• Online: 2.543

Sat Jul 13 19:15:23 CEST 2024    |    jennss    |    Kommentare (181)

Ab 2035 können neue Verbrenner nur noch zugelassen werden, wenn sie fossile Kraftstoffe ausschließen können, also ausschließlich mit eFuels fahren können. Ob AdBlue genutzt werden kann bzw. Diesel möglich sind, weiß ich nicht. Der Wasserstoff, der für AdBlue nötig ist, wird wohl aus fossilem Methan hergestellt. Also vielleicht sind dann nur noch Benziner möglich. HVO100 ist ja auch recht zweifelhaft, da die Quellen aus Asien nicht richtig verfolgt werden können und man Palmöl darin vermutet, welches offiziell nicht in HVO100 erlaubt ist.

Ich rechne auf jeden Fall mit einem 911er in eFuels-Version, vielleicht mit zwei Leistungsstärken, Carrera und Turbo oder so. Viele Versionen werden es sicher nicht mehr sein. Ich halte es für gut möglich, dass es vom 911er auch PlugIn-Hybride geben wird. Das ist eine gute Kombination, weil es eFuels wohl nicht überall geben wird und man dann eben noch Strom laden kann, um nicht liegenzubleiben, am besten mit DC und kleinem 800 V-Akku.

Weiterhin glaube ich, dass die Japaner, die bei E-Autos aktuell ja ziemlich hinterher sind, noch weiterhin auf Verbrenner setzen werden, auch wenn eFuels teuer sind. Besonders große Tanks sind sinnvoll, weil zum einen wohl nicht viele Tankstellen die raren eFuels anbieten werden und zum anderen eine große Reichweite zu den besonderen Features zählen könnte, auch wenn es bis 2035 wohl schon große Akkus geben wird und viele Modelle 800 km (nach WLTP) oder mehr haben werden.

Kleine Verbrenner (Kleinwagen) halte ich jedoch für unwahrscheinlich, da zum einen eFuels sicher nicht günstig sein werden (4 € oder mehr) und zum anderen Euro7 die kleinen Verbrenner recht teuer machen wird, während E-Autos wegen der Akkus immer günstiger werden. In der Produktion bleibt es beim Umweg von Strom zu H2 (Elektrolyse) und dann zu eFuels (Synthese mit Kohlenstoff). Aber denkbar sind optimierte Prozesse.

Ich denke, es wird auch noch sehr leichte Sportwagen geben, die für eFuels ausgelegt sind, denn auch damit kann man in die Kerbe schlagen, die E-Autos aufgrund des Batteriegewichts schlecht füllen können. So wäre ein Alpine A110 denkbar oder auch noch ein Lotus.

Die Massenhersteller werden tendenziell wohl komplett auf Elektro umschwenken, die ihre Schwächen wie Reichweite und Ladegeschwindigkeit, sowie eine mäßige Infrastruktur bis 2035 weitgehend ausgebügelt haben dürften. Auch H2-Autos sind relativ sinnlos, da das Tankstellennetz inzwischen sogar schon wieder abgebaut wird und die Fahrkosten auch nicht auf dem Level der Batterieautos liegen können. Die Reichweiten sind mit H2 zudem nicht besonders groß, da große Reichweiten sehr große Tanks benötigen (4 bis 5 cm Carbonwandung, soweit ich weiß). Einige Batterieautos haben bereits mehr Reichweite als Mirai und Nexo (Lucid und EQS über 800 km nach WLTP).

Eine weitere Ausnahme könnten Nobelkarossen sein, mit dem geliebten V8 oder V12, evtl. gepanzert für Politiker, sowie für Scheichs, die aber vermutlich langsam an Reichtum verlieren könnten, weil die Welt weniger Öl braucht.

Außerhalb Europas wird es wohl nicht viel anders aussehen als in Europa, denke ich. In Asien (vor allem China) ist das Umschwenken auf Elektro eher noch stärker als in Europa. Kontinente wie Südamerika und Afrika sind zwar derzeit relativ arm, aber das könnte sich ändern, denn dort gibt es Sonnenenergie im Überfluss und auch Rohstoffe für Batterien sind dort im Boden gut vorhanden, so dass gerade diese Kontinente vermutlich sehr gut mit Elektroautos fahren können. Alte E-Autos werden dann vielleicht nach Europa exportiert, weil wir hier die Rohstoffe mit fortschrittlichem Recycling besser rausholen können (EU-Verordnung). Also könnte es da eine umgedrehte Richtung bei Altautos geben. Das ist dann auch wegen der übrigen Rohstoffe gut, denn E-Autos bestehen ja nicht nur aus Batterien. Aber das ist jetzt eh nur hypothetisch. Ich frage mich, was mit den alten Verbrennern in Afrika geschieht. Werden die recyclet? (Stahl, Alu etc.)

