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29.10.2019 11:39    |    jennss    |    Kommentare (85)

50 kWh Akku des eCorsa
50 kWh Akku des eCorsa

Schon Harry und Meghan fanden den elektrifizierten Oldtimer cool: Sie fuhren bei ihrer Hochzeit mit einem elektrischen Jaguar E-Typ. Arnold Schwarzenegger liebt seinen elektrifizierten Hummer sehr. Die Sache hat einen besonderen Reiz.

 

Wer nun einen restaurierungsbedürftigen Oldi bekommen oder gefunden hat, steht vor der Aufgabe, auch den Antrieb zu überholen. Davor könnte man sich vielleicht drücken, wenn man das Auto auf E-Antrieb umbaut. Aufgrund des günstigen Preises, der hohen Reichweite (260 km nach WLTP, 32 kWh netto bei 83 PS/210 Nm) und der Umweltprämie für Neufahrzeuge bietet es sich geradezu an, einen neuen Seat Mii electric auszuschlachten :eek:. Man bezahlt mit Rabatten vielleicht noch 14000 € oder weniger (20490 € plus 50 kW DC-Lader minus Umweltprämie und normale Rabatte) und kann den restlichen Neuwagen verkaufen (Einzelteile). Das könnte billiger sein als Akkus etc. einzeln zu kaufen. Was bekommt man wohl noch für die Neuteile?

 

Man muss es nur gut hinbekommen, alles sauber einzubauen. Das kann man vielleicht auch machen lassen. Es gibt Firmen, die sich auf Elektroumbauten spezialisiert haben. Die würden sich dann wohl auch um die Einzelabnahme kümmern. Klar, ist ein Frevel, einen Oldi des Verbrenners zu berauben (und auch einen Neuwagen auszuschlachten), aber auch irgendwie cool, denn der geht dann super ab. :) Statt H-Kennzeichen gibt es ein E-Kennzeichen.

 

Was denkt ihr, wird der Mii als Oldi-Retter bzw. Organspender ein Erfolg? ;)

Alternativ ginge es auch mit den kaum teureren Konzernbrüdern VW e-Up und Skoda Citigo.

j.

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05.11.2019 19:53    |    Beulendoktor88

Die bist aber nicht die Welt. Und nach dir soll sich die Welt auch weiter drehen. Bin kein Freund von e Autos, aber das ist eine durchaus sinnvolle Möglichkeit für die zukünftige Generation


05.11.2019 19:56    |    mz4

Die Welt ist aber China und Indien.

Dagegen sind wir Europäer und Amerikaner ein Klecks..

 

Erzähl das Mal denen was die von Smog und co halten ;)


05.11.2019 20:05    |    Beulendoktor88

Zitat:

@mz4 schrieb am 5. November 2019 um 19:56:49 Uhr:

Die Welt ist aber China und Indien.

Dagegen sind wir Europäer und Amerikaner ein Klecks..

 

Erzähl das Mal denen was die von Smog und co halten ;)

Und was haben die damit zu tun wenn unsere Regierung irgendwann die Oldies verbietet?


05.11.2019 20:54    |    jennss

Eine schöne Basis für den Umbau wäre auch ein Beetle Cabrio (oder New Beetle Cabrio). Da gibt es doch bestimmt auch Modelle, die den anfälligen Twinchargern haben. Da lohnt sich der Umbau vielleicht :). Elektrische Cabrios gibt es außer Smart und damals Tesla Roadster keine.

j.


05.11.2019 21:03    |    Beulendoktor88

Das ganze Thema wird erst in ein paar jahren interessant wenn vw ihren elektrobaukausten losschickt. Das Ding wird einschlagen wie eine Bombe und millionenfach verkauft werden was die preise dramatisch senken wird


06.11.2019 00:52    |    paelzerbu

Ob der E-Motor die alleinige Zukunft ist, ist noch ziemlich offen. Nur weil China das jetzt propagiert und einige Länder darauf eingeschwenkt sind, inklusive Deutschland, ist das noch nicht sicher. Für lange Strecken wird sich da letztlich nicht viel ändern, denn es ist einfach unsinnig, dermaßen viel Gewicht (und Geld) dafür zu investieren, nur damit die Reichweite dann den Anforderungen entspricht. Selbst mehrere Schnelllademöglichkeiten ändern daran wenig, denn abgesehen davon, daß sie auf der Strecke liegen müssten und immer noch Zeit beanspruchen, stressen sie den Akku und vermindern desssen Lebensdauer.

Für den Stadtverkehr und entsprechend kleine und möglichst leichte Autos gibt das natürlich Sinn. Ansonsten sollte man die anderen Technologien nicht vorzeitig abschreiben, vom Wasserstoffmotor, über Biogas, bis zur Brennstoffzelle.

Ein Einbau eines Akkus und E-Motors in einem Oldtimer gibt nur dann Sinn, wenn ein passender Originalmotor nicht mehr verfügbar ist, und auch keine Alternative geht. Alles andere wird eher ein Einzelstück bleiben, mit welchem man E-Freaks beeindrucken kann, aber keinen Oldtimerfan.

Was ist denn der Sinn darin, einen Oldtimer zu erhalten? Es geht darum, ihn möglichst originalgetreu zu lassen, sonst lässt sich das auch nicht mit dem Anspruch, bedeutsame Dinge zu erhalten, vereinbaren. Es wäre nur ein Spielzeug für jemand, der wahrscheinlich gut betucht ist.


