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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

07.02.2019 12:24    |    Designs    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: A4, Audi, B9 Allroad, Dauertest, Quattro Ultra

Gut 1,5 Jahre habe ich meinen A4 Allroad jetzt. Übernommen als Neuwagen in Ingolstadt.

Den Bericht zur damaligen Abholung gab´s auch hier in meinem Blog zu lesen.

 

Was ist seitdem passiert? Wie schlägt er sich? Wie zufrieden bin ich?

Vorweg kann man sagen, er kann vermutlich nicht an die Zufriedenheit anknüpfen, die ich mit meinem Q5 hatte. (Hier zum Nachlesen)

 

Aber zurück auf Anfang. Da ist die Begeisterung natürlich am Größten, was aber durchaus mal einen Dämpfer erhalten kann.

 

Des Marders Liebling

Neues Auto, neuer Duft. Und so begann es schon, dass in der 2. Woche eine freundliche Fehlermeldung aufploppte und die Motorkontrollleuchte anging. Der erste Moment, wo man denkt - kann doch nicht sein! Das Ding ist doch neu!?

Ein kurzer Check in der Werkstatt brachte aber zum Vorschein, dass der Marder sich an den Kabeln der Lambdasonde versucht hat. Ok, kleines Problem, große Ursache. Das wurde geflickt und das Thema war durch.. Puh, der Audi kann also nichts dafür..

 

Störung Parkbremse

Im Laufe der ersten paar Monate kam dann immer häufiger eine Meldung, dass die Parkbremse eine Störung hatte. Das kam mal beim Abstellen, mal beim Einsteigen ins Auto. Zwar verschwand die Meldung immer wieder, war aber trotzdem nervig. Mit dem Problem war ich aber nicht alleine. Auch ein Bekannter von mir mit einem ebenfalls neuen A4 hatte selbiges bei seinem. Die Lösung: Ein Softwareupdate half.. Na gut.. nicht schlimm, aber auch nicht schön.

 

Freud und Leid mit dem Smartphone Interface

Grundsätzlich eine tolle Erfindung und für mich echt wichtig - die Funktion Apple Car Play mit dem Smartphone Interface. IPhone anstecken, die Apps im MMI auswählen und Spotify, Amazon Music, Radiosender oder sonstige Dinge streamen. Echt klasse! - wenn es denn funktioniert.

Anfangs noch mit einem IPhone 6, später mit dem IPhone 7+, habe ich das Handy eigentlich immer angesteckt und streame Musik.

Na gut, manchmal wird´s auch nicht erkannt.. Dann stecke ich das Handy wieder ab und wieder an.. wieder nicht erkannt. Also nochmal an- und abstecken und irgendwann geht´s dann. Dann kann man schön alles übers MMI bedienen. Also meistens - außer man fährt mal kurz rückwärts oder parkt ein. Denn wenn da auf die Rückfahrkamera umgeschalten wird, gibt´s leider keine Möglichkeit mehr ins Carplay zu kommen. Der Punkt blinkt dann nur noch kurz, wenn man ihn anwählt. Auch wenn im Hintergrund die Musik weiterläuft. Mehrmalige Reklamationen brachten hier nichts. Laut Audi ein bekanntes Problem, sie würden dran arbeiten..

Nach diversen Updates am Handy war das Problem (nach ungefähr einem Jahr) zumindest halbwegs gefixt. Mittlerweile muss ich mein Handy nach dem Anstecken aber per Fingerprint entsperren, sonst öffnet er das Carplay nicht. Auch wenn ich in den Einstellungen 10x aktiviere, dass das Handy auch in gesperrtem Zustand verwendet werden darf. :rolleyes:

 

Zusammengefasst: Es ist eine tolle Funktion und ich möchte sie nicht missen, zeitweise bringt es mich aber auf die Palme, wenn wieder irgendwas nicht funktioniert. Dringender Handlungsbedarf hier nachzubessern!

 

Online-Dienste im MMI

Auf Tankstellenpreise, Wetterinformationen am Zielort oder die Anzeige nach freien Parkplätzen in der Umgebung kann ich getrost verzichten. Ein tatsächlich guter Punkt ist für mich in der Navigation aber die Satellitenansicht von Google Earth, sowie die zugehörigen Online-Verkehrsdaten, die wirklich schnell und aktuell sind.

Und auch da möchte ich ergänzen - WENN es denn funktioniert.

Diesen Sommer gab es großen Ärger mit den Online-Diensten, es gab hier auf MT auch massenweise Beschwerden, dass keine Verfügbarkeit mehr gegeben ist, die Server nicht erreicht werden können usw.

Ich sage ja nichts, wenn sowas mal tageweise ausfällt, wenn wir aber von permanenten Ausfällen sprechen und diese teils Wochen dauern, ist das nicht akzeptabel!

Mittlerweile (3x auf Holz geklopft) scheint Audi die Probleme allerdings behoben zu haben.

Übrigens auch hier: Selbe Thematik bei meinem Bekannten

 

Audi und das Thema Bremsen

Wirklich mit Ruhm bekleckert hat sich Audi mit dem Thema Bremsen ja noch nie. Auch in früheren Modellen waren diese schon zu schwach ausgelegt, hatten mit Fading zu kämpfen usw.

Nun bin ich ja weder Rennfahrer, noch permanenter Autobahnraser. Von Überbelastung kann man bei mir also nicht sprechen. Aber bei rund 15tkm und Beginn des ersten Winters hat sich bei kalten Bremsen vorne rechts im Bereich des mittleren Bremsdrucks ein Quietschen eingestellt, das seinesgleichen sucht. Wenn ich gemächlich an die Kreuzung rollte und dabei die Bremse drückte, drehten sich so manches Mal die Fußgänger um. Klanglich etwa im Bereich "Russischer LKW aus den 60er Jahren" angesiedelt, war das teilweise wirklich peinlich bei einem fast Neuwagen!

 

Da der Händler etwas weiter weg ist und das Problem nur da war, solange die Bremsen kalt waren, herrschte natürlich der klassische Vorführeffekt! Nach 18km beim Händler angekommen, waren die Bremsen soweit warm, dass es nicht auftrat. Auch mein selbstgemachtes Video mit dem Handy war zumindest Audi nicht Beweis genug, um direkt etwas zu unternehmen.

Auch hier bedurfte dann es mehrmaliger Reklamation, Termine und Diskussionen, bis zumindest die Freigabe kam die Bremsen zu zerlegen und mit "Anti-Quietsch-Paste" zu behandeln.

 

Weg war es damit nicht, aber es wurde etwas besser. Da die Temperaturen dann relativ schnell nach oben gingen, verschwand das Quietschen langsam wieder - um übrigens im nächsten Winter wiederzukommen. Zwar nichts ganz so stark, aber trotzdem nervig. Mittlerweile habe ich schon gar keine Lust mehr mich damit rumzuschlagen - dann quietscht es jetzt eben.. :mad:

 

Keyless und seine Sensoren

Passend zum Winter gibt es ekliges Wetter, Schnee, Schneematsch, ein ziemlich eingesautes Auto. Eben alles, was Winter so mit sich bringt. Und so habe ich mein Auto nach einer längeren Fahrt in ekligem Wetter bei mir im Carport abgestellt und will zusperren.. Nanu? Der Sensor reagiert gar nicht.. 2x, 3x, 4x probiert. Geht nicht. Na gut, dann Schlüssel raus und per Knopfdruck auf dem Schlüssel das Auto verriegelt.

Nächster Tag, Auto aufsperr.. Na..? Hallo? Aufsperren bitte! Und so fasse ich 2x, 3x, 4x in den Griff. Keine Reaktion. Den hinteren Türgriff genommen - Auto öffnet. Na toll, ist jetzt der Sensor hinüber? Am nächsten Tag ging auch der hintere Türgriff nicht mehr. Also nur noch per Schlüssel verriegelt.

Die Feiertage abgewartet und einen Termin beim Autohaus gemacht. 3 Tage später soll ich das Auto vorbeibringen.

Einen Tag vor dem Termin ging der Sensor hinten plötzlich wieder, nachmittags auch vorne. Das "Sauwetter" hatte sich verzogen und nach 2 trockenen Tagen funktionierte wieder alles. War ja klar.

Der Termin war damit natürlich für die Katz. Nach ungefähr 50 Versuchen im Laufe des Vormittags wurde mir mitgeteilt, dass ja alles wunderbar funktioniert.

 

Aber was gut ist, kommt ja wieder. Auch im zweiten Winter fielen die Sensoren nach ekelhaftem Wetter und längerer Fahrt wieder sporadisch aus. Bis es eben wieder trocken wird.

 

Und ihr werdet es erraten: Auch der A4 meines Bekannten zeigte diesen Winter die gleichen Symptome.

 

sensorgesteuerte Heckklappe

Du kommst mit vollgepackten Händen ans Auto und schwingst elegant den Fuß unter der Stoßstange vorbei. Der Kofferraum öffnet - perfekt. So funktionierts im Demo Video. In echt nicht ganz so gut. Es bedarf schon etwas an Übung, um die richtige Stelle zu finden, den richtigen Abstand zu haben, sich zum richtigen Zeitpunkt einen Schritt zurück zu bewegen. Hat man das mal halbwegs drauf, öffnet sich auch die Klappe.

Aber wehe du bringst die Füße beim Einladen einen Schritt zu weit nach unten, oder bewegst dich falsch, oder was weiß ich.. dann fängt es an zu piepsen und die Klappe schließt sich wieder. Dann heißt es schnell aufs Knöpfchen drücken, oder die Rübe rechtzeitig rausziehen. So oder so ähnlich passiert mir das desöfteren. Vielleicht bin ich auch nur zu doof dazu. Auf jeden Fall gibt´s dafür ein "geht so" von mir. Mehr nicht.

Übrigens gibt's auch oft Situationen, in denen das Schließen per Knopfdruck an der Heckklappe nicht funktioniert. Da muss man dann 2, oder 3x drücken, bis er endlich macht, was ich will.

 

Alles kacke..?

Nein, kann man so nicht sagen. Es sind definitiv nervige Sachen dabei. Wie man sieht, bezieht sich das meiste aber auf die Elektronik. Gerade was das Thema Handy und Connektivität angeht, ist es natürlich echt schwer. Ständig neue Handy-Modelle, neue Softwareversionen usw. Und alles muss irgendwie kompatibel sein. Man muss da den Hersteller auch ein wenig in Schutz nehmen. Trotzdem ist es nicht optimal.

 

komfortabel und sparsam

Das was das Auto hauptsächlich machen soll - nämlich fahren - das tut es. Und zwar wirklich gut. Der A4 hat eine hervorragende Geräuschdämmung, die Verarbeitung im Innenraum ist super, es knarzt, klappert und scheppert nichts. Der Motor (2.0 TFSI, 252PS) hat Power, dreht fleissig hoch und kann dabei trotzdem wirklich sparsam sein. Die ersten 30.000km hat er sich bei mir im Schnitt mit (errechneten) 7,8l/100km begnügt. Im Sommer bei sparsamer Fahrweise reichen 7-7,5l, im Winter werden´s dann auch mal knapp 9 Liter. Natürlich immer abhängig vom Fahrprofil.

 

Empfehlenswert oder nicht?

Aus meiner Sicht definitiv ja. Ein tolles Auto, das nach wie vor Spaß macht. Der kann aber durch die elektronischen Zipperlein schon etwas getrübt werden. Und in Summe schmälert das die Zufriedenheit ein wenig, so dass man schon überlegt, ob das den "Premiumzuschlag" noch rechtfertigt.

 

Ich fahre den A4 ja noch weiter, also wird man sehen, was die nächsten beiden Jahre passiert und welches Fazit nach 4 Jahren hier steht!

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16.01.2019 19:30    |    Designs    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: 89, Audi, Cabriolet, Convertible, Ford Mustang, S197

Nachdem es in den letzten Beiträgen mehr um das Thema Offroad ging, jetzt mal wieder zurück zu den Straßenfahrzeugen mit Zulassung :)

 

Seit einigen Jahren habe ich ja mein Audi Cabriolet mit dem V6. Soweit so gut – alles schön und er macht auch Spaß, aber irgendwie habe ich mich in letzter Zeit immer mehr für was anderes interessiert. Nämlich dafür, mal einen V8 zu haben. Ich liebe es offen mit dem Cabrio zu fahren und zu cruisen und ich genieße dabei den Sound des Motors. Und so habe ich angefangen mich immer mehr für einen Mustang zu interessieren.

 

Anfangs eine reine Spinnerei, aber dann habe ich doch begonnen mich mal intensiver zu informieren, die typischen Fahrzeugbörsen zu durchsuchen und dann bin ich mal einen probe gefahren. Und ich fürchte da ist es dann passiert. Ich habe mich mit dem US-Car Virus angesteckt und es hat mich nicht mehr losgelassen. Ende letzten Jahres hatte ich sogar mein Audi Cabrio mal kurz inseriert. Tatsächlich hätte ich ihn sogar zu einem vernünftigen Preis verkaufen können, aber ich habe so lange mit mir selbst gehadert und gezögert, bis die Käufer abgesprungen sind. Ich war also irgendwie noch nicht so richtig überzeugt und letztlich auch nicht im Zugzwang.

 

Bauch gegen Kopf

 

Es ist das typische Spiel – Vernunft gegen Spaß. Ich fahre im Jahr ca. 2tkm mit dem Cabrio – also eigentlich fast nichts. Zu wenig, dass es eine Investition rechtfertigt oder ein Kauf Sinn machen würde. Dennoch kitzelt es in den Fingern.

 

In Frage kommt für mich eigentlich nur der Mustang 5 zwischen 2005-2009 (Beispielbild). Neben dem ersten Modell aus den Jahren 66/67 (die einfach nicht bezahlbar sind), ist das der einzige, der mich optisch mit seinem Retrodesign anspricht. Das spätere Facelift ist schon weniger interessant, wenn auch fast zum gleichen Preis oder günstiger zu haben. Es scheint also, dass der 5er schon jetzt seine Anhänger hat, was sich aber auch im Preis widerspiegelt. Ein Vergleich des Mustang mit dem Audi Cabrio ist schwierig. Der Mustang kann trotz jüngeren Alters mit der Verarbeitung nicht mithalten. Egal, ob man hier die Knöpfe, das Armaturenbrett oder die Mechanik des Dachs ansieht. Aber das Gefühl den V8 blubbern zu hören.. das macht einiges wett. :D Es ist also weniger eine Entscheidung auf subjektiven Kriterien, es geht mehr um´s "Gefühl".

