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von Aufbereitung bis Zubehör rund um´s Thema Auto

02.02.2017 12:40    |    Designs    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: 8R, Audi, Q5

Abholung in Ingolstadt im April 2013
Abholung in Ingolstadt im April 2013

80.000 im Audi Q5 - ein Fazit

 

 

Nun ist es fast 4 Jahre her, dass ich meinen Audi Q5 in Ingolstadt abgeholt habe. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Gut erinnern kann ich mich aber immer noch auf die langen Stunden, die ich im Konfigurator verbracht habe, die Vorfreude, die bei 3 Monaten Lieferzeit teilweise schon schwer zu ertragen war und den alles in allem gelungenen Tag in Ingolstadt.

 

Mittlerweile ist die Euphorie natürlich verstrichen und der Q5 ist ein täglicher Begleiter auf dem Weg zur Arbeit, an Familienausflügen oder zu den Wochenendeinkäufen. Der Tacho zeigt inzwischen knappe 80.000km an. Ich bin also mit rund 20tkm Jahresfahrleistung, dank relativ geringem Arbeitsweg, kein Kilometerfresser, aber doch fast täglich damit unterwegs.

 

Was bleibt also von der anfänglichen Begeisterung übrig? Frust oder Zufriedenheit? Welche Ausstattungen haben sich im Alltag bewiesen, worauf hätte man verzichten können? All das will ich hier einmal Revue passieren lassen, denn er wird uns demnächst verlassen, da ich mir etwas neues bestellt habe.

 

 

Facts:

 

Erstmal zu den Facts:

Es ist ein Audi Q5, 2.0TDI, Handschalter, Quattro (177PS) mit EZ 04/2013

Zur Serienausstattung gabs noch rund 14.000€ an Extras, z.B. das Designpaket in schwarz, das große MMI/Navi, S-Line Ausstattung mit Sportfahrwerk/Teilledersitzen/abgeflachtem Lenkrad/schwarzem Dachhimmel/19" Rädern, Sitzheizung, das Assistenzpaket mit ACC, Lane Assist, PDC + Rückfahrkamera, FSE Bluetooth online mit Google Earth u. Connect Diensten, Xenonscheinwerfer, verschiebbare Rücksitzbank, Lichtpaket, Keyless Go, Anhängerkupplung und Privacy Verglasung und noch ein paar Kleinigkeiten..

 

 

Zuverlässigkeit:

 

Das Wichtigste zuerst - denn die Freude am Fahrzeug vergeht als erstes, wenn die Zuverlässigkeit einen im Stich lässt und man - womöglich noch mit der ganzen Familie an Bord - einen unvorhergesehenen Zwangsstopp einlegen muss. Und in diesem Fall wird das Kapitel kurz. Denn es gab innerhalb der ganzen 80.000km nicht einen Zwischenfall, der mich zu einem unvorhergesehenen Werkstattaufenthalt gezwungen hat, oder gar in einer Panne endete.

Wir waren mit unserer „Quh“ in ganz Deutschland unterwegs, von der Ostsee bis nach Garmisch-Partenkirchen, von Dortmund bis zur tschechischen Grenze, wir waren damit in Österreich, in der Schweiz, haben die Dolomiten und verschiedenste Pässe überquert, sind in Frankreich mitten durch Paris gegondelt, weiter in die Normandie, waren in Slowenien, an den felsigen Küsten Kroatiens, an Campingplätzen an der italienischen Adria – aber jederzeit mit einem guten Gefühl und keinem Gedanken daran, dass er uns im Stich lassen könnte.

Der Q5 hat also nicht enttäuscht, sondern bestätigt das, was ich bisher (3x auf Holz geklopft) in allen vielen Audi Jahren immer wieder erlebt habe - Robustheit und Zuverlässigkeit. Vielen Dank!

 

 

Von nice2have bis überflüssig..

 

Wer schonmal sein neues Auto im Konfigurator zusammenstellt hat, kennt das - man hat ja so sein eigenes Limit im Budget gesetzt und irgendwann kommt der Punkt, an dem man beginnt gewisse Ausstattungsoptionen gegeneinander abzuwägen. Was brauche ich, was ist wichtig, worauf kann ich nicht verzichten... Und da muss man sich dann auf Verkäufer oder die Erfahrung anderer verlassen und hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.

 

Was also war genau richtig, was habe ich vermisst, was nicht gebraucht:

 

- Definitiv nicht verzichten würde ich auf die Xenonscheinwerfer (die in aktuellen Autos ja schon durch die LED Technik ersetzt wurden)

 

- die ACC mit Distanzregelung benutze ist ständig, obwohl das natürlich mit dem Handschalter wesentlich eingeschränkter möglich ist. Aber da der TDI ab Tempo 70-80 gut im 6. Gang klar kommt, entfällt das Schalten ab dieser Geschwindigkeit sowieso.

