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25.02.2021 02:43    |    jennss    |    Kommentare (124)

Wie gefällt euch der Ioniq 5?

Im Mai 2019 schrieb ich mal einen Artikel mit der Frage, ob der ID.3 ein Gamechanger ist. Heute denke ich: Ja, ist er. Kein anderes E-Auto bietet mehr Reichweite für das Geld und er bringt damit den Wechsel zur reinen E-Plattform mit Hinterradantrieb in die Masse. Als echte Gamechanger sehe ich auch Model S und Model 3 von Tesla, jeweils zu ihrem Erscheinungsdatum und aus verschiedenen Gründen, sowie den Porsche Taycan. Sie alle brachten wertvolle Fortschritte für die Elektromobilität.

 

Der nächste Gamechanger

 

Der Hyundai Ioniq 5 geht noch einen Schritt weiter: Er hat nicht nur eine reine E-Plattform, sondern führt auch noch die 800 V-Technik, die mit guter Akkuklimatisierung ein sehr schnelles Laden erlaubt, in der Mittelklasse ein. Preislich liegt er bei der Hälfte (41900 €) eines Taycan (83520 €), welcher als erster die 800 V-Technik eingeführt hat, die sicherlich eine große Zukunft hat. Dabei bietet der Ioniq 5 ein Ladetempo, das sogar noch einen Tick über dem vom Taycan liegen soll: 18 Minuten von 10 - 80% sind einschließlich Topklasse ungeschlagen. Das liegt auch daran, dass die Akkus etwas kleiner sind als beim Taycan, aber ähnlich viel kWh pro Zeit reinbekommen. Beim Ioniq 5 kann man davon ausgehen, dass er eine starke Klimatisierung bietet und damit vermutlich auch eine hohe Dauerleistung. Ein ID.3 lädt 5-80% in 35 Minuten, was doch beträchtlich länger ist, ein Model 3 Longrange am Supercharger V3 liegt mit 0-80% in etwa 25 Minuten bei 400 V-Technik schon nah dran.

 

Das 800 V-Ladenetz von Ionity liefert bereits jetzt fast schon wie die Supercharger eine brauchbare Abdeckung an Autobahnen, jedoch noch nicht in Städten. Vorteil der Supercharger ist die Vernetzung mit den Teslas. Dafür hat Ionity kein Powersharing wie die Supercharger, d.h. selbst der letzte Fahrer bekommt noch die maximal mögliche Leistung, während man bei Tesla an der letzten freien Ladesäule die A-Karte mit weniger Ladeleistung gezogen hat ;).

Edit: Es gibt noch weitere Anbieter von HPC-Ladesäulen (HighPowerCharging), welche auch 800 V einschließen (bis max. ca. 920 V). Einige wie z.B. von EnBW sind schon in Stadtgebieten vertreten.

 

Ich bin der Ansicht, dass starkes Laden nicht unbedingt sonderlich schädlich für einen Akku ist. Es kommt drauf an, wie man es macht. Ich erinnere mich an mein erstes Handy mit Schnellladung (schaltet bei entsprechendem Ladegerät von 5V auf 9V um), das Samsung S6. Ich habe es etwa 1 Jahr behalten und dann weiterverkauft. Dabei war schon eindeutig ein Kapazitätsverlust zu bemerken. Wir haben jetzt in der Familie drei Huaweis, die noch deutlich schneller laden können. Nach 2 Jahren sind noch keine klaren Kapazitätsverluste auffällig, denn Huawei hat die Schnellladetechnik perfekt im Griff, obwohl mein Mate 20 Pro sicher schon über 1000 Zyklen runter hat. Dabei lade ich fast immer schnell mit Originalladegerät (40 Watt). Ich habe auch noch eine alte Nikon D600, deren Akkus nach 8 Jahren noch ok. sind. Man kann sie nur am Originalladegerät laden und damit sind sie immer ziemlich schnell voll (3/4 h? Habe ich nicht gemessen). Was ich sagen will: Ich denke, Schnellladen kann man durchaus im Alltag machen, also als "Laternenparker" ohne häusliche Lademöglichkeit, und dafür ist der Ioniq 5 perfekt - wenn denn die 800 V-Schnelllader sich noch in den Citys verbreiten. Er lädt bis 80% fast so schnell wie man einen Verbrenner tankt (inkl. bezahlen an der Kasse mit Schlange ;)), wobei der Verbrenner dann allerdings noch mehr Kilometer reinbekommt.

 

Ich schätze die 800 V-Technik sehr zukunftsträchtig ein, genauso wie eine reine E-Plattform, denn das extreme Schnellladen nimmt den E-Auto-Gegnern den Wind aus den Segeln, ähnlich wie die E-Plattform, die die Preise auf ein neues Level führte (ID.3 mit 426 km WLTP-Reichweite für 34995 € abzgl. Umweltprämie, sowie 549 km für 41995 €). Wie entscheidend die 800 V-Technik ihre Vorzüge ausspielen kann, hängt im Wesentlichen vom Einsatzbereich ab, d.h. wie oft man sie nutzen wird.

 

Der Ioniq hat folgende Daten (ohne Gewähr):

Länge 4,635 m

Breite 1,890 m

Höhe 1,605 m

Radstand 3,0 m (mehr als ein Taycan mit 2,9 m)

Wendekreis ? (da bin ich gespannt, ob die 2WD-Version einen kleineren hat)

Kofferraum 531 l. hinten plus vorne 57 l. (2WD) bzw. 24 l. (4WD)

Zuglast 1600 kg (4WD)

 

58 kWh 2WD: 170 PS, 8,5 s. auf 100 (ab 41900 €, rechnerisch ca. 380 km nach WLTP)

58 kWh 4WD: 235 PS, 6,1 s. auf 100

72,6 kWh 2WD: 217 PS, 7,4 s. auf 100 (470-480 km nach WLTP)

72,6 kWh 4WD: 305 PS, 5,2 s. auf 100 (Startversion 59550 €)

 

Daten und Bilder findet man hier. Die genauen Ausstattungen sind noch nicht klar.

 

Welche E-Autos werden mit dem Ioniq 5 jetzt angegriffen?

