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26.02.2021 14:58    |    jennss    |    Kommentare (71)

Wofür würdet ihr euch am ehesten entscheiden?

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Es ist Dienstag, 20°C, die Sonne lacht, die Stimmung steigt. Der neue Kontoauszug kam gerade per Post und ihr stellt fest: Auf dem Konto sind gut 50000 € zu viel. So geht das nicht weiter. Das macht ja keinen Spaß. Also ein neues Auto bestellen, für etwa 60000 €. Das macht bei abgezogener Umweltprämie (7975 € bzw. 9570 €) noch runde 50000 €. Die schwierige Frage: Worauf setzt ihr den Schwerpunkt, eher auf Power oder eher auf "Volle Hütte". So gibt es beim Mercedes EQA eine wundervolle Aufpreisliste, dass man aus dem Häkchensetzen kaum herauskommt. Der EQA kostet nackt 47540 €. Da ist noch reichlich Platz für Leckereien wie Schiebedach, Burmester Sound, 20" Felgen, Verstelldämpfung, Edition 1-Paket etc.. Man kann übrigens noch weit über 60000 € kommen. Ihr guckt auf die Daten: 8,9 s. auf 100 mit Fronantrieb. Reicht das? Man kann auch andere Schwerpunkte setzen. So kosten Volvo XC40 P8, Polestar 2 und Tesla Model 3 Performance jeweils rund 58000 € nackt (alles ohne abgezogene Umweltprämie). Die haben Allrad und mehr als 400 PS. Ein XC40 P8 geht in 4,9 s. auf 100, der Polestar 2 in 4,7 und das Model 3 P. in unglaublichen 3,3 s.. Dazwischen wäre dann noch der Hyundai Ionic 5 Project 45 (59900 €), der mit Allrad und 305 PS 5,2 s. auf 100 schafft. Ein Mustang Mach E mit Hinterradantrieb und Extended Range (294 PS, 6,2 s. auf 100) kommt nackt auf 54475 € und lässt noch etwas Platz für einige Extras, ebenso der Mach E mit Standard Range und Allradantrieb (269 PS, 5,6 s. auf 100, 400 km, 54000 € nackt). Ein VW ID.4 Max kommt bei voller Hütte und Alufelgen auch etwa auf 60000 €, hat Hinterradantrieb und geht mit 8,5 s. auf 100. Reichweiten nach WLTP und 0-100:

 

Mercedes EQA 426 km, 8,9 s.

VW ID.4 Max 506 km (19" Alu), 8,5 s.

Ford Mustang Mach E Ext. Range 610 km, 6,2 s.

Ford Mustang Mach E Std. Range Allrad 400 km, 5,6 s.

Hyundai Ioniq 5 P45 460 km, 5,2 s.

Volvo XC40 P8 418 km, 4,9 s.

Polestar 2 470 km, 4,7 s.

Tesla Model 3 P. 567 km, 3,3 s.

 

Wie würdet ihr entscheiden? Power, Volle Hütte oder dazwischen?

j.

 

PS: Im April käme in die Liste sicher noch der ID.4 GTX und der Skoda Enyaq mit 306 PS und weniger Ausstattung als beim Max, aber zu denen gibt es noch keine Preise.

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25.02.2021 02:43    |    jennss    |    Kommentare (124)

Wie gefällt euch der Ioniq 5?

Im Mai 2019 schrieb ich mal einen Artikel mit der Frage, ob der ID.3 ein Gamechanger ist. Heute denke ich: Ja, ist er. Kein anderes E-Auto bietet mehr Reichweite für das Geld und er bringt damit den Wechsel zur reinen E-Plattform mit Hinterradantrieb in die Masse. Als echte Gamechanger sehe ich auch Model S und Model 3 von Tesla, jeweils zu ihrem Erscheinungsdatum und aus verschiedenen Gründen, sowie den Porsche Taycan. Sie alle brachten wertvolle Fortschritte für die Elektromobilität.

 

Der nächste Gamechanger

 

Der Hyundai Ioniq 5 geht noch einen Schritt weiter: Er hat nicht nur eine reine E-Plattform, sondern führt auch noch die 800 V-Technik, die mit guter Akkuklimatisierung ein sehr schnelles Laden erlaubt, in der Mittelklasse ein. Preislich liegt er bei der Hälfte (41900 €) eines Taycan (83520 €), welcher als erster die 800 V-Technik eingeführt hat, die sicherlich eine große Zukunft hat. Dabei bietet der Ioniq 5 ein Ladetempo, das sogar noch einen Tick über dem vom Taycan liegen soll: 18 Minuten von 10 - 80% sind einschließlich Topklasse ungeschlagen. Das liegt auch daran, dass die Akkus etwas kleiner sind als beim Taycan, aber ähnlich viel kWh pro Zeit reinbekommen. Beim Ioniq 5 kann man davon ausgehen, dass er eine starke Klimatisierung bietet und damit vermutlich auch eine hohe Dauerleistung. Ein ID.3 lädt 5-80% in 35 Minuten, was doch beträchtlich länger ist, ein Model 3 Longrange am Supercharger V3 liegt mit 0-80% in etwa 25 Minuten bei 400 V-Technik schon nah dran.