 

- Die Rückfahrkamera ist gerade durch das hohe Heck eine wirkliche Erleichterung. Klar, es geht auch ohne, für mich aber ein tolles Feature!

 

- Bluetooth online, also das Paket aus Telefon, Navi und Onlinediensten mit WLAN Hotspot war sein Geld wert. Der Hotspot wird oft von meiner Familie genutzt (da keine eigenen Datentarife), die Navi Darstellung per Google Earth wirkt um Welten hochwertiger, die "Verkehrsdaten online" sind ein super schneller Service und zeigen die frequentierten Strecken wunderbar an. Die restlichen verfügbaren Connectdienste wie das Wetter oder die Tankstellenpreise nutze ich dagegen nie, aber die sind eben enthalten. Genauso wie..

 

- der Active Lane Assist: Das war ein Feature, auf das ich mich gefreut hatte. Spurerkennung, Warnung beim Verlassen und selbstständige Korrektur, wenn auch nur für sehr begrenzte Zeit, wenn man die Hände nicht am Lenkrad hat. Das klang echt gut, war aber im Realbetrieb umso enttäuschender. Sobald man sich nicht akkurat auf der Fahrspur befindet, fängt er an mit unterstützenden Kräften am Lenkrad zu korrigieren. Egal ob man den Eingriffszeitpunkt auf früh oder spät schaltet, auf engeren Landstraßen ergibt sich damit ein extrem unsicheres Fahrgefühl. Auf breiten Autobahnen ist das System ganz gut nutzbar und zwingt auch jeden notorischen Blinkmuffel zum Benutzen des Blinkers, trotzdem konnte ich mich nicht damit anfreunden und habe das System zu 95% deaktiviert.

 

Ich hätte den Lane Assist im Assistenzpaket lieber gegen den Side Assist getauscht, den ich jetzt nicht hatte, aber die Wahl gab sich nicht. Immerhin hat es durch den Paketpreis nichts extra gekostet, das wäre sonst rausgeworfenes Geld gewesen

-Die Rücksitzbank Plus: ein kleines aber tolles Feature, das für 350€ extra eine dreiteilig klappbare Rückbank bietet, die längs verschiebbar ist. Und schon öfter fehlte der besagte Zentimeter, um die Klappe noch schließen zu können. Einfach die eine Hälfte der Rückbank ein Stück nach vorne geschoben, Klappe zu, fertig!

 

-Keyless Go gehört ebenso zu den Extras, die ich nicht mehr missen möchte. Man gewöhnt sich so sehr daran, dass es mir mit anderen Autos ständig passiert, dass ich nach dem Aussteigen merke, dass der Schlüssel noch im Zündschloss steckt, oder dass ich das Auto öffnen will und dann erst den Schlüssel in der Tasche suche, um aufzusperren.

 

- Das Audi Sound System ist eine absolute Empfehlung. Ich höre gerne Musik und mag es auch mal etwas basslastiger. Hier hämmert das ASS ganz ordentlich rein, bringt in Sachen Bass sogar mehr Druck, als seinerzeit das optional nochmal rund 1000€ teurere B&O. Wer noch mehr Wert auf Klang und Präzision legt, sollte natürlich zum B&O greifen. Meines Erachtens fährt man aber mit dem ASS schon recht gut.

 

Tatsächlich fällt mir eigentlich sonst nichts ein, was ich an meiner Konfiguration tauschen würde. Klar, es gibt da noch ein paar Extras, die sicher nicht schlecht gewesen wären. Standheizung, Side Assist, vielleicht die S-Tronic (die mich damals aber nicht überzeugte), abblendbare Seitenspiegel, automatische Heckklappe – ich habe aber ehrlich gesagt nichts davon wirklich vermisst.

 

 

Motor, Fahrleistung, Verbrauch

 

Der TDI mit 177PS war seinerzeit der zweitkleinste Motor und ist für die Größe des Fahrzeugs sicher nicht überdimensioniert. Der Q5 wird damit nicht zum Rennwagen, aber man kommt bequem und zügig von A nach B, hat genug Reserven für Überholvorgänge auf den Landstraßen und das zu einem adäquaten Verbrauch.