 

Das Wunschmodell

 

Also mal ein paar Fakten: Ich hätte gerne einen Mustang 5 Cabrio GT, sprich 4,6 Liter Hubraum, 8 Zylinder, 305 PS. Am liebsten in rot, was schon wirklich schwierig ist. Nach langem Zögern hin und her würde ich dafür bis zu 15.000€ ausgeben, was angesichts eines Alters von 10-13 Jahren für einen Ford immer noch ein stolzer Preis ist und (wie ich anfangs dachte) ja irgendwie möglich sein müsste. Immerhin haben die Dinger kaum mehr als 40.000€ neu gekostet. In Deutschland wurde das Modell nicht verkauft, d.h. man muss entweder selbst importieren bzw. ein importiertes Modell kaufen.

 

Das Geschäft mit den Unfallwägen

 

Dort beginnt dann das größte Problem: Autos, welche in USA einen Totalschaden (Salvage Title) hatten, sei es durch Unfall, Wasserschaden usw.. werden dort für wenig Geld verhökert. Oft spezialisieren sich darauf bestimmte Firmen, die diese Autos zu einem Spottpreis kaufen und nach Polen/Litauen verschiffen, um sie dort mehr oder weniger fachmännisch zu reparieren. Diese Autos kommen dann zuhauf auf den Deutschen Markt.

 

Und hier gilt es dann ein Modell zu finden, das möglichst unfallfrei war, denn die reparierten Unfallschäden können große Probleme mit sich bringen. Von verzogener Karosserie, schiefen Spaltmaßen oder ausgelösten Airbags, die nur durch Widerstände ersetzt werden, hat man schon so ziemlich alles gelesen. Sicherheit kann da ein CARFAX bringen - ein History Report, der sich auf US-Cars spezialisiert hat und alle dokumentierten Vorschäden, Rückrufe, gemeldete Diebstähle, Inspektionen, oder manipulierte Tachostände dokumentiert und abfrägt.

 

Also landet man letztlich wieder beim Preis. Ein Fahrzeug mit sauberer Historie will eben bezahlt werden. Wenn die Anzeige nicht eindeutig als unfallfrei gekennzeichnet ist und das angebotene Modell schon optisch mit Seitenblinkern, Spoilern usw. daher kommt, ist die Chance, dass es sich um einen Unfaller handelt, relativ groß.

 

Die Suche dauert an

 

Kurz gesagt – ich suche jetzt seit ca. 1,5 Jahren, habe einige angesehen, probe gefahren, Details hinterfragt. Vernünftige Modelle bekommt man ab ca. 18-20T€. Darunter wird’s schwierig. Die meisten stellten sich allerdings wirklich als Unfaller heraus, haben keine nachweisbare Historie, in dem der Lebenslauf oder die Wartungen dokumentiert sind, oder man bekommt verbastelte Modelle mit nicht eingetragenen Anbauten. Ich bleibe allerdings erstmal stur bei meinen 15.000€ als Limit. Das wird dann wohl meine persönlich Challenge vielleicht doch noch einen zu finden.. :D

 

Momentan hätte ich eventuell sogar ein interessantes Modell an der Hand.. entschieden ist aber noch nichts. Fakt ist aber, dass ich wohl das Audi Cabriolet nächstes Jahr nochmal inserieren werde, egal ob ich schon einen Mustang habe oder nicht. Und dann wird man sehen…

 

Was wäre eure Meinung? Beim Audi bleiben, oder den Mustang nehmen? :D

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29.06.2017 22:47    |    Designs    |    Kommentare (25)    |   Stichworte: A4, Audi, B5/8D

autokauf - gar nicht so einfach (Bildquelle: pixabay)autokauf - gar nicht so einfach (Bildquelle: pixabay)

Ja, es ist wieder soweit, ich begebe mich mal wieder auf Auto-Suche :)

 

Nachdem ich unseren neuen A4 Allroad ja jetzt schon seit guten 2 Monaten habe, ist es doch mal an der Zeit sich um eine Alternative für unseren 16 Jahre alten A4 umzusehen. Nicht, dass er arge Probleme bereiten würde, aber er ist nun seit 10 Jahren in unserem Besitz und so langsam könnte mal was neues her. Außerdem hat er jetzt neuen TÜV bekommen und bringt so im Verkauf vielleicht noch den ein oder anderen Euro mehr.

Und überhaupt macht Autos kaufen auch Spaß, dürfte dann Nummer 15 oder 16 sein, so genau weiß ich das gerade gar nicht :D

 

 

 

 

Doch es bleibt wieder die alte Frage: Was kommt denn als Alternative in Frage? Mal kurz zum Anforderungsprofil:

 

- Es ist ein Zweitwagen

- Kilometerleistung pro Jahr nur ca. 5000-8000km

- Damit fahren hauptsächlich meine Frau und unsere 2 Kinder, sowie gelegentlich noch diverse Freunde, die man im Rahmen von Fahrgemeinschaften zu den diversen Aktivitäten mitnimmt. Schadet also nicht, wenn auch mehrere Leute entspannt Platz haben.

- Dazu kommen noch zwei Sonderwünsche meiner Frau: Höher sitzen würde sie toll finden und wenn ich nochmal mit so einer Krücke wie dem A4 (1.6er, 101PS) ankomme, gibt´s Ärger! :D

- Maximal geplantes Budget liegt bei ca. 10.000€

 

Fakt ist also es kommt eigentlich nur ein Benziner in Frage. Der Verbrauch ist bei dieser Kilometerleistung eher zweitrangig, lieber etwas mehr Leistung. Versichert wird mit SF25, auf Typklassen muss man also auch nicht wirklich Rücksicht nehmen.

 

 

Erste Auswahlkriterien

 

So – wenn man nun meine History kennt, dann war natürlich ein etwas neuerer A4 meine erste und naheliegendste Überlegung. Für das Budget sollte man einen der ersteren A4 B8 bekommen. Größer als der jetzige ist er auf jeden Fall, optisch finde ich ihn immer noch klasse, hohes Sitzen gibt´s leider dafür nicht. Motorentechnisch kommt der 1.8/2.0TFSI in Frage. Und da gibt´s das erste Problem. Sicher hat jeder schon vom Problem mit dem Ölverbrauch dieser Motoren gehört. Und da ich bereits mehrere Bekannte habe, die unter selbigem gelitten haben, sehe ich es nicht ein mich auf dieses dünne Eis zu begeben.

 

Tja – und wer hätte das gedacht – weitere Alternativen bei Audi gibt es in dieser Preisklasse einfach nicht. A3 zu klein, A6 zu teuer, die Q-Modelle sind ebenfalls noch zu teuer. Und da kommt dann die bittere Erkenntnis, ob ich nach fast 20 Jahren ausschließlich Audi und höchster Zufriedenheit doch noch abtrünnig werde?

 

 

Sorry Audi – ihr seid raus!

 

Es nützt ja nichts, bleiben wir objektiv. Meine Frau hat sich ein wenig in den Touran verguckt. Gefällt ihr, ist praktisch, man sitzt hoch und immerhin ist es ja noch der selbe Konzern. Doch damit habe ich 2 Probleme. Nummero uno: Ich finde den Touran nicht besonders schön, auch wenn er noch so praktisch ist. Und was gibt es da für Motoren im Benziner? Genau, den 1.4TFSI. Wahlweise mit 140 oder 170PS. Man kann sich also aussuchen, ob man nur Probleme mit der Steuerkette haben möchte, oder gleich noch den stärkeren mit Registeraufladung wählt und sich obendrein noch einen Turboladerschaden einfangen möchte. Ganz harte Exemplare wählen die zweite Kombination mit DSG on top – Damit hat man sich dann alle Chancen auf einen vorzeitigen K.O. gesichert.

 

Spaß beiseite, natürlich gibt´s auch Touran ohne diese Probleme, aber die Quote der Ausfälle ist zu hoch, als dass man hier nur von Einzelfällen sprechen könnte. Für mich daher keine Option. Und das disqualifiziert mehr oder wenige auch alle anderen Modelle des VAG-Konzerns. Denn im Bereich 2008-2012 gibt es kaum problemfreie Maschinen, sind diese ja auch übergreifend in allen anderen Modellen ebenso verbaut.

 

Doch im Rahmen dessen, dass ich mich zeitweise mit dem Touran beschäftigt habe, fiel ja auch auf, dass dieser als 7-Sitzer erhältlich ist. Und plötzlich kam dieser Gedanke auf, was man denn mit den zwei zusätzlichen Sitzen anstellen könnte. Nicht, dass es täglich Bedarf dazu gäbe, aber alleine die wöchentliche Fahrt zur Freizeitbeschäftigung der Kinder/Nachbarkinder wird mittlerweile auf 2 Autos aufgeteilt, weil nicht mehr alle in einem Platz haben – man würde sich also tatsächlich 1 Fahrt pro Woche sparen. Auch wenn die Eltern/Schwiegereltern mal für kurze Strecken mit an Bord sind, wäre das machbar. Der Gedanke hat was. Wenn das zukünftige Modell also optional als 7-Sitzer erhältlich ist, wäre dieser wohl im Fokus. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr gefällt es mir. Warum nicht einfach mal direkt nach 7-Siter filtern?

 

 

Die Mobile-App als Entscheidungshilfe

 

Also weiter in der Suche und mobile.de einfach mal mit Daten gefüttert: Maximal 10 Jahre alt, mindestens 150 PS, 7-Sitze, bis 10.000€, regional in 200km Umkreis

Die Ergebnisse: Ein Peugeot 5008, Chevrolet Captiva, Seat Alhambra, Citroen Grand Picasso, Opel Zafira, VW Touran/Sharan, Ford Galaxy oder S-Max.

Die Franzosen sind bei mir ohnehin raus – zu viele schlechte Erfahrung und gefallen mir optisch nicht, der Alhambra ist optisch ebenso extrem vom alten Eisen (das neue Modell noch viel zu teuer), Chevrolet Captiva uninteressant, Opel Zafira – sicher nicht schlecht, aber ich hatte schon so viele Opels und damit meist nur Probleme. Auch wenn das eine andere Generation war, hat sich da eine Abneigung eingebrannt. VW fällt aus oben genannten Gründen aus, bleiben erstmal die Ford übrig.

 

Und tatsächlich ist mir der S-Max schon öfter aufgefallen, als einer der Familien-Vans, die noch halbwegs sportlich aussehen – entsprechende Ausstattung vorausgesetzt. Damit kann man sich mal näher beschäftigen. Dabei kommt mir dann allerdings schon doch wieder in den Sinn, ob ein 7-Sitzer Van als Zweitwagen nicht etwas überdimensioniert ist. Ja, vielleicht, wahrscheinlich sogar - aber irgendwie eben doch praktisch. Und ob da nun ein A4 oder ein S-Max vor unserem Haus stehen würde – was soll´s, das würde keine Rolle spielen. Wir leben hier auch nicht in der Stadt, an dem sich alles um verfügbare und enge Parkplätze dreht.

 

 

Erste Details zum S-Max einholen

 

Bis ca. Ende 2010/Anfang 2011 gab es das ältere Modell, danach folgte das Facelift (erkennbar am LED Tagfahrlicht). Das Facelift ist allerdings zu diesem Preis schon kaum noch zu haben, erst recht nicht mit vernünftiger Ausstattung. Das Vorfacelift ist hauptsächlich in zwei Benzin-Motorisierungen zu haben. Den 2.0er Sauger (145 PS), sowie den 2,5er 5-Zylinder Turbo (220 PS, die alte Volvo Maschine). Interessante und sicher auch begehrte Ausstattungen hören auf den Namen „Titanium“ bzw. „Titanium S“. In Kombination mit dem 7-Sitzer tatsächlich gar nicht so oft zu haben. Ich logge mir mal einen Suchauftrag ein..

 

 

Erste Besichtigung

 

Und dann habe ich halbwegs in der Nähe einen gefunden. Mit einem VB-Preis von 12.300 zwar außerhalb des Wunschpreises und recht hoch angesetzt, aber mit 66tkm für ein 2009er Modell unüblich geringer Laufleistung. Titanium, schwarz, 7-Sitze, Navi, getönte Scheiben, Kurvenlicht, Tempomat, Sitzheizung – klingt ansprechend. Motorisierung; 145PS.

Ich mach´s kurz – damit ist der Wagen untermotorisiert, Kategorie "Wanderdüne", fährt sich ähnlich schwerfällig wie unser 101 PS schwacher A4. Auch der Zustand im Innenraum war mittelmäßig und wenig gepflegt, die Kilometer wenigstens nachweisbar. Aber das Fahrzeug im Allgemeinen gefällt uns überraschend gut, tolles Raumkonzept, schnittige Optik. Natürlich rechne ich in dieser Klasse mit einem Verbrauch von 10L – aber da sind wir mit dem A4 leider auch nicht weit davon entfernt.

 

Mal sehen, wie es weiter geht, ich habe prinzipiell keinen Stress etwas zu kaufen, es muss schon das richtige kommen. Aber so wie ich mich kenne - wenn man intensiv den Markt verfolgt, wird man früher oder später fündig.… :D

Ich halte euch mal auf dem laufenden. Wer zwischenzeitlich noch den ultimativen Fahrzeugtipp für mich hat, darf ihn gerne loswerden!

 

Grüße Jürgen

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04.06.2017 12:06    |    Designs    |    Kommentare (97)    |   Stichworte: A4, Audi, Audi Sound System, Axton, B9 Allroad, Bass, Subwoofer, Subwooferausbau

Passiv, Audi Sound System oder B&O

 

Im aktuellen Audi A4 B9 gibt es gegenüber dem passiven Standardsystem derzeit 2 aufpreispflichtige Soundsysteme zu bestellen. Das Audi Sound System (ASS) mit 180W Gesamtleistung an 10 Lautsprechern für 290€, sowie das B&O Soundsytem mit 3D Klang, 19 Lautsprechern und 755 Watt für 1140€.

 

Zweiteres klingt natürlich feiner, war mir aber im ohnehin schon überzogenen Budget einfach zu teuer. Und da ich in meinem Vorgäner Q5 mit dem ASS wirklich sehr zufrieden war, habe ich mich ohne probezuhören (es ist fast kein Vorführwagen ohne B&O zu finden) für das ASS entschieden.