Mit welchen eFuels-Modellen rechnet ihr ab 2035?
j.

porsche911porsche911
Hat Dir der Artikel gefallen? 2 von 5 fanden den Artikel lesenswert.

Wed Jul 17 18:17:38 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Wie auch Alexander schrieb, der Knoten ist noch nicht geplatzt; habe es auf den Punkt gebracht mit "Henne-Ei Problem".

Wed Jul 17 18:28:36 CEST 2024    |    25plus

Zitat:

@Swissbob schrieb am 15. Juli 2024 um 16:01:46 Uhr:


[...]
Eine analoge Leica M ist wie ein Caterham 7.
[...]

Genauso selten 😉.

Also ich freue mich auch in Zukunft, wenn ich einen schönen/seltenen/besonderen Verbrenner fahren sehe. Warum auch nicht, Liebhaber gibt es für alles.

Wed Jul 17 18:58:08 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Klar keine Frage; solange er mit regenerativem eFuel betrieben wird.. 😉

Thu Jul 18 08:43:10 CEST 2024    |    Dietmar F.

Wer sich mit den Zahlen beschäftigt wird feststellen, dass sehr viel eFuel hergestellt werden muss.
In Deutschland alleine werden jährlich ca. 20 Millionen Liter Benzin und 45 Millionen Liter Diesel benötigt.
Da auch andere europäische Länder eFuels benötigen, wird es einen Verteilungskampf geben.

Thu Jul 18 09:23:29 CEST 2024    |    Lewellyn

Zitat:

@Dietmar F. schrieb am 18. Juli 2024 um 08:43:10 Uhr:


Wer sich mit den Zahlen beschäftigt wird feststellen, dass sehr viel eFuel hergestellt werden muss.
In Deutschland alleine werden jährlich ca. 20 Millionen Liter Benzin und 45 Millionen Liter Diesel benötigt.
Da auch andere europäische Länder eFuels benötigen, wird es einen Verteilungskampf geben.

Was sollen das für Zahlen sein?

Laut statistischen Budesamt wurden 2023 etwa 17,3 Millionen Tonnen Benzin verbraucht.

Efuels sind fossile Propaganda. Die Illusion erwecken, man könnte einen Verbrenner umweltfreundlich und CO2-Neutral fahren, deswegen jetzt bloß nicht umsteigen.

Wenn es tatsächlich gelingt, eine industrielle Efuelsproduktion aufzubauen, dann geht die Produktion in den Luft- und Schiffsverkehr. Die kleinen PKWs können alle viel besser und günstiger mit Batterie fahren.

Thu Jul 18 09:41:30 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Absolut korrekt, wobei ich jetzt auch zukünftige Oldtimer mal als Luxusobjekt sehe welches sowieso moralisch die höchsten noch möglichen Standard erfüllen sollte.

Diese Menge ist im Verhältnis zu benötigten Größenordnungen für die anderen Verbraucher Welche noch mit Verbrennungsmotoren leben müssen irrelevant.

Thu Jul 18 11:16:22 CEST 2024    |    cookie_dent

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 18. Juli 2024 um 09:23:29 Uhr:


Efuels sind fossile Propaganda. Die Illusion erwecken, man könnte einen Verbrenner umweltfreundlich und CO2-Neutral fahren, deswegen jetzt bloß nicht umsteigen.

Ich sehe EFuels, nebst HVO100, eher als eine Möglichkeit, den aktuellen Fahrzeugbestand CO2 arm zu betreiben. Neufahrzeuge mit EFuel only sind bestenfalls eine Übergangslösung mit vorhandener Technik und haben mit Propaganda wenig zu tun.

Thu Jul 18 19:05:19 CEST 2024    |    Lewellyn

HV100 ist auch so ein Augenwischer. Kann man machen, ist besser als Diesel zu verbrennen, aber es reicht nur für winzige Marktanteile.