Der lag im gesamten Mix bei 7,8l/100km. Mit viel Mühe und ruhiger Fahrweise auf Landstraßen konnte man mit 6,5 Litern auskommen, bei langen Autobahnetappen mit „digitaler“ Fahrweise lag der Vebrauch bei ca. 10 Liter. Speziell Autobahnfahrten über 140km/h ließen den Verbrauch aufgrund der großen Stirnfläche schnell ansteigen. Bis 180km/h geht alles noch ganz gut, bewegt sich die Nadel Richtung 200km/h ist etwas Geduld gefragt. Ca. 220km/h Top Speed (laut Tacho) waren in der Ebene fast immer möglich, mit viel Heimweh (bergab) und Rückenwind ging es bis 230km/h. Dann ist spätestens Schluss.

Dank Quattro sind Traktionsprobleme ein Fremdwort und darauf würde ich in keinem Fall verzichten, zumal wir auch im Winter hier im äußersten Süden Deutschlands durchaus mal größere Schneemengen bekommen.

Alles in allem waren das rund 6000 Liter Diesel für 8000€ und die ergeben einen CO2-Ausstoss von rund 205g/km. Macht dann glatte 10€ Treibstoffkosten pro 100km.

 

 

Kleine Schwächen gehören zur Persönlichkeit

 

 

Klappern und Scheppern ist für mich ein absolutes No-Go und wer Premium sein will, muss das im Griff haben. Der Schaltsack gehört da leider nicht dazu, denn im 6.Gang bei rund 2000U/min und bestimmten Temperaturen knarzte das Leder aufgrund der Vibrationen an einer bestimmten Stelle. Temporäre Abhilfe brachte nur großzügiges und regelmäßiges Einschmieren mit Lederpflege oder Vaseline. Ebenso gibt es teilweise eine leichte Vibration aus dem Bereich der A-Säule Beifahrerseite. Nicht immer und bisher nicht richtig lokalisierbar, aber für mich ein Störfaktor.

 

Die Kupplung beim Handschalter wurde oft als unterdimensioniert bezeichnet, viele hatten auch Probleme schon bei geringen Kilometerleistungen. Trotz Anhängereinsatz konnte ich bisher keinen Verschleiß feststellen, allerdings ist je nach Anfahrmethode im ersten Gang schon ein gewisses Kupplungsrupfen zu spüren, das jedoch von Anfang an. Meist, wenn man bei ca. 1300-1500U/min einkuppelt oder das Fahrzeug noch leicht rollt. Wenn man es weiß, kann man es aber umgehen – so gesehen für mich kein größeres Problem.

 

Die Reifendruckkontrolle arbeitet ja nur über die Raddrehzahlsensoren und spielte mir nun schon öfter einen Streich. Sie meldete Druckverlust an einem Reifen, obwohl keiner da war. Von den ca. 5 Fehlalarmen passierten 3 davon auf den Urlaubsreisen, was wohl an der stärkeren Beladung gelegen haben dürfte. Nach der zweiten Fehlmeldung geht man aber schon gelassener an die Sache ran, auch wenn man sich trotzdem nochmals davon überzeugt, ob alles passt.

 

Schmutzfänger sind die Dichtungen an den hinteren Türen. Da diese direkt den Abschluss zum Radlauf bilden, fängt sich dahinter alles möglich an Dreck ein, was erstens schrecklich aussieht, wenn man die Türen öffnet, und ebenso ungünstig zu entfernen ist. Auch die Seitenlinie des Q5 wird bei nassen Straßen extrem schnell und hoch eingesaut. Das Heck natürlich ebenso, aber das ist auch bei allen anderen Kombis der Fall. Ungünstig ist das jedoch für die Rückfahrkamera. Die Linse muss also nach längeren Fahrten im Nassen gereinigt werden, sonst ist auf dem Bildschirm nichts mehr zu erkennen.

 

Der Schadstoff-Ausstoß wurde dann plötzlich ein Thema beim großen Abgasskandal, der vor allem die EA189 Motoren (2.0TDI) und damit auch meinen Q5 betraf. Nach langen Berichten und Dokumentationen dauerte es gut über 1 Jahr, bis bei mir das Software-Update aufgespielt wurde, worauf ich nicht unbedingt scharf war. Leistungseinbußen oder Mehrverbrauch konnte ich nicht feststellen, aber häufigere Regenerationszyklen des DPF fallen auf – inwiefern diese auf lange Sicht Auswirkung haben, lässt sich jetzt nicht abschätzen.

 

 

Kosten

 

Zu den oben angesprochenen Kosten von rund 10€ pro 100km für Treibstoff, kommen noch Steuer und Versicherung (grob 1300€ pro Jahr), einmal TÜV (ca. 100€) und 3 Kundendienste (á rund 300€).