 

Nun wird wohl kaum ein Thema so kontrovers diskutiert wie die Soundsyteme. Während viele mit dem ASS super zufrieden sind, vergleichen es andere mit einem besseren Küchenradio. Soweit würde ich nicht gehen, trotzdem hält sich meine Begeisterung in Grenzen. Es klingt nicht schlecht – nicht falsch verstehen – aber es fehlt der Punch. Der Bass war in meinem alten Q5 wesentlich knackiger.

 

Klar kann man da mit dem Tausch von Lautsprechern etc. abhelfen – aber ich habe ein Problem. Der Aufwand soll sich arbeitsmäßig und finanziell in Grenzen halten und er muss kurzfristig reversibel sein, sprich „leasingtauglich“.

 

 

Bestandsaufnahme

 

Also einfach mal kurz analysiert: Wir haben im Kofferraum unter dem Ladeboden mittig die Batterie sitzen. Davor sitzt der Plastikkasten, der sich Subwoofer nennt. Oder besser gesagt ein Papiermembran-Lautsprecher mit Außendurchmesser 160mm, wovon nur 120mm effektive Membranfläche sind.

 

Wir haben also Strom in unmittelbarer Nähe, das Kabel des Subwoofers, was als High-Level Input taugt und dann braucht es noch eine Remote-Leitung – oder eben etwas, das direkt via High-Level aktiv wird. Und das ganze muss dann noch irgendwie unter den Ladeboden passen, damit man im Kofferraum keinen Platz veliert.

 

Als erstes fliegt mal der originale Sub raus. Das ist einfach, denn rechts und links befindet sich nur eine 6er Mutter (10er Steckschlüssel), sowie der Plastikdrehknauf mittig unten. Die Sicherung am Subwoofer-Stecker hinten ziehen, Verriegelung lösen, ausstecken. Und schon ist der Subwoofer raus.

 

 

der originale "Subwoofer" des ASSder originale "Subwoofer" des ASSOriginalzustand unter dem doppelten BodenOriginalzustand unter dem doppelten Boden

 

 

 

 

Subwoofer ausgebautSubwoofer ausgebautSubwoofer u. Bordwerkzeug ausgebautSubwoofer u. Bordwerkzeug ausgebaut

 

 

 

Online-Check – einfach und kostengünstig und rückrüstbar soll es sein

 

Mit viel Muße könnte man sich jetzt sicher ein nettes Gehäuse basteln oder laminieren, das dort genau reinpasst (ich denke 20 Liter Volumen wären kein Problem), eine separate Endstufe anstecken und mit einem schönen Sub gut abstimmen. Aber ich suche – wie gesagt – eine schnelle und einfach Lösung. Also Google aktiviert und einfach mal nach kleinen, kompakten Aktivwoofern mit High-Level-Eingang gesucht. Da bin ich dann relativ schnell über den Axton AXB20A gestolpert, welcher alle Vorgaben erfüllt und noch dazu sehr kompakt ist.

 

Axton AXB20 AktivAxton AXB20 Aktiv

 

Laut hifitest.de sogar ein kleines Basswunder, das im Oktober 2015 mit „sehr gut“ abgeschnitten hat.

Ein paar kurze Fakten zu diesem Sub:

 

Es handelt sich um einen Aktiv Subwoofer mit 8“ (20cm) Treiber und tiefer Abstimmung. Bei nur 10 Liter Volumen wird mit einer Frequenzganganhebung im unteren Bereich, sowie einem steilen Subsonicfilter unterhalb der Abstimmfrequenz mächtig Spaß produziert.

 

Frequenzgang: 25-120 Hz

70W RMS, bzw. 140W max an 4 Ohm

Tiefpassfilter 60-120Hz mit 12db/Okt.

Variabler Phase-Shift 0-180°

Eingangsempfindlichkeit Chinch: 0,2-5V

Eingangsempfindlichkeit High-Level: 1-8V

Gewicht; 6,8kg

Abmessungen (B/H/T) 220x275x285mm

 

Rein von den Abmessungen sollte das so halbwegs hinkommen, etwas kompakteres habe ich nicht gefunden. Die 285mm sind quer schon mal kein Problem, die Höhe mit 275mm könnte gerade so gehen und die Breite mit 220mm wird wohl knapp – aber einfach mal versuchen.

Also ein Klick bei Amazon und das Ding ist per Prime am nächsten Tag da. Regulärer Preis 169€ - per Warehousedeals habe ich einen für 150€ bekommen (i.d.R. handelt es sich hier um Rückläufer mit minimalsten bis gar keinen Gebrauchsspuren)

 

 

erste Einbauversuche

 

Nach dem Auspacken erstmal erster Einpassversuch – aber wie man´s auch dreht – das Ding ist zu dick. Über der Batterie ist ja noch der Bügel, an dem das Bordwerzeug befestigt und verschraubt ist. Also fliegt das kurzerhand auch noch raus – was ebenfalls mit 4 M8er Schrauben in 5min erledigt ist. Das bringt nochmal etwas Platz zur Batterie hin. Irgendwie reichts aber immer noch nicht ganz.

 

Also müssen zu guter Letzt noch die Vorder- und Rückseitig angebrachten Schutzgitter des Axton dran glauben. 2x4 Schrauben, Gitter abgezogen und Tadaa! Jetzt passt er genau rein, allerdings nur mit minimalem Abstand zur Batterie – aber es geht.

 

Wenn jetzt noch der Ladeboden draufpasst, dann…. – Kacke.. Passt nicht :(

Es fehlt vielleicht gerade 1cm. Und das liegt daran, weil der Sub unten am Boden auf dem mittleren Gewindebolzen aufsteht, an dem der originale Subwoofer festgeschraubt war. Mal ehrlich – den braucht kein Mensch. Der hält beim Rückbau auch an 2 statt 3 Befestigungspunkten. Bevor hier aber etwas entfernt wird, kommt erstmal der Test.

 

mal schnell verkabelt..mal schnell verkabelt.... ein Gewindestift muss weg.. ein Gewindestift muss weg

 

 

Einfaches Verkabeln in wenigen Minuten

 

Den Stecker des originalen Subs habe ich einfach abgezwickt und auf die Schnelle mit Lüsterklemmen mit dem Stecker des High-Level Input verbunden. Einfach einmal auf Plus, einmal auf Minus - fertig. Masse für die Stromversorgung verschraube ich direkt per Kabelringschuh mit einem der Gewindebolzen (evtl. etwas blank schleifen) und Strom klauen wir direkt an der Batterie. Auch wenn das Kabel sehr kurz ist, bitte doch sicherheitshalber eine Sicherung verwenden! Ihr müsst nun aber kein typisches Endstufenset mit 20mm² Stromkabel kaufen. Theoretisch sollten hier sogar 2,5mm² genügen, wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt ein 6mm².

 

 

Das AnschlussterminalDas AnschlussterminalEinstellmöglichkeitenEinstellmöglichkeiten

 

 

Das praktische an diesem Aktiv-Sub: Wir können darauf verzichten eine Remoteleitung zu suchen, denn er verfügt über einen separaten „Auto on“ Schalter, der den Subwoofer automatisch aktiviert, sobald ein High-Level Signal erkannt wird! Das heißt wir sind mit minimalem Aufwand bereits betriebsbereit.

 

 

erste Hörprobe

 

Und so geht´s mit großen Erwartungen an die ersten Hörversuche. Nach gefühlten 400x Öffnen und Schließen der Heckklappe, nachjustieren von Pegel, Filter und Phase war´s dann soweit, dass ich zufrieden war.

 

Jetzt kommt der schwierige Teil: Euch zu beschreiben wie es klingt, denn das ist eben höchst subjektiv. Klar ist auf jeden Fall, dass er wesentlich mehr Power hat und einen „spürbaren“ Bass liefert. Bei richtiger Einstellung und passendem Lied reicht es auf jeden Fall, um den Rückspiegel vibrieren zu lassen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass man aus diesem kleinen Ding so viel rausholen kann.

 

Das Ergebnis war auf jeden Fall so gut, dass ich beschlossen habe ihn vernünftig einzupassen, da die Tendenz klar dahin geht ihn zu behalten. Also muss jetzt noch ein Gewindestift dran glauben. Kurz angesägt, einmal mit dem Hammer geklopft – weg ist der Gewindestift. Etwas dünnen Filz darüber, damit er den Sub nicht zerkratzt und jetzt passt der Axton rein, steht so fest und spielfrei, dass man ihn nicht einmal zusätzlich sichern muss und der Ladeboden schließt bündig mit dem neuen Sub ab.

 

eingebauter Axton von obeneingebauter Axton von obenKlappe zu - man sieht nichtsKlappe zu - man sieht nichts

 

 

Fazit

 

Für mich eine wesentliche Verbesserung zu vorher. Netter Nebeneffekt – durch Entfall des Bordwerkzeugs und der kompakten Abmessung bleibt unter dem Ladeboden jetzt mehr Raum für meine ganzen Kleinutensilien :D

 

Da ich ihn jetzt schon ein paar Tage drin habe (in denen man ja immer nochmal ein wenig hier und da nachjustiert) und ich verschiedenste Titel gehört habe, bleibe ich bei dem Fazit, dass es ein echter Zugewinn ist und mir das Musikhören wieder deutlich mehr Spaß bereitet. Das ganze für 150€ und ca. 2 Stunden Arbeit – was will man denn mehr?

Ein wenig Zeit kann man sich sparen, wenn man gleich ordentlich verkabelt und alles verlegt - denn das muss ich jetzt erst hinterher noch machen, da ich ja nicht wusste, ob das Ergebnis überhaupt zufriedenstellend ausfällt.

 

Nachteile?

 

Ja, 2 kleine Nachteile gibt es tatsächlich. Wer hin und wieder die andere Seite des Ladebodens benutzt, bekommt diesen dann nicht mehr bündig aufgelegt. Denn dann fehlt der 1cm, der sonst unten hohl ist, wenn die Filzseite nach oben zeigt. Aber auch das kann man verschmerzen.

 

 

bei umgedrehtem Wendeladeboden passt es nicht mehr ganzbei umgedrehtem Wendeladeboden passt es nicht mehr ganz

 

 

Der 2. Nachteil: Wer das Limit des Sub ausnutzen will, der wird öfter mal den Bassregler im MMI verstellen müssen. Denn das Signal, welches am originalen Sub ankommt, verläuft nicht linear zur generellen Lautstärke. Hier wird wohl im originalen Audi Verstärker der Pegel im unteren Bereich gepusht (Loudness), bzw. im oberen Bereich zurückgeregelt, um den Sub nicht zu übersteuern.

Was heißt das konkret? Stellt ihr den Axton über den Gain so ein, dass er bei hoher Lautstärke am Limit spielt, habt ihr beim zurückdrehen auf leiser Lautstärke einen ziemlichen Bass-Überschuss. Regelt ihr den Bass so ein, dass es bei leisen Pegeln passt, verschenkt ihr Potenzial des Axton.

 

Das heißt wenn es mal laut wird, entweder kurz den Bass im MMI um 2-3 Punkte erhöhen, oder einfach den goldenen Mittelweg nehmen. Ich habe mich schon nach wenigen Tagen ganz gut damit arrangiert.

 

Vielleicht hat ja der ein oder andere Lust das ganze nachzustellen und ich habe ihm damit eine gute Möglichkeit gezeigt, wie man für unter 200€ und wenig Aufwand das Audi Sound System etwas aufbessert. Zudem ist es in weniger als 30min spurlos zurückgebaut, so dass man auch am Leasingende nichts zu befürchten hat.

 

Gruß Jürgen

 

 

edit/Nachtrag 09.10.2017:

 

Es gibt mittlerweile einige, die von Problemen mit dem Auto-on am High-Level berichtet haben, so dass der Sub nicht immer zuverlässig anspringt. Ich habe das Problem nur in ganz wenigen Fällen und selbst dann springt der Sub meist doch noch nachträglich (in der Regel immer nach einem Zyklus der Start-Stopp-Automatik) an. Wer das Problem hat, kann es natürlich umgehen, in dem er den "normalen" Remote des Subs benutzt und mittels Zündplus verbindet.

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31.05.2017 19:51    |    Designs    |    Kommentare (13)    |   Stichworte: A4, Audi, Auto Shampoo, B5/8D, Fahrzeugreinigung, Koch Chemie, Nano Magic

Koch Chemie – Nano Magic Shampoo

 

Koch Chemie - Nano Magic ShampooKoch Chemie - Nano Magic Shampoo

 

Nachdem mein bisheriges Auto Shampoo (Devil Gloss) leer ist, wollte ich zwischendurch mal was Neues testen. Und warum nicht mal etwas ausprobieren, das Waschen & Wachsen verbindet.

 

Da ich immer wieder mal Positives über die Produkte von Koch Chemie gelesen habe, wird es Zeit auch davon mal was genauer anzusehen. Und so habe ich jetzt ein umfangreiches Set von Koch Chemie parat stehen.

Und was macht man an einem sonnigen Samstag vormittag? Klar.. Auto waschen. :D

Erstmal zu den hard-facts: Die Flasche hat einen Inhalt von 750ml, kostet rund 10€ und ist laut Beschreibung das „unangefochtene High-Tec Shampoo zur gründlichen Glanzreinigung und Langzeitkonservierung in nur einem Arbeitsgang“

 

Hoho.. große Worte :D

 

Zur empfohlenen Dosierung heißt es: ca. 50ml auf 10 Liter Wasser geben und das Fahrzeug mit einem Schwamm waschen. Ok – mach ich dann einfach mal so. Nach Adam Riese heißt das, dass die Flasche gut ist für 15 Wäschen á 10 Liter, sprich einen Kübel voll. Macht für die Rechenfüchse unter euch knappe 70 cent pro Wäsche – akzeptabel.

Den direkten Link zur Herstellerseite findet ihr hier: http://www.koch-chemie.de/Privatkunden/Produkte/NanoMagicShampoo.html

 

 

Let´s go!