 

An erster Stelle stehen sicher ID.4 und Skoda Enyaq. Der ID.3 rettet sich über die Kompaktheit (fast 40 cm kürzer) und die Preisklasse vor dem Ioniq-Angriff. Ich sehe ihn damit noch etwas mehr als Auto für die Masse. Das Model 3 StandardRange Plus wird auch mit den günstigeren Varianten des Ioniq 5 konkurrieren, bietet aber mehr Power.

 

Ich denke, auf den Bildern sieht man immer die Top-Version "Project 45" (so hieß der Prototyp). Sie fordert mit über 300 PS gleich einige E-Autos heraus, wie z.B. BMW iX3, Mercedes EQC, Volvo XC40 P8, Polestar 2, Audi E-tron 50, Ford Mustang Mach E, Toyota Mirai 2, Tesla Model 3 Performance, Model Y LongRange, Skoda Enyaq und VW ID.4 Max oder auch der wohl im April kommende ID.4 GTX (306 PS Allrad). Von diesen haben übrigens nur Tesla und VW/Skoda eine reine E-Plattform (Mirai mit Brennstoffzelle mal ausgenommen).

 

Wenn man die Ladezeit an den Autobahn-Ladesäulen nicht als wesentliches Kriterium betrachtet, sind die anderen durchaus konkurrenzfähig. Da bietet jeder seine eigenen Vorzüge. Der Ioniq 5 ist aber schon ein rundes Paket. Betrachtet man die schnelle Ladefähigkeit als Ersatz für einen großen Akku, dann ist sie auch umweltfreundlicher, da der CO2-Rucksack aus der Produktion kleiner ist.

 

Die eigenen E-Autos von Hyundai (Kona Elektro sowie Schwester-Auto Kia e-Niro) haben aktuell Probleme mit der Akku-Sicherheit (Rückruf) und so kommt die Vorstellung des Ioniq 5 jetzt ganz gelegen, um wieder für positive Schlagzeilen zu sorgen.

 

Interessant finde ich beim Ioniq 5 übrigens auch, dass er beim Cockpit einen recht kahlen Stil wählt, ähnlich wie beim ID.3 und BMW i3 ohne genutzten Bereich zwischen Armaturenbrett und dem Teil zwischen den Sitzen. Es scheint ein Trend zu werden. Daran sieht man auch mal wieder, wie fortschrittlich der i3 damals schon war. Leider hat BMW beim Fortschritt dann nicht nachgesetzt, aber es wird wohl bald einen i4 geben. Hyundai hat den Innenraum sehr flexibl gestaltet und erstmals eine vorne verschiebbare Mittelkonsole zwischen den Sitzen gebaut. Die Rücksitze lassen sich verschieben und die vorderen Sitze weit nach hinten klappen, wobei es noch eine ausfahrende Wadenstütze gibt.

 

Ähnlich wie beim Honda e hat auch der Ioniq 5 eine 230 V-Steckdose, jedoch mit starken 3,6 kW Leistung. Damit kann man andere E-Autos notfalls schneller laden als beim Honda e (1,4 kW).

 

Interessant wird noch sein, wie weit Hyundai auf dem Weg zum Autonomen Fahren ist, auch wenn ich das eher für einen Wettkampf der Hersteller als für ein wichtiges Feature halte. Aber da gibt es ja ganz unterschiedliche Ansichten.

 

Wie findet ihr das Design des Ioniq 5? Mir gefällt es, auch wenn ich den Ioniq 5 etwas kompakter erhofft habe. Einen Tick erinnert mich die glatte Seite an den ersten Seat Ibiza von Giugiaro. Das Leuchtendesign (heutzutage sehr wichtig) des Ioniq 5 gefällt mir ausgesprochen gut und gibt ihm ein eigenes Aussehen.

 

Heute um 10 Uhr startet übrigens die Online-Reservierung für das Start-Modell "Project 45". Das erste Foto ist von der Hyundai-Homepage, die anderen habe ich auf der IAA 2019 geschossen (Prototyp).

j.

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25.02.2021 08:03    |    tomcat092004

Optisch sieht er ganz gut aus.

SUV sind aber nicht wirklich mein Geschmack.


25.02.2021 08:39    |    jodi2

Optik täuscht so ohne Größenvergleich, real ist er genau so ein SUV Schiff wie ID.4 u.a.

Mich selbst spricht diese kantige/Retro Design nicht an, aber wenn die inneren Werte passen... Wir fahren einen i3 und dessen Optik ist ja auch gewöhnungsbedürftig...

 

Von den vielen interessanten technischen Details hat der Ioniq 5 ganz sicher das Zeug zum Gamechanger. Ob er es dann auch wird, hängt davon ab, wie ernst Hyundai es wirklich damit meint, in welchen Stückzahlen er wo verkauft bzw. lieferbar wird und was wie schnell an weiteren Modellen mit dieser Technik kommt.

Der ID.3 war und ist ein Gamechanger, aber weniger wegen seiner technischen Details, sondern weil VW es ernst meinte und meint mit einem Modell für den Masssenmarkt in Stückzahlen und weiteren ID Modellen, Lieferbarkeit und auch Pflege/Verbesserung (des noch holprigen ersten Wurfs). Ich merke schon seit Monaten wie mich plötzlich Nachbarn und Kollegen auf den ID.3 ansprechen, die bisher nichts mit E zu tun haben wollten und zu unserem exotischen i3 nie was sagten oder wissen wollten.

Ob Hyundai es jetzt schon ähnlich ernst meint wie VW, bin ich allerdings noch nicht überzeugt, wenn ich die Nicht-Lieferbarkeit des Kona 2019 für deutsche Käufer und des e-Niro und 2019+2020 sehe und jetzt was und wie wenig in der Ioniq-Reihe die nächsten 3-4 Jahre noch kommen soll, ein noch größerer SUV und ein Sportwagen, das wars.

Aber ich lass mich gerne positiv überraschen!


25.02.2021 08:57    |    Schwarzwald4motion

Da Hyundai Genauso wie Tesla in meiner Region nicht präsent ist Dürfte erst mal interessant sein wie Service freundlich er konstruiert wurde. Ich würde ungern irgendwo lesen dass ich ab einer gewissen Fahrleistung jedes Jahr zur Inspektion muss. :rolleyes:


25.02.2021 09:12    |    BravoI

Ich habe für "Super, aber nicht in meine Preisklasse" abgestimt.