Dann noch 1 neuer Satz Sommerreifen (900€), die Winterreifen sind noch i.O und waren beim Kauf dabei. Sonst waren bisher keine weiteren Verschleißteile nötig.

Der größte Posten ist logischerweise der Wertverlust. Zieht man vom VK Preis von 53.600€ mal den Rabatt und den Restwert (verglichen mit ähnlichen Angeboten aus mobile/autoscout) ab, macht das nochmals ca. 20.000€ Verlust in 4 Jahren.

Addiert ergibt das einen Kostensatz von ca. 0,43€/km bei 4-Jahren und 80tkm Laufleistung. Wie ich finde ein durchaus akzeptabler Wert.

 

 

Abschied nehmen

 

Auch wenn die Vorfreude auf das nächste Auto siegt, wird es auch ein weinendes Auge beim Abschied geben. Einfach, weil wir unsere „weiße Quh“, von meinen Kindern liebevoll Liselotte getauft (in Anlehnung an die Kinderbuchserie), lieben gelernt haben und wir damit viele Erinnerungen verbinden.

Es ist ein tolles Fahrzeug, hochwertig, zuverlässig. Ich mag die hohe Sitzposition. Es gab einfach nichts großartiges zu bemängeln. Und dank guter Pflege sieht er auch immer noch fast aus wie neu. Bis auf 2 Waschanlagenbesuche hat er ausschließlich Handwäsche erhalten.

 

Wer also auf der Suche nach einem SUV ist – ich kann den Q5 wärmstens empfehlen.

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02.02.2017 13:22    |    Audianer3

Ich will auch ohne Q nicht mehr sein ????

Danke für den Super Bericht


02.02.2017 14:48    |    der_Derk

Schöner Bericht, Jürgen - wobei jetzt ja erst die spannende Verschleißphase anfängt ;).

 

Mit dem Spurhalteassistenten hatte ich im Jeep Renegade mal so meinen "Spaß"... Fand' ich auch eher hinderlich als hilfreich. Einerseits musste man immer ein waches Auge auf die Anzeige im Display haben, ob er überhaupt aktiv ist und 'ne Spur erkannt hat - was das Ganze schon per se in's Absurde führt, denn wenn ich hochaufmerksam eine Anzeige beachten muss um zu wissen, dass die Spur gehalten wird, kann ich dieselbe Aufmerksamkeit auch direkt der Spurhaltung widmen. Andererseits hat das Kamera-gestützte System in manchen Situationen auch die falsche Spur erkannt und wollte mich aus der gewollten Richtung herausführen. Ist besonders unlustig wenn das in einer Autobahnbaustelle neben einem LKW passiert, wo das System sich nicht zwischen weißer und gelber Markierung entscheiden kann. Fährt sich unangenehm, wenn man immer damit rechnen muss dass einem das Auto in's Steuer greift. Ja, man kann es wieder "übersteuern", gibt aber kein vertrauenerweckendes Lenkgefühl.

 

Als Ersatz gibt's jetzt den Allroad?


02.02.2017 14:56    |    pico24229

Toller Bericht!


02.02.2017 15:02    |    Käfer1500

Ein ehrlicher Bericht mit klaren Zahlen. Gefällt mir!

 

Wobei ich 6000€ Listenpreis an Extras für meinen Passat schon viel fand, obwohl ich darauf 30% Rabatt bekam.

14000€ an Extras nach Liste ist für AUDI gar nicht mal untypisch, mir wäre es schlicht zu viel, für weniger Geld habe ich 2012 unseren neuen Octavia 1.6 Combi mit ein paar Extras (Klima, Alus, Radio, metallic) als Zweitwagen gekauft.

 

43ct/km bei 10€ Spritkosten und 1300€ p.a. für Steuer&Versicherung sprechen jetzt nicht unbedingt für einen Diesel - wäre der Benziner da nicht die bessere Wahl gewesen?


02.02.2017 15:52    |    Bayernlover

Interessanter Artikel! Zeigt, dass ein Neuwagen im Vergleich zu einem ähnlichen Gebrauchten gar nicht so viel teurer sein muss.


02.02.2017 18:41    |    Designs

Zitat:

Andererseits hat das Kamera-gestützte System in manchen Situationen auch die falsche Spur erkannt und wollte mich aus der gewollten Richtung herausführen. Ist besonders unlustig wenn das in einer Autobahnbaustelle neben einem LKW passiert, wo das System sich nicht zwischen weißer und gelber Markierung entscheiden kann. Fährt sich unangenehm, wenn man immer damit rechnen muss dass einem das Auto in's Steuer greift. Ja, man kann es wieder "übersteuern", gibt aber kein vertrauenerweckendes Lenkgefühl.