 

Also warmes Wasser in den Kübel, Flasche aufschrauben – und erstmal schnüffeln. Riecht tatsächlich gut und irgendwie bekannt, auch wenn ich es im ersten Moment nicht zuordnen kann. Nachdem ich lange überlegt habe, woher ich diesen Geruch kenne, fiel es mir beim Öffnen der nächsten Dose „Monster“ ein – irgendwie geht das in Richtung Energy-Drink. :D

Das Shampoo hat eine giftgelbe Farbe, so dass es selbst gemischt im Eimer noch einen ordentlichen Gelbton hat und schon irgendwie fies aussieht.

 

 

Alles bereit zum WaschenAlles bereit zum Waschenangemischtes Waschwasserangemischtes Waschwasser

 

 

Mein Allroad ist jetzt nicht super schmutzig, aber was soll´s – das ist ja kein Hindernis. Zum Waschen benutze ich wie üblich meinen Meguiars Microfaserhandschuh, den ich schon lange habe, ihn aber immer noch gerne mag. Das Shampoo gibt einen guten Schaum und mit kurzer Einwirkzeit lässt sich der (wenige) Schmutz – in erster Linie waren es Insekten auf der Front - wirklich gut abwaschen. Da hatte ich aber auch sonst nie große Probleme. Nachgespült wird mit einer Gießkanne und klarem Wasser.

 

 

Einmal eingeseiftEinmal eingeseift1. Spülgang mit klarem Wasser1. Spülgang mit klarem Wasser

 

 

Man merkt schon beim Nachspülen, dass ein gewisser Wachs-Perl-Effekt auftritt. Restliches Wasser habe ich dann mit dem Orange Baby Trockentuch abgewischt. Und tatsächlich steht der Allroad schon nach 20min wieder blitzblank in der Einfahrt. So eine wirkliche Herausforderung war das aber nun nicht. Er war wie gesagt nicht übermäßig schmutzig und das Auto ist gerade mal 5 Wochen alt..

Der Kübel ist allerdings noch halbvoll und daneben steht unser alter, blauer A4 – auch Zicken-Taxi genannt. Dreckig von oben bis unten, immer draußen stehend und nach 16 Jahren und viel Kindergartenfahrten und Supermarktparkplätzen nicht mehr der gepflegteste Lack. So gesehen das wesentlich bessere Testobjekt.

 

 

Klappe, die Zweite!

 

Also nochmal den Handschuh geschwungen und das Programm wiederholt. Waschen – Spülen – Nachtrocknen. Und ganz ehrlich – ich bin etwas überrascht. Es bleiben keine Schleier, keine Schlieren und relativ viel Tiefenglanz und eine glatte Oberfläche als Ergebnis stehen.

 

 

mit dem Orange Babies getrocknetmit dem Orange Babies getrocknetStreifenfreie MotorhaubeStreifenfreie Motorhaube

 

Dafür dass der Lack schon lange nicht mehr poliert wurde, ein tolles Ergebnis! Verantwortlich dafür dürfte wohl der Inhaltsstoff Quaternium 80 sein, ein kationisches Silikontensid, das häufig auch Anwendung in Haarshampoos bzw. Konditioner findet, das verrät zumindest Google nach kurzer Recherche. Wer also ein silikonfreies Produkt möchte, ist hier falsch.

 

Die folgende Nacht hat es geregnet – also früh morgens gleich mal nachsehen, was die Wassertropfen machen. Und auch da perlen sie schön ab.

 

 

Reste des NachtregensReste des NachtregensAm Morgen nach dem RegenAm Morgen nach dem Regen

 

2 Tage später…

 

… fuhr ich mit meinem A4 Allroad eine längere Strecke und musste nachts 200km Autobahn zurücklegen. Auch da hat es dann angefangen etwas zu regnen. Da kam dann die nächste Überraschung. Bei Tempo >100km/h war ein Scheibenwischer völlig überflüssig. Die Tropfen flogen einfach so nach hinten weg, wie ich das sonst nur von einer Scheibenversiegelung ala Rain-X kenne. Die verwende ich in der Regel aber nicht besonders gerne, da mir der Schmiereffekt auf der Windschutzscheibe nicht gefällt. Das konnte ich bei späterem Wischereinsatz aber hier erstmal nicht feststellen.

 

 

10 Tage später…

 

Gestern und auch heute hat es wieder einmal geregnet. Trotzdem - nach über 1 Woche wäscht der Regen Blütenstaub und Schmutz noch recht zuverlässig vom Lack ab. Viel mehr erwarte ich von einem Shampoo eigentlich nicht, denn dass man es nicht mit einer von Hand einmassierten Wachspflege zu tun hat, ist klar. Und das Auto sieht immer noch sauber aus und wurde zwischenzeitlich nicht gewaschen!

 

10 Tage später...10 Tage später...... immer noch glänzend... immer noch glänzend

 

 

Mein Eindruck

 

In der Tat recht positiv. Ich habe jetzt bisher nicht unzählige Shampoos getestet, aber gegenüber einem „herkömmlichen" Auto-Shampoo gefällt mir das Nano Magic sehr gut. Rein aufgrund des Ergebnisses und der Anwendung finde ich das eine Empfehlung wert und ich denke ich werde mir das nochmal bestellen.

Wenn hier auch schon jemand Erfahrungen damit gemacht hat, würde ich mich über weitere Meinungen freuen!

 

Da ich wenig Hintergrundwissen zu den chemischen Zusammensetzungen habe, kann ich leider keine große Bewertung zu den Inhaltsstoffen vornehmen, freue mich aber über jeden erhellenden Kommentar dazu!

 

Gruß Jürgen

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07.05.2017 11:25    |    Designs    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: A4, Audi, B5/8D, Endurance, Meguiars, Reifenpflege, Tire Gel

Gehört bei euch die Reifenpflege zu einem sauberen Auto?

Des Deutschen Liebling wird ja regelmäßig gewaschen und gepflegt. Natürlich innen wie außen – aber was ist mit den Reifen? Gehören die dazu, oder nicht? Hier gibt es geteilte Meinungen, deshalb würde mich eure Meinung interessieren. Gehört Reifenpflege zum Sonntagsprogramm, oder nicht? Ein Muss für ein sauberes Gesamtbild oder eher Erscheinungsbild eines Kiesplatzverkäufers?

Für mich gehört das dazu. Glänzender Lack und grau-matte Reifen mit braunen Spuren drauf trüben das Gesamtbild. Was für Mittel nehme ich und wie kann man sie anwenden?

 

Begonnen habe ich mit diversen billigen Baumarkt Reifenschaum-Sprühdosen. Bringt kurzzeitigen Glanzeffekt, der aber nach wenigen Tagen, spätestens nach dem ersten Regen komplett verschwinden. Und so habe ich mich durchgetestet und bin letztendlich bis jetzt beim Meguiars Endurance tire Gel hängen geblieben, das ich seit einigen Jahren nutze.

Deshalb hier jetzt ein kurzer Erfahrungsbericht zur Anwendung und zum erzielten Ergebnis.

Damit man den Effekt etwas besser sieht habe ich das ganze an unserem alten A4 B5 getestet, der in Sachen Pflege ehrlich gesagt immer zurückstecken muss. Die Reifen werden also nicht permanent damit behandelt und somit ist das Ergebnis vergleichbar mit jedem, der das Mittel zum ersten Mal benutzen würde. Eine Hälfte des Reifens wurde mit dem Mittel behandelt, die andere nicht.

 

 

Kosten

 

Das Mittel ist an sich extrem ergiebig. Die Flasche ist jetzt zu dreiviertel leer, es ist allerdings immer noch meine erste Flasche, die ich nun seit ziemlich exakt 4 Jahren (!) nutze. Die Flasche kostet rund 13€. Alle paar Wochen nutze ich die an meinem Hauptfahrzeug und nebenbei auch noch an unserem Cabrio. Wer also Reifenpflege als unnötige Geldausgabe ansieht – das sei hiermit widerlegt, denn die Kosten sind verschwindend gering.

 

Anwendung

 

Aufgetragen wird das Gel am besten mit einem Schwamm. Ich nehme dazu einen einfachen Küchenschwamm. Die gibt es in kleiner Ausführung bei diversen Billiggeschäften (z.B. KIK) im 20er Pack für unter 2€. Diese wandern dann nach einer Anwendung direkt in den Müll. Das Gel einfach in geringer Menge auf den Schwamm auftragen und gleichmäßig an der Flanke verreiben. Lieber öfter auf den Schwamm auftragen, als zu viel nehmen. Sonst sammelt sich (je nach Reifenkontur) das Gel in Rillen oder Kanten an.

Über die Menge kann man natürlich auch steuern, wie stark der Glanz der Reifen ist, wobei ich aus 2 Gründen davon abrate zuviel zu nehmen.

Erstens: Ein Hochglanz-Reifen sieh in der Tat etwas überzogen aus. Ich möchte einfach nur sattes schwarz mit maximal „leichtem“ Glanz. Der zweite Grund ist, dass ein Überschuss besonders bei Regen durch die Zentrifugalkraft nach außen getragen wird, was gleichmäßige Spuren nach außen zieht und dann wirklich nicht schön aussieht.

Wer möchte, kann nach etwas Einzugszeit den Überschuss auch vorsichtig mit einem weiteren, trockenen Lappen etwas abreiben und damit den Glanz nochmals reduzieren, was ich bei diesem Versuch nicht getan habe.

 

 

 

 

 

 

Wie lange hält das Gel

 

Die Dauer des Effekts ist natürlich stark wetterabhängig. Und das war leider nicht ganz optimal für diesen Test. Das Fahrzeug steht Tag und Nacht draußen, also nicht überdacht und zwischen dem ersten Bild und dem Endbild nach gut 2 Wochen lag viel Regen, leider auch Schneefall und daher etliche Kilometer auf nasser Straße.

 

Nach 4 Tagen

 

Ein paar Tage später ist der Unterschied zwischen behandelter und unbehandelter Seite noch sehr deutlich sichtbar. Der Reifen zeigt immer noch sattes schwarz.

 

 

 

 

 

 

Nach 2 Wochen

 

Wie gesagt - das Wetter war mehr als bescheiden. Hier ist nach 2 Wochen nur noch ein sehr geringer Unterschied in der Farbe zu erkennen. Wenn man allerdings etwas Wasser darauf gibt, sieht man sehr deutlich, dass auf der behandelten Seite ein deutlicher Perleffekt des Wassers sichtbar ist. An der „Tubeless“ Schrift sieht man auch den angesprochenen Effekt der radialen Schlieren, wenn man dort etwas zuviel Gel aufbringt.

 

Wenn das Wetter mitspielt und man nicht hunderte Kilometer im Regen fährt, hält die Optik des Gels rund 4 Wochen an. Aber dann ist meistens auch wieder eine Wäsche fällig, also kann man beruhigt nochmals etwas nachbessern.

 

 

 

 

 

 

Fazit

 

Wie gesagt zählt das Meguiars Tire Gel für mich bisher zu den Favoriten, was Reifenpflege angeht. Alle anderen Reifenschaumsprühmittel aus Discounter oder Baumarkt konnten das bisher nicht leisten. Zudem ist der gezielte Auftrag mit dem Gel wesentlich besser, als Sprühschaum, der sich nebenbei noch gleichmäßig auf Felge und Pflastersteinen verteilt.

 

Gruß Jürgen

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25.04.2017 12:38    |    Designs    |    Kommentare (9)    |   Stichworte: A4, Audi, Audi Forum, B9 Allroad, Ingolstadt, museum mobile, Quattro

Der Neue ist da!

 

Knapp 4 Monate Wartezeit sind vorbei – und die können lange sein. Besonders wenn die letzten Tage anbrechen und alles geplant ist, steigt die Nervosität ein wenig.

 

3 Tage vorher habe ich meinen Q5 abgegeben und dann übergangsweise mein altes Audi Cabrio genommen. Zulassung und Kennzeichenübernahme haben problemlos geklappt, alles war vorbereitet. Mit unserem zweiten A4 sind wir dann vollgepackt mit der ganzen Familie Richtung Ingolstadt gepilgert. Und so ganz nebenbei kommt man da schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

4 Personen, ein Kofferraum voll (und wenn ich voll schreibe, dann meine ich auch voll!) Gepäck und 101 PS unglaubliche Leistung aus 1.6 Liter Sauger-Hubraum. Da wird Beschleunigung neu definiert... :D

 

Aber egal – zurück zur Sache. Nach einer Übernachtung nahe Ingolstadt ging es am entscheidenden Vormittag, dem Tag vor dem Osterwochenende, früh los. Den Tagesablauf kann man mittlerweile bereits im voraus online komplett planen, was ich natürlich auch getan habe.

 

8:15 Uhr – Audi Forum Ingolstadt

 

Check in – Frühstück – Werksführung – Mittagessen – Fahrzeugübergabe – Museum. So war der Plan. Nachdem wir also schon frühzeitig das Audi Forum betreten haben und uns am Online-Check-in gemeldet haben, war der erste Part schnell geregelt.

Nach Abgabe der Kennzeichen und Dokumente wurde der Tagesplan so bestätigt. Jeder bekommt sein „all-inclusive“ Bändchen, unsere Tochter noch einen kleinen Audi-Kuscheltier-Wolf und der erste Programmpunkt lautet Frühstück! Und das ist lecker und ausgiebig. Es bleibt ja auch genug Zeit, denn erst um 10:30 geht es los mit der Werksführung.

 

Mittlerweile habe ich noch die Monitore beobachtet, auf denen die Namen der einzelnen Abholer in zeitlicher Reihenfolge vor sich hin blättern. Nur irgendwie fehlte hier ein Name – und zwar meiner. Ist da was schiefgelaufen? Nachfragen kostet ja mal nichts.

„Entschuldigung, wäre es Grund zur Besorgnis, wenn mein Name am geplanten Termin noch nicht auf dem Monitor erscheint?“ – Die nette Dame antwortet mit „Ja, eigentlich schon… lassen Sie mal Ihr Tagesticket sehen, dann werde ich das prüfen“ – Klingt nicht sehr ermutigend, also überreiche ich etwas skeptisch das Tagesticket – „Ah, da haben wir es schon. Ihr Fahrzeug befindet sich gerade noch in der Aufbereitung (komisch, ganz neu und schon schmutzig? :D), sobald er fertig ist, wird er freigegeben und Ihr Name erscheint.“

 

Und schon bin ich wieder etwas beruhigt. Bis zur anstehenden Werksführung gab´s dann noch Zeit ein paar der Fragen zur Kinder-Oster-Rallye zu beantworten, beim Young&fun mit dem Fahrsimulator zu spielen oder die gerade vorhandene Design-Ausstellung genauer anzusehen, während nun auch mein Name am Monitor erscheint.