 

Das 800 V-Ladenetz von Ionity liefert bereits jetzt fast schon wie die Supercharger eine brauchbare Abdeckung an Autobahnen, jedoch noch nicht in Städten. Vorteil der Supercharger ist die Vernetzung mit den Teslas. Dafür hat Ionity kein Powersharing wie die Supercharger, d.h. selbst der letzte Fahrer bekommt noch die maximal mögliche Leistung, während man bei Tesla an der letzten freien Ladesäule die A-Karte mit weniger Ladeleistung gezogen hat ;).

Edit: Es gibt noch weitere Anbieter von HPC-Ladesäulen (HighPowerCharging), welche auch 800 V einschließen (bis max. ca. 920 V). Einige wie z.B. von EnBW sind schon in Stadtgebieten vertreten.

 

Ich bin der Ansicht, dass starkes Laden nicht unbedingt sonderlich schädlich für einen Akku ist. Es kommt drauf an, wie man es macht. Ich erinnere mich an mein erstes Handy mit Schnellladung (schaltet bei entsprechendem Ladegerät von 5V auf 9V um), das Samsung S6. Ich habe es etwa 1 Jahr behalten und dann weiterverkauft. Dabei war schon eindeutig ein Kapazitätsverlust zu bemerken. Wir haben jetzt in der Familie drei Huaweis, die noch deutlich schneller laden können. Nach 2 Jahren sind noch keine klaren Kapazitätsverluste auffällig, denn Huawei hat die Schnellladetechnik perfekt im Griff, obwohl mein Mate 20 Pro sicher schon über 1000 Zyklen runter hat. Dabei lade ich fast immer schnell mit Originalladegerät (40 Watt). Ich habe auch noch eine alte Nikon D600, deren Akkus nach 8 Jahren noch ok. sind. Man kann sie nur am Originalladegerät laden und damit sind sie immer ziemlich schnell voll (3/4 h? Habe ich nicht gemessen). Was ich sagen will: Ich denke, Schnellladen kann man durchaus im Alltag machen, also als "Laternenparker" ohne häusliche Lademöglichkeit, und dafür ist der Ioniq 5 perfekt - wenn denn die 800 V-Schnelllader sich noch in den Citys verbreiten. Er lädt bis 80% fast so schnell wie man einen Verbrenner tankt (inkl. bezahlen an der Kasse mit Schlange ;)), wobei der Verbrenner dann allerdings noch mehr Kilometer reinbekommt.

 

Ich schätze die 800 V-Technik sehr zukunftsträchtig ein, genauso wie eine reine E-Plattform, denn das extreme Schnellladen nimmt den E-Auto-Gegnern den Wind aus den Segeln, ähnlich wie die E-Plattform, die die Preise auf ein neues Level führte (ID.3 mit 426 km WLTP-Reichweite für 34995 € abzgl. Umweltprämie, sowie 549 km für 41995 €). Wie entscheidend die 800 V-Technik ihre Vorzüge ausspielen kann, hängt im Wesentlichen vom Einsatzbereich ab, d.h. wie oft man sie nutzen wird.

 

Der Ioniq hat folgende Daten (ohne Gewähr):

Länge 4,635 m

Breite 1,890 m

Höhe 1,605 m

Radstand 3,0 m (mehr als ein Taycan mit 2,9 m)

Wendekreis ? (da bin ich gespannt, ob die 2WD-Version einen kleineren hat)

Kofferraum 531 l. hinten plus vorne 57 l. (2WD) bzw. 24 l. (4WD)

Zuglast 1600 kg (4WD)

 

58 kWh 2WD: 170 PS, 8,5 s. auf 100 (ab 41900 €, rechnerisch ca. 380 km nach WLTP)

58 kWh 4WD: 235 PS, 6,1 s. auf 100

72,6 kWh 2WD: 217 PS, 7,4 s. auf 100 (470-480 km nach WLTP)

72,6 kWh 4WD: 305 PS, 5,2 s. auf 100 (Startversion 59550 €)

 

Daten und Bilder findet man hier. Die genauen Ausstattungen sind noch nicht klar.