06.11.2019 06:15    |    mz4

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 5. November 2019 um 20:05:21 Uhr:

Zitat:

@mz4 schrieb am 5. November 2019 um 19:56:49 Uhr:

Die Welt ist aber China und Indien.

Dagegen sind wir Europäer und Amerikaner ein Klecks..

 

Erzähl das Mal denen was die von Smog und co halten ;)

Und was haben die damit zu tun wenn unsere Regierung irgendwann die Oldies verbietet?

Schon Mal war von Bestandsschutz gehört :cool:


06.11.2019 07:01    |    mz4

Zitat:

@jennss schrieb am 5. November 2019 um 20:54:07 Uhr:

Eine schöne Basis für den Umbau wäre auch ein Beetle Cabrio (oder New Beetle Cabrio). Da gibt es doch bestimmt auch Modelle, die den anfälligen Twinchargern haben. Da lohnt sich der Umbau vielleicht :). Elektrische Cabrios gibt es außer Smart und damals Tesla Roadster keine.

j.

bei VW kann man prinzipielle von jedem Modell als "anfällig" sprechen ;)

Liebhaber wird es wohl auch für den Beetle geben... (wie auch für den Multipla)


06.11.2019 07:03    |    mz4

Zitat:

@Beulendoktor88 schrieb am 5. November 2019 um 21:03:59 Uhr:

Das ganze Thema wird erst in ein paar jahren interessant wenn vw ihren elektrobaukausten losschickt. Das Ding wird einschlagen wie eine Bombe und millionenfach verkauft werden was die preise dramatisch senken wird

Na ob es los schlägt wie eine Bombe oder VW die Bombe trifft sehen wir dann in 10-20 Jahren...

Aber dann wird wieder schön geredet das nicht VW schuld war sondern die generelle Wirtschaftskriese und der Crash und blabla blabla ;)


06.11.2019 07:48    |    mark29

Naja, ich sehe hier noch keinen Preisverfall bei den Batterien. Klar sinken die Fertigungskosten mit dem Produktiosvolumen. Aber noch immer bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. (Man denke mal nur an den Rohölpreis und was am Ende 1l Kraftstoff kostet) Und Seltene Erden sind nicht so großzügig zu finden und zu fördern wie mancher denkt!

 

Und auch da wird man mal anfangen müssen an die Umwelt zu denken! Schließlich wollen wir ja auch, dass unsere Kinder und Enkelkinder auf dieser Welt noch leben können. Und so sorglos, wie hier einige mit dem Theme- eMobilität umgehen, wird das sich er schwierig!


06.11.2019 12:34    |    paelzerbu

Ich weiß jetzt nicht, ob die Rohstoffe Cobalt, Mangan, und Lithium unter die seltenen Erden fallen. Sie sind jedenfalls in ausreichender Menge vorhanden, wenngleich deren Förderung aus verschiedenen Gründen problematisch und auf relativ wenige Länder begrenzt ist.

Trotzdem muß man natürlich die Förderungsbedingungen bei allen Kalkulationen mit einbeziehen. Es kann nicht sein, daß wir zwar eine saubere Luft haben, aber dafür die Umwelt in großen Landstrichen im Ausland vor die Hunde geht. Ähnlich ist es mit der Einbeziehung von ausrangierten Rotorblättern, die nur schwer bis gar nicht recycled werden können. Man sollte immer die ganze Kette bedenken.


06.11.2019 12:40    |    mz4

Zitat:

@mark29 schrieb am 6. November 2019 um 07:48:37 Uhr:

Naja, ich sehe hier noch keinen Preisverfall bei den Batterien. Klar sinken die Fertigungskosten mit dem Produktiosvolumen. Aber noch immer bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. (Man denke mal nur an den Rohölpreis und was am Ende 1l Kraftstoff kostet) Und Seltene Erden sind nicht so großzügig zu finden und zu fördern wie mancher denkt!

 

Und auch da wird man mal anfangen müssen an die Umwelt zu denken! Schließlich wollen wir ja auch, dass unsere Kinder und Enkelkinder auf dieser Welt noch leben können. Und so sorglos, wie hier einige mit dem Theme- eMobilität umgehen, wird das sich er schwierig!

Deshalb verwendet Tesla kaum Cobalt in den Akkus und das was drin ist muss zertifiziert sein.

Die deutschen und da ist es egal über 4x mehr mit "scheissegal woher es kommt"

 

Die Kosten müssen sinken damit die Konzerne weiter gewinne einfahren können...

Mit dem Endpreis hast du wie schon beim Rohöl richtig erkannt Mal gar nix zu tun.


06.11.2019 12:44    |    mz4

Zitat:

@paelzerbu schrieb am 6. November 2019 um 12:34:40 Uhr:

Ich weiß jetzt nicht, ob die Rohstoffe Cobalt, Mangan, und Lithium unter die seltenen Erden fallen. Sie sind jedenfalls in ausreichender Menge vorhanden, wenngleich deren Förderung aus verschiedenen Gründen problematisch und auf relativ wenige Länder begrenzt ist.

Trotzdem muß man natürlich die Förderungsbedingungen bei allen Kalkulationen mit einbeziehen. Es kann nicht sein, daß wir zwar eine saubere Luft haben, aber dafür die Umwelt in großen Landstrichen im Ausland vor die Hunde geht. Ähnlich ist es mit der Einbeziehung von ausrangierten Rotorblättern, die nur schwer bis gar nicht recycled werden können. Man sollte immer die ganze Kette bedenken.