@der_Derk

Ja, die Situation kenne ich auch. Ein kleiner Ruck am Lenkrad, aber glücklicherweise schaltete er sofort aus und das Symbol wechselte in Orange, was das Zeichen dafür ist, dass er die Spur nicht mehr erkannt hat. Ich bin gespannt, ob die neueren Systeme hier besser arbeiten, so ausführlich konnte ich das noch nicht testen.


02.02.2017 19:05    |    Designs

@Käfer1500

 

Zitat:

43ct/km bei 10€ Spritkosten und 1300€ p.a. für Steuer&Versicherung sprechen jetzt nicht unbedingt für einen Diesel - wäre der Benziner da nicht die bessere Wahl gewesen?

Naja, die Frage ist berechtigt. Die zu diesem Zeitpunkt einzige bestellbare Alternative wäre da der 211PS TFSI gewesen. Hier liegt der Verbrauch ca. 2-2,5 Liter über dem TDI.

Machen wir mal die Beispielrechnung auf:

Nehmen wir mal "nur" 9,8l/100km, bei durchschnittlich 0,15€ höheren Literkosten (der Diesel lag im Schnitt auf die 80000km bei 1,33€/l)

Macht dann 800 x 9,8 x 1,48€ = 11603€

Damit haben wir Treibstoff-Mehrkosten von 3600€.

 

Den Rest muss ich schätzen:

- es kommt noch ein tatsächlich höherer Kaufpreis, als beim Diesel dazu, der rund 3000€ höher gelegen haben müsste. Dafür gibt's aber auch 34 PS mehr. (beim neuen Q5 liegt die Differenz 190PS TDI -> 252PS TFSI ausstattungsgleich bei rund 5000€)

- Nehmen wir mal an der Wertverlust wäre identisch.

- Steuer und Versicherung werden etwas günstiger sein, nehmen wir mal an es sind 300€ weniger pro Jahr

 

Bleiben immer noch Mehrkosten von rund 5400€ auf 4 Jahre, bzw. von monatlich 112€. Wenn man nicht zwingend Diesel fahren möchte und das Mehr an Leistung schätzt, kann die Entscheidung hier natürlich pro Benziner ausfallen. Rein von der wirtschaftlichen Seite her war der TDI sicher im Vorteil.

 

Gruß Jürgen


03.02.2017 14:28    |    spacechild

Schöner Bericht. 80 000 km ist aber nicht besonders viel an Kilometern, das schaffen doch die meisten Neufahrzeuge ohne herumzuzicken.


03.02.2017 20:04    |    GoTommyGo

80 TKM sind für ein teures Premium-Gefährt sicherlich kein Meilenstein. Da stimme ich zu. Ab 150 TKM wird es spannend und meistens teuer.


04.02.2017 14:25    |    XC70D5

Gute Zusammenfassung über Deinen Q5. Werde ich dann demnächst auch mal für meinen XC60 machen, auch wenn es sich in vielen Dingen inhaltlich von Deinem Bericht kaum unterscheiden wird ;)


04.02.2017 19:14    |    25plus

Zitat:

Der CO2-Ausstoß wurde dann plötzlich ein Thema beim großen Abgasskandal, der vor allem die EA189 Motoren (2.0TDI) und damit auch meinen Q5 betraf.

Naja, ein CO2-Ausstoß von mehr als 200 g/km ist schon sehr hoch, aber mit dem Skandal hat der CO2-Ausstoß nichts zu tun. Da ging es nur um den NOx-Ausstoß.

 

720 €/Monat bei der geringen Fahrleistung würde ich nicht für ein Auto ausgeben wollen... aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

PS: Dass 80000 km für so ein Auto kein Problem sein sollten, sehe ich auch so. Mein Space Star geht noch in diesem Monat zum 60000 km Service und da war auch nichts dran bis jetzt. Das Schloss des Handschuhfachs klappert hin und wieder bei ca. 5-10 °C. Eine gute Zuverlässigkeit bescheinige ich dem Wagen aber frühestens, wenn er mehr als 250000 km ohne Panne geschafft hat, wie mein Cuore.


05.02.2017 11:30    |    Designs

@25Plus

 

Du hast natürlich Recht, was das NOx angeht..

 

Ich sehe es grundsätzlich genauso, dass 80.000km jetzt keine Riesen Leistung sind und dass man es eigentlich erwarten kann, dass ein Neuwagen innerhalb 4 Jahren diese Strecke ohne Probleme zurücklegt. Und das bezieht sich jetzt nicht auf "Premium", sondern meiner Ansicht nach muss das jeder Hersteller erfüllen können.

