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03.09.2019 18:49    |    124er-Power    |    Kommentare (112)

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Hallo zusammen,

 

da fahre ich letztens nichts ahnend am örtlichen VW Händler vorbei und wunder mich noch über diesen merkwürdig drein blickenden Blechwürfel auf 4 Rädern auf dessen Parkplatz, um letztendlich fest zu stellen, dass VW schon wieder ein neues unsinniges SUV auf den Markt geworfen hat.

 

Es schimpft sich T-Cross und basiert vermutlich auf dem Polo.

 

 

Da frag ich mich doch immer mehr, wie passt das alles in die heutige Zeit?

 

Klimawandel und Umweltschutz ist mehr denn je ein exorbitant wichtiges Thema in unser Gesellschaft, doch gleichzeitig werden immer mehr SUVs verkauft und neue Modelle kommen auf den Markt.

 

Am besten finde ich ja immer noch diese oberheuchler, die mit dem SUV mit dem guten alten Jutebeutel zum Bio Markt fahren. :rolleyes:

 

 

Zitat:

Einige SUV-Parker haben aufgegeben, sich um ein sozialverträgliches Verhalten zu bemühen. Sie gönnen sich zwei oder wenigstens eineinhalb Parkplätze und schüren damit jene Vorurteile, die sich oft genug auch im automobilen Alltag bewahrheiten.

Quelle und ganzer Artikel: https://www.welt.de/.../SUVs-sind-das-Endstadium-der-Evolution.html

 

 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich Zeit meines Lebens ein Autonarr mit Benzin im Blut bin und auf so ziemlich alles motorisierte stehe.

 

Doch bei den SUVs hörts wirklich bei mir auf!

 

Da ich selbst schon ein paar SUVs gefahren bin, kann ich diesen Hype überhaupt nicht nachvollziehen. Man sitzt zwar höher, was wirklich angenehm ist, jedoch sind die Blechkisten absolut unübersichtlich. Da lobe ich mir die gute alte G-Klasse, das ist noch ein echter Geländewagen mit Rundumsicht. Speziell beim Rangieren mit dem Hänger möchte man ja cm genau wissen, wo das Auto vorne aufhört. ;)

 

 

Und da stimme ich ausnahmsweise sogar mal den Grünen zu, dass SUVs verboten gehören, obwohl ich regulär überhaupt kein Fan von diesem Verein bin.

 

 

Anbei noch ein wirklich guter Twitter Beitrag (inkl. Video), der die Thematik in kürze und gut gewürzt untermahlt.

 

 

https://twitter.com/SecretCoAuthor/status/1082953073918730241

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Möge die Schlammschlacht eröffnet sein.

 

Kommentiert gerne, was auch immer euch gerade zu dem Thema einfällt.

 

 

PS: Die wenigen Menschen, die wirklich auf ein SUV / Geländewagen angewiesen sind, die sind von obigen Aussagen ausgenommen.

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03.09.2019 19:43    |    Hannes_55

Moin,

da hat die Umwelt-Hysterie nun auch einen Menschen mit "Benzin im Blut" erwischt?!?

SUV´s sind in meinen Augen die besseren Kombi´s. Kaum eine Mutter faehrt heute noch die 1,5 Kilometer von zuhause zum Kindergarten ohne SUV...

Fuer aeltere Menschen (und deren Anteil an der potentiellen Kaeuferschicht ist nicht unwesentlich) ist es essentiell, gut in das Fahrzeug zu gelangen und auch ohne Verrenkungen wieder aussteigen zu koennen. Haben Sie schon einmal versucht, bequem in einen aktuellen Mercedes- (oder VW- oder...) Kombi ein- und auszusteigen? Das ist fuer viele aeltere Menschen schon zur Turnuebung mutiert.

Den "Klimaschutz" tangiert ein SUV genauso viel oder wenig wie ein anderes Fahrzeug mit vergleichbarer Motorisierung.

Unter dem Gesichtspunkt duerften die Kuehe und ich auch nicht mehr pfurzen - Methan ist ein schlimmerer "Klima-Killer" als das viel beschworene CO².

Nur meine Meinung.

Gruss

Hannes


03.09.2019 20:53    |    E500AMG

Hallo,

 

nicht jeder SUV hat einen dicken V8, 500 PS und säuft 20 Liter aufwärts. Mit den Kleinen alá Tiguan bspw. kommt man mit 5 - 6 Liter Diesel auf 100 km aus, ein Golf Kombi braucht da nicht viel weniger.

