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22.11.2021 18:59    |    jennss    |    Kommentare (145)

VerbrennungVerbrennung

Häufig gibt es Zweifel an der E-Mobilität, weil man befürchtet, dass angesichts des angestrebten Atom- und Kohleausstiegs der Strom nicht ausreichen könnte. Man glaubt, die Bundesregierung hat sich da verschätzt.

 

Ziele sind:

- Atomausstieg 2022 (dies wurde schon 2011 nach Fukushima festgelegt)

- Kohleausstieg 2038

- Klimaneutralität 2045

 

Der aktuelle deutsche Strommix 2020 ist hier zu finden:

https://www.entega.de/blog/strommix/

 

Erneuerbare Energien lagen 2020 bei 50,5% Anteil. In den letzten Jahren ist der Anteil um ca. 5% pro Jahr gestiegen. 2019 waren es noch 46%, 2018 40,2%. Es geht also weiter voran mit dem Ausbau.

 

Wie viel mehr Strom wird durch den Wandel zur E-Mobilität erforderlich?

Es gibt nicht nur die E-Mobilität, die den erforderlichen Strom erhöhen wird, sondern auch den Trend zu Wärmepumpenheizungen, die Öl und Gas ablösen sollen. Hier gibt es eine gute Grafik:

https://t3n.de/news/bmwi-stromverbrauch-steigt-1429043/

 

Demnach soll der Strombedarf ausgehend vom Jahr 2018 insgesamt um 11% bis 2030 ansteigen. Das ist deswegen nicht so überdimensional viel, weil es auch Faktoren gibt, die den Strombedarf senken. So verbrauchen z.B. Raffinerien extrem viel Energie und diese können mit sinkender Benzinnachfrage schrittweise runtergefahren werden. Hier wird erklärt, dass man für 7 l. Benzin (ca. 100 km Fahrt mit Benziner) ca. 11 kWh Energie in der Raffinerie verbraucht. Alleine damit kann ein E-Auto 50 bis 80 km fahren. Allerdings wird die Energie in der Raffinerie teils auch durch Verbrennung selbst erzeugt.

 

Bis Ende 2030 (= 9 Jahre) müssen wir also die 12% Kernenergie und gut die Hälfte der ca. 24% Kohleenergie (= ca. 13%) ersetzen, plus 11% zusätzliche Energie schaffen, was zusammen ca. 36% entspricht. Ist das machbar bei dem bisherigen Trend? Bei einer Steigerung von 5% regenerativer Energien pro Jahr könnten das also grob 9x 5% = 45% werden. Erscheint also machbar. Ein Hindernis ist dabei, dass man regenerativ wohl eher mehr Energie braucht als nicht-regenerativ, denn regenerative Energien liefern nicht so konstant Strom. Entweder man speichert einige Energie zwischen oder man erzeugt mehr. Im Prinzip ergänzen sich Sonne und Wind ganz gut. Nachts fehlt Sonnenenergie, aber Windräder drehen sich weiter. Bei Hochdruckgebiet gibt es mehr Solarenergie als Wind. Dann gibt es auch noch Strom aus Biomasse, Gezeitenkraftwerke etc.. Der Mix an regenerativen Energien ist wichtig, um Energieflauten zu vermeiden.

 

Ich sehe jedoch noch eine Menge Potential bei regenerativen Energien. Viele Hausdächer haben noch keine Solarpanels. Es gab da mal die Überlegung, dass alleine das Nutzen von 1/4 der Fläche abgebauter Kohlekraftwerke mit schwimmenden Solarzellen so viel Energie erzeugen könnte, wie alle E-Autos in Deutschland benötigen. Also da geht noch was.

 

Ich kann die Skepsis ggü. der benötigten Energie für E-Autos zwar verstehen, aber so schlecht sieht es dann doch nicht aus. Zu warten mit der Elektromobilität bis die gesamte Energie erstmal regenerativ ist, wäre nicht sinnvoll, denn die ausgedienten Speicher aus alten E-Autos können sehr gut als Speicher in der Energieerzeugung gebraucht werden und bis die alt sind, dauert es ja noch einige Jahre.

 

Btw: Dass (vor allem) Frankreich Atomstrom in der EU als grün anerkannt haben möchte, kann ich insofern verstehen, weil das Land randvoll mit Atomkraftwerken ist und das Streben nach weniger CO2-Ausstoß aktuell dringender ist als die Vermeidung von tausende Jahre strahlendem Atommüll. Dass man aber jetzt noch neue Atomkraftwerke bauen will, dafür habe ich kein Verständnis, zumal Atomstrom gar nicht billiger ist als Strom aus regenerativen Energien.

j.

 

PS: Ja, ich weiß, auf dem Aufmacherfoto ist keine Kohle, sondern Holz. Und das ist auch nur ein Film auf Netflix... :) Hatte gerade kein Bild mit richtiger Kohle da.

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22.11.2021 19:17    |    CivicTourer

Ich sehe das Problem auch weniger darin, den Strom für die e-Mobilität grundsätzlich zur Verfügung zu stellen. Aber den Weg ins Auto zu einem vertretbaren Preis sehe ich als Herausforderung. Unsere Leitungen werden tw nicht so viel besser sein als in GB um schnellladende Fahrzeuge in großer Zahl gleichzeitig zu versorgen. Und billig ist’s ja an vielen Stellen jetzt schon nicht, an der BAB ist man mit der Betankung eines Verbrenners teils billiger als mit der Fahrt des e-Autos. Mobilität wird in Zukunft sehr teuer werden.


