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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

12.02.2017 13:35    |    124er-Power    |    Kommentare (29)

Quelle: theappsolutions.comQuelle: theappsolutions.com

Liebe Blogleser,

 

um das Thema Smart Home (vernetztes Zuhause) kommt man ja kaum noch rum. Man sieht es im Fernsehen (Galilio z.B.), in diversen Werbungsbeiträgen und in die Elektroläden.

 

Die Hersteller verspreichen einem, man würde 30 % Heizkosten pro Jahr sparen, doch stimmt dies wirklich, oder ist das nur ein Werbeversprechen um den Kunden zu locken?

 

 

Die Anschaffungskosten sind nicht gerade ohne:

 

Beispiel Bosch:

 

Smart Home Controller 229,95 EUR

Heizkörper-Thermostat 59,95 EUR pro Stück

 

 

Beispiel Telekom:

 

SmartHome Home Base 4,95 € / Monat + 9,99 € Einmalig

Heizkörperthermostat 49,99 € pro Stück

 

 

Das sagt die Presse:

 

Zitat:

So hat eine Gruppe von Experten mehrerer Forschungsinstitute aus dem Ruhrgebiet vierzig Haushalte mit Geräten für das automatisierte Heizen ausgestattet. Anschließend haben die Wissenschaftler den Energieverbrauch der Teilnehmer über eine Heizperiode hinweg erfasst. Ein Vergleich mit den Verbrauchsdaten vor Beginn der Studie zeigt: Die untersuchten Haushalte haben mit der „smarten“ Unterstützung ihren Bedarf an Heizenergie im Durchschnitt um ein Zehntel reduziert, manche Teilnehmer gar um ein Viertel.

Zitat:

Zehn Prozent weniger Heizkosten

„Wer unnötig viel verbraucht, kann durch zeitgesteuerte Temperaturregelung in den einzelnen Räumen und automatisches Drosseln beim Fensteröffnen viel sparen – ohne Abstriche bei Komfort oder Raumklima“, fasst Professor Viktor Grinewitschus von der Hochschule Ruhr West in Mülheim die Ergebnisse zusammen. Investitionen in solche Assistenzsysteme würden sich bereits innerhalb weniger Jahre rechnen, so der Wissenschaftler.

 

Grinewitschus hält Smart-Home-Produkte vor allem für diejenigen interessant, die Heizkosten sparen wollen, aber nicht über ausreichend Mittel für eine energetische Sanierung ihrer Immobilien verfügen – oder die gar nicht in die Dämmung oder eine neue Heizung investieren können, weil sie ihr Haus oder ihre Wohnung nur gemietet haben. Die meisten, oft nur wenige hundert Euro teuren Systeme lassen sich installieren, ohne dass bauliche Veränderungen vorgenommen werden müssen.

Quelle: http://www.faz.net/.../...beim-energiesparen-helfen-kann-13283848.html

 

 

Zitat:

Laut dem bundesweiten Heizspiegel 2014 zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im letzten Jahr durchschnittlich 1000 Euro Heizkosten. Für „smartes“ Heizen sind fünf bis sechs intelligente Thermostate an den Heizkörpern nötig. Diese kosten in der Anschaffung rund 150 Euro kosten, reichen aber bereits aus, um die Heizkosten im Jahr um 300 Euro zu senken.

Quelle: http://www.focus.de/.../...ittel-der-heizkosten-sparen_id_4350446.html

 

 

Der Markt ist etwas undurchsichtig, deshalb hab ich nur mal 2 Angebote rausgesucht.

Mir geht es erstmal eh hauptsächlich um eure Meinung und Erfahrungsberichte :)

Hat Dir der Artikel gefallen?

12.02.2017 14:55    |    Trottel2011

Nö, lohnt nicht.

 

Heizung abdrehen = nachher höherer Heizaufwand erforderlich. Die Heizung auf gleichem Level zu halten ist günstiger als es immer wieder auf und ab zu drehen...

 

Ein Topf Wasser zum Kochen zu bringen erfordert viel Energie. Diesen Topf am kochen zu halten deutlich weniger (Energieerhaltungsgesetz).

 

Sinnvoller ist es andere Verglasungen zu verbauen oder den Gasanbieter zu wechseln (jedes Jahr wechseln kann einige hundert Euro/Jahr Einsparung ergeben).