Nein importieren alles wichtige aus den 3. Weltländern. Nutzen sie aus. Dabei schenken wir denen unseren Müll damit wir den los haben und er dort vergammeln kann. Egal ob Plastik oder sonst was.

 

Wie ich schon geschrieben habe kann man sagen was man will aber Tesla denkt da viel weiter als die deutschen und Koreaner und Japaner und hab ich was vergessen?

 

Die gesamte Zivilisation der Westlichen Welt beruht auf dem ausbeuten des Ostens.

Ist uns doch egal ob die vor die Hunde gehen.

Lustigerweise sind die jenigen wie z.b. sie USA wo wir immer mit dem Finger drauf zeigen da viel nachhaltiger was Ressourcen angeht!


06.11.2019 12:54    |    paelzerbu

Wieso denkt Tesla da viel weiter?

Nur weil sie gesetzlich gezwungen auf teurere Kobalt angewiesen sind, und den Anteil an den Elektroden entsprechend klein halten? Das ist eher den Bedingungen geschuldet als der Angst für die Umwelt.

Ob derart große und teure Akkus umweltpolitisch sinnvoll sind, ist trotzdem nicht unumstritten.

 

Was die Abfälle an geht. Es müsste einfach verboten sein, insbesondere Kunststoffabfälle zu exportieren. Nach gängigen Berichten werden sie meist nur gelagert und im schlimmsten Fall in das Meer gespült oder irgendwann offen (aus Versehen...) abgefackelt.

 

Ich schrieb ja, daß die Förderkette der Rohstoffe problematisch ist. Aber das ist sie bei vielen anderen Rohstoffen auch, auf die wir letztlich angewiesen sind, weil wir wenig eigene Rohstoffe besitzen.


06.11.2019 12:57    |    mz4

Genau und das umdenken muss in den Förderländern stattfinden .

Denn wenn wir nix mehr bekommen und niemand mehr ausbeuten können dann müssen wir uns als moderner mensch anpassen oder das Land vereinleiben wie früher.


09.11.2019 20:54    |    Sp3kul4tiuS

Zitat:

@Rohwi schrieb am 29. Oktober 2019 um 12:01:32 Uhr:

Hallo...

Ich habe gerade aufgegeben meinen Ami in Schleswig -Holstein für den Strassenverkehr zu Typisieren.

Niemals würde ich bei unseren Paragrphenreitern versuchen ein Auto auf Elektro umzubauen.

Für mich ist die Elektromobilität noch uerschwinglich , sogar mit gebrauchten Fiat 500E aus Californien , die man in den Niederlanden für 14000 Euro bekommt steht einem hier noch die Typisierung bevor , so doll EU sind wir denn doch nicht.

 

mfG Rohwi

beri dem Tuner aus Dortmund war jemand der diese Umbauten Gewerblich anbietet.

Er sagte das in Kiel der Tüv seine E-Ente nicht abnehmen wollte. Bei Rendsburg oder war es noch woanders war es kein Problem die Vollabnahme für 300€ zu machen. Zugelassen fertig *zwinker*

 

ab 10 Minuten so.... kommt so langsam die Frage - warum hat das Tüv ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=bQosTSWtpiY


09.11.2019 21:25    |    Schwarzwald4motion

10.11.2019 03:58    |    jennss

Beim DeLorean macht der E-Umbau echt Sinn, weil der originale Verbrenner ja nicht so toll war.

j.


10.11.2019 18:52    |    XuQishi

Zitat:

So viel PS hatten die alten V8 auch nicht

Das hängt vom Alter ab. Mitte bis Ende der 60er hatten die ordentlich Power. Das hat erst in den 70ern wieder nachgelassen wegen der Umweltvorschriften. Aber 350 PS aus einem Small Block ab Werk ging schon. Mehr hatte mein 2004er Hemi auch nicht.

 

 

Zum Thema an sich: wenn man sehr viel Geld ausgeben möchte, um hinterher ein wertloses Produkt zu haben, kann man das machen. Bei einem billigen Ausgangsmodell sieht man sein Investment nicht wieder und bei einem teuren Ausgangsmodell ruiniert man hoher Wahrscheinlichkeit dessen Wert so extrem, das man es auch pressen lassen könnte.

Mal ehrlich: wer will beispielsweise einen E-Type mit dem Elektromoter aus einem Kleinstwagen? Da kommt doch ne Gehhilfe bei raus, bei der alles fehlt, was einen Oldtimer ausmacht.

 

An der Stelle würde ich für die Zukunft eher erwarten, dass irgendwer CO2-neutralen synthethischen Sprit für die Oldtimerszene anbietet. Denn mal ehrlich, bei den Fahrleistungen des üblichen Oldies kann der Sprit auch 3 Euro für 100km kosten, ohne dass das ein großes Loch reißen würde. Dann gönnt man sich halt mal ein Sonntagsfährtchen und aufs Treffen geht's huckepack statt auf eigener Achse.


10.11.2019 19:05    |    jennss

Den elektrischen Jaguar E-Typ finde ich total klasse:

https://www.motor-talk.de/.../...e-stromer-geht-in-serie-t6428167.html

j.


10.11.2019 19:08    |    XuQishi

Der hat aber auch fast die vierfache Leistung von dem Mii-Motor.