 

Welche E-Autos werden mit dem Ioniq 5 jetzt angegriffen?

 

An erster Stelle stehen sicher ID.4 und Skoda Enyaq. Der ID.3 rettet sich über die Kompaktheit (fast 40 cm kürzer) und die Preisklasse vor dem Ioniq-Angriff. Ich sehe ihn damit noch etwas mehr als Auto für die Masse. Das Model 3 StandardRange Plus wird auch mit den günstigeren Varianten des Ioniq 5 konkurrieren, bietet aber mehr Power.

 

Ich denke, auf den Bildern sieht man immer die Top-Version "Project 45" (so hieß der Prototyp). Sie fordert mit über 300 PS gleich einige E-Autos heraus, wie z.B. BMW iX3, Mercedes EQC, Volvo XC40 P8, Polestar 2, Audi E-tron 50, Ford Mustang Mach E, Toyota Mirai 2, Tesla Model 3 Performance, Model Y LongRange, Skoda Enyaq und VW ID.4 Max oder auch der wohl im April kommende ID.4 GTX (306 PS Allrad). Von diesen haben übrigens nur Tesla und VW/Skoda eine reine E-Plattform (Mirai mit Brennstoffzelle mal ausgenommen).

 

Wenn man die Ladezeit an den Autobahn-Ladesäulen nicht als wesentliches Kriterium betrachtet, sind die anderen durchaus konkurrenzfähig. Da bietet jeder seine eigenen Vorzüge. Der Ioniq 5 ist aber schon ein rundes Paket. Betrachtet man die schnelle Ladefähigkeit als Ersatz für einen großen Akku, dann ist sie auch umweltfreundlicher, da der CO2-Rucksack aus der Produktion kleiner ist.

 

Die eigenen E-Autos von Hyundai (Kona Elektro sowie Schwester-Auto Kia e-Niro) haben aktuell Probleme mit der Akku-Sicherheit (Rückruf) und so kommt die Vorstellung des Ioniq 5 jetzt ganz gelegen, um wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen.

 

Interessant finde ich beim Ioniq 5 übrigens auch, dass er beim Cockpit einen recht kahlen Stil wählt, ähnlich wie beim ID.3 und BMW i3 ohne genutzten Bereich zwischen Armaturenbrett und dem Teil zwischen den Sitzen. Es scheint ein Trend zu werden. Daran sieht man auch mal wieder, wie fortschrittlich der i3 damals schon war. Leider hat BMW beim Fortschritt dann nicht nachgesetzt, aber es wird wohl bald einen i4 geben. Hyundai hat den Innenraum sehr flexibl gestaltet und erstmals eine vorne verschiebbare Mittelkonsole zwischen den Sitzen gebaut. Die Rücksitze lassen sich verschieben und die vorderen Sitze weit nach hinten klappen, wobei es noch eine ausfahrende Wadenstütze gibt.

 

Ähnlich wie beim Honda e hat auch der Ioniq 5 eine 230 V-Steckdose, jedoch mit starken 3,6 kW Leistung. Damit kann man andere E-Autos notfalls schneller laden als beim Honda e (1,4 kW).

 

Interessant wird noch sein, wie weit Hyundai auf dem Weg zum Autonomen Fahren ist, auch wenn ich das eher für einen Wettkampf der Hersteller als für ein wichtiges Feature halte. Aber da gibt es ja ganz unterschiedliche Ansichten.

 

Wie findet ihr das Design des Ioniq 5? Mir gefällt es, auch wenn ich den Ioniq 5 etwas kompakter erhofft habe. Einen Tick erinnert mich die glatte Seite an den ersten Seat Ibiza von Giugiaro. Das Leuchtendesign (heutzutage sehr wichtig) des Ioniq 5 gefällt mir ausgesprochen gut und gibt ihm ein eigenes Aussehen.

 

Heute um 10 Uhr startet übrigens die Online-Reservierung für das Start-Modell "Project 45". Das erste Foto ist von der Hyundai-Homepage, die anderen habe ich auf der IAA 2019 geschossen (Prototyp).

j.

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10.02.2021 03:27    |    jennss    |    Kommentare (62)

Welches Auto würdet ihr am ehesten kaufen?

Audi hat jetzt den Audi E-Tron GT vorgestellt. Der liegt zwischen dem Porsche Taycan 4S und dem E-Tron S Sportback.