12.02.2017 15:11    |    apfelgruener

An ein paar grundsätzliche Regeln wie richtig lüften, Wohnung nicht auskühlen lassen etc. halten und schon hat man das meiste ganz automatisch gespart.

 

Dem letzten Punkt vom Trottel kann ich nur beipflichten. Jährlich mindestens Angebote von Gas- Und Strom Anbietern prüfen und am besten wechseln ( meist gibt es Neukundenbonus, Wechselbonus, Bonus auf die 1. Jahresrechnung etc.) spart sehr viel Geld.

Ist natürlich dann mal mit 1-2 Stunden Arbeit. Ich spare mit einem jährlichen "Bäumchen wechsel dich" dadurch etwa 150-200 Euro ... :)


12.02.2017 15:23    |    olli27721

Ich bin auch der Meinung wie Trottel2011.

 

Zu wenig heizen / lüften = Schimmel und weitere Bauschäden. Und das wird dann richtig teuer.

 

Wichtig m.E. ist auch die Luftfeuchtigkeit und die der Wände.

 

Wenn das Mauerwerk ausgekühlt ist, braucht man wieder sehr viel Energie, um den Raum wieder "hochzuheizen".

 

Wenn das Fenster/Balkontür länger offensteht, drehe ich ab/runter - ansonsten steht der Thermostat immer an der gleichen Stelle.


12.02.2017 15:39    |    124er-Power

Man dreht die Heizung ja nicht ganz runter, sondern nur um ein paar Grad, was angeblich bares Geld sparen soll......


12.02.2017 15:41    |    Goify

Smart Home geht noch viel weiter und umfasst die Lüftungsanlage, den Sonnenschutz, jede einzelne Steckdose und Leuchte, die Türklingel /-sprechanlage und die HiFi-Anlage.

 

Geht man mit allen Energiequellen sinnvoll um, spart man eine Menge. Will man es bequemer und automatisiert haben, kann so eine smarte Lösung auch Energie sparen, aber nicht zusätzlich.

 

Interessanter finde ich auf dem Handy sehen zu können, wer gerade an der Tür klingelt oder nach der Urlaubsreise die Heizung einen Tag vorher von 17 °C auf 21 °C Raumtemperatur hochdrehen zu können. Ersteres geht auch als Insellösung und zweiteres kann ein netter Nachbar viel günstiger erledigen. So ein BUS-System im Haus kostet mehrere Tausend €, wenn alles vernetzt sein soll.


12.02.2017 16:06    |    Trottel2011

Klar, Smart Home kann mit Kühlschrankvernetzung, Haustierbetreuung (auch), Rollladenbedienung, Lichtaktivierung usw. versehen werden (habe ich im Rahmen meiner letzten Beschäftigung mich mit beschäftigen müssen). Dennoch, das, was diese Steuerun "sparsamer" machen soll, muss erstmal durch den Einbau wieder wettgemacht werden.

 

Die Temperatur um ein paar Grad runterdrehen ist genauso Mumpitz (nicht für einen Tag). Wenn man eine Woche in den Urlaub fliegt, kann man ja soweit runterdrehen, dass die Grundwärme im Haus gegeben ist, sofern man im Winter verreist. Im Sommer Heizungsanlage gänzlich ausschalten und gut ist.

 

Genauso Mumpitz sind Passivhäuser, die zwar extrem energiearm sind, aber genauso schnellstens anfangen zu schimmeln. In eienr Plastiktüte entsteht Kondensation. Im Passivhaus, welches alle Windzüge und Wassermöglichkeiten aussperrt, gammelt es selbst schon teilweise beim Bau... 3-fach Verglasung ist dann ein Overkill. Ich habe immer Häuslebauer geraten, auf Passivhauseignung zu verzichten und lieber eine normale 2-fach Verglasung (wenn baulich erlaubt) zu nehmen. Lüften ist dann nicht so häufig notwendig, dadurch spart man Kosten. Dazu im Scheibenzwischenraum Krypton (kostet aber dämmt hervorragend!) und keine Sprossen und perfekt. Kein bzw. minimalste Schimmelbildung, ausreichende Wärmedämmung für den Winter. Idealer Sonnenschutz für den Sommer mit entsprechender Isolierung...