10.11.2019 19:22    |    jennss

Ja, klar, für so einen würde ich dann auch ein anderes E-Auto schlachten, BMW i3, Tesla Model 3 oder sowas :D. Der Mii wäre eher ein Teil für einen Käfer oder Golf 1.

j.


11.11.2019 05:06    |    mz4

Zitat:

@jennss schrieb am 10. November 2019 um 19:22:54 Uhr:

Ja, klar, für so einen würde ich dann auch ein anderes E-Auto schlachten, BMW i3, Tesla Model 3 oder sowas :D. Der Mii wäre eher ein Teil für einen Käfer oder Golf 1.

j.

Wir haben noch einen der letzten Käfer hier in ner Garage stehen.. (steht seit uber 20jahren da ;))

Ob ich aber den ulkigennsound des Käfermotors für nen e mobil Umrüstung haben wollte...

Was ich mir auch noch nicht vorstellen könnte ist das die Achsen das aushalten.

Klar tun sie das ne Weile aber für die Leistung eine emotors muss das Fahrwerk erst Mal mit machen.

Dazu bei den Asphalt Trennscheiben ;)

 

Da wird man sich dann die Frage stellen wie bekommt man z.v. den Tesla Motor angesteuert.

 

Ein gebrauchten Tesla oder ein unfaller billiger kommt man an Akku und Motor nicht ran.

Qu der ja allein schon vom Akku lohnen einen Neuwagen zu kaufen ;)

Pervers aber bei den Preisen ...


11.11.2019 08:10    |    Schwarzwald4motion

Es gibt in den USA einen Schulbus mit Model S Akku. Ideal für Strecke und benötigtes Drehmoment kann auch an den SuC Laden, der Akku muss halt drunter passen.


11.11.2019 08:21    |    mark29

@mz4: Auch Elektromotore gibt es wie Verbrenner in unterschiedlichen Leistungsstufen. Man kann ja einen mit ca. 30kw einbauen und das Drehmoment zum Anfahren elektronisch begrenzen. Es ist ein Irrglauben, dass die Anzahl an Varianten der Motoren abnimmt, wenn man auf Elektro umstellt. Sowohl bei Leistung, als auch bei der konstruktiven Gestaltung könnte es am Ende sogar mehr Motor-Varianten geben, als beim Verbrenner. "One-fits-all" gibts definitiv nicht!


11.11.2019 09:01    |    mz4

Zitat:

@mark29 schrieb am 11. November 2019 um 08:21:07 Uhr:

@mz4: Auch Elektromotore gibt es wie Verbrenner in unterschiedlichen Leistungsstufen. Man kann ja einen mit ca. 30kw einbauen und das Drehmoment zum Anfahren elektronisch begrenzen. Es ist ein Irrglauben, dass die Anzahl an Varianten der Motoren abnimmt, wenn man auf Elektro umstellt. Sowohl bei Leistung, als auch bei der konstruktiven Gestaltung könnte es am Ende sogar mehr Motor-Varianten geben, als beim Verbrenner. "One-fits-all" gibts definitiv nicht!

Ja Sinn macht das von den Kosten ja nur wenn man nen Model s 100d/p für 35000€ g braucht bekommt oder 25000 als unfaller.

Bei den Preisen für kleine 30-70kw Motoren und Akkus ist man da deutlich billiger dran ;)

 

Die Frage ist halt kann man das mit dem Tesla Motor umsetzen ;)


11.11.2019 11:26    |    Beulendoktor88

Zitat:

@mz4 schrieb am 11. November 2019 um 09:01:42 Uhr:

Zitat:

@mark29 schrieb am 11. November 2019 um 08:21:07 Uhr:

@mz4: Auch Elektromotore gibt es wie Verbrenner in unterschiedlichen Leistungsstufen. Man kann ja einen mit ca. 30kw einbauen und das Drehmoment zum Anfahren elektronisch begrenzen. Es ist ein Irrglauben, dass die Anzahl an Varianten der Motoren abnimmt, wenn man auf Elektro umstellt. Sowohl bei Leistung, als auch bei der konstruktiven Gestaltung könnte es am Ende sogar mehr Motor-Varianten geben, als beim Verbrenner. "One-fits-all" gibts definitiv nicht!

Ja Sinn macht das von den Kosten ja nur wenn man nen Model s 100d/p für 35000€ g braucht bekommt oder 25000 als unfaller.

Bei den Preisen für kleine 30-70kw Motoren und Akkus ist man da deutlich billiger dran ;)

 

Die Frage ist halt kann man das mit dem Tesla Motor umsetzen ;)

Natürlich kann man das mit dem Tesla Motor umsetzten. Ist ja nicht so als ob der Elektromotor entweder die volle Power liefert oder gar nichts.


11.11.2019 13:57    |    mz4

ich meinte das die kommunikation das überhaupt was geht über nen verschlüsselten canbus läuft.

Akku, Ladegerät, Leistungselektronik, Motor dass das in nem anderen Auto wieder zusammen läuft bekommt man wohl schwer hin..

nur den Akku zu übernehmen auf nen "freien" motor mit ner "freien" steuerung ok..

ich meinte eine sinnvolle komplett nutzung des schlachters und nicht nur die akkus..

sorry wenn ich mich da missverständlich ausgedrückt habe.