Fri Jul 19 11:12:07 CEST 2024    |    Moewenmann

Es gab Zeiten, da reichten die zur Verfügung stehenden Akkus auch nur für winzige Marktanteile von BEV. Das wollte man ändern, hat es geändert und verbessert weiter.
Die Unwägbarkeiten bei HVO100 ist die Preisentwicklung, mithin die mittelfristige steuerliche Behandlung und die Beschaffung der Grundmaterialien mithin pflanzliches Altöl ihrer Menge nach.
Wenn man das nicht politisch abwürgt kann es was werden - muss aber nicht. Abwarten.

Fri Jul 19 16:21:15 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Also ich denke mal die meisten Reststoffe werden mehr oder weniger schon thermisch verwertet, also nicht ganz sinnlos verklappt; und sicherlich ist da noch deutlich mehr möglich.
Aber halt meistens in Konkurrenz zu bisherigen Lösungen, und ganz bestimmt nicht in den erforderlichen Mengen.
Von den Profiteur der Falsch-Deklarierung mal ganz abgesehen.

Bei eFuel gibt es ja in Zukunft eine Erkennungsmöglichkeit.
Bei dem ganzen HVO Zeugs hab ich zu dem Thema noch nichts gelesen.

Fri Jul 19 19:05:17 CEST 2024    |    Moewenmann

Was ist denn das für Erkennungsmerkmal für einen Sprit, den es nicht gibt?
Was für ein Merkmal benötigt ein Sprit, der bisher keiner Beschränkung unterliegt?

Fri Jul 19 19:20:49 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Ich meine die Fahrzeugkategorie namens e-fuels only. Autos mit diesem Siegel sollen auch nach 2035 zugelassen werden dürfen.
Sie hätten einen Verbrennungsmotor, dürften aber ausschließlich mit E-Fuels betankt werden.

HVO fällt unter die Kategorie XTL, dies wiederum ist jedoch vom Auto nicht zu erkennen.

Sat Jul 20 13:58:59 CEST 2024    |    enrgy

Zitat:

In Deutschland alleine werden jährlich ca. 20 Millionen Liter Benzin und 45 Millionen Liter Diesel benötigt.

schön wärs, bei einem Bestand von rund 60 Mio KFZ wäre das nur 1 Liter pro Jahr, alle Porbleme gelöst!😁

Also ersetze "Liter" gegen "Tonnen"...😉

Ich wäre für eine Brennstoffzelle mit Methanol statt tiefgekühltem, hochverdichtetem Wasserstoff als Antrieb.
Alle Tankstellen könnten ohne große Umrüstung weiterbetrieben werden und Nachtanken geht einfach und schnell wie gehabt, sogar aus dem Reservekanister.

Sun Jul 21 00:50:43 CEST 2024    |    griwer

Den Zahn kann ich euch ziehen: Flächendeckend e-fuels wird so schnell nicht kommen. Die benötigten Mengen wären nur durch massivstes Aufstocken der Produktion möglich. Ich bin in der Fliegerei beschäftigt. Bei uns wird so ziemlich jeder momentan erhältlich Tropfen "verflogen". Das ist so wenig auf den Gesamtverbrauch gesehen, dass man da schon beinahe von Greenwashing reden könnte.
Mittelfristig wird die Zukunft wohl elektrisch werden. Und nein, ich bin kein "Verbrennerhasser". Mein Auto ist ein 5 Liter Auto. Hubraum, nicht Verbrauch ;-))

Sun Jul 21 00:58:46 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Wenn ganz Deutschland mit elektrifizierten Autos rum fährt, brauchen wir 20% mehr Strom. Wenn wir das als eFuel herstellen wollen; müssten wir unsere Strom-Produktion glatt verdoppeln.
Die ganze Idee war schon immer Schwachfug.

Mon Jul 22 10:41:24 CEST 2024    |    Polo I

Hängt von der Politik und den jeweiligen Regierungen ab, dazu wie sich die Welt weiterhin verändert und welche Probleme damit verbunden sein werden.

Wenn kaum noch befahrbare Straßen, dazu deutlich weniger Menschen geben sollte, dann wird nicht die Art der Fortbewegung das Problem sein, sondern die Frage nach dem Wohin noch.....