 

Man kann das meiste Geld wirklich sparen, indem man seine Fenster bearbeitet statt der Heizung. Und wenn die Heizung fällig ist, dann nimmt man eine neuere, modernere Heizung. Am besten geothermisch (also Erdwärme).

 

Die Smarthome Geschichte hat noch ein Nachteil: Schutz! Sobald etwas per WLan bedient werden kann, kann ein Fremder zugreifen. Wer will sicher stellen, dass während der Abwesenheit, nicht jemand die Heizung extern abschaltet oder hochdreht? Und sich dann mittels Zugangscode (wenn Haustürbedienung integriert) Zutritt zum Haus verschafft? Alles datenschutzrechtliche und Sicherheitbedenken...


12.02.2017 16:11    |    olli27721

Zitat:

Smart Home geht noch viel weiter und umfasst die Lüftungsanlage, den Sonnenschutz, jede einzelne Steckdose und Leuchte, die Türklingel /-sprechanlage und die HiFi-Anlage.

-

 

Dann rechne mal schön, bis Du das wieder raus hast. Das lohnt sich nur, wenn man es gleich im Neubau integriert oder viele unvernünftige Kinder hat.

 

Alle elektr. Verbraucher, die nicht AN sein MÜSSEN, knipse ich sowieso per Steckerleiste aus.


12.02.2017 16:17    |    DeutzDavid

Hab ich für die Hoflaternen und für die Heizungspumpe, kann ich übers Handy ein und Ausschalten

 

Sehr praktisch;)

 

 

Hab aber meistens die Heizung auf 3 oder 4, die drehe ich nachts nur im Schlafzimmer ab


12.02.2017 16:58    |    Goify

olli, da geht es nicht ums sparen, sondern um Komfort, wie ich oben geschrieben habe. Man spart nur, indem man auf etwas verzichtet oder klug nutzt. Ein Passivhaus spart auch in der Regel kein Geld, sondern es ist sehr teuer. Die gesparten Energiekosten zahlt man in der Regel doppelt beim Neubau, sodass einzig die Bauwirtschaft profitiert. Die Umwelt profitiert beim Neubau eh nie.


12.02.2017 17:18    |    olli27721

Zitat:

olli, da geht es nicht ums sparen, sondern um Komfort,

-

 

Sorry - der Griff zum Fenster oder zum Thermostaten belastet mich nicht.

 

Vielleicht bin ich ja zu alt, aber selbst ich als Elektromeister sehe keinen Sinn im vernetzten / gesteuerten Haus.

 

Bei einem Geschäftsgebäude wäre ich noch bei Dir - beim Einfamilienhaus oder gar Wohnung sind mir ein paar manuelle Handgriffe lieber.

 

Aber alles Ansichtssache - manche stehen ja drauf - mein Fall ist es nicht.

 

Auch die angesprochene Sicherheit eines "vernetzten" Hauses bezweifle ich.


12.02.2017 17:30    |    Goify

Daher ist mein Haus noch analog. Selbst meine Rollos mache ich von Hand auf und zu. Mein Beruf und auch mein Auto ist vollkommen digital, da möchte ich daheim ganz analog leben. Selbst meine HiFi-Anlage ist zu großen Teilen analog und Fotos mache ich digital und analog. Manchmal tut etwas Low-Tech gut.


12.02.2017 17:40    |    Trottel2011

Low Tech war nie verkehrt. Wie sagt man so schön: wo nichts ist kann nichts kaputt gehen.

 

Was wäre wenn die Anlage dein Code nicht mehr annimmt? Schon bist du aus deinem Haus ausgesperrt oder es heizt dich zu Tode :D


12.02.2017 17:44    |    olli27721

Ääh - mein Flurlicht reagiert auf Bewegung.

 

Ist das schon HighTech ? :D


12.02.2017 17:47    |    Goify

Das ist aber ein smartes Flurlicht. Ich muss dazu einen Schalter betätigen.


12.02.2017 17:53    |    Trottel2011

Ich muss dazu Feuer anmachen! :D Mit Feuerstein, Stroh und Pusten! :D


12.02.2017 18:00    |    Hyperbel

Bei einem Neubau ist Fußbodenheizung, Jalousien und Lüftungsanlage oft integriert - schon um diesen EnEV einzuhalten.