 

Weshalb die Hersteller auf SUV setzen - Thema Elektromobilität weiter ausbauen mit Fahrzeugen, die hohe Reichweiten schaffen. Die schweren Elektrobatterien benötigen Platz, das Fahrzeug muss sicher zu fahren sein, die passen einfacher unter's Auto, deshalb ist es praktisch "aufzustocken" also eine SUV Karosse drauf zu setzen. Ich bezweifel, dass eine VW Polo Karosse Batterien im Unterboden in Höhe von 600 kg tragen kann und dazu sicher zu fahren sein soll.

 

Verstehe die Diskussionen um SUV's nicht, die richtigen Spritschlucker sind die, mit den großen, starken Motoren drin, das ist nicht die Mehrzahl der SUV's. Es fährt nicht jeder Q7, X5, GLS, oder Tahoe. Was ist dann mit den Luxuskarossen, Sportwagen, Unterstatement-Familienkombi wo niemand einen V8 Motor vermutet? Die gibt es doch zu genüge.


03.09.2019 20:55    |    schweik6

Da muss ich dir uneingeschränkt Recht geben.

Ich gehöre auch zur älteren Generation mit orthopädischen Einschränkungen, aber ein SUV kommt mir nicht in die Garage.


03.09.2019 21:09    |    Ben_F

Ich sehe das Problem eher darin, dass die Leute meist viel zu große Autos für ihre Bedürfnisse kaufen. Egal ob SUV oder nicht. Bequem einsteigen kann ich auch in einen Opel Agila oder so einen minivan.

 

Ich schließe mich da nicht aus, weil ich es sau bequem finde bin ich jetzt jahrelang große (allerdings ältere) Autos im Alltag gefahren, wie Omega und Co. Kürzlich hab ich mich dazu entschieden, die alltäglichen Strecken mit dem Fahrrad oder mit einem Opel Corsa zurückzulegen. Und nein, es ist kein neuer Corsa für den erstmal ressourcen für den Bau verwendet wurden, sondern ein "alter". ;)

 

Das hat nix mit Klimahysterie oder so zu tun, sondern mit Vernunft. Der kleine Corsa reicht mir auch um (allein!) in die Arbeit zu kommen oder den kleinen Einkauf zu erledigen. Und extreme Kurzstrecken (bis 10 km) fahre ich möglichst mit dem Rad.

 

Den Omega hab ich immer noch und den fahre ich auch gern. Aber mehr dann wenns sinnvoll ist. Sprich, wenn ich lange Strecken fahre und bequem fahren will oder wenn ich große Anhänger ziehen muss. Ansonsten steht der.

 

Und ich denke, viele Leute könnten für die meisten Wege auf ein kleineres Auto umsteigen.


03.09.2019 22:15    |    124er-Power

@Ben_F

 

Danke, du hast die Kernbotschaft verstanden :)


03.09.2019 22:19    |    124er-Power

@E500AMG

 

Es geht nicht allein um den Verbrauch.

 

Mehr Masse an Auto verbraucht mehr Recourcen und im falle eines Unfalls die Überlebenschancen des anderen.

 

Für mich bleiben SUVs der pure Egoismus.

 

 

Und Elektro is nach wie vor ein Trugschluss.

 

Hätten die mal lieber auf Wasserstoff gesetzt....


03.09.2019 23:00    |    Antriebswelle238

Mein (Micro) SUV wiegt keine 900 Kilo und verbraucht 4,7 Liter E10. :eek:

Darf ich es weiter fahren dem Klimaschutz zum Trotz oder muss ich mir ne Limo kaufen die das doppelte verbrennt? :cool:


04.09.2019 09:25    |    E500AMG

@ W124er-Power

 

Die meissten Menschen schimpfen zu den SUV's über den Verbrauch und den CO² Ausstoß.

 

Zum Ressourcenverbrauch, das wird den wenigsten ein Begriff sein - die am meisst verschwenderische Art war die Abwrackprämie. Fahrzeuge, welche noch gut 15 Jahren fahren hätten können, wurden verschrottet, weil die Neuen sauberer sind. Fahrzeuge die zum Teil 5 Jahre alt waren. Ich denke, wir Otto-Normalverbraucher verstehen das, die Deppen in der Politik jedoch nicht.