Weil in Vergleich zu "58 kWh 2WD: 170 PS, 8,5 s. auf 100 (ab 41900 €, rechnerisch ca. 380 km nach WLTP)"

kann ich Hyundai i30 1.5 T-GDI mit 160 PS, 8s auf 100 für ca 26.000€ bekommen. CA 15.000€ mehr Geld für Ioniq 5 möchte ich nicht zahlen.

 

Gruß. I.


25.02.2021 09:31    |    jodi2

Dabei hast Du aber ca. 9500 Euro Förderung unterschlagen, also nur noch ca. 5500 € Unterschied.


25.02.2021 09:37    |    notting

Zitat:

Das 800 V-Ladenetz von Ionity liefert bereits jetzt fast schon wie die Supercharger eine brauchbare Abdeckung an Autobahnen, jedoch noch nicht in Städten.

[...]

Dafür hat Ionity kein Powersharing wie die Supercharger, d.h. selbst der letzte Fahrer bekommt noch die maximal mögliche Leistung

Sorry, aber diese Aussage schadet IMHO der E-Mobilität.

1. Es gibt noch viele andere HPC-Anbieter, die z. T. sogar ein noch dichteres Netz an >=150kW-Ladesäulen bzw. auch >=300kW-Ladesäulen haben, z. B. EnBW, Allego, FastNed und (als Anbieter eines noch recht kleinen Netzes was gerade im starken Ausbau ist) z. B. Aral.

Ja, die machen oft Power-Sharing. Da aber auch der Ioniq 5 nur bei sehr niedrigem Akkuladestand >150kW kann (also nur kurze Zeit bzw. intelligente Leute mit einer Reserve ankommen werden, sodass sie im Notfall den nächsten HPC-Standort anfahren können) und eine 300kW-Ladesäule bei 2 Fahrzeugen pro Port >=150kW liefern können soll, ist es IMHO nicht ganz so schlimm.

2. Gerade auch diese Anbieter bauen auch immer häufiger innerörtl. HPC auf, insb. EnBW. Ja, aktuell sind's nur einzelne Großstädte. Immerhin gibt's z. B. selbst in unserer Gegend durch den örtl. Stromversorger ein paar >=75kW-Ladesäulen. In Anbetracht der Tatsache, dass viele heutige gerade günstigere E-Autos nur bei sehr niedrigem Akkuladestand schneller laden können, finde ich das auf jeden Fall viel besser als nur 50kW.

3. An den meisten HPC abseits von Ionity kann man z. B. mit den Tarifen von EnBW und Maingau für max. knapp unter 0,50EUR/kWh laden, also viel billiger als bei Ionity (die meisten denken wenn sie "Ionity" hören sofort an "teuer"). Und es gibt eben die vergünstigten Ionity-Tarife div. Autohersteller. Auf sowas muss man ständig die Leute hinweisen, die E-Autos u.a. wg. der Ionity-Preise ablehnen! Das hast du aber nicht ansatzweise getan, sondern absolut nur Ionity erwähnt :-(

 

Der Ioniq 5 gefällt mir, ist mir aber etwas zu groß. Evtl. kaufe ich ihn aber doch, wenn in nächster Zeit nichts passenderes angekündigt wird (warte noch auf Kia und Renault). Mein BEV braucht IMHO einen fast 100kWh-Akku oder eben bei etwas kleinerem Akku aber >200kW Ladeleistung (pendle zieml. weit).

Die 3,5kW-Schuko-Dose hätte ich in der Vergangenheit schon brauchen können.

 

notting


25.02.2021 09:43    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 08:57:03 Uhr:

Da Hyundai Genauso wie Tesla in meiner Region nicht präsent ist Dürfte erst mal interessant sein wie Service freundlich er konstruiert wurde. Ich würde ungern irgendwo lesen dass ich ab einer gewissen Fahrleistung jedes Jahr zur Inspektion muss. :rolleyes:

Was?! Der Zoe muss jedes Jahr zur Inspektion, die anderen Hyundais und Kias IIRC auch, haben aber sogar eine nur halb so hohes Laufleistungsintervall. Ist insofern leider normal, auch wenn die 30Mm/2J. meines Megane III sehr schätze.

 

Tesla empfieht u.a.

https://www.tesla.com/de_DE/support/car-maintenance?redirect=no

Zitat:

Radumsetzung, -auswuchten und Spureinstellung

Tesla empfiehlt, die Reifen alle 10.000 km oder bei Unterschieden in der Profiltiefe von mehr als 1,5 mm umzusetzen.Ein sehr sportlicher Fahrstil kann zu vorzeitigem Reifenverschleiss führen und einen häufigeren Reifenservice erfordern. Reifenunwucht und Spurfehler der Räder können das Handling und die Lebensdauer von Reifen und Lenkungskomponenten beeinträchtigen. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Reifendokumentation und -garantie des Reifenherstellers.

[...]

Winterservice

Tesla empfiehlt für Fahrzeuge in Gebieten mit Kaltwitterung, die Bremssättel alle 12 Monate oder 20.000 km reinigen und schmieren zu lassen.

notting


25.02.2021 09:51    |    Carlos1706

Dass Hyundai Effizienz kann - und das besser als alle anderen (auch Tesla, mit Ausnahme des 2021er M3), haben Sie mit dem Ioniq bewiesen, auch der Kona ist gut dabei. Jetzt kommt auch noch vernünftiges Laden dazu, das konnten Sie bisher nicht wirklich gut.

 

Die Bauform schreckt mich allerdings ab. In den Kofferraum passt vermutlich weniger, als in einen E-Up.

 

MfG Paule


25.02.2021 09:56    |    Schwarzwald4motion

Naja Reifen kann jeder dazu brauch ich keine Markenwerkstatt.


25.02.2021 09:59    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 09:56:09 Uhr:

Naja Reifen kann jeder dazu brauch ich keine Markenwerkstatt.

Auf was beziehst du dich?!

 

notting


25.02.2021 10:03    |    Schwarzwald4motion

Es geht um die Aufgaben die keine andere Werkstatt erledigen sollte um die Garantie zu erhalten. Reifen und Bremssättel gehören nicht dazu.