22.11.2021 19:19    |    Sp3kul4tiuS

mal abwarten wenn flächendeckend E-Heizungen gefordert werden.

Gab es ja mal. Meine Oma hatte sowas im Haus.


22.11.2021 19:23    |    jennss

Zitat:

@CivicTourer schrieb am 22. November 2021 um 19:17:32 Uhr:

Unsere Leitungen werden tw nicht so viel besser sein als in GB um schnellladende Fahrzeuge in großer Zahl gleichzeitig zu versorgen.

Schnelllader haben sicher neue Leitungen. In GB liegt das Problem eher in alten Siedlungen, wo viele Leute irgendwann gleichzeitig ihre Autos zuhause aufladen wollen. Da kann es sein, dass nicht jeder 11 kW anschließen darf.

j.


22.11.2021 19:24    |    jennss

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 22. November 2021 um 19:19:35 Uhr:

mal abwarten wenn flächendeckend E-Heizungen gefordert werden.

Gab es ja mal. Meine Oma hatte sowas im Haus.

Moderne Wärmepumpen sind viel effizienter als Heizungen mit PTC-Elementen.

j.


22.11.2021 19:28    |    Sp3kul4tiuS

kommt eine Wärmepumpenheizung denn komplett ohne Brennstoff aus?

Ist zwar nicht so eine E-Heizung an die ich gedacht habe dann aber elektrisch.

 

Als nächstes sind die Dreckschleudern in den Häusern dran.

:D


22.11.2021 19:35    |    carfan-48

Ein Knackpunkt bei der e-Mobilität ist u. a. die Rohstoffgewinnung für die Batterieproduktion. Die Gewinnung von

Lithium erfolgt hauptsächlich in Mittel- und Südamerika. Durch den künftig sehr stark steigenden Bedarf wird von

Fachleuten eingeschätzt, dass die Vorräte weltweit in etwa 15 - 20 Jahren erschöpft sein werden. Was passiert dann ?

Kommt dann die Rückkehr zur Pferdekutsche und zum Eselskarren ?

Vielleicht sind mit Wasserstoff angetriebene Verkehrsmittel doch eine echte Alternative.

 

MfG


22.11.2021 19:49    |    jennss

Zitat:

@carfan-48 schrieb am 22. November 2021 um 19:35:30 Uhr:

Ein Knackpunkt bei der e-Mobilität ist u. a. die Rohstoffgewinnung für die Batterieproduktion. Die Gewinnung von

Lithium erfolgt hauptsächlich in Mittel- und Südamerika. Durch den künftig sehr stark steigenden Bedarf wird von

Fachleuten eingeschätzt, dass die Vorräte weltweit in etwa 15 - 20 Jahren erschöpft sein werden. Was passiert dann ?

Das ist noch wieder ein anderes Thema. Wichtig ist dabei das Recycling. Lt. VW sind 97% Recyclingquote machbar. Ein Benziner braucht im Laufe seiner z.B. 250000 km im Autoleben rund 20000 Liter Benzin. Die müssen auch erstmal aus der Erde geholt werden und davon kann man nichts recyclen. Das dürfte nicht ewig so gehen. Bei einem E-Auto sind es 1x ca. 500 kg Rohstoffe, von denen man später einen Großteil wieder herausholen kann für spätere E-Autos. Und ein 500 kg-Akku hält eher um die 400000 km. Die E-Mobilität bringt das ganze Recycling der Akkus voran und davon profitieren sicherlich auch andere Geräte (Smartphones etc.).

j.


22.11.2021 19:53    |    jennss

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 22. November 2021 um 19:28:52 Uhr:

kommt eine Wärmepumpenheizung denn komplett ohne Brennstoff aus?

Soweit ich weiß ja, also im Prinzip wie ein umgedrehter Kühlschrank.

j.


22.11.2021 20:10    |    Lewellyn

Zitat:

@carfan-48 schrieb am 22. November 2021 um 19:35:30 Uhr:

Ein Knackpunkt bei der e-Mobilität ist u. a. die Rohstoffgewinnung für die Batterieproduktion. Die Gewinnung von

Lithium erfolgt hauptsächlich in Mittel- und Südamerika. Durch den künftig sehr stark steigenden Bedarf wird von

Fachleuten eingeschätzt, dass die Vorräte weltweit in etwa 15 - 20 Jahren erschöpft sein werden. Was passiert dann ?

Kommt dann die Rückkehr zur Pferdekutsche und zum Eselskarren ?

Vielleicht sind mit Wasserstoff angetriebene Verkehrsmittel doch eine echte Alternative.

 

MfG

Mit wieviel Selbstsicherheit immer alternative Fakten verbreitet werden.

Lithium wird hauptsächlich in Australien gefördert.

 

Der Lithium-Ionen-Akku wird in den 30er Jahren nur noch eine Nebenrolle spielen.

https://www.ingenieur.de/.../

 

Und nein, Wasserstoff in Kraftfahrzeugen wird immer eine Nische bleiben.


Bild

22.11.2021 20:34    |    Alexander67

Zitat:

@Lewellyn schrieb am 22. November 2021 um 20:10:47 Uhr:

....

Der Lithium-Ionen-Akku wird in den 30er Jahren nur noch eine Nebenrolle spielen.

https://www.ingenieur.de/.../

 

Und nein, Wasserstoff in Kraftfahrzeugen wird immer eine Nische bleiben.

Ohne das gelesen zu haben.

Spekulationen.