 

Von Elektromobilität halte ich immer noch nichts, das wird sicher noch 20 Jahre Entwicklungszeit brauchen, wenn die es überhaupt schaffen mit all den Kriterien. Ich wäre auch für Wasserstoff.

 

Zu den SUV's, ich hatte mir für Urlaubsfahrten welche geholt. Bequemer Einstieg (in meinem SL muss ich mich schon reinzwängen, obwohl ich noch keine 40 bin :D), tolle Übersicht und für Trips etwas Offroad (schlechte Schotterwege) besser geeignet, als mit einem PKW. Unfallgegner sind benachteiligt, aber was ist mit den LKW's? Ich wette, es gibt mehr LKW's als SUV's. Und ein Unfall mit dem LKW endet meisst leider tödlich.


04.09.2019 10:32    |    Hannes_55

@E500AMG

 

Das Thema "LKW" ist ein Eigenes; Gerade hier zeigt sich die Doppelzuengigkeit der "Politik". LKW-Transporte werden gefoerdert - die Schiene straeflich vernachlaessigt. Da laesst man die Infrastruktur noch immer verfallen.

 

LKW sind sicher nicht gut fuer den Klima-Schutz (was immer man auch darunter verstehen mag).

Vermehrter Transport von Guetern ueber die Strasse, Staus und Verkehrsbehinderungen finde ich nennenswert schlimmer gegen den "Klima-Schutz" als diese Diskussion ueber SUVs.


04.09.2019 11:08    |    124er-Power

@Han_Omag F45

 

Was fährst du denn ? :o

 

 

@all

Man sollte über alles reden.

Zum Thema LKW kann ich nur zustimmen, da is die Poltik auf beiden Augen blind und taub noch dazu. Absoluter Kasperle Verein......


04.09.2019 11:40    |    Antriebswelle238

@124er-Power

 

seit März Suzuki Ignis. Wenn man ihn genau betrachtet hat er alles was ein SUV ausmacht - nur eben kleiner.

 

Vorn und hinten kurzer Überhang, Bauchfreiheit, und das Fahrwerk ist auch nicht total auf Asphalt abgestimmt.

Ist 3,70 lang, wiegt 885 kg, 1,2 Liter 4 Zylinder Sauger mit 90 PS. Aktueller Verbrauch 4,7 Liter E10 (auf der Strasse, ich fahr kein Gelände, wollte aber auch keine der Kugeln die alle gleich aussehen und bei denen man sich beim Einsteigen den Kopf an der A-Säule stösst).


04.09.2019 14:40    |    124er-Power

4.7L is echt ein Wort :o


04.09.2019 14:54    |    howard_wep

solange die Fahrzeuge nicht unnötig viel verbrauchen sollen sie mir auch recht sein. Ich find dis schon sehr angenehm, etwas höher zu sitzen.


04.09.2019 16:39    |    Andi2011

Moin,

 

meistens geht es bei diesen Diskussionen doch rein um die persönliche Abneigung gegen eine bestimmte Bauart - in diesem Fall SUV`s.

Warum diese und deren Besitzer dann mit allen möglichen (Pseudo-) Argumenten meist auch noch pauschalisiert überzogen und häufig verunglimpft werden, verstehe ich persönlich nicht.

 

Immer wieder lese ich in wechselnden Varianten von der viel beschworenen "Mutti" im SUV die das Kind in den 1km entfernten Kindergarten fährt, dem ressourcenvernichtenden SUV-Fahrer, Parkplatzkillern und Egozentrikern....

 

In der Realität macht aber selbst in meiner Stadt Düsseldorf, der man in der Rheinischen Post im März diesen Jahres eine der höchsten SUV-Dichten in Deutschland bescheinigt, der Anteil noch nichtmal ganze 10% aus.

Der allergrößte Teil dieser -ich glaube im ges. nichtmal 4% Bundesweit- SUV auf unseren Straßen ist dann auch doch eindeutig eher auf dem Größenniveau eines Golf oder Passat, hat weder Allrad noch schluckt er Unmengen an Benzin oder passt nicht in Parkplätze/Parkhäuser usw.

Der kleinste Anteil der SUV ist in der Gruppe der wirklich fetten SUV der Größenordnung Porsche Cayenne, Audi Q8 usw. zuzuordnen - und dürfte somit genauso zu vernachlässigen sein wie der Fahrer einer S-Klasse, Audi A8, BMW 7er usw. um den man auch nicht so ein Gewese veranstaltet.