Natürlich muss man positiv denken und in die Zukunft planen, allerdings dabei auch nicht das Umfeld außer Acht lassen.🙄

Mon Jul 22 11:54:25 CEST 2024    |    Moewenmann

Der Markt könnte so viel regeln und Politik möchte regeln, wer welche Autos in 10 Jahren kauft. Niemand weiß, woher X2L Kraftstoffe in 10 Jahren herkommen werden und niemand weiß wie Kohle-Strom in 10 Jahren ersetzt wird und was beides kosten würde. In 10 Jahren gibt es einen umfangreichen Markt für gebrauchte eAutos aller Preis- und Größenklassen. Der Preis ist heiß und Kunden haben viele Möglichkeiten sich zu entscheiden.
Die Hersteller werden sich die Lager nicht mit Verbrennern zustellen, die niemand kaufen will.

Mon Jul 22 12:51:42 CEST 2024    |    Maxi245

Ich gehe davon aus, das es weiterhin neue Verbrenner auch nach 2035 hier geben wird. Denn aktuell vermute ich sehr stark das dieses Verbot spätestens um 2030 gekippt und wieder aufgehoben oder zumindest sehr großzügig verschoben wird.

Allein der Punkt mit den "Elektro LKW" zeigt ausreichend Probleme auf. Denn allein das höhere Gewicht dieser LKW dann in großer Masse beutet ein massives Problem für unsere jetzt schon maroden Straßen und besonders Brücken. Nicht wenige Brücken allein in D sind in einem sehr schlechtem Zustand, eine noch höhere Belastung dieser in den nächsten Jahren wird katastrophale Folgen haben.
Die Ladeinfrastruktur ist der nächste große Punkt, wie schon Vorredner schrieben, wir haben nicht mal ansatzweise genug Parkplätze für die LKW, von ausreichend Ladesäulen für normale PKW kann erst recht nicht die Rede sein... jetzt sollen dann noch richtig viele Ladesäulen für diese LKW kommen? NoWay... und selbst wenn wir die Ladepunkte hätten, ich will mal sehen wenn locker 50 LKW auf einem Rasthof gleichzeitig laden wollen/müssen. Und das wäre der Regelzustand.

Diese Infrastruktur ist eben NICHT großflächig und allumfassen skalierbar.

Mon Jul 22 14:42:48 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Die Ladeplätze die jetzt von den PKWs nicht gebraucht werden werden schon fleißig von den LKWs genutzt.

Allein von den Kilometerkosten geht das bei den LKWs wahrscheinlich viel schneller.

Je nach Regierung kann auch eine Gedankenlegislaturperiode einsetzen, aber an der grundlegenden Richtung ändert sich gar

Mon Jul 22 17:13:33 CEST 2024    |    Gravitar

Lustige Diskussion. Wir leben im Kapitalismus. Derzeit sind noch einige fossile Ressourcen vorhanden, diese werden gefördert und verbraucht werden, wenn nicht im Kfz, dann im Flieger oder Schiff oder in der Industrie, Jedenfalls wird dieses CO2 mit großer Sicherheit nicht im Boden belassen. Wenn einer diese Ressource nicht mehr nutzt, bekommt der nächste sie u.U. günstiger und verdient da zweimal dran. Sehen wir bei russischem Erdgas und Rohöl, das indisch oder anderenorts veredelt und verteuert doch wieder heimische Gefilde erreicht. Aber Hauptsache wir hatten einen guten Flug in ferne Lande, einen schönen Aufenthalt auf "mein Schiff", haben eben im Ausland noch ein vergünstigtes Handy gekauft und anschließen im Greenwashing über unser BEV palavert....

Gruß

Gravitar

Mon Jul 22 17:42:27 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Thema verfehlt 🙂

Mon Jul 22 17:53:59 CEST 2024    |    cookie_dent

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 22. Juli 2024 um 14:42:48 Uhr:


Die Ladeplätze die jetzt von den PKWs nicht gebraucht werden werden schon fleißig von den LKWs genutzt.

Ich hab zwar noch nie einen E-LKW an einer PKW-Ladesäule laden gesehen, aber auszuschließen ist das natürlich nicht.

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 22. Juli 2024 um 14:42:48 Uhr:


Allein von den Kilometerkosten geht das bei den LKWs wahrscheinlich viel schneller.

ca. 35 Liter Diesel auf 100 km vs. 100 kWh/100km vs. verringerter Zuladung durch den 600-700 kWh Akkupack.