 

Seit Jahren wird der große Durchbruch bei Akkus angekündigt. Bisher wurde nur nichts daraus.


22.11.2021 21:44    |    Lewellyn

Dann lies es mal. Es ist kein Wunderakku.

Natrium-Ionen-Akkus sind nicht so leistungsfähig wie Lithium-Ionen-Akkus.

Aber sie sind dramatisch billiger, benötigen weder Lithium noch Kobalt, brennen nicht, sind nicht so empfindlich und lassen sich auf denselben Produktionsstrassen wie Li-Ion-Akkus herstellen.

 

Und keine Uni bastelt da mit ein paar Studenten dran, sondern CATL geht 2023 damit in die Massenproduktion.


22.11.2021 22:08    |    Alexander67

Abwarten.

Und noch ein Punkt der mir unabhängig von der Zellchemie nicht gefällt.

 

Zitat:

 

Bis 2030 will Catl seine Batteriezellen unmittelbar in die Karosserie von Elektroautos integrieren. Die „Cell-to-Chassis“-Technologie würde Kosten sparen und zusätzliche Reichweite bringen.


23.11.2021 04:33    |    Schwarzwald4motion

Bei E-Autos seh ich da wenig Probleme, die meisten davon sind Stehtzeuge und können sich somit Ihren Energiehunger zeitlich einteilen.

Man sollte nur endlich die technischen Voraussetzungen und finanziellen Anreize dahingehend etablieren.

 

Aus diesem Grunde war es auch Blödsinn jeden neuen Energie-Verbraucher* als Empfänger von dreckigen Strom zu deklarieren.

*Hatten sich die E-Auto Gegner wieder schön zurecht gezimmert. :mad:

 

Aber klar die Energiewende ist eine Herausforderung die noch nicht im Detail zu Ende gedacht geschweige denn geplant ist was von vielen „Kritikern“ bemängelt wird, Diejenigen vergessen aber dabei dass man eigentlich seit 30 Jahren Bescheid wusste und die Lösung immer auf später vertagt hat nun ist keine Zeit mehr übrig sondern man muss einfach mal in die Puschen kommen!


23.11.2021 07:49    |    Acidrain2001

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 22. November 2021 um 19:19:35 Uhr:

mal abwarten wenn flächendeckend E-Heizungen gefordert werden.

Gab es ja mal. Meine Oma hatte sowas im Haus.

Also die guten alten Nachtspeicheröfen kommen sicher nicht wieder. Aber ist ein interessanter Vergleich, da die Dinger ja einiges an Leistung ziehen und locker mit den heutigen Wallboxen und Wärmepumpen mithalten können bzw letztere übertreffen. Und Omis Olle Stromleitung von 1960 hält das auch aus.

Was ich sagen will: Sicherlich muss noch einiges in das Stromnetz investiert werden und auch Hausanschlüsse oder Hauselektrik verstärkt werden. So ein Hexenwerk wie die Kritiker behaupten, ist das allerdings nicht.


23.11.2021 08:08    |    CivicTourer

Hexenwerk nicht. Aber es muss schlicht bezahlt werden. Und wer wird dafür wohl blechen?


23.11.2021 08:20    |    Schwarzwald4motion

Alle

Im Gegensatz zum Atom Strom da war’s der Steuerzahler auch im Nachgang.


23.11.2021 08:28    |    KKlaus750

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 22. November 2021 um 19:28:52 Uhr:

kommt eine Wärmepumpenheizung denn komplett ohne Brennstoff aus?

Ist zwar nicht so eine E-Heizung an die ich gedacht habe dann aber elektrisch.

 

Als nächstes sind die Dreckschleudern in den Häusern dran.

:D

Noch weniger Ruß und Dreck in der Luft, noch mehr Sonnenstrahlen die die Erde erhitzen. Ich frag mich schon die ganze Zeit, warum die Dinos und ner dicken Eisschicht gestorben sind, weil der Himmel voller Ruß war. Eigentlich machen wir genau das Gegenteil, Co2 in die Luft, aber den Ruß der die Sonnenstrahlen abschwächt filtern wir raus. So wo ist jetzt mein Denkfehler?


23.11.2021 08:28    |    cosmacaravan

Hallo Jens,

erst einmal vielen Dank für Deine regelmäßigen „grünen“ und sehr gut recherchieren Beiträge und den Mut in einem überwiegend von PS Junkies dominierten Umfeld diese Gedanken und Fakten zu veröffentlichen.

 

Wir sind hier in Düsseldorf in einem Wohngebiet mit unserem kleinen Gewerbebetrieb tätig und haben 2018 auch mit einer (zu) kleinen PV Anlage auf einer nur semi geeigneten Flachdachfläche angefangen. Die Widerstände der Eigentümergemeinschaft und des Netzbetreibers waren erheblich. Ebenso der ganze durch das Energiewirtschaftsgesetz bedingte Aufwand. Neue Zählerschranke, Unterverteilungen, Überspannungsschutz auf AC und DC Seite, Erdungen usw lassen kleine Anlagen vollkommen unwirtschaftlich werden.

 

In anderen Ländern wie zB unserem westlichen Nachbarland Niederlande ist sogenanntes netmetering möglich. Auf sehr vielen EFHs liegen daher kleine PV Anlagen, Hier ist das von 1999 bis 2020 von 5 Seiten auf 250 Seiten feinstes Juristen Geschwurbel angewachsen.