04.09.2019 20:11    |    bronx.1965

Zitat:

(...)Und da stimme ich ausnahmsweise sogar mal den Grünen zu, dass SUVs verboten gehören, obwohl ich regulär überhaupt kein Fan von diesem Verein bin.

Ausgrenzen mittels Verbot? Interessant. Was sollte denn als nächstes verboten werden? Der Currywurst-Stand weil er qualmt? Das private Grillen im eigenen Garten mittels Holzkohle? Oder vielleicht Cabrios, sind ja eh unnütze Fahrzeuge, die auch noch Spaß bereiten können. Ich kann die Grünen schon deshalb nicht ernst nehmen weil sie in meinen Augen eine Verbots - Partei mit geradezu pseudo - religiösem Dogma sind. Regulieren und verbieten, das sind deren erste Reflexe. Dazu dieser schlecht verhüllte "Ablasshandel" mittels geplanter und favorisierter CO 2 Steuer. Auch wieder nur eine neue Einnahmequelle, "Lenkungs-Charakter" wird sie jedenfalls genauso wenig entfalten wie es seinerzeit die Öko - Steuer tat!

Wer zur Arbeit muß, auf dem Lande wohnt, mit bescheidener Anbindung durch den ÖPNV, der wird weiter Auto fahren. Und nachdem er noch weniger Geld in den Taschen hat vielleicht auch bei der nächsten Wahl etwas nachdenklicher sein. Die einen wollen verbieten, andere am besten enteignen. Etwas läuft zur Zeit gewaltig schief hier m Lande!

 

Zitat:

meistens geht es bei diesen Diskussionen doch rein um die persönliche Abneigung gegen eine bestimmte Bauart - in diesem Fall SUV`s.

Warum diese und deren Besitzer dann mit allen möglichen (Pseudo-) Argumenten meist auch noch pauschalisiert überzogen und häufig verunglimpft werden, verstehe ich persönlich nicht.

Danke an meinen Vorposter, dem kann ich mich nur anschließen.

 

Zitat:

Klimawandel und Umweltschutz ist mehr denn je ein exorbitant wichtiges Thema in unser Gesellschaft, doch gleichzeitig werden immer mehr SUVs verkauft und neue Modelle kommen auf den Markt.

Umweltschutz & Klimawandel sind in diesem System, welches nur auf Wachstum und immerwährendem Konsum baut, schlicht unmöglich. Echte Nachhaltigkeit ist nicht gewollt. Nehmen wir die geplante Obsoleszenz, die AWP, was würde denn passieren wenn viel mehr Menschen hier echte Nachhaltigkeit praktizierten? Ein Auto so lange fahren, wie es sich machen läßt, nicht jeden Konsumfasching mitmachen würden, das neue Wischphon, etc? Daran hängt das ganze System, das weiß auch die Politik und hat schlicht keine Antwort darauf. Weil es systembedingt gar keine geben kann!

 

So lange das so ist entscheidet eben jeder selber ob er ein SUV fahren will, kann oder etwas anderes. Noch kann man das. Noch!

Ich fahre übrigens keinen SUV, sondern einen 18 Jahre alten Kangoo, dem ich erst kürzlich ein generalüberholtes Getriebe spendierte. Auch sonst ist die Karre technisch stets auf dem Stand. Das ist meine Version, dem ganzen Konsum - Hamsterrad so gut es geht den Rücken zu kehren. Wer einen SUV fährt wird von mir aber deswegen nicht verurteilt oder herabgewürdigt. Jeder wie er mag, kann und will.

 

Ist nicht persönlich gemeint, mit Grüßen, bronx. ;)


04.09.2019 21:38    |    BenutznameSchonVergeben

Ein 4,90m und 1,85m breiter Kombi nimmt also weniger Parkfläche ein als ein SUV?

Vor 30-40 Jahren haben die Kombis die Limousinen (in deutschland) fast vollständig vom Markt verdrängt. Das selbe wird mit nun mit Vans, Kombis, Kleinwagen und kompaktfahrzeugen durch entsprechende SUV Pendants passieren.


04.09.2019 23:55    |    124er-Power

@Andi2011

 

Danke für dein Kommentar.

Ich verstehe was du meinst.