25.02.2021 10:06    |    KrisztianK

Mir fehlt die Option "Super, aber ist kein echter Game Changer".

 

Also wie im ID.4 Forum, wo das Thema aufkam schon erwähnt: ich finde es toll. Die Ladeleistung (was Game Changer sein soll) bei langen Fahrten ist auch toll gerade weil das gerne als Kritikpunkt gegen BEV geäußert wird.

 

Das Problem ist: die Infrastruktur, um davon zu profitieren fehlt.

 

Für den Alltag ist Supercharging nicht in der Masse derart relevant und Ladeinfrastruktur über 150kW ist nicht überall so vorhanden, dass man mit Ioniq 5 heute das Game changen könnte.

 

Dafür hilft eine 800V Technologie Wettkampf jetzt auch nicht dabei leistbare Elektromobilität zu schaffen.

 

Ja der Preis von Ioniq 5 ist relativ niedrig. Trotz teuren 800V Komponenten. Das lässt zwei Rückschlüsse zu:

 

1) wird durch Hyundai stark subventioniert erstmal und hoffen durch Volumen auch die 800V Komponenten billiger zu bekommen.

 

2) der Preis wird in absehbarer Zeit bei Ioniq 5 nicht billiger.

 

Man würde eigentlich aber hoffen, dass man für ein E SUV im Massenmarkt mal bei Preisen unter 30K in absehbarer Zeit ankommt. Das wird aber eher bei 400V Modellen massentauglich möglich werden.

 

Daher aktuell für mich kein Game Changer. Auch wenn technisch begeisternd ist.


25.02.2021 10:08    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 10:03:05 Uhr:

Es geht um die Aufgaben die keine andere Werkstatt erledigen sollte um die Garantie zu erhalten. Reifen und Bremssättel gehören nicht dazu.

Habe keine Stelle hier gelesen, wo du vorher sowas geschrieben hast.

Und was den Zeitfaktor und die Ersatzfahrzeugkosten angeht ist es sogar noch blöder, wenn du in versch. Werkstätten musst.

 

nottin


25.02.2021 10:12    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 10:08:15 Uhr:

Habe keine Stelle hier gelesen, wo du vorher sowas geschrieben hast.

Und was den Zeitfaktor und die Ersatzfahrzeugkosten angeht ist es sogar noch blöder, wenn du in versch. Werkstätten musst..

Du hast doch die Tesla Service Information eingestellt :confused:

Man kennt doch seine Regionalen Optionen.


25.02.2021 10:20    |    notting

Zitat:

@KrisztianK schrieb am 25. Februar 2021 um 10:06:34 Uhr:

Mir fehlt die Option "Super, aber ist kein echter Game Changer".

 

Also wie im ID.4 Forum, wo das Thema aufkam schon erwähnt: ich finde es toll. Die Ladeleistung (was Game Changer sein soll) bei langen Fahrten ist auch toll gerade weil das gerne als Kritikpunkt gegen BEV geäußert wird.

 

Das Problem ist: die Infrastruktur, um davon zu profitieren fehlt.

Fast jede Raststätte bei uns an der AB hat mind. eine >=150kW-Ladesäule. Die ersten Großstädte haben schon >=150kW-Ladesäulen innerorts. Z. T. auch Städte mitten im Schwarzwald wie z. B. St. Georgen. Bei uns gibt's immerhin auch schon einige Städte(chen) mit 75kW-Ladesäule innerorts (viele günstigere BEV können ohnehin nur mit sehr leerem Akku mit höherer Leistung laden).

 

Mal abgesehen davon hast du inzw. einen Rechtsanspruch darauf, dir Ladeinfrastruktur daheim einzurichten - wenn du einen Stellplatz hast. Zudem gibt's aktuell 900EUR Förderung. Oder du lässt dir nur eine CEE-Dose montieren und nimmst das mobile EVSE ggf. mit.

 

Zitat:

[...]

Man würde eigentlich aber hoffen, dass man für ein E SUV im Massenmarkt mal bei Preisen unter 30K in absehbarer Zeit ankommt. Das wird aber eher bei 400V Modellen massentauglich möglich werden.

 

Daher aktuell für mich kein Game Changer. Auch wenn technisch begeisternd ist.

Mit staatl. Prämie wird das Basis-Modell des Ioniq 5 bei ca. 33kEUR beginnen. Der ID.4 52kWh (weniger Reichweite und Ladeleistung, versteht sich) beginnt mit Prämie bereits bei 28kEUR, der Mokka-E (der nicht ganz so schnell lädt und nicht ganz soviel Reichweite hat) bei ca. 25kEUR.

 

notting


25.02.2021 10:24    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 10:12:49 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 10:08:15 Uhr:

Habe keine Stelle hier gelesen, wo du vorher sowas geschrieben hast.

Und was den Zeitfaktor und die Ersatzfahrzeugkosten angeht ist es sogar noch blöder, wenn du in versch. Werkstätten musst..

Du hast doch die Tesla Service Information eingestellt :confused:

Man kennt doch seine Regionalen Optionen.

Du hast doch von vom Hersteller vorgesehenen planmäßig auftretenden Fällen gesprochen, wo du Angst hast, dass man z. B. aufgrund des Service-Intervalls 1x/Jahr in die Werkstatt muss, wobei du indirekt so getan hast, als wären bei Hyundai und Tesla diese Intervalle länger. Ist aber nicht der Fall, mit denen muss man auch mind. 1x/Jahr in die Werkstatt.

 

notting


25.02.2021 10:30    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 10:24:49 Uhr:

...mit denen muss man auch mind. 1x/Jahr in die Werkstatt..

Dann mal ganz plakativ :D

 

Von Hyundai weiß ich es nicht, erwarte es aber! Schließlich gibt es Sensoren und er kann sogar nach Hause telefonieren.


25.02.2021 10:38    |    notting

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 10:30:35 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 10:24:49 Uhr:

...mit denen muss man auch mind. 1x/Jahr in die Werkstatt..