Könnte man mal durchrechnen.

Mon Jul 22 18:14:47 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Es gibt keine verringere Zuladung. Wurde im Video extra erwähnt.

Und was die Rechnung betrifft, Da gibt’s ein Tool von Mercedes Trucks.

Mon Jul 22 22:00:26 CEST 2024    |    Mr.Matthew

Zitat:

@cookie_dent schrieb am 18. Juli 2024 um 11:16:22 Uhr:


Ich sehe EFuels, nebst HVO100, eher als eine Möglichkeit, den aktuellen Fahrzeugbestand CO2 arm zu betreiben. Neufahrzeuge mit EFuel only sind bestenfalls eine Übergangslösung mit vorhandener Technik und haben mit Propaganda wenig zu tun.

Warum sollte man das tun? Jetzt zugelassene Autos müssen auch nach 2035 NICHT co2-neutral fahren, sondern nur Autos die nach dem 1.1.2035 neu zugelassen werden.

Mon Jul 22 23:27:51 CEST 2024    |    jennss

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 22. Juli 2024 um 12:51:42 Uhr:


Ich gehe davon aus, das es weiterhin neue Verbrenner auch nach 2035 hier geben wird. Denn aktuell vermute ich sehr stark das dieses Verbot spätestens um 2030 gekippt und wieder aufgehoben oder zumindest sehr großzügig verschoben wird.

Welches Verbot? Neue Verbrenner mit EZ ab 2035 sind nach aktuellem Stand erlaubt, nur halt nicht mit fossilem Benzin und Diesel zu betreiben, sondern mit eFuels. Meinst du, fossiles Benzin und Diesel werden ab 2035 für Neufahrzeuge doch wieder zugelassen?
j.

Tue Jul 23 03:20:42 CEST 2024    |    JoschPaul

Fakt ist, wie schon oben geschrieben: Well-to-wheel ist die Effizienz von e-Autos unübertroffen.
Wahr ist auch dass sie schon Energiespeicher sind, wie oben geschrieben.
Also für die Umwelt ideal. Und was will der Fahrer?

Wenn man die Möglichkeit schafft, sie zu laden wenn genug Strom da ist (z.B. mittags am Arbeitsplatz, solar...), und die Kostenvorteile an den Fahrer weitergibt, kommt man bei elektrischen PKW schon ziemlich weit.

Die Zukunft?
"Die Zukunft hat die Eigenschaft dass man sie nicht kennt", Albert Einstein
"Änderungen kommen langsam aber gewaltig", ist so, sage ich

trotzdem nicht 100% elektro. warum? wegen folgender Frage:

Wird es trotzdem noch Verrückte geben die zum Schaden aller mit dem 12-Zylinder Hummer ohne Kat ... ?
In einem Land wo lebensgefährliche Oldtimer steuerbefreit sind, wo dröhnende Motorräder ohne Auspuff nachts um 3 ungestraft durch Wohngebiete fahren?
natürlich!

Ach so:
- die japanischen Genieentwicklungen? Vergesst diese Verzweiflungsmarketing einfach.
- und Wasserstoff? brauchen wir für Stahl und Langstreckenflüge, für PKW zu teuer, kompliziert und gefährlich.
- und e-fuels?
- um zu Aldi zu fahren: ineffizient, umweltschädlich und teuer.
- für die Rallye Paris-Dakar? na klar. die braucht der Mensch. (ja ich weiß, die gibt es nicht mehr, aber jeder weiß was ich meine)

Tue Jul 23 05:30:49 CEST 2024    |    Maxi245

Zitat:

@jennss schrieb am 22. Juli 2024 um 23:27:51 Uhr:


Welches Verbot? Neue Verbrenner mit EZ ab 2035 sind nach aktuellem Stand erlaubt, nur halt nicht mit fossilem Benzin und Diesel zu betreiben, sondern mit eFuels. Meinst du, fossiles Benzin und Diesel werden ab 2035 für Neufahrzeuge doch wieder zugelassen?
j.

Was genau ich mit meiner Aussage meinte weißt du ( da bin ich ganz sicher ) ganz genau, so wie es "Mund und Denkgerecht" kommuniziert wird. Es wird normale Verbrenner mit Benzin und Diesel weiter geben, da bin ich fest von überzeugt.