Trotzdem - wenn man sich manche Langzeittests ansieht, die meist auch im Bereich von rund 100tkm positioniert sind, dann gibt es da viele Ausreißer, die unplanmäßige Werkstattaufenthalten erfordern. Leider mussten wir diese Erfahrungen auch mit einigen anderen Autos selbst schon machen (z.B. unser damaliger Peugeot 307 - als Neuwagen gekauft, innerhalb der ersten 18 Monate 3 Monate Werkstattaufenthalt, Peugeot 307CC, als Neuwagen gekauft, bei 30tkm den Dritten Satz Bremsen ersetzt, den ersten TÜV nicht bestanden, Opel Vectra - Motorschaden durch Zahnriemenriss bei 60tkm..)

Was man also als selbstverständlich ansieht, ist trotzdem nicht immer der Fall.

 

Gruß Jürgen


05.02.2017 13:36    |    apfelgruener

Wahrscheinlich enthält der Blogeintrag viel Humor, denn ein neues "Premium" Auto das nach 80k noch keine Defekte hatte sollte eigentlich normal und nichts besonderes sein ...

 

Die Farbe ist schön :)


05.02.2017 19:14    |    Achsmanschette42

Wären Schäden in den ersten 3 bis 5 Jahren und auf den ersten 100.000 bis 150.000 km eher die Regel als die Ausnahme, gäbe es die (Anschluss-)Garantien nicht. Könnte sich doch kein Hersteller leisten.

 

Mein 10.000 € Auto fährt jetzt über 160.000 km. Bei rund 120.000 km hat sich das Lager der Lichtmaschine zerlegt, die 50 km bis zur Werkstatt fuhr er noch (kam eben ein Krächzen aus dem Motorraum). Hätte man vielleicht das Lager wechseln können (selbst, also ich nicht, vielleicht ein Bastler), die "Tauschlichtmaschine" für rund 350 € inkl. Einbau war aber bezahlbar. Bei rund 100.000 km wurden auch die Bremsklötze erneuert.

 

Das war´s.

 

Nunja, die Klimaanlage war bei Kauf (5 Jahre alt und kaum 50.000 km) leider schon undicht. Blöd, laut Händler damals für < 500 € reparabel, aber ich nutze die ohnehin nie.

 

Vielleicht sind Fahrer von japanischen Autos einfach zu verwöhnt? (ein Klappern hier und da und miese Materialqualität/Haptik muss man eben abkönnen)


06.02.2017 13:05    |    Escort0815

umso unverständlicher bei so einem Bericht warum man sich dann wieder ein neues Auto kaufen "muss"...wenn das Auto gut ist und man damit zufrieden ist, warum dann wieder abgeben? damit wird am meisten Geld vernichtet. Und der Wertverlust interessiert mich ohnehin nicht da ich das Auto für "mich" kaufe um es lange zu fahren...

 

naja, Konsumwahn und Bestätigung der Gesellschaft muss jeder selbst abschätzen.


06.02.2017 15:57    |    XC70D5

Leasing = Konsumwahn?

 

Habe ich so auch noch nicht gelesen.


06.02.2017 16:50    |    Designs

@escort0815

 

Tja, das Leasing läuft eben nach 48 Monaten aus, also wird was Neues bestellt. Ich habe ja nirgends geschrieben, dass es mein privat gekaufter Wagen ist? Insofern ist die Aussage mit Konsumwahn und Bestätigung schon etwas unpassend, oder?

 

Gruß Jürgen


07.02.2017 17:42    |    BravoI

Ich habe 3 mal Leasing gemacht. Bei letzte Auto habe ich Schlussrate bezahllt und weitere 4 Jahre gefahren. Weil Auto war gut.

 

Gruß. I.


08.02.2017 13:02    |    Steinbock200

177 Ps absolut ausreichend um zu überholen?? Was überholst du??? Traktoren? Ich hatte ein GLK mit 170 Ps und an überholen war in dieser Fahrzeugklasse mit nur 170 Ps nicht zu denken.


08.02.2017 14:22    |    XC70D5

Mein X3 20dA mit 177PS war jetzt auch kein Rennwagen, aber auch nicht so lahm, dass man niemanden überholen konnte. Untermotorisiert ist anders ;)


08.02.2017 17:01    |    Designs

@steinbock200

Ja, auch Traktoren habe ich auch überholt, aber tatsächlich kann man sogar LKWs und Autos überholen - verrückt, oder? :D

Ich weiß ja nicht was du so überholst, aber sofern man damit nicht nur auf der Nordschleife unterwegs ist, sollte das eigentlich alles machbar sein...?