 

Inzwischen ist unsere Anlage dreimal erweitert worden und taugt auch zum ernsthaften Laden von unserem ersten e Auto. Übrigens ein e Smart Cabrio, wie Du den auch hast. Tolles Dingen. Jeder in unserer Firma liebt das Dingen.

 

Bei aller Begeisterung für das Thema der sauberen Energieerzeugung und des e Auto Fahrens muss man aber auch die Besonderheiten sehen. Bringt unsere 14 kWp Anlage im Sommer bei blauem Himmel gerne schon einmal 90 kWh am Tag. Im Winter mitunter nur 0,5 kWh am Tag.

Da wir Bäume in der Nähe haben, tut man gut daran, das vergammelte Laub und den Vogelkot herunter zu holen um die Performance nicht noch weiter einbrechen zu lassen.

 

Weiterhin muss man die Wirkungsverluste beachten. Produziert die PV Anlage Gleichspannung, wird der im Wechselrichter zu Wechselspannung und im Auto dann wieder zu Gleichspannung. Jeder Wechsel der Spannung und jedes Einspeichern und Ausspeichern kostet 5-10% Energie.

 

Im Stromnetz ist es genauso. Der Wirkungsgrad der teilweise sehr alten Braunkohlekrafwerke von deutlich unter 50%, die Netzwege, die Trafostufen dazwischen sorgen auch für ein Ankommen von lediglich 1/3 der in der Kohle enthaltenen Energie an der Steckdose oder Wallbox.

 

Umso mehr ist es wichtig möglichst nahe am Verbraucher dezentral saubere Energie zu erzeugen und auch zu speichern. Das schont auch die Netze,

 

Inzwischen haben wir weitere kleine Anlagen gebaut um dezentral nahe am Verbrauchsort gebaut, die klasse laufen.

 

In vier Wochen gehen die AKWs Brokdorf und Grohnde vom Netz. In 13 Monaten die letzten 6 AKWs, die zur Zeit noch ungefähr 10% der Grundlast bringen. Leider hat die Politik in den letzten 10 Jahren vollkommen versäumt für diese wegfallenden Generatoren, sauberen Ersatz zu schaffen und das Netz zu ertüchtigen.

 

Bis Juli 2021 hat unser (zum Glück) scheidende Wirtschaftsminister noch mantrahaft verkündet, dass der Stromverbrauch in Deutschland nicht steigen würde, sondern der Mehrverbrauch von elektrischer Energie durch E Autos und Wärmepumpen durch Einsparungen an anderen Stellen aufgefangen würde. Erst im Herbst räumte er steigende Nachfrage ein.

 

Wir werden zukünftig in den Wintermonaten nicht umhin kommen, massiv Strom zu importieren. Zu hohen Spitzenlastpreisen aus Schrottgeneratoren wie Tihange und co.

 

Schon jetzt werden Großverbraucher wie die Aluhütte im Rheinkreis Neuss (verbraucht so viel wie die ganze Stadt Düsseldorf) öfters vom Netz genommen. Das Netz wird wackeliger und energieintensive Firmen wandern ab.

 

Den Kollegen mit Benzin im Blut hier im Forum sei empfohlen, mal ein Tesla womöglich als Performance Version zu fahren, selbst in ein e Smart als Cabrio zaubert in der Stadt ein breites Lächeln ins Gesicht.

 

Wer den Strom dafür selbst sauber produzieren kann, hat ein noch breiteres Grinsen im Gesicht.

 

In der Hoffnung, dass der Gesetzgeber sich auch mehr der (Preis-)Transparenz bei den e Ladesäulen und dem Bezahlsystem über Bankkarten oder Kreditkarten zuwendet, sehen wir der weiteren Elektrifizierung der Fahrzeuge entgegen.


23.11.2021 09:06    |    Schwarzwald4motion

Zitat:

@KKlaus750 schrieb am 23. November 2021 um 08:28:00 Uhr:

…So wo ist jetzt mein Denkfehler?

Da müsste ich erst mal deine Frage verstehen können.


23.11.2021 10:00    |    CivicTourer

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

 

1. erst einmal vielen Dank für Deine regelmäßigen „grünen“ und sehr gut recherchieren Beiträge und den Mut in einem überwiegend von PS Junkies dominierten Umfeld diese Gedanken und Fakten zu veröffentlichen.

 

2. Wir sind hier in Düsseldorf in einem Wohngebiet mit unserem kleinen Gewerbebetrieb tätig und haben 2018 auch mit einer (zu) kleinen PV Anlage auf einer nur semi geeigneten Flachdachfläche angefangen. Die Widerstände der Eigentümergemeinschaft und des Netzbetreibers waren erheblich. Ebenso der ganze durch das Energiewirtschaftsgesetz bedingte Aufwand. Neue Zählerschranke, Unterverteilungen, Überspannungsschutz auf AC und DC Seite, Erdungen usw lassen kleine Anlagen vollkommen unwirtschaftlich werden.

 

3. Inzwischen ist unsere Anlage dreimal erweitert worden und taugt auch zum ernsthaften Laden von unserem ersten e Auto. Übrigens ein e Smart Cabrio, wie Du den auch hast. Tolles Dingen. Jeder in unserer Firma liebt das Dingen.

 

4. Umso mehr ist es wichtig möglichst nahe am Verbraucher dezentral saubere Energie zu erzeugen und auch zu speichern. Das schont auch die Netze, Inzwischen haben wir weitere kleine Anlagen gebaut um dezentral nahe am Verbrauchsort gebaut, die klasse laufen.