Dann mal ganz plakativ :D

Hör auf zu trollen, habe ganz klar von der Tesla-Webseite zitiert :rolleyes:

 

notting


25.02.2021 10:48    |    KrisztianK

Zitat:

Fast jede Raststätte bei uns an der AB hat mind. eine >=150kW-Ladesäule. Die ersten Großstädte haben schon >=150kW-Ladesäulen innerorts. Z. T. auch Städte mitten im Schwarzwald wie z. B. St. Georgen. Bei uns gibt's immerhin auch schon einige Städte(chen) mit 75kW-Ladesäule innerorts (viele günstigere BEV können ohnehin nur mit sehr leerem Akku mit höherer Leistung laden).

 

Mal abgesehen davon hast du inzw. einen Rechtsanspruch darauf, dir Ladeinfrastruktur daheim einzurichten - wenn du einen Stellplatz hast. Zudem gibt's aktuell 900EUR Förderung. Oder du lässt dir nur eine CEE-Dose montieren und nimmst das mobile EVSE ggf. mit.

1. Nur weil in Deutschland fast jede Raststätte einen 800V Ladeinfrastruktur hat, gilt das nicht für Rest-Europa. Viele nehmen deshalb immer noch Tesla in anderen Ländern.

 

2. Zu Hause ladet der Ioniq5 mit 11kW. Das kann man mit einem 400V System auch. Manche sogar 22kW.

 

Im Alltag ist aber teures DC Supercgarging für die meisten nicht der ausschlaggebende Punkt.

 

Aber diese Punkte alleine wären eh nicht genug um es den Game Changer Status nicht anzuerkennen.

Man sollte aufhören einige Punkte halbwegs zu wiederlegen und glauben, damit die ganze Aussage demontiert zu haben.

 

Daher nochmal: ein 800V Wettrüsten ist gerade das was wir am Massenmarkt nicht benötigen. Wir wollen billigere 400V Modelle für den Alltag. Da hilft es wenig, wenn VW und andere mit E-Ambitionen auf den 800V Zug aufspringen und leistbare E Mobilität dadurch um weitere Jahre verzögern.


25.02.2021 11:08    |    jennss

Zitat:

@jodi2 schrieb am 25. Februar 2021 um 08:39:54 Uhr:

Ob Hyundai es jetzt schon ähnlich ernst meint wie VW, bin ich allerdings noch nicht überzeugt, wenn ich die Nicht-Lieferbarkeit des Kona 2019 für deutsche Käufer und des e-Niro und 2019+2020 sehe und jetzt was und wie wenig in der Ioniq-Reihe die nächsten 3-4 Jahre noch kommen soll, ein noch größerer SUV und ein Sportwagen, das wars.

Sehe ich auch so. Aber rückblickend war es jetzt doch ganz gut, dass der Verkauf von Kona Elektro und e-Niro durch die extremen Lieferzeiten gebremst war, denn der Rückruf jetzt käme dann noch teurer. Vielleicht haben sie auch schon ein Akku-Problem geahnt?

j.


25.02.2021 11:20    |    notting

Zitat:

@KrisztianK schrieb am 25. Februar 2021 um 10:48:08 Uhr:

Zitat:

Fast jede Raststätte bei uns an der AB hat mind. eine >=150kW-Ladesäule. Die ersten Großstädte haben schon >=150kW-Ladesäulen innerorts. Z. T. auch Städte mitten im Schwarzwald wie z. B. St. Georgen. Bei uns gibt's immerhin auch schon einige Städte(chen) mit 75kW-Ladesäule innerorts (viele günstigere BEV können ohnehin nur mit sehr leerem Akku mit höherer Leistung laden).

 

Mal abgesehen davon hast du inzw. einen Rechtsanspruch darauf, dir Ladeinfrastruktur daheim einzurichten - wenn du einen Stellplatz hast. Zudem gibt's aktuell 900EUR Förderung. Oder du lässt dir nur eine CEE-Dose montieren und nimmst das mobile EVSE ggf. mit.

1. Nur weil in Deutschland fast jede Raststätte einen 800V Ladeinfrastruktur hat, gilt das nicht für Rest-Europa. Viele nehmen deshalb immer noch Tesla in anderen Ländern.

Finde es sieht bis auf ein paar Stellen zumindest in Zentraleuropa recht gut aus. Frankreich hat schon angekündigt nachzulegen, da ist insb. das Grenzgebiet zu D mies. Je weiter man z. B. nach Südeuropa kommt umso schlechter ist es trotz viel Bevölkerung, das ist richtig.

 

Zitat:

2. Zu Hause ladet der Ioniq5 mit 11kW. Das kann man mit einem 400V System auch. Manche sogar 22kW.

 

Im Alltag ist aber teures DC Supercgarging für die meisten nicht der ausschlaggebende Punkt.

 

Aber diese Punkte alleine wären eh nicht genug um es den Game Changer Status nicht anzuerkennen.

Man sollte aufhören einige Punkte halbwegs zu wiederlegen und glauben, damit die ganze Aussage demontiert zu haben.

 

Daher nochmal: ein 800V Wettrüsten ist gerade das was wir am Massenmarkt nicht benötigen. Wir wollen billigere 400V Modelle für den Alltag. Da hilft es wenig, wenn VW und andere mit E-Ambitionen auf den 800V Zug aufspringen und leistbare E Mobilität dadurch um weitere Jahre verzögern.

Nein, denn wenn ich warum auch immer gezwungen bin woanders als daheim zu laden, sollte das im Verhältnis zur gefahrenen Strecke möglichst schnell gehen. Für viele andere ist das auch ein gewichtiges Argument gegen ein E-Auto. Der Ioniq 5 hat für ein Auto dieser Preisklasse einen sehr guten Wert. Damit kann man am ehesten diejenigen überzeugen, die auf absehbare Zeit nicht sinnvoll laden können.

Z. B. über den EnBW-Tarif kann man für max. 60EUR/Jahr für 0,39EUR/kWh auch an extrem vielen HPC-Ladesäulen laden (vereinfacht gesagt begrenzt auf 800kWh/Monat, einmal überschreiten macht aber nix, wenn man das öfters macht muss man wohl einen teureren Tarif nehmen; Preis gilt nicht für Ionity).

Selbst für Ionity gibt's derartige Angebote, zumindest wenn man vom "richtigen" Hersteller ein entspr. Auto kauft. Fasse das regelm. in meinem Blog zusammen. Aktuellste Version: https://www.motor-talk.de/.../...neue-tarife-2021-januar-t7014893.html

BTW: Wenn man in Frankreich mit 150kW bei Ionity lädt, kostet das im Ad-hoc-Tarif umgerechnet ca. 0,32EUR/kWh (Listenpreis 0,79EUR/min). Insb. in solchen Fällen ist es sogar von finanziellem Vorteil, wenn man schnell lädt.

