampel) dann sollte man SEHR vorsichtig sein, da man ja (wie Du schon bemerkt hast) nicht kenntlich ist. Oberste Prämisse ist also zügig ankommen, aber immer unter Beachtung der Sicherheit. Es bringt nichts, wenn man einen Unfall baut und die Feuerwehrkameraden auf einmal zwei Einsätze haben.

 

Zum Thema "Spende": Du wirst sicherlich auf offene Arme stoßen, wenn Du bei "Deiner" Feuerwehr mal danke sagst. Meist haben die freiwilligen einmal wöchentlich Übungsdienst. Eine ideale Gelegenheit für ein "Danke", dass dann auch bei der Mannschaft ankommt. Bier wird übrigens nicht in allen Feuerwehren gerne gesehen. Bei den meisten ist der Cola/Wasser-Anteil weitaus höher. Grillgut oder eine kleine Barspende wird auch immer gerne gesehen... :)

Wenn Du langfristig Gutes tun willst, frage nach der Möglichkeit als förderndes Mitglied beizutreten. Dann förderst Du Deine Wehr jedes Jahr durch einen Mitgliedsbeitrag und kannst diese Spende sogar steuerlich absetzen.

 

 

@clickme: Auch wir setzen Überdrucklüfter ein. Ich wollte jetzt nur nicht zu viele Randeinzelheiten in den Bericht reinbringen. Aber wenn Interesse besteht, kann ich ja auch noch mal über die Überdruckbelüftung schreiben.

 

 

@Lewellyn: Wie Magirus schon schrieb, rein kommen wir immer, ist nur eine Frage des Aufwandes. Notfalls bleiben auch noch die Fenster (Im Zuge der Vermeidung von Ausbreitung der Rauchschäden auch durchaus eine Alternative, da der Brandrauch sonst das Treppenhaus verraucht)

Für verschlossene Türen gibt es "Aufbruchs-Werkzeug" um den Schließzylinder zu zerstören. Oder halt die "Brutale" Methode mittels Kettensäge oder Brechwerkzeug.

 

Bei einer Lagerhalle haben wir sogar schon mal die Feuerschutztür sammt Rahmen aus der Wand gestemmt, um Zugang zu erhalten. Ist halt alles eine Zeit und Aufwandfrage...

Zum Thema "Türöffnungswerkzeug" werde ich hier allerdings keine Details schreiben. Du wirst Dir denken können, warum ;)


18.10.2010 13:29    |    Hummerman

@i need nos: In deinem Fall handelt es sich um einen irren Raser. Aber das er mit 200 km/h über eine rote Ampel gefahren ist, kann ich mir nicht vorstellen, außer vielleicht mitten in der Nacht im nirgendwo.

Gerade solche Idioten gibt es leider überall und einer reicht schon aus, um den Ruf der FF zu schädigen.

Blaulicht auf dem privat PKW war schon öfter mal im Gespräch, aber das wäre ein riesen Chaos, wenn auf einmal 20 Fahrzeuge mit Blaulicht zur Feuerwache fahren würden.

 

Spenden sind je nach Feuerwehr und deren Organisation, teilweise kritisch, du solltest das also gut absprechen. ;)


18.10.2010 13:33    |    clickme

@fire-fighter: Bei mir besteht da nicht wirklich ein gesteigertes Interesse dran. Ich kenne sie ja :) Es hat mich nur interessiert ob ihr das auch einsetzt. Vielleicht hätte ich eine andere Strategie von dir lernen können :)


18.10.2010 13:44    |    fire-fighter

@clickme: das war mir klar :D Unsere Strategie? erst wenn eine Abluftöffnung vorhanden ist wird der Lüfter eingesetzt. Vorher ist das Risiko einer Rauchgasdurchzündung zu groß.


18.10.2010 13:58    |    clickme

Es macht auch wenig Sinn wenn kein Fenster auf ist :D


18.10.2010 14:21    |    rayvip

Interessanter Bericht, danke lese sie immer wieder gerne wenn du etwas schreibst.

 

Wenn die Leute aus der brennenden Wohnung gerettet wurden und sagen das keiner mehr drin ist sucht ihr dann dennoch alles ab?

Dann entsteht durch den sich ausbreitenden Rauch mehr Schaden in der Wohnung, als durch das Feuer. Alle Räume sind nun unbewohnbar. Je nachdem ob der Rauch natürlich vorher schon in jedem Raum war oder nicht spielt es natürlich keine Rolle.

Der Hausflur voller Rauch, in dem Moment geraten die restlichen Bewohner in Gefahr und werden dann panisch laufen vielleicht durch den verrauchten Hausflur nach draußen...