Aber wie auch immer. Fußbodenheizung sollte immer laufen - die ist viel zu träge um diese ständig hoch- und runterzufahren.

Lüftung mit Wärmerückgewinnung läuft auch immer.

Jalousiesteuerung ist normalerweise "smart", da die Dinger bei Sturm hochfahren müssen.

 

So, was ist nun smart?

Wenn ich im Winter 2 Wochen Urlaub machen ürde wird die FBH an der Wärmepumpe einfach runtergedreht - aber auch nur 3 Grad.

Jalousie: Mein Gott, wenn man das per App steuern können will ... wegen mir. Aber Schalter braucht es dennoch.

 

Und einen vernetzten Kühlschrank, Spionagefernseher (LG und andere mit Kamera), smarte Lampen über die sich ein Virus von Lampe zu Lampe fortpflanzt (war die Piliipps Hue), eine smarte Haustür die ich bei einem Softwareproblem nicht mehr öffnen kann (beim Nachbarn passiert) ... brauche ich NICHT.

WLAN? Nur für's Handy und das Notebook auf der Terrasse - der Rest hängt am Gigabit Ethernet LAN.

 

Sparen kann man nur, wenn man etwas NICHT anschafft.


12.02.2017 18:47    |    124er-Power

Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare. :)

 

Mich würde obendrein die Strahlung stören.

Gibt ja eh schon mehr als genug Strahlung und WLan wird abends abgeschalten :p


12.02.2017 18:48    |    124er-Power

PS: früher war der Router ja nur an, wenn man online gehen wollte, aber dank VoIP muss der ja immer an sein :/


12.02.2017 18:56    |    olli27721

Man automatisiert sich im Überfluss - und rennt dann ins Fitnesstudio.

 

Man muss sich mal vergegenwärtigen, wo die Reise hingeht.

 

Mein Nachbar - grade in Rente und weiss Gott nicht weltfremd - hat immer noch kein Internet.

 

Finde ich irgendwie beneidenswert.

 

Bei mir beruflich Handy und I-Net nicht wegzudenken.


12.02.2017 18:58    |    124er-Power

Man muss nur einen gesunden Umgang damit erlernen.

 

Ich nutze das Handy nur noch aufm Arbeitsweg und abends mal.

 

Untertags nur mal gelegentlich.

 

Siehe auch mein Artikel zum Smombie :p


12.02.2017 22:20    |    magiceye04

@ Trottel2011:

 

"Nö, lohnt nicht.

 

Heizung abdrehen = nachher höherer Heizaufwand erforderlich. Die Heizung auf gleichem Level zu halten ist günstiger als es immer wieder auf und ab zu drehen..."

 

Diese urbane Legende in ihrer Pauschalität hält sich leider immer noch. Dabei gilt sie nur in ganz bestimmten Fällen. Lieber ausprobieren und nachmessen.

Meine eigenen Erfahrungen in 2 sehr unterschiedlichen Wohnungen sprechen eine andere Sprache.

Wohnung1: Wenn die Heizung komplett abgeschaltet wird, ist nach wenigen Stunden die Temperatur fast auf Außentemperatur+ca. 5° gefallen. Null Dämmung.

Kleine Temperaturänderungen nach unten bei Abwesenheit machen sich sofort bemerkbar, indem nicht mehr so viel Energie durch die Wände verpufft. Bereits bei einer Woche Abwesenheit lohnt sich ein komplettes Ausschalten (Frostmodus), auch wenn es 1 Tag dauert, ehe es wieder warm wird und in dem einen Tag so viel Energie draufgeht, als würde man 3 Tage normal heizen)

 

Wohnung2: Ist so gut gedämmt, dass ich nur heizen muss, wenn draußen Minusgrade herrschen.

Da herrscht also ohnehin immer eine Grundtemperatur von ca. 21°C und nur wenn ich mehr haben will, weil ich anwendend bin, dreh ich mal ne halbe Stunde auf und dann auch wieder ab.

 

Bei Leuten, die den ganzen Tag zu Hause sind, ist das natürlich alles sinnlos - aber als arbeitstätiger Single verbringt man nicht viel Zeit in den Wohnungen und freut sich über die dicken Rückzahlungen.

