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14.05.2020 08:23    |    fire-fighter    |    Kommentare (50)

Beim desinfizieren der Hände hat ein Arbeiter Verbrennungen ersten und zweiten Grades an seiner Had erlitten. Was ist geschehen?

VerbrennungenVerbrennungen

 

Dazu muss man erst die Zusammensetzung von den Desinfektionsmitteln beachten. Die meisten Handdesinfektionsmittel enthalten Alkohol. Üblich sind Anteile von 80%vol. Auch Gelartige Desinfektionsmittel sind meist alkoholbasiert.

 

 

 

 

Alkohol ist hochentzündlich. Vorsicht HochentzündlichVorsicht Hochentzündlich

 

Beim Einreiben der Hände hat der Arbeiter nicht gewartet, bis alle Rückstände des Gels abgetrocknet waren. Bei Wiederaufnahme der Arbeit kam es an einer Oberfläche zu einer statischen Entladung. Dieses an und für sich harmlose Phänomen war hier die Ursache für den Arbeitsunfall. Der statische Funke genügte, um die Alkoholrückstände zu entzünden. Die Hand stand kurzzeitig in Flammen.

 

Fazit: Seid vorsichtig im Umgang mit Desinfektionsmitteln. Erst wenn alles eingetrocknet ist, besteht kein Risiko mehr.

 

Bleibt gesund!

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27.05.2020 12:42    |    fire-fighter

Und das sollte ein gutes Schlußwort sein...


27.05.2020 13:05    |    BaldAuchPrius

Ich habe mit keiner Silbe (oder zeig mir das Gegenteil) irgend etwas von fake geschrieben.

 

Warnungen sind gut und richtig. Und zu allermeist sind sie auch gut gemeint.

 

Wie bei allen Gefahrstoffen kann man gar nicht genug darauf Hinweisen, dass man sachgerecht damit umgehen muss.

Gerade Desinfektionsmittel bringen ja nicht nur Brandgefahren mit sich, sondern auch noch anderes wie Giftigkeit, Umweltschädlichkeit, Hautunverträglichkeit usw.

 

Nur bei aller gerechtfertigter Ermahnung zum vernünftigen Umgang, finde ich es schwierig, mit Extrembeispielen Alarm zu schlagen.

 

Was ist denn die Wirkung eben beim "Laien"?: "oh, das Zeug ist sau gefährlich, das benutz ich besser gar nicht mehr" ob das dann für den Einzelnen nicht viel greifbarere Risiken herauf beschwört?

So, wie gewarnt wurde, entsteht der Eindruck, dass man in höchster Brandgefahr schwebt, wenn man sich die Hände desinfiziert. Unterlegt wird das dann noch mit real geschehenen Beispielen, die allerdings sachlich betrachtet, nur eins gemein haben mit einer halbwegs korrekt durchgeführten Händedesinfektion gemeinsam haben; das verwendete Mittel.

 

Um es plakativ zu vergeichen:

Jeder weiß, dass Benzin feuergefährlich und leicht entzündlich ist. Es gab tatsächlich Fälle, in denen wegen ungenügender Erdung ein Funken von der Zapfpistole zum Kanister auf der Ladefläche sprang, und einen Fahrzeugbrand beim Tanken ausgelöst hat. Der Mensch, der da tankte, hat sich auch schlimme Verbrennungen zugezogen. Dennoch käme kaum jemand auf die Idee, das Überwachungsvideo der Tankstelle zu posten, und zu warnen, wie hoch gefährlich doch so ein Tankvorgang ist. (auch hier ist falsche Handhabung ursächlich, der Kanister muss auf dem Boden stehen beim Befüllen)


27.05.2020 13:23    |    fire-fighter

Wie viele Fälle kennst Du, wo es zum Brand an der Tankstelle kam, wil ein Handy genutzt wurde? Passiert das sehr häufig? Nein? Trotzdem ist die Nutzung von Mobiltelefonen beim Tanken wegen dem Brandrisiko verboten.

 

Wo erweckt der Bericht denn den Eindruck, dass man in höchster Brandgefahr schwebt und deshalb die Nutzung unterlassen sollte?

 

Zitat:

Fazit: Seid vorsichtig im Umgang mit Desinfektionsmitteln. Erst wenn alles eingetrocknet ist, besteht kein Risiko mehr.

Ich sehe hier eher das Gegenteil...

 

Kannst Du nicht einfach mal einen informativen Hinweis als solchen hinnehmen, ohne in Haarspaltereien über Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten alles zu zerreden?


27.05.2020 13:49    |    BaldAuchPrius

ist dein Blog, ich sag nichts weiter dazu. Böse Worte dazu erspar ich allen.


27.05.2020 14:41    |    ppuluio

Ich war und bin lange genug Patient, und ja, es wird shcon mal aus der vollen Flasche Desinfektionsmittel über eine wunde gekippt. Kommt nicht oft vor aber immer wieder.