 

Wer hat sich denn bei euch um das Feuer gekümmert und was brannte Fett auf dem Herd oder ein Toaster in der Ecke der Feuer gefangen hat?

 

MfG Ray


18.10.2010 14:23    |    fire-fighter

Manche nutzen den Lüfter auch wenn alle Fenster geschlossen sind. Per "Überdruck" im Treppenhaus soll so ein Ausbreiten des Brandrauches vermieden werden. Nachteile sind der Lärm (Lüfter direkt vor der Brandwohnung im Treppenraum) und der verstellte Fluchtweg. Außerdem kann es unkontrollierbare Effekte geben, wenn dann ein Fenster geöffnet wird. Durch den Luftzug wird das Feuer angefacht und es kann auch zu einer Begünstigung einer Rauchgasdurchzündung kommen.

 

Eine Rauchausbreitungsverhinderung durch "Rauchvorhänge " in der Wohnungstür ist da effektiver. (Für Laien: So ein Vorhang wird vor dem Öffnen der Brandtür in den Rahmen gehängt. Der Vorhang hält den Rauch im Brandbereich zurück und schützt unverqualmte Bereiche vor Rauchschäden. Zudem bleiben so die Fluchtwege weiterhin passierbar.)


18.10.2010 14:51    |    fire-fighter

@rayvip: Rauchausbreitung ist so eine Sache. Natürlich ist es schlecht, wenn der Brandrauch in das Treppenhaus zieht und den oberen Bereich in Mitleidenschaft zieht. Inzwischen gibt es Ansätze, die das verhindern, das war zum damaligenZeitpunkt noch nicht der Fall. Grundsätzlich werden alle Räume durchsucht, da sich ja auch noch Personen "verstecken" können. Auf die Aussage von unter Schock stehenden Bewohnern kann man sich nicht immer verlassen. Stell Dir vor, ein Schulkind kommt früher nach Hause, ist in seinem zimmer, als die nach Hause kommende mutter Feuer in der Küche bemerkt und sich auf den Balkon rettet. Und nun? Aus dem Grund wird auch bei der Aussage "keiner mehr vermißt" der Rest der Räume abgesucht. Meist dann aber etwas weniger gründlich, als bei einer vermißten Person. Verschlossene Räume, die "rauchfrei" sind, werden schnell abgesucht, möglichst mit geschlossen gehaltener tür.

In diesem Falle waren alle türen offen, die Wohnung komplett bis auf den Boden verqualmt. Gebrannt hatte es in der Küche. Ein Defekt in der Waschmaschine blieb unbemerkt, die Küche fing an zu brennen, die Küchentür wurde geöffnet, es kam wohl zu einer leichten Rauchdurchzündung. Die Bewohnerin ließ die Türe in Panik offen und rannte ins Wohnzimmer zu ihrem Mann. Diese Zeitspanne reichte, um Ihnen den Fluchtweg abzuschneiden, es blieb nur noch der Balkon. Gelöscht hat das Feuer dann der zweite Trupp, eine gängige Vorgehensweise. Zuerst ist es wichtig, dass keiner mehr in der Wohnung ist. Löschwasser erzeugt Wasserdampf. Die thermischen Schichten werden verwirbelt, die Sicht schwindet. Wenn es die Lage zulässt, ist es sinnvoll, zuerst die Räume abzusuchen und dann den Brand zu bekämpfen. Das kann aber in jedem Einsatz anders sein...


18.10.2010 14:52    |    mercedes-C140-fan

Toller Bericht!


18.10.2010 16:29    |    onkel-howdy

samma mal ne saudumme frage. so wie ich das lese bist du bei der ffw. was macht ihr wen euer "fahrer" nicht kommt bzw wen du alleine bist?


18.10.2010 16:30    |    Hummerman

@onkel-howdy: Per Funk eine andere Feuerwehr alarmieren oder im absoluten Notfall irgendeinen Zivilisten mit dem passenden Führerschein "Zwangsverpflichten".


18.10.2010 16:47    |    sus

Sehr interessanter Bericht und aufschlussreiche Kommentare von den "Feuerwehristen".

Hut ab!


18.10.2010 18:01    |    wiederaudifahrer

Hallo,

sehr interesanter Beitrag, Hut ab, Jungs!

Mein Nachbar ist Truppführer bei uns in der Gemeinde und ich bekomm da auch schon einiges mit, da bei uns die A7 direkt anliegt, haben die oft dementsprechend mit Autounfällen zu tun, aber natürlich werden sie mit anderen Sachen konfrontiert.

 

Gruß

WAF


18.10.2010 18:07    |    Maakus

Ich glaube bevor ich einen Zivilisten mit LKW-Führerschein fahren lassen würde, wäre ein(e) Feuerwehrmann/-frau mit PKW- Führerschein besser geeignet.