 

10:30 Uhr – Werksführung

 

Die Führung „von der Hochzeit zum Lenkrad“ war die einzige Führung, die online buchbar war. Ich bin ja nicht das erste Mal dort und habe nun schon etliche Führungen mitgemacht. Trotzdem ist es nie langweilig. Die Logistik, die erforderlich ist, um so einen Produktionsablauf zu koordinieren ist schon enorm. Trotzdem empfinde ich den Bereich des Presswerks (den wir diesmal leider nicht besichtigt haben) mit am interessantesten. Wenn tonnenschwere Blech-Coils angeliefert werden und riesige Kuka-Roboter die gestanzten Bleche durch die Anlagen manövrieren, ist das schon sehr imposant. Für unsere 9-jährige war es jedenfalls die erste Führung und sie war sichtlich interessiert und beeindruckt, wie so ein Audi entsteht.

 

11:30 Uhr – Freizeit

 

Die Spannung steigt und wir haben spontan beschlossen noch einen kurzen Abstecher ins Museum mobile zu machen, um die letzten Fragen der Osterrallye zu klären. Anschließend ab zum Mittagessen – obwohl ich ehrlich gesagt nach dem üppigen Frühstück (vielleicht auch wegen leicht steigender Aufregung) kaum Appetit hatte.

 

13:15 Uhr – Auf zur Fahrzeugübergabe

 

In 15 Minuten ist es soweit. Für gewöhnlich sollte das Auto schon parat stehen, ich konnte ihn aber nicht entdecken, also steht er wohl (hoffentlich) in einer der hinteren Reihen, die von oben aus nicht einzusehen sind - und so war es dann auch. Während ich ungeduldig warte, bekommt unsere Tochter für die gelöste Oster-Rallye noch eine mit einem Audi Gekko bedruckte Brotzeitbox als Geschenk.

 

Und dann wird mein Name aufgerufen. Der Moment, wenn es dann anfängt zu kribbeln, man im Kopf immer noch das Bild des Konfigurators hat und man ihn nun endlich „live“ sehen möchte. Eine junge Dame nimmt uns in Empfang und bringt uns die Treppen hinunter zu den Fahrzeugen. Und dann ist er da, der Augenblick, an dem man ihn das erste Mal sieht, und man plötzlich weiß, dass man wohl alles richtig gemacht hat und sich die Stunden im Konfigurator gelohnt haben.

 

Die Einweisung ist mittlerweile recht umfangreich geworden, was anhand der heutigen Assistenzsysteme und Connect-Diensten kein Wunder ist. Glücklicherweise kannte ich vom Q5 schon einiges, bzw. auch durch die vorhergehenden Probefahrten. Da dies im Rahmen der Online-Buchung der Abholung schon angegeben wurde (es wird nach dem bisherigen Fahrzeug gefragt, damit die Einweisung darauf angepasst werden kann) sollte diese Info auch weiter kommuniziert werden. Die Dame wusste jedenfalls von nichts, war aber wohl erleichtert die Bedienung der Assistenzsysteme nicht komplett erklären zu müssen.

Zur Demonstration der Funktionen der Assistenzsysteme gibt es mittlerweile einen eigenen Raum im Bereich der Fahrzeugübergabe. Dort kann man sich einfinden, Fahrzeug u. bestellte Assistenzsysteme angeben und bekommt diese dann anhand von Videos erklärt. Nur schade, dass auch diese Info vorher keiner an uns weitergegeben hat. Im Rahmen des Informationsflusses kann da wohl also noch nachgebessert werden…

 

Wer hier allerdings technisch unbedarft bestellt und ebenso blank zur Abholung erscheint, wird sowieso völlig überfordert sein. Ich fürchte da werden die jeweiligen Audi Händler noch viel Service im Nachhinein leisten müssen…

Immerhin kann ich mich im großen und Ganzen nicht beschweren, auf nahezu alle Fragen habe ich auch kompetente Antworten erhalten – wohl wissend, dass es da auch ganz andere Fälle gibt…

 

Und so verlasse ich dann ca. 45min später die Halle und fahre die ersten Meter – und so ein wenig kribbelt es immer noch. :)

 

14:30 Uhr – ICH WILL FAHREN!

 

Eigentlich wollten wir nochmals durchs Museum – aber ich hab´s ja schon ein paar Mal gesehen. Und so entschließen wir uns doch nach einem weiteren Cappuccino das ganze abzuschließen und die Heimreise anzutreten, denn eigentlich will ich jetzt nur noch Fahren..

Und so geht´s die ersten Kilometer quer durch Ingolstadt, wobei man ehrlicherweise (eigentlich gar nicht so ungefährlich) mit einem Auge immer am MMI oder dem Virtual Cockpit hängt und alles mögliche ausprobiert.

 

1 Woche später…

 

Direkt am nächsten Tag ging es los zu einem kurzen Osterurlaub und so habe ich nach 1 Woche die ersten gut 700km hinter mich gebracht. Der Allroad begeistert mich wirklich. Da ich ihn langsam einfahren möchte, sind höhere Drehzahlen bisher noch nicht drin gewesen. Einiges Landstraße, ein gutes Stück Autobahn mit 130-170km/h und ein Durchschnittsverbrauch von aktuell rund 8,5 Liter sind erstmal akzeptabel.

 

Er ist sehr komfortabel, extrem leise und die Assistenzsysteme, speziell der Stauassistent, sind einfach klasse, das Matrix LED genial. Doch so ein paar Kleinigkeiten fallen dann doch auf, wenn man die gewohnten Dinge aus dem Vorgänger mit ins neue Auto einräumt.

 

Zum Beispiel fehlt mir der Schlitz für die Geldstücke, da ich darin immer meinen Einkaufschip stecken hatte. Auch das Fach im Himmel für die Sonnenbrille gibt es hier nicht mehr.

Der Zugriff auf Apple Car Play bzw. die Apps dazu könnte komfortabler sein. Hört man gerade Spotify und wechselt dann kurz zur Navi Karte, muss man erst wieder ins Menü, Carplay aufrufen usw.. Das könnte einfacher gestaltet sein. Spotify zickt auch öfter mal, bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob´s nicht an meinem Iphone liegt.

Auch die Sprachbedienung innerhalb von Apps (Spotify, Prime Music) wäre toll, funktioniert aber so nicht.

Auf den Schnellzugriffstasten sollte man auch bestimmte Menüpunkte oder Apps speichern können. Gleiches gilt für die frei belegbare Taste am Lenkrad. Hier sollte man wirklich „frei“ wählen können und nicht nur innerhalb der geringen Auswahlpunkte, die für mich alle irrelevant sind.

Das Audi Sound System ist gut und klingt vernünftig, kommt an das ASS im Q5 aber leider nicht mehr heran, gerade was den Bass betrifft.

 

Aber das sind wirklich keine Faktoren, die mich groß stören oder den Spaß verderben. Ich freue mich momentan täglich darauf einzusteigen und loszufahren und ich hoffe das bleibt auch noch eine ganze Weile so!

Es gibt sicher mal den ein oder anderen Bericht darüber..

 

Wer noch weitere Bilder sehen möchte, die ersten Fotos bei halbwegs gutem Wetter gibt's in meinem Fahrzeugprofil:

http://www.motor-talk.de/fahrzeuge/1111562/audi-a4-b9-allroad

 

Grüße Jürgen

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02.02.2017 12:40    |    Designs    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 8R, Audi, Q5

80.000 im Audi Q5 - ein Fazit

 

 

Nun ist es fast 4 Jahre her, dass ich meinen Audi Q5 in Ingolstadt abgeholt habe. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Gut erinnern kann ich mich aber immer noch auf die langen Stunden, die ich im Konfigurator verbracht habe, die Vorfreude, die bei 3 Monaten Lieferzeit teilweise schon schwer zu ertragen war und den alles in allem gelungenen Tag in Ingolstadt.

 

Mittlerweile ist die Euphorie natürlich verstrichen und der Q5 ist ein täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, an Familienausflügen oder zu den Wochenendeinkäufen. Der Tacho zeigt inzwischen knappe 80.000km an. Ich bin also mit rund 20tkm Jahresfahrleistung, dank relativ geringem Arbeitsweg, kein Kilometerfresser, aber doch fast täglich damit unterwegs.

 

Was bleibt also von der anfänglichen Begeisterung übrig? Frust oder Zufriedenheit? Welche Ausstattungen haben sich im Alltag bewiesen, worauf hätte man verzichten können? All das will ich hier einmal Revue passieren lassen, denn er wird uns demnächst verlassen, da ich mir etwas neues bestellt habe.

 

 

Facts:

 

Erstmal zu den Facts:

Es ist ein Audi Q5, 2.0TDI, Handschalter, Quattro (177PS) mit EZ 04/2013

Zur Serienausstattung gabs noch rund 14.000€ an Extras, z.B. das Designpaket in schwarz, das große MMI/Navi, S-Line Ausstattung mit Sportfahrwerk/Teilledersitzen/abgeflachtem Lenkrad/schwarzem Dachhimmel/19" Rädern, Sitzheizung, das Assistenzpaket mit ACC, Lane Assist, PDC + Rückfahrkamera, FSE Bluetooth online mit Google Earth u. Connect Diensten, Xenonscheinwerfer, verschiebbare Rücksitzbank, Lichtpaket, Keyless Go, Anhängerkupplung und Privacy Verglasung und noch ein paar Kleinigkeiten..

 

 

Zuverlässigkeit:

 

Das Wichtigste zuerst - denn die Freude am Fahrzeug vergeht als erstes, wenn die Zuverlässigkeit einen im Stich lässt und man - womöglich noch mit der ganzen Familie an Bord - einen unvorhergesehenen Zwangsstopp einlegen muss. Und in diesem Fall wird das Kapitel kurz. Denn es gab innerhalb der ganzen 80.000km nicht einen Zwischenfall, der mich zu einem unvorhergesehenen Werkstattaufenthalt gezwungen hat, oder gar in einer Panne endete.

Wir waren mit unserer „Quh“ in ganz Deutschland unterwegs, von der Ostsee bis nach Garmisch-Partenkirchen, von Dortmund bis zur tschechischen Grenze, wir waren damit in Österreich, in der Schweiz, haben die Dolomiten und verschiedenste Pässe überquert, sind in Frankreich mitten durch Paris gegondelt, weiter in die Normandie, waren in Slowenien, an den felsigen Küsten Kroatiens, an Campingplätzen an der italienischen Adria – aber jederzeit mit einem guten Gefühl und keinem Gedanken daran, dass er uns im Stich lassen könnte.

Der Q5 hat also nicht enttäuscht, sondern bestätigt das, was ich bisher (3x auf Holz geklopft) in allen vielen Audi Jahren immer wieder erlebt habe - Robustheit und Zuverlässigkeit. Vielen Dank!

 

 

Von nice2have bis überflüssig..

 

Wer schonmal sein neues Auto im Konfigurator zusammenstellt hat, kennt das - man hat ja so sein eigenes Limit im Budget gesetzt und irgendwann kommt der Punkt, an dem man beginnt gewisse Ausstattungsoptionen gegeneinander abzuwägen. Was brauche ich, was ist wichtig, worauf kann ich nicht verzichten... Und da muss man sich dann auf Verkäufer oder die Erfahrung anderer verlassen und hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.

 

Was also war genau richtig, was habe ich vermisst, was nicht gebraucht:

 

- Definitiv nicht verzichten würde ich auf die Xenonscheinwerfer (die in aktuellen Autos ja schon durch die LED Technik ersetzt wurden)

 

- die ACC mit Distanzregelung benutze ist ständig, obwohl das natürlich mit dem Handschalter wesentlich eingeschränkter möglich ist. Aber da der TDI ab Tempo 70-80 gut im 6. Gang klar kommt, entfällt das Schalten ab dieser Geschwindigkeit sowieso.

 

- Die Rückfahrkamera ist gerade durch das hohe Heck eine wirkliche Erleichterung. Klar, es geht auch ohne, für mich aber ein tolles Feature!

 

- Bluetooth online, also das Paket aus Telefon, Navi und Onlinediensten mit WLAN Hotspot war sein Geld wert. Der Hotspot wird oft von meiner Familie genutzt (da keine eigenen Datentarife), die Navi Darstellung per Google Earth wirkt um Welten hochwertiger, die "Verkehrsdaten online" sind ein super schneller Service und zeigen die frequentierten Strecken wunderbar an. Die restlichen verfügbaren Connectdienste wie das Wetter oder die Tankstellenpreise nutze ich dagegen nie, aber die sind eben enthalten. Genauso wie..

 

- der Active Lane Assist: Das war ein Feature, auf das ich mich gefreut hatte. Spurerkennung, Warnung beim Verlassen und selbstständige Korrektur, wenn auch nur für sehr begrenzte Zeit, wenn man die Hände nicht am Lenkrad hat. Das klang echt gut, war aber im Realbetrieb umso enttäuschender. Sobald man sich nicht akkurat auf der Fahrspur befindet, fängt er an mit unterstützenden Kräften am Lenkrad zu korrigieren. Egal ob man den Eingriffszeitpunkt auf früh oder spät schaltet, auf engeren Landstraßen ergibt sich damit ein extrem unsicheres Fahrgefühl. Auf breiten Autobahnen ist das System ganz gut nutzbar und zwingt auch jeden notorischen Blinkmuffel zum Benutzen des Blinkers, trotzdem konnte ich mich nicht damit anfreunden und habe das System zu 95% deaktiviert.

 

Ich hätte den Lane Assist im Assistenzpaket lieber gegen den Side Assist getauscht, den ich jetzt nicht hatte, aber die Wahl gab sich nicht. Immerhin hat es durch den Paketpreis nichts extra gekostet, das wäre sonst rausgeworfenes Geld gewesen

-Die Rücksitzbank Plus: ein kleines aber tolles Feature, das für 350€ extra eine dreiteilig klappbare Rückbank bietet, die längs verschiebbar ist. Und schon öfter fehlte der besagte Zentimeter, um die Klappe noch schließen zu können. Einfach die eine Hälfte der Rückbank ein Stück nach vorne geschoben, Klappe zu, fertig!