Für Haushaltsstrom zahlt man inkl. umgelegter Grundgebühr auch schnell mal 0,30EUR/kWh (wenn an schlau ist betrachtet man schließlich beim Preisvergleich die jährl. Stromkosten inkl. Grundgebühr) _und_ muss die Ladeinfrastruktur noch gesondert bezahlen, was an den Ladesäulen im Preis enthalten ist.

 

Zudem: Ladesäulen könnte man im Verhältnis zu ihrer max. Ladeleistung billiger machen, wenn sich die angegebene Leistung nur auf den Fall beziehen würde, dass mit 800V geladen wird. Dann braucht man bei gleicher Ladeleistung ein viel dünneres Kabel bzw. das muss weniger gekühlt werden (75% weniger Verluste im Kabel bei doppelter Spannung und entspr. weniger Kühlung nötig!).

Wenn nur mit max. 400V lädt, kriegt halt max. die halbe angegebene Leistung. An Autobahnen werden bereits immer häufiger >=300kW HPC-Ladesäulen aufgestellt, deren volle Leistung man eben nur mit 800V nutzen kann.

 

notting


25.02.2021 11:25    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 10:38:53 Uhr:

 

Hör auf zu trollen, habe ganz klar von der Tesla-Webseite zitiert :rolleyes:...

:mad: Du wolltest doch provozieren und hast eine Empfehlung in Zwang umgedreht.

Also du verlierst keine Garantie Ansprüche und kannst selber einschätzen was notwendig wird! Und jetzt bin ich neugierig wie das bei Hyundai klappt.


25.02.2021 11:28    |    BravoI

Zitat:

@jodi2 schrieb am 25. Februar 2021 um 09:31:19 Uhr:

Dabei hast Du aber ca. 9500 Euro Förderung unterschlagen, also nur noch ca. 5500 € Unterschied.

Der Verbrenner kaufe ich mit 15% Rabat in meinen Region und es bleibt bei ca 15.000€ Preisunterschied.

Dazu kommt, muss ich noch Wahlbox bei Stadtbau eintragen (kostet auch Geld), wie schnell wird das gemacht - steht in Himmel,

dazu kommt teuere Versicherung.

Also, Anschafung Ioniq 5 rechnet sich nicht.

 

Gruß. I.


25.02.2021 11:39    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 09:37:58 Uhr:

1. Es gibt noch viele andere HPC-Anbieter, die z. T. sogar ein noch dichteres Netz an >=150kW-Ladesäulen bzw. auch >=300kW-Ladesäulen haben, z. B. EnBW, Allego, FastNed und (als Anbieter eines noch recht kleinen Netzes was gerade im starken Ausbau ist) z. B. Aral.

Du hast recht. Ich hatte beim Schreiben des Artikels nach "800 V Ladenetz" gegooglet, also wer wie Ionity das anbietet und da trifft man fast nur auf Ionity. Aber besser ist es nach "HPC" zu googlen, denn die Spannung muss nicht zwangsläufig 800 V sein. Die Ladesäule passt sich an. Maximum sind wohl knapp über 900 V. Und dann findet man noch weitere, die HPC anbieten. Die Preise von Ionity schrecken zwar zunächst ab (schlechtes Marketing), aber wer da öfter lädt, wird sich einen Vertrag zulegen, sofern der nicht schon zum Auto gratis dazugehört, ggf. ein paar Jahre. Ich werde evtl. oben nochmal editieren.

j.


25.02.2021 11:43    |    Meat-Puppets

Der Hyundai bietet tolle Technik, die an der deutschen Infrastruktur scheitert. Der Preis ist dafür relativ hoch. Für feinere Sicken in der Seitenansicht ist Opel vor wenigen Jahren noch verbal gesteinigt worden.

Ein echter Gamechanger ist für mich der Corsa-e wegen seiner volkstümlichen Preise ab ca. 20.000,-€ und seines Verkaufserfolges in Deutschland.


25.02.2021 11:45    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Februar 2021 um 11:39:23 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 09:37:58 Uhr:

1. Es gibt noch viele andere HPC-Anbieter, die z. T. sogar ein noch dichteres Netz an >=150kW-Ladesäulen bzw. auch >=300kW-Ladesäulen haben, z. B. EnBW, Allego, FastNed und (als Anbieter eines noch recht kleinen Netzes was gerade im starken Ausbau ist) z. B. Aral.

Du hast recht. Ich hatte beim Schreiben des Artikels nach "800 V Ladenetz" gegooglet, also wer wie Ionity das anbietet und da trifft man fast nur auf Ionity. Aber besser ist es nach "HPC" zu googlen, denn die Spannung muss nicht zwangsläufig 800 V sein. Die Ladesäule passt sich an. Maximum sind wohl knapp über 900 V. Und dann findet man noch weitere, die HPC anbieten. Die Preise von Ionity schrecken zwar zunächst ab (schlechtes Marketing), aber wer da öfter lädt, wird sich einen Vertrag zulegen, sofern der nicht schon zum Auto gratis dazugehört, ggf. ein paar Jahre. Ich werde evtl. oben nochmal editieren.

Noch besserer Tipp:

1. Auf https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ gehen.

2. Optionen -> Erweiterte Suche aktivieren.

3. Bei "Anschlüsse" auf das fette "+" klicken.

4. Anschluss: Combo CCS EU

Leistung mind.: Würde sagen 70kW oder 150kW, evtl. auch 250kW.

Spannung mind.: Zur Sicherheit mal "nur" 600V, ggf. erhöhen.

Mit "Hinzufügen" bestätigen.

5. Über das Ergebnis staunen ;-)

 

notting


25.02.2021 12:08    |    KrisztianK

@notting

Ja Menschen mit Reichweitenangst könnte man mit einer schnelleren Ladeleistung beruhigen. Das schrieb ich im Ausgangspost von mir ähnlich.

 

Ich denke aber, dass die Personen aber immer noch mit einer Tesla, mit hervorragenden Ladeinfrastruktur leichter zu beruhigen sind.