27.05.2020 16:51    |    fire-fighter

@BaldAuchPrius

Ich finde es schade, wie Du hier agierst. Du sendest mir PN mit mehr oder weniger plausibel gesammelten Erfahrungen. Dann schreibst Du hier komische Kommentare und "ersparst" uns böse Kommentare. Fakten kommen keine. Vergleichende Beispiele aus der Medizin reichen Dir nicht aus. Für Dich ist alles nur an den Haaren herbeigezogen und simple Panikmache. Gut, dann befassen wir uns mal mit den Inhaltsstoffen von alkoholbasierten Handdesinfektionen:

 

Zitat:

Hauptinhaltsstoff von Händedesinfektionsmitteln sind Alkohole (Ethanol, 1-Propanol oder 2-Propanol (Isopropanol)). Produkte mit 60 % bis 95 % Volumenanteil Alkohol sind am wirksamsten.

Quelle

 

Wie verhält sich Ethanol nun beim Abbrand? Hierzu habe ich ein anschaulichen Test gefunden. Bei Verbrennung von Spiritus (Hauptbestandteil hier Ethanol) werden im Anfangsstadium Temperaturen von 75-85°C erreicht. Genug, um Hautirritationen zu erreichen. Zum Zeitraum der Verdampfung, also kurz bevor der Spiritus abgebrannt ist, steigt die Temperatur auf 300-350°C an. Dieser kurze Zeitraum reicht durchaus aus, um Brandblasen zu verursachen. Siehe hierzu den Versuch nebst Meßprotokoll

 

Leider gibt uns die ursprünglich diesem Artikel zugrundeliegende Warnmeldung keinen Aufschluss über den Alkoholgehalt des verwendeten Desinfektionsgels. Auch die verwendete Menge wird nicht dargelegt.

Bei den hier möglichen Temperaturen zweifle ich jedoch nicht an der Echtheit der im Bild gezeigten Verletzungen.


27.05.2020 17:01    |    kappa9

Und dann mache das gleiche nochmal mit Alkoholhaligem Gel und etwas längerer Einwirkzeit in die Haut eingezogen: viel Vergnügen...


27.05.2020 17:51    |    BaldAuchPrius

.... gelöscht. würde außer Eskalation eh nix bringen


28.05.2020 11:46    |    fire-fighter

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 27. Mai 2020 um 17:51:20 Uhr:

.... gelöscht. würde außer Eskalation eh nix bringen

Schade. Ausser Behauptungen und verdeckten Anmerkungen wie oben kommt nichts...:rolleyes:


29.05.2020 10:34    |    BaldAuchPrius

Nur so viel: in der von dir angesprochenen PN habe ich dir das Produktdatenblatt des Gels zugänglich gemacht.

 

Dort ist ganz klar erkennbar: 45%ige Lösung. Und du argumentierst hier weiter mit 60 bis 90% (was bei flüssigen Lösungen ja auch stimmt)


02.06.2020 10:09    |    fire-fighter

Deine Argumentation ist unseriös.

 

Damit hier mal Klarheit reinkommt: Hier Dein Link zum Sicherheitsdatenblatt.

Dies ist ein Datenblatt eines Gels einer Drogeriekette. Ob dies das verwendete Gel war, ist zweifelhaft, da der original Fall im Englischsprachigen Raum stattfand. Insofern ist der Anteil des Alkoholgehaltes unbekannt. Aber nehmen wir mal an, es ist vergleichbar.

 

Wenn man mal nicht nur nach dem Anteil des enthaltenen Alkohols sucht, sondern das Datenblatt aufmerksam durchliest, stößt man auf diverse Hinweise zur Brennbarkeit dieses Gels.

 

Ich habe es für Dich mal hervorgehoben und hier angehängt.



Deine Antwort auf "CORONA - Vorsicht bei Händedesinfektion"

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Mein Blog hat am 20.04.2009 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

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In 20 Jahren Feuerwehr gibt es wirklich nichts mehr, was ich noch nicht erlebt habe.

FS CE besitze ich seit 2007, dafür noch mal vielen Dank an die Gemeinde :cool:

Meine Brötchen (und auch das für obendrauf) verdiene ich mir im weltweiten Service für Industrieelle X-Ray Anlagen

Privat bewege ich z.Zt. einen Skoda Octavia RS.

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Wo der fire-fighter herkommt...

Meine Ursprungsheimat liegt in Berenbostel. Das ist ein Stadtteil von Garbsen, in der Nähe von Hannover. Ein Teil der Berichte stammt aus meiner Zeit dort. Seit ein paar Jahren hat es mich beruflich ins schönste Bundesland der Welt verschlagen. Seitdem bin ich hier in Ahrensburg, in der Nähe von Hamburg aktiv.

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