 

-Keyless Go gehört ebenso zu den Extras, die ich nicht mehr missen möchte. Man gewöhnt sich so sehr daran, dass es mir mit anderen Autos ständig passiert, dass ich nach dem Aussteigen merke, dass der Schlüssel noch im Zündschloss steckt, oder dass ich das Auto öffnen will und dann erst den Schlüssel in der Tasche suche, um aufzusperren.

 

- Das Audi Sound System ist eine absolute Empfehlung. Ich höre gerne Musik und mag es auch mal etwas basslastiger. Hier hämmert das ASS ganz ordentlich rein, bringt in Sachen Bass sogar mehr Druck, als seinerzeit das optional nochmal rund 1000€ teurere B&O. Wer noch mehr Wert auf Klang und Präzision legt, sollte natürlich zum B&O greifen. Meines Erachtens fährt man aber mit dem ASS schon recht gut.

 

Tatsächlich fällt mir eigentlich sonst nichts ein, was ich an meiner Konfiguration tauschen würde. Klar, es gibt da noch ein paar Extras, die sicher nicht schlecht gewesen wären. Standheizung, Side Assist, vielleicht die S-Tronic (die mich damals aber nicht überzeugte), abblendbare Seitenspiegel, automatische Heckklappe – ich habe aber ehrlich gesagt nichts davon wirklich vermisst.

 

 

Motor, Fahrleistung, Verbrauch

 

Der TDI mit 177PS war seinerzeit der zweitkleinste Motor und ist für die Größe des Fahrzeugs sicher nicht überdimensioniert. Der Q5 wird damit nicht zum Rennwagen, aber man kommt bequem und zügig von A nach B, hat genug Reserven für Überholvorgänge auf den Landstraßen und das zu einem adäquaten Verbrauch.

Der lag im gesamten Mix bei 7,8l/100km. Mit viel Mühe und ruhiger Fahrweise auf Landstraßen konnte man mit 6,5 Litern auskommen, bei langen Autobahnetappen mit „digitaler“ Fahrweise lag der Vebrauch bei ca. 10 Liter. Speziell Autobahnfahrten über 140km/h ließen den Verbrauch aufgrund der großen Stirnfläche schnell ansteigen. Bis 180km/h geht alles noch ganz gut, bewegt sich die Nadel Richtung 200km/h ist etwas Geduld gefragt. Ca. 220km/h Top Speed (laut Tacho) waren in der Ebene fast immer möglich, mit viel Heimweh (bergab) und Rückenwind ging es bis 230km/h. Dann ist spätestens Schluss.

Dank Quattro sind Traktionsprobleme ein Fremdwort und darauf würde ich in keinem Fall verzichten, zumal wir auch im Winter hier im äußersten Süden Deutschlands durchaus mal größere Schneemengen bekommen.

Alles in allem waren das rund 6000 Liter Diesel für 8000€ und die ergeben einen CO2-Ausstoss von rund 205g/km. Macht dann glatte 10€ Treibstoffkosten pro 100km.

 

 

Kleine Schwächen gehören zur Persönlichkeit

 

 

Klappern und Scheppern ist für mich ein absolutes No-Go und wer Premium sein will, muss das im Griff haben. Der Schaltsack gehört da leider nicht dazu, denn im 6.Gang bei rund 2000U/min und bestimmten Temperaturen knarzte das Leder aufgrund der Vibrationen an einer bestimmten Stelle. Temporäre Abhilfe brachte nur großzügiges und regelmäßiges Einschmieren mit Lederpflege oder Vaseline. Ebenso gibt es teilweise eine leichte Vibration aus dem Bereich der A-Säule Beifahrerseite. Nicht immer und bisher nicht richtig lokalisierbar, aber für mich ein Störfaktor.

 

Die Kupplung beim Handschalter wurde oft als unterdimensioniert bezeichnet, viele hatten auch Probleme schon bei geringen Kilometerleistungen. Trotz Anhängereinsatz konnte ich bisher keinen Verschleiß feststellen, allerdings ist je nach Anfahrmethode im ersten Gang schon ein gewisses Kupplungsrupfen zu spüren, das jedoch von Anfang an. Meist, wenn man bei ca. 1300-1500U/min einkuppelt oder das Fahrzeug noch leicht rollt. Wenn man es weiß, kann man es aber umgehen – so gesehen für mich kein größeres Problem.

 

Die Reifendruckkontrolle arbeitet ja nur über die Raddrehzahlsensoren und spielte mir nun schon öfter einen Streich. Sie meldete Druckverlust an einem Reifen, obwohl keiner da war. Von den ca. 5 Fehlalarmen passierten 3 davon auf den Urlaubsreisen, was wohl an der stärkeren Beladung gelegen haben dürfte. Nach der zweiten Fehlmeldung geht man aber schon gelassener an die Sache ran, auch wenn man sich trotzdem nochmals davon überzeugt, ob alles passt.

 

Schmutzfänger sind die Dichtungen an den hinteren Türen. Da diese direkt den Abschluss zum Radlauf bilden, fängt sich dahinter alles möglich an Dreck ein, was erstens schrecklich aussieht, wenn man die Türen öffnet, und ebenso ungünstig zu entfernen ist. Auch die Seitenlinie des Q5 wird bei nassen Straßen extrem schnell und hoch eingesaut. Das Heck natürlich ebenso, aber das ist auch bei allen anderen Kombis der Fall. Ungünstig ist das jedoch für die Rückfahrkamera. Die Linse muss also nach längeren Fahrten im Nassen gereinigt werden, sonst ist auf dem Bildschirm nichts mehr zu erkennen.

 

Der Schadstoff-Ausstoß wurde dann plötzlich ein Thema beim großen Abgasskandal, der vor allem die EA189 Motoren (2.0TDI) und damit auch meinen Q5 betraf. Nach langen Berichten und Dokumentationen dauerte es gut über 1 Jahr, bis bei mir das Software-Update aufgespielt wurde, worauf ich nicht unbedingt scharf war. Leistungseinbußen oder Mehrverbrauch konnte ich nicht feststellen, aber häufigere Regenerationszyklen des DPF fallen auf – inwiefern diese auf lange Sicht Auswirkung haben, lässt sich jetzt nicht abschätzen.

 

 

Kosten

 

Zu den oben angesprochenen Kosten von rund 10€ pro 100km für Treibstoff, kommen noch Steuer und Versicherung (grob 1300€ pro Jahr), einmal TÜV (ca. 100€) und 3 Kundendienste (á rund 300€).

Dann noch 1 neuer Satz Sommerreifen (900€), die Winterreifen sind noch i.O und waren beim Kauf dabei. Sonst waren bisher keine weiteren Verschleißteile nötig.

Der größte Posten ist logischerweise der Wertverlust. Zieht man vom VK Preis von 53.600€ mal den Rabatt und den Restwert (verglichen mit ähnlichen Angeboten aus mobile/autoscout) ab, macht das nochmals ca. 20.000€ Verlust in 4 Jahren.

Addiert ergibt das einen Kostensatz von ca. 0,43€/km bei 4-Jahren und 80tkm Laufleistung. Wie ich finde ein durchaus akzeptabler Wert.

 

 

Abschied nehmen

 

Auch wenn die Vorfreude auf das nächste Auto siegt, wird es auch ein weinendes Auge beim Abschied geben. Einfach, weil wir unsere „weiße Quh“, von meinen Kindern liebevoll Liselotte getauft (in Anlehnung an die Kinderbuchserie), lieben gelernt haben und wir damit viele Erinnerungen verbinden.

Es ist ein tolles Fahrzeug, hochwertig, zuverlässig. Ich mag die hohe Sitzposition. Es gab einfach nichts großartiges zu bemängeln. Und dank guter Pflege sieht er auch immer noch fast aus wie neu. Bis auf 2 Waschanlagenbesuche hat er ausschließlich Handwäsche erhalten.

 

Wer also auf der Suche nach einem SUV ist – ich kann den Q5 wärmstens empfehlen.

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01.01.2017 19:15    |    Designs    |    Kommentare (24)    |   Stichworte: A4, Audi, Audi Q5, Quattro, Quattro Ultra, TDI

Audis neuestes Kapitel in der Quattro Geschichte heißt "Quattro Ultra". Den Zusatz "Ultra" kennt man bislang von den (vermeintlich) besonders sparsamen Versionen der TDI Motorisierungen. Was heißt das jetzt für den Quattro? Naheliegend ist ja irgendwie die Erkenntnis, dass auch diese Version weniger Sprit verbraucht, oder vielleicht einfach eine Sparversion des Quattros ist.

Irgendwie ist beides sogar ein bisschen zutreffend.

 

Zuerst einmal möchte ich hier die Version von Audi zitieren, so wie die besonders gute Effizienz des Quattro Ultra dort angepriesen wird (Quelle www.audi.de):

 

Den Effizienzgewinn machen zwei Kupplungen im Antriebsstrang möglich, die so angeordnet sind, dass der hintere Teil des Antriebsstrangs komplett abgekoppelt werden kann. Durch das Zusammenspiel dieser Kupplungen mit einer ausgeklügelten Betriebsstrategie bietet quattro mit ultra Technologie alle Vorteile des Frontantriebs, wenn die Fahrsituation keinen Allradantrieb erfordert. Dazu koppelt eine Kupplung am Getriebe die Kardanwelle zu den Hinterrädern ab und im Hinterachsgetriebe öffnet eine integrierte Trennkupplung. Damit sind die Hauptverursacher von Schleppverlusten am hinteren Antriebsstrang stillgelegt. So kann zum Beispiel bei konstanter Fahrt auf der Autobahn und guten Wetterverhältnissen Kraftstoff gespart werden. Für die Zuschaltung des Allradantriebs wird die stehende Kardanwelle in Sekundenbruchteilen durch die Kupplung am Getriebe auf die nötige Geschwindigkeit beschleunigt und die integrierte Trennkupplung im Hinterachsgetriebe wieder geschlossen. In der Folge steht der quattro-Antrieb immer schon bereit, bevor er benötigt wird und ohne dass die Umschaltung für den Fahrer spürbar ist.

 

Soweit zum Marketing der ganzen Sache. Klingt ja gut - aber was ist wirklich dran? Ich fahre seit mittlerweile 15 Jahre Quattro, den "echten" mit Torsen Mitteldifferential - und das aus Überzeugung. Ob ich skeptisch bin? Oh ja, denn wenn mich etwas nicht so sehr überzeugt hat, dann die typischen Haldex-Systeme wie im A3, die sich doch irgendwie mehr nach Frontantrieb anfühlen, wenn man es ausreizt.

 

Nun, ich bin den Quattro Ultra im A4 Allroad 2.0TFSI, sowie im Audi Q5 2.0TFSI und 2.0TDI bereits gefahren. Über Landstraße, Schotter, Autobahn und Rennstrecke. Eins vorweg - ich behaupte 80% der Käufer und Fahrer werden das Ultra System gar nicht bemerken oder kennen, denn oftmals ist der Unterschied in den technischen Daten nur daran zu erkennen, dass aus dem "permanenten Allradantrieb" ein "permanent verfügbarer Allradantrieb" geworden ist. So, wie eben viele auch den Unterschied zwischen Haldex-Quattro und Torsen-Quattro gar nicht kennen.

 

Zunächst hängt es auch vorrangig davon ab, welchem Fahrertyp man sich selbst zuordnet.

Beginnen wir mit dem Cruisen auf Landstraßen. Ich denke es bedarf keiner großen Erklärung, dass weder beim gemütlichen Beschleunigen, noch beim dahingleiten auf Landstraßen Quattro von Nöten ist oder Vorteile bringt - ganz im Gegenteil. Wenn hier der Quattro Ultra die Hinterachse abkoppelt und dadurch Kraftstoff spart -> Vorteil Quattro Ultra.

 

Nun sind Sie eher der dynamische Typ? Zackiges Anfahren, rausbeschleunigen aus Kurven, ab und zu auch mal das Messer zwischen den Zähnen, so dass die Reifen an der Grip-Grenze jammern? Na gut, es bleibt die Frage, ob Sie dann das richtige Auto gewählt haben. Aber auch hier lässt der Ultra keinen im Stich. Bis zu 150 Werte werden 100x pro Sekunde ausgewertet. Deutet irgendetwas auf eine kritische Situation hin, wird der Allrad binnen 0,2s aktiviert - falls er nicht schon aktiv ist.

 

Einfachstes Beispiel: Wird beim Anfahren kräftig Gas gegeben schaltet der Quattro schon aufgrund der Pedalstellung zu. Bevor der Turbo anläuft und die Kraft an die Räder schickt, ist der Quattro längst da. Und er bleibt auch eine Weile aktiv, bis sich auch sicher alles beruhigt hat. Und so reagiert das System auf alle möglichen Einflüsse. Höhere Kurvengeschwindigkeiten, sprich Fliehkräfte, Lenkwinkel, Außentemperaturen usw. Hier spiegelt sich immer die individuelle Fahrweise wider.

 

 

Der Q5 mit der Quattro-App

 

In einem Q5, ausgestattet mit einem zusätzlichen System, das sowohl per LED, als auch per App auf dem IPad die aktuelle Situation (2WD/4WD) darstellt, ist man jederzeit informiert über den Zustand des Systems. Die Außentemperatur liegt bei rund 5°C, die Straßen sind trocken. Und wir fahren eine knapp 20km lange Strecke auf bayerischen Landstraßen und Orte. Und da zeigt sich bereits die Möglichkeit das System zu nutzen. Vorausschauende Fahrweise und ein sanfter Gasfuß bringen ein Ergebnis von über 80% Frontantrieb, knapp 20% Quattro.

Selbe Strecke anderer Fahrstil: zügigeres Beschleunigen, höhere Kurvengeschwindigkeiten, alles in allem einfach etwas aggressiver - und siehe da, mit 75% Quattro Anteil reagiert das System völlig anders. Das heißt 4.4km der gesamten Strecke von 17,4km wurden mit Frontantrieb zurückgelegt, 13x hat das System die Zuschaltung des Quattro veranlasst. Und das, obwohl auf der gesamten Strecke nicht einmal ein Rad an Grip verloren hat. Das ist dann wohl auch die von Audi erwähnte "vorausschauende" Aktivierung, die bis zu 0,5s in die Zukunft rechnet und prophylaktisch den Quattro aktiviert.