 

(Zumindest existierende und künftige E Fahrer in meinem Umfeld die einmal im Jahr von Wien nach Vorarlberg fahren ziehen deswegen nur Tesla in betracht.)

 

Und Tesla bietet mittlerweile auch in immer mehr Superchargern 250kW an. Daher ist die Ladeleistung und Reichweite von Ioniq 5 noch alleine kein Game Changer.

 

Und ja, Ioniq 5 ist trotz 800V relativ billig. Aber auch darauf bin ich schon im Ausgangspost eingegangen. Meiner Meinung nach wird da stark subventioniert, um da eine teurere 800V Technologie zu pushen. Um aber die E Mobilität bei der Masse ankommen zu lassen sind die Preise aktuell zu hoch und erwarte kurzfristig keine dramatische Änderungen bei 800V.

 

Wobei, wenn der Ioniq 5 tatsächlich die Preise für 400V Fahrzeuge purzeln lässt und so diese zum Massenmobilität zuführt, wäre der Ioniq 5 tatsächlich - auch wenn ungewollt ein Game Changer.


25.02.2021 12:13    |    Schwarzwald4motion

Die Frage kann im Moment nicht abschließend geklärt werden:

 

Ein nicht unwesentlich auf Faktor wird der Wiederverkaufswert sein.

 

Verliert der Verbrenner massiv, oder ist der Entwicklungsfortschritt der Batterie genauso Preisdrückend.


25.02.2021 13:31    |    Goify

Sieht interessant aus für mich und könnte ich mir gut vorstellen. Gerade weil der Wagen noch kompakt ist und es Allrad als Option gibt, wäre der ideal und so gut wie konkurrenzlos, wenn man kein SUV will. Ein SUV ist als Firmenwagen in meiner Branche tabu, selbst wenn er mit CO2 betrieben werden könnte und Sauerstoff produziert.

 

Spätestens diesen August muss ich ein neues Auto bestellen (Lieferzeit beträgt bei E-Autos meist 12 Monate) und der wäre für mich ok. Bis dahin habe ich dann auch ein Kabel in die Garage gelegt und eine Wallbox installiert (gibt für Firmen keine Förderung, aber ist ohne MwSt. und absetzbar).


25.02.2021 13:32    |    jennss

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 25. Februar 2021 um 12:13:01 Uhr:

Ein nicht unwesentlich auf Faktor wird der Wiederverkaufswert sein.

Verliert der Verbrenner massiv, oder ist der Entwicklungsfortschritt der Batterie genauso Preisdrückend.

Das ist wirklich eine interessante Frage. Das hängt vor allem davon ab, wie sich die Akzeptanz der E-Autos in der Gesellschaft entwickelt. Ich würde sagen, aktuell sollte man beim Kauf nicht zu sehr auf den Wiederverkaufswert achten, sondern danach, was man braucht :).

 

Ich glaube, auch kleine Akkus behalten eine Attraktivität, denn als Zweitwagen mit häuslicher Lademöglichkeit ist ein kleiner Akku kein Problem. Das habe ich am Smart EQ gemerkt, den ich gut 1 Jahr fast nur gefahren bin, während der BMW 225xe hier rumstand.

j.


25.02.2021 13:37    |    jennss

Zitat:

@Goify schrieb am 25. Februar 2021 um 13:31:03 Uhr:

Sieht interessant aus für mich und könnte ich mir gut vorstellen. Gerade weil der Wagen noch kompakt ist und es Allrad als Option gibt, wäre der ideal und so gut wie konkurrenzlos, wenn man kein SUV will. Ein SUV ist als Firmenwagen in meiner Branche tabu, selbst wenn er mit CO2 betrieben werden könnte und Sauerstoff produziert.

Fraglich ist, ob der Ioniq 5 nicht schon als SUV eingestuft wird. Mit 1,60 m Höhe ist er 4 cm höher als ein Jaguar iPace und nur 3 cm unter dem ID.4. Das Design ist nicht SUV-mäßig, weil man sehr große Räder verbaut hat. Das wirkt so normal wie ein Kompaktauto.

j.


Bilder

25.02.2021 13:44    |    jennss

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 11:45:30 Uhr:

Noch besserer Tipp:

1. Auf https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ gehen.

2. Optionen -> Erweiterte Suche aktivieren.

3. Bei "Anschlüsse" auf das fette "+" klicken.

4. Anschluss: Combo CCS EU

Leistung mind.: Würde sagen 70kW oder 150kW, evtl. auch 250kW.

Spannung mind.: Zur Sicherheit mal "nur" 600V, ggf. erhöhen.

Mit "Hinzufügen" bestätigen.

5. Über das Ergebnis staunen ;-)

Cool! Die "Erweiterte Suche" kannte ich noch gar nicht. Aber es funktioniert nicht so richtig. Ich gebe "mind. 250 kW" ein und es erscheinen viele 150 kW-Ladesäulen.

j.

 

PS: Hier sind die Daten zur Starter-Edition:

https://www.hyundai.com/.../technische-daten.html


25.02.2021 13:56    |    notting

Zitat:

@Goify schrieb am 25. Februar 2021 um 13:31:03 Uhr:

Bis dahin habe ich dann auch ein Kabel in die Garage gelegt und eine Wallbox installiert (gibt für Firmen keine Förderung, aber ist ohne MwSt. und absetzbar).

Je nach Bundesland schon. Kann aber vom Verwaltungsaufwand des Antragsstellers her so aufwändig sein, dass es sich nur bei mehreren Ladepunkten lohnt.

 

notting


25.02.2021 14:13    |    notting

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Februar 2021 um 13:44:41 Uhr:

Zitat:

@notting schrieb am 25. Februar 2021 um 11:45:30 Uhr:

Noch besserer Tipp:

1. Auf https://www.goingelectric.de/stromtankstellen/ gehen.

2. Optionen -> Erweiterte Suche aktivieren.

3. Bei "Anschlüsse" auf das fette "+" klicken.

4. Anschluss: Combo CCS EU

Leistung mind.: Würde sagen 70kW oder 150kW, evtl. auch 250kW.

Spannung mind.: Zur Sicherheit mal "nur" 600V, ggf. erhöhen.