12.12.2019 01:44    |    jennss

Was ich bisher gar nicht wusste: Beim e-Käfer steckt tatsächlich ein e-Up darunter: https://www.heise.de/.../...-Antrieb-mit-Werkskomponenten-4514251.html

j.


28.03.2020 09:57    |    Grasoman

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 11. November 2019 um 08:10:00 Uhr:

Es gibt in den USA einen Schulbus mit Model S Akku. Ideal für Strecke und benötigtes Drehmoment kann auch an den SuC Laden, der Akku muss halt drunter passen.

Der kann bestimmt nicht an Superchargern laden. Denn Tesla sperrt solche Akkus und BMS-Systeme routiniert, wenn da zuviel gebastelt wurde. Und der Verbastelungsgrad ist hier definitiv erreicht.

 

Und so ein Schulbus muss auch physisch und sozial kompatibel erstmal an einen Tesla Supercharger mit seinem kurzen Ladekabel ranfahren können. Sobald er das regelmäßig macht, werden andere Tesla-Fahrer die Geschichte bei Tesla melden und dann eben die Software-Sperre siehe erster Satz.


28.03.2020 10:05    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Grasoman schrieb am 28. März 2020 um 09:57:28 Uhr:

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 11. November 2019 um 08:10:00 Uhr:

Es gibt in den USA einen Schulbus mit Model S Akku. Ideal für Strecke und benötigtes Drehmoment kann auch an den SuC Laden, der Akku muss halt drunter passen.

Der kann bestimmt nicht an Superchargern laden. Denn Tesla sperrt solche Akkus und BMS-Systeme routiniert, wenn da zuviel gebastelt wurde. Und der Verbastelungsgrad ist hier definitiv erreicht.

Die Meldung war eher viele Jahre alt, und ob dies in Cooperation mit Tesla erfolgte weis ich auch nicht, habe den Artikel nicht mehr gefunden.

 

Das war's jedenfalls nicht.


28.03.2020 10:39    |    Grasoman

@jennss

 

Die nachträgliche BEV-Elektrifizierung von älteren Verbrennerwagen finde ich grundsätzlich auch interessant. Aber nur mit fertigen Kits und mit einer gewissen Automatisierung, so wie es das gibt bei der Rücknahme und Aufbereitung von Leasing-Rückläufern, die da auch wieder über Fließbänder gehen.

 

Etliches, was du da propagierst, wird nicht so hinhauen:

* der Preis des e-Up-Antriebes ist nicht wirklich günstig. Eine Motor- und Getriebeüberholung amm Oldtimer kommt in der Regel günstiger. Und dann passt wenigstens alles und es ist noch original, das Classic-Data-Gutachten hat also gute Chancen auf Werterhalt.

* die Inanspruchnahme der Umweltprämie für Neufahrzeuge macht 6 Monate Mindesthaltedauer notwendig. Na gut, kann man auch nur auf dem Papier machen.

* "Das könnte billiger sein als Akkus etc. einzeln zu kaufen." Kann sein, muss nicht. Ich glaube nicht dran.

 

Zu allen Zeiten wurden günstige Neufahrzeuge (gerade auch Motorräder) gekauft, um die in teureren Ersatzteilen gleich wieder zu verkaufen, *wenn* sich das gelohnt hat.

 

Hier dürfte der BEV-Umrüster aber eher danach schauen, dass er junge verunfallte Mii/e-Up/Citigo bekommt. So holen sich in den USA die Umrüster immer gleich verunfallte Model 3 und Model S, sowie Leaf und Co.

 

"Man muss es nur gut hinbekommen, alles sauber einzubauen."

 

Naja, vor allem muss man dann alles übernehmen:

* die Batterie. Wenn man sie zusammenlässt, dann sollten auch Kabellängen etc. erhalten bleiben. Aber dann muss man den fetten Klops irgendwie ordentlich in den Oldtimer reinbekommen. Und das möglichst ohne Karossieänderung.

Wenn man hingegen die e-Up-Batterie zerlegt und in ihren Modulen im Oldtimer unterbringen will, dann muss man sich neue Gedanken machen um EMV, Schutz der Hochvoltkabel, TMS und BMS, Routing zum AC-Lader, dem E-Motor und den weiteren HV-Komponenten, sowie die ganze Befestigung der Sachen.

 

* die Bremsanlage des e-Up - das wird schon tricky bei Fahrzeugen die sonst deutlich schwerer

* die elektromechanische Servolenkung des e-Up

* das Kombiinstrument des e-Up und die Bedienhebel

* Fahrstufenwahlhebel

* auch die ganzen Steuergeräte (sonst wird ne Restbussimulation fällig), also Bordnetz-Steuergerät, Schließanlage, Wischer, Türsteuergeräte, etc.

* dann muss man ABS/ESP neu parametrieren an die anderen Gegebenheiten des Autos, Licht ringsrum, Reifendrucküberwachung, die ganzen Airbags, Infotainment, etc.

 

Zitat:

Klar, ist ein Frevel, einen Oldi des Verbrenners zu berauben (und auch einen Neuwagen auszuschlachten), aber auch irgendwie cool, denn der geht dann super ab. :)

Der aktuelle Mii electric oder e-Up selbst hat 12,3 Sekunden von 0 auf 100 bei um 1235 kg Leergewicht. Egal, in welchen Oldtimer du diesen Antrieb einbaust: wenn der mindestens genau so viel wiegt (und das ist sehr wahrscheinlich nach dem Umbau, denn leichter geht kaum), dann geht das *nicht* super ab! Sondern nur auf den allerersten paar Metern gibt's mal nen flottes Zucken und dann hängt er hinten.

