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Tue Aug 12 13:35:35 CEST 2025    |    jennss    |    Kommentare (178)

Bis zu welchem Literpreis würdet ihr beim Tanken bleiben? (eFuels statt Strom)

Wir haben Technologieoffenheit 😀👍, d.h. die Technik ist offen. Nur der Kraftstoff ist ab 2035 für Neufahrzeuge nicht mehr so frei, d.h. kein fossiles Benzin und Diesel mehr. Für eFuels sind Verbrenner weiterhin erlaubt und möglicherweise wird es ein paar Modelle geben, die tatsächlich ausschließlich eFuels tanken können. Die Frage ist 1. Welche Technik wird eingesetzt, um eFuels-only zu realisieren? Wie kann man Benzin und Diesel technisch ausschließen? Und 2. Welche Hersteller werden sich um eFuels-Modelle kümmern? Kommen nur Luxusfahrzeuge oder auch Kleinwagen/Kompaktklasse?

Es gibt aktuell noch viele Leute, die E-Antrieb für sich ausschließen, warum auch immer (zu teuer, zu wenig Infrastruktur, zu leise, Reichweitenangst 😁). Daher denke ich, dass es irgendwelche Modelle geben wird, die nur eFuels tanken können. Bis zu welchem Literpreis würdet ihr beim Tanken statt Laden bleiben?

Wahrscheinlich wird es nur entweder Diesel oder Benzin als eFuel geben, denn für zwei Motorentypen wird kaum eine kleine Infrastruktur aufgebaut werden (verbraucht etwa 6x so viel Ökostrom wie ein E-Auto -> soviel Strom wird es nicht dafür geben). Ich glaube, Benzin-eFuel ist wahrscheinlicher als Diesel-eFuel, oder?

H2 brauchen wir wohl nicht mehr in Erwägung ziehen, das ist schon jetzt praktisch tot.

j.

PS: Literpreise gelten für aktuellen Inflationsstand, also in 2035 entsprechend teurer.

PS: Bitte nicht darüber diskutieren, ob normaler Sprit überhaupt fossil ist. (von solchen Zweifeln habe ich neulich erstmals gelesen). Sonst driftet das wieder ins Politische ab...

golf-tdigolf-tdi
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Wed Aug 27 20:16:45 CEST 2025    |    Steffen_i4

So wie ich es verstanden habe, ging es bei Cellforce eher um ganz "normale" Zellen. Die machen alle, die sind mittlerweile so gut und billig einzukaufen, da hat man als kleiner Porsche null Chance irgendetwas besser zu machen als die Großen, die mit zig-tausend Entwicklern an der Verbesserung zu arbeiten.

Varta arbeitete m.E. eher an Ultrakurzzeitspeichern, dafür mit sehr hoher Leistungsabgabe, so ein Mittelding zwischen Powercap und Akku.

Thu Aug 28 10:30:46 CEST 2025    |    Dr. Shiwago

Cellforce wollte hochleistungsfähige, schnellladende und temperaturstabile Batteriezellen für Porsches Sportwagen entwickeln und produzieren, um eine eigene europäische Wertschöpfungskette aufzubauen und die Unabhängigkeit von Zulieferern zu erhöhen. Das Ziel war, die Batterietechnologie zu beherrschen, um Porsche zu einem technologischen Vorreiter bei Elektrofahrzeugen zu machen. 

Forschung und Entwicklung sollen weiterbetrieben werden, die Produktion wurde aufgegeben. Die Forschungsergebnisse werden zukünftig in die chinesische Batterieproduktion einfließen.

Thu Aug 28 16:12:56 CEST 2025    |    VolksAudist

Na echt super😄

@Steffen i4 und @Dr. Shiwago:

Ihr widersprecht euch in Aussage gerade ziemlich doch total/völlig diametral und ich habe -zugegeben- auch keine echte Ahnung, wer von euch beiden nun eher Recht hat....🤔

Thu Aug 28 21:22:06 CEST 2025    |    StefanLi

Ist ja egal, Thema sind e-Fuels und nicht Pleite-Batterie-Fabriken.

Thu Aug 28 22:14:35 CEST 2025    |    Steffen_i4

Zitat:
@VolksAudist schrieb am 28. August 2025 um 16:12:56 Uhr:
Na echt super😄
@Steffen i4 und @Dr. Shiwago:
Ihr widersprecht euch in Aussage gerade ziemlich doch total/völlig diametral und ich habe -zugegeben- auch keine echte Ahnung, wer von euch beiden nun eher Recht hat....🤔

Genau weiß es keiner aber...

Dr. Shiwago: Cellforce wollte hochleistungsfähige, schnellladende und temperaturstabile Batteriezellen für Porsches Sportwagen entwickeln und produzieren...

Ja, klar, das war der Plan vor ein paar Jahren. Das ist aber mittlerweile 0815, das kann jeder von den Großen, da können sie nicht mithalten. Varta haben sie aber trotzdem erst übernommen. Ich meine, Varta macht etwas anderes. Das sind wirklich nur kleine leichte Kurzzeitspeicher. Damit kann man große Akkus Puffern z.B. beim Rekuperieren. oder auch leichte Starke Hybridsysteme aufbauen. Porsche hat weniger ein Problem mit ihren BEV, sie haben ein Problem mit CN. Obwohl dort der Gesamtmarkt wächst, verkaufen sie 30%weniger.