Mit "Hinzufügen" bestätigen.

5. Über das Ergebnis staunen ;-)

Cool! Die "Erweiterte Suche" kannte ich noch gar nicht. Aber es funktioniert nicht so richtig. Ich gebe "mind. 250 kW" ein und es erscheinen viele 150 kW-Ladesäulen.

Vermutl. weil es an diesen Standorten mind. eine >=250kW-Ladesäule gibt, aber auch 150kW-Ladesäulen? Hab's bei mir in der Gegend mit verschiedenen Einstellungen überprüft, wird korrekt gefiltert.

 

Zitat:

PS: Hier sind die Daten zur Starter-Edition:

https://www.hyundai.com/.../technische-daten.html

Danke. Im Prospekt steht 13EUR/Monat um bei Ionity für 0,29EUR/kWh laden zu können (Project 45 enthält 2 Jahre die Grundgebühr).

 

notting


25.02.2021 14:18    |    Goify

Zitat:

@jennss schrieb am 25. Februar 2021 um 13:37:33 Uhr:

Fraglich ist, ob der Ioniq 5 nicht schon als SUV eingestuft wird. Mit 1,60 m Höhe ist er 4 cm höher als ein Jaguar iPace und nur 3 cm unter dem ID.4. Das Design ist nicht SUV-mäßig, weil man sehr große Räder verbaut hat. Das wirkt so normal wie ein Kompaktauto.

j.

Kann man sicher auch als SUV sehen, aber in meinen Augen ist er höchstens ein Cross-Over. Er ist zwar höher als ein normaler PKW, aber auch breiter und länger als die typischen Kompakt-SUV.

Wie schon mal geschrieben, ein Elektro-Passat oder- Golf Variant fehlt mir.


25.02.2021 14:38    |    GrandPas

Gefällt mir auf den Bildern optisch recht gut, für mich müsste es aber noch geräumiger sein. Auf jeden Fall eine interessante Alternative

 

800V helfen sicher auf Reisen, sind für mich aber bei meinem Alltag aber kein Gamechanger, weil ich dies dafür zu selten brauche.

 

Dass jetzt auch mit mehr Anhängelast gezogen werden kann, dürfte für manche Zielgruppe schon mind. so wichtig sein.

 

Ob 800V Laden dem Akku schaden oder nicht, würde ich aber nicht zwingend vom Handyakkus ableiten ;)

 

In den allermeisten Fällen reicht für mich eine viel langsamere Ladung aus und deswegen würde ich auch bei einem 800V Fahrzeug im Normalfall auf Nr. sicher gehen und viel langsamer laden. Auf der AB auf Reisen darf es natürlich gerne dann auch schnell gehen.


25.02.2021 14:38    |    Zarrooo

Zitat:

@Goify schrieb am 25. Februar 2021 um 14:18:00 Uhr:

Kann man sicher auch als SUV sehen, aber in meinen Augen ist er höchstens ein Cross-Over. Er ist zwar höher als ein normaler PKW, aber auch breiter und länger als die typischen Kompakt-SUV.

Wie schon mal geschrieben, ein Elektro-Passat oder- Golf Variant fehlt mir.

Ich würde den Ioniq 5 auch als Crossover sehen. Optisch wirkt er ja relativ kompakt und aufgeräumt, ich denke ersteres könnte sich etwas relativieren, wenn der mal im echten Leben auf einem Parkplatz steht.

 

Kombis wird es sicher früher oder später geben, wenn der Markt an BEVs mal eine gewisse Sättigung erreicht hat und es für die Hersteller interessanter wird, auch Segmente zu bedienen, die sich nur in einer relativ kleinen Region der Welt verkaufen lassen.


25.02.2021 14:44    |    notting

Zitat:

@GrandPas schrieb am 25. Februar 2021 um 14:38:40 Uhr:

Gefällt mir auf den Bildern optisch recht gut, für mich müsste es aber noch geräumiger sein. Auf jeden Fall eine interessante Alternative

 

800V helfen sicher auf Reisen, sind für mich aber bei meinem Alltag aber kein Gamechanger, weil ich dies dafür zu selten brauche.

Der Alltag anderer Leute könnte, sein, dass sie dadurch HPC an der Autobahn oder sogar innerorts quasi wie eine Tankstelle nutzen können, weil sie sonst nicht vernünftig laden können, weil z. B. "nur" 125kW Spitze keinen Spaß bei sowas machen.

 

Zitat:

Dass jetzt auch mit mehr Anhängelast gezogen werden kann, dürfte für manche Zielgruppe schon mind. so wichtig sein.

 

Ob 800V Laden dem Akku schaden oder nicht, würde ich aber nicht zwingend vom Handyakkus ableiten ;)

 

In den allermeisten Fällen reicht für mich eine viel langsamere Ladung aus und deswegen würde ich auch bei einem 800V Fahrzeug im Normalfall auf Nr. sicher gehen und viel langsamer laden. Auf der AB auf Reisen darf es natürlich gerne dann auch schnell gehen.

Die Spannung ist für den Akku-Stressfaktor irrelevant. Die Ladeleistung ist relevant. 800V sorgt auf jeden Fall dafür, dass bei gleichem Querschnitt mehr Ladeleistung mögl. ist.

 

notting


25.02.2021 15:04    |    GrandPas

Aber vielleicht habe ich genau deswegen und ganz bewusst von mir und meinem Alltag geschrieben. ;)

 

Ich bezweifle übrigens, dass die Mehrheit zumindest mittelfristig ihr künftiges E-Auto ähnlich dem Tankstellennetz lädt und darauf auch dann wartet, aber dies ist ein anderes Thema. Laden beim Parken halte ich für erheblich praktischer. Dann steht dein Wagen halt mal eine Nacht nicht in deiner TG, sondern 2 Seitenstraßen weiter an einer evtl. noch zu errichtenden Ladesäule.

Auf der AB ist dies natürlich eine andere Geschichte, aber die Mehrheit fährt nicht jeden Tag große Strecken auf der AB, ganz im Gegenteil.

 

Mit der Ladeleistung ist mir auch bewusst, nur war ich zu faul nachzuschauen wie hoch die maximale Ladeleistung des Ioniq 5 ist, mir ging es lediglich ums Schnelladen vs. Normalladen.


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