 

Investitionen hatte ich bisher Keine. Smart beginnt im Kopf.

Gerade die Funktion, bei Fensteröffnung die Heizung kurz automatisch abzudrehen, finde ich sinnlos. Wenn man das manuell macht, schaltet man erst die Heizung ab, wartet, lüftet dann kurz, aber heftig und dreht die Heizung dann wieder an. Das spart noch mehr.

 

Der einzige Luxus, den ich mir gönne, sind SMS an den Nachbarn, der eh den Briefkasten leert und die Blumen gießt, der dreht dann netterweise die Heizung am Vortag schon auf.

Da könnte ich mir vorstellen, dass ich das auch per DECT über die Fritzbox machen lasse, man will den Nachbarn ja auch nicht überstrapazieren.

 

In meinen Augen sorgt der Smarthome-Hype jedenfalls nicht für Einsparung, eher für Komfortgewinn.


12.02.2017 22:36    |    124er-Power

+ höherer Stromverbrauch

+ mehr Strahlung

+ mehr Müll (Batterien)

 

Und wenn noch mehr vernetzt wird bewegt man sich bald gar nicht mehr und bekommt ernste gesundheitliche Probleme :o


13.02.2017 20:27    |    Multimeter77

Interessant wäre noch ob ihr in Haus oder Wohnung wohnt und ob mit Zentral- oder Etagenheizung.

Ich wohne derzeit in einem Haus. Das hat - wie fast jedes Haus - eine Heizung mit Regelung über die Außentemperatur. Dieses "Wunderwerk" aus den 90ern kann man in 10 Zeitabschnitten pro Tag und für jeden einzelnen Wochentag mit unterschiedlichen Temperatursollwerten einstellen. Bei Menschen mit einem gerelten Alltag (so wie jeder Schüler oder Angestellte) macht die nachträgliche Installation von Funkthermostaten 0,0% Sinn. Es sei denn, man hat bei der 10.000€ Heizung die 500€ für die bessere Regelung gespart.

 

Fall 2: Gasetagenheizung: Siehe oben. Da kann man genauso alle Einstellung vornehmen.

 

Fall3: Zentralheizung. Hier kommt es auf den "Heizungsschlüssel" an. In BaWü haben die Wohnhäuser, die ich so kenne einen "sozialen" Heizungsschlüssel, bei der die Kosten sich aus 20-40% Dunströhrchen und der Rest aus Umlagen zusammensetzen. Die Umlagen sind bei Mittelwohnungen höher als im EG oder DG. Ergo: In der Zeit wo ich meine Wochnung auf 18°C kühle, die Nachbarn aber die 35°C über Lüften regulieren, zahle ich deren Kosten mit. Schon wieder 0,0% gespart.


13.02.2017 22:39    |    magiceye04

0,0 stimmt aber nicht. Auch wenn Du nur an dem 20-40% -Anteil herumsparen kannst, irgendwas kannst Du trotzdem sparen.


14.02.2017 08:14    |    Goify

Ein Wärmemengenzähler pro Wohneinheit wäre gerechter als die Verdunstungsröhrchen, denn Man zahlt ja sogar dann mehr für die Heizung, wenn man 14 Tage im Urlaub ist und die Hitze im Sommer nicht rauslüften kann. Da hat man sozusagen im Sommer "geheizt".


14.02.2017 12:44    |    Primotenente

Hallo

 

Wirklich sparen kann man damit nicht. Den Komfort- und Lifestyle-Aspekt einmal aussen vor gelassen. Die meisten Heizungen bieten heute die Möglichkeit, Ferienabwesenheiten zu programmieren, sodass das Haus nach der Rückkehr aus den Ferien wieder warm ist. Die Fernsteuerung ist deshalb kein wirkliches Argument und wenn man einmal unerwartet zurück kommt, dauert es eben ein paar Stunden.

 

Wobei wie erwähnt, ein zukunftsfähiges Haus (=vernünftiger Dämmstandard, Flächentemperierung aka FBH etc.) temperiert man besser 24 Stunden auf tiefem Niveau, das ist unter dem Strich sparsamer als Nacht- und Abwesenheitsabsenkungen, die zudem nur die Hydraulik versauchen und kontraproduktiv sind. Damit hat sich dann die Thematik der Regelung von selbst ergeben. Eine gute gute Fussbodenheizung ist zudem so ausgelegt, dass der sog. Selbstregeleffekt wirkt, sodass die ganze Reguliererei sowieso hinfällig wird.