 

In Bayern ist es schlimmer. Erlebe ständig unfähige SUV Fahrer.

 

Das mit dem Kiga / Schule kann ich allerdings nicht beurteilen da ich mich da nie aufhalte. :p

 

 

Für mich verkörpern die SUV, speziell natürlich die großen ala X5 und Co den menschlichen Hang zum Größenwahn.

 

Im Allg. habt Ihr natürlich recht, dass die Autos Allg. zu groß werden.


05.09.2019 00:04    |    124er-Power

@bronx.1965

 

Danke für dein konstruktives Feedback

 

Keine Sorge, ich würde niemals diesen Heuchlerverein der Grünen wählen *kotz*

 

 

Bin wohl etwas übers Ziel hinaus geschossen.

 

Ich mochte SUVs noch nie.

 

Bin allerdings absoluter fan vom Mercedes G.

 

Passt nicht so ganz zusammen, ich weiß :o


05.09.2019 09:18    |    Goify

Es ist ganz einfach und auch wirklich so: SUV-Fahrer haben die Kontrolle über ihr Leben verloren und man darf sie offiziell als Arschloch bezeichnen (Nico Paech), ohne dafür angefeindet zu werden.

So wie wir kein Recht dazu haben, jährlich auf die Bahamas zu fliegen, haben wir auch kein Recht dazu, ein SUV zu fahren. Oder kennt jemand einen, der dieses Recht verteilt hätte? Eben. Und sich selbst kann man keine Rechte geben (weil ich so fleißig bin, darf ich mir was gönnen).


05.09.2019 09:19    |    E500AMG

Das mit dem Größenwahn stimmt schon, wenn ich mir einen SUV holen würde, dann den Mercedes GLS - find ich endlos geil :cool: da fühlt man sich sicher, sitzt sehr hoch, hat Innen viel Platz, sieht von Außen geil aus, man schaut auf die anderen herab, usw... brauchen tut man das sicher nicht.

 

G ist auch geil, wird mal bei mir ein G55 K ins Haus flattern. Perfekter Motor für die schwere Karosse und bester Sound. Aber der ist zu schade für's Gelände.

 

Mein Fazit, wie ich das sehe mit dem Klimaschutz: solange es uns allen noch so gut geht und hier im Beispiel die SUV's nicht verboten werden, werde ich sicher die Jahre mal wieder einen SUV fahren. Umweltbewusstsein habe ich auch, aber wenn ich die Möglichkeit habe, einen schönen Wagen zu fahren, der mir gefällt und solange es viele andere dies auch tun, wird sich bei mir nichts ändern. Wenn man nur für die Umwelt leben will, muss man verdammt viele Abstriche machen.


05.09.2019 09:21    |    Goify

Und noch was zum Thema Verbote:

Unsere Gesellschaft basiert auf Verboten, denn alles, was nicht gut für unser Zusammenleben ist, wurde mittlerweile großteils verboten, denn mit Appellen kommt man nicht weit und ein gesunder Menschenverstand ist uns leider nicht zuteil geworden.

Schnellfahren - verboten

Töten - verboten

FCKW - verboten

Haus ohne Energieausweis bauen - verboten

Fleischessen - noch erlaubt

SUV-Fahren - bald verboten


05.09.2019 09:26    |    E500AMG

Es geht nur mit Ver- & Geboten + Regeln.


05.09.2019 09:40    |    Goify

Niedlich klingt es immer, wenn man die Grünen als Verbotspartei verunglimpft. Ich bin sicher auch kein Grünenwähler, jedoch muss man anerkennen, dass deren Vorschläge bzgl. CO2-Steuer, fleischfreie Tage etc. in das Parteiprogramm jeder Partei gehören.


05.09.2019 11:53    |    Ben_F

@E500AMG Mit einem einzelnen Satz hast du eigentlich das ganze Dilemma auf den Punkt gebracht: "Umweltbewusstsein habe ich auch, aber wenn ich die Möglichkeit habe, einen schönen Wagen zu fahren, der mir gefällt und solange es viele andere dies auch tun, wird sich bei mir nichts ändern. Wenn man nur für die Umwelt leben will, muss man verdammt viele Abstriche machen."

 

Da klingt heraus - warum sollte ich verzichten wenn sich alle andere den Luxus gönnen? Jeder einzelne ist meiner Ansicht nach gut damit beraten, seinen persönlichen, wenn auch kleinen Beitrag zu leisten. Ich glaube nämlich fest daran, wenn die Bevölkerung an sich ihr Verhalten nur im Kleinsten verändern würde, bräuchte es weniger Verbote und Regulierungen.