 

5. In vier Wochen gehen die AKWs Brokdorf und Grohnde vom Netz. In 13 Monaten die letzten 6 AKWs, die zur Zeit noch ungefähr 10% der Grundlast bringen. Leider hat die Politik in den letzten 10 Jahren vollkommen versäumt für diese wegfallenden Generatoren, sauberen Ersatz zu schaffen und das Netz zu ertüchtigen.

 

6. Wir werden zukünftig in den Wintermonaten nicht umhin kommen, massiv Strom zu importieren. Zu hohen Spitzenlastpreisen aus Schrottgeneratoren wie Tihange und co.

 

7. Schon jetzt werden Großverbraucher wie die Aluhütte im Rheinkreis Neuss (verbraucht so viel wie die ganze Stadt Düsseldorf) öfters vom Netz genommen. Das Netz wird wackeliger und energieintensive Firmen wandern ab.

 

8. Den Kollegen mit Benzin im Blut hier im Forum sei empfohlen, mal ein Tesla womöglich als Performance Version zu fahren, selbst in ein e Smart als Cabrio zaubert in der Stadt ein breites Lächeln ins Gesicht.

 

9. Wer den Strom dafür selbst sauber produzieren kann, hat ein noch breiteres Grinsen im Gesicht.

1. es stimmt, es immer sehr anregend und informativ wenn man verschiedene Seiten beleuchtet bekommt. Man muss sich eben damit auseinander setzen.

 

2. nicht zuletzt verhindern tw auch die Grünen, dass Strom dorthin kommt wo er hin soll und wehren sich gegen zusätzliche Stromtrassen. Wir haben das auch schon vor ein paar Jahren mal durchgerechnet und für uns privat war das damals unrentabel. Demnächst wird neu gerechnet

 

3. und jetzt muss man sich halt mal ausrechnen, was das alles kostet ... der Smart hat einen Preis wie "richtiges" Auto, die PV-Anlage zum Laden hat gekostet wieviel? Rein ökonomisch (und ich glaube auch ökologisch) wäre jeder beliebige Kleinwagen die klügere Wahl. Oder?

 

4. Lohnt sich das wirklich? Für den einzelnen?

 

5. ich glaube, da können wir noch ein paar Jahre drauf legen.

 

6. ich ersetze jetzt mal "Strom" durch "Energie" - seit Jahren werden vom örtlichen Versorger Generatoren aufgebaut, um die Fernwärme sicher zu stellen ...

 

7. das war das was ich meinte. Wenn an der Raststätte 5 schnellladende e-Fahrzeuge ans Netz gehen, dann sollen drinnen ja nicht Licht und Kühlschränke aus gehen. Aber die Stromstärke muss dort ja erstmal hin ...

 

8. habe ich gemacht. Wobei der Tesla S ein zwiespältiges Gefühl bei mir hinterlassen hat - ich wollte keinen Tesla haben. Aber Deine Aussage zeigt auch wieder, wohin das geht: "zaubert ein Lächeln ins Gesicht" sollte nicht (mehr) die primäre Aufgabe des Individualverkehrs sein. Sondern eben die individuelle Mobilität zu einem möglichst sparsamen Tarif.

 

9. da muss man halt hin kommen. Nochmal gefragt: wie viel kostet die hardware, um den Strom für 7-10000km pA selbst zu produzieren? Und wo und zu welchen Kosten steht man, wenn man eben verreist und nicht zu Hause lädt?

 

Ich kann jedenfalls derzeit halbwegs vergleichen - der e ist teuer. Sehr teuer. Er macht Laune - unbestritten. Aber der Hybrid bietet mehr Nutzwert für weniger Geld. Trotz Förderung.


23.11.2021 11:06    |    Alexander67

Zitat:

@KKlaus750 schrieb am 23. November 2021 um 08:28:00 Uhr:

Zitat:

@Sp3kul4tiuS schrieb am 22. November 2021 um 19:28:52 Uhr:

kommt eine Wärmepumpenheizung denn komplett ohne Brennstoff aus?

Ist zwar nicht so eine E-Heizung an die ich gedacht habe dann aber elektrisch.

 

Als nächstes sind die Dreckschleudern in den Häusern dran.

:D

Noch weniger Ruß und Dreck in der Luft, noch mehr Sonnenstrahlen die die Erde erhitzen. Ich frag mich schon die ganze Zeit, warum die Dinos und ner dicken Eisschicht gestorben sind, weil der Himmel voller Ruß war. Eigentlich machen wir genau das Gegenteil, Co2 in die Luft, aber den Ruß der die Sonnenstrahlen abschwächt filtern wir raus. So wo ist jetzt mein Denkfehler?

Der Staub in der Luft der die Erde damals bei den Dinosauriern abkühlte war global und auch sehr weit oben in der Atmosphäre.

Das dauerte Jahre bis sich der Staub gelegt hat.

Der Ruß infolge Feuer und Verbrennungsmotoren ist üblicherweise sehr tief in der Atmosphäre und wird durch Regen schnell ausgewaschen.

 

Allerdings ist das alles (zumindest in meinen Augen) doch etwas Off topic.

Wir sollten sehen wie wir unseren (eher negativen) Einfluss auf unsere Umwelt reduzieren können.

Und da gab es hier schon vernünftige Beiträge.

Mehr lokale Energie-"erzeugung".

Strom per Photovoltaik.

Wärme per Wärmepumpe.

Kraftwärme Kopplung.

Regenerative Energie auch per Holzpellets.

Usw.