Und dieses verblendete :"Ohh wir müssen die Umwelt und die Menschheit retten (indem wir den Auspuff verlängern) indem wir CO² vermeiden" wird hoffentlich bald aus seiner Blase heraus fallen.

Tue Jul 23 05:37:24 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@Mr.Matthew schrieb am 22. Juli 2024 um 22:00:26 Uhr:



Zitat:

@cookie_dent schrieb am 18. Juli 2024 um 11:16:22 Uhr:


Ich sehe EFuels, nebst HVO100, eher als eine Möglichkeit, den aktuellen Fahrzeugbestand CO2 arm zu betreiben. Neufahrzeuge mit EFuel only sind bestenfalls eine Übergangslösung mit vorhandener Technik und haben mit Propaganda wenig zu tun.

Warum sollte man das tun?...

lesen?

Tue Jul 23 09:06:44 CEST 2024    |    Gravitar

Ich nehme weiterhin an, dass die politischen Rahmenbedingungen bis 2035 noch einige Änderungen erbringen werden. Derzeitige Verbrenner sind solange einigermaßen effizient, bis ihre elektrischen Kollegen erschwinglich werden und sie die Bevölkerung zu einem Kauf motivieren abseits der Fanboy-Gemeinde und privelligierten Einzelschicksalen mit Eigentum, PV und Konsorten. Man sieht derzeit, das diese Rahmenbedingungen für deutlich weniger als 15% Zulassungsanteil taugen, würde man die Besteuerung des geldwerten Vorteils auch noch angleichen und diese Förderung streichen, mutmaßlich noch nicht einmal für 10%. Das ist die traurige Realität abseits schöngefönter Meinungen hier. Was könnte da tatsächlich eine Änderung und ein Umdenken vieler auslösen? Ist doch ganz einfach! Fahrstrom am Schnelllader unter 30Cent, zu Hause unter 20Cent und die Preise für neue und vergleichbare BEV günstiger als für Verbrenner. Ist doch eigentlich ganz einfach. Solange ein neuer C3 mit Verbrenner für 13.700€ rabattiert zu bekommen ist und der elektrische Bruder grob 10.000€ oder 73% teurer ist wird das halt nix mit vernünftigen Zulassungszahlen elektrisch. Da hilft das ganze Palavern der Besserverdienenden hier mit Zusatznutzen daheim und Schreibtisch neben dem Schlafzimmer überhaupt nix....

Gruß

Gravitar

Tue Jul 23 10:15:47 CEST 2024    |    cookie_dent

Zitat:

@Gravitar schrieb am 23. Juli 2024 um 09:06:44 Uhr:


Ist doch ganz einfach! Fahrstrom am Schnelllader unter 30Cent, zu Hause unter 20Cent und die Preise für neue und vergleichbare BEV günstiger als für Verbrenner.

Und woher soll das Geld für diese Subventionen kommen?

Der aktuelle Bundeshaushalt ist doch schon jetzt grenzwertig überdehnt.

Oder etwa durch Steuererhöhungen zum Wohle des Weltklimas? Das wird nicht bei jedem gut ankommen.

Tue Jul 23 10:57:38 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Es war schon immer so das Nachhaltigkeit durch die Gesamtbilanz (TCO) nur von einem Teil durchgesetzt wird.
Jedenfalls sehe ich schon mindestens 20-30 % E-Auto tauglich.
Das kann man noch locker hochziehen mit weiteren Lade Möglichkeiten bei den Arbeitgebern.
Die "teuren" Autobahnpreise gehen dann in der Mischkalkulation sang und klanglos unter.

Tue Jul 23 11:17:11 CEST 2024    |    windelexpress

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 23. Juli 2024 um 10:57:38 Uhr:



Jedenfalls sehe ich schon mindestens 20-30 % E-Auto tauglich.

Wo?

Hier in der Stadt reichen fürs Zählen der öffentlichen Ladesäulen zwei Hände.
Die betuchten haben ein Eigenheim mit PV auf dem Dach und laden ihr e Spielzeug zu Hause.
Für die Strecken weiter als zum Aldi, wird dann lieber der AMG V8 genommen.