 

Und zu sagen "wenn man für die Umwelt leben will muss man verdammt viele Abstriche machen" ist das natürlich Quatsch. Beispiele gefällig?

- Ich trinke nur noch Leitungswasser, spare somit einen Großteil Plastik ein

- Ich kaufe Wurst und Fleisch in mäßigen Mengen, verzichte größtenteils auf Schweinefleisch und kaufe die Sachen frisch beim Metzger

- Ich fahre wann immer praktikabel mit dem Fahrrad - ich tue mir selbst etwas gutes damit und schone die Umwelt.

- Ich fahre meine Autos lange und repariere sie. Für den Weg in die Arbeit nutze ich einen Kleinwagen der wenig Sprit & Platz verbraucht.

 

Verzichte ich auf etwas? Nein, ich habe nicht das Gefühl.


05.09.2019 12:00    |    Goify

Um aber echt vorwärts zu kommen, Ben_F, wird es ohne echten Verzicht kaum gehen, oder anders formuliert, wir müssen lernen, mit weniger glücklich zu werden. Aktuell wohnen, fahren und konsumieren wir weit über unsere Verhältnisse.


05.09.2019 12:41    |    124er-Power

Weniger ist mehr ;)

 

Entwickelt sich ja doch noch zu einer interessanten Debatte hier :)


05.09.2019 12:43    |    E500AMG

@ Ben_F

 

Stimmt auch. Mein Hobby sind Autos, ich brenne für manche Modelle und erfülle sie mir, wenn es geht. Weshalb dann darauf verzichten? Während man Ozeanriesen erlaubt im Hafen ihre Motoren Tag und Nacht laufen zu lassen? Nur ein Beispiel. Die Verschmutzung was mein V12 macht, ist ein Bruchteil eines Mückenschisses.

 

Welcher Teil der Bevölkerung? Die in Deutschland? Die ganze Weltbevölkerung? In den Dritte-Welt-Länder ist der Grossteil der Bevölkerung gar nicht bewusst, wie sie selbst oder ihr Land die Umwelt verschmutzen. In vielen Ländern ist der Fluss das Müll-Abtransportmittel.

 

Weshalb sagst du Quatsch zu meinem Satz mit den Abstrichen? Was sollen deine wenigen Abstriche bringen? Das Verhalten der Bevölkerung im Kleinsten bringt fast nichts - es muss viel getan werden. Und dann auch wo jeder mit macht. Wenn Deutschland auf grün steht, aber die Lunge der Welt in Brasilien abgefackelt wird, ist das wie ein Tropfen auf den heissen Stein. Machen wir uns da nichts vor. Du verzichtest auf Schwein? Okay, Rinder produzieren viel mehr Methangase, als Schweine.

 

Auf Einkaufstüten aus Plastik verzichte ich auch, doch das bringt nahezu gar nichts. Wenn du nicht für Autos so eine Begeisterung hast und es als Hobby siehst, dann bist du auch zufrieden mit einem Kleinwagen. Jeder wie er soll. Ist ja auch ok. Nur für mich sind Autos mehr als nur ein Mittel von A nach B zu kommen.

 

Solange der Sprit noch verfügbar und günstig ist, werde ich mir Verbrennungsmotoren die mich faszinieren anschaffen und fahren, solange es noch geht.

 

Tust du reisen? Wie gehst du in den Urlaub? Per Flieger, Bahn, Auto, Fahrrad?

 

In der Verpackungsindustrie für Lebensmittel muss sich einiges ändern. Ein gelber Sack ist nach dem Verzehr der Produkte voll und das nach 2 bis 3 Tagen als 4 köpfige Familie.

 

Auf was für dich wichtig ist und du verzichtest, weiss ich nicht. Das ist bei jedem etwas anderes.


05.09.2019 12:48    |    Goify

E5000AMG, wir bewegen aber nichts, wenn wir mit dem Finger auf andere zeigen, denn dann können wir einfach wie bisher weiter leben, da ja keiner anfängt und das auch nicht muss, weil es immer jemanden gibt, der mehr Schadstoffe ausstößt/Ressourcen verbraucht.