Fri Aug 29 08:17:56 CEST 2025    |    VolksAudist

Bevor wir mit der Diskussion um die Akku-Entwicklung das Thema eFuel sprengen -wobei es da für mich doch thematische Zusammenhänge gibt- noch ein gedanklicher Hinweis: Warum operiert Porsche da nun scheinbar eher als Einzelkämpfer!? Im Konzernverbund könnten VW, Audi & Co. durchaus partizipieren mit einer Gesamtstrategie...oder denke ich da als Nicht-Manager nun völlig falsch...?🤔

Fri Aug 29 09:19:58 CEST 2025    |    StefanLi

Porsche (ein gewisser Herr Blume?) hatte schon vor langer Zeit zwei Themen: Bessere Batterien als der Wettbewerb und lokal Produktion w/Abhängigkeit. Beides gute Ideen. Für das zweite Thema hatte man mit Varta ein Entwicklungs-JV und da mächtig investiert. Am Ende war die Marktreife gewisser Entwicklungsmodelle 1:1 auf die Varta-Technologie zugeschnitten. Und in dem Moment machen die die Grätsche....

Und jetzt e-Fuels?

Fri Aug 29 10:33:18 CEST 2025    |    Dr. Shiwago

Zitat:
@VolksAudist schrieb am 29. August 2025 um 08:17:56 Uhr:
Warum operiert Porsche da nun scheinbar eher als Einzelkämpfer!? Im Konzernverbund könnten VW, Audi & Co. durchaus partizipieren mit einer Gesamtstrategie...oder denke ich da als Nicht-Manager nun völlig falsch...?🤔

Was E-Fuels betrifft, das Thema ist bei VW längst durch. Schon vor 20 Jahren hatten die ein gefördertes Forschungsprojekt (VW Sun-Fuel) auf dem Gebiet synthetische Kraftstoffe. Nun hat Porsche die Chane ergriffen, ein par Forschungsgelder abzugreifen und gleichzeitig sein Öko-Image aufzupolieren.

Fri Aug 29 16:46:08 CEST 2025    |    VolksAudist

Schon vor 20 Jahren hatten die ein gefördertes Forschungsprojekt (VW Sun-Fuel) auf dem Gebiet synthetische Kraftstoffe. 

Genau das habe ich auch noch auf´m Gedanken-Schirm in Erinnerung...😉

Nun hat Porsche die Chane ergriffen, ein par Forschungsgelder abzugreifen und gleichzeitig sein Öko-Image aufzupolieren.

Jo, wobei bei den nun geflossenen Förder-Geldern für Cellforce, die sind wohl faktisch versenkt...👎👎👎

Meine persönliche Meinung: Wenn die deutschen Autobauer weiterhin so eher strategisch dilettantisch operieren, um nun irgendwie technologischen Anschluss in D/EU zu erzielen und eben auch eine gewisse Unabhängigkeit bei den Komponenten zu erlangen, werden die Chinesen -eben auch über den Preis- das Feld abräumen...Und der Tesla-Musk hat da auch gerade ein echtes Multi-Problem: Halt zu viel dumme Politik, leider auch sensible Kunden mit jede Menge Frust beim Image, Raketen, die nicht wirklich fliegen wollen und seinen früheren Freund Trump...aktuell wohl ganz dumme toxische Mische würde ich mal sagen🙃

Da nutzt auch nix, wir sind ja schon ewig so toll in Entwicklung/Konstruktion/Qualität...bla...bla...bla, der Chinese lacht sich gerade strategisch wohl tot...

Zum Thema:

Fakt ist wohl, es steht leider nix wirklich in Aussicht, dass eFuels nun in größeren Mengen hergestellt und auch per Infrastruktur angeboten werden können. Somit ist eine Preisdiskussion zum Thema eigentlich doch völlig obsolet...hinfällig 🤔

Fri Aug 29 17:03:23 CEST 2025    |    Dr. Shiwago

Die Fördergelder für die Porsche e-Fuelsfabrik in Chile sind auch faktisch versenkt.

Fri Aug 29 17:36:59 CEST 2025    |    VolksAudist

Porsche ein echter Pionier...eben auch im Fördergelder-Versenken🤫

(Ein Anbieter von High-Tech-Hochpreis-Luxusfeilen, kaum erschwinglich für einen Normalo...klar, das sollte/muss man dann auch (vergeblich)fördern...und nein, als ironische Anmerkung meinerseits sicher dabei jetzt auch keine Neiddebatte...😉)

Fri Aug 29 20:30:33 CEST 2025    |    Ascender

Alle Hersteller haben massive Subventionen erhalten, sogar Tesla. Wobei letztere noch bei uns neu sind, und daher nicht so stark ins Gewicht fallen.