23.11.2021 15:58    |    BurkhardR

Ein wichtiger Gesichtspunkt, der in Deutschland noch immer ignoriert wird, ist die Digitalisierung. Ein intelligentes Netz und intelligente Verbraucher können auch schwankendes Angebot viel besser nutzen als festes Nutzen. Also wenn in der Regel 3x10A bis auf 80% geladen werden, dann kann bei (lokalem?) Überschuss an Ökostrom (und das ist fast immer der Fall) 3x16A auf 100A geladen werden, und an wenigen Tagen mit Strommangel 3x6A auf maximal 60% - braucht man wirklich mehr dann gegen Aufpreis möglich.


23.11.2021 16:14    |    Goify

Ich habe nicht den Eindruck, dass es möglich ist, dass Deutschland bis 2050 dekarbonatisiert sein könnte. Dazu müsste man in den nächsten fünf Jahren Verbrennungsfahrzeuge vom Markt nehmen und zudem die Ladeinfrastruktur ausbauen, sowie die Autoanzahl massivst reduzieren. Beides ist möglich, aber ein langer Weg. Am Ende des Jahrhunderts werden wir sicherlich kaum noch individuell kaufbare Autos haben, aber bis dahin sind es auch knapp 80 Jahre.


23.11.2021 16:56    |    Alexander67

Zitat:

@Goify schrieb am 23. November 2021 um 16:14:31 Uhr:

Ich habe nicht den Eindruck, dass es möglich ist, dass Deutschland bis 2050 dekarbonatisiert sein könnte. Dazu müsste man in den nächsten fünf Jahren Verbrennungsfahrzeuge vom Markt nehmen und ...

Sehe ich nicht so extrem.

Für Oldtimer und andere kann man auch nach 2050 noch E-Fuel und Biodiesel und so anbieten.

Übliche km-Fresser sind Fahrzeuge bis 5 oder maximal 10 Jahre alt. Ja es gibt Ausnahmen.

Autos über 20 Jahre fallen nicht mehr drunter.

Also reicht es wenn es 2030 kaum noch neue Verbrenner gibt. Und diese dann eben per E-Fuel oder Biodiesel betreiben kann.

 

Allerdings wird es dennoch schwierig.

Mehr Photovoltaik, mehr Solarthermie, mehr....


23.11.2021 18:26    |    jennss

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

erst einmal vielen Dank für Deine regelmäßigen „grünen“ und sehr gut recherchieren Beiträge und den Mut in einem überwiegend von PS Junkies dominierten Umfeld diese Gedanken und Fakten zu veröffentlichen.

Vielen Dank, das freut mich sehr :).

 

Zitat:

Übrigens ein e Smart Cabrio, wie Du den auch hast.

Ja, super Auto. Musste es aber verkaufen, weil ein ID.3 als Allrounder kommen sollte und uns 2 Autos auf die Dauer doch zu viel waren. Der Smart hat sehr viel Spaß gemacht, offen und elektrisch, super Kombination.

 

Zitat:

Umso mehr ist es wichtig möglichst nahe am Verbraucher dezentral saubere Energie zu erzeugen und auch zu speichern. Das schont auch die Netze,

Stimmt.

 

Zitat:

Wir werden zukünftig in den Wintermonaten nicht umhin kommen, massiv Strom zu importieren.

Bisher ist es so, dass Deutschland bei fast allen Ländern, außer Frankreich und noch einem Land, mehr Strom exportiert als importiert. Aber bei ausschließlich grüner Energie muss im Winter wohl tatsächlich deutlich mehr importiert werden als bisher. Oder man kompensiert es mit Speichern und mehr Anlagen. Das ist nicht so leicht abzuschätzen und braucht eine gute Kombination verschiedener Quellen.

j.


23.11.2021 18:32    |    Goify

Wenn aber alle auf grüne Energie umstellen, wird es mit dem Importieren in der kalten Winternacht schwierig.

Und gegen jedes Pumpspeicherwerk wird in Deutschland Sturm gelaufen. Man wird den Strom anderweitig speichern müssen.


23.11.2021 18:52    |    notting

Nicht auf allen Dächern macht Solar Sinn. Z. B. wg. Verschattung. Oder weil der Eigentümer tagsüber meist nicht daheim ist sondern mit dem Auto auf der Arbeit ist und dass Strom zu sinnvollen Konditionen verkaufen recht kompliziert ist und Akku recht teuer sind lohnt es sich nicht, wenn nicht alles korrekt dimensioniert ist oder sich unerwartet das Nutzungsprofil stark ändert (Anschaffungskosten, Versicherung, Wartung, ..., ggf. noch zusätzl. Probleme/Kosten wenn der Dachstuhl brennt...). Oder die WEG müsste sich einig werden.

Aktuell ist wg. allg. Lieferproblemen der Spaß auch besonders teuer.

 

Tagsüber ist nicht gesagt, dass man da wo das Auto rumsteht zu vernünftigen Konditionen laden kann (wird eher unwahrscheinlich sein, weil die Ladesäulenbetreiber meist pro Parkplatz, Straßenzug oder was auch immer ein Defakto-Monopol haben). Zumal man alles resourcenintensiv mit Ladesäulen zupflastern müsste, was auch für BEV-Fahrer verlorene Parkplätze sind, wenn sie eben z. B. daheim günstiger Laden können.