 

Es gab dabei ein paar interessante Punkte, die zu beobachten waren. Vermutlich aufgrund der Außentemperaturen schaltete das System immer bei niedrigeren Geschwindigkeiten (ca. unter 40km/h), sowie beim Stillstand/Anfahren automatisch in den Allradmodus. Schließlich ist jederzeit ein schnelleres Beschleunigen möglich, was den nötigen Grip erfordert. Schlupf beim Anfahren und damit erst eine reaktive Adaption ist damit schon ausgeschlossen. Und es bedarf schon ca. 20-30s entspannter Fahrweise, bis das System die Hinterachse wieder abkoppelt.

 

Ebenfalls wissenswert: Die Wahl des Allroad-Modus im Drive Select fixiert den Quattro-Modus. Auch wenn es also keinen Schalter gibt, um den Allrad zu wählen - dieser Modus hat den gleichen Effekt.

 

 

 

 

Mit dem A4 Allroad aufs Contidrom

 

Kleiner Ortswechsel: Contidrom Hannover. Ich fahre hier den A4 Allroad 2.0TFSI, ebenfalls mit Quattro Ultra. Hier ist nichts mit gemütlichem Cruisen, sondern es heißt jetzt einfach mal Vollgas! Die Gänge ausdrehen, die Kurve am Traktionslimit mit radierenden Reifen durchfahren, ordentliche Lastwechsel in der S-Kurve. Leider hat der Allroad nicht die Anzeige wie der Q5 - aber ich bin sicher der Quattro Anteil dürfte bei 100% liegen ;)

Jetzt aber zum wesentlichen - was fällt hier auf? Ok, zuerst einmal, dass der A4 Allroad trotz seiner 252PS genauso wenig auf die Rennstrecke gehört, wie ins harte Gelände. Kurvendynamik gehört nicht zu seiner Stärke, er verhält sich aber extrem gutmütig, schiebt im Grenzbereich gleichmäßig über alle 4 Räder mit Tendenz zum Untersteuern. Selbst beim Lastwechsel bringt man das Heck kaum aus der Ruhe. Traktionsprobleme gibt es zu keiner Zeit. Ganz ehrlich: Ich würde mir nicht anmaßen es zu spüren, ob das Fahrzeug Quattro oder Quattro Ultra an Bord hat.

 

Es gibt einen einzigen Kritikpunkt - und wenn man sich darauf konzentriert kann man es auch spüren. Die letzteren Quattros waren per Standard mit einer Kraftverteilung von 40:60 vorne/hinten ausgelegt. Und bei Vollgas in engeren Kurven kann man das leichte Eindrehen des Hecks spüren. Der Quattro Ultra kann das nicht. Hier geht maximal die gleiche Kraft nach hinten, wie nach vorne.

Was ich allerdings von den Torsen Quattros kannte, waren spürbare Verspannungen beim Anfahren mit vollem Lenkeinschlag. Die konnte ich beim Quattro Ultra nicht feststellen - obwohl die Kupplungen beim Anfahren ebenfalls geschlossen sind.

 

 

Wo sind jetzt also in Summe gesehen die Vor- oder Nachteile?

 

Ja, er kann Kraftstoff sparen, wenn man ein entsprechendes Fahrverhalten an den Tag legt.

Ja, er schaltet proaktiv zu und unterscheidet sich damit schon von den anderen Haldex Systemen, die erst bei Schlupf aktiv werden.

Ja, die Zu- und Abschaltungen des Allrads passieren unmerklich und sind nicht spürbar.

Dagegen steht, dass keine hecklastige Auslegung mehr möglich ist und die große Unbekannte, ob die Technik verlässlich ist. Immerhin werden binnen 200ms alle abgekoppelten Komponenten wieder beschleunigt. Der größtenteils unauffällige Torsen-Quattro ist hier der Maßstab, aber wie zuverlässig der Ultra Quattro ist, wird wohl erst die Zeit zeigen.

 

Braucht man den Quattro Ultra?

 

Nein, ich sehe für mich darin wenig Vorteil, habe aber auch kein Problem damit, wenn das Auto allradbedingt 0,5-1l mehr auf 100km benötigt. Für alle die Quattro eigentlich im Alltag nicht brauchen, aber wegen 2 Wochen Skiurlaub pro Jahr nicht darauf verzichten wollen, mag der Verbrauchsvorteil ein echter Gewinn sein. Das führt uns zu der alten Diskussion ob Allrad überhaupt nötig ist. Aus Sicht der Hersteller und dem Zwang des Flottenverbrauchs war das ein kalkulierbarer Schritt.

Es gibt aber aktuell auch keinen relevanten Grund, der objektiv gesehen gegen den Ultra spricht.

 

Damit sind eigentlich auch meine anfänglichen Bedenken eher unbegründet. Es wird ja oft davon gesprochen, dass auch hier nur noch ein zuschaltbarer Allrad und damit kein echter Quattro verbaut wird. Ich würde es eher umdrehen. Gemessen an der Funktionsweise würde ich eher von einem Allrad sprechen, der sich bei Nichtbedarf deaktiviert. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Was ich mir aber für die Zukunft wünschen würde, wäre eine integrierte Anzeige, die den aktuellen Modus darstellt.

 

Verbaut ist der Quattro Ultra derzeit im A4 (Avant) 2.0TDI (190PS) mit 6-Gang-Handschaltung (nicht S-Tronic), im A4 Allroad 2.0TFSI (252PS), sowie im Audi Q5 2.0TDI (190PS, s-Tronic)

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27.11.2016 09:17    |    Designs    |    Kommentare (35)    |   Stichworte: A4, Audi, B9 Allroad

Hier kommt er: Der A4 für alle, die ein bisschen ins Gelände wollen. Oder für alle, denen ein SUV zu protzig und auffällig ist? Oder geht´s vielleicht nur um eine andere Optik? Möglicherweise auch für die, welche eine Sitzposition ala Mini-Van möchten, auf den Platz aber nicht wirklich angewiesen sind?

 

Ehrlich gesagt gibt es viele Möglichkeiten, die einen zum Kauf des Allroad bewegen könnten. Doch wahrscheinlich braucht ihn eigentlich keiner so wirklich. Es ist eben so ähnlich wie ein SUV im Großstadtdschungel, sinnlos aber jeder hat´s! Also was "braucht" man denn wirklich?

 

 

Matrix LED Technik? - Das gute alte Halogenlicht hat´s auch getan.

Digitale Instrumente? - Viel zu neumodisch.

Head-up Displays -Damit ein Scheibenwechsel nach einem Steinschlag unendlich teuer wird?

Radarsensoren vorne und hinten mit zig Assistenten? - Eigentlich wollte ich selbst Auto fahren

Ambientebeleuchtungen in zig Farben? - Wir sind doch nicht auf der Kirmes!

automatisches Einparken? - Also das schaffe ich auch noch selbst!

Panoramadach? - Kostet nur Platz, Geld und ist unendlich schwer!

 

So, oder so ähnlich fallen oft die Antworten aus, wenn man ein paar der Features aufzählt, die in diesem Wagen verbaut sind. Und trotzdem hat er sie alle - und das war noch längst nicht alles, man könnte die Liste beliebig forführen. Gepaart mit einem bärenstarken V6 Diesel und unter Berücksichtigung der schier endlosen Liste an Extras, für dessen Aufpreis alleine man schon problemlos einen gut ausgestatteten Skoda Octavia Kombi kaufen könnte, macht das einen UVP von rund 82.000€.

Ja, richtig gelesen, es geht immer noch um den A4 Allroad! Lassen wir den Preis einfach mal so stehen und nehmen wir uns Zeit für das Fahrzeug. Und das habe ich in diesem Fall 3 Tage ausführlich unter die Lupe genommen.

 

 

Außendesign

 

Er unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom "normalen" A4. Zum einen natürlich in der Bodenfreiheit. Er kommt hochbeiniger daher, bzw. ist insgesamt um knapp 6cm höher und 2,5cm länger als der "normale" Avant. Unterstrichen wird dieser optisch auffälligste Aspekt durch die Kunststoff-Radläufe, die das Off-Road Image unterstreichen sollen. Optional (beschränkt auf bestimmte Farben) kann hier auch in Volllackierung bestellt werden. Das dürfte zugleich schon der größte Streitpunkt sein, denn zwischen den Meinungen "sieht gut aus" und "wirkt billig" gibt es kaum Kompromisse.

Mir persönlich gefällt es gut, ich finde es passt zum Gesamtbild.

 

 

Ergänzt wird es durch den abweichend gestalteten Single-Frame Grill, dessen Rippen hier vertikal verlaufen und den Heckdiffusor in silber. Am Heck befindet sich links ein Doppel-Endrohr und zwar bei allen TDI Modellen - egal ob der Einstiegs-Diesel mit 163PS oder wie in diesem Fall das Top-Modell mit 272PS und 600Nm. Zur Freude derer, die es gerne dezent mögen, zum Ärgernis derer, die ihre Leistung auch mit einer zweiflutigen Abgasanlage zur Schau stellen wollen.

Das bleibt ab Werk jedoch all jenen vorbehalten, die auf den einzig verfügbaren Benziner setzen. Den 2.0TFSI mit 252PS.

 

 

 

Innenraum

 

Ob Allroad, Avant oder Limousine, der Innenraum ist identisch und wird hauptsächlich durch die Ausstattung bestimmt. Über hochwertige Materialien muss ich nicht viele Worte verlieren. Gute Sitze, feines Alcantara. Hochwertige Temperaturregler, berührungssensitive Schalter (sofern die 3-Zonen Klima geordert wurde). Ein Flugzeug-ähnlicher Schalthebel, der zugleich als Handauflage dient, während man bequem das MMI über den Dreh-Drück-Steller oder das oben aufgebrachte Touch-Feld bedient. Wer auf Technik steht der kommt am Virtual Cockpit nicht vorbei. Zusammen mit dem feststehenden Display stehen damit ordentlich Bildschirmfläche zur Verfügung, um sich Navigation, Fahrdaten oder was auch immer anzeigen zu lassen.

 

 

In Verbindung mit der Ambientebeleuchtung ist das alles nachts auch noch sehr ansprechend beleuchtet. Und zwar genau so hell und in der Farbe, die man möchte. Die Einstellmöglichkeiten sind vielfältig. Und auf einmal ist es gar nicht mehr kitschig, sondern wirklich überzeugend.

 

 

 

Familientauglich?

 

Der A4 war noch nie ein Platzriese. Mit 4,75m Gesamtlänge (Avant 4,725m) ist er allerdings schon etwas erwachsen geworden. Auch im Fond kann man bequem sitzen, somit ist er auch als Familienfahrzeug mit 2 Kindern absolut ausreichend. Wer etwas größer ist, könnte hinten etwas Probleme mit der Kopffreiheit bekommen, sofern das Panoramadach verbaut ist. Damit lässt sich zwar schön der Himmel genießen, durch den dickeren Aufbau geht jedoch Platz verloren.

 

505 Liter Kofferraumvolumen genügen im Alltag völlig, auch für den Wochenendeinkauf. Für den Familienurlaub sollte man sich dann aber doch schon mal eine Dachbox organisieren. Wer den A4 als 5-Sitzer nutzen will, sollte dagegen ausreichende Pausen einplanen - das ist auf längeren Strecken nicht empfehlenswert.

 

 

Fahrdynamik

 

Türen öffnen (keyless), einsteigen, im Alcantara Platz nehmen, gleich mal die Sitzheizung aktivieren, den Start Knopf drücken und ebenso schlüssellos den TDI zum Leben erwecken. Er dieselt satt vor sich hin. Man hört ihm seine 6-Zylinder an, die hörbar nach TDI klingen, aber einen souveränes Klangbild vermitteln. Sowohl Cockpit, als auch MMI begrüßen einen mit den Allroad Logos. Bremse drücken, einmal am wirklich genial geformten Wahlhebel ziehen und die 8-Gang Wandlerautomatik lässt den Wagen losrollen. Auch im Fahrbetrieb ist die Tiptronic über jeden Zweifel erhaben, schaltet jederzeit perfekt. Schade, dass diese nur in diesem Motor zu haben ist, während man bei allen drehmomentschwächeren Motoren nach wie vor nur die 7-Gang S-Tronic bekommt.

 

272PS und 600Nm reichen in jeder Lebenslage. Problemloses Überholen, auf der Beschleunigungsspur mal schnell hochziehen, zur Not auch von 0-100 in 5,5 Sekunden - oder auch linke Spur mit 250km/h (abgeregelt). Alles kein Problem. Braucht man aber kaum, denn der Allroad gleitet so entspannt und komfortabel dahin, dass man gar keine Ambitionen entwickelt die Power auszuspielen. Es ist viel mehr das Bewusstsein, dass man könnte, wenn man wollte. Und so befindet sich das Drive Select meist im Modus "Comfort".

Wer´s wirklich eilig hat, wechselt eben in "dynamic" und wird auf Wunsch mit automatisch wechselnder Ambientebeleuchtung in rot animiert. Die Tiptronic wechselt ins Sportprogramm und die dynamische Dämpferregelung verhärtet die Federung.

 

 

 

Aber bleiben wir ehrlich - auch damit wird aus dem Allroad kein Sportler. Die Dämpfung ist zwar etwas straffer, aber immer noch komfortabel. Der Grenzbereich des Allroad ist äußerst sanft, er schiebt gleichmäßig über alle 4 nach außen. Wer die Lenkung dann noch weiter zuzieht wird mit Untersteuern bestraft. Die Seitenneigung ist stärker, als beim tiefer liegenden Bruder, er wirkt aber nicht schwammig. Immerhin beim Herausbeschleunigen aus den Kurven gibt es keine Traktionsprobleme. Alle TDI Modelle des Allroad sind mit dem klassichen Quattro Antrieb ausgestattet, der TFSI hat dagegen die neue Quattro-Ultra Technologie.

Was hier als Feature angepriesen wird, ist letztlich nur ein abkoppelbarer Allrad, um in all den Situationen, in denen er nicht erforderlich ist, Kraftstoff zu sparen.

 

Prinzipiell eine gute Idee. Nun liegt die Kraftverteilung des permanenten Quattros allerdings bei 40:60, ist also zugunsten der Fahrdynamik etwas hecklastig. Das hat sich mit dem Quattro Ultra wohl erledigt. Da ich jedoch auch den TFSI bereits getestet habe und selbst auf der Rennstrecke keinen merklichen Unterschied oder Regeleingriffe des Quattro bemerkt habe, kann man sicherlich davon ausgehen, dass auch der Durchschnittsfahrer im herkömmlichen Alltag nichts davon mitbekommen wird.