 

Zitat:

Statt H-Kennzeichen gibt es ein E-Kennzeichen.

Das stimmt. Aber erst seit relativ kurzem. Auch die 10 Jahre steuerfrei gibt es. Da haben sich Umrüster für stark gemacht und sogar mal ihr Ziel erreicht.

 

Zitat:

Was denkt ihr, wird der Mii als Oldi-Retter bzw. Organspender ein Erfolg? ;)

Ganze neue Autos schlachten mit all dem "Rest" - das ist ein sinnloser Weg. Dann lieber sollte eine Firma passende, fahrzeugmodellspezifische Umbaukits konfektionieren (nur Akku, E-Motor, Adapter zum Getriebe, die ganzen Adapter zur Lenkung, Kombiinstrument, etc.). Ähnlich wie bei LPG-Umrüstung.

 

Da gab es selbst hier schon viele Versuche:

* BEA-Tricks -> Smart Verbrenner zu Smart Electric => gescheitert

* Karabag 500 -> Fiat 500 und Ford Ka => gescheitert, genau so für den VW Käfer

* EFA-S => für UPS-Fahrzeuge in der Nische

* Dennis Murschel => in der Nische

* Heiko Fleck => in der Nische

* Sven Streubel mit seinem A2

* citysax

* German e-Cars mit Stromos

* Luis 4U Green mit China-Autos

* DHL mit dem Streetcooter-Ansatz => auch gescheitert trotz großem Aufzug

 

Bisher ist da alles wieder entweder kaputt gegangen oder in der Nische gelandet.

 

Hier als lange Liste: https://www.bsm-ev.de/electrify/die-electrifyer

 

""Die größte Herausforderung beim Umbau ist die Software", sagt Murschel. "Wenn das Auto fertig ist, müssen ABS, ESP und all die anderen Sicherheitssysteme immer noch funktionieren." Er selbst arbeite dafür mit VW zusammen. Viele andere Hersteller gäben ihre Software aber nicht frei."

 

Und bei der Umrüstung kommen da viele Stunden Konzeption, Programmierung und Schrauberei dazu.

Sowie natürlich oft auch eine Karosserie-Restauration.

 

Wer heute wirklich Verbrenner (egal welchen Alters) zu BEVs umbauen kann, den stellt die Autoindustrie mit lukrativem Vertrag sofort an. Und dann ist er (oder sie) wieder weg vom Umrüst-Markt.

 

Und die Leute, die wirklich Oldtimer haben, die wollen kein Kombiinstrument und "Schalthebel" vom e-Up vor sich haben, oder e-Up-Sitze mit den Airbags, oder die Lenkung und Sitze vom e-Up. Und die wollen auch keinen Standard-Elektro-Antrieb von der Stange. Sondern da wird jeder eigene Vorstellungen haben, wie er sein Baby umgerüstet haben will.

 

Denn wenn sie einfach nur elektrisch fahren wollten mit e-Up-Komponenten, dann fahren sie halt gleich e-Mii. Und den Oldtimer am Wochenende - mit seinem Verbrenner, selbst ohne technische Überholung einfach auf der Rille, die er noch hergibt. Und das ist allemal günstig.

 

Ach so: wer das ganze wirklich gewollt hätte, es gäbe schon lange gebrauchte Teilespender, z.B von diesen BEV:

* Smart Fortwo

* Nissan Leaf

* VW e-Golf

* Renault Zoe

* Tesla Model S/X

* BMW o3

* Fiat 500e

* Kia Soul EV

 

und was nicht alles. Das hätte man als Umrüster alles schon nutzen können.


28.03.2020 11:05    |    mark29

Ich glaube nichr, dass für einen echten Oldtimerbesitzer solche Bastelein eine Option,sind, zumal damit der Oldtimerstatus definitiv hnd zu Recht weg ist.

 

Wer ein modernes Auto in altem Design haben will, ist wohl besser beraten das neuere Fahrzeug mit einer alten Karosse zu versehen.

 

Da kann sich mal ein Start Up dran machen ein Fahrgestell zu entwickeln, wo man alte Hüte drauf setzen kann.


28.03.2020 11:31    |    jennss

Das ist quasi die Nische in der Nische. Aber es hat seinen Reiz, wie z.B. beim T1 Bulli, der den Motor des E-Up bekommen hat, jedoch mit mehr kWh:

https://www.auto-motor-und-sport.de/.../

Bei dem hat man es aber auch perfekt gemacht, nicht billig.

 

Dieser Käfer hat direkt alles vom E-Up bekommen: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/vw-e-kaefer-e-classics/

Das ist zwar auch nicht billig, aber es zeigt: Der E-Up (Mii Electric) ist für solche Umbauten interessant.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 28. März 2020 um 10:39:45 Uhr:

Der aktuelle Mii electric oder e-Up selbst hat 12,3 Sekunden von 0 auf 100 bei um 1235 kg Leergewicht. Egal, in welchen Oldtimer du diesen Antrieb einbaust: wenn der mindestens genau so viel wiegt (und das ist sehr wahrscheinlich nach dem Umbau, denn leichter geht kaum), dann geht das *nicht* super ab! Sondern nur auf den allerersten paar Metern gibt's mal nen flottes Zucken und dann hängt er hinten.