 

Ob alte Akkus nochmal extra durch D karren zweck Zweitverwendung zu einem Zweck, wofür sie nicht wirklich ausgelegt sind (im E-Auto hat schnell ent-/laden Vorrang vor der Zyklenzahl) vs. Akkus die viel höhere Zyklenzahlen und ein größerer Betriebstemperaturfenster haben (also nicht so oft ausgetauscht werden müssen -> weniger Herumkarren) und die Ent-/Ladeleistung für Netzstabilisierung trotzdem locker reicht.

 

notting


23.11.2021 18:55    |    Ulfert

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

Hallo Jens,

erst einmal vielen Dank für Deine regelmäßigen „grünen“ und sehr gut recherchieren Beiträge und den Mut in einem überwiegend von PS Junkies dominierten Umfeld diese Gedanken und Fakten zu veröffentlichen.

Zumal Mobilität dann besonders glücklich macht, wenn sie nach halbverbranntem Super Plus riecht und ein "Atomkraft Nein Danke"-Aufkleber auf dem Auto klebt :D

 

 

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

Im Stromnetz ist es genauso. Der Wirkungsgrad der teilweise sehr alten Braunkohlekrafwerke von deutlich unter 50%, die Netzwege, die Trafostufen dazwischen sorgen auch für ein Ankommen von lediglich 1/3 der in der Kohle enthaltenen Energie an der Steckdose oder Wallbox.

Ja, aber das europäische Verbundnetz ist genau deshalb so leistungsfähig, um die 24h Grundlast wegzuatmen. Als das nicht genug war, kam Omas Nachtspeicherheizung noch dazu. Hier wurde schon gesagt, dass unsere Leitungen das vertragen...

 

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

In vier Wochen gehen die AKWs Brokdorf und Grohnde vom Netz. In 13 Monaten die letzten 6 AKWs, die zur Zeit noch ungefähr 10% der Grundlast bringen. Leider hat die Politik in den letzten 10 Jahren vollkommen versäumt für diese wegfallenden Generatoren, sauberen Ersatz zu schaffen und das Netz zu ertüchtigen.

Zeit für einen Toast :)

 

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

Wir werden zukünftig in den Wintermonaten nicht umhin kommen, massiv Strom zu importieren. Zu hohen Spitzenlastpreisen aus Schrottgeneratoren wie Tihange und co.

Abwarten.

 

Zitat:

@cosmacaravan schrieb am 23. November 2021 um 08:28:33 Uhr:

Schon jetzt werden Großverbraucher wie die Aluhütte im Rheinkreis Neuss (verbraucht so viel wie die ganze Stadt Düsseldorf) öfters vom Netz genommen. Das Netz wird wackeliger und energieintensive Firmen wandern ab.

Nichts Neues, das Thema nennt sich Loadshedding (Lastabwurf) und ist im Bereich von Zementwerken schon lange üblich. Lass die laut rumjammern, für diese Funktion bekommen sie den Strom sehr günstig... ;)

 

Grüße, Ulfert


23.11.2021 23:18    |    Alexander67

Zitat:

@jennss schrieb am 23. November 2021 um 18:26:46 Uhr:

[.....

 

Bisher ist es so, dass Deutschland bei fast allen Ländern, außer Frankreich und noch einem Land, mehr Strom exportiert als importiert. Aber bei ausschließlich grüner Energie muss im Winter wohl tatsächlich deutlich mehr importiert werden als bisher. Oder man kompensiert es mit Speichern und mehr Anlagen. Das ist nicht so leicht abzuschätzen und braucht eine gute Kombination verschiedener Quellen.

j.

Ich sehe hier Kraftwärme-Kopplungen.

Bis hin zu Brennstoffzellen die ja auch Wärme abgeben.

Ob jetzt Heizkraftwerke und Fernwärme oder im Heizungskeller. Im Heizungskeller natürlich kombinierbar mit Akkus und Solarthermie und Wärmespeicher. Und kombiniert mit Warmwasser.

 

Gerade weil man ja im Winter heizen muss und die Photovoltaik im Winter nicht so viel bringt wie im Sommer.

 

Wenn man mal so darüber nachdenkt wie viel Wärme ein Auto so nebenbei und üblicherweise unerwünschter Weise erzeugt. Mit 100l Heizöl (auch Biodiesel oder altes Frittenfett) kann man nicht nur jede Menge kWh Strom erzeugen sondern nebenbei auch noch mehr Wärme.

Und nochmals mehr Wärme wenn man mit einem Teil des Stroms auch noch eine Wärmepumpe betreibt.


25.11.2021 11:44    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@carfan-48 schrieb am 22. November 2021 um 19:35:30 Uhr:

Ein Knackpunkt bei der e-Mobilität ist u. a. die Rohstoffgewinnung für die Batterieproduktion. Die Gewinnung von

Lithium erfolgt hauptsächlich in Mittel- und Südamerika. Durch den künftig sehr stark steigenden Bedarf wird von

Fachleuten eingeschätzt, dass die Vorräte weltweit in etwa 15 - 20 Jahren erschöpft sein werden. Was passiert dann ?

Kommt dann die Rückkehr zur Pferdekutsche und zum Eselskarren ?

Vielleicht sind mit Wasserstoff angetriebene Verkehrsmittel doch eine echte Alternative.