 

Besser als Energieschleudern mit Öl- und Gasheizungen mit solchen Spielereien zu beglücken, ohne die Probleme zu lösen, dämmt man zuerst die Gebäudehülle, sodass man eine vernünftige, richtig dimensionierte Heizung (in der Regel Wärmepumpe) einsetzen kann. Ideal mit PV und Eigenverbrauchsregelung.

 

 

P.S: Die Aussagen zu Passivhäusern, 3fach-Fenstern und Schimmel sind Ammenmärchen.


14.02.2017 13:08    |    Primotenente

Zitat:

Genauso Mumpitz sind Passivhäuser, die zwar extrem energiearm sind, aber genauso schnellstens anfangen zu schimmeln.

Weshalb sollten die schimmeln?

 

Zitat:

In eienr Plastiktüte entsteht Kondensation.

Ein Passivhaus ist weder eine Plastiktüte noch ist es dicht. Das sind Legenden.

Eine möglichst dichte Bauweise wird auch beim "normalen" Baustil angestrebt.

 

Zitat:

Im Passivhaus, welches alle Windzüge und Wassermöglichkeiten aussperrt, gammelt es selbst schon teilweise beim Bau...

Das ist Pfusch und hat mit dem Passivhaus nichts zu tun.

 

Zitat:

3-fach Verglasung ist dann ein Overkill.

Nein, denn die Fenster sind immer noch das schwächste Bauteil.

 

Zitat:

Ich habe immer Häuslebauer geraten, auf Passivhauseignung zu verzichten und lieber eine normale 2-fach Verglasung (wenn baulich erlaubt) zu nehmen.

Damit hast du deutlich mehr geschadet als den Leuten geholfen.

Abgesehen davon, sollte man immer auf 3fach Verglasung setzen, da bessere Werte.

 

Zitat:

Lüften ist dann nicht so häufig notwendig, dadurch spart man Kosten.

Unsinn, 2fach und 3fach Fenster sind beide gleich dicht, da bestehen keine wesentliche Unterschiede.

Man muss bei beiden gleich häufig lüften, bei 2fach eher noch mehr, da die Feuchtigkeit eher kondensiert durch die schlechteren Werte des Glases.

 

Zitat:

Dazu im Scheibenzwischenraum Krypton (kostet aber dämmt hervorragend!) und keine Sprossen und perfekt. Kein bzw. minimalste Schimmelbildung, ausreichende Wärmedämmung für den Winter. Idealer Sonnenschutz für den Sommer mit entsprechender Isolierung...

Unsinn. Zuerst die günstigeren Fenster und dann dazu ein Gas das sich irgendwann verflüchtigt, naja.

Besser von Anfang an auf die besten verfügbaren Fenster setzen. Schimmelbildung darf es generell nicht geben. Wer das hat, heizt und lüftet falsch oder hat die Thematik nicht durchschaut.


14.02.2017 13:17    |    Goify

Schimmel entsteht nur dort, wo es ungewöhnlich kalt ist. Hat man wärmebrückenfrei gebaut, kann es technisch nicht schimmeln, es sei denn, man hat regelmäßig 80 % Luftfeuchte und lüftet nie.

 

Ich habe bei mir auch nur zweifach verglaste Fenster verbaut und so mache ich es bei so fast allen Gebäuden, die ich plane. Die Fenster werden bei Dreischeibenglas deutlich teurer, schwerer und lassen weniger Sonne hinein. Beim Fenster muss man immer ganz genau schauen, welcher Kompromiss am besten ist, denn je besser sie dämmen, desto weniger Sonnenwärme lassen sie rein.


14.02.2017 21:46    |    magiceye04

Die Verdunstungsröhrchen haben auch eine Reserve für die heißen Sommertage.

 

Wenn man Passivhaus mit Baupfusch gleichsetzt, sollte man vielleicht keine Empfehlungen geben.

Wer keine Lust auf regelmäßiges Lüften hat, kann sich ja zudem einen Wärmetauscher einbauen, dann bleibt die Luft trotzdem schön trocken.


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