 

Die Audi-Seite zum E-Tron GT ist: https://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen/e-tron-gt/audi-e-tron-gt.html

Da sieht man schon eine Menge, auch wenn der Konfigurator noch fehlt. Kurzdaten und Preise der drei (soweit ich informiert bin):

 

E-Tron GT:

- 99800 €

- 4,1 s. auf 100

- 487 km Reichweite nach WLTP

- 85 kWh netto (Taycan 83)

- 476 PS (530 PS Overboost)

- Mit 1,41 m 2,7 cm höher als Porsche Taycan

- Großer Akku und Wärmepumpe serienmäßig

- Beim Händler ab Mai 2021

- Proportionen wie Taycan, aber Design ganz anders (z.B. innen mit Knöpfen zur Heizungsverstellung etc.)

- Kofferraum 405 l. + 85 l. Frunk (vorne)

- 245 km/h

 

Der E-Tron S Sportback ist dagegen ein SUV mit leichter Coupé-Form:

- 96050 €

- 4,5 s. auf 100

- 370 kW (503 PS)

- 210 km/h

- 86 kWh netto

- 380 km Reichweite

- 615 l. Kofferraum, große Heckklappe

- Höhe 1,61,5 m

 

Und der Porsche Taycan 4S als Technik-Bruder des GT:

- 106487 € mit kleinem Akku (408 km), 112.008,60 mit großem Akku (464 km)

- Wärmepumpe kostet extra (773,50 €)

- 4,0 s. auf 100

- Kofferraum 366 l. (?) + 81 l. Frunk (vorne)

- 250 km/h

 

Für welchen würdet ihr euch am ehesten entscheiden?

Btw: Bei den Preisdifferenzen zwischen Porsche und Audi könnte ich mir vorstellen, dass noch ein GT mit Heckantrieb kommt, also mit den Daten vom Basis-Taycan, und für ca. 70000 € im Bereich der Umweltprämie :).

j.

 

PS: Weitere Infos/Bilder: https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

 

PPS: Fotos habe ich von den Homepages Porsche und Audi. Ist hoffentlich ok..

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06.02.2021 21:45    |    jennss    |    Kommentare (30)

Welches Auto würdet ihr am ehesten bestellen?

Der Mercedes EQA ist jetzt bestellbar. Zunächst ist er nur als EQA 250 im Konfigurator. Später soll er noch mit Allrad kommen. Der 250er hat Frontantrieb, 190 PS, 8,9 s. auf 100 und 66,5 kWh netto Akkukapazität. Damit kommt er nach WLTP 426 km weit, also weiter als der große Bruder EQC. Der Kofferraum ist mit 340 l. etwas kleiner als beim ID.3 (385 l.). "Auto, Motor und Sport" hat schon einen kleinen Fahrbericht im Heft.

 

Was bietet der EQA für 47540,50 €? (Ohne Gewähr)

 

  • Er qualifiziert sich mit dem Preis haarscharf für die maximale Umweltprämie (9570 €)
  • Er hat eine ordentliche Serienausstattung, z.B. 18" Aluräder, LED-Scheinwerfer, aktiver Spurhalte-Assistent, Festplatten-Navigation (online gegen Aufpreis), Rückfahrkamera, el. Heckklappe
  • Nicht serienmäßig sind z.B. beheiztes Lenkrad oder Sitzheizung
  • Leder gibt es nur im Edition 1 (8.520,40 €) oder im Paket mit AMG (zus. > 5000 €)
  • Multibeam-Scheinwerfer (= ~Matrix) gibt es für den EQA nicht
  • Burmester® Surround-Soundsystem gibt es nur im Premium-Paket (5.557,30 €)
  • Advanced Soundsystem gibt es im Advanced-Plus-Paket (3.677,10 €)
  • Headup-Display gibt es im MBUX Innovations-Paket (1.368,50 €)
  • Zugriff zum Auto (wohl für Standheizung etc.) gibt es im Paket "Remote und Charging Services Premium" (618,80 €)
  • Das Fahrassistenz-Paket kostet 1.439,90 € (ich nehme an, wie Travel-Assistent bei VW)
  • Ein echtes Schiebedach gibt es im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten (nur Glasdach) optional (d.h. zum Öffnen)
  • Verstelldämpfung gibt es für alle Varianten
  • Satz Winterräder (Alu 18") ab Werk kostet 2.201,50 €
  • Der EQA kann mit optionaler Anhängerkupplung bis 750 kg ziehen
  • 340 l. Kofferraumvolumen (GLA hat 435 l., GLA PlugIn-Hybrid 385 l.)
  • Es gibt keinen Frunk (Frontkofferraum), soweit ich weiß
  • Die Bezeichnung EQA 250 erstaunt, denn in der Beschleunigung liegt er noch unter dem GLA 200 (EQA 250 8,9 s. vs. GLA 200 8,7 s. vs. GLA 250 6,9 s.).
  • Der EQA kann 11 kW AC und 100 kW DC laden, bei 30 Min. bis 80%
  • Speed max. 160 km/h
  • Wendekreis 11,4 m
  • Viele technische Infos: https://jesmb.de/5508/
  • Fotos+Videos: https://jesmb.de/5567/