Schon mal gefahren? Der geht auf jeden Fall wesentlich besser als mit Originalmotor. Und so ein e-Up geht schon wirklich gut. Der Fahrspaßfaktor liegt (außer auf der Autobahn) m.E. über dem vom Up GTI. Ich bin den GTI probegefahren und war recht enttäuscht. Unter 2000 Umdrehungen sehr lahm, kein Vergleich zum E-Antrieb. Unser Smart EQ geht wesentlich besser und macht mehr Fahrspaß.

 

Ich kann es auch nicht einschätzen, ob die üblichen Umbaufirmen die Teile günstiger bekommen als aus einem Mii Electric. Aber die Prämie bekommen sie bei den Einzelteilen sicher nicht (Akku, Motor etc.) und beim Mii ist es halt Großserie.

 

Zitat:

@Grasoman schrieb am 28. März 2020 um 10:39:45 Uhr:

Ach so: wer das ganze wirklich gewollt hätte, es gäbe schon lange gebrauchte Teilespender, z.B von diesen BEV:

* Smart Fortwo

* Nissan Leaf

* VW e-Golf

* Renault Zoe

* Tesla Model S/X

* BMW o3

* Fiat 500e

* Kia Soul EV

 

und was nicht alles. Das hätte man als Umrüster alles schon nutzen können.

Diese gebrauchten Teilespender mit vergleichbarer Kapazität sind ja allesamt teurer als ein neuer Mii Electric.

j.


28.03.2020 13:01    |    Grasoman

@mark29

Dann wäre man wieder beim Body-On-Frame Design.

 

Solche BEV-Fahrgestelle gibt's an sich auch schon in Gebraucht-BEVs oder günstigen Neu-BEVs:

 

* Streetscooter

* BMW i3 mit seiner Drive-Zelle (Aluminium-Chassis) und Life-Zelle (das ist der CFK-Aufbau, der würde dann verschwinden)

https://www.youtube.com/watch?v=6dO-e17J1wE

* eGo Life

https://youtu.be/_pOTVULo5fM?t=133

 

Natürlich müssten dann aber die Hüte passend ausgewählt werden, z.B. muss die Länge/Radstand halbwegs passen.

 

Sonst wenn man an die Original-Fahrgestelle von Oldtimer rangeht, dann nimmt man sich als Umrüster lieber so ein Orginal-Fahrgestell und baut dann dort die BEV-Technik ein, gleich mit Batterie und Motor. Die Verbindung der Elektrik bleibt dann aber eine Herausforderung.


28.03.2020 13:11    |    jennss

In der Tat erscheint es mir auch interessanter, wenn man nach einem Oldtimer mit gleichem Radstand (+Breite) guckt und dann nur die Karosse verpflanzt. Welcher Oldie hätte denn einen E-Up-Radstand?

j.


28.03.2020 13:34    |    Grasoman

Zitat:

Dieser Käfer hat direkt alles vom E-Up bekommen: https://www.auto-motor-und-sport.de/oldtimer/vw-e-kaefer-e-classics/

 

Das ist zwar auch nicht billig, aber es zeigt: Der E-Up (Mii Electric) ist für solche Umbauten interessant.

Du kannst leider nicht lesen, denn er hat nicht "alles vom e-Up" bekommen, sondern nur: Fahrstufenwählhebel und den E-Motor.

 

Die Batterie-Module des e-Up haben sie nicht genommen, sondern Akkus aus dem MEB, also aus dem id.3.

7s 12s2p aus dem id.3 bringen 84s2p aus 78Ah Zellen, also 49 kWh brutto/45 kWh netto. Bei ca. 310 kg Gewicht.

 

Der e-Up selbst hätte gehabt:14s 6s2p , also auch 84s2p aus 60 Ah, also 36,8 kWh brtto, 32,3 kWh netto. Bei aber nur 203 kg Batteriegewicht.

 

Neue Mehrlenkerachsen und innenbelüftete Scheibenbremsen => kamen auch nicht vom e-Up, denn der hat sowas gar nicht.

 

Die neue Zahnstangenlenkung - ich denke, dass die auch nicht aus dem e-Up kommt.

 

Festübersetzung? Antriebswellen? Keine Ahnung, was sie da gemacht haben. Aber wenn es eh schon neue Achsen sind, dann sind es mit Sicherheit nicht die Achsen des e-Up.

 

LED-Rundscheinwerfer vorn und LED-Ladeleuchten: kommen auch nicht vom e-Up.

 

Umrüster hätten auch jeden anderen E-Motor nehmen können, wie es in den USA auch gemacht wird.

 

Man merkt, dass dort eine VW-Werks-Truppe (VW Nutzfahrzeuge) zusammmen mit dem Umrüster (e-Classics) schraubt. Und dass die natürlich gern ihr Werks-Zeug nehmen, liegt ja auf der Hand. Die freien Umrüster hätten sonst sicherlich lieber ihre typischen Komponenten genommen, mit denen sie selbst Erfahrung haben: LiFePO4-Zellen, Curtis-Controller, und eher Industrie-E-Motoren also AC Induction Motoren. Auf so ein System hatten sich bisher die Umrüster eingestimmt und dann daraus ihre Standard-Systeme zusammengestellt. Und sind mit Adapterplatten ans Gertriebe des Oldtimers gegangen.