05.09.2019 12:52    |    E500AMG

Goify, da sind wir wieder bei den Abstrichen. Wir leben ja auch weiter, wie bisher. Und solange es uns finanziell so gut geht wie jetzt, wird sich da auch nichts ändern. Das ist immer so.

 

Wo ist die Grenze zwischen nützlichen und unnützlichen Abstrichen? Da sehe ich das Problem.


05.09.2019 13:18    |    Goify

Wie nützlich und unnützlich?

Man wird um Abstriche nicht herum kommen und jeder kann mit sich selbst ausmachen, was ihn glücklich macht. Nur als Denkansatz: Die Bahn macht gerade Werbung, dass es die schönsten Ecken unserer Welt auch in Deutschland gibt (Grand Canyon oder Moselschleife) und man nicht wegfliegen muss. Was ist da Verzicht und fühlt man sich nach einem Transkontinentalflug gut?


05.09.2019 17:25    |    Ben_F

Ich weiß nicht, warum du mich gleich so angreifst und meinst all meine Vorschläge kleinzureden.

Du tust das, weil du im Grunde weißt, dass es nur so geht, es nur nicht wahrhaben willst.

 

Was das brennen für Autos angeht: Glaub mir mal, dass ich für Autos brenne und sie liebe. Autos sind ein großer Teil meines Lebens. Ich wage auch mal zu behaupten, dass ich schon mehr an Autos geschraubt und damit gemacht habe als du. Aber was ist meine Konsequenz? Ich lasse meinen "Spritschlucker", mein Hobbyauto, stehen und fahre ihn nur gelegentlich.

 

Und überleg doch mal, was passiert, wenn jeder wenigstens ein paar "kleine" Maßnahmen umsetzt. In der Summe ist das eine ganze Menge.

 

Goify, ich gebe dir natürlich Recht. Wir leben immer noch weit über unsere Verhältnisse. Das was wir als "Leben mit Absrichen" sehen, wäre für den größten Teil der Weltbevölkerung immer noch der absolute, übermäßige Luxus.


05.09.2019 17:49    |    BenutznameSchonVergeben

Die Freiheit zu konsumieren ist die Grundlage des Kpitalismus. Unsere Gesellschaft würde ohne den Konsum nicht funktionieren.

Wer ernsthaft die Moselschleife mit dem Grand Canyon vergleicht ist zu bedauern. Deswegen sind Reisen so wichtig, damit Die Welt sehen kann! Auf Fotos wird man nie begreifen können, wie beeindruckend die Erde sein kann.


05.09.2019 18:12    |    Goify

Mit welchem Recht bereisen wir die Welt?

Du kannst nun gerne die Bahn bedauern. :D


05.09.2019 18:32    |    E500AMG

Ben_F meinst du mich mit angreifen? Wenn ja, das ist doch kein angreifen. Nur meine Meinung. Zudem behauptest du das meine Meinung quatsch ist.

 

Das alles bringt eben zu wenig, das ist nahezu nicht der Rede Wert. Um die Erde, die Umwelt und die Atmosphäre wieder ins Gleichgewicht zu bringen, das bezweifle ich, das wir Menschen das je erreichen werden. Es ist schon 5 nach 12.

 

Man könnte es schaffen, doch dazu sind große Einschnitte in unserer Denkweise und Einstellung nötig. Doch so will und kann fast niemand leben, das wirft einen in die Steinzeit zurück.

 

Wage Behauptungen, du kennst mich ja nicht. Schrauber bin ich auch. Spielt ja auch keine Rolle, wer mehr geschraubt hat.

 

Das Hauptproblem ist das Bevölkerungswachstum. Zu viele Menschen wo zu viele Ressourcen brauchen / verschwenden. Jetzt lass mal die 3.-Welt mal zu etwas Reichtum kommen, was dann los sein wird, wenn die reisen können, wohin sie wollen, oder den fortschreitenden Städtebau. China buttert in die Infrastruktur und in die Wirtschaft von Afrika. Schauen wir mal in 20 Jahren, wie es dann mit der Natur / Umweltschutz aussieht. Nur mal ein Gedanke.