08.02.2017 20:49    |    Atomickeins

kommt sicher auch drauf an wie schnell Jemand vor einem fährt, es gibt ja z.B. vermehrt Leute die meinen 55 km/h würden für die Landstrasse ausreichen. Die schafft man auch locker mit unserem 102 PS A3 :)


08.02.2017 22:22    |    Steinbock200

Wir sprechen hier jetzt aber nicht über das überholen mit einem Wagen der über 9sec. von 0-100 km/h benötigt. Ich denke nur, dass die Bezeichnung ausreichend dafür übertrieben ist. Das es geht habe ich nicht bezweifelt.

Aber zurück zum Thema, ein sehr schöner Bericht übrigens.


09.02.2017 12:22    |    Designs

9.0s auf 100, nicht über 9 Sekunden :D

Nein, aber mal ehrlich. Man kann wirklich auch auf der Landstraße völlig akzeptabel überholen. Wer natürlich irgendwas mit 300 PS gewöhnt ist, wird das anders sehen.

Wir haben aber auch einen A4 mit 102 PS - da sieht das schon anders aus. Wenn da nicht 500m freie Strecke voraus ist, braucht man gar nicht erst überlegen.


12.02.2017 21:34    |    astra33

Netter Bericht und das Foto nr. 4 gefällt mir ausgezeichnet.


01.03.2017 14:23    |    Keule1967

Moin

Wir haben uns im letzten Jahr einen Q5, 3,0 TDI, gebraucht gekauft. Das Fahrzeug war erste Hand, hatte ca. 82500 KM auf der Uhr und ist Baujahr 5.09. Für das Geld hätten wir auch einen neuen GTI mit DSG bekommen können. Wir wollten aber den Q5. Das Fahrzeug hat, mehr oder weniger, alles dabei, was 2009 für Geld zu bekommen war, außer B & O und TV. Der Vorbesitzer hat das Auto so sehr gepflegt, er würde glatt als Neuwagen durchgehen. Leder frei von Falten, Innen wie Außen, Audi typisch, perfekte Verarbeitung.

Wir hatten auch einen BMW X3 oder Mercedes GLK im Auge. Beim GLK war es das Design, beim X3 die langfristige Kostenanfälligkeit. In einschlägigen Auto Zeitschriften ( AMS, Auto Zeitung etc. ) wurde der Q5 durchweg besser bewertet. Deswegen wurde es der Audi. Bis heute kein Bedauern des Kaufes, im Gegenteil. Das Fahrzeug zu bewegen ist eine wahre Freude. Der Diesel klingt beim Beschleunigen eher nach aggressiven Benziner. Der Verbrauch beträgt, überwiegend in der Stadt bewegt, ca. 9,5 Liter. Auf der Autobahn und Landstraße wird es weniger, ca. 8 bis 8,5 Liter. Naja, bei 200 Km/h dreht der Motor grad mal um die 3000.

Unsere bisherigen Erfahrungen sind somit durchweg positiv.

Es gibt nur ein Problem, zumindest bei meiner Frau und mir. Wer einmal einen Audi sein Eigen nennen durfte, kann, sich nur schwer einen Herstellerwechse vorstellen.l


01.03.2017 14:25    |    Keule1967

Entschuldigung.

Der Bericht war toll geschrieben. Hätten wir nicht schon einen Q5, wir würden uns einen kaufen.


01.03.2017 19:12    |    Designs

@Keule1967

Vielen Dank. Es gibt schlimmere Probleme, als dem Audi zu verfallen :)

Tatsächlich überzeugt auch mich die Verarbeitung nach vielen Jahren Audi immer noch. Was nicht heißt, dass die anderen schlecht sind, aber es sind so manche Feinheiten, die einen einfach überzeugen.

Ich wünsche euch noch viel Spaß mit eurem Q5!

 

Gruß Jürgen


01.03.2017 20:05    |    Keule1967

Hallo Jürgen

Vielen Dank für die Antwort. Wir werden uns die Freude an diesem Fahrzeug für eine sehr, sehr lange Zeit bewahren.

Gruß aus Wedel ( bei Hamburg )

Heiko und Frau

 

PS,: Darf ich fragen , ob es wieder ein Audi wird?

Habe ich eventuell was von einem Allrad gelesen?