Tue Jul 23 11:34:41 CEST 2024    |    Steffen_i4

In meinem Bekanntenkreis ist es wie bei mir auch andersrum. Zuerst wird das große, teure Auto elektrisch, weil billige Kleinwaren gibt es nicht richtig. Irgendwann später wird der kleine Verbrennerzweitwagen dann doch ersetzt, weil man diesen dämlichen Verbrennungsmotor einfach nicht mehr fahren will.
Allerdings gibt es in unserer Stadt auch massig Ladesäulen und seit alle städtischen Parkplätze sowieso für E-Autos frei sind, nutzt die Ladesäulen auch niemand mehr nur um Parkgebühren zu sparen.

Tue Jul 23 12:37:28 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

So es ist.

Tue Jul 23 12:45:27 CEST 2024    |    Maxi245

Ach da E-Autos nun sowieso noch viel teurer werden... ist das Thema eh erst mal durch.

Tue Jul 23 12:49:26 CEST 2024    |    Schwarzwald4motion

Was tut man nicht alles um die Industrie zu schützen welche den Wandel vorsätzlich verschlafen hat.

Tue Jul 23 12:55:40 CEST 2024    |    Maxi245

Wenn da jemand Politik machen würde der a bisl geradeaus denken kann... sähe es anders aus.

Tue Jul 23 13:05:19 CEST 2024    |    Steffen_i4

Zitat:

@Maxi245 schrieb am 23. Juli 2024 um 12:45:27 Uhr:


Ach da E-Autos nun sowieso noch viel teurer werden... ist das Thema eh erst mal durch.

Wenn ich mich hier in D umschaue, ist der Preis für Autos erstmal zweitrangig. Seit den 90ern gewinnen BMW, Mercedes, Audi und VW Marktanteile und Opel, Ford, Fiat und die Franzosen verlieren diese. Seat ist fast tot, dafür gewinnen die Spanier mit dem teuren Cupras neue Kunden...

Es gibt auch mehr A6, 5er und MBs auf unseren Straßen als Dacia.

Die hiesigen Hersteller haben es den Kunden schwer gemacht zu Elektro zu wechseln, weil sie - bis auf BMW - die Kunden auf neue unbekannte, einfach andere Modelle losgelassen haben. Der gemeine Tiguan-Käufer wechselt nicht einfach auf einen id4, wenn er optisch nicht gefällt. Mit größerer Modelvielfalt und ausgemerzten Kinderkrankheiten wie der VAG-Software bis 2022 kommen die Kunden zurück.

Autofahren wird nicht billiger als es jetzt ist.

Tue Jul 23 14:55:06 CEST 2024    |    Gravitar

Hm, da hat jemand die neuesten Zulassungszahlen noch nicht gelesen und fantasiert....

Kleiner Tip: Teure und große Fahrzeuge verlieren gerade massiv Marktanteile, kleine und günstige gewinnen massiv dazu. BMW hat ein Mini-Plus, MB und Audi kacken zweistellig ab....

Erstes Fahrzeug eines Premiumanbieters ist auf Platz 22 der Audi A3. Wir brauchen keine weiteren Fahrzeuge jenseits der 50.000€, es gibt genug.

Gruß

Gravitar

Tue Jul 23 16:00:03 CEST 2024    |    gtspecial

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 21. Juli 2024 um 00:58:46 Uhr:


Wenn ganz Deutschland mit elektrifizierten Autos rum fährt, brauchen wir 20% mehr Strom. Wenn wir das als eFuel herstellen wollen; müssten wir unsere Strom-Produktion glatt verdoppeln.
Die ganze Idee war schon immer Schwachfug.

Anbei mal eine Übersicht zum Energieverbrauch Deutschlands.

https://de.wikipedia.org/.../Prim%C3%A4renergieverbrauch?...

Wenn die 29% des Bereichs "Kraftstoffe & übrige Mineralölprodukte" also komplett durch Elektrizität ersetzt werden, steigt der Stromverbrauch ( - Bedarf) Deiner Aussage folgend also von 20% auf 24%.

Gibt es dazu eine belastbare Studie?

Deine Antwort auf "Neue Verbrenner ab 2035"

Blogempfehlung

Mein Blog hat am 06.02.2020 die Auszeichnung "Blogempfehlung" erhalten.

Blogautor(en)

jennss jennss


Besucher

  • anonym
  • rower66
  • XSX
  • CaptainFuture01
  • jennss
  • 400volt
  • VolksAudist
  • DaimlerDriver
  • coolpic
  • Swissbob

Archiv