 

Ich verstehe dich schon zum Teil. Zum Thema Luftreinhaltung / Plakettenwahn in D: einmal über die Grenze zu Polen dürfen Autos weiter fahren, die hier in Großstädten verbannt werden. Ein kleines Land wie Deutschland bemüht sich wie fast kein anderes Land um den Umweltschutz, Tierschutz, Luftqualität. Es ist aber so ein winziger Teil - aber Deutschland hat die Vorreiterrolle und hofft, das viele Länder nachziehen, was auch zum Teil klappt. Aber das wird noch Jahrzehnte dauern und es werden nie alle mitmachen.


05.09.2019 19:06    |    124er-Power

Klar ist die Menschheit spät dran.

 

Doch wenn jeder denkt, das bringt doch nichts, dann wird es immer schlimmer auf dieser Welt.


05.09.2019 19:57    |    Ben_F

@124er-Power Genau das meine ich.

@E500AMG Ich sag nicht, dass du nicht recht hast. Ich will nur zum Ausdruck bringen, dass jeder seinen Beitrag leisten kann, wenn uns doch schon bewusst ist, wie alles den Bach runter geht.Ich will niemanden bekehren, ich sage auch nicht, dass mein Weg der perfekte ist. Ich bin weit davon entfernt, ein CO2 neutraler, veganer zu sein. :D Aber ich versuche mich halt zu bessern. Und das kleinste bisschen ist immer noch besser als ein "weiter so".

 

Edit. Die Entwicklungsländer sind natürlich wieder eine ganz andere Baustelle, auch da hast du Recht. Aber auch China (weil du es als Beispiel angeführt hast), hat erkannt, dass Umweltschutz eine Rolle spielt. Dort denkt man aber anders als in Deutschland nicht nur an Sanktionen der Sünder, sonder daran, die "Guten" (oder saubereren) zu belohnen. Vielleicht sollte man darüber auch langsam mal in Deutschland bzw. in Europa nachdenken. Anreize schaffen statt Verbote.

 

Wäre der ÖPNV bei uns nicht so schlecht, würde ich den auch eher in Betracht ziehen. Aber hier ist halt leider Realität, dass ich statt 20 minuten mit dem Auto 60 Minuten mit dem Bus unterwegs bin. Und da bin ich dann auch zu bequem und egoistisch, weil ich es mir leisten kann mit dem Auto zu fahren.


05.09.2019 20:51    |    158PY

SUVs und die aktuelle Umweltdebatte passen überhaupt nicht zusammen. Damit ist schon alles gesagt. Möglich ist dieser Boom einfach deshalb, weil die Leute viel mehr Geld als früher ausgeben wollen und können. Irgend einen Sinn hat keine einzige von diesen Kisten. Die Leute sagen immer, es wäre so schön, wenn man hoch sitzt. Warum kaufen sie dann keinen Traktor oder LKW?

 

Der Sprit Verbrauch fällt nicht ins Gewicht, schließlich tankt man nie mehr als 20,- Größere Scheine werden eh nicht angenommen... ;)


05.09.2019 21:10    |    Antriebswelle238

Zitat:

Die Leute sagen immer, es wäre so schön, wenn man hoch sitzt. Warum kaufen sie dann keinen Traktor oder LKW?

Wenn du die Antwort wirklich nicht selbst findest ist dir nicht zu helfen. :rolleyes:


06.09.2019 07:58    |    Norbert W.

Kleine SUVs sind nat. nicht mit den Großen vergleichbar. Am Spritverbrauch kann man schon mehr festmachen. Viel Spritverbrauch, viel Schadstoffausstoss, ganz einfach.

 

Bei der Umweltdebatte habe ich jetzt auch in den Medien gelesen, dass die Zahl der Menschheit auf der Erde massiven Einfluss darauf hat. Diese Diskussion habe ich in der Öffentlichkeit vermisst.

 

Eins ist klar, die Natur hat uns geschaffen, sie wird uns auch richten; ganz sicher nicht andersrum. Wir bekommen die Natur nicht kaputt. Wir machen die Voraussetzungen kaputt, auf diesem Erdball weiter leben zu können. Der Erdball kann sich künftig auch ohne uns weiterdrehen.

 

6 Mrd. Menschen weg und die Umweltdebatte ist Geschichte.

Lösungen in diese Richtung sind allesamt inhuman, deshalb wird es die von uns auch nicht geben.

Diesen Job wird die Natur übernehmen, hoffentlich ist das nicht bald.

Wir werden erfahren, dass das Überleben ein Kampf ist, das ist nötig, von der Evolution so ausgelegt.

Die bequemen SUVs sind dann wohl kein Thema mehr.


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