28.03.2020 13:50    |    Grasoman

Zitat:

Diese gebrauchten Teilespender mit vergleichbarer Kapazität sind ja allesamt teurer als ein neuer Mii Electric.

Erstmal stimmt es nicht. Gebrauchte Smart EQ in Überraschungsqualität gibt's aus carsharing-Flotten für so 5000 EUR - komplett. Gebrauchte i3 mit vielen km und/oder Schäden am CFK: kosten auch unter 5000 EUR. Auch so die iMiev/ion/C-Zero, frühe Zoe oder frühe Leaf gibt's recht günstig. Aber dann halt auch in Überraschungsqualität.

 

Man braucht ja nicht die ganzen Fahrzeuge als Teilespender. Sondern nur das Zeug, was man auch wirklich nutzen will. Batterie, E-Motor, Leistungselektronik. Wer auf Risiko steht: kauft diese Spenderfahrzeuge noch so verunfallt, dass diese Komponenten noch gut und sicher überlebt haben.

 

Die Teile des e-Up haben an sich nur dann irgendwie für den Oldtimer-Umrüstermakt nur dann einen Sinn, wenn ein Umrüster gerade keine ganzen e-Ups/Mii/Citigo einkaufen müsste, sondern er:

1) gleich nur die Komponenten kauft, was er dann auch wirklich verbaut.

2) Umfangreiche Doku dazu bekommt zu technischen Parametern und Zulassung, sowie den ganzen Abnahmen der Komponenten

3) Man auch auf Software-Seite eine umfangreiche Doku dazu bekommt, z.B. zum E-Motor-Controller, Rekuperationsabstimmung mit ABS/ESP, Verbindung zur Heizung/Kühlung, CAN-Bus-Frames und Restbus-Simulation, Dienste der Steuergeräte, usw.


28.03.2020 14:06    |    Grasoman

Zitat:

In der Tat erscheint es mir auch interessanter, wenn man nach einem Oldtimer mit gleichem Radstand (+Breite) guckt und dann nur die Karosse verpflanzt. Welcher Oldie hätte denn einen E-Up-Radstand?

Der e-Up hat eine selbst tragende Karosserie.

 

Frontantrieb

Breite 1645 mm (ohne Außenspiegel)

Radstand 2421 mm

Bodenfreiheit maximal 135 mm

Zul. Gesamtgewicht 1530 kg

 

Dazu würden von Radstand und Breite und zGM z.B. recht gut passen:

* Fiat Palio Weekend (1998-2004)

* Kia Rio (2000-2004)

* Mitsubishi Colt (1996-2003)

* Nissan Micra (2003-2004)

* Opel Tigra (1994-2000)

 

Alles keine besonders attraktiven Modelle, wie ich finde. Vielleicht noch der Tigra als Cabrio. Aber dann baut man sich besser gleich ein e-Up Cabrio, so wie Newport Convertible Engineering das macht, halt nur am Dach geändert und entsprechend verstärkt.

 

Wer aber wirklich sowas vorhätte: der e-Up hat eine selbst tragende Karosserie. Da gibt's eben gerade nicht das Fahrgestell als eine Art Rahmen und dann eine Karosserie als Hut, sondern das ist zusammen, und das ist auch nur zusammen stabil. Es wird also eine große Herausforderung, da z.B. was anderes draufzuschweißen, was dann auch wieder maßhaltig ist, stabil ist (stabile Fahrgastzelle), und noch so aussieht wie der Oldtimer halt aussehen soll, anstatt dass die neu erschaffene "Chimäre" oder "Mule" dann eine Art "Frankenstein-Look" bekommt, wie eine versaute Schönheits-OP.

 

Man könnte sicherlich noch mal bisschen umfangreicher suchen bei eher so kleinen "Kult-Autos":

* Auston Mini - die Minis vor der BMW-Zeit

* den kleinen Fiats vergangener Tage

* kleinen Cabrios, Coupés, Vans oder Kombis, Minivans, Microvans, kleinen Bussen - das was es heute am BEV-Markt noch wenig gibt

 

Manch einer kennt ja Truckla, also das Model 3, das mit der Flex und ein paar Anbauteilen zu einem kleinen Pick-Up wurde. Von Simone Giertz.

https://www.heise.de/.../...en-Tesla-3-zum-Truck-umgebaut-4452557.html

 

Das ist schon aufwendig genug und aus meiner Sicht noch eher realistisch, wie man aus neuen BEVs irgendwie was machen kann, das eben einen anderen Use Case erfüllt, der vom Hersteller so nicht vorgesehen war. Gaga genug muss man dafür aber auch sein. ;-)


28.03.2020 15:10    |    Grasoman

Noch 'n paar vergleichbar in Radstand und Breite, wenn auch alles keine Oldtimer:

* Daihatsu Sirion (2005-2011)

* Daihatsu Terios (2002-2004)

* Nissan Micra C+C (2005-2009)

* Subaru Justy (2007-2010)

 

Aber ich würde jetzt keinen Vorteil sehen, wenn man mit einem hohen finanziellen Aufwand nun den Hut dieser Autos auf die Bodengruppe eines e-Up verpflanzen würde.

 

Auch bei einem Renault R5, Renault Twingo, oder so würde sich aus meiner Sicht dieser hohe Aufwand nicht lohnen.

 

Man müsste also dann schon auch andere "fetizgere" oder nützlichere Karosserien wählen, wenn das irgendwie interessant werden soll.


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