Nach dem Dieselgate hat VW eine Strafe in Höhe von 1 Mrd. EUR vom deutschen Staat aufgedrückt bekommen. Das war im Jahr 2017. Der Gewinn betrug im selben Jahr, trotz Milliardenstrafen in anderen Märkten und Umsatzeinbrüchen, etwa 20 Mrd. EUR!

Ein Jahr später hat VW vom deutschen Staat 1 Mrd. EUR an Subventionen für eine Batteriefabrik erhalten.

Fri Aug 29 20:47:53 CEST 2025    |    VolksAudist

...und die Diesel-Gate-Strafen in den USA waren -aber zu Recht- wesentlich höher!

Jetzt verticken die wohl demnäxt ihr altes Ur-Karmann-Werk in Osnabrück an Rheinmetall für eine alternative Heavy-Metall-Panzerfertigung...🤫

Und wer bezahlt die Teile am Ende....😉

Sat Aug 30 10:06:28 CEST 2025    |    Dynamix

Zitat:
@VolksAudist schrieb am 29. August 2025 um 20:47:53 Uhr:
...und die Diesel-Gate-Strafen in den USA waren -aber zu Recht- wesentlich höher!

Das war ja der Gag:

In den USA hat VW nie eine Strafe gezahlt weil Sie da nie verurteilt worden sind. VW hat einen VERGLEICH erzielt. Heißt die haben die 18 Milliarden damals freiwillig gezahlt und das mehr oder weniger aus der Portokasse. Jedenfalls sah die Bilanz damals trotz der Strafe nicht negativ aus.

Wäre VW wirklich verknackt worden, wäre die Strafe sicherlich deutlich heftiger ausgefallen.

Sat Aug 30 10:48:16 CEST 2025    |    Dr. Shiwago

In Italien hat der Staat es grundsätzlich abgelehnt gegen seine Autohersteller zu ermitteln, denn die Fahrzeuge hatten ja einen offiziellen Zulassungsprozess durchlaufen. In Frankreich wurden die Ermittlungen nach einem Regierungswechsel klammheimlich eingestellt. Betrogen haben alle Hersteller, hängengeblieben ist es hauptsächlich an VW.

Sat Aug 30 11:06:41 CEST 2025    |    Dynamix

In D ist VW auch ziemlich gut davongekommen, da gab es auch viel Kritik an der damaligen Regierung und dem KBA.

Sat Aug 30 11:31:45 CEST 2025    |    Ascender

Sich zu vergleichen ist in den USA für beide Seiten ein guter Deal, denn man kann Prozesse durch Spitzfindigkeiten sehr verzögern. Konzerne, die viel Geld haben und sich gute Anwälte leisten können, die können das "long game" spielen. Ein Prozess bietet auch immer das Risiko, dass eine unberechenbare Jury entscheidet. Sich in relativ kurzer Zeit auf 18 Mrd. Dollar zu einigen, war also für die EPA (Umweltschutzbehörde) ein guter Deal, und für Volkswagen offensichtlich noch verschmerzbar um "schuldfrei" (ohne Urteilsspruch und ggf. Konsequenzen für die Manager) aus der Sache rauszukommen.

Sat Aug 30 12:27:38 CEST 2025    |    CaptainFuture01

@Ascender

Vergleiche sind allerdings auch ein beliebtes Mittel um Rechtssicherheiten zu verhindern.

Dadurch gibt es keine Grundsatzurteile die man bei ähnlich oder gleich gelagerten Fällen zur Urteilsfindung heranziehen könnte.....

Somit können bspw. Firmen weiterhin bescheißen ohne große Strafen zu befürchten.... denn es ist ja nie ein Urteil gesprochen worden.

Greetz

Cap

Sat Aug 30 15:54:24 CEST 2025    |    VolksAudist

Man sollte im Nachgang mit einer Meinung auch berücksichtigen, dass es so eine Nummer im abgesprochenen fake-ing/fucking/manipulieren/betrügen so industriell bewusst organisiert/abgesprochen auch bis dato eigentlich noch nie gab...🤔

(@ CF: Im Grundsatz auch gut erkannt...!)

Heißt die haben die 18 Milliarden damals freiwillig gezahlt und das mehr oder weniger aus der Portokasse.

Dann bitte auch mal im Vergleich dabei etwas relativieren, was letztendlich in D/EU nun entsprechend bezahlt wurde...😉

Fakt: Der damals Audi-Stadler als verantwortlicher wurde verknackt, der VW-Winterkorn ist wohl leider nicht mehr verhandlungsfähig/erinnerungsmäßig teildement...aber zumindest gab/gibt es Prozesse zum Thema...

Richtig interessant dabei -finde ich- dass nun BMW, Mercedes, Fiat und besonders Opel wohl entsprechend nie wirklich mit Prozessen/Strafe belangt wurden! Meine, das wäre dann auch wirklich doch auch fair(er) gewesen...

Miste gerade den Keller aus mit alten Spiegel-Heften und mir fiel dabei jetzt ein Exemplar aus 5/16 in die Hände: Die Diesel Lüge, erst VW, jetzt Opel: Eine deutsche Industrie-Affäre

Werde ich doch nochmal bewusst historisch nachlesen, besser ist das/kann das sein...🤔

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