 

 

Offroad oder Feldweg?

 

Alles was bis jetzt genannt wurde macht ein herkömmlicher A4 Avant nicht schlechter. Warum also den Allroad nehmen? Wer jetzt nicht auf die eigenständigere Optik oder höhere Sitzposition steht, der sollte sich die Bodenfreiheit zu nutzen machen. Tatsächlich beträgt diese nur 20mm weniger, als beim Q5. Das reicht nicht für harte Offroad-Einsätze, hilft aber bei gröberen Feldwegen, um mal etwas abseits zu parken, oder bei höherer Schneelage im Skiurlaub.

 

 

 

Ausstattungen - Pflicht oder nicht?

 

Wie erwähnt hat dieser Testwagen fast 30.000€ Sonderausstattung an Bord. Einen Audi bestellt man nicht nackt, aber wie viel muss man wirklich investieren, was ist sinnvoll? Das ist natürlich sehr individuell. In der Regel werden immer attraktive Pakete angeboten, die sich schon lohnen, wenn man bestimmte Einzelkomponenten davon möchte.

Sei es die Technology Selection, die u.a. Navigation, Komfortschlüssel u. Virtual Cockpit beinhaltet, oder das Assistenzpaket Tour, da nur damit die ACC und der Stauassistent erhältlich sind. Wer Parksensoren vorne wie hinten + Rückfahrkamera möchte, der kann für 250€ Mehrpreis gleich das Assistenzpaket Stadt zubuchen und sich damit auch über Side Assist, Querverkehrassistent und Ausstiegswarnung freuen.

Allerdings sind damit schon die ersten 6000€ in die Sonderausstattung investiert.

Nicht verzichten würde ich auch auf die Matrix LED Lichter, die wirklich ein extrem gutes Licht bieten, die 3-Zonen Klimaautomatik (des optischen Aspekts wegen) oder die Ambientebeleuchtung.

Wer jetzt noch Fan guter Musik ist und in das B&O System investiert, der hat die 10.000€ voll gemacht. Dazu kommt dann noch die Wunschfarbe (falls es nicht aufpreisfreies schwarz oder weiß ist) und zumindest ein Satz schöner 18" Felgen, da die serienmäßgen 17" etwas klein wirken - und schon sind wieder fast 2000€ weg. Damit sollte das nötigste enthalten sein, reißt aber schon ein anständiges Loch in die Haushaltskasse.

 

 

 

Preis-/Leistung

 

Kommen wir zurück zum Listenpreis des Testwagens. Über 80.000€ (allerdings vollgestopft mit fast allem was die Liste hergibt) - das ist übertrieben, dafür bekommt man viele andere Fahrzeuge, sogar schon fast einen Porsche Cayenne S, allerdings in Grundausstattung. Und die Aufpreispolitik ist dort ähnlich. Den kleineren TDI oder den TFSI kann man sich mit ordentlicher Ausstattung für rund 60T€ konfigurieren. Dafür gibt es ein absolut hochwertiges Fahrzeug mit exzellenten Langstreckeneigenschaften und einem Wohlfühlambiete, das nur wenige Hersteller bieten können.

Es gibt gute Fahrzeuge für weniger Geld (Passat, Octavia etc.), die meiner Ansicht nach allerdings nicht dieses Niveau bieten können. Die anderen deutschen Premiumhersteller rufen in dieser Klasse ähnliche Preise auf.

 

 

Fazit

 

Höher sitzen als in einer herkömmlichen Limousine, nur gering tiefer, als in einem SUV. Tauglich für leichtes Gelände und komfortabel auf langen Strecken. Der Allroad bewegt sich ein wenig zwischen zwei Segmenten und hat aus beiden einige Eigenschaften geerbt. Dafür ist er weder reinrassiger Sportler noch Offroader. Wer aber von beidem mal ein bißchen braucht, der ist hier ganz gut bedient. Tatsächlich hat mich der Allroad nun schon zum zweiten Mal positiv überrascht und beeindruckt, so dass ich ihn nur ungern wieder abgegeben habe. Man lernt ihn schnell zu schätzen.

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11.11.2016 21:38    |    Designs    |    Kommentare (11)    |   Stichworte: Audi, FY, Q5

Im Rahmen eines internen Videodrehs bei Audi hatte ich die Gelegenheit den neuen Q5 in einer exklusiven Probefahrt zusammen mit Hr. Martin Sander, seines Zeichens seit September neuer Vertriebschef für Audi Deutschland, zu testen. Diese Chance bekommt man natürlich nicht alle Tage, zumal die Händlerpremiere des Q5 erst Anfang 2017 stattfinden wird und das Modell sonst eigentlich noch fast nirgends zu sehen ist.

Nun habe ich mich im Vorfeld schon aus eigenem Interesse intensiv mit dem Q5 beschäftigt und war natürlich sehr gespannt, wie sich das neue Fahrzeug „live“ präsentieren wird, wirkte das komplett neue Modell auf den Bildern doch eher wie ein Facelift.

 

 

 

Weiß und dezent

 

Man bekommt also den Schlüssel in die Hand, verlässt das Gebäude und nähert sich von hinten dem Parkplatz, auf dem das Auto abgestellt ist. Ein Q5 Design in Ibisweiß – der aber nicht etwa heraussticht, sondern den man erst nach dem zweiten Blick von hinten eindeutig identifizieren kann. Ich versuche abzugleichen, ob ich es gut finde, dass der Optik hier nicht zwanghaft eine neue Linie auferlegt wurde, oder ob so viel Zurückhaltung schon eher Enttäuschung verursacht? Nach längerem Hinsehen erkennt man Stück für Stück die neuen Linien und Konturen, die einem Nicht-Kenner aber beim ersten Anblick wohl verborgen bleiben. Wirklich bewusst werden optischen Änderungen erst, wenn man den Q5 der ersten Generation im direkten Vergleich daneben sieht. Die Front präsentiert sich dann doch wesentlich dynamischer mit dem neuen Design des Single-Frame Grills und mit der Form der Leuchten, bzw. der neuen „Lichtsignatur“, wie sie von Audi so gern genannt wird. Das Auffälligste am Heck dürften wohl die in die Schürze integrierten Endrohrblenden sein – die tatsächlich nur ein Designelement darstellen – denn wer versucht mit dem Finger hineinzufassen, stößt auf eine schwarze Plastikblende. Nach erster Information wird das auch bei den größeren Modellen so sein. Peinlich? Vielleicht. Vielleicht aber auch nur ungewohnt und letztendlich völlig irrelevant, oder stellt es einen Nachteil dar, wenn es an kalten Vormittagen hinten nicht zweiflutig aus dem Auspuff qualmt? Wohl kaum…

 

 

 

Hochwertiger und bekannter Innenraum

 

Nach dem Öffnen der Türen wird aber eins klar – hier trennen wir uns deutlich vom Interieur des alten 8R. Der aus dem A4 B9 bekannte Innenraum kommt auch hier im neuen Q5 wieder zum Einsatz, inklusive dem umstrittenen feststehenden Display in der Mitte - nur die im A4 nahezu durchgehende Leiste an Belüftungsdüsen wird im Q5 unterbrochen. Statt dem großen runden Dreh-/Drücksteller mit aufgesetztem Touchpad, erhält der Q5 einen kleinen Knopf mit separatem, großen Touchpad, wie es auch im Q7 verwendet wird. Tatsächlich finde ich den großen Knopf mit integriertem Touchpad jedoch komfortabler in der Bedienung, da er besser in der Hand liegt und die Tasten „Menü“ und „Zurück“ ergonomischer angeordnet sind.

 

 

 

Das Assistenzpaket Tour lässt noch auf sich warten

 

Alle sonstigen Features, die im A4 vorgestellt wurden, sind im Q5 ebenfalls erhältlich. Das Smartphone Interface, das Virtual Cockpit, Matrix LED und sämtliche neuen Assistenzsysteme – bis auf das Assistenzpaket Tour! Man kann sich zwar die ACC plus mit stop&go Funktion konfigurieren, wer aber den Stauassistent, sowie den Lane Assist bestellen möchte, muss noch bis Ende des Jahres warten. (Edit: mittlerweile verschoben auf ca. Ende 2.Quartal 2017) Das gilt übrigens auch für das bereits angekündigte Paket S-Line black.

 

 

Leise und unscheinbar

 

Der TDI startet völlig ruhig. Langsam rollt er los, die S-Tronic schaltet präzise und schnell. Und so verlasse ich langsam das Audi-Gelände, begebe mich auf die Straßen von Ingolstadt. Mit einem Fahrzeug, das so noch kaum einer gesehen haben dürfte. Und genau hier wird einem wieder bewusst, dass der Q5 in seiner zweiten Generation ein Meister des Understatement ist. Keine gezückten Handycams, keine folgenden Blicke, niemand bleibt stehen, dreht sich um oder zeigt mit dem Finger auf uns. Dass hier irgendetwas besonders ist, kann man höchstens anhand der ganzen Go-Pros im Auto, oder dem folgenden Kamerafahrzeug erahnen. Erst als der Q5 nach unserer Rückkehr auf der Plaza des Audi Forums parkt, wird er von einigen genauer begutachtet und fotografiert. Dort, wo natürlich auch die entsprechende Zielgruppe vorzufinden ist.

Aber nochmals zurück zur Fahrt. Im Stadtverkehr gleitet der Q5 absolut ruhig dahin, im niedrigen Drehzahlbereich ist auch der TDI kaum hörbar. Die optionale Luftfederung, die im Testwagen verbaut war, trägt sicher ihren Teil dazu bei. Die S-Tronic arbeitete wirklich einwandfrei, von den typischen Eigenschaften des Doppelkupplungsgetriebe mal abgesehen. Wer mehr Leistung und damit auch Drehzahl abruft wird daran erinnert, dass ein Selbstzünder unter der Haube schlummert. Ab 3000U/min dringt er gut hörbar durch, sportlichen Klang oder überragende Fahrleistungen darf man hier nicht erwarten. Der 190PS TDI beschleunigt stetig und reicht auch vollkommen für übliche Überholmanöver. Auch 180km/h sind relativ zügig und unproblematisch erreichbar auch wenn das aufgrund der guten Dämmung alles träger wirkt, als es wohl tatsächlich ist. Dass der Testwagen allerdings einen Durchschnittsverbrauch von über 10 Liter auf der Uhr hatte, war etwas erschreckend – das wäre selbst bei Stadtverkehr oder hohem Autobahntempo noch ein hoher Wert. Da sich der Vorgänger mit 177PS aber im Schnitt problemlos mit 7-8 Liter bewegen lässt, gehe ich davon aus, dass dies auch mit dem aktuellen Modell möglich sein sollte.

 

 

Souverän statt spektakulär

 

Eigentlich gibt es weniges, was man wirklich hervorheben kann, denn alles liegt auf typischem Audi Niveau. Die Verarbeitung ist tadellos, die Geräuschkulisse zum Vorgänger eher nochmals etwas gedämmter, speziell bei schnellerer Autobahnfahrt empfand ich die Windgeräusche geringer. Das könnte die Folge der geänderten Außenspiegel sein, die nicht mehr am Spiegeldreieck befestigt sind, sondern an der Türe.

An der Geräumigkeit im Innenraum ist zum Vorgänger kein Unterschied merkbar, auch der Kofferraum gleicht dem Vorgänger, die 10 Liter Differenz sind nicht auszumachen.

 

 

3 Zonen statt 3D

 

Ein kurzer Test mit der verbauten B&O Anlage verlief – ähnlich dem A4 Allroad (dazu demnächst mehr) eher enttäuschend. Außer getrenntem Bass und Höhenregler, sowie einer abgestuften Einstellung des 3D-Sound (schwach, mittel, stark), dem ich persönlich überhaupt nichts abgewinnen kann, einem einstellbaren Fokus (vorne, hinten, alle) und einem Regler für den Surround Level, lässt sich nichts mehr einstellen. Für meinen Begriff fehlt hier einfach die separate Regelung des Subwoofers. Alles in allem empfand ich den Bass entweder zu flach, oder zu dröhnend, wenn man ihn soweit hochdreht, dass man etwas „Punch“ spürt. Wenn das Audi Sound System auf dem Level des Vorgängers liegt, ist der Aufpreis meines Erachtens anderweitig besser investiert. Diese 1140€ steckt man lieber in das Audi Sound System (290€), sowie die 3-Zonen Klimaautomatik (685€), die mit den touch-sensitiven Bedientasten und der digitalen Temperaturanzeige schon optisch den Innenraum extrem aufwertet.

 

 

 

Fazit

 

Welches Fazit kann man also ziehen? Der Q5 der zweiten Generation ist definitiv ein gelungener Wurf, der mit aktuellster Technik einiges zu bieten hat. Das alles versteckt er jedoch unter einem mehr als dezenten Blechkleid, denn als meistverkaufter SUV ist er zu wichtig, um Experimente einzugehen. Ich bin mir aber sicher, dass auch diese Generation an den Erfolg anknüpft.

 

Ob jedoch das dezent frischere Design alleine genügt, um bei aktuellen Q5 Fahrern die Begierlichkeit weckt zum neuen Q5 zu wechseln, darf bezweifelt werden. Ist man aber einmal darin gesessen und lernt bei einer Probefahrt die neuen Features zu schätzen, könnte sich das Blatt wenden. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass Audi sich die Technik selbstbewusst mit einer hübschen Aufpreisliste bezahlen lässt.

 

Wer technikverliebt ist, sollte deshalb gedanklich gleich mal 15-20T€ auf den Basispreis der gewünschten Ausstattung addieren. Zum aktuellen Bestellstart sind jedoch nur die 2.0 TDIs mit wahlweise 163 oder 190 PS verfügbar, als einzigen Benziner bietet Audi den 2.0TFSI mit 252PS an. Allesamt angetrieben von S-Tronic und Quattro, mit Grundpreisen von 45100€ bis 51850€, je nach Motorisierung und Version (Q5/Q5 sport/Q5 design).

 

Wann der 3.0TDI kommt ist - erst recht nach Aufkommen der aktuellen Erkenntnisse in Sachen Diesel-Gate - ungewiss, ein SQ5 wird erst gegen Ende 2017 erwartet.

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