 

Abgesehen davon: Ein Grund in die Ausbildung zu investieren; gerade was neue Maschinisten angeht.

Hab nun auch schon n gutes Jahr die CE und warte immer noch auf den Maschinistenlehrgang.

 

Zur Einsatzfahrt mit dem privaten PKW zum Gerätehaus: Man hat keine hoheitlichen Rechte!

Deshalb darf man schlicht und ergreifend keine StVO- Regeln missachten! Etwas überhöhte Geschwindigkeit ist akzeptabel, aber nur solange eine Gefährdung anderer nahezu ausgeschlossen werden kann. Ein Retter, der gerettet werden muss bringts am Ende auch nicht mehr.

Ganz zu schweigen von den Unbeteiligten... also lieber mit Bedacht fahren, 20 Sekunden später am Gerätehaus ankommen, aber dann guten Gewissens in den Einsatz gehen. ;)

 

Gut Schlauch, Kameraden! :)


18.10.2010 18:16    |    Hummerman

@Maakus: Richtig, hoheitliche Rechte hat man nicht, aber Sonderrechte nach § 35 StVO. Jedoch nur solange niemand gefährdet wird und das kann schon bei 70 km/h im Ort der Fall sein.


18.10.2010 18:23    |    Anni 1964

Freiwillige Feuerwehrleute müssten viel mehr Beachtung bekommen und nicht erst wenn es vor der eigenen Tür brennt.

Dankeschön an Euch, das Ihr Euch auch der Katze angenommen habt. :)

Bei mir im Haus hat es vor 15 Jahren auch einen Kellerbrand gegeben, wobei sich der Qualm bis zum Dachboden zog.

War zu dieser Zeit auf Arbeit und kam anschliessend nach Hause, als alles nur noch schwarz war. :(


18.10.2010 18:30    |    Maakus

Letztes Hochwasser hab ich ne kleine Feldmaus gerettet...total entkräftet die Gute. Hätte sich bestimmt gut mit der Katze verstanden. :D


18.10.2010 18:51    |    In-Stinkt

Gegen die EInbahnstraße fahren, mache ich aus Erfahrung nicht mehr beim Einsatz. Hatte einmal einen älteren Herren, der mir entgegengekommen ist, der wollte kein Platz machen (hat sich wohl gedacht: "Der darf da nicht lang, also lasse ich ihn nicht durch")

 

Also musste ich wieder rückwärts raus, hat viel Zeit gekostet...


18.10.2010 18:57    |    Hummerman

@In-Stinkt: Da wäre ein "Feuerwehr im Einsatz"-Schild bestimmt hilfreich gewesen, ich selber habe keins, brauche ich hier im Dorf aber auch nicht.


18.10.2010 19:12    |    rayvip

Die Schilder jeglicher Art sind bei uns verboten in unseren Fahrzeugen.

Die kann eh keiner lesen im vorbeifahren und auch sonst Blaulicht oder sonst was ist nicht erlaubt im eigenen PKW. Kann sich ja jeder kaufen und einen auf FF machen. Daher hat das bei uns auch keiner und dann wäre ich wie in dem Fall mit der Einbahnstraße ausgestiegen schnell ihm gesagt was Sache ist damit ich nicht wieder zurück fahren muss. Der hätte dann gewiss Platz gemacht.

Immer schön zivilisiert verhalten auch im Einsatzfall.

 

MfG Ray


18.10.2010 19:34    |    Maakus

Gerade für die Einbahnstraße - so man das denn machen "muss"- ist das Schild sicher hilfreich. Ebenso vllt. auf Blitzerfotos... ;)

 

A propos Blitzer... sind letztens beim Katalarm in Kolonne mit 6 LFs an einem Rotblitzer vorbei über die Ampel.

 

*bing*

*bing*

*bing*

*bing*

*bing*

*bing*

 

:D


19.10.2010 13:59    |    Dr.Kloebener

Nach wie vor kann ich es nicht verstehen, warum Arbeitgeber zunehmend zicken, wenn das Thema"Freiwillige Feuerwehr" oder vergleichbar fällt.

 

Es könnte auch deren Allerwertester sein, der gerettet wird!

 

Ich finde es ein wichtiges Thema, das mal gesetzlich (auch für andere Bereiche, in denen Freiwilligkeit eine Rolle spielt) vernünftig zu regeln.

Sonst geht uns eines Tages mal die Luft aus.

 

Grüsse von

UG


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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor

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Renault

In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

Wer mehr wissen will - PN!

Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

Auf den Fotos kann man den Unterschied anhand der Einsatzkleidung erkennen. Niedersachsen bevorzugt orange Jacken, in Schleswig-Holstein ist die Nomexjacke dunkel.

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