 

Mercedes hat also einiges in Pakete versteckt, aber manch andere Hersteller sind da noch viel extremer. Im Konfigurator des EQA findet man viele Einzelpunkte und auch verschiedene Dekore im Innenraum. Zu den Vorzügen des EQA kann man das schöne Interieur zählen. Außerdem ist im Gegensatz zu vielen anderen E-Autos ein echtes Schiebedach lieferbar, also zu öffnen. Viele EQA-Extras sind bei den Verbrennern (GLA) nicht in Pakten versteckt. Das scheint ein Trend zu werden, der nicht jedem gefällt, aber Grund bei Mercedes sind wohl die geringer erwarteten Stückzahlen. Daher hat man auch auf die Entwicklung der Multibeam-Scheinwerfer für den EQA verzichtet (GLA hat andere Lampengehäuse).

 

Die 426 km Reichweite nach WLTP sind exakt der gleiche Wert, den auch der VW ID.3 Pro mit 58 kWh in der Basis-Ausstattung hat. Überhaupt sind ID.3 und ID.4 wohl die größten Konkurrenten. Von Länge und Höhe her liegt der EQA genau dazwischen. Alle ID's hier haben 204 PS. Da wäre der ID.3 mit 58 kWh als Max (7,3 s. auf 100), sowie mit 77 kWh als Tour (WLTP 549 km, 7,9 s. auf 100). Beide haben sehr viel (technische) Ausstattung, liegen preislich weit über den Basisvarianten mit gleichem Antrieb/Akku. Der ID.4 mit 77 kWh netto ist dann mit weniger Ausstattung als Life in preislicher Nähe (ca. 520 km nach WLTP, 8,5 s. auf 100).

 

Es gibt noch allerlei weitere Alternativen. So ist jetzt auch gerade der Lexus US300e erschienen. Der hat 315 km Reichweite nach WLTP, 204 PS (7,5 s. auf 100) und wie der EQA Frontantrieb. Der kostet 47550 € und setzt als einziger auf CHAdeMO-Ladestecker (50 kW DC und 6,6 kW AC). Gegen Aufpreis gibt es 10 Jahre Akku-Garantie bis max. 1 Mio. km.

 

Preislich ein direkter Konkurrent ist dann auch noch der Ford Mustang Mach E mit 440 km nach WLTP und 269 PS (6,1 s. auf 100, 180 km/h, 11,6 m Wendekreis). Er hat wie die ID's von VW Hinterradantrieb.

 

Bei Tesla liegt das Model Y klar über dem EQA. Beim Model 3 liegen SR+ und LR preislich drumherum. Wegen der aktuell umstrittenen Akkus im Model 3 SR+ aus China (nur Software-Problem?) habe ich hier mal den LongRange mit den alten Akkus in die Umfrage gepackt, obwohl der preislich einen Tick über den anderen liegt (Allrad, 4,4 s. auf 100, 580 km nach WLTP, 233 km/h). Aufgrund der verlockenden Aufpreisliste werden aber sicher viele EQA nicht günstiger sein. Bei Tesla braucht es keinen Vertrag, um mit noch einigermaßen günstigen 35 Ct./kWh auf Langstrecken am Supercharger zu laden.

 

Kia e-Niro und Hyundai Kona Elektro muss man wie den ID.3 mit viel Ausstattung nehmen, um ihn auf den Preis des EQA zu heben. Mit Premium-Paket liegt der Kona Elektro bei 48.450 €. Beide haben 204 PS und auch Frontantrieb. Ihre Reichweiten liegen nach WLTP knapp unter 490 km.

 

Ansonsten wären da noch Skoda Enyaq und BMW i3s, beide mit Hinterradantrieb. Der i3s hat mit 285 km eine recht kleine Reichweite nach WLTP, der Enyaq mit max. 536 km eine recht große. Dafür beschleunigt der i3s besser (6,9 s. auf 100) als der Skoda (8,5 s.). Der i3s punktet wie die ID's und der Enyaq mit kleinem Wendekreis um die 10 m.

 

Den Opel Ampera-e lasse ich hier mal weg, da er nicht mehr produziert wird.

 

Welchen würdet ihr am ehesten bestellen?

Wie findet ihr die preisliche Einordnung des EQA von Mercedes?

j.

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