01.03.2017 20:14    |    Designs

Hallo Heiko,

 

Details zum nächsten Auto gibt es hier zu lesen: http://www.motor-talk.de/.../...edanken-bis-zum-neuwagen-t5923247.html

:)

 

Gruß Jürgen


11.04.2017 12:41    |    Designs

So, gestern war es soweit.. ich habe den Q5 abgegeben :(

Auch wenn die Vorfreude groß ist, denn übermorgen hole ich den A4 Allroad ab, bleibt doch ein weinendes Auge übrig. Es war einfach ein tolles Auto und ich glaube die hohe Sitzposition werde ich ein wenig vermissen. Mal sehen, ob die neuen Features des Allroad darüber hinwegtrösten ;)

 

Gruß Jürgen


03.10.2017 15:06    |    V-Mammut

Hallo,

wir sind mit unserem SQ5 auch top zufrieden.:)

Grüße,

V-Mammut


17.01.2018 07:10    |    tt61

Hallo,

 

es wurde vieles schon geschrieben, bei meinem Q5 Bj. 2010 mit 130000 km und 170 PS TDI kann ich nur sagen das die Verarbeitung sehr sehr gut ist , kein wirklicher Verschleiß zu sehen. Das einzige was Audi besser hätte mache können ist die S-Tronic, hier gibt es ab und zu Ruckler , was ja ein bekanntes Problem ist .. sollte bei Premium nicht vorkommen. Trotzdem ist die Entscheidung immer wieder Pro Audi und Q5 ...


17.01.2018 13:09    |    Keule1967

Unser Q5, 3.0TDI Baujahr 2009 mit knapp 93000 KM ist ein Traum. Top Verarbeitung, keine Probleme mit der 7G S-tronic. Leder sieht aus wie neu. Ein Traum damit Langstrecke zu fahren. Österreich dieses Jahr entspannt Hin und Zurück.

Dieses Fahrzeug wird uns noch viele Jahre Freude bereiten.


30.01.2018 04:32    |    politzer

Was habt ihr für eure Berichte von Audi bekommen. Ich fahre eine Kuh 2.0 TFSI(180 PS) Bj.Januar 2010 Km-Stand 85 000.Wenn ich die ganzen Probleme hier schildern würde,würde das diesen Rahmen sprengen.Die größten Sorgen hatte mir der hohe Motorölverbrauch gemacht(letzter Stand 2 Liter auf 1000 Km)Für diesen Konstruktionsfehler von Audi habe ich ganze 1200 EURO gelöhnt.Audi behauptete dies waren Einzelfälle, stimmte aber nicht.Mal nebenbei bemerkt wurden in Amerika mehrere 100-Tausend Fahrzeuge kostenlos repariert.Das zum Thema Audiservice,denen interessiert es einen Dreck was du für Probleme mit deinen Auto hast.Von denen bekommst du immer die gleiche Antwort,gehe Zum Audipartner und bezahle die Scheisse.Aber wie schon erwähnt kommen da noch viele andere Wehwehchen dazu z.B defekte Sitzheizung(ca.das sechste mal in 8 Jahren) oder def.Leuchtweitenregelsensor,knacken in der Lenkung usw.Also die Moral von der Geschichte ist das ich mir keinen Audi mehr kaufe.


30.01.2018 12:23    |    Designs

@politzer

Naja, die Probleme mit den TFSI Motoren der damaligen Generation sind ja hinlänglich bekannt, da gibt´s nicht viel schön zu reden.

Was die anderen Probleme betrifft - nun, da hatte ich wohl mehr "Glück", wobei die Mehrzahl der Leute hier scheinbar ebenso zufrieden war. Verständlich, dass man bei dauernden Schwierigkeiten die Nase voll hat. Vielleicht hast du auch einfach nur ein Montagsauto erwischt.

 

Gruß Jürgen


09.05.2018 01:16    |    W10TDI

... er hat es nicht nur erwischt, er hat es auch bezahlt ;-). MfG


20.06.2018 00:48    |    Turboschlumpf19

Politzer hat es richtig gemacht, wenn man hier im Audi-Forum die vielen Macken der KUH-Fahrer mit ihren Audis so liest , dann kann einem das Grausen kommen. Ich hab meinen in den Staaten(lebe dort) gekauft , 50tausend Meilen auf der Uhr??? fuer 24tausend $, Baujahr 2010. Nun aber ist finished, zurueck zum Benz. R.B.


07.02.2019 12:24    |    Trackback

Kommentiert auf: designs-world-of-weblog:

 

30.000km im Audi A4 Allroad (B9) 2.0TFSI Quattro - ein Zwischenfazit

 

[...] man sagen, er kann vermutlich nicht an die Zufriedenheit anknüpfen, die ich mit meinem Q5 hatte. (Hier zum Nachlesen)

 

Aber zurück auf Anfang. Da ist die Begeisterung natürlich am Größten, was aber durchaus mal einen Dämpfer [...]

 

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