 

MfG

Lithium ist alles andere als selten. Deine "Fachleute" wussten wahrscheinlich noch nichts von den Lithiumvorräten allein im Erzgebirge ;)

Lithium ist so selten nicht (Rang 34; 20 ppm):

https://worldmap-knowledge.com/.../...ements-in-the-earth-s-crust.html

 

Die Elemente

Zinn (Rang 51; 2,3 ppm) ist fast nur ein Zehntel so häufig ... und es gab sogar ein "Zinnzeitalter"

Blei (Rang 37; 14 ppm) gibt es wesentlich seltener, ist aber häufig genug, um es als Munition tonnenweise zu verballern (oder früher als Klopfschutz durch Motoren zu jagen)

Nur um mal 2 geläufige zu nennen.

Und du übersiehst eins: Das Lithium wird im Akku nicht verbraucht, es ist am Lebensende des Akkus zu 100% verfügbar.


25.11.2021 11:53    |    BaldAuchPrius

Zitat:

@Schwarzwald4motion schrieb am 23. November 2021 um 09:06:31 Uhr:

Zitat:

@KKlaus750 schrieb am 23. November 2021 um 08:28:00 Uhr:

…So wo ist jetzt mein Denkfehler?

Da müsste ich erst mal deine Frage verstehen können.

Die hätte ich schon verstanden.

 

Er meint, dass sich die negativen Folgen zweier Verschmutzungen aufheben würden, mehr CO2 bewirkt mehr Wärme, aber mehr Ruß bewirkt weniger Sonnenlicheinfall, und damit weniger Wärmeeintrag.

 

Seine Theorie zu Ende gedacht: Wir könnten eigentlich so weiter machen, wie bisher, nur sollten wir dann alle Filteranlagen, die Ruß zurückhalten, wieder deaktivieren, sodass die Verschmutzung mit Ruß die Folgen der Verschmutzung mit CO2 ausgleicht ;)


25.11.2021 15:49    |    Acidrain2001

Dann lasst uns doch noch mehr Regenwald abfackeln, das rußt gut!

Mann was ein Blödsinn!! Aber immer wieder interessant was für Trolle sich hier manchmal tummeln...


25.11.2021 15:55    |    Goify

Wir leben ja auch im postfaktischen Zeitalter: Alles was man laut ausspricht/schreibt, ist richtig und damit Handlungsgrundlage. Es ist eben wie bei Pipi Langstrumpf und man macht sich seine Welt, wie sie einem gefällt.

Es gibt ja auch die These, dass wir besonders viel CO2 ausstoßen sollten, da das das Pflanzenwachstum antreibt. Das kann schon richtig sein, nur ist die daraus gezogene Konsequenz falsch, denn dieses vermehrte CO2 führt nicht dazu, dass diese Pflanzen dann das viele CO2 in Sauerstoff umwandeln und somit der Klimawandel überhaupt nicht stattfinden könnte, da sich das System sozusagen automatisch ausgleicht. Und lieber habe ich 10.000 km2 mehr Regenwald, als dass alle Bäume 10 cm größer wären.


26.11.2021 00:25    |    jennss

Zitat:

@BaldAuchPrius schrieb am 25. November 2021 um 11:44:11 Uhr:

Lithium ist alles andere als selten.

Jupp. Jetzt hat auch Harald Lesch eingesehen, dass die Zukunft im BEV liegt:

https://efahrer.chip.de/news/tv-prof...o-kauft_106458

 

Zitate:

Zitat:

Lesch weiß inzwischen: Der Abbau der für die Akkuproduktion nötigen Rohstoffe wie Lithium, im Jahr 2019 noch eines der größten Probleme der E-Mobilität für den Wissenschaftler, sei gar nicht so umweltschädlich wie zunächst angenommen. "Da tut sich ja schon einiges", sagt Lesch im Hinblick auf die Umweltkonsequenzen und Abbaubedingungen.

Zitat:

Lesch: Am Elektroauto führt kein Weg mehr vorbei

 

Am Ende ist für Lesch jedoch klar: "Wir kommen um die Elektromobilität nicht umhin. Für alle die mich hassen, dass ich das [sein Wasserstoff-Plädoyer, Anm. d. Red.] irgendwann mal gemacht habe: Es schien mir wichtig zu sein damals". Inzwischen sei ihm aber völlig klar: "E-Mobilität wird es werden, batteriegetriebene Autos – und damit hat sich's."

j.


26.11.2021 02:32    |    Schwarzwald4motion

Wenn man bedenkt welche Reichweite er hat war das überfällig.

Wir haben es ja vorher alle schon lange gewusst :cool:


26.11.2021 05:17    |    Goify

Aha, die Früh-Erleuchteten. :D

Das ist im Nachhinein etwas lächerlich. Gewusst habt ihr überhaupt nichts, sondern höchstens geglaubt. Ihr hättet aber auch was völlig anderes geglaubt haben können.


26.11.2021 07:13    |    Alexander67

Hier ein Beitrag von Arte bezüglich polaren Eiskappen und Klimawandel.

https://youtu.be/FWMVkpz-2zk


26.11.2021 07:18    |    Schwarzwald4motion

Meine Antwort war schon etwas ironisch, Ändert aber nichts daran dass er Denkfehler gemacht hat und das hat nichts mit Glauben zu tun!


26.11.2021 07:55    |    Goify

Der Prof. Lesch macht Denkfehler. Am Ende ist er noch Querdenker. Aber irgend ein dahergelaufener Gnom auf Motor-Talk hat das natürlich gleich erkannt. :D

Hier was Passendes, weil es zu jedem Thema passt: https://www.youtube.com/watch?v=q8bUQ86iMGc&t=4s

Es war vielmehr Zufall, wenn man zu einer These mehr tendierte als zu einer anderen, da man als Laie kaum solch komplexen Zusammenhänge verstehen kann.


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